Dienstag, 9. Oktober 2018

Audi präsentiert e-tron FE05 für neue Formel-E-Saison

  • Neue Generation des Meisterautos für Audi Sport ABT Schaeffler Formula E Team
  • Spektakuläres Design, mehr Leistung, höhere Effizienz und größere Reichweite 
  • Neben Werksteam zwei Audi e-tron FE05 bei Virgin Racing im Einsatz
Daniel Abt (l.) u. Lucas Di Grassi
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel 

Am 15. Dezember beginnt in Ad Diriyah (Saudi-Arabien) eine neue Zeitrechnung in der ABB-FIA-Formel-E-Meisterschaft: Dank der höheren Reichweite der Autos starten die Piloten erstmals mit jeweils nur einem Boliden ins Rennen. Jetzt präsentiert Audi den neu entwickelten Audi e-tron FE05, mit dem Daniel Abt und Lucas di Grassi erneut um Titel kämpfen wollen.

Es ist die bislang größte Neuerung in der Formel E: Erstmals seit Gründung der Serie im Jahr 2014 kommt in der neuen Saison 2018/2019 nur noch ein Rennauto pro Fahrer zum Einsatz. Der obligatorische Autowechsel während des Rennens entfällt, da die Batteriekapazität inzwischen für die gesamte Renndistanz von 45 Minuten ausreicht. Ein Beweis dafür, wie Motorsport – und vor allem die Formel E – Innovationen und Technologien vorantreibt.

Audi e-tron FE05 #11 (Audi Sport ABT Schaeffler), Lucas di Grassi
Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel 
Audi hat sich mit dem Audi e-tron FE05 auf die neuen technischen und strategischen Herausforderungen akribisch vorbereitet. Das gilt besonders für das Herzstück des Audi e-tron FE05: den Antriebsstrang. Er besteht aus Motor, Inverter, Getriebe, Teilen des Hinterachsenfahrwerks sowie der entsprechenden Software. Während der Rest des Autos für alle Teams gleich ist, stellen die Hersteller beim Antrieb ihre technische Kompetenz unter Beweis. Schon in der vierten Saison der elektrischen Rennserie, die Mitte Juli in New York mit dem Titelgewinn von Audi Sport ABT Schaeffler zu Ende ging, war der Audi e-tron FE04 sehr oft das effizienteste Auto. Der Nachfolger ist die Evolution dieses Erfolgsmodells. 

Die Motor-Generator-Unit namens Audi Schaeffler MGU03 haben Audi und Technologiepartner Schaeffler gemeinsam entwickelt. Der Fokus der Ingenieure lag vor allem darauf, das Paket noch effizienter zu gestalten und den Wirkungsgrad weiter zu erhöhen. „Wir haben das Grundkonzept mit einem Gang beibehalten und gleichzeitig alle Elemente im Detail weiterentwickelt und neu gefertigt“, sagt Tristan Summerscale, Projektleiter Formel E bei Audi. 95 Prozent aller Teile des Antriebsstrangs sind neu, dabei gelang es den Ingenieuren, zehn Prozent Gewicht zu sparen.

Schon Mitte 2017, also noch vor dem Auftakt der vergangenen vierten Saison, begannen Summerscale und sein Team mit der Entwicklung des Audi e-tron FE05. Ende Juli 2018 homologierte die Fédération Internationale de l’Automobile (FIA) das Fahrzeug. Änderungen sind nun nicht mehr erlaubt, lediglich die Software dürfen die Entwickler während der Saison weiter verbessern. Mitte Oktober steht noch ein gemeinsamer Test mit allen Teams in Valencia (Spanien) auf dem Programm, danach reisen Rennautos und Equipment nach Saudi-Arabien.

In der fünften Saison der Formel E darf der Motor im Qualifying maximal 250 kW (340 PS) leisten. In den Rennen ist die Leistung auf 200 kW (272 PS) begrenzt. Neu sind die sogenannten Aktivierungszonen: Passiert der Fahrer diese Zone auf der Strecke, erhöht sich die Leistung seines Autos kurzzeitig auf 225 kW (306 PS). Die Formel-E-Fans können ihren Lieblingsfahrer auch in dieser Saison wieder per Online-Voting unterstützen: Mit dem „FanBoost“ steigt die Leistung kurzfristig bis auf 250 kW (340 PS).

Den Strom beziehen alle Formel-E-Teams aus einer identischen, 374 Kilogramm schweren Batterie von McLaren. Die Lithium-Ionen-Batterie befindet sich zwischen Fahrersitz und Antriebsstrang, hat eine Kapazität von 52 kWh und ist innerhalb von 45 Minuten aufgeladen. Eine völlig neue Entwicklung für die fünfte Saison ist das Brake-by-Wire-System. Bremsbetätigung und Übertragung zur Hinterachse sind dabei voneinander entkoppelt und elektronisch geregelt. Die Bremskraftverteilung ist somit immer optimal eingestellt und die Rekuperation noch effizienter. 

Wie in der Formel 1 sitzt der Fahrer in einem Monocoque aus Kohlefaser, entwickelt nach den FIA-Sicherheitsstandards. CFK-Crash-Strukturen an Front und Heck sowie den Flanken sorgen für maximale Sicherheit. Dazu kommt – analog der Formel 1 – das Halo-System über dem Cockpit, das den Kopf des Fahrers zusätzlich schützt. Das Mindestgewicht eines Formel-E-Rennwagens liegt bei 900 Kilogramm (inklusive Fahrer). Von 0 auf 100 km/h beschleunigt der Elektrorennwagen in 3,1 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei rund 240 km/h. Besonders auffällig: Die neue Generation des Audi e-tron FE05 kommt ohne Heckflügel aus – ein Unikum im Motorsport. Für den Abtrieb sorgt stattdessen der große Diffusor am Heck des Rennautos. „Batmobil“, „Star Wars“, „Raumschiff“ kommentierten Fans und Medien die futuristische Optik nach den ersten Testfahrten. „Wenn ich zwischen anderen Autos auf der Strecke fahre, komme ich mir vor wie in einem Science-Fiction-Film“, sagt Daniel Abt. „Im Vergleich zum Vorgänger hat das neue Modell ein deutlich aggressiveres Design.“

13 Rennen in 12 Metropolen sind in der fünften Saison der elektrischen Rennserie geplant. Zwischen dem Auftakt in Ad Diriyah und den beiden Finalläufen in New York Mitte Juli 2019 liegen Rennen unter anderem in Marrakesch (Marokko), Mexiko-Stadt (Mexiko), Hongkong (China), Rom (Italien), Paris (Frankreich), Monaco und Berlin (Deutschland). Jedes Rennen dauert 45 Minuten plus eine Runde und wird überwiegend auf temporären Stadtkursen ausgetragen.

Erstmals starten in der Saison 2018/2019 neben dem Audi-Werksteam auch die Fahrer des britischen Rennteams Virgin Racing in einem Audi e-tron FE05. Die Partnerschaft ist ein weiteres Novum ab der fünften Saison und soll durch einen gesunden Wettbewerb zwischen den beiden Teams auch das Performance-Niveau kontinuierlich erhöhen.

Das Team Audi Sport ABT Schaeffler ist Gründungsmitglied der Formel E und seit dem ersten Rennen mit Daniel Abt und Lucas di Grassi dabei. Der Brasilianer holte in der dritten Saison (2016/2017) den Titel in der Fahrerwertung. Die Saison 2017/2018 beendeten di Grassi und Abt auf den Plätzen zwei und fünf.

Montag, 8. Oktober 2018

Garry Paffet wechselt in die Forme E

Gary Paffett wechselt in die Formel-E
Foto: Jens Hawrda
Garry Paffet der in wenigen Tagen in der DTM noch um den Meistertitel 2018 kämpft, wird danach bereits am 15. Dezember in Riad (Saudi-Arabien) seine Premiere in der Formel E feiern. Er startet für das HWA-Team, das unter dem neuen Namen HWA Racelab in die Formel-E Saison 2018/2019 antritt.Der zweite Fahrer für das Team steht noch nicht fest.

"Ich bin wirklich sehr gespannt darauf, mit HWA in die fünfte Saison der Formel E zu starten", sagt Paffett. "Im Grunde ist es das erste Mal seit 15 Jahren, dass ich wieder eine Serie und damit auch das Fahrzeug wechsle. Das wird eine große Herausforderung - für mich, aber auch für das Team. Der Start wird sicher nicht einfach, aber wir sind bereit und alle freuen sich darauf. Die Formel E ist eine sehr vielversprechende Serie mit guten Perspektiven. Es ist toll, ein Teil davon zu sein.""

Showdown in Hockenheim: Der DTM-Titelkampf wird ein Fest für die Fans

  • Die Ex-Champions Paul Di Resta, Gary Paffett und René Rast machen den Fahrertitel in der DTM unter sich aus
  • Mick Schumacher kämpft in der Formel-3-EM um die Krone
  • Tourenwagen Classics und GT4 Sprint Cup Europe lassen Herzen höherschlagen
Die drei Fahrer machen den Titel unter sich aus: (v.l.) Gary Paffett, Paul Di Resta, Renè Rast
Foto: dtm.com

Das Final-Wochenende auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg bringt die Entscheidung. Wer sichert sich den Titel des DTM-Champions? Wer hat im Schlussspurt die stärksten Nerven? Schafft es Tabellenführer Paul Di Resta, sein Mercedes-AMG-Kollege Gary Paffett oder Titelverteidiger René Rast im Audi? Antworten auf alle Fragen gibt es vom 12. bis 14. Oktober 2018 beim zehnten DTM-Rennwochenende der Saison. Die Vorzeichen für ein Motorsport-Fest der Extraklasse stehen gut, denn nicht nur in der DTM sind die Entscheidungen noch offen. Auch in der FIA Formel-3-Europameisterschaft ist der Zweikampf zwischen Mick Schumacher und Daniel Ticktum auf der Zielgeraden.

„Wir haben gute Chancen den Titel zu holen“, fasst Di Resta den Tabellenstand vor dem Finale zusammen. In der Fahrerwertung liegt der DTM-Champion von 2010 mit 229 Punkten vor seinem Teamkollegen Paffett (225) in Führung. Dritter, mit 30 Punkten Rückstand, ist vor dem entscheidenden Wochenende Rast. Der Schotte Di Resta ist der einzige der Fahrer, der mit etwas Fortune bereits frühzeitig alles klarmachen kann. Holt er am Samstag 25 Punkte mehr als Paffett, ist er am Ziel angekommen. Trotzdem keine leichte Aufgabe, denn dafür muss ein Sieg her und Konkurrent Paffett müsste leer ausgehen. „Ich werde alles geben und freue mich auf einen fairen Kampf mit meinen Rivalen“, sagt Di Resta selbstbewusst.

Auf den Dreikampf um den Titel freut sich auch Gary Paffett. Der DTM-Champion von 2005 hat gute Erinnerungen an Hockenheim: Beim Auftakt ist der Brite hier mit einem Sieg in die Saison gestartet. „Ich freue mich wahnsinnig auf Hockenheim, auch wenn ich mit gemischten Gefühlen dorthin fahre“, sagt der 23-malige Rennsieger, der sich mit einem weiteren Sieg in der ewigen Bestenliste hinter Bernd Schneider (43) und Klaus Ludwig (37) auf Rang drei verbessern würde. Paffett: „Das letzte Rennwochenende der Saison ist immer ein ganz besonderes. Es ist auch das letzte von Mercedes-Benz in der DTM nach 30 Jahren, von denen ich 15 Jahre miterlebt habe. Das ist sehr emotional. Ich erwarte einen engen Kampf und freu mich darauf.“

Auf René Rast wartet in Hockenheim eine Mammut-Aufgabe. Mit 30 Punkten Rückstand reist der Titelverteidiger nach Hockenheim. Um die Entscheidung zu seinen Gunsten bis zum Sonntag offen zu halten, muss der Mindener am Samstag auf jeden Fall vor seinen Rivalen Di Resta und Paffett ins Ziel kommen. Nach vier Siegen in Folge – Rast gewann sowohl am Nürburgring als auch in Spielberg jeweils beide Rennen – ist der Audi-Pilot bis in die Haarspitzen motiviert. „Ich schaue zuversichtlich auf Hockenheim, freue mich auf den Dreikampf um den Fahrertitel“, sagt Rast vor dem Showdown. Um seine Chancen zu wahren ist Rast im Vollgas-Modus: „Ich kann im Grunde genommen nichts mehr verlieren, daher gilt die Devise voller Angriff.“

Rahmenprogramm sorgt für reichlich Action

Mit der FIA Formel-3-Europameisterschaft, den Tourenwagen Classics und dem GT4 Sprint Cup Europe powered by SRO bereichern gleich drei Top-Serien das sportliche Rahmenprogramm in Hockenheim. In der Formel-3-EM kämpft Mick Schumacher nach zuletzt fünf Siegen in Folge und einem zweiten Platz um den Titel. Der Sohn des siebenmaligen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher reist als Tabellenführer nach Hockenheim. Bei noch drei zu absolvierenden Rennen stehen für den 18-Jährigen die Chancen gut, in die Europameisterschaft zu gewinnen.

Bei den Tourenwagen Classics sind die sportlichen Entscheidungen zwar bereits gefallen, trotzdem möchte beim großen DTM-Finale vor großer Kulisse jeder noch einmal in den beliebten Tourenwagen-Boliden der 1980er und 90er Jahre glänzen. Für Farbtupfer sorgen die Rennen im GT4 Sprint Cup Europe: In zwei Sprintrennen gehen neben den GT4-Modellen der in der DTM engagierten Hersteller – Audi R8 GT4, BMW M4 GT4 und Mercedes-AMG GT4 – auch spektakuläre Rennfahrzeuge wie Aston Martin Vantage, McLaren 570s GT4, Chevrolet Camaro GT4, KTM X-Bow GT4 oder Sin R1 GT4 an den Start.

Abseits der Rennstrecke sorgen in Hockenheim The Disco Boys für Partystimmung: Das Hamburger DJ-Duo legt am Samstag ab 19 Uhr auf der Show-Bühne im Fahrerlager auf. 90 Minuten lang werden Raphael Krickow und Gordon Hollenga die Zuschauer mit ihrer unverwechselbaren Mischung aus modernen House-Songs und alten Disco-Klassikern an den Turntables begeistern. Alle Zuschauer mit Fahrerlager-Ticket haben freien Eintritt.

Das DTM-Finale in Hockenheim live im TV

Auch beim Finale berichtet TV-Partner SAT.1 live aus Hockenheim und überträgt beide Rennen in voller Länge in der Sendung „ran racing“. Am beiden Tagen sendet der TV-Sender jeweils ab 13:00 Uhr live aus Hockenheim. In Österreich ist ORF Sport + am Samstag und ORF eins am Sonntag jeweils ab 13:15 Uhr live auf Sendung. In der Schweiz zeigt MySports die Rennen. Rennstart ist an beiden Tagen wie gewohnt um 13:30 Uhr. Auf DTM.com und in der offiziellen DTM-App werden alle Freien Trainings, Qualifyings und Rennen kostenfrei im Livestream gezeigt. Tickets für das DTM-Finale gibt es online auf der offiziellen Webseite unter www.DTM.com/tickets.

Freitag, 28. September 2018

Mercedes-AMG gewinnt frühzeitig die Team- und Herstellerwertung

Titelkandidaten im Duell ums Podium: Gary Paffett verkürzt den Rückstand auf seinen Teamkollegen Paul Di Resta auf vier Punkte


Gary Paffett
Foto: Mercedes-Motorsport

  • Mercedes-AMG gewinnt frühzeitig die Herstellerwertung - zum siebten Mal in der 30-jährigen DTM-Geschichte der Marke
  • Auch der Gewinn der Teamwertung ist vor dem Saisonfinale bereits sicher: In Hockenheim kann nur noch eines der drei Mercedes-AMG Motorsport DTM Teams die Meisterschaft gewinnen
  • Gary Paffett (Mercedes-AMG Motorsport PETRONAS) erzielte mit Platz drei sein drittes Podium in Spielberg, sein neuntes in dieser Saison und das 47. in seiner DTM-Karriere
  • Paul Di Resta (Mercedes-AMG Motorsport REMUS) belegte knapp dahinter Platz vier
  • Titelkampf in der Fahrerwertung vor dem Finale völlig offen: Paul (229 Punkte) führt mit vier Zählern Vorsprung vor Gary (225 Punkte)
  • Pascal Wehrlein (Mercedes-AMG Motorsport PETRONAS) und Edoardo Mortara (SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG Motorsport) auf den Rängen sechs und zehn
  • Gary Paffett: „Das wird ein fantastischer Fight beim Saisonfinale in Hockenheim. Jetzt trennen Paul und mich nur noch vier Punkte und auch René (Rast) kommt immer näher. Das ist großartig für die DTM.“
  • Ulrich Fritz: „Wir können mit dem heutigen Ergebnis nicht zufrieden sein. Wenn man mit drei Autos in den Top-4 startet und am Ende nur eine Podiumsplatzierung herausspringt, dann ist das sehr enttäuschend.“
  • Die erste Titelentscheidung in der DTM-Saison 2018 ist gefallen: Mercedes-AMG Motorsport reist als neuer Meister in der Herstellerwertung aus Spielberg ab. Im Kampf um die Fahrermeisterschaft bleibt es vor dem Saisonfinale in Hockenheim weiter spannend. Mit seinem dritten Platz verkürzte Gary Paffett (Mercedes-AMG Motorsport PETRONAS) den Rückstand auf den Gesamtführenden Paul Di Resta (Mercedes-AMG Motorsport REMUS) auf nur noch vier Punkte. Paul sammelte als Vierter ebenfalls wichtige Punkte. Vor dem Saisonfinale in Hockenheim führt der Schotte die Fahrerwertung mit 229:225 Punkten an.


Für Gary war es sein drittes Podium in Spielberg, sein neuntes in dieser Saison und das 47. in seiner DTM-Karriere. Zuvor erzielte der Meister des Jahres 2005 im zweiten Qualifying des Wochenendes bereits seine fünfte Pole in dieser Saison sowie seine 17. DTM-Pole.

Neben den beiden Titelanwärtern fuhren noch zwei weitere Mercedes-AMG Motorsport DTM-Fahrer in die Punkteränge. Pascal Wehrlein (Mercedes-AMG Motorsport PETRONAS) und Edoardo Mortara (SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG Motorsport) belegten die Plätze sechs und zehn. Daniel Juncadella (Mercedes-AMG Motorsport REMUS) kam knapp außerhalb der Punkteränge auf Platz elf ins Ziel.

Der fünfmalige Rallye-Weltmeister Sébastien Ogier (Mercedes-AMG Motorsport REMUS) beendete sein zweites DTM-Rennen als Gaststarter auf Position 17. Lucas Auer (SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG Motorsport) schied bei seinem Heimrennen eine Viertelstunde vor Rennende aus.

Bereits vor dem Rennen stand fest: Mercedes-AMG ist neuer Meister in der Herstellerwertung der DTM! Die vier Punkte für Garys Pole und Pauls dritten Startplatz reichten aus, um der Marke mit dem Stern bereits vor dem drittletzten Rennen der Saison den Gewinn der Herstellerwertung zu sichern. Mercedes-AMG (865 Punkte) hat vor dem Saisonfinale in Hockenheim 302 Zähler Vorsprung auf BMW (563) und kann damit in den letzten beiden Saisonläufen nicht mehr eingeholt werden.

Es ist der siebte Gewinn des Herstellertitels in der 30-jährigen DTM-Geschichte der Marke. In der Saison 1991 gewann Mercedes-AMG mit sechs Siegen und 26 Podestplätzen zum ersten Mal den Herstellertitel in der DTM. Es war der erste Titelgewinn der Marke nach dem Werkseinstieg in der Saison 1988. Seitdem ging der Pokal für den erfolgreichsten Hersteller auch in den Jahren 1992, 1994, 1995, 2003, 2005 und nun 2018 nach Stuttgart und Affalterbach.

Gemeinsam mit dem ersten Herstellertitel gewann Mercedes-AMG in der Saison 1991 auch erstmals die Teammeisterschaft in der DTM. Auch diese Wertung führt die Mannschaft in dieser Saison vor dem letzten Rennwochenende in Hockenheim an. Mercedes-AMG Motorsport PETRONAS (333 Punkte) hat 43 Zähler Vorsprung auf Mercedes-AMG Motorsport REMUS (290 Punkte). Das Team SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG Motorsport (257 Punkte) rundet die Top-3 der Teammeisterschaft vor dem Finale ab. Damit kann am letzten Rennwochenende der Saison in Hockenheim nur noch eines der drei Teams von Mercedes-AMG Motorsport den Teamtitel gewinnen.

Das nächste Rennwochenende: Das Finale der DTM-Saison 2018 findet vom 12.-14. Oktober beim Heimrennen von Mercedes-AMG Motorsport in Hockenheim statt. Für Mercedes-AMG Motorsport sind es nach 30 Jahren in der DTM die letzten beiden Rennen in der Rennserie.

Formel E: Audi liefert e-tron FE05 an Virgin Racing

  • Audi-Motorsportchef Dieter Gass: „Bestätigt unsere Ingenieursleistungen“
  • Audi e-tron FE05 mit neu entwickeltem Antriebsstrang 
  • Neue Formel-E-Saison startet Mitte Dezember in Riad (Saudi-Arabien)
Foto: Audi-Motorsport

Wenn die ABB-FIA-Formel-E-Meisterschaft am 15. Dezember in Riad in ihre neue Saison geht, werden gleich vier Fahrer mit Audi-Technologie am Start sein: Neben dem eigenen Werksteam stattet Audi Sport auch das britische Rennteam Virgin Racing mit seinem neu entwickelten Audi e-tron FE05 inklusive Antriebsstrang aus.

„Wir freuen uns, in der neuen Formel-E-Saison gemeinsam mit Virgin Racing gleich mit vier Audi e-tron FE05 um Punkte und Trophäen zu kämpfen“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Die Mannschaft gehört seit Gründung der Formel E zu den Hauptakteuren – das gilt für die sportliche Leistung ebenso wie für alle Aktivitäten abseits der Strecke. Umso schöner ist es, dass sich Virgin Racing für unseren Antriebsstrang entschieden hat. Dieses Vertrauen ist auch eine Bestätigung für die ausgezeichnete Arbeit, die unsere Ingenieure zusammen mit den Kollegen unseres Entwicklungspartners Schaeffler leisten.“ 

Der Audi e-tron FE05 ist die Evolution eines Erfolgsmodells. Sein Vorgänger war in vielen Rennen der vierten Saison das effizienteste Auto. Besonderer Höhepunkt war dabei Mitte Juli in New York der Gewinn der Team-Meisterschaft für das Werksteam Audi Sport ABT Schaeffler.

Herzstück des neuen Audi e-tron FE05, mit dem künftig auch das Team Virgin Racing startet, ist der Antriebsstrang rund um die Motor-Generator-Einheit Audi Schaeffler MGU03. Während der Rest des Autos für alle Teams gleich ist, stellen die Hersteller beim Antrieb ihre technische Kompetenz unter Beweis. Die Richtlinien der Formel E schreiben vor, dass Hersteller das komplette Auto inklusive der individuellen Antriebstechnologie und die entsprechende Betreuung auch anderen Teams zu einem definierten Preis zur Verfügung stellen. 

Diese Woche übernimmt Virgin Racing die beiden neuen Rennautos für die Formel E-Saison 2018/2019 am Audi Sport Standort in Neuburg an der Donau. Die neue Kooperation endet aber nicht mit der Auslieferung der Rennautos. Ein intensiver Austausch zwischen den beiden Teams wird während der Saison stattfinden, um das Performanceniveau kontinuierlich zu erhöhen.