Mittwoch, 24. März 2021

BMW M4 GT3 hat bereits mehr als 12.000 Kilometer absolviert

 

Der neue BMW M4 GT3 hat bereits mehr als 120.000 Testkilometer absolviert
Foto: BMW-Motoersport


2021 ist das letzte Jahr der Entwicklungsphase des BMW M4 GT3, der ab 2022 in den Händen von BMW M Motorsport Teams weltweit in GT-Rennen um Siege und Titel kämpfen soll. Seit Jahresbeginn hat das neue Flaggschiff im BMW M Motorsport Fahrzeugportfolio Testwochen auf den spanischen Rennstrecken in Monteblanco und Almeria absolviert und damit die heiße Phase vor den ersten Renneinsätzen eingeläutet. Auf bereits über 12.000 Testkilometern – das entspricht mehr als 60 Stunden Streckenzeit – haben zahlreiche BMW Fahrer intensiv an Fahrbahrkeit und Zuverlässigkeit gearbeitet. Das Ziel: Eine signifikante Reduzierung der Laufzeitkosten und des Wartungsaufwandes im Vergleich zum Vorgängermodell. Eine wichtige Rolle für die Fortschritte des BMW M4 GT3 spielen die enge Zusammenarbeit zwischen BMW M Motorsport und den Serienentwicklern der BMW M GmbH sowie die Nutzung der Testeinrichtungen der BMW Group.

Die Testfahrten in der vergangenen Woche in Almeria (ESP) markierten mit erfolgreichen Dauerläufen und Rennsimulationen einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung des BMW M4 GT3. Am Steuer wechselten sich dabei Martin Tomczyk, Jens Klingmann (beide GER) und Nick Yelloly (GBR) ab. Sie sind nur drei von vielen erfahrenen BMW Piloten, die bereits ihren Beitrag zur Optimierung des Fahrzeugs geleistet haben. Dazu zählen auch Augusto Farfus (BRA), Marco Wittmann (GER), Bruno Spengler (CAN), Sheldon van der Linde (RSA) und Jesse Krohn (FIN). In Almeria standen neben Dauerläufen vor allem Tests mit verschiedenen Reifenfabrikaten im Mittelpunkt.

Im direkten Vergleich mit seinem Vorgänger, dem BMW M6 GT3, zeichnen sich beim BMW M4 GT3 bereits zu diesem Zeitpunkt der Entwicklung deutliche Verbesserungen in entscheidenden Bereichen ab. Das betrifft die Reduzierung der Laufzeitkosten und des Wartungsaufwandes genauso wie die Fahrbarkeit für Profi- und für Amateur-Rennfahrer sowohl im Trockenen als auch im Regen. Einfaches Handling des BMW M4 GT3 ist das oberste Gebot – nicht nur für die Fahrer, sondern auch für das Team an der Strecke. Die Ingenieure von BMW M Motorsport haben dafür einen neuen Weg gefunden: Erstmals ist es möglich, die meisten elektronischen Einstellungen am Fahrzeug vorzunehmen, ohne es an einen Laptop anschließen zu müssen. Kurzfristige Anpassungen von Steuergeräten oder Sensoren sind über das Multifunktionslenkrad und dadurch wesentlich schneller und einfacher möglich.

„Die Stimmung unter uns Fahrern war während der letzten Testfahrten sehr gut, denn wir konnten viele Runden drehen und sind uns alle einig, dass der BMW M4 GT3 sehr viel Spaß macht“, sagte Klingmann am Ende der Testwoche in Almeria. „Er ist sehr einfach und konstant zu fahren, was sich natürlich auch positiv auf den Reifenverschleiß auswirkt. Auch bei der Weiterentwicklung vieler Systeme haben wir Fortschritte gemacht. Natürlich gibt es immer noch Dinge auszusortieren, aber die Fragezeichen werden immer weniger, die Ausrufezeichen dafür mehr.“

„Nachdem ich das Auto bisher nur einmal im Nassen gefahren war, war der Test in Almeria für mich so etwas wie eine Premiere“, sagte Tomczyk. „Wir waren super vorbereitet, und es hat mit wenigen Ausnahmen alles super funktioniert. Mir macht es ebenfalls sehr viel Spaß, das Auto zu fahren. Mein Eindruck ist sehr positiv.“

Yelloly meinte: „Als jemand, der in den vergangenen Jahren sehr viele Rennen im BMW M6 GT3 gefahren ist, habe ich sofort gemerkt, was für ein großer Schritt nach vorn der BMW M4 GT3 sein wird. Wir haben Tests auf Performance genauso absolviert wie Tests auf Konstanz, dazu Boxenstopp-Trainings und Systemchecks. Der BMW M4 GT3 ist auf allen Reifenfabrikaten, die wir ausprobiert haben, sehr gut unterwegs gewesen. Das stimmt mich mit Blick auf zukünftige Renneinsätze sehr zuversichtlich. Ich kann es kaum erwarten, dass es losgeht.“

Zusätzlich zur Testarbeit auf der Rennstrecke, die das BMW Team RMG im weiteren Jahresverlauf intensiv fortführen und durch erste Testrennen ergänzen wird, spielt die enge Zusammenarbeit zwischen BMW M Motorsport und den Kollegen aus der Serienentwicklung in München (GER) eine wesentliche Rolle. Die BMW Group nutzt verschiedene Gesamtfahrzeug- und Komponentenprüfstände, zum Beispiel für Messungen von Leistung, Schwingungen, Effizienz und Rollwiderstand. Der BMW M4 GT3 hat Tests auf dem Motor- und Rollenprüfstand absolviert. Dazu kam intensive Arbeit im Wind- und Klimakanal.

In dieser Woche stand darüber hinaus ein Test im Akustikkanal der BMW Group an, um die Geräuschmessungsabstimmung und die Schalldämpferentwicklung mit Geräuschemission für den BMW M4 GT3 voranzutreiben. Dieser hochmoderne Kanal kann aber noch viel mehr. Im Serienbetrieb wird er unter anderem für die Soundentwicklung sowie die Abstimmung von Fahr- und Innenraumgeräuschen verwendet.

Es ist geplant, die Testarbeit am BMW M4 GT3 im April und Mai mit weiteren Sessions fortzusetzen.

DTM-Newcomer Walkenhorst-BMW mit Drei-Jahres-Plan

  •  Nach vielen Erfolgen auf der Langstrecke: DTM-Sprintformat als Herausforderung
  •  Erfahrung als Stärke: 300.000 bis 400.000 Kilometer mit dem BMW M6 GT3
  •  Saison in der Nachwuchsserie DTM Trophy wichtig für den DTM-Einstieg

Teamchef Henry Walkenhorst planz langfristig mit der DTM
Foto: Walkenhorst


Das BMW-Team von Walkenhorst Motorsport zählt zu den Neueinsteigern in der DTM 2021.Doch die Mannschaft aus Melle bei Osnabrück plant kein kurzes Intermezzo, sondern verfolgt einen konkreten Plan über mindestens drei Jahre. Bereits seit 2013 ist das Team um Chef Henry Walkenhorst im GT3-Rennsport erfolgreich, gewann beispielsweise das 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps und zuletzt die Intercontinental GT Challenge (IGTC). So vertraut Walkenhorst vor allem auf seine große Erfahrung, „denn wir haben mit dem BMW M6 GT3 schon zwischen 300.000 und 400.000 Kilometer zurückgelegt“, wie Teammanager Niclas Königbauer im ausführlichen Interview mit dem Webportal DTM.com betont. Wer für Walkenhorst Motorsport als Fahrer an den Start geht, wird das Team zu einem späteren Zeitpunkt verkünden.

Bis dahin laufen die Vorbereitungen für den DTM-Einstieg auf vollen Touren. „Die DTM ist die stärkste Plattform, aber ein anderes Format als die Langstreckenrennen, bei denen wir seit Jahren erfolgreich sind. Die DTM sind Sprintrennen, das ist eine neue spannende Aufgabe für uns“, unterstreicht Niclas Königbauer. „Unsere Ingenieure grübeln schon intensiv über mögliche Abstimmungen. Es kommen spannende Rennstrecken auf uns zu, wie der Norisring, den wir bisher noch nicht kennen.“

Die DNA der DTM – ein Auto, ein Fahrer – bedeutet für Walkenhorst im Vergleich zu den Langstreckenrennen eine erhebliche Umstellung, und auch vor der Konkurrenz hat Niclas Königbauer Respekt. „Wir kennen die GT3-Szene gut, doch wir gehen davon aus, dass alle Teams für die DTM noch einmal jeden Stein umdrehen werden, um das letzte Quäntchen herauszuholen. Die Konkurrenz wird definitiv sehr stark sein.“

Immerhin ist die DTM-Plattform für Walkenhorst Motorsport kein völlig unbeschriebenes Blatt. 2020 startete das Team mit zwei BMW M4 in der Nachwuchsserie DTM Trophy und belegte mit dem Briten Ben Tuck den dritten Gesamtrang. „Das war ein wichtiges Jahr für uns. Wir haben das DTM-Umfeld, die Abläufe und die Organisation kennen und schätzen gelernt. Wir hatten vom ersten Rennen an ein gutes Gefühl und es hat uns auch Spaß gemacht.“ Walkenhorst nutzt in dieser Saison die Synergien und startet sowohl in der DTM als auch in der DTM Trophy. „Wir haben längerfristige Pläne, und dazu gehört auch, eigene Nachwuchsfahrer aufzubauen.“

Dienstag, 23. März 2021

Titel als Ziel: Montaplast by Land-Motorsport mit Christopher Mies und Ricardo Feller im ADAC GT Masters

  •  Sechste Saison für Ex-Champion Christopher Mies bei Montaplast by Land-Motorsport
  •  Ricardo Feller kehrt zum Meisterteam von 2016 zurück
  •  Land-Motorsport präsentiert Design des ersten Audi R8 LMS

Foto: Jens Hawrda


Ein ehemaliger Meister, ein Rennsieger und ein frischer Look: Montaplast by Land- Motorsport will 2021 mit neuen und bekannten Zutaten im Titelkampf des ADAC GT Masters mitmischen. Ex-Champion Christopher Mies (31/Heiligenhaus) und Youngster Ricardo Feller (20/CH) pilotieren den ersten Audi R8 LMS des Rennstalls aus dem Westerwald in der Deutschen GT-Meisterschaft. Saisonstart des ADAC GT Masters ist vom 14. bis 16. Mai in der Motorsport Arena Oschersleben. Der frei empfangbare TV-Sender NITRO überträgt alle 14 Saisonrennen live und in voller Länge.


„Wir haben ein schlagkräftiges Duo, mit dem wir auch in diesem Jahr um Spitzenplätze kämpfen können“, ist sich Teammanager Christian Land sicher. „Beide Fahrer haben ihr Können schon oft unter Beweis gestellt und kennen die Serie bestens. Aus der Vergangenheit wissen wir, dass Chris und Ricardo gut miteinander harmonieren. Entsprechend selbstbewusst können wir an den Start gehen.“

Routinier Christopher Mies ist seit dem Einstieg des Rennstalls ins ADAC GT Masters im Jahr 2016 fester Bestandteil von Land-Motorsport. Gleich im ersten Jahr fuhr er zum Titelgewinn, inzwischen bestreitet er bereits seine sechste Saison für die Mannschaft von Wolfgang Land. „Ich denke, wir sind bestens vorbereitet“, sagt der Audi-Sport-Pilot. „Die letzten Jahre hatten es in sich und haben gezeigt, wie hart umkämpft das ADAC GT Masters ist. Ein starker Teamkollege ist da extrem wichtig.“

Partner Ricardo Feller debütierte 2017 im ADAC GT Masters und kehrt nach einem Jahr zu Montaplast by Land-Motorsport zurück. Mit dem Team aus Niederdreisbach absolvierte er 2019 seine bisher erfolgreichste Saison: Der Schweizer gewann ein Rennen, holte zwei Podestplätze und beendete das Jahr als Gesamtfünfter. „Ich freue mich riesig, wieder Teil von Land-Motorsport zu sein, besonders mit Chris Mies an meiner Seite. Unsere Erwartungen sind klar. Wir wollen um den Titel mitkämpfen. Dafür haben wir gute Chancen“, sagt der 20-Jährige.

Beim neuen Design des Autos mit der Startnummer 29 setzt Land auf bekannte Farben. Die Kombination aus Rot und Blau spielte schon immer eine bedeutende Rolle in der Historie des Teams – nicht zuletzt als wichtiges Element im Logo. 2021 kommen die beiden Farben genauso zum Einsatz wie das aus den Vorjahren bekannte Grün.

Die Besetzung des zweiten Audi R8 LMS gibt Montaplast by Land-Motorsport zu einem späteren Zeitpunkt bekannt.

HTP Winward Racing mit starkem Fahrerduo im ADAC GT Masters

  •  Mann-Filter „Mamba“ auch 2021 im ADAC GT Masters
  •  Maximilian Buhk und Raffaele Marciello als Fahrerduo

Foto: Jens Hawrda


Die „Mamba“ beißt auch in dieser Saison zu: Das Mann-Filter Team Landgraf – HTP WWR bringt auch 2021 einen Mercedes-AMG GT3 Evo im ADAC GT Masters an den Start. Pilotiert wird das Fahrzeug im auffälligen leuchtend gelben Schlangenlook in der Deutschen GT-Meisterschaft von den beiden Mercedes-AMG-Fahrern Maximilian Buhk (28/Hamburg) und Raffaele Marciello (26/I). Saisonstart des ADAC GT Masters ist vom 14. bis 16. Mai in der Motorsport Arena Oschersleben. Der frei empfangbare TV-Sender NITRO überträgt alle 14 Saisonrennen live und in voller Länge.


Um die hohe Termindichte und das umfangreiche Programm in der bevorstehenden Saison bewältigen zu können, verbündet sich die deutsch-amerikanische Mannschaft von Winward Racing (WWR) für die Einsätze in der Deutschen GT-Meisterschaft mit dem Team Landgraf Motorsport aus dem rheinhessischen Gensingen. Die erfolgreiche Partnerschaft zwischen HTP Motorsport und der Premium-Filtermarke der Mann+Hummel GmbH aus Ludwigsburg geht bereits in ihr fünftes Jahr.

„Wir fühlen uns dem ADAC und der Rennserie nach so vielen Jahren eng verbunden“, sagt Teamchef Christian Hohenadel. „Alleine schon aus diesem Grund war es uns ein Anliegen, auch 2021 in der Liga der Supersportwagen vertreten zu sein. Wir freuen uns besonders über die Fortsetzung unserer langjährigen, vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Mann-Filter. Auch die Fahrer kennen wir gut. Mit Maxi und ,Lello´ sind wir fahrerisch stark aufgestellt. Die Kooperation mit Landgraf Motorsport ist das Produkt einer langjährigen guten Beziehung zwischen den beiden Teams. Klaus Landgraf und seine Mannschaft verfügen über einen hervorragenden Standort, hochwertiges Equipment und eine perfekte Logistik. HTP WWR liefert das Engineering. Die Zusammenarbeit erlaubt es uns, in der Deutschen GT-Meisterschaft auf höchstem Niveau zu operieren. Und nur so hat man in diesem hart umkämpften Teilnehmerfeld eine Chance.“

Das Team aus Altendiez in Rheinland-Pfalz startet seit 2013 im ADAC GT Masters und hat mit Fahrzeugen von Mercedes-AMG und Bentley bisher sechs Siege und sechs Pole-Positions eingefahren. Der größte Erfolg ist der Gewinn der Teammeisterschaft in der Saison 2018. 2020 siegte das Team unter anderem mit Marciello beim Finalrennen in Oschersleben von der Pole-Position aus.

Mittwoch, 17. März 2021

Mit bewährtem Erfolgsrezept auf dem Weg zum vierten DTM-Titel

  •  Team Rosberg mit zwei Audi R8 LMS für Vizemeister Nico Müller und Rookie Dev Gore
  •  Eindrucksvolle Erfolgsserie: Zuletzt drei DTM-Titelgewinne in nur vier Jahren
  •  Erfolgsrezept: Konsequente Detailarbeit, Teamgeist und eine Niemals-Aufgeben-  Mentalität

DTM-Vizemeister Nico Müller (links) im Gespräch mit Teamchef Kimmo Liimatainen,
Team Rosberg (2015) © Audi

Mit konsequenter Detailarbeit, starkem Teamgeist und der Mentalität, niemals aufzugeben, hat das Team Rosberg zuletzt die DTM dominiert: Dreimal in vier Jahren wurde Rosberg-Pilot René Rast Champion. „Wenn man zuletzt drei Titel gewonnen hat, muss es unser Anspruch sein, wieder um die Meisterschaft zu kämpfen“, sagt Teamchef Kimmo Liimatainen im ausführlichen Interview mit dem Webportal DTM.com. Mit dem gleichen Erfolgsrezept will der 1994 vom ehemaligen Formel-1-Weltmeister Keke Rosberg gegründete Rennstall mit Sitz in Neustadt an der Weinstraße in der DTM 2021 angreifen.

Die Konstellationen sind jedoch verändert. Vizemeister Nico Müller kehrt zum Team Rosberg zurück, wo 2014 seine DTM-Karriere begann. An der Seite des Schweizers wird der DTM-Rookie Dev Gore (USA) den zweiten Audi R8 LMS pilotieren. „Ich erwarte eine sehr starke Konkurrenz. Die beginnt Audi-intern mit ABT Sportsline und geht weiter über Ferrari, Mercedes, BMW bis zu McLaren – das wird ein starkes DTM-Starterfeld. Wir stellen uns auf sehr intensive, hart umkämpfte Rennen ein“, sieht sich der 42 Jahre alte Teamchef trotzdem gut aufgestellt.

Im Interview mit DTM.com spricht Kimmo Liimatainen auch über den ersten Kontakt zu Dev Gore, die laufenden Vorbereitungen, die Qualitäten des neuen Audi R8 LMS und den Stellenwert der DTM. „Die DTM hat eine unheimliche Historie und einen enormen Bekanntheitsgrad“, so Liimatainen, der auch die Bedeutung des TV-Partners SAT.1 hervorhebt.