Montag, 17. Mai 2021

Perfektes Wochenende für BMW-Duo Schrey/Piana in Oschersleben

  • BMW-Duo Schrey/Piana baut Tabellenführung aus
  • Starker Auftritt von Gabriela Jílková im Zakspeed-Mercedes-AMG

Schrey/Piana siegen auch am Sonntag
Foto: Jens Hawrda

Michael Schrey (38/Wallenhorst) und Gabriele Piana (34/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) haben in der Motorsport Arena Oschersleben einen perfekten Saisonstart hingelegt. Im BMW M4 GT4 gewannen die Vize-Meister der Saison 2020 nach dem Rennen am Samstag auch den Lauf am Sonntag. Im einstündigen Rennen überquerten zunächst Jan Marschalkowski (18/Inning) und Théo Nouet (18/FRA, beide Team Zakspeed) im Mercedes-AMG GT4 die Ziellinie als Erste. Deren Mercedes-AMG GT4 wurde nach dem Rennen jedoch von den Sportkommissaren des DMSB disqualifiziert, da die Feuerlöschanlage im Fahrzeug nicht aktiviert war. Das Team Zakspeed hat gegen diese Entscheidung eine Berufung angekündigt, das Ergebnis ist daher vorläufig. Platz zwei geht an Marc de Fulgencio (21/ESP) und Robin Falkenbach (19/Niederkassel, beide Leipert Motorsport) vor Robert Haub (31/USA) und Gabriela Jílková (26/CZE, beide Team Zakspeed, alle Mercedes-AMG GT4).

Marschalkowski und Nouet drückten dem Sonntagsrennen in Oschersleben klar den Stempel auf. Nouet war von der Pole-Position gestartet und setzte sich in den ersten Runden gleich vom Rest des Feldes ab. Dahinter fuhr zunächst Nicolaj Møller Madsen (28/DNK, Team Allied-Racing) auf Platz zwei. Doch die drittplatzierte Gabriela Jílková (26/CZE) machte im zweiten Zakspeed-Mercedes-AMG Druck auf den amtierenden Champion. Nach rund 13 Rennminuten überholte die schnelle Tschechin den Dänen schließlich mit einem sehenswerten Manöver und machte sich auf die Verfolgung von Teamkollege Nouet. Auch Michael Schrey fuhr wenig später später noch an Møller Madsen vorbei. Im weiteren Rennverlauf schloss Jílková immer dichter zu Nouet auf, konnte jedoch kein Manöver mehr setzen.

„Mein Start war super und ich konnte in den ersten Runden gleich einen Vorsprung herausfahren. Danach habe ich die Reifen für Jan geschont“, meinte Nouet, der in Oschersleben das Debüt in der ADAC GT4 Germany gab.

Um die Position hinter Marschalkowski gab es einen spannenden Fight zwischen Gabriele Piana, der den Hofor Racing by Bonk Motorsport-BMW von Schrey übernahm und Jílkovás Teamkollege Robert Haub (31/USA). Letztendlich setzte sich Piana durch und erbte nach der Disqualifikation des Fahrzeuges von Marschalkowski/Nouet den Sieg. Weil Haub beim Herausfahren aus der Boxengasse die weiße Linie überquerte, bekam er eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe und verlor so noch Platz zwei an die Markenkollegen de Fulgencio/Falkenbach. Für Falkenbach bedeutete dies gleichzeitig auch den Sieg in der Junior-Wertung.

Vierte wurden Christer Jöns (33/Ingelheim) und Fred Martin-Dye (32/GBR, beide Dörr Motorsport) im McLaren 570S vor Nicolaj Møller Madsen und dessen Teamkollege Dennis Fetzer (19/Buseck). Rang sechs ging an die Porsche-Fahrer Alexander Tauscher (18/Mitterfels) und Levi O'Dey (16/Jülich, beide Küs Team Bernhard) vor John Paul Southern (19/USA) und Jan Philipp Springob (20/Köln, beide T3 Motorsport) im Audi R8 LMS GT4, Moritz Wiskirchen (18/Euskirchen) und Phil Hill (19/Mülheim an der Ruhr, beide Team Allied-Racing) sowie Stephan Grotstollen (52/Langenhagen) und Georg Braun (50/Pfullingen, beide Team Buchbinder Rent-a-Car, alle Porsche), die damit auch die Trophy-Wertung gewannen. Die Top Zehn komplettierten Pavel Lefterov (23/BUL) und Stefan Bostandjiev (16/BUL, beide Overdrive Racing) in einem weiteren Porsche.

Sonntag, 16. Mai 2021

Porsche-Piloten Jaminet/Ammermüller siegen im Reifenpoker von Oschersleben

  • Porsche und BMW holen Podestplätze in Deutscher GT-Meisterschaft
  • Mick Wishofer gewinnt im Porsche Pirelli-Junior-Wertung
  • Audi-Fahrer Elia Erhart siegt in Pirelli-Trophy-Wertung

Schwierige Bedingungen nach dem Start, Jaminet verteidigt seine Führung
Foto: ADAC-Motorsport

Die richtige Reifenwahl war entscheidend: Dank eines rechtzeitigen Wechsels auf Slicks holten sich Titelverteidiger Michael Ammermüller (35/Rotthalmünster) und Mathieu Jaminet (26/F, beide SSR Performance) mit ihrem Porsche 911 GT3 R auf abtrockender Strecke den Sieg im Sonntagsrennen der Deutschen GT-Meisterschaft in Oschersleben. Platz zwei ging die BMW-Fahrer Nick Yelloly (29/GB) und Jesse Krohn (30/FIN) im M6 GT3 der Oscherslebener Mannschaft Schubert Motorsport, den dritten Rang holten sich Maximilian Hackländer (31/Rüthen) und Mick Wishofer (21/A, beide MRS GT-Racing) in einem weiteren Elfer. „Es ist heute perfekt gelaufen“, sagte Sieger Ammermüller. „Erst die Pole-Position, dann der Sieg und die Tabellenführung. Nach dem nicht so idealen Samstag haben wir das Wochenende noch optimal abgeschlossen.“

Keyfacts, Motorsport Arena Oschersleben, Oschersleben, Saisonrennen 2 von 14

Streckenlänge: 3.667 Meter

Wetter: 17 Grad, anfangs Regen, später trocken

Pole-Position: Mathieu Jaminet (SSR Performance, Porsche 911 GT3 R), 1.23,112 Min.

Sieger: Mathieu Jaminet/Michael Ammermüller (SSR Performance, Porsche 911 GT3 R)

Schnellste Rennrunde: Ricardo Feller (Montaplast by Land-Motorsport, Audi R8 LMS), 1.26,945 Min.

Engel bestimmt erste, Ammermüller zweite Rennhälfte

Rund 20 Minuten vor dem Sonntagsrennen sorgte ein starker Regenschauer für schwierige Bedingungen, alle Teams starteten auf Regenreifen. Pole-Setter Mathieu Jaminet blieb beim Start vorn, wurde jedoch schon in der zweiten Runde vom Safety-Car eingebremst: Lamborghini-Pilot Franck Perera (37/F, GRT Grasser Racing Team), Marvin Kirchhöfer (27/Luzern, Callaway Competition) in der Corvette C7 GT3-R und Audi-Fahrer Markus Winkelhock (40/Zdimerice, Car Collection Motorsport) waren von der Strecke gerutscht. Bereits kurz nach dem Restart in der vierten Runde verdrängte Maro Engel (35/Monte Carlo, Mercedes-AMG Team Toksport WRT) Jaminet von der Spitze und setzte sich dank schneller Rundenzeiten vom Franzosen ab. Engels Teamkollege Luca Stolz blieb auch nach dem Fahrerwechsel zur Rennmitte vorn und lag zwischenzeitlich mehr als zehn Sekunden in Führung. Jaminets Partner Ammermüller wechselte dagegen als einziger Fahrer aus der Spitzengruppe auf Slicks und fiel auf der noch nassen Strecke bis auf Platz fünf zurück. Doch nur wenige Runden später begann der Kurs abzutrocknen – und die große Aufholjagd Ammermüllers begann. Der Titelverteidiger fuhr pro Umlauf mehrere Sekunden schneller als die Spitze und machte Platz um Platz gut. In Runde 25 verdrängte er Stolz wieder von Platz eins und gewann schließlich mit 22,640 Sekunden Vorsprung.

Dass der Wechsel auf Slicks die richtige Wahl war, zeigte sich auch auf den weiteren Positionen. Die BMW-Werksfahrer Nick Yelloly und Jesse Krohn kämpften sich in der zweiten Rennhälfte vom 13. Startplatz bis auf Rang zwei nach vorn – zur Freude ihres in Oschersleben ansässigen Rennstalls. Maximilian Hackländer und Mick Wishofer machten mit ihrem Porsche sogar insgesamt 15 Plätze gut und holten als Dritte einen überraschenden Podestplatz. Wishofer sicherte sich zudem den Sieg in der Pirelli-Junior-Wertung.

Igor Waliłko (23/PL) und Jules Gounon (26/F, beide Team Zakspeed Mobil Krankenkasse Racing) wurden im bestplatzierten Mercedes-AMG GT3 Evo Vierte vor Ricardo Feller (20/CH) und Christopher Mies (31/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land-Motorsport) im Audi R8 LMS. Platz sechs ging an das Porsche-Duo Klaus Bachler (29/A) und Simona De Silvestro (32/CH, beide Precote Herberth Motorsport), dahinter folgten Luca Stolz und Maro Engel, die mit nachlassenden Regenreifen aus den Spitzenpositionen zurückgefallen waren. Drei weitere Porsche 911 GT3 R komplettierten die Top 10: Titelverteidiger Christian Engelhart (34/Starnberg) und Thomas Preining (22/A, beide Küs Team Bernhard) wurden Achte vor Robert Renauer (36/Vierkirchen) und Sven Müller (29/Bingen am Rhein, beide Precote Herberth Motorsport) und David Jahn (30/Leipzig) und Marco Holzer (32/Bobingen, beide Team Joos Sportwagentechnik).

Sieger in der Pirelli-Trophy-Wertung wurde Audi-Fahrer Elia Erhart (33/Röttenbach), der sich den R8 LMS von Rutronik Racing by Tece mit Pierre Kaffer teilte.

Stimmen der Sieger

Mathieu Jaminet: 

„Nach den mäßigen Ergebnissen gestern konnten wir heute ein Top-Qualifying und ein sehr gutes Rennen abliefern. Es war ein Risiko, so früh auf Slicks zu wechseln, am Ende war es aber doch die richtige Entscheidung. Wir freuen uns, wieder zurück zu sein.“

Michael Ammermüller: 

„Mathieu hat mit der Pole-Position den idealen Grundstein für das Rennen gelegt. Durch den Wechsel auf Trockenreifen konnten wir uns dann eine solide Führung herausfahren. Das Team hat heute eine sehr gute Leistung abgeliefert und ich bin sehr zuversichtlich, dass wir auch am Red Bull Ring wieder vorne mitfahren werden.“


Start-Ziel-Sieg für Hyundai-Pilot Luca Engstler

  • Zweites Rennen, zweiter Sieg: Luca Engstler dominiert den Saisonauftakt in Oschersleben
  • Junior Nico Gruber und Dominik Fugel belegen die Plätze zwei und drei
  • Roland Hertner wird schnellster Starter der Trophy-Wertung

Luca Engstler siegt auch am Sonntag in Oschersleben
Foto: Jens Hawrda

Starker Saisonauftakt von Luca Engstler: Der Hyundai-Fahrer hat auch das zweite Rennen der ADAC TCR Germany in Oschersleben gewonnen und die Konkurrenz dabei erneut souverän distanziert. Der 21-Jährige setzte sich im Hyundai i30 N TCR bei guten äußeren Bedingungen mit rund vier Sekunden Abstand zur Konkurrenz durch.

„Ich bin natürlich superglücklich über diesen Saisonstart. Heute sogar mit einem Start-Ziel-Sieg. Es war insgesamt ein sehr guter Auftakt hier in Oschersleben und ich danke natürlich auch meinem Team.“ sagte Engstler nach dem Rennen.

Engstler vom Start weg unerreichbar – Nico Gruber bester Junior-Fahrer auf Platz 2

Engstler zog gleich nach dem Start von der Pole Position vom restlichen Feld weg. Diese Führung ließ er sich über das gesamte Rennen nicht mehr nehmen. Engstler diktierte so das Geschehen von der Spitze und konnte sich darauf konzentrieren, Tempo und Reifen zu managen.

Dahinter musste Engstlers Teamkollege Nico Gruber (19, Österreich, Hyundai Team Engstler) Dominik Fugel (24, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen) in der letzten Rennrunde zwar vorbeiziehen lassen, aber der Honda-Fahrer hatte das Überholmanöver nicht regelkonform durchgeführt und wurde von der Rennleitung mit einer Zeitstrafe versehen. Gruber konnte seinen zweiten Rang aus dem Qualifying somit verteidigen und wurde bester Fahrer in der Honda Junior Challenge. Dominik Fugel komplettierte das Podium in der Folge auf Platz drei.

„Ich hatte einen guten Start und konnte Luca dreiviertel des Rennens folgen. Danach habe ich von dem Honda hinter mir Druck bekommen. Ich bin sehr glücklich über Platz zwei. Jetzt freue ich mich auf mein Heimrennen am Red Bull Ring“, so Gruber.

Junior-Fahrer René Kirchner (20, Volkswagen Team OETTINGER) erreichte einen starken vierten Rang.

Der italienische Neueinsteiger Eric Scalvini (26, Italien, Wimmer Werk Motorsport) im Cupra León Competición landete am Ende auf Rang fünf, Sechster wurde Jonas Karklys (31, Litauen, NordPass).

Durchfahrtsstrafe für Hyundai-Pilot Martin Andersen

Dominik Fugels jüngerer Bruder Marcel Fugel (20, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen) fiel nach gutem Start einige Positionen zurück. Grund dafür war eine Kollision mit Hyundai-Pilot Martin Andersen (26, Dänemark, Hyundai Team Engstler), der für sein Vergehen von der Rennleitung eine Durchfahrtsstrafe bekam und auch deswegen das Rennen letztendlich als 14. beendete. Marcel Fugel belegte am Ende Rang sieben. Achtplatzierter wurde Neueinsteiger Robin Jahr (ROJA Motorsport by ASL Lichtblau), Platz neun ging an Junior Albert Legutko (21, Polen, Albert Legutko Racing).

Erneut Rennsieger in der neuen Trophy-Wertung für ambitionierte Gentlemen-Fahrer wurde Roland Hertner (61, Heilbronn, Hyundai Team Engstler). Der Routinier kam als Zehnter ins Ziel.


Mathieu Jaminet sichert sich Pole Position für Sonntagsrennen

Mathieu Jaminet holt Pole für's Sonntagsrennen
Foto: Jens Hawrda

Der französische Porsche-Werksfahrer Mathieu Jaminet , der zusammen mit Titelverteidiger Michael Ammermüller für das 2020er Meisterteam SSR Performance startet, setzte sich in der zweiten Hälfte der 20-minütigen Sitzung mit 1.23,311 Minuten an die Spitze des Feldes. Mit seiner nächsten Runde verbesserte er sich um vier weitere Tausendstelsekunden, ehe er mit 1.23,112 Minuten endgültig die absolute Bestzeit fuhr. Für Jaminet ist es die zweite Pole-Position in Oschersleben: 2017 bei seinem Seriendebüt hatte er sich auf dem 3,667 Kilometer langen Kurs auf Anhieb den besten Startplatz gesichert. Als Belohnung für den besten Startplatz erhielt Jaminet einen Gutschein für einen Satz Pirelli-Reifen.

„Eine großartige Session“, so der Meister von 2018. „Gestern hatten wir nicht den besten Tag, daher ist es toll, jetzt so zurückzukommen. Der Schlüssel war das richtige Management des Verkehrs. Mein Ingenieur hat mich zum richtigen Zeitpunkt auf die Strecke geschickt. Ich konnte für mehrere Runden pushen und mich stetig verbessern. Beim Start und im Rennen kann viel passieren. Wir werden vorsichtig sein, aber das Ziel ist der Sieg.“

0,160 Sekunden hinter dem Franzosen kam Maro Engel im Mercedes-AMG GT3 Evo auf Platz zwei. Engel teilt sich das Fahrzeug mit Luca Stolz. Rang drei ging an den Audi R8 LMS von Charles Weerts und Dries Vanthoor. Vanthoor fehlten 0,224 Sekunden zur Bestzeit. Vierte wurde die Corvette C7 GT3-R von Marvin Kirchhöfer und Jeffrey Schmidt. „Das kam für uns überraschend, daher bin ich sehr zufrieden“, so Callaway-Pilot Kirchhöfer. „Wir hatten sehr wenig Vorbereitungszeit, haben uns aber seit Donnerstag systematisch verbessert. Ein großes Lob an das Team, es hat die ganze Nacht gegrübelt, was wir noch verbessern können, und die kleinen Änderungen am Set-up haben sich ausgezahlt.“ Mit Porsche, Mercedes-AMG, Audi und Corvette starten vier Marken von den ersten vier Startplätzen.

Die Top Fünf komplettierte Ex-F1-Pilot Markus Winkelhock, der zusammen mit Florian Spengler den Audi von Car Collection Motorsport pilotiert. Die Sieger vom Samstagsrennen, Raffaele Marciello und Maximilian Buhk (Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR) lagen mit ihrem Mercedes-AMG zu Beginn des Zeittrainings vorn und belegten am Ende Rang sechs.

Quelle: ADAC-Motorsport

Mercedes-AMG-Piloten Marciello/Buhk siegen beim Saisonauftakt der Deutschen GT-Meisterschaft

  • Lamborghini und Audi ebenfalls auf dem Podium
  • Audi-Pilot Ricardo Feller gewinnt Pirelli-Junior-Wertung
  • Florian Spengler (Audi) Bester in Pirelli-Trophy-Wertung

Auftaktsieger: Maximilian Buhk und Raffaele Marciello
Foto: ADAC-Motorsport

Starker Einstand: Raffaele Marciello (26/I) und Maximilian Buhk (28/Hamburg) holten bei schwierigen Bedingungen im Samstagsrennen des ADAC GT Masters-Auftaktwochenendes in Oschersleben den Sieg und feierten damit eine erfolgreiche Premiere ihres Rennstalls Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR in der Deutschen GT-Meisterschaft. Platz zwei ging an die Lamborghini-Werksfahrer Mirko Bortolotti (31/I) und Albert Costa Balboa (31/E, GRT Grasser Racing Team), Rang drei holten Ricardo Feller (20/CH) und Christopher Mies (31/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land-Motorsport) im besten Audi. „Es ist ein schönes Gefühl, wieder zu gewinnen“, sagte Sieger Marciello. „Das Auto fühlt sich sehr gut an und wir konnten das Rennen kontrollieren.“

Keyfacts, Motorsport Arena Oschersleben, Oschersleben, Saisonrennen 1 von 14

Streckenlänge: 3.667 Meter

Wetter: 13 Grad, bewölkt, zur Rennmitte Regen

Pole-Position: Raffaele Marciello (Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR, Mercedes-AMG GT3 Evo), 1.22,922 Min.

Sieger: Raffaele Marciello/Maximilian Buhk (Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR, Mercedes-AMG GT3 Evo)

Schnellste Rennrunde: Mirko Bortolotti (GRT Grasser Racing Team, Lamborghini Huracán GT3 Evo), 1.25,109 Min.

Marciello bleibt vorn

Die späteren Rennsieger legten den Grundstein für ihren Triumph mit einem optimalen Start, bei dem Pole-Setter Marciello mit seinem Mercedes-AMG GT3 Evo die Spitzenposition verteidigte. Der Italiener setzte sich danach leicht von den Verfolgern ab. Auch durch einem kurzen Regenschauer ließ sich der ehemalige Formel-1-Testfahrer nicht aus der Ruhe bringen und übergab beim Pflichtboxenstopp zur Rennmitte schließlich mit einem Vorsprung von rund 5,3 Sekunden an Partner Maximilian Buhk. Der Hamburger wurde jedoch kurze Zeit später durch einen Safety-Car-Einsatz zur Bergung des im Kiesbett steckenden Audi von Elia Erhart (33/Röttenbach, Rutronik Racing by Tece) eingebremst und verlor sein Zeitpolster. Aber auch nach dem Restart blieb Buhk vorn und sah nach 41 Runden mit 2,604 Sekunden Vorsprung als Sieger die Zielflagge. Für das Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR war es beim Renndebüt im ADAC GT Masters der erste Sieg.

Mit Platz zwei gelang den Lamborghini-Piloten Bortolotti und Costa Balboa ebenfalls ein starker Saisonstart. Das Duo war von Startplatz fünf gestartet und lag zur Rennmitte bereits auf Platz drei, dank eines späteren Boxenstopps ging es an den auf Rang zwei liegenden Audi-Fahrern Mies und Feller vorbei. Diese durften sich im Ziel als Dritte ebenfalls über einen Podiumsplatz im Auftaktrennen freuen, Feller siegte zudem in der Pirelli-Junior-Wertung.

Nick Yelloly (29/GB) und Jesse Krohn (30/FIN, beide Schubert Motorsport) im einzigen BMW M6 GT3 im Feld kämpften sich von Startplatz sieben auf Rang vier und sorgten so für frohe Gesichter beim Heimspiel ihres Rennstalls, der unweit der Strecke in Oschersleben seinen Sitz hat. Die Top Fünf vervollständigten Luca Stolz (25/Brachbach) und Maro Engel (35/Monte Carlo, beide Mercedes-AMG Team Toksport WRT).

Kim-Luis Schramm (23/Meuspath) und Dennis Marschall (24/Eggenstein, beide Rutronik Racing by Tece) fuhren mit ihrem Audi auf Platz sechs, als Siebte folgten Titelverteidiger Michael Ammermüller (35/Rotthalmünster) mit seinem neuen Partner Mathieu Jaminet (26/F, beide SSR Performance) vor ihren Porsche-Markenkollegen David Jahn (30/Leipzig) und Marco Holzer (32/Bobingen, beide Team Joos Sportwagentechnik), die aus der erste Startreihe gestartet waren, aber nach einem Ausrutscher während des Regenschauers zurückfielen. Auf Platz neun kamen Robert Renauer (36/Vierkirchen) und Sven Müller (29/Bingen am Rhein, beide Precote Herberth Motorsport) in einem weiteren 911 GT3 R ins Ziel, Zehnte wurden Jusuf Owega (19/Köln) und Patric Niederhauser (29/CH, beide Phoenix Racing) im Audi.

Den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung für nicht professionelle Fahrer holte sich Audi-Pilot Florian Spengler (33/Ellwangen, Car Collection Motorsport).

Stimmen der Sieger

Raffaele Marciello: 

„Ich freue mich sehr, dass ich zusammen mit dem Team den Sieg einfahren konnte. Wir blicken zuversichtlich auf das Qualifying und das Rennen morgen. Wir werden weiter unser Bestes geben, um vielleicht auch am Ende der Saison wieder feiern zu können.“

Maximilian Buhk: 

„Es ist toll, dass ich wieder im ADAC GT Masters starte. Während des Rennens wurde es im Regen kurz heikel, aber Raffaele hat es super gehandhabt und eine gute Basis für den Sieg gelegt. Die Leistungsdichte ist dieses Jahr enorm hoch und alle pushen am Limit. Umso mehr freue ich mich über die solide und gute Struktur, die wir im Team haben. Ich bin wirklich wunschlos glücklich.“