Montag, 29. April 2019

Formel E in Paris: Audi-Piloten trotzen Aprilwetter

  • Daniel Abt holt bei Hagel und Regen zweites Podium der Saison
  • Audi Sport ABT Schaeffler erfolgreichstes Team des Tages
  • Robin Frijns feiert ersten Sieg und übernimmt Tabellenführung

Robin Frijns siegt in Paris und übernimmt die Meisterschaftsführung
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
Das Team Audi Sport ABT Schaeffler hat weiter gute Chancen auf den Gewinn beider Titel in der Formel E. Beim spektakulären E-Prix in der französischen Hauptstadt Paris belegten Daniel Abt und Lucas di Grassi die Plätze drei und vier. Robin Frijns feierte mit dem Audi e-tron FE05 des Audi-Kundenteams Envision Virgin Racing seinen ersten Sieg in der Elektrorennserie.

Acht Rennen, acht verschiedene Sieger: Die ABB-FIA-Formel-E-Meisterschaft bleibt unberechenbar und spektakulär. In Paris sorgte launisches Aprilwetter für zusätzliche Dramatik im spannenden Titelkampf. Sonne, Regen und sogar Hagel wechselten sich während des Rennens auf dem engen Stadtkurs rund um den berühmten Invalidendom ab. Daniel Abt und Lucas di Grassi behielten bei den extrem schwierigen Bedingungen einen kühlen Kopf. Von den Startplätzen sieben und acht fuhren sie auf die Plätze drei und vier nach vorn. 

Dritter Platz für Daniel Abt in Paris
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel
„Das war ein unglaubliches Rennen“, sagte Daniel Abt nach seinem zweiten Podium der Saison. „Nach einem starken Anfang mit tollen Kämpfen hatte ich das Gefühl, heute gewinnen zu können. Doch dann kam der Schauer und ab da war es nur noch verrückt. Ich konnte durch mein Visier fast nichts mehr sehen. Das Auto schwamm auf und ich hatte null Grip. Da habe ich mir gesagt: Mach nichts Dummes, bring das Auto einfach ins Ziel. Das ist ein wichtiges Podium, wir brauchen diese Punkte.“

Auch Teamkollege Lucas di Grassi äußerte sich zufrieden: „Es war ein gutes Rennen vom achten auf den vierten Platz. Die Bedingungen waren extrem schwierig, aber wir haben viele Punkte geholt. Ich bin nun Vierter in der Meisterschaft. Wir holen weiter auf. Danke an Audi und das ganze Team für den tollen Job heute. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Rennen in Monaco.“

Lucas di Grassi behauptet nach dem achten der 13 Saisonrennen mit nur elf Punkten Rückstand punktgleich mit dem Drittplatzierten António Félix da Costa (BMW) den vierten Tabellenrang. Daniel Abt liegt nur elf Punkte dahinter auf Position acht. In der Teamwertung holte Audi Sport ABT Schaeffler in Paris die meisten Punkte.

„Mit dem fantastischen zweiten Podium für Daniel und Lucas direkt dahinter auf Platz vier haben wir heute viele Punkte geholt und sind in beiden Meisterschaften weiter voll im Titelkampf“, sagte Teamchef Allan McNish. „Ich bin mit beiden Fahrern und dem Team sehr zufrieden.“

Neuer Spitzenreiter der Fahrerwertung ist Robin Frijns, der in Paris seinen ersten Sieg in der Formel E feierte. Für den Audi e-tron FE05 war es bereits der dritte Erfolg in der Elektrorennserie.

„Das war ein sehr gutes Ergebnis in einem extrem aufregenden Rennen“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Es gab so viel Action auf der Strecke mit dem wechselhaften Wetter, mehreren Gelbphasen und dem Safety-Car. Unsere Fahrer sind cool geblieben und haben keine Fehler gemacht. Darauf kommt es unter solchen Bedingungen an. Das Werksteam hat mit den Plätzen drei und vier eine starke Leistung gezeigt. Ich freue mich aber auch sehr für Robin Frijns, der mit einem weiteren Audi seinen ersten Formel-E-Sieg geholt hat. Das ist fantastisch. Bisher hat es acht verschiedene Sieger gegeben, aber drei davon fuhren einen Audi.“

Sonntag, 28. April 2019

Doppelsieg für KTM im Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany in Oschersleben

  • Laura Kraihamer und Reinhard Kofler triumphieren für das Team True Racing
  • Zweiter KTM X-Bow GT4 und Porsche Cayman GT4 komplettieren das Podium
  • Jan Kasperlik in Trophy-Wertung weiter ungeschlagen 

Reinhard Kofler und Laura Kraihamer (KTM X-Bow) siegen in Oschersleben
Foto: ADAC-Motorsport
Laura Kraihamer (AUT) und Reinhard Kofler (AUT, beide True Racing) gewinnen das zweite Rennen der ADAC GT4 Germany in der Motorsport Arena Oschersleben. Durch den zweiten Platz von Mads Siljehaug (NOR) und Eike Angermayr (AUT, beide Reiter Engineering) konnte der österreichische Hersteller KTM sogar einen Doppelsieg verbuchen. Das Podium komplettierten Jan Kasperlik (Huglfing) und Lars Kern (Weissach, beide Team Allied-Racing) im Porsche Cayman GT4. "Ich habe das Ganze noch nicht realisiert und bin regelrecht überwältigt. Das Ergebnis ist einfach absolute Spitze", konnte Kraihamer den Sieg kaum fassen.

Zu Rennbeginn machte zunächst Porsche-Pilot Lars Kern die Pace an der Spitze des Feldes. Mit starken Rundenzeiten setzte er sich kontinuierlich von den beiden BMW M4 GT4 von Thomas Jäger (AUT, Hofor Racing by Bonk Motorsport) und Gabriele Piana (ITA, RN Vision STS Racing Team) ab. Hinter dem Porsche von Hendrik Still (Schalkenbach, KÜS Team75 Bernhard) belegte Kofler im KTM X-Bow GT4 zunächst Rang fünf. Nach gut einer Viertelstunde im Rennen begann der Österreicher jedoch, sich nach und nach die vor ihm fahrenden Konkurrenten zu schnappen.

"Um das Risiko zu minimieren, habe ich mich langsam durch das Feld gekämpft und jedes Überholmanöver bedacht durchgezogen. Als ich den Führenden dann überholt hatte, wollte ich einfach nur noch weg von ihm fahren", beschrieb Kofler. Dieses Vorhaben gelang. Bis zum Boxenstopp hatte der KTM-Pilot einen Vorsprung von über zehn Sekunden herausgefahren. Somit musste seine Landsfrau Kraihamer das Rennen an der Spitze nur noch kontrollieren, um zu einem sicheren Sieg zu fahren.

Für die am Ende zweitplatzierten Markengefährten Mads Siljehaug und Eike Angermayr sah es zunächst nach einem enttäuschenden Sonntag aus. Angermayr, der aus der zweiten Reihe losfuhr, verlor schon beim Start einige Positionen. In seinem Stint rutschte er sogar bis auf Position zehn ab. "Ich habe zunächst den Start verschlafen und bin dann nie wirklich in meinen Rhythmus gekommen. Mit meiner Leistung kann ich heute nicht zufrieden sein", gab sich Angermayr selbstkritisch. Dass es für das Duo am Ende doch zu Platz zwei reichte, lag an einer starken Performance von Teamkollege Siljehaug. "Ich habe das Auto sehr früh während des Boxenstopp-Fensters übernommen und dann einfach Vollgas gegeben. Der KTM funktioniert in Oschersleben sehr gut", freute sich der Norweger. Für Angermayr bedeutete das Ergebnis gleichzeitig den Sieg in der Junior-Wertung.

Mit Rang drei gab sich Porsche-Pilot Kasperlik absolut zufrieden. "Gegen die KTM hatten wir heute keine Chance. Wir haben sie vorne ziehen lassen und das Rennen sauber zu Ende gefahren", erklärte Kasperlik, der damit auch den zweiten Sieg in der Trophy-Wertung erzielte. Die beiden BMW von Thomas Jäger und Michael Schrey (Wallenhorst) sowie Claudia Hürtgen (Aachen) und Michael Fischer (AUT, alle Hofor Racing by Bonk Motorsport) belegten die Plätze vier und fünf. Dahinter folgten die Mercedes-AMG GT4 von Hamza Owega (Köln) und Jusuf Owega (Köln, beide GetSpeed Performance) sowie Luca-Sandro Trefz (Wüstenrot) und Morgan Haber (AUS, beide Leipert Motorsprt). Jörg Viebahn (Engelskirchen) und Joonas Lappalainen (FIN, beide Propeak Performance) im Aston Martin Vantage GT4, Nico Rindlisbacher (CHE) und Patricija Stalidzane (München, beide racing one) im Audi R8 LMS GT4 und die Vortagessieger Marius Zug (Pfaffenhofen) und Gabriele Piana (ITA, beide Team RN Vision STS) im BMW M4 GT4 komplettierten die Top Zehn.

Porsche-Sieg durch Renauer und Preining im Sonntagsrennen

  • Porsche-Duo gewinnt in Oschersleben zweites Saisonrennen des ADAC GT Masters
  • Ricardo Feller und Dries Vanthoor holen im Audi Platz zwei
  • Lamborghini-Piloten Rolf Ineichen/Franck Perera werden Dritte 

R.Renauer (l.) und Th. Preining siegen am Sonntag in Oschersleben im Porsche
Foto: ADAC-Motorsport
Die Operation Titelverteidigung ist angelaufen: Vorjahreschampion Robert Renauer (34/Jedenhofen) und sein neuer Teamkollege Thomas Preining (20/A, beide Precote Herberth Motorsport) führen nach ihrem Sieg im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters-Auftakts in Oschersleben die Tabelle an. Die Porsche-Piloten gewannen das zweite von 14 Saisonrennen vor den Audi-Fahrern Ricardo Feller (18/CH) und Dries Vanthoor (21/B, beide Montaplast by Land-Motorsport) und Rolf Ineichen (40/CH) und Franck Perera (34/F, beide Orange1 by GRT Grasser) im Lamborghini Huracán GT3 Evo. "Definitiv ein sehr gutes Auftaktwochenende", so Sieger Renauer. "Viel besser hätte die Saison für uns nicht beginnen können."

Pole-Setter bleibt anfangs vorn
 

Den Grundstein für ihren Sieg legten Robert Renauer und Thomas Preining beim Start, als der aus der zweiten Reihe gestartete Preining an Porsche-Markenkollege Matteo Cairoli (22/I, Küs Team75 Bernhard) vorbeizog und Rang zwei übernahm. An der Spitze verteidigte dagegen Pole-Setter Mirko Bortolotti (29/I, Orange1 by GRT Grasser) mit seinem Lamborghini Huracán GT3 Evo die Führung. Der Italo-Renner und die beiden "Neunelfer" drehten danach in engem Abstand an der Spitze ihre Runden, ohne sich wirklich von den Verfolgern absetzen zu können. Als das Trio zur Rennmitte seine Pflichtboxenstopps absolvierte, lag es innerhalb von nur 0,6 Sekunden.

Boxenstopp-Phase wirbelt Spitzengruppe durcheinander

Während beim Fahrerwechsel von Thomas Preining zu Robert Renauer alles glatt lief und die Herberth-Fahrer die Führung übernahmen, gab es für die Konkurrenz Rückschläge. Leader Bortolotti musste wegen eines Schadens einen Reifen wechseln, sein Partner Christian Engelhart (32/Starnberg) wurde nach dem Fahrerwechsel aufgrund eines zu kurzen Boxenstopps mit einer Durchfahrtsstrafe belegt. Im Nachhinein stellte sich das vermeintliche Vergehen als Messfehler der Zeitnahme heraus. Da die Durchfahrtsstrafe zu dem Zeitpunkt bereits absolviert war, konnte die Strafe nicht mehr zurückgenommen werden. Matteo Cairolis Co-Pilot Adrien de Leener (29/B) musste beim Boxenstopp eine Fünf-Sekunden-Strafe absitzen, da der Italiener beim Start nicht die vorgeschriebene Startposition eingehalten hatte. Am Ende belegte das Duo Rang sieben.

An der Spitze kämpfte Renauer zu Beginn der zweiten Rennhälfte mit Audi-Fahrer Ricardo Feller, der von Dries Vanthoor übernommen hatte. In der Schlussphase setzte sich der Titelverteidiger jedoch leicht ab und sah mit 1,5 Sekunden Vorsprung als Erster die Ziellinie.

Hinter Feller, der sich den Sieg in der Pirelli-Junior-Wertung sicherte, und Vanthoor kamen Pirelli-Trophy-Wertungssieger Rolf Ineichen und Franck Perera als Dritte ins Ziel. Das Lamborghini-Duo profitierte von einem gut getimten Boxenstopp, bei dem sie drei Positionen gutmachten.

Platz vier ging nach Position zwei am Vortag an Patric Niederhauser (27/CH) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide HCB-Rutronik Racing) in einem weiteren Audi. Fünfte wurden die Lamborghini-Fahrer Michele Beretta (24/I) und Marco Mapelli (31/I, beide Orange1 by GRT Grasser) vor Nicolai Sylvest (21/DK) und Jens Klingmann (28/Trägerwilen, beide MRS GT-Racing), die sich in ihrem BMW M6 GT3 von Startplatz 14 um acht Ränge nach vorn kämpften.

Hinter de Leener/Cairoli kamen die Mercedes-Fahrer Indy Dontje (26/NL) und Maximilian Götz (33/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP) als Achte ins Ziel. Die Audi-Paarungen Elia Erhart (30/Röttenbach) und Pierre Kaffer (42/Schlieren, beide EFP by Tece) sowie Mike David Ortmann (19/Ahrensfelde) und Markus Winkelhock (38/Berglen, beide BWT Mücke Motorsport) vervollständigten die ersten zehn.

Stimmen der Sieger:

Robert Renauer (Precote Herberth Motorsport, Porsche 911 GT3 R):
"Nach den zwei freien Trainings hätte ich damit nicht gerechnet. In diesem Sinne vielen Dank an mein Team, vielen Dank an meinen Teamkollegen Thomas Preining, der sich super ins Team eingebracht und das ganze Wochenende über eine super Leistung gebracht hat. Jetzt müssen wir natürlich weiterarbeiten. Most lag uns im letzten Jahr ganz gut, da hoffen wir natürlich, dass wir in diesem Jahr wieder zweimal aufs Podium fahren können."

Thomas Preining (Precote Herberth Motorsport, Porsche 911 GT3 R):
"Ich habe natürlich so ein Debüt im ADAC GT Masters erhofft, aber nicht wirklich damit gerechnet. Ich bin heute Morgen im Qualifying das erste Mal im Nassen mit einem solchen Auto gefahren, und es lief super mit Platz drei. Mein Stint war toll, das Auto lief super. Mirko Bortolotti hat an der Spitze einen tollen Job und keine Fehler gemacht. Ich hätte nur mit viel Risiko etwas probieren können, aber beim ersten Saisonlauf ist es wichtig zu punkten. Robert ist dann beim Boxenstopp in Führung gegangen und hat den Sieg nach Hause gefahren. Ich bin megahappy."

Audi-Pilot Buri feiert sechsten Laufsieg in der ADAC TCR Germany

  • Finne Buri gewinnt zweites Saisonrennen in Oschersleben
  • Mike Halder reist als Gesamtführender nach Most
  • Burns gewinnt die Honda Junior Challenge
Antti Buri siegt im zweiten Rennen in Oschersleben
Foto: ADAC-Motorsport
Antti Buri (30, Finnland, LMS Racing) hat das zweite Rennen der ADAC TCR Germany in Oschersleben gewonnen. In einem packenden Duell setzte sich Buri im Audi RS3 LMS gegen ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Mike Halder (23, Meßkirch, Profi-Car Team Honda ADAC Sachsen) im Honda Civic TCR durch. Nach seinem Sieg am Samstag baute Halder die Führung in der Meisterschaft aus und reist mit sieben Punkten Vorsprung zum nächsten Event nach Most/Tschechien (17. bis 19. Mai). Für Buri war es der sechste Laufsieg in der Tourenwagenserie, damit schloss er zu Titelverteidiger Harald Proczyk (43, Österreich, HP Racing International) auf. Platz drei belegte Max Hesse (17, Wernau, Hyundai Team Engstler), der ebenfalls von der ADAC Stiftung Sport gefördert wird. Der ursprünglich auf Platz drei ins Ziel gekommene Proczyk wurde nachträglich wegen eines vermeidbaren Kontakts mit einer Zehn-Sekunden-Zeitstrafe belegt.

"Ich genieße diesen Moment und natürlich freue ich mich sehr. Anfangs habe ich alles kontrolliert, aber hinten raus ist es doch noch mal richtig intensiv geworden. Umso schöner, dass es mit dem Sieg geklappt hat", sagte Buri: "Wir wussten, dass wir dieses Wochenende etwas langsamer sind als die Konkurrenz. Also musste ich mich gut verteidigen. Jetzt hoffen wir, dass wir bis Most noch etwas zulegen werden. Aber erst einmal freue ich mich auf den Sieg."

Auf Platz vier landete Honda-Fahrer Bradley Burns (17, Großbritannien, Pyro Motorsport), der wie bereits im ersten Rennen die Wertung der Honda Junior Challenge gewann. Hinter Burns reihte sich ein Hyundai-Trio auf: Theo Coicaud (19, Frankreich, Hyundai Team Engstler), Proczyk und Lukas Niedertscheider (24, Österreich, HP Racing International) belegten die Plätze fünf bis sieben. Die Top Ten machten Rene Kircher (18, Hünfeld, Racing One) im Audi, Michelle Halder (19, Meßkirch, Profi-Car Team Halder) im Honda sowie Mitchell Cheah (21, Malaysia, VW Team Oettinger) als bester Pilot in einem VW Golf GTI TCR perfekt.

Gewinner des Starts war Buri, der Gaststarter und Pole-Setter Guido Naumann auf dem Weg zur ersten Kurve ausbremste und von Platz drei aus die Führung übernahm. Buri diktierte das Renngeschehen von der Spitze weg, dahinter verlor Naumann nach und nach Plätze gegen die Stammfahrer. Coicaud, Halder, Hesse und Proczyk gingen zunächst vorbei, weitere Fahrer folgten. Ein Ausritt von Maurits Sandberg (45, Niederlande, VW Team Oettinger) sorgte für eine kurze Safety-Car-Phase.

Im Kampf um Platz zwei setzte sich Mike Halder gegen Coicaud durch, dahinter überholte Proczyk Hesse. Honda-Fahrer Halder holte in den folgenden Runden auf Spitzenreiter Buri auf, während sich Proczyk im Kampf um Platz drei lange die Zähne an seinem Markenkollegen Coicaud ausbiss. Den Zweikampf nutzte Hesse im dritten Hyundai, um auf das Duo aufzuschließen. Rund vier Minuten vor Rennende eroberte Proczyk in einem engen Duell den dritten Platz. Das Manöver ahndeten die Rennkommissare anschließend jedoch mit der Strafe. Coicaud fiel in den folgenden Runden hinter Hesse und Burns zurück.

Der Kampf um den Sieg entwickelte sich in den Schlussminuten zu einem engen Duell zwischen Buri und Halder. Der Finne verteidigte seine Position aber abgeklärt und jubelte über seinen ersten Saisonsieg.

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

Mike Halder (Zweiter, Profi-Car Team Halder): "Zweimal auf dem Podium zu stehen in der ersten Veranstaltung und viele Punkte mitzunehmen, das ist sehr, sehr wichtig. Wir schauen von Rennen zu Rennen und müssen immer gut punkten. Die Führung zu haben, ist sehr, sehr gut. Es könnte definitiv schlechter sein."

Bradley Burns (Vierter und bester Junior, Pyro Motorsport): "Ich bin zufrieden, es hat echt viel Spaß gemacht und ich konnte ein paar schöne Überholmanöver fahren. Ein bisschen hadere ich noch mit dem Qualifying, weil wir zweimal von Platz zwölf losfahren mussten. Da wäre noch mehr möglich gewesen."

Samstag, 27. April 2019

BMW-Duo Zug/Piana siegt bei spannendem Debüt der ADAC GT4 Germany

  • Marius Zug und Gabriele Piana triumphieren für das Team RN Vision STS
  • BMW vor Mercedes-AMG und Porsche: Markenvielfalt auf dem Podium
  • Jan Kasperlik in Trophy-Wertung und Marius Zug in Junior-Wertung vorne

Foto: ADAC-Motorsport

Marius Zug (Pfaffenhofen) und Gabriele Piana (ITA, beide Team RN Vision STS) heißen die ersten Sieger der neuen ADAC GT4 Germany. Beim Debüt in der Motorsport Arena Oschersleben begeisterte die Serie mit spektakulären Überholmanövern, engen Rad-an-Rad Duellen und viel Action auf der Strecke. Am Ende setzte sich das Duo im BMW M4 GT4 vor dem Mercedes-AMG GT4 der Brüder Hamza (Köln) und Jusuf Owega (Köln, beide GetSpeed Performance) und dem Porsche 718 Cayman GT4 von Jan Kasperlik (Huglfing) und Lars Kern (Weissach, beide Team Allied-Racing) durch. „Es war ein unbeschreibliches Gefühl, als ich die Ziellinie überquerte und somit unserem Team den Premierensieg in der ADAC GT4 Germany sichern konnte“, strahlte der in der Schweiz lebende Italiener Piana über das Resultat.

Den Grundstein für den Triumph legte sein Teamkollege Zug bereits am Start. Von Position zwei aus losgefahren, schnappte er sich im M4 GT4 bereits vor der Anfahrt auf die erste Kurve die Führung. „Ich hatte eine sehr gute Reaktionszeit und konnte gleich einen Abstand bilden“, beschrieb Zug die Situation. Der Förderpilot der ADAC Stiftung Sport hielt die Spitzenposition im weiteren Rennverlauf sicher vor den Markenkollegen Michael Schrey (Wallenhorst) und Claudia Hürtgen (Aachen, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport), während der von Pole-Position aus gestartete Aston Martin Vantage GT4 von Florian Thoma (CHE, Propeak Performance) in der Anfangsphase nach einem Unfall ausschied und damit eine Safety-Car-Phase auslöste. 

Zug übergab den BMW in Führend liegend zur Rennmitte an Piana, der geriet aber unter Druck des KTM X-Bow GT4 von Mads Siljehaug (NOR) und Eike Angermayr (AUT, beide Reiter Engineering) die sich vom Ende der Startaufstellung durch das Feld bis vorn kämpften. Angermayer und auch sein Markenkollege Reinhard Kofler (AUT, True Racing) konnten schließlich Piana die Führung abnehmen, doch beide KTM hatten fielen wieder zurück. Angermayer verlor die Führung nach einem Ausrutscher in den Kies und landete auf Rang fünf, Kofler musste einen Durchfahrtsstrafe antreten und beendete das Rennen mit Laura Kraihamer (Salzburg) auf Rang neun. Somit übernahm Piana wieder die Spitze und stellte den Sieg sicher. Youngster Marius Zug konnte sogar doppelt jubeln, da er auch die Junior-Wertung für Piloten unter 20 Jahren für sich entschied. „Wir haben keine Fehler gemacht und das ganze Rennen unser Bestes gegeben. Deswegen sind wir sehr stolz und natürlich hoch zufrieden“, freute sich Zug.

Hinter dem siegreichen BMW überquerte Jusuf Owega die Ziellinie als Zweiter. „Das ist auf jeden Fall ein sehr gutes Ergebnis für uns und stimmt uns richtig zufrieden“, genoss Bruder und Teamkollege Hamza Owega, der das Rennen als Startfahrer begann, den Besuch auf dem Podium. Rang drei ging an den Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport von Lars Kern/Jan Kasperlik, der gleichzeitig auch die Trophy-Wertung für Bronze-Piloten über 35 Jahren gewann. Tim Heinemann (Fichtenberg) und ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Luke Wankmüller (Keltern, beide HP Racing International) belegten im Mercedes-AMG GT4 den vierten Platz. Hinter dem KTM von Angermayr/Siljehaug kamen YouTube-Star Felix von der Laden (Köln) und Alain Valente (CHE, beide Team GT) im bestplatzierten McLaren 570S GT4 Platz sechs.

Position sieben ging an den Porsche von Horst Hadergasser (Frankfurt) und Hendrik Still (Schalkenbach, beide KÜS Team75 Bernhard) vor Luca-Sandro Trefz (Wüstenrot) und Morgan Haber (AUS, beide Leipert Motorsport). Die Top Zehn komplettierten Claudia Hürtgen und Michael Fischer (AUT) im BMW M4 GT4. 

Am Sonntag steht ab 15:30 Uhr in der Motorsport Arena Oschersleben bereits das zweite Rennen der ADAC GT4 Germany auf dem Programm. SPORT1+ zeigt die Action ab 15:25 live im TV. Auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac wird das Rennen außerdem im Live-Stream übertragen.