Mittwoch, 24. Juli 2019

Die IDM gastiert auf dem Schleizer Dreieck

PS-Spektakel im grünen Wohnzimmer von Julian Puffe


Julian Puffe kommt als Meisterschaftsführender zu seinem Heimrennen nach Schleiz
Foto: Jens Hawrda
Die Rennen auf dem Schleizer Dreieck  vom 26. bis 28. Juni 2019 zählen zu den Höhepunkten im Kalender der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM), veranstaltet von der Motor Presse Stuttgart. In diesem Jahr setzt Lokalmatador Julian Puffe (alpha Racing-Van Zon-BMW) dem Event das Sahnehäubchen auf. Der 22-jährige Schleizer mit der Nummer „19“ rollt als Gesamt-Führender in der IDM Superbike 1000 an den Start. Die Motorräder in der IDM-Königsklasse haben   über 200 PS und sind 300 km/h schnell. Ein abwechslungsreiches Programm auf und neben der Rennstrecke sorgt für eine weitere Neuauflage der Kultveranstaltung.
    
Der Herzschlag von Julian Puffe ist jetzt doch etwas lauter. Nachdem er am vergangenen Wochenende auf dem Nürburgring die Führung in der IDM Superbike 1000-Klasse zurückerobert hat, beobachten ihn die Fans bei seinem Heimrennen noch genauer. Wenn die Königsklasse am Wochenende auf der ältesten Naturrennstrecke Deutschlands fährt, kommen auch Familie, Sponsoren und Fans. Sogar Bruder Daniel, der selbst Rennfahrer war und jetzt in Österreich lebt, hat sich angemeldet. 

Julian Puffe führt die Superbike-Wertung vor seinem Teamkollegen und Titelverteidiger Ilya Mikhalchik an. Die beiden BMW-Piloten trennen 19 Punkte. Der Ukrainer war auf dem Nürburgring wegen eines technischen Defekts an der BMW S 1000 RR in Führung liegend ausgefallen. Kann er in Schleiz seinen Rückstand auf Puffe verkürzen? Der IDM-Dritte Erwan Nigon (Kawasaki Weber Motos Racing) fehlt in Thüringen. Der schnelle Franzose bestreitet das am gleichen Wochenende stattfindende Finale der Langstrecken-Weltmeisterschaft in Suzuka (J). Für Nigon ist  der WM-Titel mit einem französischen Team in greifbarer Nähe. In der IDM wird er auf dem Schleizer Dreieck durch den Österreicher Stefan Kerschbaumer ersetzt. 

Mit BMW, Honda, Kawasaki, Suzuki und Yamaha engagieren sich fünf Marken in der IDM-Königsklasse. Alle haben mindestens einen Fahrer in den Top 7 der Gesamtwertung platziert. Alessandro Polita (HRP Honda) ist Fünfter, Ricardo Brink (SWPN Yamaha) ist Sechster und Toni Finsterbusch (Mayer Suzuki) Siebter. Das Starterfeld ist international hochkarätig besetzt. 
Tom Toparis bleibt Max Enderlein auf den Fersen
Foto: Jens Hawrda

In der IDM Supersport 600, der bewährten Aufsteigerklasse, hat Yamaha die Macht in den Top Ten, angeführt von Max Enderlein (Freudenberg WorldSSP Team). Der Hohenstein-Ernstthaler kann sich aber nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen. Der Australier Tom Toparis (Benro Racing) folgt dem Sachsen in der Zwischenwertung der Meisterschaft im Windschatten. Für Farbtupfer in der Yamaha-Armada sorgen einzig Gabriel Noderer und Christoph Beinlich (Kawasaki Weber Motos Racing). Sie belegen die Tabellenplätze fünf und zehn. Im Supersport-Feld sind die Fahrer der Superstock 600-Klasse integriert. Hier darf weniger an den Motorrädern verändert werden. Die Klassen werden getrennt gewertet. Um sie auf der Strecke optisch unterscheiden zu können, haben die IDM Supersport 600-Piloten weiße Startnummerntafeln mit blauen Zahlen. Die Superstock-Abteilung hat blaue Tafeln mit weißer Schrift.

Rick Dunnik (Yamaha), Angelo Licciardi (Kawasaki) und Colin Velthuizen (Nutec-RT Motorsport by SKM-Kawasaki) heißen die Spitzenfahrer in der IDM Supersport 300. Hier kämpft der Nachwuchs ab 13 Jahren um IDM-Punkte. David Kuban aus Tschechien schiebt als Gesamt-Vierter eine KTM in den Grid. Bester Deutscher ist derzeit auf dem fünften Platz Troy Beinlich (Kawasaki), der jüngere Bruder von Christoph Beinlich aus der 600er-Klasse. Sie kommen aus dem nur 40 Kilometer von Schleiz entfernten Pößneck.

In der IDM Sidecar gibt es ein Wiedersehen mit Tim Reeves/Mark Wilkes, Markus Schlosser/Marcel Fries, Bennie Streuer/Kevin Rousseau und Josef Sattler/Uwe Neubert. Das rein deutsche Duo wird auf der letzten Rille vollzählig in Schleiz anreisen. Weil Sattler beim WM-Lauf am vergangenen Wochenende in Oschersleben einen Motorschaden hatte und die Technik erneuert werden muss, kann er sich erst am Donnerstag mit frischen Motoren auf den Weg machen. An der IDM Sidecar nehmen in diesem Jahr zahlreiche Gespanne mit 600 Kubikzentimetern Hubraum aus der Weltmeisterschaft teil. 

In der IDM wird aber nach wie vor auch am Wettkampf zwischen den 1000 ccm-Gespannen festgehalten. Andreas Nussbaum/Manuel Hirschi liefern sich hier einen engen Kampf mit John Smits/Gunter Verbrugge und Mike Roscher/Anna Burkard.     

Gewürzt mit dem Suzuki GSX-R 1000-Cup, dem Twin Cup sowie dem BMW Motorrad BoxerCup ist das Programm auf dem Schleizer Dreieck eine schmackhafte Mischung. Den Zuschauern werden öffentliche Siegerehrungen und Autogrammstunden im Fahrerlager geboten. Honda lädt Fans und solche, die es werden wollen, zu Probefahrten mit Motorrädern aus der aktuellen Modellpalette ein. Und auf der Race-Party kann abends richtig abgerockt werden.

Montag, 22. Juli 2019

Doppeltes Punkteresultat für den Aston Martin Vantage DTM in Assen

  • Auftakt in die zweite Saisonhälfte: Daniel Juncadella und Paul Di Resta fahren auf dem TT Circuit Assen auf die Plätze sieben und acht
  • Daniel Juncadella: „Vielen Dank an mein Team für die harte Arbeit. Sie haben das Auto nach dem Defekt gestern super schnell repariert und dieses Ergebnis absolut verdient.“
  • Paul Di Resta: „Es war ein gutes Rennen, hätte aber noch viel besser sein können.“
  • Dr. Florian Kamelger: „Eine sehr gute Mannschaftsleistung mit der passenden Reifenstrategie. Assen hat gezeigt, dass wir mit einer guten Strategie auch bei trockenen Bedingungen achtbare Ergebnisse erzielen können.“

R-Motorsport eröffnete am Sonntag auf dem TT Circuit Assen die zweite Hälfte in seiner DTM-Debütsaison mit einer doppelten Punkteankunft.

Nach dem verregneten Samstagsrennen präsentierte sich die Strecke am Sonntagnachmittag in Topverfassung. So konnte der zehnte von achtzehn Saisonläufen bei trockenen Bedingungen über die Bühne gehen.
Daniel Juncadella holt Platz 7 für Aston Martin am Sonntag in Assen
Foto: Jens Hawrda
Daniel Juncadella (28, Spanien) hatte im ersten Rennen am Samstag noch Pech und fiel mit einem technischen Defekt aus. Am Sonntag zeigte der Spanier eine starke Leistung und lag schon früh auf seinem langen ersten Stint innerhalb der Punkteränge. Nach seinem Boxenstopp in Runde 22 arbeitete er sich immer weiter nach vorne und kämpfte zwischenzeitlich sogar um den fünften Rang. Am Ende belegte er Platz sieben.
Platz 8 für Paul Di Resta in Assen
Foto: Jens Hawrda
Paul Di Resta (33, Großbritannien), der am Samstag bei schwierigen Bedingungen die drittschnellste Rennrunde gefahren war, setzte seine starke Vorstellung an diesem Wochenende auch im zweiten Lauf fort. Di Resta kam nach 21 Umläufen zu seinem Pflichtstopp an die Box und verbesserte sich danach in der Schlussphase Stück für Stück bis in die Punkteränge. Der DTM-Champion des Jahres 2010 überquerte die Ziellinie direkt hinter Daniel Juncadella auf Rang acht.

Ferdinand von Habsburg (22, Österreich) legte seinen Pflichtboxenstopp in Runde 20 ein und beendete das Rennen auf Position zwölf. Für Jake Dennis (24, Großbritannien) war der zehnte Saisonlauf leider schon kurz nach der Rennmitte beendet. Der Brite musste sein Fahrzeug mit einem technischen Defekt in der Box abstellen.

Das sechste Rennwochenende in der Debütsaison des Teams führt R-Motorsport am 10. und 11. August zum Heimrennen von Aston Martin auf die britische Traditionsstrecke in Brands Hatch.

Sonntag, 21. Juli 2019

Marco Wittmann (BMW) zeigt in Assen grandiose Aufholjagd vom letzten auf den zweiten Platz

Marco Wittmann fährt vom letzten Platz auf Platz zwei
Foto: Jens Hawrda
Im zehnten DTM-Rennen des Jahres in Assen (NED) hat Marco Wittmann (GER) im Schaeffler BMW M4 DTM eine beeindruckende Aufholjagd gezeigt und sich vom 18. Startplatz auf die zweite Position vorgearbeitet. Nach seinem Sieg am Samstag bei nassen Bedingungen war der BMW Team RMG Fahrer auch im Trockenen am Sonntag der bestplatzierte BMW Pilot im Feld. Der Sieg ging an Audi-Pilot Mike Rockenfeller (GER).

Wittmanns BMW Fahrerkollegen blieben auf dem „TT Circuit“ ohne Punkte. Philipp Eng (AUT, ZF BMW M4 DTM), Timo Glock (GER, JiVS BMW M4 DTM) und Sheldon van der Linde (RSA, Shell BMW M4 DTM) mussten sich mit den Positionen 13, 14 und 15 begnügen. Joel Eriksson (SWE, CATL BMW M4 DTM) und Bruno Spengler (CAN, BMW Bank M4 DTM) schieden vorzeitig aus.

Im Vordergrund stand bei allen Piloten das Reifenmanagement. Wittmann gelang es, mit nur einem Stopp ins Ziel zu kommen und so seine sensationelle Aufholjagd vom Ende des Feldes mit einem Podiumsplatz zu krönen. In der Fahrerwertung belegt er mit nun 118 Punkten Rang drei. Der Rückstand auf den Führenden René Rast (GER, Audi) beträgt 40 Zähler. Bei den Herstellern hat BMW nun 406 Punkte auf dem Konto.

Mike Rockenfeller gewinnt Reifenschlacht in Assen

  • Reifenkrimi entscheidet Sonntagsrennen
  • René Rast nach zweitem Boxenstopp und Aufholjagd noch Fünfter
  • Sieben der acht Audi RS 5 DTM unter den besten zehn
Mike Rockenfeller
Foto: Jens Hawrda

Spektakuläre DTM-Premiere im niederländischen Assen: Nach der Regenschlacht am Samstag erlebten die Zuschauer auf dem berühmten TT Circuit am Sonntag auf trockener Strecke einen irren Reifenkrimi, den Mike Rockenfeller vom Audi Sport Team Phoenix für sich entschied. Mit Nico Müller auf Platz drei gelang Audi wie am Vortag ein Doppelpodium. Tabellenführer René Rast kam in seinem 50. DTM-Rennen trotz eines zweiten Boxenstopps noch auf Platz fünf ins Ziel.

Mit fünf Audi RS 5 DTM auf den besten fünf Startplätzen hatte Audi für das erste Rennen der zweiten Saisonhälfte eine perfekte Ausgangsposition. Allerdings hatte sich schon im Freien Training am Freitag abgezeichnet, dass die Reifen in Assen auf trockener Strecke extremen Belastungen ausgesetzt sind. „Heute ging es darum, schnell zu fahren und gleichzeitig die Reifen zu schonen“, sagte Mike Rockenfeller nach seinem ersten DTM-Sieg seit Zandvoort 2017. „Es war schwierig zu fühlen, was die Reifen machen. Im zweiten Stint konnte ich sie gut managen und attackieren, aber es war alles andere als einfach. Danke an mein Team! Heute war ein perfekter Tag: Im Qualifying und im Rennen lief alles super. So kann man in der DTM gewinnen.“

Von Startplatz drei aus ins Rennen gegangen, lag Rockenfeller nach dem Start zunächst hinter dem Trainingsschnellsten René Rast vom Audi Sport Team Rosberg auf Platz zwei. Der DTM-Spitzenreiter hatte zeitweise einen komfortablen Vorsprung, musste dann aber als Führender ein zweites Mal zum Reifenwechsel an die Box kommen. „Ich dachte, ich hätte alles unter Kontrolle, aber plötzlich gingen die Reifen komplett in den Keller“, sagte Rast, der durch den zweiten Stopp auf Platz 13 zurückfiel. Mit einer spektakulären Aufholjagd und Rundenzeiten, die teilweise bis zu fünf Sekunden schneller waren als die seiner Gegner, kämpfte er sich in den letzten neun Runden noch auf Platz fünf nach vorn. 

Nico Müller vom Audi Sport Team Abt Sportsline sicherte sich den dritten Platz. Der Schweizer verlor bei seinem Boxenstopp durch ein Problem am Schlagschrauber viel Zeit und musste am Ende wegen eines sich anbahnenden Reifenschadens im Kampf um Platz zwei das Tempo drosseln. „Ein Hinterreifen verlor bereits Luft, sonst hätte ich Marco (Wittmann) noch attackieren können“, sagte Müller. „Ich habe am Anfang hinter den anderen Autos meine Reifen etwas überstrapaziert. Deshalb bin ich früher an die Box gekommen und hatte einen langen zweiten Stint vor mir. Es war extrem schwierig, die Reifen am Leben zu halten. Am Ende wurde es richtig eng. Mit zwei Podiums an diesem Wochenende bin ich sehr zufrieden.“

Jonathan Aberdein gelang mit Platz vier das bisher beste DTM-Ergebnis des Kundenteams WRT Team Audi Sport. Mit Robin Frijns, Jamie Green und Pietro Fittipaldi auf den Plätzen sechs, neun und zehn kamen sieben der acht Audi RS 5 DTM in die Punkteränge. Nur Loïc Duval verpasste als Elfter knapp einen Punkt. Der Franzose wechselte wie Rast zweimal die Reifen.

„In diesem Rennen ist unglaublich viel passiert“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „René war sehr schnell, hat dann aber irgendwie seine Reifen überstrapaziert. Ein fünfter Platz ist bei zwei Boxenstopps trotzdem noch ein sehr gutes Ergebnis. Ich freue mich sehr für Mike und Nico, der am Ende auch noch einen Reifenschaden hatte. Es war ein fantastisches Rennen vor einer tollen Kulisse. Ich glaube, die Fans haben heute ein richtiges Spektakel gesehen. Wir kommen auf jeden Fall sehr gerne wieder zurück nach Assen – nicht nur wegen des starken Ergebnisses heute.“

Audi holte am Sonntag 68 von 88 möglichen Punkten und vergrößerte seinen Vorsprung in der Herstellerwertung auf BMW auf 170 Punkte. In der Fahrerwertung führt René Rast mit 158 Punkten vor Nico Müller (136) und Marco Wittmann (118), der am Sonntag als einziger BMW-Pilot Punkte holte. In der Teamwertung liegt das Audi Sport Team Rosberg weiter vor dem Audi Sport Team Abt Sportsline an der Tabellenspitze.

Weiter geht es in der DTM am 10. und 11. August in Brands Hatch. Der Traditionskurs vor den Toren Londons gilt als anspruchsvollste Rennstrecke des Jahres, auf die sich alle Audi-Piloten schon jetzt freuen.

Julian Puffe erobert die Superbike-Spitze zurück, aber Ilya Mikhalchik bleibt dran

Mehr als 124.000 Zuschauer feierten die IDM Superbike 1000 am Wochenende im Rahmen des ADAC Truck-Grand-Prix auf dem Nürburgring. Deutschlands höchste Klasse im Motorradstraßenrennsport revanchierte sich mit einzigartigen Positionskämpfen in beiden Wertungsläufen und einem neuen Spitzenreiter in der Gesamtwertung. 

Beim ersten Rennen standen die Fahrer von drei verschiedenen Marken auf dem Siegerpodest: BMW, Kawasaki, Yamaha. Ilya Mikhalchik und Polesetter Julian Puffe (beide alpha Racing-Van Zon-BMW) hatten sich an der Spitze abgesetzt. Der 23-jährige Schleizer übernahm zunächst die Führungsarbeit. Als ihm in der Kurzanbindung des Nürburgrings das Vorderrad leicht einklappte, zog der IDM-Titelverteidiger aus der Ukraine an Puffe vorbei. 

Das brisante Duell – Mikhalchik und Puffe trennte vor dem Rennen ein einziger Punkt in der Gesamtwertung – endete vorzeitig in der 16. Runde. Mikhalchik rollte aus: technischer Defekt an der S 1000 RR. Er musste zusehen wie Puffe siegte, die Meisterschaftsführung übernahm und einen 24-Punkte-Vorsprung errang.

Erwan Nigon (Kawasaki Weber-Motos Racing) fuhr dahinter ein einsames Rennen, hatte eine große Lücke nach vorn und viel Luft nach hinten. Es war der vierte Podiumserfolg für die Grünen in diesem Jahr. Dritter wurde Marc Moser (MGM Racing Performance, Yamaha). Der 25-Jährige hatte zum Saisonbeginn Podestplätze angekündigt, war aber bisher vom Pech verfolgt. Dass ihn der dritte Platz gleichzeitig in die Top Ten der IDM Superbike 1000 brachte, fühlte sich für ihn an wie ein Befreiungsschlag. Moser hatte im spannendsten Fight des Laufes gesteckt, in dem sich desweiteren Alex Polita (Holzhauer Racing Promotion, Honda), Jan Mohr (BCC Racing Team, BMW) und Toni Finsterbusch (Suzuki Mayer) beharkt hatten. Keine Runde kam ohne Positionswechsel aus.

Im Sonntagsrennen schlug Ilya Mikhalchik zurück. Er siegte vor seinem Teamkollegen Julian Puffe. Der Ukrainer verkürzte damit den Rückstand zum Deutschen auf 19 Punkte. Der 22-Jährige ließ sich in der Auslaufrunde von seinen Kontrahenten und den Fans ausgelassen feiern. Mikhalchik tanzte den Hopak, einen ukrainischen Volkstanz. Der dritte Mann auf dem Podium war mit Erwan Nigon kein Unbekannter. Der Franzose verteidigte damit seinen dritten Platz in der Tabellenwertung.

Vierter wurde Alessandro Polita (HRP Honda). Auf Position fünf sah Marc Moser die schwarz-weiß-karierte Flagge. Der Yamaha-Fahrer musste eine Aufholjagd starten. Zu Beginn des Rennens waren vor ihm zwei Fahrer gestürzt, Moser musste in einem großen Bogen ausweichen, was ihn bis auf die drittletzte Position zurückwarf.

Der Auftritt der IDM Superbike 1000 gehörte zu den Highlights im Rahmen des 34. Internationalen ADAC Truck-Grand-Prix. Die Motor Presse Stuttgart als IDM-Veranstalter und die Truck-GP-Organisation feierten eine gelungene Premiere. „Es hat alles reibungslos geklappt. Die Strecke wurde für unsere Fahrer mit größtem Aufwand immer hervorragend präpariert. Alle Bedenken, die im Vorfeld hinsichtlich der Befahrung des Rings durch die Renn-Trucks geäußert wurden, haben sich zerstreut. Die Superbiker haben sich für eine Wiederholung der Kooperation ausgesprochen, falls die Möglichkeit besteht“, sagt IDM-Serienmanager Normann Broy.

Bereits am nächsten Wochenende (26. bis 28. Juli 2019) gastiert die IDM auf dem Schleizer Dreieck, dann wieder mit allen Prädikatsklassen und drei Cups im Rahmenprogramm.