Donnerstag, 6. Mai 2021

DTM-Test in der Lausitz: Götz, Albon und Lawson geben das Tempo vor

  •    Fahrer aus sieben Nationen auf den ersten sieben Plätzen
  •    Ex-Champion Mike Rockenfeller am Mittwoch der Fleißigste
  •    DTM Trophy: Titelverteidiger Tim Heinemann Schnellster
  •    Offizielle Testfahrten enden am Donnerstagabend 

Alex Albon (THA), Ferrari, AlphaTauri AF Corse © DTM 

Maximilian Götz war wie schon am Dienstag auch am zweiten Tag der offiziellen DTM-Testfahrten der Schnellste. Im Mercedes-AMG GT3 des Haupt Racing Teams umrundete der DTM-Rückkehrer den 4,570 km langen DEKRA Lausitzring in 1:43,645 Minuten. Die Top Drei komplettierten bei kühlen, aber weitgehend idealen Witterungsbedingungen die Red Bull-Piloten Alexander Albon (THA, 1:45,468) und Liam Lawson (NZL, 1:43,651) in ihren Ferrari 488 GT3 Evo von AF Corse die Top 3. Der fleißigste Profi des Tages war Ex-Champion Mike Rockenfeller. Im Audi R8 LMS von ABT Sportsline drehte der gebürtige Neuwieder insgesamt 91 Runden, 44 am Vormittag und 47 am Nachmittag.

Einen ersten Vorgeschmack auf die Saison, die vom 18. bis 20. Juni in Monza beginnt, lieferten die spektakulären Startübungen am Nachmittag. In dichtgestaffelter Formation jagte das buntgemischte Feld – viele Teams überraschten beim Test in der Lausitz mit farbenfrohen Designs – um den Kurs südlich von Cottbus, einhergehend mit einer markanten Soundkulisse der Acht- und Zehnzylinder-Motoren.

Erneut Tagesschnellster: Maximilian Götz (GER),
Mercedes-AMG, Mercedes-AMG Team HRT © DTM

Bunt wie das Starterfeld waren auch die Fahrer auf den ersten sieben Plätzen gemischt, denn sieben Nationen waren vertreten. Neben Deutschland, Thailand und Neuseeland waren dies die Schweiz (Philip Ellis, Mercedes-AMG Team WINWARD), Österreich (Lucas Auer, Mercedes-AMG Team WINWARD), Monaco (Vincent Abril, Mercedes-AMG Team HRT) und Indien (Arjun Maini, Mercedes-AMG Team GetSpeed). Die Top Ten komplettierten Rockenfeller, Vizemeister Nico Müller (Audi, Team Rosberg) und Zweifach-Champion Gary Paffett (GBR, Mercedes-AMG Team Mücke).

„Wieder ein sehr guter Testtag mit der schnellsten Zeit. Wir haben unser Programm durchgezogen, das Auto fühlt sich wirklich gut an. Wir sortieren uns aus, machen Boxenstopptrainings, Qualifikations-Simulationen, Long-Runs: Das muss ja alles auch mal getestet werden“, so der zweimalige Tagesschnellste Maximilian Götz. „Heute sind wir wirklich viel gefahren. Am letzten Testtag wollen wir unsere Boxenstopps weiter optimieren.“

Kuriosität in der DTM Trophy: Titelverteidiger Tim Heinemann mit Doppelführung

In der Nachwuchsserie DTM Trophy, die am Mittwoch ebenfalls zwei Testsessions auf dem DEKRA Lausitzring absolvierte, führte Titelverteidiger Tim Heinemann (GER) in der Tageswertung die Zeitenliste an, und das kurioserweise gleich zweimal: Mit seinem Einsatzfahrzeug für die Saison, dem Aston Martin Vantage GT, eingesetzt von PROsport Racing, fuhr er eine Zeit von 1:54,199 Minuten. Zudem drehte der 23-Jährige aus Fichtenberg einige Runden mit dem Porsche Cayman Pro4 des Teams vom Nürburgring und unterbot mit 1:54,030 Minuten sogar seine eigene Bestzeit. Hinter Heinemann folgte Michael Schrey (GER, Hofor Racing by Bonk Motorsport), der im BMW M4 GT am Dienstag Tagesschnellster gewesen war. Den arbeitsreichsten Tag hatte der Finne Mattias Salonen. Im Mercedes-AMG GT des Teams CV Performance Group drehte er mit 35 Runden am Vor- und 41 Runden am Nachmittag insgesamt 76 Runden, was einer Distanz von 347,32 Kilometern entspricht.

Am Donnerstag werden die letzten DTM-Testfahren vor dem Saisonauftakt (18.-20. Juni) in Monza mit jeweils zwei weiteren Durchgängen für die DTM und die DTM Trophy abgeschlossen.

Mittwoch, 5. Mai 2021

DTM-Test in der Lausitz: Alexander Albon im Ferrari Schnellster am Mittwochvormittag

  •  Zwei Red-Bull-Ferrari-Fahrer unter den ersten Drei
  •  Zweitschnellster Maximilian Götz (HRT-Mercedes) mit den meisten Runden
  • DTM Trophy: Bestzeit für William Tregurtha (CV Performance Group-Mercedes)

Alexander Albon  (THA), Ferrari, AlphaTauri AF Corse © DTM 

Mit einer Zeit von 1:43,468 Minuten beendete Red-Bull-Fahrer Alexander Albon (THA) im AlphaTauri-Ferrari des Teams AF Corse den DTM-Test am Mittwochvormittag auf dem DEKRA Lausitzring auf Platz eins. Auch sein Teamkollege Liam Lawson war nahezu gleichschnell: Der Neuseeländer war Drittschnellster, unmittelbar hinter Maximilian Götz (GER, Mercedes-AMG Team HRT), der Tagesschnellste vom Dienstag.

Bei zwar niedrigen Temperaturen, aber trockenen Bedingungen wurde viel gefahren: Zehn der insgesamt 15 Fahrer, die in der Vormittagssession zum Einsatz kamen, absolvierten mehr als 30 Runden auf der 4,570 Kilometer langen Streckenvariante des DEKRA Lausitzrings. Fleißigster Fahrer war dabei einmal mehr Maximilian Götz, der es auf 46 Umläufe schaffte.

Nico Müller (SUI); Audi, Team Rosberg © DTM 

Im Test der DTM Trophy fuhr der Brite William Tregurtha im Mercedes-AMG GT des Teams CV Performance Group mit 1:54,944 Minuten die Bestzeit. Mit dem Schweizer Lucas Mauron (Audi, Heide-Motorsport) und dem Deutschen Michael Schrey (BMW, Hofor Racing by Bonk Motorsport) auf den Plätzen zwei und drei gab es drei Fahrer aus drei unterschiedlichen Nationen und mit drei verschiedenen Marken auf den vorderen Positionen.

Am Nachmittag wird der Testbetrieb fortgesetzt mit je einer Session für die DTM und für die DTM Trophy, der offizielle DTM-Test endet am Donnerstagabend.

Maximilian Götz Schnellster am ersten DTM-Testtag in der Lausitz

  •  Wechselnde Witterungsbedingungen am ersten von drei Testtagen
  •  DTM-Rückkehrer Götz führt Mercedes-Quintett an
  •  Ferrari-Fahrer Albon und Cassidy in den Top Ten
  •  BMW-Pilot Philipp Stahlschmidt Tagesschnellster der DTM Trophy  

Die beiden Schnellsten des ersten DTM-Testtages in der Lausitz:
Daniel Juncadella und Maximilian Götz  © DTM 

Ein farbenfrohes Bild lieferte die DTM am ersten von drei Testtagen auf dem DEKRA Lausitzring. Die meisten DTM-Rennwagen präsentierten sich bereits in ihrem finalen Design mit vielen auffälligen Akzentfarben, die den Rennwagen einen hohen Erkennungswert verliehen. Tagesschnellster auf der 4,570 Kilometer langen Strecke zwischen Dresden und Berlin war Maximilian Götz, der es am späten Nachmittag im Mercedes-AMG GT3 des Haupt Racing Teams auf 1:43,840 Minuten schaffte. Götz führte am ersten Testtag ein Quintett von Mercedes-Fahrern auf den ersten fünf Positionen an. Ihm folgten seine Markenkollegen Daniel Juncadella (ESP, Gruppe M), Philip Ellis (SUI, WINWARD), Lucas Auer (AUT, WINWARD) und Arjun Maini (IND, GetSpeed). Ellis war am Vormittag die bis dahin schnellste Zeit gefahren, die Rundenzeiten aus den ersten zwei Stunden waren jedoch nur bedingt aussagekräftig, da bereits früh der Regen einsetzte. Am Nachmittag konnten die DTM-Fahrer ihre Runden weitestgehend im Trockenen absolvieren.

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Am Nachmittag haben wir uns nach dem Regen am Vormittag auf eine Basisabstimmung im Trockenen konzentriert und sind dann zum Schluss mit neuen Reifen eine Qualirunde gefahren, die für P1 gereicht hat“, sagte Götz, der zuletzt 2016 eine komplette Saison in der DTM fuhr. Mit insgesamt 94 absolvierten Runden am Dienstag, 49 am Vormittag und 45 am Nachmittag, war Götz auch der produktivste Fahrer des ersten von drei Testtagen.

Marco Wittmann (GER), BMW, Walkenhorst Motorsport © DTM

Mit Alexander Albon (THA) und Nick Cassidy (NZL) auf den Positionen sechs und sieben schafften es auch zwei der drei Red Bull-Fahrer des AF-Corse-Ferrari-Teams unter die ersten Zehn. Dahinter folgte der Südafrikaner Kelvin van der Linde im Audi R8 LMS des Teams ABT Sportsline. Schnellster BMW-Fahrer war der zweimalige DTM-Champion Marco Wittmann (GER, Walkenhorst Motorsport) auf Rang elf.

Neben Abstimmungsarbeiten für das Qualifying und Tests mit Regenreifen am Vormittag absolvierten die Teams ausgiebige Longruns im Rahmen der unterschiedlichen Testprogramme. Mit dem ersten von insgesamt drei Testtagen der DTM auf dem DEKRA Lausitzring wurde die entscheidende Phase in der Vorbereitung auf den Saisonstart (18.-20. Juni in Monza) eingeläutet.

Auch für die Fahrer und Teams der Nachwuchsserie DTM Trophy gab es am Dienstag zwei Testdurchgänge zu je zwei Stunden. Philipp Stahlschmidt (GER) im BMW M4 GT von Hofor Racing by Bonk Motorsport war mit einer Zeit von 1:53,837 Minuten der schnellste Mann aus der DTM Trophy. Sein Teamkollege Michael Schrey hatte am Vormittag die Zeitenliste angeführt und belegte mit dieser Zeit in der Tageswertung Rang zwei, gefolgt von Moritz Löhner. Der 22-Jährige aus Bamberg gewann im vergangenen Jahr den Titel in der DTM-Esports-Series und durfte nun als Belohnung im Mercedes-AMG GT des Teams CV Performance Group erstmals reale Rennluft schnuppern. Dabei schlug er sich mehr als beachtlich. „Jetzt würde ich mich freuen, wenn sich eine Chance im realen Rennsport auftut“, kommentierte er.

Am Mittwoch wird der Testbetrieb auf dem DEKRA Lausitzring fortgesetzt, einmal mehr mit je zwei Sessions zu zwei Stunden für DTM und DTM Trophy.

Dienstag, 4. Mai 2021

Testauftakt in der Lausitz: Schweizer DTM-Rookie Ellis setzt bei gemischter Witterung erste Bestzeit

  • Vor der Regenschauer: Ellis vor Juncadella und Rockenfeller
  • Offizielle Testfahrten auf dem DEKRA Lausitzring bis Donnerstag  

Schnellster am Vormittag: Philip Ellis (SUI), Mercedes, Mercedes-AMG Team WINWARD
© DTM

Der Schweizer Philip Ellis sorgte am Dienstagvormittag für die erste Bestzeit bei den dreitägigen Testfahrten der DTM auf dem DEKRA Lausitzring. Im Mercedes-AMG GT3 des Teams WINWARD umrundete der DTM-Einsteiger die 4,570 Kilometer lange Rennstrecke südlich von Cottbus in 1:45,816 Minuten. Auf Rang zwei folgte sein spanischer Markenkollege Daniel Juncadella (GruppeM, 1:46,209), Drittschnellster war Ex-Meister Mike Rockenfeller (GER, 1:46,319) im Audi R8 LMS von ABT Sportsline.

Schnellster Ferrari-Pilot war Red-Bull-Formel-1-Fahrer Alex Albon (THA, 1:48,961) als Sechster, Timo Glock (GER, ROWE Racing) war mit 1:50,163 auf Rang neun der bestplatzierte BMW-Pilot. Allerdings hatten die Rundenzeiten kaum Aussagekraft, da die Zeiten-Jagd bereits nach wenigen Runden durch Regen eingebremst wurde und sich die Fahrer auf Tests unter nassen Streckenbedingungen konzentrierten. Immerhin drehte DTM-Rückkehrer Maximilian Götz (GER, Mercedes-AMG Team HRT) 49 Runden und war damit der eifrigste Pilot des Vormittags, gefolgt von seinem Teamkollegen Vincent Abril (MON) mit 46 Umrundungen.

Timo Glock (GER), BMW, ROWE Racing © DTM

Schnellster in der Nachwuchsserie DTM Trophy war Michael Schrey (GER, 1:55,440) im BMW M4 GT von Hofor Racing by Bonk Motorsport, gefolgt von DTM-Esports-Champion Moritz Löhner (GER, 1:55,818) im Mercedes-AMG GT (CV Performance Group) und dem Dänen Patrik Matthiesen (1:56,020) im Aston Martin Vantage GT von PROsport Racing.

Die Testfahrten werden am Nachmittag fortgesetzt und enden am Donnerstagabend. 


Montag, 3. Mai 2021

Zeiten-Jagd in der Lausitz: letzter offizieller Test der DTM 2021 vor dem Saisonstart

  • Drei Tage intensive Testarbeit: Internationales Starterfeld fast vollständig im Einsatz
  • Ferrari erstmals mit allen drei Fahrern – Flörsch freut sich auf ihr neues Rennauto
  • DTM Trophy steht großem Bruder in Nichts nach: Erstmals mit drei Rennfahrerinnen
  • Nächste DTM-Station: Die ersten beiden Saisonrennen in Monza im Juni  

Sophia Flörsch (Audi, ABT Sportsline) © DTM

Der Countdown zum Saisonstart der DTM 2021 im Juni in Monza läuft: Beim letzten offiziellen Vorsaison-Test von Dienstag bis Donnerstag auf dem DEKRA Lausitzring werden nahezu alle 20 Piloten des internationalen Starterfeldes ihre Runden drehen.

Das Ferrari-Team AF Corse ist erstmals mit allen drei Red Bull-Piloten beim Test dabei. Nick Cassidy (NZL) erlebt seine Premiere als DTM-Fahrer. Der Neuseeländer wird sich das Cockpit des AlphaTauri-Ferrari 488 GT3 Evo mit Formel-1-Fahrer Alex Albon (THA) teilen, während Jungstar Liam Lawson (NZL) die gesamte Saison bestreitet. „Die DTM ist eine gewaltige Meisterschaft. Ich freue mich darauf, unter diesen großen Fahrernamen und großartigen Herstellern dabei zu sein“, so der 19-Jährige, der den 4,570 Kilometer langen Lausitzring bereits aus früheren Formel-4-Zeiten kennt.

Mike Rockenfeller und Vincent Abril: 15 Jahre DTM gegen einen GT-erfahrenen DTM-Rookie

„Ich brauche definitiv noch mehr Runden“, unterstreicht Mike Rockenfeller (GER, ABT Sportsline). Der Champion von 2013 startet in seine 15. DTM-Saison. „Es ist spannend, gerade auf Grund  der Änderungen im technischen Reglement. Ich glaube, dass die DTM ein tolles Jahr hinlegen wird.“ Der zweimalige Champion Marco Wittmann (GER, Walkenhorst Motorsport) sieht das ähnlich: „Durch die verschiedenen Fahrzeugkonzepte wird es auf verschiedenen Strecken unterschiedliche Favoriten geben. Prognosen sind daher umso schwieriger.“ Beim ersten offiziellen Test, Anfang April in Hockenheim, war Wittmann mit 246 Runden der emsigste Fahrer. „Neues Team und ein anderes Fahrzeug – wir müssen das Limit erst entdecken.“

Vincent Abril (Mercedes-AMG Team HRT) ist ein erfahrener GT-Pilot, in der DTM aber ein unbeschriebens Blatt. Umso mehr staunten auch die Medien, als der Monegasse in Hockenheim in der Zeitentabelle meist weit oben auftauchte. „Ich bin schon in vielen Rennserien gestartet, aber die DTM wird ein Highlight, ganz sicher. Als Kind habe ich mir die DTM-Rennen schon immer im Fernsehen angeschaut und war fasziniert, wie eng es in den Rennen zuging.“ Für Abril ist es seit 2012 das erste Mal, bei dem er sich das Cockpit nicht teilen muss. „Das wird interessant. Erstmals muss ich keine Kompromisse eingehen und kann mich ganz allein auf mich konzentrieren.“

Sein Markenkollege Lucas Auer (AUT, Mercedes-AMG Team WINWARD) war in Hockenheim der Schnellste. „Das Wort Test sagt alles. Es gibt überall noch Verbesserungspotenzial, daher sind die Testtage für mich extrem wichtig“, so der fünfmalige DTM-Sieger. „Mein Team, das sind Vollprofis mit riesiger GT-Erfahrung, dazu kommt meine DTM-Erfahrung. Wir haben einen sehr guten Austausch, deshalb bin ich von unserer Kombination überzeugt.“

ABT-Audi-Pilotin Sophia Flörsch muss sich zügeln

Sophia Flörsch (GER), die erste Rennfahrerin in der DTM seit 2012, freut sich auf ihr neues Auto, nachdem sie in Hockenheim noch mit einem Testträger unterwegs war. „Wenn der neue R8 gut marschiert, wird er meine große Liebe“, sagt die 20-Jährige, die einen Audi R8 LMS von ABT Sportsline steuern wird. „Im Vergleich zur Formel 3 muss ich meine Aggressivität an Gas und Lenkrad zügeln“, hat sie aus dem ersten Test mitgenommen. „Auch Fahrhilfen wie ABS und Traktionskontrolle sind für mich noch ungewohnt.“

Der ehemalige Grand-Prix-Pilot Timo Glock (ROWE Racing) wird am Lausitzring erstmals einen BMW steuern, der mit dem Space-Drive-System von Schaeffler Paravan ausgestattet ist, also ohne mechanische Lenksäule auskommt. Auch im Mercedes des zweimaligen Champions Gary Paffett (GBR, Mercedes-AMG Team Mücke) ist das elektronische Lenksystem verbaut.

Glock und Wittmann werden nur am Dienstag und Mittwoch testen, weil ihre beiden BMW-Teams dann vorzeitig zum Renneinsatz an den Nürburgring reisen. Gleiches gilt auch für Gary Paffett und DTM-Vizemeister Nico Müller (SUI, Team Rosberg), die in Monaco gefordert sind. Glocks Teamkollege Sheldon van der Linde greift in der Lausitz nicht ins Lankrad, ebenso wie der Belgier Esteban Muth, der erst vor wenigen Tagen mit T3 Motorsport in die DTM eingestiegen ist. Der Lamborghini Huracán ist jedoch noch nicht einsatzbereit.

Test als Standortbestimmung – weil niemand Schnellster, aber auch nicht Letzter sein will

Die Teams müssen in den sechs Testsessions auch Hausaufgaben für die DTM-Dachorganisation ITR erledigen. Dabei geht es um die passende Mischung des neuen Reifenpartners Michelin sowie um das Evaluieren weiterer Fahrzeugdaten für die sogenannte „Balance of Performance“, kurz BoP, die für eine leistungsgerechte Chancengleichheit der unterschiedlichen Fahrzeugkonzepte von Audi, BMW und Mercedes-AMG sowie den Neueinsteigern Ferrari, Lamborghini und McLaren sorgen soll. Weil einerseits niemand der Schnellste sein will, aber auch auf keinen Fall am Ende der Zeitenliste auftauchen möchte, dürfte dieser zweite offizielle DTM-Test durchaus eine ernst zu nehmende Standortbestimmung werden.

Beim dreitägigen Test auf dem Lausitzring, südlich von Cottbus gelegen, ist auch die DTM Trophy mit von der Partie. In sechs getrennt von der DTM angesetzten Testsessions geht es auch für die Teams aus dieser erfolgreichen Nachwuchsserie um die optimale Vorbereitung für den Auftakt in Monza. Insgesamt sind 21 FahrerInnen für die Saison eingeschrieben. Während Tim Heinemann (GER) zur Titelverteidigung in den Aston Martin Vantage von PROsport Racing wechselt, stellen sich in der DTM Trophy drei Rennfahrerinnen dem Wettbewerb: Sophie Hofmann (GER, Heide-Motorsport) im Audi R8 LMS, Laura Kraihamer (AUT, True Racing) im KTM X-Bow und Stephane Kox (NDL, Ring-Racing) im Toyota GR Supra.