Mittwoch, 2. Januar 2019

Audi-Pilot Mike Rockenfeller: „DTM 2019 wird megaspannend“

  • DTM-Champion von 2013 im Interview über neue Turbo-Ära der DTM
  • Mehr Motorleistung, mehr Spannung
  • Saisonstart am 4./5. Mai 2019 auf dem Hockenheimring
Mike Rockenfeller
Foto: Jens Hawrda

Noch vier Monate, dann feiert der neue rund 600 PS starke Audi RS 5 DTM Rennpremiere. Mike Rockenfeller, DTM-Champion von 2013 und langjähriger Audi-Werksfahrer, Im Interview über die Faszination der neuen DTM-Ära, die am 4./5. Mai auf dem Hockenheimring beginnt.

Was ist neu in der DTM 2019?
Es gibt für 2019 sehr viele Neuerungen. Der größte Unterschied ist wohl der Vierzylinder-Turbo, der deutlich mehr Leistung hat. Gleichzeitig hat unser neues Auto eine effizientere Aerodynamik. Dadurch sind wir auf den Geraden wesentlich schneller. Es ist unterm Strich die größte Veränderung, die ich in der DTM erlebt habe. Es ist sehr spannend, darin voll involviert zu sein. Ich bin nun zwölf Jahre lang die Achtzylinder gefahren und freue mich auf etwas Neues. Und mehr Leistung bringt immer auch mehr Spaß.

Spürt man, dass in der DTM 2019 eine neue Ära beginnt?
Jeder in der Mannschaft ist hoch motiviert. Das neue Auto ist wie unser neues Baby. Alle freuen sich, auch wenn viel Arbeit vor uns liegt. Es geht um Zuverlässigkeit, Fahrbarkeit, Leistung. Der neue Motor verhält sich anders als der alte Achtzylinder, dessen Charakteristik wir in- und auswendig kannten. Wir haben in der DTM nur wenige Tests, die müssen wir optimal nutzen.

Wie verhält sich der Turbo im Vergleich zum bisherigen V8-Saugmotor?
Der Sauger hat seine Leistung viel linearer entfaltet und war mit seinen Luftmengenbegrenzern bei rund 500 PS am Limit. Der Turbo hat weniger Hubraum, vier Zylinder weniger und eine ganz andere Charakteristik. Wir haben ungefähr 100 PS mehr Leistung. Das merkt man natürlich. Der Motor schiebt mehr an. Noch im vierten, fünften und sechsten Gang die Beschleunigung zu spüren, ist einfach toll. Sobald der Turbo einsetzt, hast du richtig Leistung. Die Reifen sind die gleichen, nun ziehen aber 100 PS mehr an den Hinterrädern, die schneller durchdrehen. Die Belastung ist speziell für die Hinterreifen höher.

Wie viel schneller sind die neuen DTM-Autos?
Die Rundenzeiten werden je nach Strecke zwei oder drei Sekunden schneller sein als bisher. Man kommt viel zügiger auf die Kurven zu und die Bremsphasen werden etwas länger. Die Geraden haben wir schneller passiert, weil wir höhere Geschwindigkeiten fahren – vielleicht sogar erstmals mehr als 300 km/h! Das wäre toll und sollte mit DRS und etwas Windschatten durchaus möglich sein.

Wie empfinden Sie den Sound der neuen Turbomotoren?
Im Auto selbst ist der Sound gar nicht viel anders. Beim Runterschalten scheppert es allerdings mächtig im Auspuff. Das ist cool für uns Fahrer und auch für die Fans. Insgesamt sind die Motoren etwas leiser, trotzdem hört und sieht man, dass viel Kraft dahintersteckt. Der Klang ist ein anderer als in der Vergangenheit, aber ein sehr schöner. Audi hat viel Erfahrung mit Turbomotoren im Motorsport. Ich fand die Turbomotoren schon in der Rallyezeit gigantisch. Es ist toll, dass wir jetzt auch in der DTM einen Turbo im Auto haben.

Wie fällt Ihre Testbilanz bisher aus?
Natürlich gibt es immer wieder kleine Problemchen, aber dafür testen wir ja. Insgesamt haben wir eine gute Basis. Wir fahren rund 500 Kilometer pro Testtag und sammeln viele Daten, die wir analysieren. Wir wissen, wo wir uns noch verbessern müssen. Es gibt insgesamt nur noch sieben Testtage vor dem Saisonstart. Das ist ein knappes und intensives Programm. Bisher haben wir die Tests sehr gut genutzt. Alle haben einen guten Job gemacht. Wo wir stehen, wird man jedoch erst beim Saisonauftakt in Hockenheim sehen. Wir werden versuchen, das Auto in der kurzen Zeit bis dahin so gut wie möglich vorzubereiten. Mir macht es viel Spaß, dabei meinen Input zu geben. Es ist gerade sehr spannend.

Waren die Turbos die richtige Entscheidung für die DTM?
Ich bin froh, dass wir diesen Schritt gehen. Es ist ein Riesenschritt für die DTM und ich bin schon extrem gespannt auf das erste Rennen der neuen Ära in der DTM. Mit Aston Martin gibt es eine neue Marke und neue Gesichter, und es ist das erste gemeinsame Rennen mit der japanischen Super GT geplant. Ich bin sicher, die DTM 2019 wird megaspannend.

Dienstag, 25. Dezember 2018

Mercedes-AMG Motorsport DTM-Dokumentation „To the very last second“

Mercedes verabschiedet sich aus der DTM
Foto: Mercedes-Motorsport

Vor 30 Jahren schlug Mercedes-AMG Motorsport mit dem werksseitigen Einstieg in die DTM das erste Kapitel einer langen und äußerst erfolgreichen Motorsportgeschichte auf. Seitdem erlebte die erfolgreichste Marke in der Geschichte der Rennserie viele spektakuläre Siege, neue Rekorde und emotionale Momente.

In ihrer Jubiläumssaison, ihrer letzten in der DTM, setzte die Marke mit dem Stern in diesem Jahr mit dem Gewinn des Titel-Triples einen perfekten Schlusspunkt für 30 denkwürdige Jahre in der DTM. In dieser Zeit wurden Fahrer zu umjubelten Legenden, sorgten Rennwagen für unvergessliche Momente und führte die harte Arbeit der gesamten Mannschaft zu unzähligen glänzenden Siegerpokalen in den Vitrinen.

Mercedes fasst in einer 100-minütige Dokumentation die emotionalen Höhepunkte, aber auch bittere Rückschläge und Niederlagen aus 30 Jahren DTM-Geschichte zusammen. Sie blickt gemeinsam mit Fahrern, DTM-Legenden und Verantwortlichen auf die DTM-Historie der Marke zurück, wirft aber vor allem einen Blick hinter die Kulissen der Jubiläumssaison und deren märchenhaften Abschluss bei unserem Heimrennen in Hockenheim. 

Pünktlich zu Weihnachten kann die 100 Minuten lange Dokumentation auf dem YouTube-Kanal von Mercedes angesehen werden: Zum Video auf Youtube

Montag, 24. Dezember 2018

Frohe Weihnachten !!!

Wir wünschen allen Lesern unseres Blogs Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in's neue Jahr.


Samstag, 22. Dezember 2018

TCR Swiss Trophy im Rahmen der ADAC TCR Germany 2019

  • Eigene Wertung für Fahrer mit Schweizer Nationalität oder Lizenz
  • Piloten aus der Alpenrepublik zweitstärkste Fraktion hinter Deutschland
  • ADAC TCR Germany 2019 mit sieben Rennwochenenden mit 14 Saisonrennen
Foto: Jens Hawrda
Die ADAC TCR Germany wird ab dem kommenden Jahr noch attraktiver: Erstmals wird innerhalb der Tourenwagenserie des ADAC in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Automobilsportverband Auto Sport Schweiz eine eigene Wertung für Fahrer aus der Schweiz ausgeschrieben, die „TCR Swiss Trophy“. Nennungen für die Saison 2019 der ADAC TCR Germany sind online unter adac.de/motorsport möglich, Saisonstart ist vom 27. bis 29. April 2019 in der Motorsport Arena Oschersleben.

Startberechtigt in der „TCR Swiss Trophy“ sind alle fest in die Serie eingeschriebenen Fahrer mit Schweizer Pass oder Lizenznehmer von Auto Sport Schweiz. Diese werden bei einer Nennung in der ADAC TCR Germany automatisch in der „TCR Swiss Trophy“ geführt, eine separate Registrierung ist nicht notwendig. Punkte für die „TCR Swiss Trophy“ können im Qualifying und in allen 14 Saisonrennen gesammelt werden.

„Für die Schweiz und im speziellen für Auto Sport Schweiz ist es eine sensationelle Möglichkeit, mit der Integration der TCR Swiss Trophy in der ADAC TCR Germany die Möglichkeit zu schaffen, dass die Schweizer Piloten so in kleinen Schritten wieder in den Rundstreckensport zurückfinden können. Die hochprofessionell organisierte ADAC TCR Germany bietet europaweit die besten Bedingungen für hochklassigen Tourenwagensport und wird so für die Schweizer Piloten noch attraktiver“, sagt Auto Sport Schweiz Geschäftsführer Daniel Fausel.

„In den vergangenen Jahren waren Fahrer aus der Schweiz in der ADAC TCR Germany immer stark vertreten und stellten nach deutschen Fahrern die zweitstärkste Fraktion. Die TCR Swiss Trophy ist ein guter Schritt, die Serie für Fahrer aus der Schweiz noch attraktiver zu gestalten und für die ADAC TCR Germany eine deutliche Steigerung der sportlichen Bedeutung der Serie. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem Schweizer Automobilsportverband Auto Sport Schweiz“, sagt der ADAC .

Mittwoch, 19. Dezember 2018

Sechs Richtige: Audi bestätigt Fahrer für die DTM

  • Audi Sport mit bewährtem Fahrerkader beim Auftakt der Turbo-Ära in der DTM
  • Sextett mit 32 DTM-Siegen, 26 Pole-Positions und 42 Schnellsten Runden
  • DTM-Champions René Rast und Mike Rockenfeller als Speerspitzen
Die Audi-DTM-Piloten für die Saison 2019 sind bestätigt
Foto: Audi-Motorsport / Michael Kunkel

Audi Sport startet mit einem bewährten Fahrerkader in die neue Turbo-Ära der DTM. Loïc Duval (F/36), Robin Frijns (NL/27), Jamie Green (GB/36), Nico Müller (CH/26), René Rast (D/32) und Mike Rockenfeller (D/35) sind als Piloten für die DTM-Saison 2019 bestätigt. Auch die bisherigen Paarungen bei den drei Audi Sport Teams Abt Sportsline, Phoenix und Rosberg bleiben bestehen. In der neuen Saison kommt der leistungsstärkere Turbomotor zum Einsatz.

„In der DTM gibt es im nächsten Jahr viele spannende Neuerungen“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Die größte ist sicherlich der stärkere Motor.“ Die ersten Testfahrten haben bestätigt, dass es am Steuer der neuen Class-One-Rennwagen noch mehr auf den Fahrer ankommt. Deshalb besetzt Audi seine sechs Cockpits mit Piloten, die bereits über DTM-Erfahrung verfügen und mit den nochmals gewachsenen Anforderungen klarkommen. „Wir hatten mit Loïc, Robin, Jamie, Nico, René und Mike bereits 2018 einen extrem starken Fahrerkader und knüpfen in der neuen Saison daran an. Aus meiner Sicht sind sie für Audi Sport die sechs Richtigen. Alle sechs haben das Potenzial, in der DTM um den Titel zu kämpfen. Abgesehen davon haben sie sich in der vergangenen Saison erneut als extrem gute Teamplayer präsentiert.“

Mit Mike Rockenfeller (2013) und René Rast (2017) zählen zwei ehemalige DTM-Champions zum Audi-Fahrerkader. Vier der sechs Audi-Piloten haben bereits DTM-Rennen gewonnen. Insgesamt gehen 32 Siege, 26 Pole-Positions und 42 Schnellste Runden auf das Konto des Audi-Sextetts. 16 der Siege hat Jamie Green erzielt. Das Team bringt Erfahrung aus 514 DTM-Rennen mit und hat bisher 2.573,5 Punkte in der populären Rennserie gesammelt.

Robin Frijns und Nico Müller starten für das Audi Sport Team Abt Sportsline. Loïc Duval und Mike Rockenfeller bilden das Audi Sport Team Phoenix, Jamie Green und René Rast das Audi Sport Team Rosberg. „In der Vergangenheit haben wir die Teamzusammensetzungen immer mal wieder geändert“, sagt Dieter Gass. „In der aktuellen Zusammenstellung ergänzen sich die Fahrer aber perfekt, sodass hier kein Verbesserungspotenzial erkennbar war.“

Das Audi-Kundenteam WRT setzt 2019 zwei weitere Audi RS 5 DTM der neuen Generation ein. Ihre Fahrer gibt diese Mannschaft zu einem späteren Zeitpunkt bekannt.

Die Audi-Teams in der DTM 2019:

Audi Sport Team Abt Sportsline
#4 Robin Frijns (NL)
#51 Nico Müller (CH)

Audi Sport Team Phoenix
#28 Loïc Duval (F)
#99 Mike Rockenfeller (D)

Audi Sport Team Rosberg
#33 René Rast (D)
#53 Jamie Green (GB)