Freitag, 5. Januar 2018

Timo Scheider startet für BMW im ADAC GT-Masters

Timo Scheider
Foto: Jens Hawrda
Der zweifache DTM-Champion Timo Scheider startet im Jahr 2018 für BMW im ADAC GT-Masters. Für welches Team er starten wird und wer sein Teamkollege im BMW M6 GT3 sein wird steht noch nicht fest.

Donnerstag, 4. Januar 2018

Formel E: Audi mit dem Simulator auf Sekundenjagd

  • Rennfahrer und Ingenieure trainieren unter realistischen Bedingungen
  • Audi-Fahrer Daniel Abt: „Trainingstag in Neuburg ein Schlüssel zum Erfolg“
 
Die beiden Audi-Piloten Daniel Abt und Lucas di Grassi starten am 13. Januar in Marrakesch (Marokko) in den dritten Saisonlauf. Vor jedem Rennen der Elektroserie, in der sich Audi 2017/2018 erstmals werkseitig engagiert, spielen Rennfahrer und Ingenieure den Ablauf eines kompletten Renntages im Audi-Simulator durch.

Einen ganzen Tag lang sind sowohl Daniel Abt als auch der amtierende Champion Lucas di Grassi zum Simulator-Training bei Audi Sport in Neuburg: In einem Formel-E-Chassis, umgeben von Monitoren mit Rundum-Sicht und ausgestattet mit Kopfhörern und Mikrofon, fahren die Rennfahrer Qualifying und Rennen auf der Strecke in Marrakesch.
 
„Diese intensiven Trainings sind der Schlüssel zum Erfolg, denn die Simulation ist sehr realitätsnah“, sagt Daniel Abt. Anhand von Daten der FIA konstruieren die Experten jeden Kurs am Computer bis in alle Details nach – inklusive Kerbs, eventueller Höhenunterschiede und klimatischer Gegebenheiten. „Wir Fahrer haben dann die Möglichkeit, die Strecke kennenzulernen und verschiedene Linien auszuprobieren, ohne dass dies von der ohnehin knappen Trainingszeit am Renntag abgeht“, sagt Abt.
 
Der Vorbereitungstag im Simulator dauert oft acht Stunden oder mehr und dient nicht nur den Rennfahrern zur Vorbereitung. „Unsere Ingenieure können in dieser Zeit viele wichtige Daten sammeln, das Energiemanagement optimieren, verschiedene Software-Versionen testen und den Ablauf eines Renntages durchspielen“, sagt Tristan Summerscale, Formel-E-Projektleiter bei Audi. „Wir gehen vorbereitet auf die Rennstrecke und sind in der Lage, auf neue Situationen flexibler, schneller und entspannter zu reagieren.“
 
Obwohl eine gewisse Ähnlichkeit mit Simulator-Spielen besteht, winkt Daniel Abt bei einem Vergleich lachend ab. „Das eine ist Spaß, das andere echte Arbeit, die wir alle hoch konzentriert bewältigen müssen – auch wenn sie mitten in die Weihnachtszeit fällt.“ Ein Einsatz, der sich auszahlt: Bis heute sind Abt und di Grassi mit 24 Podiumsergebnissen das erfolgreichste Duo der Formel E. Die Fortsetzung soll folgen – am 13. Januar in Marrakesch.

Sonntag, 31. Dezember 2017

Samstag, 30. Dezember 2017

Zahlenspiele - Fakten zu elf Saisons des ADAC GT Masters

  • Seit 2007 begeistert die "Liga der Supersportwagen" Motorsportfans
  • Von wissenswert bis kurios: Statistiken zu 81 Rennwochenenden
  • 18 Champions in elf Jahren
Foto: Jens Hawrda 

2017 bestritt das ADAC GT Masters seine elfte Saison. Ein statistischer Rückblick auf die Geschichte der "Liga der Supersportwagen" seit dem Premierenjahr 2007.

Der einzige Fahrer, der zweimal den Titel gewonnen hat, ist Sebastian Asch, der 2012 und 2015 Champion wurde. Insgesamt holten 18 Fahrer den Titel

Der diesjährige Champion Jules Gounon ist der erste alleinige Titelträger im ADAC GT Masters seit 2009. Außerdem gab es einen alleinigen Champion nur in den Jahren 2007 und 2008

Kelvin van der Linde ist der jüngste Champion, Rennsieger und Pole-Setter in der Geschichte des ADAC GT Masters. Der Südafrikaner stellte diese Rekorde 2014 mit 17 bzw. 18 Jahren auf

Die meisten Rennsiege hat mit 19 Triumphen Daniel Keilwitz. Der Corvette-Pilot hält auch den Rekord für die meisten Siege innerhalb eines Jahres: 2014 gewann er sechsmal

Christian Engelhart ist mit neun Siegen der Fahrer, der die meisten Erfolge errungen hat, ohne bisher Meister geworden zu sein

Den größten Vorsprung eines Siegers hatten Albert von Thurn und Taxis und Christopher Haase mit 55,285 Sekunden bei ihrem Triumph im verregneten Sonntagsrennen in Assen 2008

Zwei Fahrerinnen haben bisher im ADAC GT Masters-Rennen gewonnen: Claudia Hürtgen siegte siebenmal, Rahel Frey zweimal

Den bisher einzigen Titelgewinn einer Frau sicherte sich 2013 die Dänin Christina Nielsen kurioserweise in der "Gentleman"-Wertung, der heutigen Trophy-Wertung für nicht professionelle Rennfahrer

Mehrmals teilten sich Brüder in einem Rennen ein Fahrzeug. Die erfolgreichste Geschwister-Paarung sind Ferdinand und Johannes Stuck, die 2011 zusammen vier Siege holten. Jörg und der spätere Champion Tim Bergmeister triumphierten 2008 zusammen zweimal

17-mal gelang es bisher einer Fahrerpaarung an einem Wochenende beide Rennen zu gewinnen

Pole-König ist Frank Kechele, der neunmal vom besten Startplatz ins Rennen ging

Die bisher schnellste gefahrene Runde im ADAC GT Masters gelang Bernd Schneider 2015 im Qualifying zum zweiten Rennen in Spa. Der DTM-Rekordmeister fuhr auf seiner Pole-Runde einen Schnitt von genau 182 km/h

Das bisher siegreichste Fahrzeugkonzept im ADAC GT Masters sind Frontmotorsportwagen, die bisher 70 Siege eingefahren haben. Mittelmotorautos waren 66-mal erfolgreich, Heckmotor-Porsche 13-mal

Gleichstand herrscht dagegen bei den Titelgewinnen. Jeweils in fünf Saisons gingen die Fahrertitel an Piloten mit Front- beziehungsweise Heckmotor. Einmal (2008, Tim Bergmeister) stellte Porsche mit dem Heckmotor-Elfer den Champion

Das bisher schnellste Rennen wurde mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 170,9 km/h in diesem Jahr am Sonntag auf dem Red Bull Ring ausgetragen. Die Sieger: Das Lamborghini-Duo Rolf Ineichen/Christian Engelhart

Das erfolgreichste Team ist Callaway Competion mit 27 Rennsiegen, 24 Pole-Positions, zwei Fahrer- und zwei Teamtiteln. Die Mannschaft hat seit 2007 bisher auch noch kein Rennen verpasst

Bisher haben 37 verschiedene Teams im ADAC GT Masters Rennen gewonnen

Mit 31 Siegen ist Audi die erfolgreichste Marke im ADAC GT Masters, gefolgt von Corvette (29) und Lamborghini (27)

Seit 2007 hat das ADAC GT Masters 81 Rennwochenenden mit insgesamt 162 Rennen ausgetragen

-Rekordstarter ist Sebastian Asch, der zu 135 Rennen antrat. Die weiteren Piloten mit mehr als 100 Starts sind Luca Ludwig (115), Toni Seiler (113), Daniel Keilwitz (110), Philipp Geipel (104) und Christopher Mies (100)

Jüngster Teilnehmer ist der Schweizer Ricardo Feller. Er war beim Saisonauftakt 2017 gerade einmal 16 Jahre 10 Monate und 29 Tage alt

Bisher startete das ADAC GT Masters auf zwölf verschiedenen Rennstrecken. Die meisten Rennen wurden in Oschersleben und auf dem Nürburgring ausgetragen (jeweils 26)

Mit Oschersleben, dem Nürburgring, dem Lausitzring und dem Sachsenring waren vier Rennstrecken in jeder Saison im Kalender der "Liga der Supersportwagen" vertreten

Die meisten Starter gab es 2012 in Oschersleben und auf dem Nürburgring, wo jeweils 40 Fahrzeuge antraten 

Freitag, 29. Dezember 2017

GRT Grasser Racing Team will auch 2018 im ADAC GT Masters um Siege kämpfen

  • die Österreicher setzen weiter auf Lamborghini Huracán GT3
  • Teamchef Gottfried Grasser optimistisch für ADAC GT Masters-Saison 2018
  • Rennstall gewann 2017 drei Rennen in der "Liga der Supersportwagen"
das Team vom Grasser Racing will auch 2018 vorn mitmischen
Foto: Jens Hawrda
Das GRT Grasser Racing Team will nach der erfolgreichen Saison in diesem Jahr auch 2018 im ADAC GT Masters mit seinen grünen Lamborghini Siege einfahren. Teamchef Gottfried Grasser freut sich auf starke Konkurrenz in der kommenden Saison.

Mit drei Triumphen war das GRT Grasser Racing Team 2017 zusammen mit den Titelgewinnern Callaway Competition der erfolgreichste Rennstall in der "Liga der Supersportwagen". "Grundsätzlich bin ich sehr zufrieden", sagt Teamchef Gottfried Grasser und schmunzelt: "Wir sind die Sonntagsmeister. Wir haben alle unsere Siege im zweiten Rennen geholt. Wären nur die Sonntagsrennen gewertet worden, hätten wir gute Chancen auf den Titel gehabt."

Besonderes Highlight war der Triumph von Christian Engelhart und Rolf Ineichen beim Heimspiel der Lamborghini-Mannschaft auf dem Red Bull Ring. "Das war wirklich wunderschön und hat uns extrem gefreut", so Grasser. "Es war das zweite Mal nach 2015, dass wir praktisch direkt vor der Haustür gewonnen haben, denn unser Teamsitz liegt ja nur wenige Kilometer von der Rennstrecke entfernt."

Der Österreicher geizt nicht mit Lob für seine Fahrerpaarungen: "Sowohl Christian und Rolf als auch Ezequiel Perez Companc und Mirko Bortolotti haben einen tollen Job gemacht. In der zweiten Saisonhälfte haben wir uns noch mal gesteigert und waren besser als zu Saisonbeginn. Vor allem Ezequiel, der seine erste Saison für uns fuhr, ist im Laufe des Jahres immer besser geworden. Aber auch Rolf hat uns nicht nur bei seinen zwei Siegen immer wieder beeindruckt. Obwohl er kein Rennprofi ist, ist er extrem ehrgeizig und steigert sich von Jahr zu Jahr."

Daher ist Grasser auch für 2018 zuversichtlich: "Wir haben viel für 2018 gelernt. Wir werden in einer ähnlichen Konstellation an den Start gehen und sind daher zuversichtlich. Das Ziel ist ein Platz in den Top Drei der Gesamtwertung. Wir wollen noch professioneller arbeiten und uns mit Testfahrten speziell auf die Rennen des ADAC GT Masters vorbereiten. Die Konkurrenz wird sicher wieder sehr stark. Mit Timo Bernhard und Timo Scheider stehen schon zwei namhafte neue Fahrer fest. Und mit dem Team Rosberg bekommen wir sicher harte Lamborghini-interne Konkurrenz. Das Team hat eine sehr erfolgreiche Historie und in diesem Jahr die DTM gewonnen. Ich erwarte sehr viel von Rosberg. Wir freuen uns darauf, uns mit ihnen messen zu können und einen starken Marken-internen Konkurrenten zu haben."

Neben Testfahrten stehen bis zum offiziellen ADAC GT Masters-Vorsaisontest (26. bis 28. März 2018) in Oschersleben für das GRT Grasser Racing Team im Januar noch zwei 24-Stunden-Rennen auf dem Plan. "Wir starten wieder in Dubai und Daytona", so Grasser. "Das sind zwei Veranstaltungen, die immer viel Spaß machen."