Freitag, 25. Juni 2021

IDM Superbike 1000: Hertrampf stellt Ducati in die Startaufstellung

Hier ein Foto aus der Vergangenheit in dem X.Forres die Ducati in der IDM bewegte
Foto: Jens Hawrda

Das Team um Denis Herrampf aus Nordhorn hat für die Zukunft einen Clou in petto. Er lässt eine Ducati Panigale V4R an den Start rollen. Fahrer wird Daniel Kartheininger sein. Weil Ducati kein Partner des IDM-Industriepools ist, bekommt das Team, das HRT 100 heißt, aber keine Punkte. „Wunschziel ist, dass wir die Panigale im Rahmen des Truck-Grand-Prix vom 16. bis 18. Juli laufen lassen.“ Problem: Kartheininger hat die rote Diva bei Testfahrten beerdigt. Es ist einiger Aufwand nötig, um sie wieder aufzubauen. Wäre ein neues Motorrad nicht angebrachter? „Das bekommen wir nicht, denn es gibt keine mehr. Aber trotz globaler Lieferschwierigkeiten haben wir am vergangenen Samstag einen neuen Rahmen erhalten“, klärt Hertrampf auf.

Neben dem Truck-Grand-Prix stehen die IDM in Assen und das Hockenheim-Finale auf der Einsatzliste. Hockenheim aber nur, wenn der letzte Lauf zur Deutschen Langstrecken-Meisterschaft (DLM) auf dem Nürburgring gecancelt wird. Momentan steht er nämlich auf wackeligen Füßen. Wenn er durchgeführt, wird das Team HRT 100 aber auf jeden Fall dort antreten. „Das ist eine Sache der Ehre. Wir sind in der Serie fest eingeschrieben.“

Quelle: idm.de


Dienstag, 22. Juni 2021

IDM startet am Schleizer Dreieck vor Publikum

Foto: Jens Hawrda

Das Saisonhighlight der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) am Schleizer Dreieck steht: Am IDM-Wochenende vom 23. bis 25. Juli sind zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie wieder Zuschauer zugelassen. Endlich dürfen sie wieder an die legendäre Rennstrecke pilgern. Weite Felder, knackige Kurven, eine provisorische Boxengasse, eingeschworene Fans und gelebte Emotionen machen die Rennen auf der einzigen Naturrennstrecke Deutschlands immer wieder zu einem besonderen Erlebnis.

„Wir haben aus Schleiz grünes Licht bekommen, dass wir die Veranstaltung wie geplant durchführen können. Die Inzidenzwerte sind so weit gesunken, dass kein Fan zu Hause bleiben muss“, sagt Serienmanager Normann Broy.

Im „Grünen Wohnzimmer“ von Thüringen wird Rennsport gelebt wie sonst kaum in Deutschland. Als die IDM vor zwei Jahren zum bis dahin letzten Mal in Schleiz stattfand, verfolgten knapp 30.000 Zuschauer die Rennen vor Ort. „Für unsere Fahrer ist das eine einzigartige Atmosphäre“, so Broy, der hinzufügt: „In Schleiz ist alles ein bisschen anders, ein bisschen nostalgisch, ein bisschen verrückt. Aber das macht den Reiz aus. Und wir wünschen uns, dass es 2021 wieder so wird.“

An den Start gehen die IDM-Klassen Superbike 1000, Supersport 600, Supersport 300 und Sidecar. In der Königsklasse IDM Superbike 1000 liegt Lokalmatador Julian Puffe, der direkt aus Schleiz stammt, auf dem sechsten Platz in der Gesamtwertung und hofft, auf seiner Heimstrecke einen Schritt nach vorn machen zu können. In der Nachwuchsklasse IDM Supersport 300 will der Schleizer Micky Winkler seinen Aufwärtstrend fortsetzen. Umrahmt wird das Programm von den Entscheidungen im Pro Superstock Cup dem Twin Cup und dem Yamaha Cup.


Mercedes-AMG Motorsport startet mit Podiumserfolgen in die DTM-Saison

Startphase: 5 Mercedes-AMG GT3 führen das Feld an
Foto: Mercedes-Motorsport

Beim Saisonauftakt der DTM im italienischen Monza hat Mercedes-AMG Motorsport eine erfolgreiche Rückkehr in die Rennserie gefeiert. Im ersten der beiden Sprintrennen fuhren Vincent Abril (MCO) und Maximilian Götz (GER) in den Mercedes-AMG GT3 des Mercedes-AMG Team HRT auf die Ränge zwei und drei und sorgten so beim Comeback sogleich für Podestplatzierungen. Als Dritter des Sonntagsrennens legte Lucas Auer (AUT) mit der Startnummer #22 des Mercedes-AMG Team WINWARD einen weiteren Podiumserfolg nach.

  • Erfolgreiche Rückkehr von Mercedes-AMG in die DTM
  • Rennen 1: Platz zwei und drei für Mercedes-AMG Team HRT #5 und #4
  • Rennen 2: Platz drei für Lucas Auer vom Mercedes-AMG Team WINWARD

Der traditionsreiche Autodromo Nazionale Monza bildete den Schauplatz für das Comeback von Mercedes-AMG in der DTM. Eine Serie, die die Performance- und Sportwagenmarke aus Affalterbach mit 11 Fahrer-, 14 Team- und sieben Herstellertiteln entscheidend mitgeprägt hat. Beim ersten von insgesamt acht Saisonevents gelang den Fahrern der Mercedes-AMG Teams mit einer starken Performance in Qualifying 1 ein sehr guter Auftakt. Vier Mercedes-AMG GT3 belegten im Zeittraining die ersten vier Plätze. Schnellster Pilot war Vincent Abril, der sich in der #5 des Mercedes-AMG Team HRT die erste Pole Position der DTM-Saison sicherte. Nach dem fliegenden Start, bei dem Abril souverän die Führung verteidigte, lagen zwischenzeitlich sogar fünf Mercedes-AMG GT3 an der Spitze. Aus diesem Quintett blieb das HRT-Duo Abril und Maximilian Götz (#4) im weiteren Verlauf klar auf Podiumskurs. Bis zur Mitte des Rennens führte Abril das hochkarätig besetzte Feld an. Beim vorgeschriebenen Reifenwechsel konnte der Verfolger jedoch aufschließen. Kurz nach der Rückkehr auf die Strecke musste Abril den späteren Rennsieger schließlich passieren lassen und wurde Zweiter vor seinem Teamkollegen Götz. Nach 50 Minuten bescherten sie damit Mercedes-AMG im ersten DTM-Rennen seit 2018 ein Doppelpodium. Mit Daniel Juncadella in der #8 des Mercedes-AMG Team GruppeM Racing auf Platz fünf und Maximilian Buhk in der #18 des Mercedes-AMG Team Mücke Motorsport auf Rang sieben fuhren zwei weitere Mercedes-AMG GT3-Piloten die ersten Meisterschaftspunkte der Saison ein.

DTM-Rückkehrer Daniel Juncadella, Mercedes-AMG GT3
Foto: Mercedes-Motorsport

Rennen 2: Podiumserfolg für Mercedes-AMG Team WINWARD

Im Qualifying für das zweite der beiden 50-minütigen Rennen platzierten sich fünf Mercedes-AMG GT3 auf den Rängen sechs bis zehn der Startaufstellung. Das Duo des Mercedes-AMG Team WINWARD, Lucas Auer (#22, AUT) und Philip Ellis (#57, SUI) fand am besten in die ersten Runden und blieb zunächst auf Top-6-Kurs. Die Mercedes-AMG Teams setzten diesmal auf vergleichsweise frühe Boxenstopps. Diese Taktik zahlte sich vor allem für Auer aus. Nachdem alle Fahrer den vorgeschriebenen Reifenwechsel absolviert hatten, fand sich der erfahrene DTM-Pilot auf Rang drei wieder. Im Anschluss absolvierte der Österreicher weiterhin konstant schnelle Runden auf dem italienischen Hochgeschwindigkeitskurs und überquerte schließlich als Dritter die Ziellinie. Teamkollege Ellis sorgte als Sechster am Ende für ein gutes Teamergebnis beim Mercedes-AMG Team WINWARD. Bei den beiden Fahrzeugen des Mercedes-AMG Team HRT machte sich das Erfolgsgewicht, mit dem Abril und Götz nach ihren Podestplätzen vom Vortag ins Rennen gegangen waren, bemerkbar. Als Zehnter holte Götz am Ende dennoch einen weiteren Meisterschaftspunkt.

Stimmen nach dem Rennwochenende:

Vincent Abril, Mercedes-AMG Team HRT (#5): „Ich bin richtig happy! Ich freue mich für das Team, für Mercedes-AMG und natürlich auch über meine eigene Leistung! Ein Podium zum Auftakt fühlt sich immer super an, vor allem in einer so kompetitiven und hochkarätigen Rennserie. Darauf können wir aufbauen.“

Maximilian Götz, Mercedes-AMG Team HRT (#4): „Ein sehr tolles Ergebnis und ein toller Einstand für das gesamte Team und auch für uns Fahrer. Wir sind mit einer etwas anderen Reifenstrategie unterwegs gewesen, weil wir am Ende des Rennens noch Reserven haben wollten. Das ist uns gelungen und ich konnte schnell nach vorne aufschließen. Mit dem dritten Platz zum Auftakt bin ich sehr zufrieden.“

Lucas Auer, Mercedes-AMG Team WINWARD (#22): „Unsere Strategie war super. Wir haben uns einen frischen Satz Reifen für den zweiten Teil des Sonntagsrennens aufgespart und das war entscheidend. So konnten wir einen Undercut fahren. Das war die Grundlage für den Podiumserfolg, vielen Dank ans Team!“

Erster DTM-Sieg des Audi R8 LMS

Doppelsieg für Audi R8 LMS mit Teams von ABT und Rosberg beim DTM-Auftakt in Monza

Kelvin van der Linde , Audi R8 LMS #3 (Abt Sportsline)
Foto: Audi-Motorsport

Starker Doppelsieg beim Auftakt in Monza: Die DTM startete mit GT3-Sportwagen in Italien in eine neue Epoche, und Audi zählt mit dem R8 LMS von Anfang an zu den Siegern. An seinem 25. Geburtstag war Audi Sport-Pilot Kelvin van der Linde auf dem Hochgeschwindigkeitskurs von Monza am Rennsonntag unschlagbar. 

Bereits im Qualifying bewies der Südafrikaner aus dem Team ABT Sportsline mit einer Bestzeit im Audi R8 LMS seine Klasse – die fünf Marken auf den ersten sechs Plätzen trennten gerade einmal 0,248 Sekunden. Dabei profitierte van der Linde auf seiner schnellsten Runde unter anderem auch von einem Windschatten, den ihm Markenkollege Nico Müller aus dem Team Rosberg gegeben hatte. 

Im Rennen ergab sich in der ersten Kurve eine Schlüsselsituation: Van der Linde verteidigte Platz eins gegen Samstagssieger Liam Lawson und wahrte damit seinen Vorteil auf einer Hochgeschwindigkeitsstrecke, auf der Überholen für die Audi-Piloten extrem schwierig ist. Anschließend hatte der DTM-Neueinsteiger das Geschehen 50 Rennminuten lang bestens im Griff, gewann mit 3,3 Sekunden Vorsprung und übernahm die Tabellenführung. 

Das Team Rosberg komplettierte den Erfolg von Audi Sport customer racing zum Doppelsieg. Nico Müller war als Vierter gestartet und fand sich zu Beginn in einem Dreikampf mit BMW-Faherer Sheldon van der Linde und Vortagessieger Liam Lawson im Ferrari wieder. Auf der Strecke machte er einen Platz gut, dank eines exzellenten Boxenstopps des Teams Rosberg gewann er eine weitere Position und erreichte so Platz zwei. Während es für Audi Sport customer racing zu Beginn der GT-Ära in der DTM der erste Sieg mit dem R8 LMS in dieser Traditionsrennserie war, hat die Marke mit den Vier Ringen ihre historische DTM-Gesamtbilanz seit 1990 auf nunmehr 131 Siege vergrößert.

Montag, 21. Juni 2021

Knappe Entscheidung in der DTM Trophy: BMW-Pilot Schrey holt Sieg

  •  William Tregurtha Zweiter vor Vorjahresmeister Tim Heinemann
  •  Innerhalb einer Sekunde: vier Marken auf den ersten vier Plätzen
  •  Sophie Hofmann lässt Laura Kraihamer und Stéphane Kox hinter sich

Michael Schrey (GER), BMW, Hofor Racing by Bonk M. © DTM 

Hauchdünne Entscheidung beim zweiten Saisonrennen der DTM Trophy in Monza: Weniger als eine Sekunde trennten die Fahrer auf den ersten vier Plätzen. Der Sieg ging an BMW-Pilot Michael Schrey (GER/Hofor Racing by Bonk Motorsport) – sein erster Triumph in der Nachwuchsserie auf der DTM-Plattform. Nur drei Zehntelsekunden zurück erkämpfte William Tregurtha (GBR/CV Performance Group) im Mercedes-AMG die zweite Position. Das Podium komplettierte Tim Heinemann (GER/PROsport Racing) im Aston Martin mit sechs Zehntel Rückstand. Mit einem Rückstand von knapp neun Zehntelsekunden verpasste der Belgier Nico Verdonck (Ring-Racing) im Toyota das Podium nur knapp. Mit BMW, Mercedes-AMG, Aston Martin und Toyota waren seriennahe Sportwagen von vier Marken auf den ersten vier Plätzen vertreten. Heinemann hatte ursprünglich die Ziellinie als Erster überquert, der amtierende Meister erhielt jedoch eine Zwei-Sekunden-Zeitstrafe, weil er in einer Schikane die Strecke verlassen und damit einen Vorteil hatte.

Von der Pole-Position nahm William Tregurtha das Rennen auf, der die Führung auf dem Weg zur ersten Schikane verteidigen konnte. Michael Schrey stürmte von Position fünf auf Platz zwei, während Heinemann, von Startplatz zwei gestartet, zunächst auf Rang drei zurückfiel. Vortagessieger Ben Green (GBR/FK Performance) musste am Ausgang der ersten Schikane mit seinem BMW durchs Kies fahren und rutschte weit im Feld zurück. Doch schon früh musste das Safety-Car auf die Strecke. Nach einer Berührung drehte sich Chandler Hull (USA/Walkenhorst Motorsport) in der ersten Lesmo-Kurve mit seinem BMW ins Kiesbett, aus dem er aus eigener Kraft nicht mehr herauskam.

Nach dem Restart übernahm Schrey zunächst die Führung vor Heinemann und Verdonck, während Tregurtha auf Position vier zurückfiel. Vor allem im Mittelfeld lieferten sich die Piloten der DTM Trophy spektakuläre Zweikämpfe. Zwischen Moritz Löhner (GER/BMW/FK Performance), Lucas Mauron (SUI/Audi/Heide-Motorsport) und Matias Salonen (FIN/Mercedes-AMG/CV Performance Group) wechselten mehrfach die Positionen. Der Eidgenosse Mauron hatte dabei den besten Ausgang und nahm die fünfte Position von Salonen ein. Doch zur Rennhalbzeit der Rückschlag für Mauron: Nachdem er die Strecke verlassen und dadurch einen Vorteil hatte, musste er eine Durchfahrtsstrafe absolvieren und fiel ins Hinterfeld zurück. Wie bereits am Vortag bliebt Mauron somit punktlos, ein herber Rückschlag für den Piloten von Heide-Motorsport, der nach einer starken 2020-er Saison nach dem Titel greifen wollte.

Derweil schob sich zeitgleich das Feld an der Spitze zusammen. Heinemann rückte immer näher an Schrey heran, Verdonck und Tregurtha ebenso. Pole-Sitter Tregurtha erkämpfte schließlich die dritte Position zurück. Im zwölften Umlauf übernahm dann Heinemann die Führung. Auf der Start-Ziel-Geraden zog er aus dem Windschatten am BMW von Schrey vorbei. Der Vorjahresmeister konnte mit seinem Aston Martin schnell einen kleinen Vorsprung herausfahren, während sich Schrey eher mit Tregurtha beschäftigen musste. Heinemann vor Schrey, Tregurtha und Verdonck war letztlich der Zieleinlauf, doch dabei blieb es dann nicht.

Als beste Fahrerin beendete Sophie Hofmann (GER/Heide-Motorsport) im Audi das Rennen auf der 14. Position und ließ damit Laura Kraihamer (AUT/True Racing by Reiter Engineering) im KTM und Stéphane Kox (NED/Ring-Racing) im Toyota hinter sich.

Als erster Tabellenführer in der Nachwuchsserie DTM Trophy reist der Brite William Tregurtha zum nächsten Rennwochenende vom 23. bis 25. Juli auf dem DEKRA Lausitzring.