Dienstag, 22. Juni 2021

Mercedes-AMG Motorsport startet mit Podiumserfolgen in die DTM-Saison

Startphase: 5 Mercedes-AMG GT3 führen das Feld an
Foto: Mercedes-Motorsport

Beim Saisonauftakt der DTM im italienischen Monza hat Mercedes-AMG Motorsport eine erfolgreiche Rückkehr in die Rennserie gefeiert. Im ersten der beiden Sprintrennen fuhren Vincent Abril (MCO) und Maximilian Götz (GER) in den Mercedes-AMG GT3 des Mercedes-AMG Team HRT auf die Ränge zwei und drei und sorgten so beim Comeback sogleich für Podestplatzierungen. Als Dritter des Sonntagsrennens legte Lucas Auer (AUT) mit der Startnummer #22 des Mercedes-AMG Team WINWARD einen weiteren Podiumserfolg nach.

  • Erfolgreiche Rückkehr von Mercedes-AMG in die DTM
  • Rennen 1: Platz zwei und drei für Mercedes-AMG Team HRT #5 und #4
  • Rennen 2: Platz drei für Lucas Auer vom Mercedes-AMG Team WINWARD

Der traditionsreiche Autodromo Nazionale Monza bildete den Schauplatz für das Comeback von Mercedes-AMG in der DTM. Eine Serie, die die Performance- und Sportwagenmarke aus Affalterbach mit 11 Fahrer-, 14 Team- und sieben Herstellertiteln entscheidend mitgeprägt hat. Beim ersten von insgesamt acht Saisonevents gelang den Fahrern der Mercedes-AMG Teams mit einer starken Performance in Qualifying 1 ein sehr guter Auftakt. Vier Mercedes-AMG GT3 belegten im Zeittraining die ersten vier Plätze. Schnellster Pilot war Vincent Abril, der sich in der #5 des Mercedes-AMG Team HRT die erste Pole Position der DTM-Saison sicherte. Nach dem fliegenden Start, bei dem Abril souverän die Führung verteidigte, lagen zwischenzeitlich sogar fünf Mercedes-AMG GT3 an der Spitze. Aus diesem Quintett blieb das HRT-Duo Abril und Maximilian Götz (#4) im weiteren Verlauf klar auf Podiumskurs. Bis zur Mitte des Rennens führte Abril das hochkarätig besetzte Feld an. Beim vorgeschriebenen Reifenwechsel konnte der Verfolger jedoch aufschließen. Kurz nach der Rückkehr auf die Strecke musste Abril den späteren Rennsieger schließlich passieren lassen und wurde Zweiter vor seinem Teamkollegen Götz. Nach 50 Minuten bescherten sie damit Mercedes-AMG im ersten DTM-Rennen seit 2018 ein Doppelpodium. Mit Daniel Juncadella in der #8 des Mercedes-AMG Team GruppeM Racing auf Platz fünf und Maximilian Buhk in der #18 des Mercedes-AMG Team Mücke Motorsport auf Rang sieben fuhren zwei weitere Mercedes-AMG GT3-Piloten die ersten Meisterschaftspunkte der Saison ein.

DTM-Rückkehrer Daniel Juncadella, Mercedes-AMG GT3
Foto: Mercedes-Motorsport

Rennen 2: Podiumserfolg für Mercedes-AMG Team WINWARD

Im Qualifying für das zweite der beiden 50-minütigen Rennen platzierten sich fünf Mercedes-AMG GT3 auf den Rängen sechs bis zehn der Startaufstellung. Das Duo des Mercedes-AMG Team WINWARD, Lucas Auer (#22, AUT) und Philip Ellis (#57, SUI) fand am besten in die ersten Runden und blieb zunächst auf Top-6-Kurs. Die Mercedes-AMG Teams setzten diesmal auf vergleichsweise frühe Boxenstopps. Diese Taktik zahlte sich vor allem für Auer aus. Nachdem alle Fahrer den vorgeschriebenen Reifenwechsel absolviert hatten, fand sich der erfahrene DTM-Pilot auf Rang drei wieder. Im Anschluss absolvierte der Österreicher weiterhin konstant schnelle Runden auf dem italienischen Hochgeschwindigkeitskurs und überquerte schließlich als Dritter die Ziellinie. Teamkollege Ellis sorgte als Sechster am Ende für ein gutes Teamergebnis beim Mercedes-AMG Team WINWARD. Bei den beiden Fahrzeugen des Mercedes-AMG Team HRT machte sich das Erfolgsgewicht, mit dem Abril und Götz nach ihren Podestplätzen vom Vortag ins Rennen gegangen waren, bemerkbar. Als Zehnter holte Götz am Ende dennoch einen weiteren Meisterschaftspunkt.

Stimmen nach dem Rennwochenende:

Vincent Abril, Mercedes-AMG Team HRT (#5): „Ich bin richtig happy! Ich freue mich für das Team, für Mercedes-AMG und natürlich auch über meine eigene Leistung! Ein Podium zum Auftakt fühlt sich immer super an, vor allem in einer so kompetitiven und hochkarätigen Rennserie. Darauf können wir aufbauen.“

Maximilian Götz, Mercedes-AMG Team HRT (#4): „Ein sehr tolles Ergebnis und ein toller Einstand für das gesamte Team und auch für uns Fahrer. Wir sind mit einer etwas anderen Reifenstrategie unterwegs gewesen, weil wir am Ende des Rennens noch Reserven haben wollten. Das ist uns gelungen und ich konnte schnell nach vorne aufschließen. Mit dem dritten Platz zum Auftakt bin ich sehr zufrieden.“

Lucas Auer, Mercedes-AMG Team WINWARD (#22): „Unsere Strategie war super. Wir haben uns einen frischen Satz Reifen für den zweiten Teil des Sonntagsrennens aufgespart und das war entscheidend. So konnten wir einen Undercut fahren. Das war die Grundlage für den Podiumserfolg, vielen Dank ans Team!“

Erster DTM-Sieg des Audi R8 LMS

Doppelsieg für Audi R8 LMS mit Teams von ABT und Rosberg beim DTM-Auftakt in Monza

Kelvin van der Linde , Audi R8 LMS #3 (Abt Sportsline)
Foto: Audi-Motorsport

Starker Doppelsieg beim Auftakt in Monza: Die DTM startete mit GT3-Sportwagen in Italien in eine neue Epoche, und Audi zählt mit dem R8 LMS von Anfang an zu den Siegern. An seinem 25. Geburtstag war Audi Sport-Pilot Kelvin van der Linde auf dem Hochgeschwindigkeitskurs von Monza am Rennsonntag unschlagbar. 

Bereits im Qualifying bewies der Südafrikaner aus dem Team ABT Sportsline mit einer Bestzeit im Audi R8 LMS seine Klasse – die fünf Marken auf den ersten sechs Plätzen trennten gerade einmal 0,248 Sekunden. Dabei profitierte van der Linde auf seiner schnellsten Runde unter anderem auch von einem Windschatten, den ihm Markenkollege Nico Müller aus dem Team Rosberg gegeben hatte. 

Im Rennen ergab sich in der ersten Kurve eine Schlüsselsituation: Van der Linde verteidigte Platz eins gegen Samstagssieger Liam Lawson und wahrte damit seinen Vorteil auf einer Hochgeschwindigkeitsstrecke, auf der Überholen für die Audi-Piloten extrem schwierig ist. Anschließend hatte der DTM-Neueinsteiger das Geschehen 50 Rennminuten lang bestens im Griff, gewann mit 3,3 Sekunden Vorsprung und übernahm die Tabellenführung. 

Das Team Rosberg komplettierte den Erfolg von Audi Sport customer racing zum Doppelsieg. Nico Müller war als Vierter gestartet und fand sich zu Beginn in einem Dreikampf mit BMW-Faherer Sheldon van der Linde und Vortagessieger Liam Lawson im Ferrari wieder. Auf der Strecke machte er einen Platz gut, dank eines exzellenten Boxenstopps des Teams Rosberg gewann er eine weitere Position und erreichte so Platz zwei. Während es für Audi Sport customer racing zu Beginn der GT-Ära in der DTM der erste Sieg mit dem R8 LMS in dieser Traditionsrennserie war, hat die Marke mit den Vier Ringen ihre historische DTM-Gesamtbilanz seit 1990 auf nunmehr 131 Siege vergrößert.

Montag, 21. Juni 2021

Knappe Entscheidung in der DTM Trophy: BMW-Pilot Schrey holt Sieg

  •  William Tregurtha Zweiter vor Vorjahresmeister Tim Heinemann
  •  Innerhalb einer Sekunde: vier Marken auf den ersten vier Plätzen
  •  Sophie Hofmann lässt Laura Kraihamer und Stéphane Kox hinter sich

Michael Schrey (GER), BMW, Hofor Racing by Bonk M. © DTM 

Hauchdünne Entscheidung beim zweiten Saisonrennen der DTM Trophy in Monza: Weniger als eine Sekunde trennten die Fahrer auf den ersten vier Plätzen. Der Sieg ging an BMW-Pilot Michael Schrey (GER/Hofor Racing by Bonk Motorsport) – sein erster Triumph in der Nachwuchsserie auf der DTM-Plattform. Nur drei Zehntelsekunden zurück erkämpfte William Tregurtha (GBR/CV Performance Group) im Mercedes-AMG die zweite Position. Das Podium komplettierte Tim Heinemann (GER/PROsport Racing) im Aston Martin mit sechs Zehntel Rückstand. Mit einem Rückstand von knapp neun Zehntelsekunden verpasste der Belgier Nico Verdonck (Ring-Racing) im Toyota das Podium nur knapp. Mit BMW, Mercedes-AMG, Aston Martin und Toyota waren seriennahe Sportwagen von vier Marken auf den ersten vier Plätzen vertreten. Heinemann hatte ursprünglich die Ziellinie als Erster überquert, der amtierende Meister erhielt jedoch eine Zwei-Sekunden-Zeitstrafe, weil er in einer Schikane die Strecke verlassen und damit einen Vorteil hatte.

Von der Pole-Position nahm William Tregurtha das Rennen auf, der die Führung auf dem Weg zur ersten Schikane verteidigen konnte. Michael Schrey stürmte von Position fünf auf Platz zwei, während Heinemann, von Startplatz zwei gestartet, zunächst auf Rang drei zurückfiel. Vortagessieger Ben Green (GBR/FK Performance) musste am Ausgang der ersten Schikane mit seinem BMW durchs Kies fahren und rutschte weit im Feld zurück. Doch schon früh musste das Safety-Car auf die Strecke. Nach einer Berührung drehte sich Chandler Hull (USA/Walkenhorst Motorsport) in der ersten Lesmo-Kurve mit seinem BMW ins Kiesbett, aus dem er aus eigener Kraft nicht mehr herauskam.

Nach dem Restart übernahm Schrey zunächst die Führung vor Heinemann und Verdonck, während Tregurtha auf Position vier zurückfiel. Vor allem im Mittelfeld lieferten sich die Piloten der DTM Trophy spektakuläre Zweikämpfe. Zwischen Moritz Löhner (GER/BMW/FK Performance), Lucas Mauron (SUI/Audi/Heide-Motorsport) und Matias Salonen (FIN/Mercedes-AMG/CV Performance Group) wechselten mehrfach die Positionen. Der Eidgenosse Mauron hatte dabei den besten Ausgang und nahm die fünfte Position von Salonen ein. Doch zur Rennhalbzeit der Rückschlag für Mauron: Nachdem er die Strecke verlassen und dadurch einen Vorteil hatte, musste er eine Durchfahrtsstrafe absolvieren und fiel ins Hinterfeld zurück. Wie bereits am Vortag bliebt Mauron somit punktlos, ein herber Rückschlag für den Piloten von Heide-Motorsport, der nach einer starken 2020-er Saison nach dem Titel greifen wollte.

Derweil schob sich zeitgleich das Feld an der Spitze zusammen. Heinemann rückte immer näher an Schrey heran, Verdonck und Tregurtha ebenso. Pole-Sitter Tregurtha erkämpfte schließlich die dritte Position zurück. Im zwölften Umlauf übernahm dann Heinemann die Führung. Auf der Start-Ziel-Geraden zog er aus dem Windschatten am BMW von Schrey vorbei. Der Vorjahresmeister konnte mit seinem Aston Martin schnell einen kleinen Vorsprung herausfahren, während sich Schrey eher mit Tregurtha beschäftigen musste. Heinemann vor Schrey, Tregurtha und Verdonck war letztlich der Zieleinlauf, doch dabei blieb es dann nicht.

Als beste Fahrerin beendete Sophie Hofmann (GER/Heide-Motorsport) im Audi das Rennen auf der 14. Position und ließ damit Laura Kraihamer (AUT/True Racing by Reiter Engineering) im KTM und Stéphane Kox (NED/Ring-Racing) im Toyota hinter sich.

Als erster Tabellenführer in der Nachwuchsserie DTM Trophy reist der Brite William Tregurtha zum nächsten Rennwochenende vom 23. bis 25. Juli auf dem DEKRA Lausitzring. 

Sonntag, 20. Juni 2021

Überragender Triumph zum Geburtstag: Kelvin van der Linde brilliert in Monza

  • Nach Ferrari-Sieg am Samstag: Audi feiert Doppelsieg am Sonntag
  • Vizemeister Müller und Mercedes-Pilot Lucas Auer komplettieren das Podium
  • Spieß umgedreht: Sophia Flörsch vor Esmee Hawkey
  • DTM startet mit zwei höchst spannenden Rennen in die neue Saison
  • Nächste Station der DTM 2021: Lausitzring vom 23. bis 25. Juli

Fährt am Geburtstag nach der Pole zum Sieg; Kelvin van der Linde
Foto; Hoch Zwei/Jürgen Tap

Pole-Position und Sieg zum Geburtstag: Kelvin van der Linde krönte mit seinem ersten DTM-Sieg im Sonntagsrennen in Monza seinen 25. Geburtstag. Am Vormittag hatte der Südafrikaner im Audi von ABT Sportsline bereits seine erste Pole-Position in der Traditionsserie zelebriert. Mit DTM-Vizemeister Nico Müller (SUI/Team Rosberg) auf Rang zwei verbuchte Audi sogar einen Doppelsieg. Lucas Auer (AUT/Mercedes-AMG/Team WINWARD) sorgte mit Platz drei dafür, dass drei Marken auf dem Podium vertreten waren. Beim Auftaktrennen am Samstag hatte Ferrari mit Red Bull-Junior Liam Lawson (NZL/AF Corse) zum DTM-Einstieg sogleich den ersten Sieg erzielt.

„Das ist ein stolzer Moment für mich“, sprudelte es aus DTM-Rookie Kelvin van der Linde heraus. „Ich habe so lange hart dafür gearbeitet, um in die DTM zu kommen. Jetzt haben mein Bruder Sheldon und ich beide schon DTM-Siege errungen – unsere Eltern sind bestimmt aus dem Häuschen.“ Seit drei Jahre jüngerer Bruder Sheldon war 2019 mit BMW in die DTM gekommen und feierte im Vorjahr seinen ersten Sieg. Sichtlich zufrieden war auch Nico Müller, der genauso wie der drittplatzierte Lucas Auer zeigte, dass auch die arrivierten DTM-Stars gegen die GT-Spezialisten mithalten können. „Das ist ein sehr guter Start für uns in die neue Saison“, so Müller. „Ich hatte harte Kämpfe, und ich freue mich schon auf die nächsten Zweikämpfe. Das war ein richtig guter DTM-Auftakt.“

Die DTM, in diesem Jahr erstmals mit GT-Rennwagen ausgetragen wird, präsentierte auf dem Hochgeschwindigkeitskurs von Monza, auf dem Überholen traditionsgemäß schwierig ist, zwei unterhaltsame Rennen mit exzellentem Motorsport und einer Fülle an faszinierenden Positionskämpfen. Das beste Beispiel lieferten Ex-DTM-Champion Mike Rockenfeller (GER) im ABT-Audi und der erst 19-jährige Belgier Esteban Muth im T3-Lamborghini. Rundenlang duellierten sich der Rookie und der Routinier, fuhren nebeneinander mit Höchstgeschwindigkeiten durch die Kurven – und das im Kampf um Platz acht. In diesem spektakulären Zweikampf biss sich „Rocky“ rundenlang die Zähne aus, erst in der vorletzten Runde zog er mit einem sehenswerten Manöver auf der Außenbahn an Muth vorbei.

Schnelle Brüder Sheldon (l.) und Kelvin van der Linde
Foto: Hoch Zwei / Jürgen Tap

Enges Qualifying: Fünf Marken auf den ersten sechs Plätzen

Wie eng es in der DTM zugeht, offenbarte schon das Qualifying am Sonntagmorgen mit einem offenen Schlagabtausch um die Pole-Position. Schließlich waren fünf Marken auf den ersten sechs Plätzen vertreten: Audi, Ferrari, BMW, Lamborghini und Mercedes-AMG. Die Pole-Position selbst eroberte Kelvin van der Linde. Beinahe hätten die südafrikanischen Brüder Kelvin und Sheldon sogar nebeneinander in der ersten Startreihe gestanden, doch im letzten Moment drängte sich Samstagssieger Liam Lawson im Red Bull-Ferrari noch knapp zwischen das Brüderpaar.

Drei Rennwagen nebeneinander: Atemberaubender Kampf um Platz zwei

Wie schon am Samstag, war auch am Sonntag der Start in dichtgedrängten Zweierreihen, dem sogenannten Indy-Start, atemberaubend – und  erneut mit hoher Disziplin und ohne Zwischenfälle. Kelvin van der Linde behauptete mit seinem Audi die Führung und konnte sich schon ausgangs der ersten Schikane ein paar Meter absetzen. Nico Müller startete eingangs der zweiten Runde seinen ersten Angriff gegen Lawson und ging in der Schikane am Ferrari-Piloten vorbei. Der Kampf um Platz zwei blieb packend, denn gleich vier Autos, die teilweise zu dritt nebeneinander um den Kurs jagten, hätten mit einem Handtuch abgedeckt werden können: Müller im Audi, Lawson im Ferrari, Sheldon van der Linde im BMW und Esteban Muth im Lamborghini. Schließlich setzte sich der 22-jährige Sheldon van der Linde in diesem Vierkampf durch und am Ende der zweiten Runde gab es die erste Doppelführung der südafrikanischen Brüder. Der Positionskampf hinter den Brüdern ging weiter: Muth und Lawson gingen nebeneinander durch eine Schikane, Lawson zog den Kürzeren, drehte sich und fiel ans Ende des Feldes zurück.

Bereits nach fünf Runden wurde das Feld durchgemischt, als gleich sieben Autos zum Pflichtreifenwechsel die Boxengasse ansteuerten. Während Sheldon van der Linde und Muth dabei Zeit einbüßten, machte Lucas Auer mit seiner Taktik und einem frischen Satz Michelin-Reifen drei Plätze gut und stürmte auf Rang drei vor. Als letzte holte sich Sophia Flörsch nach der elften Runde neue Reifen. In dieser elften Runde sammelte die 20-jährige Münchnerin sogar ihre ersten Führungskilometer in der DTM. Am Ende drehte sie den Spieß um und ließ am Sonntag ihre britische Kollegin Esmee Hawkey im T3-Lamborghini hinter sich.

Podium: N.Müller, K.van der Linde, L.Auer, H.-J.Abt  © DTM

Kelvin van der Linde hatte das Geschehen an der Spitze sicher im Griff und steuerte mit Vier-Sekunden-Vorsprung der Zielflagge entgegen, gefolgt von Nico Müller und Lucas Auer. Sheldon van der Linde sorgte mit Rang vier für das bisher beste BMW-Ergebnis, Muth holte als Achter die ersten Punkte für Lamborghini.

Nach einem erfolgreichen Auftakt im italienischen Monza steht vom 23. bis 25. Juli auf dem DEKRA Lausitzring, zwischen Berlin und Dresden gelegen, das zweite Rennwochenende der DTM im Kalender, wie immer mit je einem Rennen am Samstag und am Sonntag.


Kelvin v.d. Linde macht sich mit Pole ein Geburtstagsgeschenk

Pole zum Geburtstag: Kelvin v.d. Linde 
Foto: Photo by Hoch Zwei / dtm.com

An seine 25. Geburtstag macht sich Kelvin van der Linde schon am Vormittag sein erstes Geschenk: Im Zeittraining für das Sonntagsrennen der DTM in Monza sich der Südafrikaner im Audi von ABT Sportsline die Pole-Position. Mit seiner Zeit von 1:46,604 hat er einen knappen Vorsprung von 0,078 Sekunden auf Red Bull-Junior Liam Lawson im AF Corse-Ferrari, dem Sieger des Samstagsrennens. Sheldon van der Linde, der jüngere der Brüder, startet am Sonntag um 13:30 Uhr (live in SAT.1 ab 13:00 Uhr) im ROWE-BMW von Rang drei.

Zur Halbzeit hatte Kelvin van der Linde mit einer Zeit von 1:46,604 Minuten bereits die Führung inne, gefolgt von seinen Markenkollegen Nico Müller (Team Rosberg) und Mike Rockenfeller (ABT Sportsline). Dahinter folgte Philip Ellis (Team WINWARD) im Mercedes als vorläufiger schnellster Nicht-Audi-Fahrer auf Rang vier. Überraschend stark zeigte sich auch Sophia Flörsch (ABT Sportsline) mit der fünftbesten Zeit. Die BMW-Fahrer Wittmann (Walkenhorst Motorsport), Glock (ROWE Racing) und Sheldon van der Linde sowie Esmee Hawkey im T3-Lamborghini haben in den ersten zehn Minuten des Zeittrainings noch gar keine gezeitete Runde absolviert.

In der zweiten Hälfte gab es noch zahlreiche Positionsverschiebungen, die Pole-Position von Kelvin van der Linde war aber nicht mehr in Gefahr. Der Südafrikaner unternahm auch keinen weiteren Anlauf mehr. "Ich bin superglücklich", so van der Linde. "Einfach ein Traumjob vom Team! Das Auto war auf dem Millimeter perfekt! Die Runde habe ich auch gut getroffen, deswegen bin ich sehr stolz, aber das ist nur 20 Prozent des Jobs. Jetzt muss wir im Rennen liefern."

Eine Weile hatte die beiden van der Linde-Brüder sogar die ersten beiden Startplätze inne, aber in der Schlussphase sicherte sich Liam Lawson im Ferrari doch noch Rang zwei. Somit startet Sheldon van der Linde unmittelbar hinter seinem Bruder als Dritter. Neben ihm in der zweiten Reihe steht Nico Müller im Rosberg-Audi, während der Belgier Esteban Muth im T3-Lamborghini als Fünftschnellster sein Qualifying-Ergebnis vom Samstag wiederholte. Dahinter ein Mercedes-Quintett auf den Plätzen sechs bis zehn mit Samstags-Pole-Sitter Vincent Abril (Team HRT) vor Lucas Auer (Team WINWARD), Maximilian Götz (Team HRT), Daniel Juncadella (Team GruppeM) und Philip Ellis.

Quelle: dtm.com