Freitag, 28. September 2018

Audi in der Formel E: Titelgewinn im Premierenjahr

Audi fährt auch 2019 im Motorsport elektrisch, nachdem die Marke im Premierenjahr schon ihre E-Kompetenz mit dem Gewinn der Teammeisterschaft unter Beweis gestellt hat. Wenn am 15. Dezember 2018 in Riad (Saudi-Arabien) die neue Saison der Formel E beginnt, kämpfen Daniel Abt und Lucas di Grassi mit dem neu entwickelten Audi e-tron FE05 erneut um Titel.
Bild: Audi-Motorsport
Audi bekennt sich zur Elektromobilität – auf der Straße mit dem neuen Audi e-tron und bereits seit 2014 auf der Rennstrecke und seit 2017 mit eigenem Werksteam in der Formel E. Seit fast 40 Jahren betreibt die Marke Rennsport auf höchstem Niveau, um neue Technologien für die Serie zu erproben. Nach quattro, TFSI, TDI und Hybrid folgt nun e-tron. „In der Formel E beweisen wir Vorsprung durch Technik bei der E-Mobilität“, sagt Peter Mertens, Entwicklungsvorstand der AUDI AG.

Audi ist in der Saison 2017/2018 als erster deutscher Automobilhersteller in der Formel E an den Start gegangen. Mit vier Siegen und insgesamt elf Podiumsplätzen holte Audi Sport ABT Schaeffler nach zwölf Rennen rund um den Globus die Team-Meisterschaft. Der Einsatz in der vollelektrischen Rennserie bildet die elektrische Säule des Motorsport-Engagements von Audi. Mit der Teilnahme weiterer Hersteller und Partner erlebt die Formel E gerade einen Boom.

Audi-Motorsportchef Dieter Gass: „Mit dem Gewinn der Team-Meisterschaft haben wir in der Formel E direkt im ersten Jahr unsere Kompetenz bei der E-Mobilität unter Beweis gestellt. Daran wollen wir anknüpfen und stellen uns den zahlreichen neuen Wettbewerbern.“

In der neuen Saison erlebt die Formel E den Aufbruch in eine neue Ära: Erstmals seit Gründung der Serie im Jahr 2014 kommt nur noch ein Rennauto pro Fahrer zum Einsatz. Der bisher obligatorische Autowechsel während des Rennens entfällt, da die Batteriekapazität inzwischen für die gesamten 45 Minuten ausreicht. Ein weiterer Beweis dafür, wie der Motorsport – und vor allem die Formel E – Innovationen und Technologien vorantreiben. Audi hat sich mit dem Audi e-tron FE05 auf die neuen technischen und strategischen Herausforderungen akribisch vorbereitet.

Der Audi e-tron FE04 war in der abgelaufenen Saison der erste vollelektrische Rennwagen von Audi. Die Marke zeigt den e-tron FE04 auch bei der Premiere ihres ersten rein elektrischen Serienmodells in San Francisco. Kamen in der ersten Formel-E-Saison 2014/2015 noch identische Elektro-Rennwagen zum Einsatz, dürfen die Teams und Hersteller seit der Saison 2015/2016 den kompletten Antriebsstrang selbst entwickeln. Dieser besteht aus Motor, Getriebe, Teilen des Fahrwerks sowie der entsprechenden Software. Herzstück ist die Kombination aus Motor und Getriebe, die Audi und Technologiepartner Schaeffler gemeinsam entwickelt haben. Der Fokus der Ingenieure liegt vor allem darauf, die Motor-Generator-Unit (MGU) so effizient wie möglich zu gestalten und einen hohen Wirkungsgrad zu erhalten.

Ähnlich wie in anderen professionellen Rennserien sind technische Veränderungen während der Saison nicht mehr erlaubt. Stattdessen geht es für die Ingenieure und Fahrer dann in erster Linie darum, das Optimum aus dem vorhandenen Paket zu holen und das Auto perfekt an den jeweiligen Stadtkurs anzupassen. Den größten Spielraum bietet dabei die Software. Sie steht in der Formel E vor allem in Sachen Energie-management im Mittelpunkt. Auch hier profitiert die Entwicklung von Serienautos von den Erfahrungen im Motorsport.

Nach einem letzten Auftritt in San Francisco macht das Meisterauto Audi e-tron FE04 Platz für seinen Nachfolger FE05. Mit einem spektakulären und im internationalen Motorsport einzigartigen Design sorgt das neue Modell schon Monate vor dem Saisonauftakt für Furore. Genau wie die ersten Ideen für ein revolutionäres Reglement der Rennen: Um den Fahrern und Teams nach Wegfall des obligatorischen Boxenstopps verschiedene strategische Optionen an die Hand zu geben, diskutieren die Verantwortlichen sogenannte Aktivierungszonen. Diese liegen zwar am Streckenrand und bedeuten deshalb einen kleinen Umweg, bringen dem Piloten beim Überfahren aber einen Extraschub Leistung für sein Auto. Das garantiert Spannung.

13 Rennen in zwölf Metropolen sind in der fünften Saison geplant. Zwischen dem Auftakt in Riad und den beiden Finalläufen in New York Mitte Juli 2019 liegen Auftritte in Marrakesch, Santiago de Chile, Mexiko-Stadt, Hongkong, Sanya, Rom, Paris, Monaco, Berlin und Zürich. Jedes Rennen dauert 45 Minuten und findet nicht auf permanenten Rennstrecken, sondern auf temporären Stadtkursen statt.

Das Team Audi Sport ABT Schaeffler ist Gründungsmitglied der Formel E und seit dem ersten Rennen mit Daniel Abt und Lucas di Grassi am Start. Der Brasilianer holte in der dritten Saison (2016/2017) den Titel in der Fahrerwertung.

Donnerstag, 27. September 2018

Audi feiert 100. Sieg in der DTM

  • René Rast gelingt der vierte DTM-Sieg in Folge
  • Nico Müller macht Audi-Doppelsieg perfekt
  • Entscheidung in der Fahrermeisterschaft erst beim Finale in Hockenheim

Foto: Audi Communications Motorsport / Michael Kunkel 
Audi ist auf dem Red Bull Ring in Österreich der 100. Sieg in der DTM gelungen. Nach dem etwas glücklichen Dreifacherfolg am Samstag feierte Audi Sport am Sonntag dank René Rast (Audi Sport Team Rosberg) und Nico Müller (Audi Sport Team Abt Sportsline) einen überlegenen Doppelsieg.

„Mit dem 100. Sieg hätten wir hier in Spielberg im Vorfeld nun wirklich nicht gerechnet“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Das ist einfach unglaublich. Nach dem Qualifying sind wir nicht von einem Sieg ausgegangen. Wir haben gehofft, dass es Nico (Müller) irgendwie schafft, sich vor die Mercedes-Benz zu setzen. Das ist ihm gelungen. René hatte einen fantastischen Start. Er hat sich in eine gute Position gebracht und ist anschließend ein exzellentes Rennen gefahren. Auch das Timing für den Boxenstopp war perfekt. Nun freuen wir uns schon auf Hockenheim.“

Mit seinem vierten Sieg in Folge ist es René Rast gelungen, den Titelkampf in der DTM weiter offenzuhalten. Mercedes-Benz sicherte sich in Spielberg vorzeitig die Markenwertung, in der prestigeträchtigeren Fahrerwertung hat der amtierende Champion vor den letzten beiden Rennen auf dem Hockenheimring am 13./14. Oktober nur noch 30 Punkte Rückstand auf Paul Di Resta und 26 auf Gary Paffett. Einen ähnlichen Rückstand machte Rast im vergangenen Jahr in Hockenheim mit einem perfekten Finalwochenende noch wett. Ein Platz in den Top Drei der Fahrerwertung ist dem Shootingstar der DTM schon jetzt sicher.

Wie schon am Samstag gelang Rast auch am Sonntag auf einer teils noch feuchten Strecke kein perfektes Qualifying. Vom siebten Startplatz schob sich der Titelverteidiger mit seinem Audi RS 5 DTM aber schon in der ersten Runde auf Position vier nach vorn. Mit starken Rundenzeiten zur Rennmitte und einem schnelleren Boxenstopp gelang es Rast, seine beiden Titelrivalen Gary Paffett und Paul Di Resta und anschließend auch Nico Müller zu überholen. Der Schweizer war aus der ersten Reihe gestartet und hatte sich in den ersten Runden ein spannendes Duell mit Gary Paffett geliefert, ehe er sich kurz vor den Boxenstopps etwas absetzen konnte. „Das Duell hat viel Spaß gemacht und mein Auto war auch heute fantastisch“, sagte Müller. „Vielen Dank an Audi und mein Team! Dass ich mich gegen René nicht allzu sehr gewehrt habe, ist mit Blick auf die Tabelle logisch. Audi hat hier fünf von sechs Podestplätzen und zwei Siege geholt. Das ist einfach fantastisch.“

René Rast war nach dem Rennen ziemlich sprachlos. „Es war ein unglaubliches Wochenende“, sagte der Titelverteidiger, der den Siegerpokal von „Volks-Rock-’n’-Roller“ Andreas Gabalier entgegennahm. „Ich bin unheimlich dankbar für ein gutes Rennen, ein gutes Auto, einen guten Boxenstopp und wieder gutes Teamwork. Ich bin einfach überglücklich.“

Dem 31-jährigen Deutschen gelang erneut ein kleines Stück DTM-Geschichte: Nach Klaus Ludwig, Nicola Larini und Alessandro Nannini ist er erst der vierte Fahrer, der vier Siege in Folge feierte. Zuletzt war das 1996 Nannini gelungen. In der „neuen“ DTM (seit 2000) ist Rast sogar der erste Fahrer überhaupt.

Dank Mike Rockenfeller vom Audi Sport Team Phoenix auf Platz acht holten auch am Sonntag alle drei Audi Sport Teams Punkte. Jamie Green, Robin Frijns und Loïc Duval blieben auf den Plätzen zwölf, 13 und 16 ohne Punkte.

IDM: Wer holt in Hockenheim die Titel ?

Foto: Jens Hawrda
Der Countdown läuft. Vom 28. bis 30. September 2018 findet in Hockenheim das Finale zur Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) statt.  Es sind zwar kühlere Außentemperaturen angesagt, aber im Motodrom brennt noch einmal die Luft. In vier Prädikatsklassen werden jeweils zwei Rennen ausgetragen. In keiner von ihnen wurde vorzeitig der Titel vergeben. Das gab es eine gefühlte Ewigkeit nicht. Die Motor Presse Stuttgart hat als Promotor alle Register gezogen, um den Saisonabschluss zu einem Riesenspektakel auf und neben der Strecke werden zu lassen.   

Öffentliche Pressekonferenzen, Autogrammstunden, Pitwalk und die Race-Party mit Live-Musik am Samstag auf dem Boxendach heizen die Stimmung an. Und bei Probefahrten mit den aktuellen Modellen aus den Paletten von BMW, Honda, Kawasaki, Suzuki und Yamaha kommen interessierte Biker auch so richtig auf den Geschmack.  Die IDM lebt in all ihren Facetten und bietet den Fans ein Non-Stop- 

Programm. Das Spannendste aber ist: Wer wird Meister in den Klassen Superbike 1000, Supersport 600, Supersport 300 und Sidecar? Alle Entscheidungen fallen an diesem Wochenende.  

In der IDM Superbike 1000 brennt die Luft. In Deutschlands höchster Klasse im Motorradstraßenrennsport sind die fünf Marken BMW, Honda, Kawasaki, Suzuki und Yamaha mit hochgezüchteten, über 200 PS starken Motorrädern vertreten. Hier geht es um viel Prestige. Dass der Titel am Ende der Saison an einen BMW-Fahrer geht, steht zwar bereits fest. Die Frage ist nur: an welchen? Zwei Fahrer haben noch Chancen: Ilya Mikhalchik, Ukrainer, 22 Jahre, vom Team alpha Racing-Van Zon-BMW und  Bastien Mackels, Belgier, 33 Jahre, von Wilbers-BMW. Der Nachwuchsfahrer ist mit 31 Punkten Vorsprung in der Gesamtwertung klar im Vorteil. Mackels erhielt zuletzt in Assen eine Zeitstrafe wegen  Frühstarts, die ihn empfindlich zurückwarf. Mikhalchik wiederum hatte bei der IDM in Zolder gepatzt. Was passiert in Hockenheim? Eins steht fest: Mackels wird seine Chancen wahren, bis die schwarz-weiß-karierte Flagge zum letzten Mal fällt. Und es liegt nicht an den beiden Titelfavoriten allein, wie die Saison 2018 in der Top-Klasse endet.

Wird Julian Puffe vielleicht zum Zünglein an der Waage im Titelkampf? Der  22-Jährige aus der Rennstadt Schleiz hat auf der S 1000 RR nichts zu verlieren. Er steht bereits als Gesamt-Dritter in der Meisterschaft fest, als Krönung der Saison fehlt ihm aber noch ein Sieg. Auf den Plätzen in der Gesamtwertung hinter ihm könnten sich die Ereignisse auch noch überschlagen. Die Abstände zwischen Dominic Schmitter (Suzuki), Stefan Kerschbaumer (Yamaha), Pepijn Bijsterbosch (BMW), Jan Halbich (Kawasaki) und Toni Finsterbusch (Suzuki) sind äußerst gering.

In der IDM Supersport 600 kann der Führende Max Enderlein von Glück reden. Der Sachse musste wegen eines Schlüsselbeinbruchs in Assen eine Nullrunde wegstecken. Er befürchtete, dass während seiner Abwesenheit Yamaha-Konkurrent Marc Buchner zuschlagen und ihn in arge Bedrängnis bringen würde. Stattdessen gab es mit Daniel Rubin einen absoluten Überraschungssieger, der gleich zweimal gewann und damit sogar Buchner vom zweiten Tabellenplatz verdrängte. Der angeschlagene Enderlein wird jetzt in Hockenheim wieder fahren und hat noch ein Polster von zwölf Punkten. Aber reicht das am Ende für den IDM-Titel?

Noch enger geht es in der Nachwuchsklasse IDM Supersport 300 zu. Beim IDM-Wochenende in Assen vor zwei Wochen übernahm Toni Erhard erstmals die Führung in der Meisterschaft. Er gewann beide Läufe und überholte Victor Steeman ausgerechnet bei dessen Heimrennen. Erhard, das 17-jährige Talent des Kiefer Racing Teams, startet mit zehn Punkten Vorsprung ins entscheidende Wochenende.  Das Einstiegsalter der jungen Wilden liegt bei 15 Jahren. In der kleinsten IDM-Klasse ist 2018 erstmals auch KTM ein Partner. Für die Chancengleichheit zwischen den einzelnen Motorradkonzepten, die vertreten sind, sorgen Gewichts- und Drehzahllimits.

In der IDM Sidecar mussten die Titelverteidiger Bennie Streuer / Gerard Daalhuizen die Führung kampflos an Josef Sattler / Uwe Neubert abgeben. Streuers Sponsoren bestanden darauf, dass er nicht bei der IDM in Assen, sondern am gleichzeitig stattfindenden WM-Lauf in Rijeka teilnahm. Ist da noch etwas zu retten?

Der Superstock 600-Cup, der Twin Cup 700 sowie der Suzuki GSX-R 1000-Cup machen den IDM-Zirkus komplett.  Eintritt. Zum Freitagstraining sind alle Zuschauer eingeladen kostenfrei vorbeizuschauen. Ein Samstags-Ticket gibt es ab 19,00 Euro. Der Eintritt für das ganze Wochenende kostet 35,00 Euro. Die Preise gelten für Zuschauer ab 18 Jahren, darunter ist der Eintritt frei.

Mittwoch, 26. September 2018

TCR: Opel-Pilot Proczyk sichert sich den Meistertitel

  • Mike Halder gewinnt das letzte Saisonrennen
  • Max Hesse triumphiert in der Honda Rookie Challenge
  • Engstler wird Vizemeister nach starker Aufholjagd von 19 auf vier
Harald Proczyk sichert sich den Meistertitel 2018 in der TCR Germany
Foto: ADAC-Motorsport

Opel-Pilot Harald Proczyk (42, Österreich, HP Racing International) hat sich im packenden Saisonfinale der ADAC TCR Germany den Meistertitel gesichert. Dem Österreicher genügte dafür im letzten Saisonrennen in Hockenheim der dritte Platz, um die nötigen Punkte zu sammeln. Der Sieg im letzten Saisonrennen ging an Mike Halder (22, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen) im Honda Civic TCR, der vor Audi-Fahrer Niels Langeveld (30, Niederlande, Racing One) gewann. Für Furore sorgte auch Luca Engstler (18, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler): Der 18-Jährige fuhr von Startplatz 19 bis auf Rang vier vor und beendet die Saison als Vizemeister. 

"Ich bin super happy, das freut mich wahnsinnig. Der Opel ging hier einfach unglaublich gut, Opel und Hockenheim sind wohl einfach verheiratet", jubelte Proczyk, der gemeinsam mit Luke Wankmüller (17, Straubenhardt) auch den Titel in der Teamwertung gewann: "Ich bin so stolz darauf, dass die Mannschaft nicht einen einzigen Fehler gemacht hat. Das ist einfach schön, so soll es sein." Mit 421 Punkten hatte Proczyk in der Endabrechnung die Nase vorne, Engstler (414) und Langeveld (403) folgten auf den Plätzen zwei und drei. 

Grund zum Jubeln hatte auch Max Hesse (17, Wernau, Prosport Performance), der sich im Audi RS3 LMS den Sieg in der Honda Rookie Challenge sicherte. Als Gewinner der Nachwuchswertung darf sich der 17-Jährige über einen neuen Honda Civic freuen. "Das fühlt sich sehr, sehr gut an. Ich bin sehr happy", sagte Hesse, der das Rennen nach mehreren packenden Duellen als Achter beendete: "Es war teilweise ein bisschen enger als geplant, aber wir sind Meister, und das ist das, was zählt." 

Vor dem Start waren die Karten klar verteilt: Langeveld benötigte dringend einen Sieg, um den Titel noch zu holen - und so setzte der Niederländer von Beginn an alles auf eine Karte. Der Audi-Pilot zog gleich am Start an Pole-Setter Oliver Holdener (22, Schweiz, Wolf-Power Racing) vorbei und setzte sich an die Spitze. Mike Halder verbesserte sich auf den zweiten Platz, auch Proczyk kam beim Start gut weg und setzte sich in der Spitzengruppe fest. Nach einer Runde kam es am Ende der Start-Ziel-Geraden zu einem Kontakt, in dessen Folge Théo Coicaud (18, Frankreich, Hyundai Team Engstler) ausschied. Luca Engstler, wie Coicaud im Hyundai i30 N TCR unterwegs, hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits von Startplatz 19 auf die achte Position verbessert. 

Das Safety Car kam auf die Strecke, das Feld rückte wieder eng zusammen. Beim Restart behauptete Langeveld seine Führung vor Halder, Proczyk kontrollierte mit etwas Abstand das Geschehen und steuerte dem Titel entgegen. "Trotzdem musste ich bis zum Schluss wachsam sein. Im Motorsport kann alles passieren, ich habe schon so viel erlebt", sagte der Österreicher hinterher: "Das war eine ganz heiße Kiste." 

Im Feld ging es weiter eng zu, die Piloten der ADAC TCR Germany lieferten sich packende Duelle. Dabei kam es zu einem Kontakt zwischen Pascal Eberle (27, Schweiz, Steibel Motorsport), Antti Buri (29, Finnland, LMS Racing), Benjamin Leuchter (30, Duisburg, Max Kruse Racing) und Jussi Kuusiniemi (21, Finnland, Positione Motorsport). Dabei überschlug sich Eberle mit seinem Cupra TCR und schied aus. Der Schweizer blieb bei dem Zwischenfall unverletzt, das Safety Car kam jedoch erneut auf die Strecke. 

Wieder blieb Langeveld nach dem Restart an der Spitze, dahinter verbesserte sich Proczyk stetig bis auf den dritten Rang. Max Hesse, der spätere Sieger der Honda Rookie Challenge, hatte eine Schrecksekunde zu überstehen, als er nach einem Kontakt fast die Kontrolle über seinen Audi verlor und etwas zurückfiel. Engstler arbeitete sich derweil stetig nach vorne und hatte die Spitzengruppe zwischenzeitlich im Visier. 

Vorne holte Halder kontinuierlich auf, schloss die Lücke zu Langeveld, drängte sich vorbei und übernahm die Führung. Auch Proczyk überholte Langeveld in dieser Szene, doch der Niederländer schlug umgehend zurück und sicherte sich Platz zwei vor Proczyk, Engstler und Luke Wankmüller, der die Honda Rookie Challenge auf Platz zwei beendete. 

Dienstag, 25. September 2018

ADAC GT4 Germany 2019 nimmt Form an

Sechs Veranstaltungen im Rahmen des ADAC GT Masters 

Foto: ADAC-Motorsport
Erster Ausblick auf die ADAC GT4 Germany: Im Rahmen des ADAC GT Masters-Finales in Hockenheim gab es einen ersten Ausblick auf die neue Serie, die ab 2019 sechs Mal im Rahmen des ADAC GT Masters startet. Bei einer Ausstellung verschiedener GT4-Modelle im Fahrerlager konnten sich Fans, Fahrer und Teams einen ersten Eindruck von der ADAC GT4 Germany machen. Saisonstart der ADAC GT4 Germany 2019 ist vom 26. bis 28. April in der Motorsport Arena Oschersleben. 

Sechs Läufe im Rahmen des ADAC GT Masters stehen für die ADAC GT4 Germany 2019 im Kalender. Die Serie startet in Oschersleben (26. bis 28. April), auf dem Nürburgring (16. bis 18. August), in Hockenheim (13. bis 15. September) auf dem Sachsenring (27. bis 29. September) sowie bei zwei Auslandsevents des ADAC GT Masters. Das Wochenendformat orientiert sich am erfolgreichen Format des ADAC GT Masters mit zwei freien Trainings, zwei Zeittrainings und zwei Rennen mit Fahrerwechsel. Zwei Fahrer teilen sich ein Auto, startberechtigt sind ausschließlich junge Talente oder Amateur-Rennfahrer der FIA-Fahrereinstufungen "Bronze" und "Silber". Wie im ADAC GT Masters kommen Einheitsreifen von Pirelli zum Einsatz. An jedem Rennwochenende stehen den Teilnehmern zwei neue Satz Pirelli-Reifen zur Verfügung, am ersten Rennwochenende drei. 

"Seit der Vorstellung der Serie im Juli haben wir eine große Resonanz und ein sehr positives Feedback erhalten", sagt ADAC Motorsportchef Thomas Voss. "Wir haben nun frühzeitig die Rahmenbedingungen abgesteckt, damit interessierte Teams und Fahrer frühzeitig Planungssicherheit haben, und haben die Chance genutzt, uns in Hockenheim mit vielen Interessierten auszutauschen. In den kommenden Monaten arbeiten wir an weiteren Details und freuen uns schon jetzt auf die ADAC GT4 Germany 2019." 

Die Einschreibung für die Premierensaison der ADAC GT4 Germany startet am 3. Dezember. Nennschluss ist der 15. März 2019. Insgesamt 28 Startplätze werden nach dem Zahlungseingang des Nenngeldes vergeben, maximal sechs weitere Startplätze vergibt der ADAC.