Mittwoch, 22. Mai 2019

René Rast siegt auch in Zolder

  • Audi-Pilot erster Fahrer mit zwei Siegen in der neuen Turbo-Ära der DTM
  • Mechaniker arbeiteten bis in die frühen Morgenstunden
  • Auch Teamkollege Jamie Green auf dem Podium
Renè Rast siegt wieder am Sonntag
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel 

René Rast ist der erste Fahrer, dem in der neuen Turbo-Ära der DTM zwei Siege gelungen sind. Beim DTM-Comeback im belgischen Zolder gewann der Audi-Pilot souverän das Sonntagsrennen. Teamkollege Jamie Green machte den Triumph des Audi Sport Team Rosberg mit seinem dritten Platz perfekt. Mike Rockenfeller vom Audi Sport Team Phoenix wurde Vierter.

Für Rast war es der insgesamt zwölfte Triumph in der DTM, der achte in den letzten zehn Rennen und ein ganz besonderer. Nach seinem Ausfall am Samstag infolge eines beschädigten Ladeluftkühlers wechselte seine Mannschaft über Nacht vorsorglich den Motor seines Audi RS 5 DTM. „Die Jungs haben bis in die frühen Morgenstunden gearbeitet“, sagte Rast. „Trotzdem war mein Auto im Qualifying am Sonntag gleich wieder perfekt. Ein ganz großes Danke an die Jungs von meinem Team Rosberg und Audi Sport, die das Auto praktisch neu aufgebaut haben.“

Nur um sechs Tausendstelsekunden verpasste Rast die Pole-Position. Im Rennen setzte er den Trainingsschnellsten Sheldon van der Linde im BMW von Anfang an unter Druck und überholte den Südafrikaner in der elften von 39 Runden. Trotz einer Safety-Car-Phase, die seinen Vorsprung kurzfristig schrumpfen ließ, überquerte der Audi-Pilot die Ziellinie am Ende mit einem deutlichen Vorsprung von fast zehn Sekunden auf Philipp Eng (BMW). „Das war wieder ein unglaublicher Sieg“, sagte Rast. „Der neue Audi RS 5 DTM ist ein großartiges Rennauto.“

Hinter Rast tobte im Sonntagsrennen ein knallharter Kampf um die weiteren Podiumsplätze. Dabei gelang es seinem Teamkollegen Jamie Green, in der letzten Runde Sheldon van der Linde von Platz drei zu verdrängen. „Das ist mein erstes Podium in der DTM seit mehr als einem Jahr“, sagte der Brite. „Von Startplatz neun war das eine sehr angenehme Überraschung. Es war ein großartiges Rennen, das sehr viel Spaß gemacht hat.“

Green nutzte die Safety-Car-Phase für einen zweiten Reifenwechsel. Mit den frischen Reifen kämpfte sich der Audi-Pilot in einer unterhaltsamen Schlussphase vom elften auf den dritten Platz nach vorn. Im Schlepptau hatte er dabei Mike Rockenfeller vom Audi Sport Team Phoenix, der erst spät die Reifen gewechselt hatte und seinen Reifenvorteil in den letzten Runden ebenfalls ausspielen konnte. Rockenfellers Teamkollege Loïc Duval war mit einer ähnlichen Strategie unterwegs, fiel bei einer Rangelei nach dem Restart aber aus den Punkterängen heraus.

Mit einer Enttäuschung endete der Sonntag für das Audi Sport Team Abt Sportsline. Robin Frijns kämpfte von Startplatz vier aus um ein Podiumsergebnis, ehe er kurz nach Halbzeit des Rennens nach einer Kollision aufgeben musste. Nico Müller beendete das Sonntagsrennen auf Platz acht.

Erneut Punkte holte Pietro Fittipaldi: Beim Heimspiel des Kundenteams WRT Team Audi Sport wurde der Brasilianer starker Neunter.

„Gestern schien das Überholen in Zolder unmöglich, heute haben wir jede Menge Überholmanöver und tollen Motorsport gesehen“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Es war ein unglaubliches Rennen mit einem extrem guten Ergebnis für Audi. Mein Dank gilt der ganzen Mannschaft, die auch an diesem Wochenende unermüdlich gearbeitet hat. Ohne sie wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen.“

IDM Superbike 1000: Julian Puffe gelingt erster Sieg am Lausitzring

Julian Puffe siegt am Lausitzring
Foto: Jens Hawrda
Im zweitem Lauf der IDM-Superbike kommt erstmals die ab diesem Jahr geltende Regel zur neuen Startaufstellung zum tragen, die aus derr Superbike WM übernommen wurde. Die Podiumsplatzierten starten aus der dritten Reihe. Vor ihnen stehen der Siebte, der Achte und der Neunte des vorangegangenen Rennes. Ganz vorn sind der Vierte, Fünfte und Sechste aus Lauf 1 positioniert. Konkret hieß das für den zweiten Lauf am Lausitzring: Ricardo Brink startete von der Pole Position, während sich Ilya Mikhalchik, Julian Puffe und Erwan Nigon in der dritten Startreihe anstellen mussten. 
Ricardo Brink vor Alessandro Polita
Foto: Jens Hawrda
Ricardo Brink gelingt ein Traumstart, hinter ihm kommen Toni Finsterbusch (Suzuki), Pepin Bijsterbosch (BMW), Nigon, Stefan Kerschbaumer (Yamaha), Puffe, Mikhalchik und Alessandro Polita (Honda) aus der ersten Runde. Aber schon nach der dritten Runde war Mikhalchik im Windschatten von Brink und in der sechsten Runde übernahm er die Führung. Dann das alte Bild, Mikhalchik setzte sich vom Feld ab, bis der 22-Jährige in der neunten Runde plötzlich langsamer wurde und mit Elektronikdefekt ausrollte. 

Auch Julian Puffe hatte sich zu diesem Zeitpunkt langsam nach vorn gefahren, „Es war schwieriger als sonst. Irgendwie bin ich am Anfang nicht gut vorbei gekommen. Wir haben noch ein bisschen Arbeit vor uns mit dem Motorrad. Auf den Geraden fahren mir die anderen weg.“, so Puffe nach dem Rennen.

Um den zweiten Platz kämpften bis zum Schluss Ricardo Brink und Erwan Nigon. Brink musste dann  aber wegen nachlassender Reifen Nigon ziehen lassen. „Ich habe ein Motorengeräusch hinter mir gehört, wusste aber nicht, wer es ist. Ich habe gepusht wie wild, konnte Nigon aber nicht hinter mir halten.“
Alessandro Polita holt für Honda Platz 5
Foto: Jens Hawrda
Am Ende plazierten sich alle fünf gestarteten Motorradmarken auf den ersten fünf Plätzen. Toni Finsterbusch brachte als Vierter die erste Suzuki in die Top-Five und Alessandro Polita als Fünfter die Honda Fireblad ins Ziel.

Dienstag, 21. Mai 2019

Formel E: Heimspiel für Audi Sport ABT Schaeffler in Berlin

  • Zehnter Saisonlauf auf dem ehemaligen Flugplatz Tempelhof in Berlin
  • Daniel Abt und Lucas di Grassi freuen sich auf Unterstützung der Fans
  • Das Erste überträgt am Samstag ab 13 Uhr live aus der Hauptstadt

Rücklick Formel-E 2018 Berlin: Daniel Abt u. Lucas di Grassi standen auf dem Podium
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel 

Die Formel E kommt nach Deutschland: Am Samstag (25. Mai) starten Daniel Abt, Lucas di Grassi & Co auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof in Berlin. Mit Unterstützung der heimischen Fans will Audi Sport ABT Schaeffler auf dem Podium feiern und sich damit in eine gute Position für den Endspurt des Titelkampfs bringen.

„Berlin kommt aus meiner Sicht genau zur richtigen Zeit. Nach dem Rückschlag in Monaco, wo wir trotz eines guten Rennens von Daniel und Lucas keine Punkte mitgenommen haben, ist das Heimspiel des Teams der perfekte Ort für eine Wiedergutmachung“, sagt Allan McNish. Ein Blick auf die Statistik untermauert die Aussage des Teamchefs: Erst an fünf Rennwochenenden in der bisherigen Formel-E-Geschichte ging das Team Audi Sport ABT Schaeffler komplett leer aus – und stets stand im folgenden Rennen mindestens einer der beiden Piloten auf dem Podium. Allan McNish: „Die gute Nachricht ist: Noch immer ist in der Meisterschaft alles offen. Mit einem starken Ergebnis in Berlin wollen wir den Titelkampf vor den dann verbleibenden drei Rennen wie im vergangenen Jahr so richtig spannend machen.“

Schauplatz des zehnten Saisonlaufs ist der 2,377 Kilometer lange Kurs auf dem 2008 stillgelegten Flughafen Tempelhof im Süden der Stadt. Tempelhof war 1948 und 1949 Start- und Landepunkt der internationalen Luftbrücke, über die die Alliierten die eingeschlossenen West-Berliner mit Lebensmitteln und Gütern versorgten.

Im Vorjahr erlebten die Fans hier ein Traumwochenende des deutschen Teams: Daniel Abt holte zuerst die Pole-Position, gewann dann das Rennen souverän vor Lucas di Grassi und holte dabei auch noch die schnellste Rennrunde. Diese maximale Ausbeute einer Fahrerpaarung ist bisher in der Formel-E-Geschichte einmalig. Seit Gründung der Serie 2014 startete die Formel E bis jetzt fünfmal in Berlin, davon viermal in Tempelhof und einmal am Alexanderplatz. Dabei holten Daniel Abt und Lucas di Grassi insgesamt fünf Podiumsplätze.

„Berlin ist für mich wie ein Pokalspiel während der Bundesligasaison: Das Rennen hat eine ganz besondere Bedeutung und seine ganz eigenen Gesetze. Ich fühle mich einfach wohl in der Stadt und in Tempelhof, die Unterstützung der vielen Fans gibt mir schon einen Boost, bevor wir das erste Mal auf die Strecke gehen“, sagt Daniel Abt. „Die ganzen positiven Gedanken aus der vergangenen Saison sind noch immer präsent. Natürlich fangen wir am Freitag wieder alle bei null an, aber trotzdem: Wir wissen, wie man in Berlin Pokale holt und gewinnt.“

Eine besondere Herausforderung in Berlin ist in diesem Jahr der ungewöhnliche Zeitplan: Weil das Rennen schon am Samstag um 13 Uhr startet, werden die beiden freien Trainingssitzungen bereits am Freitag ausgetragen, und der Renntag beginnt am frühen Morgen direkt mit dem Zeittraining. Wegen der noch schmutzigen Strecke ohne vorherige Trainings oder Rahmenprogramm könnte das einen zusätzlichen Nachteil für die ersten Qualifying-Gruppen bedeuten, in denen auch Lucas di Grassi (Gruppe 1) und Daniel Abt (Gruppe 2) starten.

„Dass die Top Fünf der Meisterschaft im Qualifying immer zuerst auf die Strecke müssen, ist natürlich hart, sorgt aber für eine durchgemischte Startaufstellung und damit für spannende Rennen“, sagt Lucas di Grassi. In den bisherigen neun Saisonrennen gab es acht verschiedene Sieger. „Berlin ist für uns alle einer der Höhepunkte im Jahr: Wir haben tolle Erinnerungen an den Doppelsieg im letzten Jahr und freuen uns auf die Unterstützung von vielen Freunden und Partnern. Sportlich bin ich zuversichtlich: Wir haben die Performance, um Rennen zu gewinnen. Ein gutes Qualifying, ein sauberes Rennen – und wir sind vorn dabei.“

Vor dem zehnten von insgesamt 13 Rennen liegt di Grassi mit 17 Punkten Rückstand auf dem fünften Tabellenplatz, Teamkollege Daniel Abt folgt elf Zähler dahinter auf Platz neun. Neben dem Werksteam Audi Sport ABT Schaeffler ist auch das Kundenteam Envision Virgin Racing mit Sam Bird und Robin Frijns mit dem von Audi und Technologiepartner Schaeffler entwickelten e-tron FE05 unterwegs. Die britische Mannschaft liegt in der Teamwertung auf dem zweiten Platz.

BMW Motorrad BoxerCup: Erfolgreiches Debüt auf dem Lausitzring

Foto: BMW-Motorsport
Der von Wilbers beworbene neue BMW Motorrad BoxerCup gab sein erfolgreiches Debüt im Rahmenprogramm für das IDM-Wochenende auf dem Lausitzring (GER). Die Fahrer haben auf ihren identischen BoxerCup-Motorrädern im Training jede Hundertstelsekunde hart gekämpft. Dies setzte sich in den Qualifyings fort, während die Rennen einige spannende Kämpfe um die Position beinhalteten. Die beiden Teamfahrer von Wunderlich Motorsport waren in unschlagbarer Form. Chris Höfer (GER) sicherte sich in der Lausitz einige Siege. Teamkollege Nate Kern (USA) wurde in beiden Rennen Zweiter. Der dritte Podiumsplatz in beiden Rennen ging an Marvin Jürgens (GER / Team Motorsport Burgdorf). Die nächste Runde der BMW Motorrad BoxerCup findet in fünf Wochen (21 st bis 23 rd Juni) in Zolder, Belgien.

Montag, 20. Mai 2019

René Rast holt sich in Zolder wieder den Sieg am Sonntag

  • Nach starkem Duell zwischen Youngster und Champion: Rast setzt sich durch
  • Starker Eng übernimmt dank Platz zwei die Führung in der Gesamtwertung
  • Rookie mit Ellbogen: van der Linde auf Pole und beinahe auf Podest – Rang fünf
Renè Rast siegt wieder am Sonntag
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel 

Pech am Samstag, Sieg am Sonntag – für René Rast (GER, Audi) hat sich in den Saisonläufen drei und vier der DTM in Zolder die Geschichte das Auftaktes vor zwei Wochen wiederholt. Nachdem der 2017er-Champion am Samstag mit technischen Problemen frühzeitig aufgeben musste, sicherte er sich am Sonntag mit kluger Taktik und kämpferischer Fahrt den Sieg. Und der wurde definitiv nicht auf dem Silbertablett serviert: Rast sicherte sich seinen zweiten Saisonsieg nach einem sehenswerten Duell mit Aufsteiger und Pole-Sitter Sheldon van der Linde (RSA, BMW). Noch bevor die Topfahrer zum Pflichtstopp an die Box kamen, setzte Rast in Runde zehn das entscheidende Manöver, zwängte sich an den perfekt gestarteten und führenden van der Linde vorbei. Rast zog in der Folge auch nach dem Einsatz des Safety-Cars dem Feld davon und siegte souverän. Rang zwei ging an Philipp Eng (AUT, BMW), Rang drei an Rasts Rosberg-Teamkollegen Jamie Green (GBR, Audi).

Action-Helden des Tages: Philipp Eng, Sheldon van der Linde, Jake Dennis

Einen weiteren starken Tag erwischte Eng. Von Rang drei aus gestartet fiel der Sieger des Vortages zunächst auf die fünfte Position zurück. Nicht, ohne sich mit einer starken Leistung auf Rang zwei zurück zu kämpfen. Eng kämpfte sich unter anderem an Robin Frijns (NED, Audi) und seinen BMW-Markenkollegen van der Linde vorbei. Van der Linde, der das Rennen im ersten Drittel angeführt hatte, kam gegen Rennende mit abbauenden Reifen stark unter Druck – Rang fünf. Ebenfalls stark: Jake Dennis (GBR, Aston Martin). Der Youngster erkämpfte sich in der Schlussphase des Rennens Rang sechs – unter anderem mit einem starken Manöver gegen die DTM-Champions Marco Wittmann (GER, BMW) und Bruno Spengler (CAN, BMW).

Mehr Action liefert die DTM vom 07. bis zum 09. Juni in Misano (Italien). Dann auch mit Moto-GP-Star Andrea Dovizioso (ITA), der als Gaststarter mit Audi antritt.

Podium vom Sonntag: Philipp Eng, René Rast, Jamie Green
Copyright: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel 

Stimmen nach dem Rennen: 

René Rast, Sieger
„Wahnsinn, was das Auto heute wieder zu leisten imstande war. Meine Jungs haben eine starkte Leistung gebracht, das Auto nach den Beschädigungen gestern wieder tip-top hinzustellen. Ihnen danke ich ganz besonders. Manchmal hat man einen Flow, dann geht einfach alles.“

Philipp Eng, 2. Platz
„Was für ein super Wochenende! Platz eins, Platz zwei und die Führung in der Meisterschaft – daran könnte ich mich gewöhnen, ganz besonders nach dem Lehrjahr 2018. Zu Beginn wollte zu viel. In der ersten Runde habe ich zu spät gebremst, als ich Sheldon van der Linde außen überholen wollte. Dabei sind drei durchgeschlüpft. Doch mit einer guten Strategie haben wir uns wieder zurück auf das Podium gekämpft.“

Jamie Green, 3. Platz
„Das war eine lange Zeit ohne DTM-Podium für mich. Ich bin froh, nach einem ganzen Jahr ohne Top-3-Resultat wieder vorn dabei zu sein. Für mich war es das erste Mal in Zolder, ich hatte mich auf ein schwieriges Wochenende vorbereitet. Umso besser, wieder auf dem Podium zu sein. Die Strecke ist eng und sehr technisch. Ich bin heute das Risiko eingegangen, während der Safety-Car-Phase einen zusätzlichen Stopp einzulegen – das hat sich wegen der frischeren Reifen ausgezahlt.“