Freitag, 2. Oktober 2020

Mercedes-AMG startet mit Bestzeit ins Sachsenring-Wochenende

  • Maro Engel Schnellster im ersten Freien Training
  • Vier Marken auf den ersten vier Positionen

Maro Engel (Mercedes-AMG) holt Bestzeit am Freitag
Foto: ADAC-Motorsport

Mercedes-AMG sorgte auf dem Sachsenring für das erste Ausrufezeichen: Maro Engel (35/Monte Carlo) gelang im 1. Freien Training zum vierten Lauf des ADAC GT Masters die Bestzeit. Platz zwei ging an Klaus Bachler (29/A, Küs Team75 Bernhard), Rang drei holte sich Audi-Fahrer Frédéric Vervisch (34/B, Team WRT). Die beiden Rennen in Sachsen werden Samstag und Sonntag ab 13.00 Uhr live von SPORT1 übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Engel fuhr seine beste Rundenzeit von 1.19,875 Minuten in den Schlussminuten der Session. Kurz zuvor hatte Teamkollege Luca Stolz (25/Brachbach) mit einem Dreher, der ohne Folgen blieb, für eine Schrecksekunde und eine kurze Unterbrechung der einstündigen Sitzung gesorgt.

"Das war ein guter Start ins Wochenende", sagte Engel. "Das Auto läuft gut. Wir sind dabei, unser Programm abzuspulen und eine gute Balance für die Rennen zu erzielen. Wir wollen am Wochenende an die gute Leistung der ersten Rennen anknüpfen und möglichst viele Punkte sammeln. Wenn möglich, wollen wir natürlich auf das Podium fahren."

Lediglich 75 Tausendstel hinter Engel lag Porsche-Pilot Klaus Bachler, der sich im Elfer mit Simona De Silvestro (32/CH) abwechselt. Bachler unterstrich damit auf dem Sachsenring seine gute Form. Bereits bei den Testfahrten am Freitagmorgen hatte der Österreicher mit der Bestzeit geglänzt. "Bisher bin ich sehr zufrieden", so Bachler. "Wir waren zwei Mal vorn dabei. Das Auto läuft gut. Das Team hat einen fantastischen Job gemacht, denn wir mussten nach dem späten Unfall in Hockenheim das Fahrzeug fast komplett neu aufbauen.

Dritte wurden mit einer Zeit von 1.20,124 Minuten Rolf Ineichen (42/CH) und Frédéric Vervisch (34/B, beide Team WRT) im bestplatzierten Audi R8 LMS. Die Lamborghini-Werksfahrer Franck Perera (36/F) und Albert Costa Balboa (30/E, beide GRT Grasser Racing Team) sorgten als Vierte für reichlich Markenvielfalt an der Spitze des Feldes. Ihnen fehlten 0,4 Sekunden auf die Bestzeit. Die Top fünf vervollständigte ein weiterer Mercedes-AMG: Daniel Keilwitz (31/Villingen-Schwenningen) und Jimmy Eriksson (29/S, beide Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing) erzielten eine Rundenzeit von 1.20,245 Minuten.

Ortmann-Comeback bei BWT Mücke Motorsport

Mike David Ortmann (20/Ahrensfelde) wird sich für den Rest der Saison bei BWT Mücke Motorsport den Audi R8 LMS mit der Startnummer 25 mit Igor Walilko (23/PL) teilen. Für Ortmann ist es die Rückkehr zum Rennstall aus Berlin, für den er bereits von 2017 bis 2019 in der "Liga der Supersportwagen" gestartet ist. "Ich freue mich sehr, die verbleibenden Rennen des ADAC GT Masters bestreiten zu können", so Ortmann, der in dieser Saison bereits am Nürburgring einen Gaststart mit EFP Car Collection bei TECE absolviert hat. "Über diese Möglichkeit freue ich mich sehr. Es ist immer schön, wenn man in ein Team zurückkommt, für das man lange gefahren ist. Man kennt die Leute und das Umfeld und fühlt sich sofort wieder wie zu Hause." 

Vervisch vertritt Bortolotti

Audi-Sport-Pilot Frédéric Vervisch startet auf dem Sachsenring im Audi mit der Startnummer 30 vom Team WRT. Der Belgier vertritt Stammpilot Mirko Bortolotti (30/I), der bei einem Rennen in den USA antritt. "Ich bin vergangenes Jahr hier am Sachsenring zuletzt im ADAC GT Masters gestartet", so Vervisch. "Die Strecke ist nicht einfach, man muss den richtigen Rhythmus finden, um schnell zu sein. Aber ich bin zuversichtlich. Der Sachsenring liegt dem Audi."

Double-Header in Belgien: DTM auch in Zolder vor Zuschauern

  •  Heißer Oktober: siebter Saisonlauf vom 09.–11., achter Saisonlauf vom 16.–18.
  •  Endspurt in der DTM: Titel-Dreikampf zwischen Müller, Frijns und Rast
  •  Stark limitiert: Nur wenige Tageskarten im DTM-Ticketshop und über DTM-Tickethotline

Foto: dtm.com


Die DTM trägt auch die Saisonläufe sieben und acht in Zolder vor Zuschauern aus. Zum Double-Header in Belgien vom 09. bis 11. Oktober sowie vom 16. bis 18. Oktober kommen die Tourenwagen-Piloten nach Assen und zweimal Nürburgring erneut in den Genuss der leidenschaftlichen Fan-Unterstützung. Die Tickets sind allerdings sehr stark limitiert, denn für jeden der vier Renntage (jeweils Samstag und Sonntag) sind in Zolder nur 800 Tageskarten verfügbar. Die exklusiven Tickets zum Preis ab 30 Euro können ab sofort über den DTM-Ticketshop (tickets.dtm.com) und die DTM-Tickethotline (+49 1806 386 386) bestellt werden.

Lokalmatador Frijns fordert Tabellenführer Müller heraus

Auf dem ehemaligen Grand-Prix-Kurs von Zolder, etwa 70 Kilometer westlich von Aachen gelegen, tritt der Kampf um den prestigeträchtigen DTM-Titel in die heiße Phase. Denn nach diesem Double-Header mit zwei Läufen an aufeinanderfolgenden Wochenenden steht nur noch das traditionelle Finale in Hockenheim (06. bis 08. November) im kompakten Kalender. Als Spitzenreiter in der Fahrerwertung geht der fünfmalige Saisonsieger Nico Müller (SUI) in den spannenden DTM-Endspurt. Sein härtester Widersacher ist Robin Frijns (NED), und ausgerechnet Zolder ist die Hausstrecke des dreimaligen Saisonsiegers aus dem nahen Maastricht. Als dritter Audi-Pilot hat auch der zweimalige DTM-Champion René Rast (GER) noch berechtigte Titelambitionen.

Zolder – vor 36 Jahren die Geburtsstätte der DTM

Der knapp vier Kilometer lange Kurs von Zolder hat in der langen Erfolgsgeschichte der DTM, die in der Saison 2021 mit GT-Sportwagen fortgesetzt wird, ein besonderes Kapitel geschrieben: 1984 gewann Harald Grohs im BMW 635 CSi das Premierenrennen der DTM. Der Essener wird am ersten Zolder-Wochenende mit einem BMW M3 in der Tourenwagen-Classics wieder am Start sein. Neben DTM und Tourenwagen-Classics bekommen die Zuschauer auch die Rennen zur GTC-Cup-Serie und zum Porsche Carrera Cup Benelux zu sehen. Am zweiten Zolder-Wochenende bilden die neu eingeführte DTM Trophy mit seriennahen GT-Sportwagen und die Belcar Endurance Championship das Rahmenprogramm der DTM.

Mit Maskenpflicht: Zwei Tribünen geöffnet

An beiden Rennwochenenden werden in Zolder die Tribünen T3a und T3b geöffnet, auf denen wie auf dem gesamten Areal Maskenpflicht besteht. Für die T3b stehen täglich (Samstag/Sonntag) nur 300 Karten zur Verfügung, die pro Person 50 Euro und inklusive Parkplatz 60 Euro kosten. Täglich 500 Karten sind für die T3a zum Preis von 30 Euro bzw. 40 Euro inklusive Parkplatz verfügbar. Die personalisierten Tageskarten sowie die Parkplatztickets können ausschließlich über den DTM-Ticketshop (tickets.dtm.com) und die DTM-Tickethotline (+49 1806 386 386) erworben werden. Ohne gültiges Parkticket sind die Zuschauerplätze nicht erreichbar, an der Rennstrecke sind keine Kassen geöffnet. Der Vorverkauf für das erste Zolder-Wochenende endet am 11. Oktober um 12:00 Uhr, für das zweite Wochenende am 18. Oktober um 12:00 Uhr.

Vorläufigen IDM-Kalender 2021

Foto: Jens Hawrda

Bereits beim Finale der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) in Hockenheim steht der vorläufige Kalender für die Saison 2021. Die Motor Presse Stuttgart als Veranstalter und Promoter der Serie legt somit früh die Grundlagen für einen erfolgreichen Verlauf der kommenden Saison. „Wir geben damit allen Verantwortlichen, Teams und Fahrer die Möglichkeit, sich auf die IDM 2021 vorzubereiten und erwarten wieder starke internationale Starterfelder. Die nun abgeschlossene Saison hat gezeigt, dass die IDM einen sehr hohen Stellenwert besitzt. Wir wollen den sportlichen Wettbewerb stärken und das Image der Serie weiter ausbauen“, sagt Serienmanager Normann Broy und fügt hinzu: „Der große Zuspruch gerade auch während der Corona-Krise hat uns viel Rückenwind gegeben.“

 
Termine 2021:

 
30.04.-02.05.2021    Eurospeedway Lausitzring          alle Klassen
Mai 2021                   ADAC Sachsenring Classic        SBK1000
20.05-23.05.2021     Speedweek Oschersleben          SBK1000,SSP/STK600, SSP300
18.06.-20.06.2021    Autodrom Most (CZ)                    alle Klassen
16.07.-18.07.2021    Truck-GP Nürburgring                 SBK1000
23.07.-25.07.2021    Schleizer Dreieck                        alle Klassen
13.08.-15.08.2021    TT Circuit Assen (NL)                 alle Klassen
27.08.-29.08.2021    Red Bull Ring (A)                        alle Klassen
24.09.-26.09.2021    Hockenheimring                          alle Klassen

Donnerstag, 1. Oktober 2020

ADAC GT4 Germany sucht den Halbzeitmeister auf dem Sachsenring

  •  Vierkampf um die Tabellenspitze der ADAC GT4 Germany
  •  Team Zakspeed feiert Serien-Debüt
  •  SPORT1 und SPORT1+ übertragen die Rennen vom Sachsenring live

Foto: Jens Hawrda


Die ADAC GT4 Germany sucht am kommenden Wochenende (2. bis 4. Oktober) auf dem Sachsenring den inoffiziellen Halbzeitmeister 2020. Nach den zwei absolvierten Rennwochenenden am Nürburgring und dem Hockenheimring zeichnet sich ein Vierkampf mit Piloten der vier Marken Porsche, BMW, Mercedes-AMG und KTM um die Tabellenspitze ab. Beim Gastspiel in Sachsen darf sich die Serie über einen starken Neuzugang freuen: Mit dem renommierten Team Zakspeed kommt ein neuer Rennstall in die ADAC GT4 Germany. Fans dürfen am Sachsenring nach einem von der Rennstrecke und dem ADAC GT Masters entwickelten Hygiene- und Infektionsschutzkonzept wieder live dabei sein. SPORT und SPORT1+ zeigen die Rennen vom Sachsenring live im TV, zudem sind die Rennen im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.
 
Als Tabellenführer reisen Jan Kasperlik (41/Huglfing) und Nicolaj Møller Madsen (27/DNK, beide Team Allied-Racing) an den Sachsenring. Das Porsche 718 Cayman GT4-Duo hat bislang 77 Meisterschaftspunkte gesammelt und liegt vier Zähler vor den BMW M4 GT4-Fahrern Michael Schrey (37/Wallenhorst) und Gabriele Piana (34/ITA, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport). Dritte sind Julien Apothéloz (19/CHE) und ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Luca Trefz (18/Wüstenrot, beide Mann-Filter Team HTP-Winward) im Mercedes-AMG GT4 mit 63 Punkten. Rang vier haben mit 62 Zählern Florian Janits (22/AUT) und Reinhard Kofler (35/AUT, beide True Racing) inne. Die KTM-Fahrer haben zuletzt auf dem Hockenheimring einen Doppelsieg in der ADAC GT4 Germany eingefahren.
 
"Die Tendenz aus den ersten Rennen hat gezeigt, dass die aktuellen Top-Vier in der Tabelle wohl die größten Favoriten sind. Man sollte jedoch auch die McLaren nicht unterschätzen, die am Hockenheimring etwas Pech hatten. Insgesamt schauen wir nicht so sehr auf den Halbzeit-Titel, sondern hoffen, am Ende der Saison ganz oben zu stehen", erklärt Mercedes-AMG-Pilot Apothéloz. "Der Sachsenring sollte unserem Mercedes-AMG gut liegen. Denn das Fahrzeug ist ein Allrounder und auf allen Strecken stark. Grundsätzlich wird erfahrungsgemäß auch der KTM auf dem Sachsenring wieder gut funktionieren, vor allem im ersten Sektor mit den vielen Kurven."
 
Mit einem KTM X-Bow GT4 kommen Lennart Marioneck (31/München) und Jan Krabec (37/CZE, beide RTR Projects) an den Sachsenring. Die Vorjahressieger haben gute Erinnerungen an den kurvenreichen 3,645 Kilometer langen Kurs in Hohenstein-Ernstthal. "Die Strecke sollte unserem Auto deutlich besser liegen als der Hockenheimring. Von daher ist die Motivation sehr hoch, auch 2020 wieder ein Top-Ergebnis auf dem Sachsenring einzufahren", erläutert Marioneck. "Wir leben von unserem Kurvenspeed, da wir relativ viel Grip haben. Das kommt uns auf einer Strecke wie dem Sachsenring natürlich entgegen. Wir wollen auf jeden Fall zweimal in die Top Ten fahren. Die Konkurrenz in der ADAC GT4 Germany ist 2020 jedoch noch stärker als im Vorjahr. Somit dürften wir uns etwas schwerer tun, ganz vorne hineinzufahren. Wenn wir aber zumindest ein Mal das Podest schaffen könnten, würden wir uns riesig freuen."
 
Eine Heimspiel hat am Sachsenring T3-HRT-Motorsport. Der Rennstall, der 2020 neu in der ADAC GT4 Germany ist, hat seinen Sitz in Radebeul bei Dresden. "Für das Team ist dies sicherlich etwas ganz Besonderes, da viele Mechaniker aus der Region kommen", meint ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Pilot Hugo Sasse (16/Aschersleben), der sich den Audi R8 LMS GT4 mit William Tregurtha (20/GBR) teilt. "Wir müssen für den Sachsenring ein gutes Set-up finden. Ich denke, dass wir insgesamt gut mit dabei sein werden und um die vorderen Plätze mitkämpfen können. Vielleicht ist sogar ein Podium drin. Tatsächlich bin ich noch nie auf dem Sachsenring gefahren. Ich habe mich jedoch intensiv im Simulator vorbereitet. Der Kurs ist bei RaceRoom mit dabei, was mir die Vorbereitung natürlich um einiges erleichtert."
 
Das Feld der ADAC GT4 Germany wächst auf dem Sachsenring zudem weiter an. Mit dem Team Zakspeed steigt einer der erfolgreichsten Rennställe des deutschen Motorsports in die Serie ein. Der Mercedes-AMG GT4 wird von Jan Marschalkowski (17/Inning) und Hendrik Still (33/Kempenich) pilotiert, die zuvor für das Team AVIA Sorg Rennsport unterwegs waren. Der frühere Formel-1-Rennstall Zakspeed ist mit Unterbrechungen bereits seit 2009 im ADAC GT Masters am Start und erweitert sein Engagement nun auf die ADAC GT4 Germany.
 
Am Sachsenring wird für die Zuschauer der Stehplatzbereich im Infield des Kurses geöffnet, in dem sie das komplette Geschehen auf der Rennstrecke auf zwei Videowalls verfolgen können. Der Zugang zu dem Zuschauerbereich erfolgt über den Karthallen-Vorplatz. Für alle Besucher gelten die bekannten COVID-19-Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen. Es stehen die Parkplätze 10 und 11 zur Verfügung. Tickets für den Sachsenring sind online im Vorverkauf unter adac.de/motorsport erhältlich. Alle Tickets werden personalisiert. Fans, die bereits zu einem früheren Zeitpunkt Tickets erworben haben, erhalten per E-Mail Informationen, wie sie ihre Tickets in personalisierte Eintrittskarten umtauschen können. Beim Zugang zum Zuschauerbereich wird eine Identitätskontrolle durchgeführt. Das Mitbringen eines amtlichen Lichtbildausweises ist daher erforderlich.

Moto2-Star Marcel Schrötter auf vier Rädern: Am Sachsenring in der ADAC TCR Germany

  • Schrötter auf dem Sachsenring mit Autorenn-Debüt
  • Der Bayer fährt das VIP Auto des Hyundai Team Engstler
  • Fugel-Brüder fiebern ihrem Heimspiel entgegen

Marcel Schrötter am Sachsenring auf vier Rädern
Copyright: KF GLAENZEL


Den Sachsenring kennt er bestens auf zwei Rädern, nun greift er auf vier Rädern an: Moto2-Star Marcel Schrötter (27, Vilgertshofen) absolviert am Wochenende (2. bis 4. Oktober) sein Renndebüt im Automobilsport in der ADAC TCR Germany. Der Bayer, der normalerweise in der Moto2-Weltmeisterschaft um Punkte fährt, ist für das Hyundai Team Engstler am Start und wird auf dem Sachsenring das VIP-Auto steuern. "Ich freue mich wahnsinnig auf die Herausforderung, es wird bestimmt ein tolles und spannendes Erlebnis", sagt Schrötter vor seinem ersten Start in der ADAC TCR Germany: "Ich habe schon immer davon geträumt, ein Autorennen zu bestreiten. Es wird natürlich ein Sprung ins kalte Wasser. Aber ich werde mein Bestes geben." SPORT1 und SPORT1+ zeigen die Vierrad-Premiere von Schrötter am Wochenende live im Fernsehen, online gibt es Rennen im kostenlosen Livestream auf SPORT1.de, adac.de/motorsport und auf youtube.com/adac.
 
Schrötter kennt die Strecke bei Chemnitz bestens, 2019 belegte er bei dem vom ADAC organisierten HJC Helmets Motorrad Grand Prix Deutschland den starken dritten Platz und musste sich nur Alex Marquez und Brad Binder geschlagen geben. Erfahrungen mit Rennen auf vier Rädern hat Schrötter dagegen keine - umso reizvoller ist nun die Herausforderung in der ADAC TCR Germany. "Ich habe schon immer davon geträumt, ein Autorennen zu bestreiten. Es wird natürlich ein Sprung ins kalte Wasser. Aber ich werde mein Bestes geben", sagt der 27-Jährige: "Ich bin schon sehr gespannt, wie sich das Auto anfühlen wird. Es wird sicher ungewohnt sein, keinen direkten Kontakt mit meinen Ellenbogen und Knien auf dem Asphalt zu haben, sondern in einem Auto zu sitzen."
 
Vor Ort wird Schrötter Tipps und Tricks von Luca Engstler, dem Vizemeister der ADAC TCR Germany 2018, erhalten. "Luca ist dank seiner Erfahrung sicher der beste Coach, den ich haben kann", sagt Schrötter, der sich mit Onboardaufnahmen auf den Sachsenring vorbereitet hat. Zudem wird er bei seinen Teamkollegen Antti Buri (31, Finnland) und Nico Gruber (19, Österreich) ganz genau hinsehen: "Die Sicht und die Bremspunkte sind ganz anders als auf dem Motorrad, aber ich denke, ich werde mich schnell daran gewöhnen. Daher ist mein Plan, erst einmal meinen Teamkollegen hinterherzufahren und mir einiges abzuschauen."
 
Während der prominente Gast also seinem Auftritt in der ADAC TCR Germany entgegenfiebert, steigt auch die Anspannung bei den Meisterschaftsanwärtern. Allen voran Tabellenführer Dominik Fugel (23, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen) geht mit großen Erwartungen in sein Heimrennen. "Das Ziel ist ganz klar: Wir wollen die Tabellenführung behaupten und wenn möglich sogar ausbauen", sagt der 23 Jahre alte Honda Civic TCR-Pilot, der ganz in der Nähe der Strecke zu Hause ist und während des Wochenendes im eigenen Bett übernachten wird: "Das ist natürlich immer schön, wenn ich Lust habe, kann ich morgens zur Strecke joggen."
 
Nach sechs der insgesamt 14 Rennen liegt Dominik Fugel mit 95 Punkten an der Spitze, Harald Proczyk (44, Österreich, HP Racing International) hat 91 Zähler auf dem Konto, Antti Buri (31, Finnland, Hyundai Team Engstler) folgt mit 88 Punkten auf dem dritten Rang vor Jan Seyffert (22, Stuttgart, HP Racing International), der 82 Zähler hat. Die Spitze liegt also eng zusammen - das Rennen um die "Halbzeitmeisterschaft" ist völlig offen.
 
Auch in der Honda Junior Challenge ist der Name Fugel ganz weit vorne zu finden. Marcel Fugel (19, Chemnitz, Honda ADAC Sachsen), der jüngere Bruder von Dominik, ist vor seinem Heimrennen Zweiter mit sechs Punkten Rückstand auf Tabellenführer René Kircher (20, Hünfeld, Volkswagen Team Oettinger). Nico Gruber (19, Österreich, Hyundai Team Engstler), der dominierende Fahrer des Auftaktwochenendes auf dem Lausitzring, belegt mit 18 Zählern Rückstand Rang drei. Der Sieger der Honda Junior Challenge erhält am Saisonende einen neuen Honda Civic als Prämie.
 
Dominik Fugel hat unterdessen viel Selbstvertrauen getankt: Beim ADAC TOTAL 24h Rennen auf dem Nürburgring triumphierte er mit seinem Team in der TCR-Wertung. "Das war ein großer Erfolg und eine tolle Veranstaltung für uns", sagte er: "Wenn man diese starke Konkurrenz schlägt und hinter sich lässt, gibt das mächtig Auftrieb." Mut macht zudem der starke Auftritt beim Saisonfinale der ADAC TCR Germany 2019, als der Chemnitzer das Samstagsrennen auf dem Sachsenring souverän gewann.
 
Ihm dicht auf den Fersen ist Harald Proczyk, der im Vorjahr in Sachsen die Plätze zwei und vier einfuhr und damals die Vizemeisterschaft perfekt machte. Antti Buri kommt ebenfalls immer besser in Schwung: Der Sieg im Sonntagsrennen auf dem Hockenheimring war sein erster in der Saison - und der erste seit dem Umstieg zum Hyundai i30 N TCR. "Ich bin zuversichtlich, was den weiteren Verlauf der Saison angeht", sagt Antti Buri: "In Hockenheim hat es gut geklappt, jetzt will ich am Sachsenring nachlegen