Donnerstag, 22. März 2018

ADAC GT Masters startet mit Testfahrten in Oschersleben in die Saison

  • Offizielle Testtage in der Motorsport Arena Oschersleben
  • Teams und Fahrer bereiten sich auf Saisonauftakt vom 13.–15. April vor
Foto: Jens Hawrda
Das lange Warten hat ein Ende: In der kommenden Woche (26.–27. März) geht es für die Teams und Fahrer des ADAC GT Masters beim offiziellen Vorsaisontest in der Motorsport Arena Oschersleben endlich wieder los. Rund 35 Supersportwagen von Audi, BMW, Corvette, Ferrari, Honda, Lamborghini, Mercedes-AMG und Porsche absolvieren in der Magdeburger Börde die Generalprobe für die Saison 2018. Fans sind bei den zweitägigen Testfahrten willkommen. Nur gut zwei Wochen später – vom 13. bis 15. April – bestreitet das ADAC GT Masters an gleicher Stelle seinen Saisonauftakt. Dieser wird, wie alle anderen Events, live und in voller Länge von SPORT1 übertragen.
 
Am Warm-up für die zwölfte Saison der „Liga der Supersportwagen“ nehmen alle 23 eingeschriebenen Teams teil – neben den bekannten Rennställen zählen dazu gleich fünf Neueinsteiger und mehrere Rückkehrer wie das Team Rosberg und Phoenix Racing. Für großes Interesse werden auch die ADAC GT Masters-Premieren des Ferrari 488 GT3 und des Honda NSX GT3, der im ADAC GT Masters erstmals überhaupt in Europa zum Einsatz kommt, sorgen.
 
Neben dem ADAC GT Masters bereiten sich in Oschersleben auch die ADAC Formel 4, die ADAC TCR Germany und der Porsche Carrera Cup Deutschland auf das bevorstehende Motorsportjahr vor. Die ADAC Formel 4 und der Porsche Carrera Cup proben am 27. und 28. März, die ADAC TCR Germany testet am 26. und 27. März. Fans sind an allen drei Tagen in der Motorsport Arena herzlich willkommen. Tagestickets zum Preis von jeweils fünf Euro sind ausschließlich an der Tageskasse erhältlich.

Dienstag, 20. März 2018

Titelverteidiger Callaway Competition mit neuem Fahreraufgebot

  • Marvin Kirchhöfer wird Stammfahrer im ADAC GT Masters
  • Frank Kechele und Daniel Keilwitz unterstützen Kirchhöfer
Corvette C7 GT3-R von Callaway Competition
Foto: Jens Hawrda
Callaway Competition startet mit einem neuen Fahreraufgebot die Mission Titelverteidigung im ADAC GT Masters. Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) wird sich die Corvette C7 GT3-R des Rennstalls in dieser Saison mit Frank Kechele (31/München) und Ex-Champion Daniel Keilwitz (28/Villingen) teilen. Die "Liga der Supersportwagen" feiert vom 13.-15. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihren Saisonauftakt. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen.

Auch in der Saison 2018 setzt Callaway Competition beim Fahreraufgebot auf die Mischung, die im Vorjahr zum Gewinn des Fahrer-, Team- und Juniortitels führte: einen talentierten Nachwuchspiloten, der einen erfahrenen und schnellen Teamkollegen an seiner Seite hat. "Marvin Kirchhöfer hat 2017 in seinem ersten Jahr im ADAC GT Masters sein Talent immer wieder aufblitzen lassen", sagt Mike Gramke, der als langjähriger technischer Direktor von Callaway ab der Saison 2018 auch die Rolle des Teamchefs übernimmt. "Mit Frank Kechele und Daniel Keilwitz hat er zwei sehr starke Teamkollegen, von deren Erfahrung er profitieren wird. Frank, der Daniel in Oschersleben und Most wegen Terminüberschneidungen vertreten wird, zählte immer schon zu den Schnellsten im Feld, und die Erfolgsbilanz von Daniel im ADAC GT Masters ist einfach beeindruckend."

Mit Marvin Kirchhöfer hat der schwäbische Rennstall, der mit 27 Siegen der erfolgreichste der Serienhistorie ist, einen "jungen Wilden" verpflichtet. Der Sachse, der 2017 in einem Mercedes-AMG seine Debütsaison bestritten hat, freut sich auf sein zweites Jahr in der Serie. "Ich bin sehr glücklich, dass ich in diesem Jahr für Callaway Competition fahren kann", so der 24-Jährige, der 2012 das ADAC Formel Masters gewann. "Ich habe die Corvette bereits kurz in Frankreich getestet und hatte sofort einen sehr positiven Eindruck. Ich bin schon sehr gespannt auf den Vorsaisontest Ende März in Oschersleben." Kirchhöfer, der den nicht mehr im ADAC GT Masters startenden Vorjahreschampion Jules Gounon (24/F) ersetzt, möchte in die Fußstapfen des Franzosen treten: "Ich möchte auf jeden Fall meinen ersten Sieg im ADAC GT Masters holen und möglichst viele Punkte sammeln, das ist ganz klar das Ziel. Was die Gesamtwertung angeht, müssen wir mal schauen, wie sich die Saison entwickelt. Als Umsteiger aus dem Formelsport kam im vergangenen Jahr ziemlich viel Neues auf mich zu, jetzt habe ich deutlich mehr Routine im GT-Sport und kann mich auf die wichtigen Dinge konzentrieren. Das stimmt mich sehr zuversichtlich."

Als Teamkollegen von Kirchhöfer kommen Frank Kechele und ab dem dritten Event auf dem Red Bull Ring (A) Callaway-Urgestein Daniel Keilwitz zum Einsatz. Der dreifache Rennsieger und Rekord-Polesitter Kechele startet in Oschersleben und Most (CZ). "Ich freue mich sehr, erstmals seit dem Saisonfinale 2015 wieder im ADAC GT Masters anzutreten - und das für Callaway Competition", so der Münchener. "Das ist eine tolle Gelegenheit für mich. Das Team macht in jedem Jahr einen guten Job. Wenn man für Callaway startet, weiß man, dass man eine kompetente Mannschaft hinter sich hat. Ich möchte ihr bei den ersten beiden Rennen helfen und mit Marvin viele Punkte sammeln."

Montag, 19. März 2018

Formel-E: Lucas di Grassi zurück auf dem Podium

  • Audi auch beim E-Prix in Uruguay auf dem Siegerpodest
  • Daniel Abt nach erneut starker Leistung im Pech
 
Titelverteidiger Lucas di Grassi hat beim sechsten Lauf der Elektro-Rennserie Formel E in Punta del Este (Uruguay) mit Platz zwei sein erstes Podiumsergebnis der Saison erzielt.
Lucas di Grassi holt in Uruguay Platz zwei für Audi
Foto: Audi-Motorsport / Michael Kunkel
Der Brasilianer aus dem Team Audi Sport ABT Schaeffler zeigte auf der schnellsten Strecke der Saison eine eindrucksvolle Leistung. Im Freien Training am Vormittag distanzierte di Grassi den Rest des Feldes mit seinem Audi e-tron FE04 um mehr als vier Zehntelsekunden. Auch in der „Super Pole“ fuhr der Audi-Pilot Bestzeit. Doch nicht di Grassi durfte von der Pole-Position aus ins Rennen gehen, sondern der zunächst fünftplatzierte Jean-Eric Vergne im Techeetah.
 
„Dass die Zeiten der schnellsten Fahrer gestrichen wurden, weil wir alle einen Poller in der Schikane berührt haben, war aus meiner Sicht nicht korrekt“, sagte di Grassi. „Ich habe es in der Fahrerbesprechung anders verstanden und es wurde im Freien Training und im Qualifying zuvor auch anders gehandhabt. Statt von der Pole-Position musste ich auf der schmutzigen Seite von Platz zwei starten – und das auf einer Strecke, auf der das Überholen extrem schwierig ist.“
 
Di Grassi lieferte sich das ganze Rennen über ein spektakuläres Duell mit Tabellenführer Jean-Eric Vergne, doch alle Überholversuche des Brasilianers blieben erfolglos. „Ich hatte das schnellere Auto, aber Jev hat sich perfekt verteidigt“, sagte di Grassi. „Heute wären 28 Punkte möglich gewesen, so wurden es nur 18. Aber unser Auto ist superschnell und jetzt auch zuverlässig. Ich freue mich schon auf die zweite Saisonhälfte.“
 
Großes Pech hatte sein Teamkollege Daniel Abt. Der Mexiko-Sieger kämpfte sich in der ersten Rennhälfte vom fünften Startplatz auf Rang drei nach vorn. Nach dem Autowechsel musste er jedoch ein zweites Mal an die Box kommen, weil sich die Gurte gelöst hatten. „Wir müssen herausfinden, wie es dazu kommen konnte“, sagte Daniel Abt, der auf Platz 14 ins Ziel fuhr. „Die Gurte waren geschlossen, doch nach zwei Runden waren sie plötzlich offen.“

„Das Problem mit Daniels Gurten hat uns ein doppeltes Podium gekostet und war eine große Enttäuschung für Daniel“, sagte Teamchef Allan McNish. „Positiv ist, dass wir beide Autos ins Ziel gebracht haben und Lucas nach seinen ersten Punkten in Mexiko nun sein erstes Podium der Saison geholt hat. Sein Duell mit Jean-Eric Vergne an der Spitze war von der ersten bis zur letzten Runde unheimlich intensiv und aufregend. Einmal dachte ich, jetzt hat es Lucas geschafft, aber auch Jev ist ein starkes Rennen gefahren.“
 
„Es war ein enger, harter Kampf zwischen den beiden“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Leider gab es keinen Weg an Jean-Eric Vergne vorbei, obwohl es Lucas mehrmals versucht hat. Heute hätte er den Fanboost gebraucht, den Daniel hatte. Auch wenn mehr drin gewesen wäre, können wir mit der Performance an diesem Wochenende zufrieden sein. Die Zuverlässigkeit war da. Wir blicken positiv auf den Rest der Saison.“
 
Am 14. April findet im Rom (Italien) das erste europäische Formel-E-Rennen der Saison 2017/2018 statt. Daniel Abt liegt nach der ersten Saisonhälfte auf dem siebten Tabellenrang, Lucas di Grassi verbesserte sich in Punta del Este auf Position zehn. Das Team Audi Sport ABT Schaeffler liegt in der Teamwertung auf Rang sechs.

DTM: Drei Fragen an Daniel Juncadella

Daniel Juncadella: „Es ist klasse, dass ich mich in so einem starken Fahrerkader bei Mercedes mit meinen Teamkollegen messen kann“
Daniel Juncadella
Foto: Jens Hawrda
Dani, wie fühlt es sich an, dieses Jahr wieder Rennen in der DTM zu fahren?

Daniel Juncadella:
Das ist großartig. Für mich ist es etwas ganz Besonderes, in einem so historischen Jahr mit dabei zu sein. Nach einem Jahr Pause fühle ich mich dafür bereit. 2016 war eine schwierige Saison für mich und ich war mit der Situation nicht happy. Deshalb brauchte ich eine Veränderung, die ich mit einem Jahr DTM-Pause bekommen habe. Jetzt habe ich meine Akkus wieder aufgeladen und freue mich darauf, in so einem starken Feld mitzukämpfen. Es ist klasse, dass ich mich in so einem starken Fahrerkader bei Mercedes mit meinen Teamkollegen messen kann.

Du hast die Saison 2016 angesprochen. Hast Du damals auch einmal darüber nachgedacht, mit dem Rennfahren ganz aufzuhören?

Daniel Juncadella: Ja, es hat mir keinen Spaß mehr gemacht. Ich war nicht motiviert und habe nicht voll trainiert. Ich habe einfach ein Jahr Pause gebraucht, um wieder zurück zu den Wurzeln zu finden und das Racing wieder zu genießen. Es geht darum, gegen die besten Fahrer der Welt zu kämpfen. Ich habe 2017 ein halbes Jahr dafür gebraucht, aber dann hat mir das Rennfahren wieder Spaß bereitet. Dann kamen auch die Ergebnisse hinzu und ich habe bemerkt, dass es so sein muss. Du musst Spaß am Racing haben. Ich bereue aber nichts und genieße jetzt den Moment.

Verspürst Du vor Deiner Comeback-Saison in der DTM viel Druck?

Daniel Juncadella:
Nein, ganz im Gegenteil. In meinen ersten vier DTM-Jahren habe ich nicht die Ergebnisse eingefahren, die ich mir vorgestellt hatte. Aber ich verspüre keinen besonderen Druck. Ich muss mich nicht noch einmal beweisen. Die Ergebnisse können nur besser werden und es ist eine großartige Gelegenheit, um meine DTM-Zeit mit Mercedes abzuschließen. In dieser Saison sind so viele starke Fahrer und ehemalige Champions am Start, dass der Druck auf anderen lastet. Ich möchte einfach Spaß haben und dann werden die Resultate von alleine kommen.

Samstag, 17. März 2018

Neue Startzeiten: DTM startet 2018 um 13:30 Uhr

  • Einheitlicher Zeitplan Samstags und Sonntags
  • Novum: Nachtrennen in Misano
  • Lausitzring: Comeback auf der langen Grand-Prix-Strecke
Foto: Jens Hawrda
Zuschauerfreundlich und verlässlich: Die DTM setzt in der kommenden Saison auf einheitliche Startzeiten der Rennen am Samstag und Sonntag. Jeweils um 13:30 Uhr werden die Ampeln 2018 auf Grün schalten. „Ich freue mich sehr, dass wir damit dem Wunsch zahlreicher Fans der DTM entsprechen können. Dank unseres neuen Fernsehpartners SAT.1 werden wir neben den einheitlichen Startzeiten auch eine ausführliche und umfangreiche Berichterstattung vor und nach den Rennen bieten können“, sagt Achim Kostron, Geschäftsführer der ITR GmbH, zu den einheitlichen Startzeiten für die DTM-Rennen in diesem Jahr.

Keine Regel ohne Ausnahme – allerdings aus gutem Grund: Bei der Veranstaltung im Sommer im italienischen Misano trägt die DTM erstmals Nachtrennen aus. Die beiden Läufe am 25. und 26. August starten jeweils um 22:20 Uhr Ortszeit. Racing am späten Abend verspricht spektakuläre Bilder und beste Abendunterhaltung für Fans und Urlauber an der italienischen Adriaküste. Bislang fand die einzige DTM-Veranstaltung unter Flutlicht am 16. August 2003 am Nürburgring statt, allerdings lediglich ein Qualifying. Für den Start der beiden Misano-Rennen in den Abendstunden gibt es gute Gründe: Im Sommer klettert das Thermometer im Urlaubsort Misano schon Mal auf 40 Grad Celsius. Zudem ist am Misano World Circuit Marco Simoncelli eine Streckenbeleuchtung vorhanden.

Eine weitere Abweichung gibt es für den Finallauf am 14. Oktober. Damit die Zuschauer nach dem 20. Saisonlauf der DTM am Sonntag in Hockenheim direkt nach der Zieldurchfahrt auf die Rennstrecke strömen und vor dem Podium mit den Teams und Fahrern gebührend feiern können, beginnt das Rennen hier um 15:05 Uhr. Das Öffnen der Zäune für die Zuschauer ist nur möglich, wenn anschließend keine weiteren Rennen mehr auf der Strecke ausgetragen werden.

Die Startzeit der beiden Rennen in Brands Hatch ist 12:30 Uhr Ortszeit (UTC+1). Die TV-Zuschauer in Deutschland erleben somit auch das Gastspiel der DTM auf dem britischen Traditionskurs wie gewohnt ab 13:30 Uhr.

Ebenfalls zur gewohnten Uhrzeit, aber auf einer anderen Streckenvariante werden die DTM-Rennen auf dem Lausitzring ausgetragen. In diesem Jahr soll es auf dem 4,534 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs zur Sache gehen – vorbehaltlich der Streckenabnahme durch den Deutschen Motor Sport Bund (DMSB). Mit insgesamt 14 Kurven und einem ausgeglichenen Verhältnis aus langsamen und schnellen Passagen ist diese Variante besonders anspruchsvoll – und sollte den Fahrern am Ende der langen Gegengeraden im Süden der Rennstrecke eine weitere gute Überholmöglichkeit bieten.

Die DTM startet vom 4. bis 6. Mai 2018 auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg in die neue Saison.