Donnerstag, 25. März 2021

Offene Rechnung: ABT Sportsline geht auf DTM-Titeljagd

  •  Thomas Biermaier und Hans-Jürgen Abt im Gespräch mit DTM.com
  •  Kemptener Traditionsteam über Erfolge und Vorbereitungen für DTM-Saison 2021
  •  ABT erwartet einen neuen Geist und große Fannähe

Thomas Biermaier und Hans-Jürgen Abt von ABT Sportsline (l-r) © DTM

Mit fünf Titeln und 67 Siegen zählt ABT Sportsline zu den erfolgreichsten Teams der DTM. Doch die traditionsreiche Mannschaft um Hans-Jürgen Abt und Thomas Biermaier aus Kempten im Allgäu hat noch eine Rechnung offen. Deshalb zählte ABT auch zu den Ersten, die sich für die Saison 2021 eingeschrieben haben. Auch wenn es bis zum Saisonauftakt Mitte Juni in Monza noch eine Weile hin ist, läuft die „Operation Titel“ auf Hochtouren. Zwei brandneue Audi R8 LMS stehen in der Werkstatt, die Mannschaft trainiert bereits eifrig für die Boxenstopps. In Kürze werden die Fahrer benannt und das Team rückt auch zu den ersten Testfahrten aus.
 
„Wir treten an, um zu gewinnen – Rennen und die Meisterschaft“, sagt Geschäftsführer und Sportdirektor Thomas Biermaier im Gespräch mit DTM.com. „Zuletzt hat uns ein gewisser Herr den Titel dreimal knapp weggeschnappt“, ergänzt der 43-Jährige mit Augenzwinkern und meint damit den mehrfachen DTM-Champion René Rast. Der Stachel sitzt offenbar tief, denn schließlich gelang der letzte der fünf Titel 2009. Je zweimal eroberten Mattias Ekström und Timo Scheider, einmal Laurent Aiello die Meistertrophäe.
 
Zwei Jahrzehnte erfolgreich in der DTM – Anfänge ohne Motor und mit Bierkiste
 
Die DTM 2021 ist ein offener Wettstreit zwischen Teams und Fahrern mit unterschiedlichen GT3-Rennwagen, unter anderem von Audi, BMW, Ferrari, McLaren und Mercedes-AMG. „Wir erwarten eine sehr starke Konkurrenz, und genau diese Herausforderung lieben wir“, so Biermaier. Der geschäftsführende Gesellschafter Hans-Jürgen Abt sagt: „Bei allen motorsportlichen Aktivitäten wird die DTM immer einen besonderen Stellenwert für ABT Sportsline haben. Wir waren 2000 mit unserem Abt-Audi TT-R Gründungsmitglied der neuen DTM. Ich bin stolz darauf, dass es uns zwei Jahrzehnte lang gelungen ist, auf und neben der Rennstrecke Highlights zu setzen. Deshalb wollen wir auch in Zukunft Teil der DTM-Familie sein.“
 
2000, das Jahr der Wiedergeburt der DTM mit Opel und Mercedes, wagte ABT mit dem in Eigenregie entwickelten Abt-Audi TT-R den Einstieg. Als damals die ersten Bewegtbilder vom Auto entstanden, rollte der TT-R einen Hügel hinunter und Fahrer Christian Abt saß auf einer Bierkiste – einen Motor und einen Fahrersitz gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Doch nach nur 100 Tagen stand das ehrgeizige Projekt beim ersten Rennen am Start, 2001 folgte am Nürburgring der erste Sieg und 2002 in Zandvoort der erste Titelgewinn durch Aiello. „Die Zieldurchfahrt damals in Zandvoort war unglaublich, ein Moment, den wir niemals vergessen werden“, spricht Hans-Jürgen Abt über diesen speziellen motorsportlichen Höhepunkt in der 125-jährigen Firmengeschichte.
 
Fahrer-Vorstellung und erste Testfahrten im März
 
Dieser Pioniergeist von damals treibt ABT Sportsline noch heute, genauso wie der familiäre Charakter des Teams und die bayerische Mia-san-mia-Mentalität. Mit einer Mannschaft, die über Jahre fast unverändert geblieben ist, wird die Saison 2021 längst akribisch vorbereitet. „Unsere eingespielte Truppe ist ein Vorteil“, bekräftigt Biermaier. Auch den Audi R8 LMS kennt ABT von GT3-Einsätzen seit Jahren. „Das Auto hat vier Ringe – die stehen für Qualität und Zuverlässigkeit, für viele Siege und Titel“, sagt Biermaier. Auch die Fahrer, die in Kürze vorgestellt werden, bringen eine doppelte Portion Erfahrung mit, aus der DTM und aus dem GT3-Cockpit. „Wir sind überzeugt, dass wir ein gutes Paket geschnürt haben. Das werden wir in der DTM auch brauchen“, sagt er.
 
Längst tüfteln die Ingenieure an den Abstimmungen für die acht Rennstrecken im Kalender. Mit den beiden Audi R8 LMS stehen neben den beiden offiziellen Vor-Saison-Tests im April in Hockenheim und im Mai auf dem Lausitzring weitere Testtage auf dem Programm. Und seit geraumer Zeit läuft auch das Mannschaftstraining für die Boxenstopps, die auch in der DTM 2021 als Performance-Element ausgelegt sind. Bei einem Reifenwechsel gegen die Uhr kommt es auf jeden Mechaniker an. „Es gibt bei uns regelmäßige Sportstunden für die Fitness, und wir trainieren immer wieder am Rennauto, denn jeder Handgriff muss sitzen“, stellt Biermaier klar.
 
ABT Sportsline erwartet größere Offenheit der Teams und mehr Fannähe
 
Für ABT Sportsline ist die DTM nicht nur eine Wettkampfbühne, sondern auch ein Marketinginstrument. „Der Kern der DTM-Austragungsorte passt perfekt zu unserem Geschäft als Autoveredler. Wir sind weltweit vertreten, aber vor allem in Deutschland, den Niederlanden und in Österreich stark. Auch in Italien, in Mailand, haben wir einen großen Partner“, so Biermaier. „Für unsere Kunden und Partner ist die DTM eine exzellente Erlebnis-Plattform. Das ist für uns genauso wichtig wie die internationale Fernsehvermarktung mit einem so starken Partner wie SAT.1.“
 
Die ABT-Truppe freut sich besonders auf den Norisring, das Heimspiel in Nürnberg. „Wir hoffen natürlich auf volle Tribünen, damit alle die DTM wieder hautnah erleben können“, so Biermaier. „Ich bin fest davon überzeugt, dass die DTM einen neuen Geist erleben wird, der auch von den Teams ausgeht. Es wird eine offene, buntgemischte DTM mit großer Fannähe und voller Emotionen. Als Team wollen wir mit unseren Fahrern so offen sein wie nur möglich.“ Weiter stellt er klar: „Die Fans sollen viel Spaß mit der DTM haben, aber wir als Team wollen auch Spaß haben.“ Bei ABT weiß man sehr genau, dass Siege und Titel am meisten Spaß machen.

Mittwoch, 24. März 2021

BMW M4 GT3 hat bereits mehr als 12.000 Kilometer absolviert

 

Der neue BMW M4 GT3 hat bereits mehr als 120.000 Testkilometer absolviert
Foto: BMW-Motoersport


2021 ist das letzte Jahr der Entwicklungsphase des BMW M4 GT3, der ab 2022 in den Händen von BMW M Motorsport Teams weltweit in GT-Rennen um Siege und Titel kämpfen soll. Seit Jahresbeginn hat das neue Flaggschiff im BMW M Motorsport Fahrzeugportfolio Testwochen auf den spanischen Rennstrecken in Monteblanco und Almeria absolviert und damit die heiße Phase vor den ersten Renneinsätzen eingeläutet. Auf bereits über 12.000 Testkilometern – das entspricht mehr als 60 Stunden Streckenzeit – haben zahlreiche BMW Fahrer intensiv an Fahrbahrkeit und Zuverlässigkeit gearbeitet. Das Ziel: Eine signifikante Reduzierung der Laufzeitkosten und des Wartungsaufwandes im Vergleich zum Vorgängermodell. Eine wichtige Rolle für die Fortschritte des BMW M4 GT3 spielen die enge Zusammenarbeit zwischen BMW M Motorsport und den Serienentwicklern der BMW M GmbH sowie die Nutzung der Testeinrichtungen der BMW Group.

Die Testfahrten in der vergangenen Woche in Almeria (ESP) markierten mit erfolgreichen Dauerläufen und Rennsimulationen einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung des BMW M4 GT3. Am Steuer wechselten sich dabei Martin Tomczyk, Jens Klingmann (beide GER) und Nick Yelloly (GBR) ab. Sie sind nur drei von vielen erfahrenen BMW Piloten, die bereits ihren Beitrag zur Optimierung des Fahrzeugs geleistet haben. Dazu zählen auch Augusto Farfus (BRA), Marco Wittmann (GER), Bruno Spengler (CAN), Sheldon van der Linde (RSA) und Jesse Krohn (FIN). In Almeria standen neben Dauerläufen vor allem Tests mit verschiedenen Reifenfabrikaten im Mittelpunkt.

Im direkten Vergleich mit seinem Vorgänger, dem BMW M6 GT3, zeichnen sich beim BMW M4 GT3 bereits zu diesem Zeitpunkt der Entwicklung deutliche Verbesserungen in entscheidenden Bereichen ab. Das betrifft die Reduzierung der Laufzeitkosten und des Wartungsaufwandes genauso wie die Fahrbarkeit für Profi- und für Amateur-Rennfahrer sowohl im Trockenen als auch im Regen. Einfaches Handling des BMW M4 GT3 ist das oberste Gebot – nicht nur für die Fahrer, sondern auch für das Team an der Strecke. Die Ingenieure von BMW M Motorsport haben dafür einen neuen Weg gefunden: Erstmals ist es möglich, die meisten elektronischen Einstellungen am Fahrzeug vorzunehmen, ohne es an einen Laptop anschließen zu müssen. Kurzfristige Anpassungen von Steuergeräten oder Sensoren sind über das Multifunktionslenkrad und dadurch wesentlich schneller und einfacher möglich.

„Die Stimmung unter uns Fahrern war während der letzten Testfahrten sehr gut, denn wir konnten viele Runden drehen und sind uns alle einig, dass der BMW M4 GT3 sehr viel Spaß macht“, sagte Klingmann am Ende der Testwoche in Almeria. „Er ist sehr einfach und konstant zu fahren, was sich natürlich auch positiv auf den Reifenverschleiß auswirkt. Auch bei der Weiterentwicklung vieler Systeme haben wir Fortschritte gemacht. Natürlich gibt es immer noch Dinge auszusortieren, aber die Fragezeichen werden immer weniger, die Ausrufezeichen dafür mehr.“

„Nachdem ich das Auto bisher nur einmal im Nassen gefahren war, war der Test in Almeria für mich so etwas wie eine Premiere“, sagte Tomczyk. „Wir waren super vorbereitet, und es hat mit wenigen Ausnahmen alles super funktioniert. Mir macht es ebenfalls sehr viel Spaß, das Auto zu fahren. Mein Eindruck ist sehr positiv.“

Yelloly meinte: „Als jemand, der in den vergangenen Jahren sehr viele Rennen im BMW M6 GT3 gefahren ist, habe ich sofort gemerkt, was für ein großer Schritt nach vorn der BMW M4 GT3 sein wird. Wir haben Tests auf Performance genauso absolviert wie Tests auf Konstanz, dazu Boxenstopp-Trainings und Systemchecks. Der BMW M4 GT3 ist auf allen Reifenfabrikaten, die wir ausprobiert haben, sehr gut unterwegs gewesen. Das stimmt mich mit Blick auf zukünftige Renneinsätze sehr zuversichtlich. Ich kann es kaum erwarten, dass es losgeht.“

Zusätzlich zur Testarbeit auf der Rennstrecke, die das BMW Team RMG im weiteren Jahresverlauf intensiv fortführen und durch erste Testrennen ergänzen wird, spielt die enge Zusammenarbeit zwischen BMW M Motorsport und den Kollegen aus der Serienentwicklung in München (GER) eine wesentliche Rolle. Die BMW Group nutzt verschiedene Gesamtfahrzeug- und Komponentenprüfstände, zum Beispiel für Messungen von Leistung, Schwingungen, Effizienz und Rollwiderstand. Der BMW M4 GT3 hat Tests auf dem Motor- und Rollenprüfstand absolviert. Dazu kam intensive Arbeit im Wind- und Klimakanal.

In dieser Woche stand darüber hinaus ein Test im Akustikkanal der BMW Group an, um die Geräuschmessungsabstimmung und die Schalldämpferentwicklung mit Geräuschemission für den BMW M4 GT3 voranzutreiben. Dieser hochmoderne Kanal kann aber noch viel mehr. Im Serienbetrieb wird er unter anderem für die Soundentwicklung sowie die Abstimmung von Fahr- und Innenraumgeräuschen verwendet.

Es ist geplant, die Testarbeit am BMW M4 GT3 im April und Mai mit weiteren Sessions fortzusetzen.

DTM-Newcomer Walkenhorst-BMW mit Drei-Jahres-Plan

  •  Nach vielen Erfolgen auf der Langstrecke: DTM-Sprintformat als Herausforderung
  •  Erfahrung als Stärke: 300.000 bis 400.000 Kilometer mit dem BMW M6 GT3
  •  Saison in der Nachwuchsserie DTM Trophy wichtig für den DTM-Einstieg

Teamchef Henry Walkenhorst planz langfristig mit der DTM
Foto: Walkenhorst


Das BMW-Team von Walkenhorst Motorsport zählt zu den Neueinsteigern in der DTM 2021.Doch die Mannschaft aus Melle bei Osnabrück plant kein kurzes Intermezzo, sondern verfolgt einen konkreten Plan über mindestens drei Jahre. Bereits seit 2013 ist das Team um Chef Henry Walkenhorst im GT3-Rennsport erfolgreich, gewann beispielsweise das 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps und zuletzt die Intercontinental GT Challenge (IGTC). So vertraut Walkenhorst vor allem auf seine große Erfahrung, „denn wir haben mit dem BMW M6 GT3 schon zwischen 300.000 und 400.000 Kilometer zurückgelegt“, wie Teammanager Niclas Königbauer im ausführlichen Interview mit dem Webportal DTM.com betont. Wer für Walkenhorst Motorsport als Fahrer an den Start geht, wird das Team zu einem späteren Zeitpunkt verkünden.

Bis dahin laufen die Vorbereitungen für den DTM-Einstieg auf vollen Touren. „Die DTM ist die stärkste Plattform, aber ein anderes Format als die Langstreckenrennen, bei denen wir seit Jahren erfolgreich sind. Die DTM sind Sprintrennen, das ist eine neue spannende Aufgabe für uns“, unterstreicht Niclas Königbauer. „Unsere Ingenieure grübeln schon intensiv über mögliche Abstimmungen. Es kommen spannende Rennstrecken auf uns zu, wie der Norisring, den wir bisher noch nicht kennen.“

Die DNA der DTM – ein Auto, ein Fahrer – bedeutet für Walkenhorst im Vergleich zu den Langstreckenrennen eine erhebliche Umstellung, und auch vor der Konkurrenz hat Niclas Königbauer Respekt. „Wir kennen die GT3-Szene gut, doch wir gehen davon aus, dass alle Teams für die DTM noch einmal jeden Stein umdrehen werden, um das letzte Quäntchen herauszuholen. Die Konkurrenz wird definitiv sehr stark sein.“

Immerhin ist die DTM-Plattform für Walkenhorst Motorsport kein völlig unbeschriebenes Blatt. 2020 startete das Team mit zwei BMW M4 in der Nachwuchsserie DTM Trophy und belegte mit dem Briten Ben Tuck den dritten Gesamtrang. „Das war ein wichtiges Jahr für uns. Wir haben das DTM-Umfeld, die Abläufe und die Organisation kennen und schätzen gelernt. Wir hatten vom ersten Rennen an ein gutes Gefühl und es hat uns auch Spaß gemacht.“ Walkenhorst nutzt in dieser Saison die Synergien und startet sowohl in der DTM als auch in der DTM Trophy. „Wir haben längerfristige Pläne, und dazu gehört auch, eigene Nachwuchsfahrer aufzubauen.“

Dienstag, 23. März 2021

Titel als Ziel: Montaplast by Land-Motorsport mit Christopher Mies und Ricardo Feller im ADAC GT Masters

  •  Sechste Saison für Ex-Champion Christopher Mies bei Montaplast by Land-Motorsport
  •  Ricardo Feller kehrt zum Meisterteam von 2016 zurück
  •  Land-Motorsport präsentiert Design des ersten Audi R8 LMS

Foto: Jens Hawrda


Ein ehemaliger Meister, ein Rennsieger und ein frischer Look: Montaplast by Land- Motorsport will 2021 mit neuen und bekannten Zutaten im Titelkampf des ADAC GT Masters mitmischen. Ex-Champion Christopher Mies (31/Heiligenhaus) und Youngster Ricardo Feller (20/CH) pilotieren den ersten Audi R8 LMS des Rennstalls aus dem Westerwald in der Deutschen GT-Meisterschaft. Saisonstart des ADAC GT Masters ist vom 14. bis 16. Mai in der Motorsport Arena Oschersleben. Der frei empfangbare TV-Sender NITRO überträgt alle 14 Saisonrennen live und in voller Länge.


„Wir haben ein schlagkräftiges Duo, mit dem wir auch in diesem Jahr um Spitzenplätze kämpfen können“, ist sich Teammanager Christian Land sicher. „Beide Fahrer haben ihr Können schon oft unter Beweis gestellt und kennen die Serie bestens. Aus der Vergangenheit wissen wir, dass Chris und Ricardo gut miteinander harmonieren. Entsprechend selbstbewusst können wir an den Start gehen.“

Routinier Christopher Mies ist seit dem Einstieg des Rennstalls ins ADAC GT Masters im Jahr 2016 fester Bestandteil von Land-Motorsport. Gleich im ersten Jahr fuhr er zum Titelgewinn, inzwischen bestreitet er bereits seine sechste Saison für die Mannschaft von Wolfgang Land. „Ich denke, wir sind bestens vorbereitet“, sagt der Audi-Sport-Pilot. „Die letzten Jahre hatten es in sich und haben gezeigt, wie hart umkämpft das ADAC GT Masters ist. Ein starker Teamkollege ist da extrem wichtig.“

Partner Ricardo Feller debütierte 2017 im ADAC GT Masters und kehrt nach einem Jahr zu Montaplast by Land-Motorsport zurück. Mit dem Team aus Niederdreisbach absolvierte er 2019 seine bisher erfolgreichste Saison: Der Schweizer gewann ein Rennen, holte zwei Podestplätze und beendete das Jahr als Gesamtfünfter. „Ich freue mich riesig, wieder Teil von Land-Motorsport zu sein, besonders mit Chris Mies an meiner Seite. Unsere Erwartungen sind klar. Wir wollen um den Titel mitkämpfen. Dafür haben wir gute Chancen“, sagt der 20-Jährige.

Beim neuen Design des Autos mit der Startnummer 29 setzt Land auf bekannte Farben. Die Kombination aus Rot und Blau spielte schon immer eine bedeutende Rolle in der Historie des Teams – nicht zuletzt als wichtiges Element im Logo. 2021 kommen die beiden Farben genauso zum Einsatz wie das aus den Vorjahren bekannte Grün.

Die Besetzung des zweiten Audi R8 LMS gibt Montaplast by Land-Motorsport zu einem späteren Zeitpunkt bekannt.

HTP Winward Racing mit starkem Fahrerduo im ADAC GT Masters

  •  Mann-Filter „Mamba“ auch 2021 im ADAC GT Masters
  •  Maximilian Buhk und Raffaele Marciello als Fahrerduo

Foto: Jens Hawrda


Die „Mamba“ beißt auch in dieser Saison zu: Das Mann-Filter Team Landgraf – HTP WWR bringt auch 2021 einen Mercedes-AMG GT3 Evo im ADAC GT Masters an den Start. Pilotiert wird das Fahrzeug im auffälligen leuchtend gelben Schlangenlook in der Deutschen GT-Meisterschaft von den beiden Mercedes-AMG-Fahrern Maximilian Buhk (28/Hamburg) und Raffaele Marciello (26/I). Saisonstart des ADAC GT Masters ist vom 14. bis 16. Mai in der Motorsport Arena Oschersleben. Der frei empfangbare TV-Sender NITRO überträgt alle 14 Saisonrennen live und in voller Länge.


Um die hohe Termindichte und das umfangreiche Programm in der bevorstehenden Saison bewältigen zu können, verbündet sich die deutsch-amerikanische Mannschaft von Winward Racing (WWR) für die Einsätze in der Deutschen GT-Meisterschaft mit dem Team Landgraf Motorsport aus dem rheinhessischen Gensingen. Die erfolgreiche Partnerschaft zwischen HTP Motorsport und der Premium-Filtermarke der Mann+Hummel GmbH aus Ludwigsburg geht bereits in ihr fünftes Jahr.

„Wir fühlen uns dem ADAC und der Rennserie nach so vielen Jahren eng verbunden“, sagt Teamchef Christian Hohenadel. „Alleine schon aus diesem Grund war es uns ein Anliegen, auch 2021 in der Liga der Supersportwagen vertreten zu sein. Wir freuen uns besonders über die Fortsetzung unserer langjährigen, vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Mann-Filter. Auch die Fahrer kennen wir gut. Mit Maxi und ,Lello´ sind wir fahrerisch stark aufgestellt. Die Kooperation mit Landgraf Motorsport ist das Produkt einer langjährigen guten Beziehung zwischen den beiden Teams. Klaus Landgraf und seine Mannschaft verfügen über einen hervorragenden Standort, hochwertiges Equipment und eine perfekte Logistik. HTP WWR liefert das Engineering. Die Zusammenarbeit erlaubt es uns, in der Deutschen GT-Meisterschaft auf höchstem Niveau zu operieren. Und nur so hat man in diesem hart umkämpften Teilnehmerfeld eine Chance.“

Das Team aus Altendiez in Rheinland-Pfalz startet seit 2013 im ADAC GT Masters und hat mit Fahrzeugen von Mercedes-AMG und Bentley bisher sechs Siege und sechs Pole-Positions eingefahren. Der größte Erfolg ist der Gewinn der Teammeisterschaft in der Saison 2018. 2020 siegte das Team unter anderem mit Marciello beim Finalrennen in Oschersleben von der Pole-Position aus.