Sonntag, 30. Juli 2017

Reiterberger siegt in Schleiz überlegen in Rennen 1

Einsame Fahrt zu überlegenem Sieg: Markus Reiterberger
Foto: Jens Hawrda
Mit über 24 Sekunden Vorsprung gewann Markus Reiterberger (BMW) den ersten Lauf der Superbike in Schleiz überlegen, Zweiter wurde Florian Alt (Yamaha) vor Jahn Bühn (BMW). Lucy Glöckner (Kawasaki) holte einen starken sechsten Platz.

Reiterberger setzte sich vom Start weg vom Feld ab, nach vier von 18 Runden hatte er bereits sechs Sekunden Vorsprung. Vincon (BMW) führte lande die Verfolgergruppe mit Alt, Bühn, Kerschbaumer, Grünwald und Mackels an.

Mackels und Vincon verabschiedeten sich später durch Sturz, so das die Verfolger Alt, Bühn, Grünwald und dBoer schließlich um die Plätze auf dem Podest hinter Reiterberger kämpften.

Reiterberger holte sich schließlich einen souveränen Sieg mit 24,298  Vorsprung. Auf Platz zwei kam Florian Alt ins Ziel, Vincon kam nach Sturz nur als Dreizehnter in Ziel Die schnellste Suzuki im Feld fuhr Luca Grünwald auf Platz 4.

Mittwoch, 26. Juli 2017

Vorschau IDM*Superbike Schleiz

Die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft verwandelt die Kreisstadt Schleiz vom 28. bis 30. Juli 2017 wieder in ein Rennsportmekka für zwei Räder. Deutschlands höchste Serie im Motorradrennsport gilt seit Jahren als Publikumsmagnet auf dem Dreieckskurs und trägt hier die dritte Saisonrunde aus. Für die Fahrer ist die älteste Naturrennstrecke Deutschlands immer eine Begegnung der besonderen Art.
Foto: Jens Hawrda
Das Schleizer Dreieck bietet Fahrfaszination pur in freier Natur. Vorbei an Maisfeldern, dem langen Waldstück und zurück zum riesigen Solaranlagenfeld. Für Superbike-Spitzenreiter Markus Reiterberger ist es „die geilste Strecke im ganzen Terminkalender.“ Mit fast 300 km/h geht es in die berüchtigte Seng und dort folgt ein blitzschneller Richtungswechsel. „Aber das beste Stück überhaupt ist die Kuppe über den Buchhübel“, meint der zweifache Meister, „und dann im sechsten Gang runter in Richtung Stadt.“ Reiterberger fühlt sich pudelwohl auf der Strecke, auf der blinde Kurven und Bodenwellen zur Herausforderung werden. Der 23-Jährige hält mit 1:24,165 min den Rundenrekord. Andere wiederum schalten auf dem Straßenkurs lieber einen Gang zurück.

Fünf Marken kämpfen in der IDM Superbike 1000 um den Titel: BMW, Honda, Kawasaki, Suzuki und Yamaha. Sie haben sich auch besonders der Nachwuchsförderung verschrieben. Die Hersteller haben sich in einer Arbeitsgruppe unter dem Dach des Industrieverbandes Motorrad (IVM) verbündet.


Wer in Schleiz die besten Karten hat? In der IDM Superbike 1000, der Topklasse der Serie, lautet die Antwort eindeutig: Markus Reiterberger. Der BMW S 1000 RR-Pilot hat bisher drei von vier Rennen gewonnen. Warum sollte es auf seiner Lieblingsstrecke anders sein. Und Reiterberger gibt alles dafür, um wieder den Sprung in die Superbike-WM zu schaffen. Sein größter Kontrahent ist mit dem Niederländer Danny de Boer der eigene Teamkollege. Als derzeitiger Tabellen-Dritter reist Stefan Kerschbaumer mit einer Yamaha aus Österreich an. Vier der fünf beteiligten Marken haben Fahrer in den Top Ten platziert. Die Crew von Kawasaki setzt nach einem glücklosen Beginn auf neues Personal. Ab Schleiz übernimmt Lucy Glöckner die ZX-10R. Die schnelle Dame hat schon einige ihrer Konkurrenten sauber geschlagen und wurde 2014 Vizemeisterin im Superstock 1000-Cup. Frauen-Power bietet auch Sarah Heide, die eine brandneue Suzuki GSX-R 1000 lenkt. Genau 35 Teilnehmer haben sich für die IDM Superbike 1000 in Schleiz angemeldet. Das wird eine enge und harte Nummer, wenn der Pulk in die erste Kurve einbiegt.

In der IDM Supersport 600 dominiert im Moment Yamaha und die Zuschauer erwartet eine Doppelspitze. Der Österreicher Thomas Gradinger liegt mit 60 Meisterschaftszählern gleichauf mit Kevin Wahr aus Nagold. Wahr musste wegen eines Kupplungsdefekts zuletzt in Zolder eine Nullrunde in Kauf nehmen, was ihn in der Gesamtwertung empfindlich zurückwarf. Dass Gradinger ohnehin als harte Nuss gilt, ist ihm jedoch bewusst. Als Dritter schlägt Max Enderlein seine Zelte in Schleiz auf. Der Sachse ist nach seinem Prüfungsstress an der Universität jetzt völlig relaxt und kann unbeschwert angreifen. Für Spannung sorgen auch diverse Gastfahrer aus dem In- und Ausland, unter anderem das Schleizer Urgestein Thomas Walther. Der Thüringer schloss die IDM Supersport-Klasse 2009 als Gesamt-Fünfter ab. Das ist ein paar Jahre her, aber der mittlerweile 40-Jährige lässt es sich wie jedes Jahr nicht nehmen, als Gast auf seiner Heimstrecke an den Start zu rollen.

Ein kleines, aber feines Feld sehen die Besucher in der IDM Supersport 300. Hier dreht der Nachwuchs am Gasgriff. Bei den erfahreneren Haudegen unter ihnen wird gekämpft wie in den größeren Klassen. Eine heiße Kiste wird auch die IDM Sidecar, wenn 20 Teams ihre Motorräder anlassen. Hochkarätige Besatzungen wie Markus Schlosser/Thomas Hofer und Bennie Streuer/Gerard Daalhuizen geben sich die Ehre. Die Zuschauer erwartet an drei Tagen ein volles Programm in sieben Klassen. Das Rahmenprogramms übernehmen der Yamaha R6-Dunlop-Cup, der Twin 700 Cup sowie der Suzuki GSX-R 1000 Cup.


Auch abseits der Rennstrecke gibt es mächtig Trubel. BMW, Honda, Kawasaki, Suzuki und Yamaha bieten am Rennwochenende Probefahrten mit Motorrädern aus der aktuellen Modellpalette an. Am Freitagabend geht es sogar schon um den ersten Pokal. Denn dann findet wieder das traditionelle Fußballturnier im Fahrerlager statt. Ab 18:00 Uhr wird in kurzen Spielen um die Trophäe gekämpft. Je nach Anzahl der Teams wird rund zehn Minuten auf einem Kleinfeld mit fünf Feldspielern und einem Torwart gespielt. Es kann beliebig oft gewechselt werden. Am Samstag steigt 19:30 Uhr die Race-Party am Buchhübel mit der Fahrervorstellung und der Disco „Caravan“. Drei Tage Action sind garantiert und es für Jeden etwas dabei, sei es das offene Fahrerlager, die öffentlichen Pressekonferenzen oder die Autogrammstunden.

Am Freitag ist der Eintritt frei. Am Samstag kostet ein Ticket 14,00 Euro und am Sonntag 25,00 Euro. Wochenendtickets gibt es für 34,00 Euro. Schwerbehinderte Besucher zahlen einen ermäßigten Betrag. Jugendliche bis 17 Jahre genießen das Rennwochenende kostenfrei. Wer sich ein Extra gönnen und noch näher an die Idole rücken möchte, hat mit dem VIP-Ticket von Honda die Chance dazu. In 59,00 Euro sind der Eintritt für das Wochenende, eine Verköstigung und auch eine Autogrammstunde mit Honda-Pilot Jan Halbich inbegriffen. Bei Suzuki gibt es den Eintritt zum Hospitality-Bereich ab 40,00 Euro.

Dienstag, 25. Juli 2017

Thriller in Moskau: Audi-Pilot Ekström wieder vorn

  • Schwede erobert mit Platz zwei im Sonntagsrennen die DTM-Führung zurück
  • Spektakuläre Aufholjagd des Schweden nach früher Safety-Car-Phase
  • Auch Rast, Green und Rockenfeller sorgen für Furore
Foto: Audi-Motorsport
Mit einer spektakulären Aufholjagd hat Audi-Pilot Mattias Ekström (Audi Sport Team Abt Sportsline) die Führung in der DTM zurückerobert. Nach dem turbulenten ersten Rennen der zweiten Saisonhälfte liegen drei Audi-Piloten auf den ersten vier Plätzen der Gesamtwertung.
Das Sonntagsrennen auf dem Moscow Raceway war ein echter Thriller. Nach einer frühen Safety-Car-Phase hatten jene Piloten einen Nachteil, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht zum Reifenwechsel an die Box gekommen waren. Dazu zählte auch Mattias Ekström, der nach anfänglich klarer Führung auf den zehnten Platz zurückfiel und sich Position um Position wieder nach vorn arbeiten musste. Der härteste Brocken war dabei der amtierende Champion Marco Wittmann (BMW), den Ekström nach einem harten Duell in der vorletzten Runde von Platz zwei verdrängte. Anschließend machte der Audi-Pilot noch Jagd auf den Führenden Maro Engel (Mercedes-Benz), der bereits in der ersten Runde die Reifen gewechselt hatte und in der Schlussphase deutlich langsamer als Ekström war. Im Ziel fehlten dem Schweden nur 0,376 Sekunden zum ersten Saisonsieg.

„Nach Budapest ist es das zweite Mal, dass mich ein Safety-Car den Sieg kostet“, sagte Ekström nach dem von harten Duellen und spektakulären Überholmanövern gekennzeichneten Rennen. „Am Anfang habe ich mit Bruno (Spengler) um die Führung gekämpft. Ich war auf Dauer schneller und konnte ihn überholen. Durch das Safety-Car wurden die Karten neu gemischt. Von da an war es ein höchst unterhaltsames Rennen. Am Ende bin ich heute mit Platz zwei, 20 Punkten aus Qualifying und Rennen sowie der Tabellenführung sehr zufrieden.“

Auch den anderen Audi-Piloten wurde auf dem Moscow Raceway am Sonntag nichts geschenkt. René Rast, Jamie Green (beide Audi Sport Team Rosberg) und Mike Rockenfeller (Audi Sport Team Phoenix) kämpften sich von hinteren Positionen mit beherzten Manövern auf die Plätze vier (Rast), fünf (Green) und sieben (Rockenfeller) nach vorn. Gegen Rockenfeller wurde nach Rennende eine 5-Sekunden-Zeitstrafe ausgesprochen, wodurch er seinen Platz in den Punkterängen verlor.

Loïc Duval zählte zur Gruppe jener Fahrer, die vor der Safety-Car-Phase an die Box gekommen waren. Der Franzose lag mit dieser Strategie zeitweise auf dem vierten Platz, wurde kurz vor Rennende aber gleich von zwei Konkurrenten touchiert und fiel bis auf Rang 14 zurück. Nico Müller fuhr dagegen einen extrem langen ersten Stint. Bis vier Runden vor Rennende verteidigte der Schweizer die Führung, ehe er seinen Boxenstopp absolvierte.

„Das war ein unglaublich spannendes Rennen“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Es gab von Anfang bis Ende packende Duelle und Überholmanöver. Da war alles drin, was sich DTM-Fans wünschen. Ohne das Safety-Car hätten wir vielleicht auch heute gewinnen können. Aber trotzdem war es insgesamt ein gutes Ergebnis für uns mit drei Autos in den Punkterängen und einem Podium. In allen drei Meisterschaften sind wir nun in einer guten Position.“

Die Fahrerwertung führt Mattias Ekström nun einen Punkt vor René Rast an. Jamie Green und Mike Rockenfeller behaupten die Positionen vier und sechs. In der Herstellerwertung baute Audi den Vorsprung aus. In der Teamwertung liegen mit dem Audi Sport Team Rosberg und dem Audi Sport Team Abt Sportsline nach zehn von 18 Rennen zwei Audi-Teams an der Tabellenspitze.

Weiter geht es in der DTM am 19. und 20. August in Zandvoort an der niederländischen Nordseeküste.

Montag, 24. Juli 2017

Mercedes-Benz sieht die Zukunft in der Formel E und verabschiedet sich aus der DTM

  • Einstieg in die Formel E zur Saison 2019/20
  • Ausstieg aus der DTM zum Ende der Saison 2018
  • Toto Wolff: „Die Jahre in der DTM werden immer ein großer Teil unserer Motorsport-Geschichte bleiben.“
  • Jens Thiemer: „Die Formel E ist für uns ein konsequenter Schritt, um die Leistungsfähigkeit unserer attraktiven batterieelektrischen Fahrzeuge der Technologiemarke EQ zu demonstrieren.“

Mercedes setzt auf die Zukunft und verlässt die DTM zugunsten der Formel-E
Foto: Mercedes-Motorsport
Mercedes‑Benz hat eine strategische Neuausrichtung seines Motorsport-Engagements vorgenommen. Die Marke mit dem Stern verabschiedet sich zum Ende der Saison 2018 von der DTM. Ab dem Folgejahr wird Mercedes‑Benz in der Formel E an den Start gehen.

Mit dieser neuen Aufstellung wird Mercedes-Benz in Serien an beiden Enden des Motorsportspektrums antreten. Auf der einen Seite die Formel 1, die als Königsklasse des Motorsport für Hightech-Motorsport und Wettbewerb auf höchstem Niveau steht, auf der anderen Seite die Formel E, die den Wandel der Automobilindustrie verkörpert.

Mit so vielen Titeln wie möglich aus der DTM verabschieden

Seit der Gründung der „neuen“ DTM haben wir in bisher 18 Rennsaisons in Folge viele tolle Rennen, spektakuläre Duelle und einen Wettbewerb auf Augenhöhe erlebt. Wir durften Meisterschaften feiern und mussten Niederlagen einstecken. Dabei haben wir jede Sekunde genossen.

„Die Jahre in der DTM werden immer ein großer Teil unserer Motorsport-Geschichte bleiben“, sagt Toto Wolff. „Mein Dank geht an alle Mitarbeiter, die über Jahre hinweg in der DTM tolle Arbeit geleistet und Mercedes-Benz zum erfolgreichsten Hersteller der Serie gemacht haben. Auch wenn so ein Abschied natürlich schwer fällt, werden wir in dieser und nächster Saison alles dafür tun, uns mit so vielen Titeln wie möglich aus der DTM zu verabschieden. Das sind wir unseren Fans und uns selber schuldig.“

In bisher 26 Saisons konnten wir zehnmal die Fahrermeisterschaft, dreizehnmal die Teamwertung und sechs Markenmeisterschaften gewinnen (jeweils DTM+ITC). Gemeinsam mit unseren Fans haben wir 183 Rennsiege, 128 Pole-Positions sowie 540 Podestplätze gefeiert.

„Mit dem Ausstieg aus der DTM geht für uns eine langjährige Motorsport-Ära zu Ende. Wir blicken mit Stolz auf das Engagement unserer Teams, Fahrer, Partner und den zahlreichen Helfern hinter den Kulissen zurück, die die DTM oft genug zu einer faszinierenden Plattform für unsere Kunden und Markenfans gemacht haben“, sagt Dr. Jens Thiemer, Vice President Marketing Mercedes-Benz Cars. „Nun ist es an der Zeit, neue Wege zu gehen.“

Die Formel E ist mit einem spannenden Start-up-Unternehmen vergleichbar

Elektromobilität hat für Mercedes‑Benz schon heute einen sehr großen Stellenwert, der in Zukunft noch weiter zunehmen wird. Die Formel E bietet dabei die perfekte Plattform, die Wettbewerbsfähigkeit batterieelektrischer Antriebe der Technologiemarke EQ im Renneinsatz unter Beweis zu stellen.

„Mercedes-Benz vermarktet künftige batterieelektrisch angetriebene Fahrzeuge unter dem Label EQ“, sagt Dr. Jens Thiemer. „ Die Formel E ist für uns ein konsequenter Schritt, um die Leistungsfähigkeit unserer attraktiven batterieelektrischen Fahrzeuge zu demonstrieren und die Technologiemarke EQ im Motorsport und Marketing emotional aufzuladen.“

Toto Wolff sieht die Formel E als eine vollkommen neue Rennserie, die vor allem die schnellen Veränderungen in der Automobilindustrie widerspiegelt:„Wie in jedem anderen Bereich wollen wir im Motorsport Benchmark im Premiumsektor sein und auch neue innovative Wege bestreiten. Das decken wir perfekt mit Formel 1 und Formel E ab. Die Formel E ist mit einem spannenden Start‑up-Unternehmen vergleichbar: Sie bietet ein brandneues Format, das Rennen mit einem starken Eventcharakter kombiniert, um aktuelle und zukünftige Technologien zu bewerben. Für einen Hersteller ist die Formel E eine interessante Plattform, um die Elektrifizierung einem neuen Publikum vorzustellen. Und das in einem ganz anderen Format als es jede andere Motorsportserie bietet. Ich freue mich, dass wir die bestehende Einstiegsoption um ein Jahr bis zur Saison 2019/20 erweitern konnten. So haben wir die Zeit, die Serie kennenzulernen und uns adäquat auf den Einstieg vorzubereiten.“

„Heute ist ein großartiger Tag, weil wir Mercedes in der Formel E-Familie begrüßen dürfen“, sagt Alejandro Agag, Gründer und CEO der Formel E. „Damit wächst die steigende Zahl der Hersteller, die sich an der elektrischen Revolution beteiligen. Der heutige Schritt zeigt, wie sehr sich die Welt verändert – nicht nur im Motorsport, sondern in der gesamten Automobilindustrie. Wir sind Zeugen eines Wandels, der zuerst unsere Städte und dann unsere Straßen transformiert. Die Formel E ist die Meisterschaft, die diese Veränderung verkörpert. Gemeinsam mit allen unseren Teams und Herstellern werden wir weiter nach Technologien streben, um bessere und günstigere Elektroautos zu bekommen.“

Sonntag, 23. Juli 2017

Audi-Pilot Langeveld feiert in Zandvoort seinen zweiten Saisonsieg

  • Hinter Langeveld folgen Sheldon van der Linde im Audi und Jason Wolfe im VW
  • Luca Engstler wird Neunter und ist erneut bester Rookie
  • Josh Files verpasst erstmals in dieser Saison die Top Ten
Podium vom Sonntag
Foto: ADAC-Motorsport
Heimsieg für Niels Langeveld (29, Niederlande, Racing One): Der 29-Jährige hat in Zandvoort einen souveränen Start-Ziel-Sieg gefeiert. Im Audi RS3 LMS gewann der Niederländer das achte Saisonrennen der ADAC TCR Germany vor seinem Markenkollegen Sheldon van der Linde (18, Südafrika, AC Mayen e.V. im ADAC) und Samstag-Sieger Jason Wolfe (22, USA, Liqui Moly Team Engstler) im VW Golf GTI TCR. Sieger der Honda Rookie Challenge war Luca Engstler (17, Wiggensbach, Liqui Moly Team Engstler) in einem weiteren Golf. Bereits am Samstag hatte Langeveld das Rennen gewonnen, er wurde jedoch wie 14 weitere Fahrer nach Missachten des Startprozederes mit einer nachträglichen Zeitstrafe belegt.

„Ich war gestern schon der Schnellste, und das habe ich heute erneut gezeigt“, sagte Langeveld: „Der Start war der Schlüssel zum Erfolg, der war wirklich gut. Der beste in dieser Saison, ich bin sehr glücklich mit dieser Performance!“

Vierter wurde der von der ADAC Stiftung Sport geförderte Seat-Fahrer Mike Halder (21, Meßkirch, Wolf-Power Racing) vor Steve Kirsch (37, Chemnitz, Honda Team ADAC Sachsen) und Sandro Kaibach (19, Bad Waldsee, Aust Motorsport) im Audi. Vizemeister Harald Proczyk (41, Österreich, HP Racing), Pascal Eberle (26, Schweiz, Steibel Motorsport), beide im Seat, Luca Engstler und VW-Pilot Alexander Morgan (30, Großbritannien, Wolf-Power Racing) komplettierten die Top Ten. Meister Josh Files (26, Großbritannien, Target Competition) wurde in seinem Honda 14., er landete unmittelbar vor dem besten Opel Astra TCR von Dino Calcum (27, Bochum, Schläppi Race-Tec).

In der Gesamtwertung liegt Josh Files mit 245 Punkten an der Spitze vor Mike Halder (141), Niels Langeveld (135) und Sheldon van der Linde (133).

Langeveld erwischte einen guten Start und setzte sich gleich auf den ersten Metern etwas ab. Dahinter zog Files zunächst an van der Linde vorbei, der Brite musste seinen Platz allerdings kurz darauf wieder abgeben. Im Feld fanden zahlreiche Positionskämpfe statt, und bei einem dieser Duelle rutschte Florian Thoma (21, Schweiz, Liqui Moly Team Engstler) in den Kies.

Um den Golf des Schweizers zu bergen, kam das Safety Car für sieben Minuten auf die Strecke. Langeveld, van der Linde und Files belegten zu diesem Zeitpunkt die ersten drei Plätze. Mit 17 Minuten verbleibender Renndauer auf der Uhr erfolgte der Restart, und Langeveld setzte sich erneut zügig von den Verfolgern ab. Files dagegen konnte dem Tempo des Spitzenduos nicht folgen – im Gegenteil: Nicht nur Wolfe zog am Champion vorbei, sondern auch die dahinterfahrenden Konkurrenten. Der Brite Files fand sich so schnell auf Position elf wieder.

Ein Kontakt zwischen Stefan Goede (31, München, Liqui Moly Team Engstler) und Rudolf Rhyn (19, Schweiz, TOPCAR Sport) führte fünf Minuten später zu einer weiteren Safety-Car-Phase. Nach dem Restart überholte Seat-Pilot Halder den Audi-Fahrer Kaibach stark und lieferte sich ein spannendes Duell mit Jason Wolfe – doch am US-Amerikaner kam der ADAC Stiftung Sport-Förderpilot nicht mehr vorbei.

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany


Niels Langeveld
(Sieger, Racing One):
„Der Audi läuft perfekt, ich bin echt glücklich mit diesem Wagen. Ich konzentriere mich gar nicht auf die Meisterschaft, ich möchte einfach nur so gut wie möglich fahren und Punkte holen!“
Sheldon van der Linde (Zweiter, AC Mayen e.V. im ADAC):
„Niels war verdammt schnell, sein Sieg war absolut verdient. Ich bin glücklich über die Punkte und will in der Gesamtwertung zumindest wieder auf den zweiten Platz zurück.“

Jason Wolfe (Dritter, Liqui Moly Team Engstler):
„Das war mit Abstand mein bestes Wochenende in der ADAC TCR Germany. Ich fühle mich sehr wohl hier auf dem Podium, es war hart. Die beiden Audi vorne waren sehr schnell, da hatte ich keine Chance, noch näher heranzukommen.“

Luca Engstler (Neunter und bester Rookie, Liqui Moly Team Engstler):
„Wir sind glücklich und haben wichtige Punkte geholt. Wir können mehr als zufrieden sein, und jetzt geht es ab nach Hause. Natürlich machen mir die Duelle Spaß, das ist Racing.“