Freitag, 13. April 2018

ADAC GT Masters startet mit spannenden Premieren in die Saison

  • Erster Saisonlauf des ADAC GT Masters in Oschersleben
  • Neue Fahrer und Autos im Mittelpunkt des Interesses
  • Auftakt mit 36 Sportwagen von acht Marken und 23 Teams
Foto: Jens Hawrda
WEC-Weltmeister und Le-Mans-Sieger Timo Bernhard (36/Bruchmühlbach-Miesau), DTM-Champion Timo Scheider (39/Lochau), GT1-Weltmeister Lucas Luhr (38/Ermatingen), Ferrari 488 GT3 oder Honda NSX GT3 - zahlreiche namhafte Piloten und spektakuläre GT-Fahrzeuge feiern am kommenden Wochenende (13. bis 15. April) ihre Premiere im ADAC GT Masters. Beim Saisonauftakt in der Motorsport Arena Oschersleben treffen sie erstmals auf die etablierten Teilnehmer der "Liga der Supersportwagen". Welchem Fahrerduo und welcher der insgesamt acht Marken im Feld gelingt dabei der beste Saisonstart? Die beiden Rennen des Auftaktwochenendes werden am Samstag und Sonntag ab 13:00 Uhr von SPORT1 live und in voller Länge übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.
 
Am kommenden Wochenende fällt in Oschersleben der Startschuss für Saison zwölf des ADAC GT Masters. Gesucht wird der Nachfolger des letztjährigen Champions Jules Gounon (23/F). Insgesamt 36 stark besetzte GT3-Sportwagen von Audi, BMW, Corvette, Rückkehrer Ferrari, Debütant Honda, Lamborghini, Mercedes-AMG sowie Porsche versprechen eine spannende Saison. Sieben ehemalige ADAC GT Masters-Champions messen sich mit hochkarätigen Gegnern, darunter einige namhafte Neulinge, die erstmals in der Serie antreten.
 
Als zweifacher FIA-WEC-Titelgewinner und Le-Mans-Sieger (jeweils 2015 und 2017) kommt Timo Bernhard in die Motorsport Arena. Der Sportwagen-Star tritt erstmals für seinen eigenen Rennstall KÜS Team75 Bernhard an, wo er sich einen Porsche 911 GT3 R mit dem Porsche-Werksfahrerkollegen Kévin Estre (29/F) teilt. Ein zweiter großer Name, der in Oschersleben debütieren wird, ist Timo Scheider, der DTM-Champion von 2008 und 2009. Er startet zusammen mit BMW-Motorsport-Junior Mikkel Jensen (23/DK) in einem BMW M6 GT3. "Ich freue mich riesig, wieder in Deutschland präsenter zu sein und meine erste Meisterschaft mit BMW und dem BMW Team Schnitzer in Angriff zu nehmen", so Scheider.
 
Lucas Luhr, der FIA-GT1-Weltmeister von 2011, debütiert ebenfalls mit einem Porsche 911 GT3 R im ADAC GT Masters. Der zweimalige Sieger des ADAC Zurich 24 Rennens startet zusammen mit Teamchef Jan-Erik Slooten (33/Jülich) für den neuen Rennstall IronForce by RING POLICE, der von YouTube-Star JP Kraemer unterstützt wird. Kraemer wird an der Strecke dem Team die Daumen drücken.
 
 uch bei den Rennfahrzeugen gibt es 2018 im ADAC GT Masters spektakuläre Neuzugänge. Seine Serienpremiere feiert in Oschersleben der Ferrari 488 GT3. Mit dem Fahrzeug von HB Racing kehrt das "Cavallino Rampante" erstmals seit 2012 in die "Liga der Supersportwagen" zurück. Gefahren wird der 488 von Ex-Champion Luca Ludwig (29/Bornheim) und Dominik Schwager (41/Eisenhofen). Ludwig, der in Oschersleben schon vier Laufsiege feiern konnten, ist gespannt auf den Saisonstart. "Für mich ist der Saisonauftakt etwas Besonderes," sagt Ludwig. "Natürlich zum einen, weil ich erstmals im Ferrari, mit einem neuen Team und Teamkollegen starte, aber auch weil die lange Winterpause vorbei ist. Ich freue mich auf die erste richtige Standortbestimmung. Ich denke, wir werden ganz gut dabei sein, aber wohl noch nicht ganz vorn. Der Ferrari fährt sich ganz anders als der Mercedes-AMG aus dem letzten Jahr. Ich muss mich daher umstellen. Beim 488 ist zum Beispiel der Bereich, in dem man wirklich schnell ist, sehr schmal. Man muss beim Fahren alles präzise auf den Punkt bringen."
 
Ebenfalls neu im ADAC GT Masters sind die Honda NSX GT3, die von den Oscherslebener Lokalmatadoren Honda Team Schubert Motorsport eingesetzt werden. "Das Rennwochenende ist eine tolle Herausforderung", freut sich Teamchef Torsten Schubert auf die Europa-Premiere des GT-Sportwagens. "Wir waren zuletzt noch einmal testen und haben beim Set-up sehr viel gefunden. Daher hoffe ich, dass wir uns im Mittelfeld platzieren. Mit unseren beiden jungen Fahrern Christopher Dreyspring und Giorgio Maggi wollen wir möglichst viele Punkte in der Pirelli-Junior-Wertung sammeln."
 
Den Fans wird in Oschersleben auch ein umfangreiches Rahmenprogram geboten. Die ADAC Formel 4, die ADAC TCR Germany, der Porsche Carrera Cup Deutschland und der Renault Clio Cup Central Europe tragen dort ebenfalls ihren ersten Saisonlauf aus. Sowohl am Samstag (10:15-10:45 Uhr) als auch am Sonntag (10:45-11:15 Uhr) können die Zuschauer beim Pit Walk Autogramme sammeln und ein Blick hinter die Kulissen des ADAC GT Masters werfen. Beim Meet the Drivers vor der ADAC Hospitality haben die Fans am Samstag ebenfalls die Chance, die Fahrer zu treffen.

Mittwoch, 11. April 2018

DTM: Drei Fragen an Daniel Juncadella

Daniel Juncadella
Foto: Mercedes-Motorsport
Daniel, Du bist am Dienstag zum ersten Mal seit deiner Verletzung wieder in einem DTM-Auto gefahren. Wie hat es sich angefühlt?
 
Daniel Juncadella: Es war eine ganz besondere Situation für mich. Ich wusste schon vorher, dass ich meinen Arm bewegen konnte, aber am Montag saß ich das erste Mal wieder im Auto und wurde darin angeschnallt. Da habe ich erst einmal gemerkt, wie eng es im Cockpit wirklich ist. Danach war ich mir nicht ganz sicher, ob ich so am Dienstag würde fahren können. Aber nach dem ersten Run habe ich bemerkt, dass wir nur ein paar Anpassungen am Lenkrad und dem Sitz benötigen. Auf dem zweiten Run fühlte ich mich bereits okay. Als ich dann aus dem Auto gesprungen bin, sah ich, dass ich zu diesem Zeitpunkt nur drei Zehntel hinter Gary auf Platz zwei lag. Das war eine große Überraschung für mich! Denn ich fühlte mich zwar gut im Auto, rechnete aber damit, dass ich bei den Rundenzeiten wegen der Verletzung vielleicht weiter weg sein würde. Schließlich muss ich den Rechtskurven meinen rechten Arm etwas mehr verwenden und hier in Hockenheim gibt es relativ viele Rechtskurven.
 
Im Team hast Du jetzt schon den liebevollen Spitznamen „ Mann aus Titan“ weg. Was sagst Du dazu?
 
Daniel Juncadella: Na klar, ich bestehe jetzt aus einem ganz schönen Stück Titan. Vielleicht poste ich in den nächsten Tag noch ein paar Bilder davon, um den Beweis anzutreten! Aber im Ernst: Das war ein ganz besonderer Tag für mich. Das Gefühl kommt fast an die größten Erfolge in meiner Karriere heran. Zu Beginn des Nachmittags war es für mich etwas härter, aber insgesamt lief alles super und ich konnte 121 Runden absolvieren.
 
Wie hat sich das Auto angefühlt?
 
Daniel Juncadella: Es war gut. Das Team hat im Vergleich zum ersten Testtag am Montag ein paar Veränderungen vorgenommen und dadurch war das Setup bereits zu Beginn sehr ordentlich. Wir haben am Vormittag einige Dinge ausprobiert, die sich positiv ausgewirkt haben. Am Nachmittag haben wir uns auf Rennsimulationen konzentriert. Das war für mich die erste Rennsimulation mit der neuen Reifenmischung, die ich vor zwei Jahren schon einmal getestet habe. Das lief ebenfalls sehr positiv und ich glaube, dass ich dabei konkurrenzfähig gewesen bin. Insgesamt war es ein perfekter Tag für mich. Ich hätte mir keinen besseren Tag wünschen können.

ADAC GT Masters: Interview mit Timo Scheider

Timo Scheider: Das ADAC GT Masters ist eine tolle Herausforderung

  • Zweimaliger DTM-Champion debütiert am Wochenende im ADAC GT Masters
  • BMW-Werkspilot im Interview vor dem Saisonauftakt
  • Scheider teilt sich BMW M6 GT3 mit BMW-Motorsport-Junior Mikkel Jensen
Timo Scheider
Foto: Jens Hawrda
Der zweimalige DTM-Champion Timo Scheider (39/Lochau) startet am kommenden Wochenende (13.-15. April) in Oschersleben zum ersten Mal im ADAC GT Masters. Der Pilot des BMW Team Schnitzer erklärt im Interview, warum er sich auf die "Liga der Supersportwagen" freut, was seine Ziele sind und wie er seine Rolle als Mentor der BMW-Motorsport-Junioren sieht. Die beiden Rennen am Auftaktwochenende des ADAC GT Masters werden am Samstag und Sonntag ab 13:00 Uhr von SPORT1 live und in voller Länge übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.
 
Willkommen im ADAC GT Masters. Wie groß ist die Vorfreude auf Ihre Premierensaison? 

Timo Scheider: "Danke. Ich freue mich wirklich auf das ADAC GT Masters. In meinem Alter noch einmal etwas ganz Neues zu machen ist immer schön. Speziell mit BMW und dem BMW Team Schnitzer meine erste Saison zu bestreiten ist toll. Das ist ein Programm, das mich erfüllt und mir Spaß macht. Das ist ganz wichtig, denn in meinem Alter macht man nur noch Dinge, die einem Spaß machen und nicht die, die man machen muss."
 
Was reizt Sie an der Serie? 

"Vor allem, dass ich etwas mache, das ich bisher noch nicht gemacht habe. Es ist wie das erste Mal Bungeespringen. Das erste Mal ist immer etwas Besonderes. Nach 16 Jahren DTM, Rallycross und was ich sonst gemacht habe, ist es schwierig, noch neue Herausforderungen zu finden - und das ermöglicht mir jetzt BMW mit dem ADAC GT Masters."
 
Wie sehen Sie Ihre Rolle im BMW Team Schnitzer? Einerseits sind Sie aufgrund Ihrer großen Erfahrung der Mentor für die BMW-Motorsport-Junioren im Team, andererseits bestreiten Sie aber selbst Ihre erste Saison im ADAC GT Masters ... 

"Es ist für mich in der Tat eine spezielle Situation. Auf der einen Seite muss ich selbst viel lernen, aber auf der anderen Seite bringe viel Erfahrung mit, die ich gerne mit meinen Teamkollegen teilen möchte. Mit den BMW-Motorsport-Junioren teile ich gerne meine ganze Erfahrung aus vielen Jahren Motorsport. Aber die Jungs haben teilweise mehr Erfahrung im GT-Auto als ich und können mir sicher auch noch das eine oder andere zeigen. Daher versuchen wir uns zu ergänzen und ich versuche sie an die Hand zu nehmen, wo es geht."
 
Mit dem BMW Team Schnitzer fahren Sie für einen der erfahrensten und erfolgreichsten Rennställe in Deutschland überhaupt. Haben Sie sich schon eingelebt?

"Ich kenne das Team bereits vom ADAC Zurich 24h Rennen auf dem Nürburgring. Es gibt wohl kein anderes Team, das solch eine BMW-Historie hat. Für so eine Mannschaft antreten zu dürfen ist etwas ganz Besonderes und eine große Ehre. Ich freue mich sehr darauf, jetzt eine komplette Saison mit Schnitzer zu bestreiten."
 
Was sind Ihre Ziele für die Saison?

"Wir wollen Rennen gewinnen! BMW war schon im vergangenen Jahr sehr erfolgreich und hatte mit Philipp Eng bis zum letzten Rennen gute Chancen auf den Titel. Das muss natürlich auch in diesem Jahr das Ziel sein. Aber wir müssen realistisch bleiben und bis zum ersten Qualifying abwarten, wo wir stehen. Die Basis ist auf jeden Fall gut und das Auto hat schon 2017 gezeigt, dass es konkurrenzfähig ist. Wenn sich das Leistungsniveau in diesem Jahr nicht allzu sehr verschiebt, sollten wir auf jeden Fall in der Lage sein, Rennen zu gewinnen."
 
Gibt es ein Rennen, auf das Sie sich in dieser Saison besonders freuen?

"Der Saisonstart in Oschersleben ist die erste große Freude, die ich haben werde. Es wird Zeit, dass die Winterpause vorbei ist und es endlich wieder losgeht. Zandvoort ist auch ein Highlight, da es meine Lieblingsstrecke ist. Ich bin aber auch gespannt auf Strecken wie Most oder den Sachsenring, wo ich schon einige Jahre nicht mehr gefahren bin."

Prosport Performance mit zwei Audi in der ADAC TCR Germany

  • Zweite Saison mit dem Audi RS3 LMS für das Team aus der Eifel
  • Teamchef Chris Esser: "An die Erfolge des Vorjahrs anknüpfen"
  • Max Hesse will in der Rookiewertung mitmischen, Sandro Kaibach peilt Top Fünf an
Prosport Performance: Max Hesse
Foto: ADAC-Motorsport
Ein Team aus der Eifel mit Power aus Ingolstadt: Der in Wiesemscheid in der Nähe des Nürburgrings ansässige Rennstall Prosport Performance greift in der dritten Saison der ADAC TCR Germany mit zwei Audi RS3 LMS und Sandro Kaibach (20, Bad Waldsee) sowie Max Hesse (16, Wernau) an. Nach den Erfolgen im vergangenen Jahr will das Team um den erfahrenen Chef Chris Esser und seinen Chef-Techniker Manfred Wollgarten in dieser Saison mit den beiden jungen Piloten voll durchstarten. Der Startschuss für die dritte Saison fällt am 13. bis 15. April in der Motorsport Arena Oschersleben. SPORT1 zeigt die Rennen der Tourenwagenserie des ADAC im TV.
 
Schon die Testtage Ende März in Oschersleben verliefen positiv, wenngleich Manfred Wollgarten, Technischer Leiter bei Prosport Performance, ganz realistisch an die Saison herangeht. "Wir haben mit Max und Sandro zwei sehr junge Fahrer im Team. Ihnen fehlt sicher noch etwas die Erfahrung, vor allem dem 16-jährigen Max", sagt Wollgarten, der den Saisonauftakt am Wochenende vor allem als Standortbestimmung erwartet.
 
2017 hatte das Team aus der Eifel unter dem Namen "AC Mayen 1927 e.V. im ADAC" mit zwei Audi RS3 LMS erstmals an der Tourenwagenserie des ADAC teilgenommen und mit einem Laufsieg sowie vier Podiumsplatzierungen durch Sheldon van der Linde (18, Südafrika) und Max Hofer (18, Österreich) einen guten Einstand gefeiert.
 
An diese Erfolge will man nun anknüpfen, und auch die beiden Piloten haben sich viel vorgenommen. "Die beiden Testtage verliefen sehr gut. Das Auto funktioniert super und die Zusammenarbeit mit dem Team hat großen Spaß gemacht. Wir haben uns von Sitzung zu Sitzung verbessert", sagt Max Hesse, der bereits im Vorjahr auf dem Sachsenring und beim großen Finale in Hockenheim im Audi RS3 LMS von Aust Motorsport teilgenommen hatte. "Natürlich wird das kein einfaches Jahr, aber in der Rookiewertung möchte ich um den Titel mitkämpfen."
 
Hesse wird von der ADAC Stiftung Sport gefördert, er gehörte zu den erfolgreichsten deutschen Kartpiloten und gewann dreimal in Folge von 2010 bis 2012 das ADAC Kart Masters. Dies blieb auch dem erfahrenen Team Prosport nicht verborgen, und Teamchef Esser sieht großes Potenzial beim 16-Jährigen. "Max Hesse ist ein großes Talent. Wir wollen auch in diesem Jahr wieder ein gutes Paket für die TCR schnüren und hoffen, an die Erfolge der vergangenen Saison anknüpfen zu können", sagt Esser.
 
Auch Sandro Kaibach war bereits im vergangenen Jahr dabei. Der 20-Jährige fuhr 2017 ebenfalls für Aust Motorsport und machte als 13. der Gesamtwertung und vielen guten Platzierungen, unter anderem als Sechster auf dem Nürburgring, auf sich aufmerksam. Nun plant Kaibach, der von einer Karriere im professionellen Motorsport träumt, den nächsten Schritt. "Prosport Performance war in der Saison 2017 das erfolgreichste Audi-Team, der Wechsel machte für mich Sinn. Nachdem ich meine Premierensaison mit einem Platz in den Top 20 besser als erwartet beendet habe, möchte ich jetzt einen weiteren Schritt nach vorn machen", sagt Kaibach, der sich mit einem Platz in den Top Fünf ein hohes Saisonziel gesteckt hat.
 
Seine Vita liest sich im Übrigen anders, als die vieler anderer Nachwuchsfahrer. Kaibach, der mit seinem Vater früher oft an Rennstrecken war, startete nie in einer Kartserie, auch andere ähnliche Angebote ließ er aus. Erst 2015 folgte der Schritt in den Motorsport: Als absoluter Quereinsteiger und jüngster Pilot mit gerade einmal 17 Jahren stieg er in den internationalen Markenpokal Renault Clio Cup Central Europe ein. Ein Jahr später holte er den Junioren-Titel im Clio Cup, ehe er 2017 in die ADAC TCR Germany wechselte.
 
"Der Ansporn, im Rahmenprogramm des ADAC GT Masters vor großer Publikumskulisse fahren zu dürfen, war ein großer Anreiz", sagt Kaibach, der ebenfalls Lob von seinem Teamchef erhält. "Sandro hat großes Potenzial. Er besitzt bereits große Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr und hat sein Können schon einige Male gezeigt", sagt Chris Esser: "Ich bin optimistisch, dass wir mit ihm in der kommenden Saison erfolgreich sein können."

Dienstag, 10. April 2018

Audi e-tron Vision Gran Turismo: Aus der PlayStation auf die Rennstrecke

  • Aus Virtualität wird Realität
  • Rein elektrisches Konzeptauto als Renntaxi bei der Formel E im Einsatz
  • Audi-Entwicklungschef Peter Mertens: „E-Mobilität gewinnt rasant an Bedeutung“
Audi e-tron Vision Gran Turismo
Foto: Audi-Motorsport
Mit der rein elektrischen Studie „Audi e-tron Vision Gran Turismo“ macht Audi Elektromobilität jetzt auf eine besondere Art erlebbar: Ursprünglich exklusiv für virtuelle Rennen auf der PlayStation 4 entwickelt, macht Audi den neuen Rennwagen bei der Formel E zur Realität. Ab dem Rennen in Rom am Samstag, 14. April, ist der Audi e-tron Vision Gran Turismo als Renntaxi im Einsatz.
 
Audi e-tron Vision Gran Turismo
Foto: Audi-Motorsport
 
„E-Mobilität gewinnt rasant an Bedeutung“, sagt Peter Mertens, Vorstand für Technische Entwicklung der AUDI AG. „Deshalb ist Audi 2017 als erster deutscher Hersteller werkseitig in die Formel E eingestiegen. In unserem Entwicklungslabor Motorsport bauen wir unsere Kompetenzen bei E-Mobilität kontinuierlich aus und sammeln wertvolle Erfahrungen, auch unter Extrembedingungen. Mit dem Audi e-tron Vision Gran Turismo Renntaxi machen wir Elektromobilität für unsere Kunden und Gäste im Rahmen der Formel-E-Rennen erlebbar – mitten in den Metropolen dieser Welt.“

Kunden und Gäste der Marke mit den Vier Ringen können die Stadtkurse der Formel E ab dem Rennen in Rom (14. April) als Beifahrer im Audi e-tron Vision Gran Turismo erleben. Dieses Einzelstück haben die Mitarbeiter im Audi-Vorseriencenter in nur elf Monaten entwickelt und gefertigt. Vorbild war der Audi e-tron Vision Gran Turismo aus dem PlayStation-Spiel „Gran Turismo“. Das millionenfach verkaufte Spiel „Gran Turismo“ besitzt bei Spielern auf der ganzen Welt längst Kultstatus. Seit knapp 20 Jahren arbeitet Audi mit Sony und Polyphony Digital – den Schöpfern von „Gran Turismo“ – zusammen. Audi-Designer haben den Audi e-tron Vision Gran Turismo für den Wettbewerb „Vision Gran Turismo“ entworfen, der zum 15-jährigen Jubiläum des populären Spiels auf den Markt kam. Zahlreiche Automobilhersteller haben dafür virtuelle Rennautos entwickelt.

Audi e-tron Vision Gran Turismo
Foto: Audi-Motorsport
Viele dieser Studien wurden anschließend auch im Maßstab 1:1 gebaut und auf Messen präsentiert. Der Audi e-tron Vision Gran Turismo ist jedoch das erste Concept Car dieser Reihe, das voll funktionsfähig auf realen Rennstrecken zum Einsatz kommt. „Darauf sind wir besonders stolz“, sagt Audi-Chefdesigner Marc Lichte. „Obwohl man bei dem Entwurf eines virtuellen Autos viel mehr Freiheiten hat und Dinge konzipieren kann, die in der Realität nur schwer umsetzbar sind, wollten wir dennoch kein rein fiktives Konzept auf die Räder stellen. Unser Ziel war ein voll funktionsfähiges Auto. Der Audi e-tron Vision Gran Turismo zeigt, dass Elektromobilität bei Audi sehr emotional ist. In diesem Auto stecken zahlreiche Elemente unserer neuen Designsprache, zum Beispiel der invertierte Singleframe in Wagenfarbe, der typisch für unsere neuen e-tron-Modelle sein wird.“
 
Bewusst greift der Audi auch Designelemente und die Farbgebung des legendären Audi 90 quattro IMSA GTO auf, mit dem das Unternehmen 1989 in der nordamerikanischen IMSA-GTO-Rennserie mit Fahrern wie Hans-Joachim Stuck, Walter Röhrl, Hurley Haywood und Scott Goodyear Motorsportfans begeisterte. Das Auto war mit seiner Kombination aus konsequentem Leichtbau und quattro-Antrieb gepaart mit einem leistungsstarken Fünfzylinder-Turbomotor damals seiner Zeit weit voraus.