Sonntag, 16. Mai 2021

Start-Ziel-Sieg für Hyundai-Pilot Luca Engstler

  • Zweites Rennen, zweiter Sieg: Luca Engstler dominiert den Saisonauftakt in Oschersleben
  • Junior Nico Gruber und Dominik Fugel belegen die Plätze zwei und drei
  • Roland Hertner wird schnellster Starter der Trophy-Wertung

Luca Engstler siegt auch am Sonntag in Oschersleben
Foto: Jens Hawrda

Starker Saisonauftakt von Luca Engstler: Der Hyundai-Fahrer hat auch das zweite Rennen der ADAC TCR Germany in Oschersleben gewonnen und die Konkurrenz dabei erneut souverän distanziert. Der 21-Jährige setzte sich im Hyundai i30 N TCR bei guten äußeren Bedingungen mit rund vier Sekunden Abstand zur Konkurrenz durch.

„Ich bin natürlich superglücklich über diesen Saisonstart. Heute sogar mit einem Start-Ziel-Sieg. Es war insgesamt ein sehr guter Auftakt hier in Oschersleben und ich danke natürlich auch meinem Team.“ sagte Engstler nach dem Rennen.

Engstler vom Start weg unerreichbar – Nico Gruber bester Junior-Fahrer auf Platz 2

Engstler zog gleich nach dem Start von der Pole Position vom restlichen Feld weg. Diese Führung ließ er sich über das gesamte Rennen nicht mehr nehmen. Engstler diktierte so das Geschehen von der Spitze und konnte sich darauf konzentrieren, Tempo und Reifen zu managen.

Dahinter musste Engstlers Teamkollege Nico Gruber (19, Österreich, Hyundai Team Engstler) Dominik Fugel (24, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen) in der letzten Rennrunde zwar vorbeiziehen lassen, aber der Honda-Fahrer hatte das Überholmanöver nicht regelkonform durchgeführt und wurde von der Rennleitung mit einer Zeitstrafe versehen. Gruber konnte seinen zweiten Rang aus dem Qualifying somit verteidigen und wurde bester Fahrer in der Honda Junior Challenge. Dominik Fugel komplettierte das Podium in der Folge auf Platz drei.

„Ich hatte einen guten Start und konnte Luca dreiviertel des Rennens folgen. Danach habe ich von dem Honda hinter mir Druck bekommen. Ich bin sehr glücklich über Platz zwei. Jetzt freue ich mich auf mein Heimrennen am Red Bull Ring“, so Gruber.

Junior-Fahrer René Kirchner (20, Volkswagen Team OETTINGER) erreichte einen starken vierten Rang.

Der italienische Neueinsteiger Eric Scalvini (26, Italien, Wimmer Werk Motorsport) im Cupra León Competición landete am Ende auf Rang fünf, Sechster wurde Jonas Karklys (31, Litauen, NordPass).

Durchfahrtsstrafe für Hyundai-Pilot Martin Andersen

Dominik Fugels jüngerer Bruder Marcel Fugel (20, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen) fiel nach gutem Start einige Positionen zurück. Grund dafür war eine Kollision mit Hyundai-Pilot Martin Andersen (26, Dänemark, Hyundai Team Engstler), der für sein Vergehen von der Rennleitung eine Durchfahrtsstrafe bekam und auch deswegen das Rennen letztendlich als 14. beendete. Marcel Fugel belegte am Ende Rang sieben. Achtplatzierter wurde Neueinsteiger Robin Jahr (ROJA Motorsport by ASL Lichtblau), Platz neun ging an Junior Albert Legutko (21, Polen, Albert Legutko Racing).

Erneut Rennsieger in der neuen Trophy-Wertung für ambitionierte Gentlemen-Fahrer wurde Roland Hertner (61, Heilbronn, Hyundai Team Engstler). Der Routinier kam als Zehnter ins Ziel.


Mathieu Jaminet sichert sich Pole Position für Sonntagsrennen

Mathieu Jaminet holt Pole für's Sonntagsrennen
Foto: Jens Hawrda

Der französische Porsche-Werksfahrer Mathieu Jaminet , der zusammen mit Titelverteidiger Michael Ammermüller für das 2020er Meisterteam SSR Performance startet, setzte sich in der zweiten Hälfte der 20-minütigen Sitzung mit 1.23,311 Minuten an die Spitze des Feldes. Mit seiner nächsten Runde verbesserte er sich um vier weitere Tausendstelsekunden, ehe er mit 1.23,112 Minuten endgültig die absolute Bestzeit fuhr. Für Jaminet ist es die zweite Pole-Position in Oschersleben: 2017 bei seinem Seriendebüt hatte er sich auf dem 3,667 Kilometer langen Kurs auf Anhieb den besten Startplatz gesichert. Als Belohnung für den besten Startplatz erhielt Jaminet einen Gutschein für einen Satz Pirelli-Reifen.

„Eine großartige Session“, so der Meister von 2018. „Gestern hatten wir nicht den besten Tag, daher ist es toll, jetzt so zurückzukommen. Der Schlüssel war das richtige Management des Verkehrs. Mein Ingenieur hat mich zum richtigen Zeitpunkt auf die Strecke geschickt. Ich konnte für mehrere Runden pushen und mich stetig verbessern. Beim Start und im Rennen kann viel passieren. Wir werden vorsichtig sein, aber das Ziel ist der Sieg.“

0,160 Sekunden hinter dem Franzosen kam Maro Engel im Mercedes-AMG GT3 Evo auf Platz zwei. Engel teilt sich das Fahrzeug mit Luca Stolz. Rang drei ging an den Audi R8 LMS von Charles Weerts und Dries Vanthoor. Vanthoor fehlten 0,224 Sekunden zur Bestzeit. Vierte wurde die Corvette C7 GT3-R von Marvin Kirchhöfer und Jeffrey Schmidt. „Das kam für uns überraschend, daher bin ich sehr zufrieden“, so Callaway-Pilot Kirchhöfer. „Wir hatten sehr wenig Vorbereitungszeit, haben uns aber seit Donnerstag systematisch verbessert. Ein großes Lob an das Team, es hat die ganze Nacht gegrübelt, was wir noch verbessern können, und die kleinen Änderungen am Set-up haben sich ausgezahlt.“ Mit Porsche, Mercedes-AMG, Audi und Corvette starten vier Marken von den ersten vier Startplätzen.

Die Top Fünf komplettierte Ex-F1-Pilot Markus Winkelhock, der zusammen mit Florian Spengler den Audi von Car Collection Motorsport pilotiert. Die Sieger vom Samstagsrennen, Raffaele Marciello und Maximilian Buhk (Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR) lagen mit ihrem Mercedes-AMG zu Beginn des Zeittrainings vorn und belegten am Ende Rang sechs.

Quelle: ADAC-Motorsport

Mercedes-AMG-Piloten Marciello/Buhk siegen beim Saisonauftakt der Deutschen GT-Meisterschaft

  • Lamborghini und Audi ebenfalls auf dem Podium
  • Audi-Pilot Ricardo Feller gewinnt Pirelli-Junior-Wertung
  • Florian Spengler (Audi) Bester in Pirelli-Trophy-Wertung

Auftaktsieger: Maximilian Buhk und Raffaele Marciello
Foto: ADAC-Motorsport

Starker Einstand: Raffaele Marciello (26/I) und Maximilian Buhk (28/Hamburg) holten bei schwierigen Bedingungen im Samstagsrennen des ADAC GT Masters-Auftaktwochenendes in Oschersleben den Sieg und feierten damit eine erfolgreiche Premiere ihres Rennstalls Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR in der Deutschen GT-Meisterschaft. Platz zwei ging an die Lamborghini-Werksfahrer Mirko Bortolotti (31/I) und Albert Costa Balboa (31/E, GRT Grasser Racing Team), Rang drei holten Ricardo Feller (20/CH) und Christopher Mies (31/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land-Motorsport) im besten Audi. „Es ist ein schönes Gefühl, wieder zu gewinnen“, sagte Sieger Marciello. „Das Auto fühlt sich sehr gut an und wir konnten das Rennen kontrollieren.“

Keyfacts, Motorsport Arena Oschersleben, Oschersleben, Saisonrennen 1 von 14

Streckenlänge: 3.667 Meter

Wetter: 13 Grad, bewölkt, zur Rennmitte Regen

Pole-Position: Raffaele Marciello (Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR, Mercedes-AMG GT3 Evo), 1.22,922 Min.

Sieger: Raffaele Marciello/Maximilian Buhk (Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR, Mercedes-AMG GT3 Evo)

Schnellste Rennrunde: Mirko Bortolotti (GRT Grasser Racing Team, Lamborghini Huracán GT3 Evo), 1.25,109 Min.

Marciello bleibt vorn

Die späteren Rennsieger legten den Grundstein für ihren Triumph mit einem optimalen Start, bei dem Pole-Setter Marciello mit seinem Mercedes-AMG GT3 Evo die Spitzenposition verteidigte. Der Italiener setzte sich danach leicht von den Verfolgern ab. Auch durch einem kurzen Regenschauer ließ sich der ehemalige Formel-1-Testfahrer nicht aus der Ruhe bringen und übergab beim Pflichtboxenstopp zur Rennmitte schließlich mit einem Vorsprung von rund 5,3 Sekunden an Partner Maximilian Buhk. Der Hamburger wurde jedoch kurze Zeit später durch einen Safety-Car-Einsatz zur Bergung des im Kiesbett steckenden Audi von Elia Erhart (33/Röttenbach, Rutronik Racing by Tece) eingebremst und verlor sein Zeitpolster. Aber auch nach dem Restart blieb Buhk vorn und sah nach 41 Runden mit 2,604 Sekunden Vorsprung als Sieger die Zielflagge. Für das Mann-Filter Team Landgraf – HTP/WWR war es beim Renndebüt im ADAC GT Masters der erste Sieg.

Mit Platz zwei gelang den Lamborghini-Piloten Bortolotti und Costa Balboa ebenfalls ein starker Saisonstart. Das Duo war von Startplatz fünf gestartet und lag zur Rennmitte bereits auf Platz drei, dank eines späteren Boxenstopps ging es an den auf Rang zwei liegenden Audi-Fahrern Mies und Feller vorbei. Diese durften sich im Ziel als Dritte ebenfalls über einen Podiumsplatz im Auftaktrennen freuen, Feller siegte zudem in der Pirelli-Junior-Wertung.

Nick Yelloly (29/GB) und Jesse Krohn (30/FIN, beide Schubert Motorsport) im einzigen BMW M6 GT3 im Feld kämpften sich von Startplatz sieben auf Rang vier und sorgten so für frohe Gesichter beim Heimspiel ihres Rennstalls, der unweit der Strecke in Oschersleben seinen Sitz hat. Die Top Fünf vervollständigten Luca Stolz (25/Brachbach) und Maro Engel (35/Monte Carlo, beide Mercedes-AMG Team Toksport WRT).

Kim-Luis Schramm (23/Meuspath) und Dennis Marschall (24/Eggenstein, beide Rutronik Racing by Tece) fuhren mit ihrem Audi auf Platz sechs, als Siebte folgten Titelverteidiger Michael Ammermüller (35/Rotthalmünster) mit seinem neuen Partner Mathieu Jaminet (26/F, beide SSR Performance) vor ihren Porsche-Markenkollegen David Jahn (30/Leipzig) und Marco Holzer (32/Bobingen, beide Team Joos Sportwagentechnik), die aus der erste Startreihe gestartet waren, aber nach einem Ausrutscher während des Regenschauers zurückfielen. Auf Platz neun kamen Robert Renauer (36/Vierkirchen) und Sven Müller (29/Bingen am Rhein, beide Precote Herberth Motorsport) in einem weiteren 911 GT3 R ins Ziel, Zehnte wurden Jusuf Owega (19/Köln) und Patric Niederhauser (29/CH, beide Phoenix Racing) im Audi.

Den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung für nicht professionelle Fahrer holte sich Audi-Pilot Florian Spengler (33/Ellwangen, Car Collection Motorsport).

Stimmen der Sieger

Raffaele Marciello: 

„Ich freue mich sehr, dass ich zusammen mit dem Team den Sieg einfahren konnte. Wir blicken zuversichtlich auf das Qualifying und das Rennen morgen. Wir werden weiter unser Bestes geben, um vielleicht auch am Ende der Saison wieder feiern zu können.“

Maximilian Buhk: 

„Es ist toll, dass ich wieder im ADAC GT Masters starte. Während des Rennens wurde es im Regen kurz heikel, aber Raffaele hat es super gehandhabt und eine gute Basis für den Sieg gelegt. Die Leistungsdichte ist dieses Jahr enorm hoch und alle pushen am Limit. Umso mehr freue ich mich über die solide und gute Struktur, die wir im Team haben. Ich bin wirklich wunschlos glücklich.“

Samstag, 15. Mai 2021

Vize-Meister Piana/Schrey starten mit Sieg in die Saison 2021 der ADAC GT4 Germany

  • Gabriele Piana und Michael Schrey dominieren Saisonauftakt in Oschersleben
  • Mit BMW, Mercedes-AMG auf Aston Martin drei Marken auf dem Podium
  • Zweitplatzierter Robin Falkenbach gewinnt Junior-Wertung

Gabriele Piana und Michael Schrey holen Sieg im ersten Saisonrennen der ADAC GT4 Germany
Foto: Jens Hawrda

Spannende Rad-an-Rad-Duell im ganzen Feld, einsetzender Regen und ein knapper Zieleinlauf. Die ADAC GT4 Germany ist in der Motorsport Arena Oschersleben fulminant in die Saison 2021 gestartet. In einem unterhaltsamen Rennen siegten Michael Schrey (38/Wallenhorst) und Gabriele Piana (34/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) im BMW M4 GT4 vor dem Mercedes-AMG GT4-Duo Marc de Fulgencio (21/ESP) und Robin Falkenbach (19/Niederkassel, beide Leipert Motorsport) sowie Andreas Wirth (36/Waghäusel) und Phil Dörr (20/Butzbach, beide Dörr Motorsport) im Aston Martin Vantage GT4. Damit waren erneut Fahrzeuge von drei Marken in den Top Drei. „Es ist ein super Gefühl, hier gewonnen zu haben. Besser kann man eine Saison nicht anfangen. Wir wussten schon nach der Qualifikation, dass wir ein super Paket zusammen haben. Nun geht der Blick aber auch gleich schon auf Lauf zwei am Sonntag“, strahlte Piana mit dem Siegerpokal in den Händen.

Der Italiener hatte das Rennen bereits von der Pole-Position aus begonnen. Schon beim Start machte er mit der Konkurrenz kurzen Prozess und behielt die Führung. Diese baute er über seinen Stint immer weiter aus. Doch dunkle Wolken am Himmel über Oschersleben ließen Piana im Cockpit nie wirklich zur Ruhe kommen. „Wir wussten nicht, ob der Regen kommt oder nicht. Deswegen war es unsere Strategie, so lange wie möglich draußen zu bleiben. Somit hätten wir die Möglichkeit des Reagierens gehabt, falls ein Konkurrent ein Reifenwechsel durchgeführt hätte“, erläutert Piana die Taktik am Hofor Racing by Bonk-Kommandostand.

Tatsächlich blieb die Strecke in der ersten Rennhälfte aber trocken. Serien-Neuling Marc de Fulgencio schnappte sich direkt am Start die zweite Position und blieb der dichteste Verfolger Pianas. Phil Dörr arbeitete sich im Aston Martin von Startplatz acht in der ersten Rennhälfte bis auf die dritte Position nach vorne und übergab den britischen Boliden auf diesem Platz auch an seinen neuen Teamkollegen - den achtmaligen ADAC GT Masters-Laufsieger Andreas Wirth.

Nach den Fahrerwechseln hatte Pianas Teamkollege Michael Schrey die Führung zunächst souverän behauptet. In den letzten Rennminuten setzte dann aber doch noch der prognostizierte Regen ein und brachte noch einmal richtig Spannung ins Feld. Rund sieben Minuten vor Schluss musste die Rennleitung dann eine Safety-Car-Phase ausrufen, um ein Fahrzeug sicher bergen zu können. Somit schob sich das Feld wieder dicht zusammen. Für eine letzte Runde wurde das Rennen nochmals frei gegeben. Schrey behielt jedoch die Nerven und fuhr zum Sieg.

„Ich konnte den Vorsprung zunächst locker verwalten“, blickt Schrey auf seinen Einsatz hinter dem Steuer. „Auch als der Regen kam, konnte ich den Abstand zur Konkurrenz einigermaßen gleich halten, obwohl ich natürlich sehr vorsichtig war – vor allem in Bezug auf die Bremspunkte. Als das Safety-Car herausgeschickt wurde, war mir klar, dass es nun richtig eng werden würde. Somit musste ich in der letzten Runde noch ein wenig Risiko nehmen. Denn wenn du führt, willst du den Sieg auch nach Hause bringen.“

Mit einem Rückstand von 1,3 Sekunden überfuhr Robin Falkenbach, der den Leipert-Mercedes-AMG von de Fulgencio übernommen hatte, die Ziellinie aus Zweiter. Damit sicherte er sich auch den Sieg in der Junior-Wertung. Dörr/Wirth komplettierten das Podium. Vierte wurden Alexander Tauscher (18/Mitterfels) und Levi O'Dey (16/Jülich, beide Küs Team Bernhard) im Porsche 718 Cayman GT4 vor Robert Haub (31/USA) und Gabriela Jílková (26/CZE, beide Team Zakspeed) in einem weiteren Mercedes-AMG. Rang sechs ging an Champion Nicolaj Møller Madsen (28/DNK) und Dennis Fetzer (19/Buseck, beide Team Allied-Racing) im Porsche. Dahinter folgten Leo Pichler (19/AUT) und Leon Wassertheurer (19/Stuttgart, beide Razoon - more than Racing) im KTM X-Bow GT4, Christer Jöns (33/Ingelheim) und Fred Martin-Dye (32/GBR, beide Dörr Motorsport) im McLaren 570S und die beiden Porsche von Pavel Lefterov (23/BUL) und Stefan Bostandjiev (16/BUL, beide Overdrive Racing) sowie Moritz Wiskirchen (18/Euskirchen) und Phil Hill (19/Mülheim an der Ruhr, beide Team Allied-Racing). Den Sieg in der Trophy-Wertung sicherten sich Stephan Grotstollen (52/Langenhagen) und Georg Braun (50/Pfullingen, beide Team Buchbinder Rent-a-Car) in einem weiteren Porsche.

Für Laufsieger Piana ist Oschersleben ein wahres Erfolgspflaster. Bis jetzt hat er in jeder Saison der ADAC GT4 Germany das Samstagsrennen in der Motorsport Arena gewonnen. „Ich liebe es hier zu fahren. Es heißt, Oschersleben sei eine sehr schwierige Strecke, auf welcher der Fahrer einen Unterschied machen kann. Aber hoffentlich gewinne ich dieses Mal auch das zweite Rennen hier“, blickt er bereits auf den Lauf am Sonntag voraus. 


Hyundai-Pilot Engstler gewinnt erstes Saisonrennen in Oschersleben

  • Dominik und Marcel Fugel belegen im Honda Civic TCR die Plätze zwei und drei
  • Nico Gruber wird bester Junior, Roland Hertner schnellster Starter der Trophy-Wertung
  • Eric Scalvini arbeitet sich von Platz zehn auf Rang vier nach vorne

Sieger des ersten Rennens 2021: Luca Engstler
Foto: Jens Hawrda

Traumstart für Luca Engstler: Der Hyundai-Fahrer hat das erste Rennen der ADAC TCR Germany in Oschersleben gewonnen und die Konkurrenz dabei souverän distanziert. Der 21-Jährige setzte sich im Hyundai i30 N TCR bei guten äußeren Bedingungen mit knapp drei Sekunden Vorsprung vor den Honda Civic TCR-Fahrern Dominik (24, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen) und Marcel Fugel (20, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen) durch.

„Ich bin natürlich sehr zufrieden mit dem Auftakt. Es sah vielleicht einfach aus, aber das war es nicht. Ich musste bis zum Schluss hochkonzentriert sein“, sagte Engstler: „Wichtig waren die 25 Punkte zum Einstieg, morgen geht es weiter.“

Engstler gleich beim Start an der Spitze – Pole-Setter Andersen fällt zurück

Engstler zog gleich beim Start von Platz zwei an Pole-Setter Martin Andersen vorbei und legte damit den Grundstein für seinen Sieg. Auch Dominik und Marcel Fugel überholten den Dänen, der das Rennen auf Platz sechs beendete. Fünfter und bester Starter der Honda Junior Challenge war Nico Gruber (19, Österreich, Hyundai Team Engstler). Platz vier ging an Neueinsteiger Eric Scalvini (26, Italien, Wimmer Werk Motorsport) im Cupra León Competición. Der Italiener zeigte ein starkes Rennen mit mehreren Überholmanövern – Scalvini war von Startplatz zehn ins Rennen gegangen.

Nach seinem starken Start fuhr Engstler ein Polster auf seine Verfolger heraus, dahinter reihten sich die Fugel-Brüder und die beiden Engstler-Hyundai von Andersen und Gruber ein. Die Spitzengruppe setzte sich etwas ab, Engstler diktierte das Geschehen von der Spitze und konnte sich darauf konzentrieren, Tempo und Reifen zu managen.

Marcel Fugel holt hinter seinem Bruder Platz 3
Foto: Jens Hawrda

Fugel-Brüder duellieren sich in der Schlussphase

Dominik Fugel, im Vorjahr Meisterschaftsdritter, mühte sich nach, die Lücke zu Engstler zu schließen, kam aber nicht entscheidend heran. Stattdessen geriet der ältere der beiden Fugel-Brüder in der Schlussphase des Rennens zunehmend unter Druck. Marcel Fugel, 2020 Sieger der Honda Junior Challenge, kam immer näher und setzte in der letzten Runde mehrere Attacken. Letztlich brachte Dominik Fugel seinen zweiten Platz mit knapp anderthalb Zehntelsekunden Vorsprung ins Ziel.

Unterdessen gelang Eric Scalvini eine starke Aufholjagd. Der Neueinsteiger von Wimmer Werk Motorsport, der 2017 Vizemeister in der italienischen TCR-Meisterschaft war, arbeitete sich durchs Feld. Beim Überholversuch gegen Jonas Karkyls (31, Litauen, NordPass) touchierte er jedoch den Hyundai des Litauers, woraufhin die Rennleitung anordnete, dass Scalvini seinen Kontrahenten wieder vorbeilassen müsse. Davon ließ sich der Italiener aber nicht aufhalten, am Ende überholt er auch noch Gruber und war damit erster Verfolger des Spitzentrios.

Junior Philipp Regensperger (22, Neumarkt St. Veit, Lubner Motorsport) beendete das Rennen im Opel Astra TCR auf einem starken siebten Platz, Achter wurde Jonas Karklys vor Patrick Sing (29, Crailsheim, RaceSing) in einem weiteren Hyundai i30 N TCR.

Starkes Rennen von Albert Legutko

Derweil zeigte auch Junior Albert Legutko (21, Polen, Albert Legutko Racing) ein starkes Rennen und gab nach vielen technischen Problemen an seinem Honda Civic die passende Antwort auf der Strecke. Der Junior, der im Qualifying aufgrund eines Defekts keine Zeit setzen konnte und vom letzten Rang startete, beendete das Rennen auf Platz zehn.

Erster Rennsieger in der neuen Trophy-Wertung für ambitionierte Gentlemen-Fahrer wurde Roland Hertner (61, Heilbronn, Hyundai Team Engstler). Der Routinier kam als 14. ins Ziel.

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

Dominik Fugel (Honda ADAC Sachsen, Zweiter): 

„Ich hatte einen relativ guten Start und habe versucht zu pushen. Aber Luca war deutlich schneller und ich habe dann versucht, den Abstand zu halten, um am Ende attackieren zu können. Das hat sich leider nicht ausgezahlt, im Gegenteil. Wir haben etwas probiert mit dem Luftdruck und es hat sich eher gezeigt, dass der von meinem Bruder der bessere war. Er konnte am Ende viel, viel mehr pushen als es bei mir der Fall war. Und somit musste ich am Ende noch aufpassen, nicht noch Platz zwei zu verlieren. Daher bin ich mit dem Resultat am Ende happy. Im Duell mit dem Bruder passt man natürlich mehr auf als bei jedem anderen Fahrer. Dennoch ist es unter Brüdern so: Jeder möchte der schnellste sein, nochmal mehr als bei anderen Fahrern. Aber wir wissen, dass Honda im Vordergrund steht und wir für das Team ein gutes Ergebnis einfahren müssen.“

Marcel Fugel (Honda ADAC Sachsen, Dritter): 

„Natürlich hätte ich mir Dominik am Ende geholt, aber ich wollte auch nicht zu viel riskieren und lieber das starke Resultat sichern. Im Qualifying hat sich schon angedeutet, dass wir nicht weit weg waren. Das hat uns zuversichtlich fürs Rennen gemacht und sich auch bestätigt. 30 Minuten sind lang, da kann viel passieren.“

Nico Gruber (Hyundai Team Engstler, Sieger Honda Junior Challenge): 

„Ich freue mich natürlich extrem, es war ein guter Start in die Saison. Ich hatte einen soliden Start und habe es dann gemanagt. Ich habe nicht so viel gepusht, mein Hauptziel ist dieses Jahr die Honda Junior Challenge, daher habe ich auch ein bisschen auf die Reifen aufgepasst. Aus Sicht des Teams und von mir ist das ein super Erfolg.“