Samstag, 10. Februar 2018

Engstler mit fünf VW Golf GTI TCR in der ADAC TCR Germany

  • Rookiemeister Luca Engstler und Florian Thoma gehen in ihre zweite Saison
  • Rallye-Weltmeistersohn Niko Kankkunen wechselt vom Team LMS Racing zu Engstler
  • TCR-Debüts für Justin Häußermann und den Franzosen Théo Coicaud
Luca Engstler
Foto: Jens Hawrda
Das Liqui Moly Team Engstler geht mit fünf VW Golf GTI TCR in die dritte Saison der ADAC TCR Germany. Wie im Vorjahr sind Luca Engstler (17, Wiggensbach), der Sieger der Honda Rookie Challenge 2017, und Florian Thoma (22, Schweiz) dabei. Justin Häußermann (17, Forchtenberg), Förderpilot der ADAC Stiftung Sport, wird in der Honda Rookie Challenge starten. Die Cockpits vier und fünf besetzen Niko Kankkunen (19, Finnland) und Théo Coicaud (18, Frankreich). Die ADAC TCR Germany startet am Wochenende vom 13. bis 15. April in Oschersleben in ihre dritte Saison. SPORT1 überträgt die Rennen der Tourenwagenserie des ADAC auch in diesem Jahr im Fernsehen.

„Mit dem Zugang von Kankkunen und Coicaud haben wir 2018 ein schlagkräftiges Team. Mit Justin Häußermann in der Rookie Challenge und mit Luca, Florian, Niko und Théo haben wir heiße Eisen um Podestplatzierungen im Feuer“, sagt Teameigner Franz Engstler: „Wir freuen uns auf die Herausforderungen der ADAC TCR Germany. Erste Testfahrten der neuen Piloten wurden bereits absolviert, das Ergebnis lässt uns zuversichtlich in die Meisterschaft gehen.“

Der Golf GTI TCR ist 350 PS stark – die 2018er-Version wurde im Dezember auf der Essen Motor Show vorgestellt und begeisterte Fans und Piloten gleichermaßen. Die Rennautos werden in den nächsten Tagen zu Engstler Motorsport nach Wiggensbach geliefert, erste Testfahrten sind bereits für März in Deutschland geplant.

Luca Engstler gewann mit dem 2017er-Modell im vergangenen Jahr die Honda Rookie Challenge, sein Teamkollege Florian Thoma siegte zum Saisonauftakt in Oschersleben und bescherte VW damals den ersten Erfolg in der ADAC TCR Germany.

Auch Niko Kankkunen, Sohn des viermaligen Rallye-Weltmeisters Juha Kankkunen, war bereits 2016 und 2017 in der ADAC TCR Germany am Start. Der 19-Jährige fuhr für das finnische Team LMS Racing an der Seite von Antti Buri (29, Finnland) im Audi RS3 LMS. Kankkunen belegte 2017 den 21. Platz und will in diesem Jahr erneut angreifen.

Der Franzose Coicaud war bislang im Formelsport aktiv und wird in diesem Jahr seine erste Saison im Tourenwagen absolvieren. Dabei erhält er prominente Unterstützung: Jean Karl Vernay, der Meister der TCR International Serie, ist Coicauds Mentor.

Freitag, 9. Februar 2018

IDM 2018 - Jetzt gehts voran !!!

Foto: Lightshots-Fotografie / Jens Hawrda
Das macht Lust auf Mehr. Nur wenige Tage nach dem offiziellen Startschuss für die Internationale Deutsche Meisterschaft 2018 haben die ersten Fahrer und Teams ihre verbindlichen Nennungen abgegeben. Jeden Tag kommen neue hinzu.

Am Start werden Fahrer auf sechs Marken sein: BMW, Honda, Kawasaki, KTM, Suzuki und Yamaha. In der Superbike 1000, der Topklasse in Deutschlands höchster MotorradStraßenrennsportserie, liegen dem ausrichtenden MOTORRAD action team die Unterlagen von Bastien Mackels und Felix Bauer Schwarz auf Weiß vor. Der 32-jährige Mackels kehrt nach einem Jahr Abstinenz in das Team zurück, das ihm einen seiner größten Erfolge ermöglichte. Der Belgier wurde vor zwei Jahren auf einer Wilbers-BMW Gesamt-Fünfter in der Meisterschaft und will dort wieder anknüpfen. Bei Felix Bauer wiederum handelt es sich um einen hartnäckig kämpfenden Privatier auf einer Honda.

Die Nachfolge des überragenden Meisters Markus Reiterberger von 2017 und dessen Teamkollegen Jan Bühn im alpha Racing-Van Zon-BMW-Team treten Julian Puffe, Christof Höfer und der Ukrainer Illias Mykhalchyk. Damit schickt die Meister-Crew drei absolute IDM-Neulinge auf der BMW S 1000 RR ins Rennen. Vorsicht: Mykhalchyk könnte sich als Granate erweisen. Der 21-Jährige kommt aus den Top Ten der 1000 ccm-Europameisterschaft und wurde im Finale von Jerez 2017 ganz locker Zweiter hinter dem damaligen Gastfahrer und Sieger Markus Reiterberger. Nun ist der Weg nach vorn für Mykhalchyk frei. 

Der Konter von Kawasaki heißt Mathieu Gines. Es handelt sich um ein Kaliber der Extraklasse. Gines ist der IDM Superstock 1000 Champion von 2016. Es folgte der logische Aufstieg in die IDM Superbike 1000, in der auch lange die Führung innehatte. Seine Kollision mit einer aufgewirbelten Pylone und zwei gebrochenen Unterarme auf dem Schleizer Dreieck beendete den Traum vom nächsten Titel. Nun ist die Zeit dafür reif. Gines ist heiß auf Siege und hat bei Weber Motos angeheuert, dem Team von der größten Kawasaki-Vertretung in der Schweiz.

Suzuki setzt mit Janusch Prokop auf einen 20jährigen Youngster, der sich seine ersten Lorbeeren in der IDM Supersport 600 verdiente, bevor er sich auf die GSX-R 1000 schwang. Die Werks-Teams von Yamaha und Honda stecken noch mitten in den Verhandlungen. Ein großes Rätselraten bleibt um Danny de Boer. Dem Niederländer gelang es als einzigem Fahrer, im vergangenen Jahr den einzigartigen Markus Reiterberger zu besiegen. Er kann sich seinen Platz für 2018 aussuchen und muss sich noch zwischen mehreren Angeboten entscheiden.

Die IDM Superbike 1000 präsentiert sich wieder sehr international und lässt auf ein starkes Teilnehmerfeld hoffen. Die kleineren Klassen stehen in nichts nach. In der IDM Supersport 600 führt der Weg zum Titel über Kevin Wahr. Sein Tuner Diego Romero wollte den Rennsport eigentlich aufgeben, doch nach der Schlappe mit dem verlorenen Titel im vergangenen Jahr nehmen Beide das Projekt noch einmal in Angriff und geben der Yamaha R6 die Sporen. Mit Vasco van der Valk hat sich auch hier schon Konkurrenz aus den Niederlanden angemeldet.

Das Feld in der IDM Supersport 300 wird eine Macht, nicht zuletzt, weil sich jetzt auch KTM in der IDM engagiert. Zudem hat sich erneut eine starke Armada aus den Niederlanden angemeldet. Das MOTORRAD action team steht als Ausrichter der IDM außerdem mit dem niederländischen Verband in Kontakt.  In der IDM Sidecar werden die Nennungen intern über die Interessengemeinschaft Gespannrennen gebündelt und am Ende komplett dem IDM-Ausrichter übergeben.  

Formel-E: Doppelsieg für Team Techeetah in Santiago

Andre Lotterer (l.) und Jean-Eric Vergne heben den Daumen
nach dem ersten Doppelsieg in der Geschichte der Serie
Foto: Formel-E Media / LAT Photographic
Die Formel E hat beim vierten Saisonlauf in Santiago wieder für viel Gesprächsstoff gesorgt.Nicht nur der packende Fünfkampf um den Sieg, sondern auch die Duelle im Hinterfeld und die umstrittenen Entscheidungen nach dem Rennen lassen Diskussionen aufkommen.

Am Ende setzte sich Jean-Eric Vergne in einem knallharten Duell gegen Techeetah-Teamkollege Andre Lotterer durch und konnte seinen zweiten Sieg in der Elektrorennserie feiern. Lotterer war jedoch kein leichter Gegner er hilt hart dagegen und machte seinem Teamkollegen das Leben schwaermachte Vergne das Leben jedoch mehr als schwer. Der Kampf zwischen den beiden wurde so hart geführt das Lotterer seinen französischen Teampartner einmal sogar fast ins Aus schob. Letztlich sicherten sich beide jedoch den Doppelsieg, für Lotterer war es der erste Podestplatz in der Formel E. Rang drei ging an Ex-Champion Sebastien Buemi (Renault e.dams).


Interessant wurde es nach dem Rennen, wo Vergne und Lotterer noch einmal um Ihre Position bangen mussten. Letztlich wurden Sie aber die vom Team begangene Manipulationn am Sicherheitsgurt nur mit einer Geldstrafe geahndet.

Ergebnis Santiago ePrix (Top-Five):

1. Jean-Eric Vergne
2. Andre Lotterer
3. Sebastien Buemi
4. Felix Rosenqvist
5. Sam Bird


Stand Fahrerwertung (Top_Five)

1. Jean-Eric Vergne  71 Pkt.        
2. Felix Rosenqvist   66 Pkt.       
3. Sam Bird               61 Pkt.        
4. Sebastien Buemi   37 Pkt.   
5. Nelson Piquet jr.    33 Pkt.

Mittwoch, 7. Februar 2018

Pascal Wehrlein mit DTM-Comeback

  • Nach zwei Saisons in der Formel 1: Pascal Wehrlein startet 2018 wieder im Mercedes-AMG C 63 DTM
  • 2018 wird Pascals vierte Saison in der DTM – von 2013-2015 startete er bereits bei 38 DTM-Rennen
  • Pascal Wehrlein: „Ich verbinde mit der DTM fantastische Erinnerungen, nicht zuletzt an meinen Titelgewinn 2015“
  • Ulrich Fritz: „Auch während seiner Zeit in der Formel 1 ist der Kontakt zum Team nie abgerissen“
Pascal Wehrlein
Foto: Jens Hawrda
Comeback nach zwei Jahren in der Formel 1: Pascal Wehrlein nimmt in der DTM-Saison 2018 wieder im Mercedes-AMG C 63 DTM Platz. Der DTM-Meister von 2015 ist neben seinen Teamkollegen Gary Paffett (2005) sowie Paul Di Resta (2010) der dritte DTM-Champion, der in dieser Saison für das Mercedes-AMG Motorsport DTM Team an den Start geht.
 
„Ich verbinde mit der DTM fantastische Erinnerungen, nicht zuletzt an meinen Titelgewinn 2015, aber natürlich auch an den starken Zusammenhalt im Team und die vielen schönen Erlebnisse mit den Jungs“, sagte Pascal. „Ich habe die DTM auch während meiner Formel 1-Zeit genau verfolgt und war auch bei dem einen oder anderen Rennen vor Ort, um die Mannschaft zu besuchen und zu unterstützen. Seit meinem letzten DTM-Rennen beim Saisonfinale in Hockenheim 2015 hat sich einiges in der DTM verändert. Aber ich mag Herausforderungen und kann es kaum erwarten, zum ersten Mal mit unserem neuen Auto auf die Strecke zu fahren. Die ersten Tests können für mich gar nicht früh genug kommen.“
 
In den vergangenen beiden Saisons startete Pascal für Manor Racing und das Sauber F1 Team in der Formel 1. Für beide Teams fuhr er jeweils die einzigen Punkteplatzierungen der Saison ein. Sein bestes Ergebnis war ein achter Platz beim Großen Preis von Spanien 2017. Parallel dazu absolvierte er in den vergangenen Jahren als offizieller Test- und Ersatzfahrer Testfahrten in den Weltmeister-Silberpfeilen von Mercedes-AMG Petronas Motorsport.
 
Vor seinem Wechsel in die Formel 1 erzielte Pascal zwischen 2013 und 2015 in 38 DTM-Rennen drei Siege und sechs Podestplätze. „ Pascal hat sich damals im Eiltempo in der DTM etabliert und wurde 2015 zum jüngsten Champion in der Geschichte der Serie“, sagte Mercedes-AMG Motorsport DTM Teamchef Ulrich Fritz. „Die Freude, dass Pascal für unser letztes Jahr in die DTM zurückkehrt, ist im Team natürlich riesig. In der Zeit, als er bei uns war, sind viele Freundschaften entstanden und auch in den Jahren, als er in der Formel 1 gefahren ist, ist der Kontakt nie abgebrochen. In der Zwischenzeit hat sich in der DTM mit den neuen Autos, neuen Reifen und neuen Regeln natürlich viel getan. Aber wir sind überzeugt, dass er sich mit seiner Erfahrung und seinem Engagement schnell zurechtfinden wird.“
 

DTM: Maro Engel verlässt die DTM

Maro Engel verlässt die DTM und konzentriert sich voll auf sein Engagement in der Formel E und seine Einsätze im Mercedes-AMG GT3
 
  • Terminkollisionen zwischen der DTM und der Formel E bedeuten, dass DTM-Rennsieger Maro Engel 2018 nicht in der DTM fährt
  • Maro Engel: „Leider gab es keine Lösung dafür, denn ich wäre wahnsinnig gerne wieder in der DTM an den Start gegangen.“
  • Ulrich Fritz: „Maro bleibt Teil der Mercedes-AMG Motorsport-Familie und das gesamte DTM-Team drückt ihm bei seinen Rennen 2018 die Daumen.“
Maro Engel nach seinem DTM-Sieg in Moskau 2017
Foto: Mercedes-Motorsport / Hans-Dieter Seufert
DTM, Formel E und ausgewählte Rennen im Mercedes-AMG GT3: Maro Engel war in der Saison 2017 im Dauereinsatz. Im Motorsport-Jahr 2018 konzentriert sich der Allrounder voll auf seine Einsätze in der Formel E und dem GT-Sport.
 
„Nach meinem ersten Stint in der DTM hatte ich noch eine kleine Rechnung offen“, sagte Maro. „Diese konnte ich im vergangenen Jahr mit meinem ersten Sieg in Moskau begleichen. Dafür bin ich dem Team sehr dankbar. Vielen Dank an die gesamte Mannschaft für eine super Zeit. Es ist schade, dass es in dieser Saison zu einigen Überschneidungen in den Rennkalendern der Formel E und der DTM kommt. Leider gab es keine Lösung dafür, denn ich wäre wahnsinnig gerne wieder in der DTM an den Start gegangen, ganz besonders im letzten Jahr von Mercedes-AMG in dieser Serie. Mit Blick auf die Zukunft haben wir uns aber gemeinsam dazu entschlossen, dass ich mich 2018 voll auf die Formel E und GT-Einsätze konzentriere. Ich werde das Team jedoch bei einigen Rennen vor Ort besuchen und hoffe, dass sie im Abschiedsjahr den Titel noch einmal nach Stuttgart und Affalterbach holen können.“
 
In diesem Jahr stehen für den Vielfahrer seine zweite Saison in der Formel E sowie weitere Einsätze im Mercedes-AMG GT3 im Vordergrund. „Ich habe dem Kundensport-Programm und Mercedes-AMG viel zu verdanken“, fuhr Maro fort. „Deshalb bin ich auch im vergangenen Jahren die großen GT-Rennen weiterhin sehr leidenschaftlich mitgefahren. Das macht mir richtig viel Spaß und darauf freue ich mich auch 2018.“
 
In beiden Bereichen hat die Saison für Maro längst begonnen. Am vergangenen Wochenende bestritt er in Santiago de Chile das vierte Saisonrennen der Formel E, in der er gemeinsam mit seinem Mercedes-AMG Motorsport DTM Teamkollegen von 2017, Edoardo Mortara, für das Venturi Team an den Start geht. Seinen ersten Saison-Einsatz im Mercedes-AMG GT3 absolvierte Maro bereits eine Woche zuvor bei den 24 Stunden von Daytona.
 
„Maro war in der letzten DTM-Saison eine wichtige Stütze unseres Teams und er hat nicht zuletzt mit seinem Sieg in Moskau gezeigt, was für ein starker Rennfahrer er ist“, sagte Mercedes-AMG Motorsport DTM Teamchef Ulrich Fritz. „Dafür möchten wir uns noch einmal ausdrücklich bedanken. Für ihn liegt in diesem Jahr der Fokus auf der Formel E und unserem Kundensportprogramm. Maro ist ein absoluter Allrounder, der in jedem Rennwagen schnell unterwegs ist. Deshalb bin ich überzeugt davon, dass er auch in diesem Jahr erfolgreich sein wird – egal ob im Formelauto in der Formel E oder im GT. Maro bleibt Teil der Mercedes-AMG Motorsport-Familie und das gesamte DTM-Team drückt ihm bei seinen Rennen 2018 die Daumen.“ 
 
Maro blickt auf insgesamt fünf aktive Jahre in der DTM zurück. Zwischen 2008 und 2011 sowie 2017 ging er in 60 DTM-Rennen für die Marke mit dem Stern an den Start und fuhr dabei 67 Punkte ein. Der Höhepunkt war sein erster DTM-Sieg im zweiten Lauf in Moskau 2017. Maros nächster Einsatz in der Formel E steht am 03. März beim Mexiko ePrix auf dem Autodromo Hermanos Rodriguez an.