Mittwoch, 19. Mai 2021

IDM: Hochkarätige Starterfelder beim Auftakt in Oschersleben

Foto: Jens Hawrda

Bis zum Saisonstart der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) in Oschersleben sind es nur noch wenige Tage: Vom 21.bis 23. Mai 2021 gastiert die höchste deutsche Serie im Zweiradsport in der Magdeburger Börde. Mit Fahrerfeldern der Extraklasse in der IDM Superbike 1000 wie auch in den Klassen bis 600 cm3 und bis 300 cm³. Das sportliche Level wird international als sehr hoch bewertet. Die Rennen der Prädikatsklassen werden von der Motor-Presse Stuttgart, dem Promoter und Veranstalter der IDM, per Livestream übertragen, da aufgrund der Sicherheitsbestimmungen während der Corona-Pandemie aktuell noch keine Zuschauer vor Ort zugelassen sein werden.

Die IDM Superbike 1000 ist die Königsklasse der Meisterschaft.  Hier kämpfen insgesamt 24 Fahrer aus 14 Ländern um den Titel. Zehn Fahrern werden Siegchancen in den einzelnen Rennen eingeräumt. Schon die erste Kurve wird eine tragende Rolle spielen, für die Toppiloten auf BMW, Honda, Kawasaki und Yamaha. Im vergangenen Jahr holte Jonas Folger den Titel in der Königsklasse auf der über 200 PS starken Yamaha. Der Bayer kämpft nun in der Superbike-Weltmeisterschaft um Punkte. BMW will versuchen, den IDM-Titel ins eigene Lager zurückzuholen und setzt auf den bereits zweifachen Meister Ilya Mikhalchik aus der Ukraine. Der deutsche Motorradhersteller hat sein Superbike mit noch mehr technischen Details als zuvor gespickt. Die M 1000 RR ist das stärkste Sportmotorrad in der Firmengeschichte von BMW und wurde für die IDM Superbike 1000 nochmals aufgerüstet. In Oschersleben wird sich erstmals in dieser Saison zeigen, wo die vier Marken wirklich stehen.

Foto: Jens Hawrda

„Alle Fahrer, Teams, Partner und natürlich auch wir als Organisatoren sind heiß auf den Saisonauftakt“, sagt Serienmanager Normann Broy. „In der IDM haben wir so stark besetzte Teilnehmerfelder wie schon lange nicht mehr. Das verspricht packende Entscheidungen in allen Rennen wie auch in den Meisterschaften insgesamt. Dass die Saison jetzt endlich losgeht, beflügelt uns alle.“

Hochkarätiger Motorradsport wird auch in der IDM Supersport 600 geboten. In der mittleren Hubraumklasse dürfen ab jetzt Slicks statt der bisher profilierten Reifen eingesetzt werden. Die Yamaha YZF-R6 ist zwar das am meisten eingesetzte Motorrad, dennoch holte mit Luca Grünwald 2020 ein Kawasaki-Fahrer den Titel. Beide Marken fahren auch 2021 schwere Kaliber auf und dazu reisen wie Dino Iozzo sogar Fahrer aus Südafrika an. Im Feld der Supersportler tauchen wie zuletzt auch wieder die Superstock-Piloten auf, welche getrennt gewertet werden.                                 

Ihre Motorräder sind seriennäher und die kleinere Truppe kämpft nicht um das IDM-Prädikat, sondern um einen Cup. Wie man sie erkennt? Die Superstock 600-Cup-Fahrer haben Startnummerntafeln mit weißen Zahlen auf blauem Grund. Bei den IDM Supersport 600-Piloten verhält es sich genau umgekehrt.

Nicht weniger spannend geht es in der IDM Supersport 300 zu. Mit Titelverteidiger Lennox Lehmann, Angelo Licciardi und Toni Erhard treffen die Meister der vergangenen drei Jahre aufeinander. Gefahren wird mit über 50 PS starken Motorrädern von Kawasaki, KTM und Yamaha. Die Nachwuchsklasse hat sich als Vorbereitung für den Sprung nach oben etabliert, erfreut sich höchster Beliebtheit und ist laut FIM-Reglement für Teenager ab 13 Jahren offen. Wie in der WM werden Slicks von IDM-Reifenausstatter PIRELLI gefahren. Ab dieser Saison werden die Motorräder erstmals auch mit der gleichen Einheitselektronik wie in der Weltmeisterschaft ausgestattet sein.

Für das Rahmenprogramm haben sich der Northern Talent Cup, der Pro Superstock Cup und der Twin Cup aufgestellt. „Für alle Fans, die wegen der Corona-Pandemie nicht vor Ort sein dürfen, werden die Rennen nach Hause geliefert, und zwar im Livestream auf dem MOTORRAD YouTube Channel und auf der IDM-Facebookseite“, so Bert Brandenburg, Leiter Veranstaltungen bei der Motor Presse Stuttgart.    


Montag, 17. Mai 2021

Perfektes Wochenende für BMW-Duo Schrey/Piana in Oschersleben

  • BMW-Duo Schrey/Piana baut Tabellenführung aus
  • Starker Auftritt von Gabriela Jílková im Zakspeed-Mercedes-AMG

Schrey/Piana siegen auch am Sonntag
Foto: Jens Hawrda

Michael Schrey (38/Wallenhorst) und Gabriele Piana (34/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) haben in der Motorsport Arena Oschersleben einen perfekten Saisonstart hingelegt. Im BMW M4 GT4 gewannen die Vize-Meister der Saison 2020 nach dem Rennen am Samstag auch den Lauf am Sonntag. Im einstündigen Rennen überquerten zunächst Jan Marschalkowski (18/Inning) und Théo Nouet (18/FRA, beide Team Zakspeed) im Mercedes-AMG GT4 die Ziellinie als Erste. Deren Mercedes-AMG GT4 wurde nach dem Rennen jedoch von den Sportkommissaren des DMSB disqualifiziert, da die Feuerlöschanlage im Fahrzeug nicht aktiviert war. Das Team Zakspeed hat gegen diese Entscheidung eine Berufung angekündigt, das Ergebnis ist daher vorläufig. Platz zwei geht an Marc de Fulgencio (21/ESP) und Robin Falkenbach (19/Niederkassel, beide Leipert Motorsport) vor Robert Haub (31/USA) und Gabriela Jílková (26/CZE, beide Team Zakspeed, alle Mercedes-AMG GT4).

Marschalkowski und Nouet drückten dem Sonntagsrennen in Oschersleben klar den Stempel auf. Nouet war von der Pole-Position gestartet und setzte sich in den ersten Runden gleich vom Rest des Feldes ab. Dahinter fuhr zunächst Nicolaj Møller Madsen (28/DNK, Team Allied-Racing) auf Platz zwei. Doch die drittplatzierte Gabriela Jílková (26/CZE) machte im zweiten Zakspeed-Mercedes-AMG Druck auf den amtierenden Champion. Nach rund 13 Rennminuten überholte die schnelle Tschechin den Dänen schließlich mit einem sehenswerten Manöver und machte sich auf die Verfolgung von Teamkollege Nouet. Auch Michael Schrey fuhr wenig später später noch an Møller Madsen vorbei. Im weiteren Rennverlauf schloss Jílková immer dichter zu Nouet auf, konnte jedoch kein Manöver mehr setzen.

„Mein Start war super und ich konnte in den ersten Runden gleich einen Vorsprung herausfahren. Danach habe ich die Reifen für Jan geschont“, meinte Nouet, der in Oschersleben das Debüt in der ADAC GT4 Germany gab.

Um die Position hinter Marschalkowski gab es einen spannenden Fight zwischen Gabriele Piana, der den Hofor Racing by Bonk Motorsport-BMW von Schrey übernahm und Jílkovás Teamkollege Robert Haub (31/USA). Letztendlich setzte sich Piana durch und erbte nach der Disqualifikation des Fahrzeuges von Marschalkowski/Nouet den Sieg. Weil Haub beim Herausfahren aus der Boxengasse die weiße Linie überquerte, bekam er eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe und verlor so noch Platz zwei an die Markenkollegen de Fulgencio/Falkenbach. Für Falkenbach bedeutete dies gleichzeitig auch den Sieg in der Junior-Wertung.

Vierte wurden Christer Jöns (33/Ingelheim) und Fred Martin-Dye (32/GBR, beide Dörr Motorsport) im McLaren 570S vor Nicolaj Møller Madsen und dessen Teamkollege Dennis Fetzer (19/Buseck). Rang sechs ging an die Porsche-Fahrer Alexander Tauscher (18/Mitterfels) und Levi O'Dey (16/Jülich, beide Küs Team Bernhard) vor John Paul Southern (19/USA) und Jan Philipp Springob (20/Köln, beide T3 Motorsport) im Audi R8 LMS GT4, Moritz Wiskirchen (18/Euskirchen) und Phil Hill (19/Mülheim an der Ruhr, beide Team Allied-Racing) sowie Stephan Grotstollen (52/Langenhagen) und Georg Braun (50/Pfullingen, beide Team Buchbinder Rent-a-Car, alle Porsche), die damit auch die Trophy-Wertung gewannen. Die Top Zehn komplettierten Pavel Lefterov (23/BUL) und Stefan Bostandjiev (16/BUL, beide Overdrive Racing) in einem weiteren Porsche.

Sonntag, 16. Mai 2021

Porsche-Piloten Jaminet/Ammermüller siegen im Reifenpoker von Oschersleben

  • Porsche und BMW holen Podestplätze in Deutscher GT-Meisterschaft
  • Mick Wishofer gewinnt im Porsche Pirelli-Junior-Wertung
  • Audi-Fahrer Elia Erhart siegt in Pirelli-Trophy-Wertung

Schwierige Bedingungen nach dem Start, Jaminet verteidigt seine Führung
Foto: ADAC-Motorsport

Die richtige Reifenwahl war entscheidend: Dank eines rechtzeitigen Wechsels auf Slicks holten sich Titelverteidiger Michael Ammermüller (35/Rotthalmünster) und Mathieu Jaminet (26/F, beide SSR Performance) mit ihrem Porsche 911 GT3 R auf abtrockender Strecke den Sieg im Sonntagsrennen der Deutschen GT-Meisterschaft in Oschersleben. Platz zwei ging die BMW-Fahrer Nick Yelloly (29/GB) und Jesse Krohn (30/FIN) im M6 GT3 der Oscherslebener Mannschaft Schubert Motorsport, den dritten Rang holten sich Maximilian Hackländer (31/Rüthen) und Mick Wishofer (21/A, beide MRS GT-Racing) in einem weiteren Elfer. „Es ist heute perfekt gelaufen“, sagte Sieger Ammermüller. „Erst die Pole-Position, dann der Sieg und die Tabellenführung. Nach dem nicht so idealen Samstag haben wir das Wochenende noch optimal abgeschlossen.“

Keyfacts, Motorsport Arena Oschersleben, Oschersleben, Saisonrennen 2 von 14

Streckenlänge: 3.667 Meter

Wetter: 17 Grad, anfangs Regen, später trocken

Pole-Position: Mathieu Jaminet (SSR Performance, Porsche 911 GT3 R), 1.23,112 Min.

Sieger: Mathieu Jaminet/Michael Ammermüller (SSR Performance, Porsche 911 GT3 R)

Schnellste Rennrunde: Ricardo Feller (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS), 1.26,945 Min.

Engel bestimmt erste, Ammermüller zweite Rennhälfte

Rund 20 Minuten vor dem Sonntagsrennen sorgte ein starker Regenschauer für schwierige Bedingungen, alle Teams starteten auf Regenreifen. Pole-Setter Mathieu Jaminet blieb beim Start vorn, wurde jedoch schon in der zweiten Runde vom Safety-Car eingebremst: Lamborghini-Pilot Franck Perera (37/F, GRT Grasser Racing Team), Marvin Kirchhöfer (27/Luzern, Callaway Competition) in der Corvette C7 GT3-R und Audi-Fahrer Markus Winkelhock (40/Zdimerice, Car Collection Motorsport) waren von der Strecke gerutscht. Bereits kurz nach dem Restart in der vierten Runde verdrängte Maro Engel (35/Monte Carlo, Mercedes-AMG Team Toksport WRT) Jaminet von der Spitze und setzte sich dank schneller Rundenzeiten vom Franzosen ab. Engels Teamkollege Luca Stolz blieb auch nach dem Fahrerwechsel zur Rennmitte vorn und lag zwischenzeitlich mehr als zehn Sekunden in Führung. Jaminets Partner Ammermüller wechselte dagegen als einziger Fahrer aus der Spitzengruppe auf Slicks und fiel auf der noch nassen Strecke bis auf Platz fünf zurück. Doch nur wenige Runden später begann der Kurs abzutrocknen – und die große Aufholjagd Ammermüllers begann. Der Titelverteidiger fuhr pro Umlauf mehrere Sekunden schneller als die Spitze und machte Platz um Platz gut. In Runde 25 verdrängte er Stolz wieder von Platz eins und gewann schließlich mit 22,640 Sekunden Vorsprung.

Dass der Wechsel auf Slicks die richtige Wahl war, zeigte sich auch auf den weiteren Positionen. Die BMW-Werksfahrer Nick Yelloly und Jesse Krohn kämpften sich in der zweiten Rennhälfte vom 13. Startplatz bis auf Rang zwei nach vorn – zur Freude ihres in Oschersleben ansässigen Rennstalls. Maximilian Hackländer und Mick Wishofer machten mit ihrem Porsche sogar insgesamt 15 Plätze gut und holten als Dritte einen überraschenden Podestplatz. Wishofer sicherte sich zudem den Sieg in der Pirelli-Junior-Wertung.

Igor Waliłko (23/PL) und Jules Gounon (26/F, beide Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing) wurden im bestplatzierten Mercedes-AMG GT3 Evo Vierte vor Ricardo Feller (20/CH) und Christopher Mies (31/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land-Motorsport) im Audi R8 LMS. Platz sechs ging an das Porsche-Duo Klaus Bachler (29/A) und Simona De Silvestro (32/CH, beide Precote Herberth Motorsport), dahinter folgten Luca Stolz und Maro Engel, die mit nachlassenden Regenreifen aus den Spitzenpositionen zurückgefallen waren. Drei weitere Porsche 911 GT3 R komplettierten die Top 10: Titelverteidiger Christian Engelhart (34/Starnberg) und Thomas Preining (22/A, beide Küs Team Bernhard) wurden Achte vor Robert Renauer (36/Vierkirchen) und Sven Müller (29/Bingen am Rhein, beide Precote Herberth Motorsport) und David Jahn (30/Leipzig) und Marco Holzer (32/Bobingen, beide Team Joos Sportwagentechnik).

Sieger in der Pirelli-Trophy-Wertung wurde Audi-Fahrer Elia Erhart (33/Röttenbach), der sich den R8 LMS von Rutronik Racing by Tece mit Pierre Kaffer teilte.

Stimmen der Sieger

Mathieu Jaminet: 

„Nach den mäßigen Ergebnissen gestern konnten wir heute ein Top-Qualifying und ein sehr gutes Rennen abliefern. Es war ein Risiko, so früh auf Slicks zu wechseln, am Ende war es aber doch die richtige Entscheidung. Wir freuen uns, wieder zurück zu sein.“

Michael Ammermüller: 

„Mathieu hat mit der Pole-Position den idealen Grundstein für das Rennen gelegt. Durch den Wechsel auf Trockenreifen konnten wir uns dann eine solide Führung herausfahren. Das Team hat heute eine sehr gute Leistung abgeliefert und ich bin sehr zuversichtlich, dass wir auch am Red Bull Ring wieder vorne mitfahren werden.“


Start-Ziel-Sieg für Hyundai-Pilot Luca Engstler

  • Zweites Rennen, zweiter Sieg: Luca Engstler dominiert den Saisonauftakt in Oschersleben
  • Junior Nico Gruber und Dominik Fugel belegen die Plätze zwei und drei
  • Roland Hertner wird schnellster Starter der Trophy-Wertung

Luca Engstler siegt auch am Sonntag in Oschersleben
Foto: Jens Hawrda

Starker Saisonauftakt von Luca Engstler: Der Hyundai-Fahrer hat auch das zweite Rennen der ADAC TCR Germany in Oschersleben gewonnen und die Konkurrenz dabei erneut souverän distanziert. Der 21-Jährige setzte sich im Hyundai i30 N TCR bei guten äußeren Bedingungen mit rund vier Sekunden Abstand zur Konkurrenz durch.

„Ich bin natürlich superglücklich über diesen Saisonstart. Heute sogar mit einem Start-Ziel-Sieg. Es war insgesamt ein sehr guter Auftakt hier in Oschersleben und ich danke natürlich auch meinem Team.“ sagte Engstler nach dem Rennen.

Engstler vom Start weg unerreichbar – Nico Gruber bester Junior-Fahrer auf Platz 2

Engstler zog gleich nach dem Start von der Pole Position vom restlichen Feld weg. Diese Führung ließ er sich über das gesamte Rennen nicht mehr nehmen. Engstler diktierte so das Geschehen von der Spitze und konnte sich darauf konzentrieren, Tempo und Reifen zu managen.

Dahinter musste Engstlers Teamkollege Nico Gruber (19, Österreich, Hyundai Team Engstler) Dominik Fugel (24, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen) in der letzten Rennrunde zwar vorbeiziehen lassen, aber der Honda-Fahrer hatte das Überholmanöver nicht regelkonform durchgeführt und wurde von der Rennleitung mit einer Zeitstrafe versehen. Gruber konnte seinen zweiten Rang aus dem Qualifying somit verteidigen und wurde bester Fahrer in der Honda Junior Challenge. Dominik Fugel komplettierte das Podium in der Folge auf Platz drei.

„Ich hatte einen guten Start und konnte Luca dreiviertel des Rennens folgen. Danach habe ich von dem Honda hinter mir Druck bekommen. Ich bin sehr glücklich über Platz zwei. Jetzt freue ich mich auf mein Heimrennen am Red Bull Ring“, so Gruber.

Junior-Fahrer René Kirchner (20, Volkswagen Team OETTINGER) erreichte einen starken vierten Rang.

Der italienische Neueinsteiger Eric Scalvini (26, Italien, Wimmer Werk Motorsport) im Cupra León Competición landete am Ende auf Rang fünf, Sechster wurde Jonas Karklys (31, Litauen, NordPass).

Durchfahrtsstrafe für Hyundai-Pilot Martin Andersen

Dominik Fugels jüngerer Bruder Marcel Fugel (20, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen) fiel nach gutem Start einige Positionen zurück. Grund dafür war eine Kollision mit Hyundai-Pilot Martin Andersen (26, Dänemark, Hyundai Team Engstler), der für sein Vergehen von der Rennleitung eine Durchfahrtsstrafe bekam und auch deswegen das Rennen letztendlich als 14. beendete. Marcel Fugel belegte am Ende Rang sieben. Achtplatzierter wurde Neueinsteiger Robin Jahr (ROJA Motorsport by ASL Lichtblau), Platz neun ging an Junior Albert Legutko (21, Polen, Albert Legutko Racing).

Erneut Rennsieger in der neuen Trophy-Wertung für ambitionierte Gentlemen-Fahrer wurde Roland Hertner (61, Heilbronn, Hyundai Team Engstler). Der Routinier kam als Zehnter ins Ziel.


Mathieu Jaminet sichert sich Pole Position für Sonntagsrennen

Mathieu Jaminet holt Pole für's Sonntagsrennen
Foto: Jens Hawrda

Der französische Porsche-Werksfahrer Mathieu Jaminet , der zusammen mit Titelverteidiger Michael Ammermüller für das 2020er Meisterteam SSR Performance startet, setzte sich in der zweiten Hälfte der 20-minütigen Sitzung mit 1.23,311 Minuten an die Spitze des Feldes. Mit seiner nächsten Runde verbesserte er sich um vier weitere Tausendstelsekunden, ehe er mit 1.23,112 Minuten endgültig die absolute Bestzeit fuhr. Für Jaminet ist es die zweite Pole-Position in Oschersleben: 2017 bei seinem Seriendebüt hatte er sich auf dem 3,667 Kilometer langen Kurs auf Anhieb den besten Startplatz gesichert. Als Belohnung für den besten Startplatz erhielt Jaminet einen Gutschein für einen Satz Pirelli-Reifen.

„Eine großartige Session“, so der Meister von 2018. „Gestern hatten wir nicht den besten Tag, daher ist es toll, jetzt so zurückzukommen. Der Schlüssel war das richtige Management des Verkehrs. Mein Ingenieur hat mich zum richtigen Zeitpunkt auf die Strecke geschickt. Ich konnte für mehrere Runden pushen und mich stetig verbessern. Beim Start und im Rennen kann viel passieren. Wir werden vorsichtig sein, aber das Ziel ist der Sieg.“

0,160 Sekunden hinter dem Franzosen kam Maro Engel im Mercedes-AMG GT3 Evo auf Platz zwei. Engel teilt sich das Fahrzeug mit Luca Stolz. Rang drei ging an den Audi R8 LMS von Charles Weerts und Dries Vanthoor. Vanthoor fehlten 0,224 Sekunden zur Bestzeit. Vierte wurde die Corvette C7 GT3-R von Marvin Kirchhöfer und Jeffrey Schmidt. „Das kam für uns überraschend, daher bin ich sehr zufrieden“, so Callaway-Pilot Kirchhöfer. „Wir hatten sehr wenig Vorbereitungszeit, haben uns aber seit Donnerstag systematisch verbessert. Ein großes Lob an das Team, es hat die ganze Nacht gegrübelt, was wir noch verbessern können, und die kleinen Änderungen am Set-up haben sich ausgezahlt.“ Mit Porsche, Mercedes-AMG, Audi und Corvette starten vier Marken von den ersten vier Startplätzen.

Die Top Fünf komplettierte Ex-F1-Pilot Markus Winkelhock, der zusammen mit Florian Spengler den Audi von Car Collection Motorsport pilotiert. Die Sieger vom Samstagsrennen, Raffaele Marciello und Maximilian Buhk (Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR) lagen mit ihrem Mercedes-AMG zu Beginn des Zeittrainings vorn und belegten am Ende Rang sechs.

Quelle: ADAC-Motorsport