Sonntag, 23. Juli 2017

DTM: Drttes Freies Training Audi wieder klar vorn

Im dritten Freien Training am Sonntag früh sind es wieder die Audi-Piloten die dominieren. Alle sechs Audi-Fahrer schaffen es in die Top-Acht. Trainingsschnellster war Jamie Green vor seinen Markenkollegen Mattias Ekström, Renè Rat und Loic Duval. 
Jamie Green (Audi) wieder vorn
Foto: dtm.com
„Ich muss mir jetzt erst Mal die Zeiten anschauen. Wir arbeiten am Auto und an der Balance. Mal sehen, was das Qualifying bringt“, sagte Jamie Green.

Zwischen die Audis schob sich Augusto Farfus. Der Brasilianer war als Fünfter bester BMW-Pilot (1:28,047). Nico Müller (1:28,055) und Mike Rockenfeller (1:28,175) komplettierten das Sextett auf den Plätzen sechs und sieben. Danach platzierte sich Paul Di Resta auf Acht als bester Mercedes-AMG-Pilot (1:28,399).
Renè Rast mit viel Einsatz auf Platz drei
Foto: dtm.com
Das Qualifying startet um 11.30 Uhr (Ortszeit, 10.30 MESZ). Der Sender One überträgt das zweite Rennen aus Moskau am Sonntag ab 10.25 Uhr.  

Rast vor „Rocky“: Audi-Doppelsieg in Moskau

  • DTM-Neuling sensationell „Halbzeitmeister“ der DTM
  • Zweiter Sieg in der DTM und Tabellenführung zurückerobert
  • Mike Rockenfeller mit gebrochenem Fuß auf Platz zwei

Ein Neuling ist sensationell „Halbzeitmeister“ der DTM: Mit einem Start-Ziel-Sieg holte sich Audi-Pilot René Rast im ersten der beiden DTM-Rennen auf dem Moscow Raceway in Russland die Tabellenführung zurück. Mike Rockenfeller machte trotz eines gebrochenen Fußes einen Audi-Doppelsieg perfekt.


René Rast sorgt in seiner ersten DTM-Saison weiter für Furore: Obwohl er noch nie zuvor in Russland war und den Moscow Raceway bei Moskau nur aus dem Simulator kannte, sicherte sich der Pilot des Audi Sport Team Rosberg am Samstag die Pole-Position und anschließend einen in der DTM seltenen Start-Ziel-Sieg. Damit liegt der Deutsche nach neun von 18 Rennen knapp vor Lucas Auer (Mercedes-Benz) und Mattias Ekström (Audi) an der Tabellenspitze.


„Es war ein geniales Rennen“, sagte Rast nach seinem zweiten Sieg in der DTM. „Das Auto war mega, der Boxenstopp super – einen großen Dank an das Team! In der Meisterschaft wieder ganz vorne zu sein ist ein tolles Gefühl.“

Mike Rockenfeller mit sensationellem zweiten Platz
Foto: dtm.com
Nicht minder eindrucksvoll war der zweite Platz von Mike Rockenfeller, der nach seinem unverschuldeten Unfall auf dem Norisring mit einem gebrochenen linken Fuß startete und auf dem Moscow Raceway mit rechts bremsen musste. „Das ist in der DTM gar nicht so einfach“, sagte der Pilot des Audi Sport Team Phoenix, der von Startplatz zwei ins Rennen ging und René Rast 38 Runden lang wie ein Schatten folgte. „Rocky“ wehrte in der Anfangsphase eine Attacke von BMW-Pilot Augusto Farfus ab und wahrte mit Platz zwei seine Titelchance. „Für meine Mechaniker und mich ist heute ein toller Tag. Sie haben so hart gearbeitet, das Auto nach dem Norisring aufzubauen, und ich denke, nicht viele haben damit gerechnet, dass wir das hier schaffen. Umso stolzer bin ich auf mein Team.“


Dem konnte sich Audi-Motorsportchef Dieter Gass nur anschließen. „Ein super Doppelsieg für Audi! René (Rast) hat von A bis Z eine fantastische Leistung gezeigt: Pole-Position, Start-Ziel-Sieg. Und dass Mike (Rockenfeller) mit einem gebrochenen Fuß in der besten Tourenwagen-Serie der Welt gegen die besten Fahrer auf Platz zwei gefahren ist, ist wirklich beeindruckend.“


Für die anderen Audi-Piloten lief der Samstag nicht so gut. Der als Tabellenführer gestartete Mattias Ekström (Audi Sport Team Abt Sportsline) fiel nach einem Rempler von BMW-Pilot Timo Glock bereits in der Startrunde weit zurück und verlor später im Duell mit Lucas Auer weitere Positionen. Der Schwede arbeitete sich noch auf Rang acht nach vorn und hätte auf der Ziellinie in einem weiteren Fotofinish fast noch Gary Paffett (Mercedes-Benz) abgefangen.


Jamie Green wurde in der Startrunde ebenfalls hart von einem Konkurrenten getroffen und brachte seinen angeschlagenen Audi RS 5 DTM auf Rang neun ins Ziel. Nico Müller überquerte die Ziellinie als Zehnter, kassierte wegen eines Frühstarts aber nachträglich fünf Strafsekunden. Loïc Duval zeigte mit Platz zehn eine gute Qualifying-Leistung, wurde jedoch wegen der insgesamt dritten Verwarnung der Saison auf Startplatz 15 zurückversetzt. Trotzdem verpasste der Franzose nur ganz knapp seinen ersten Punkt in der DTM.


Nach der ersten Saisonhälfte führt Audi mit 69 Punkten Vorsprung auf Mercedes-Benz die Herstellerwertung an, das Audi Sport Team Rosberg behauptet Platz eins in der Teamwertung. Mit dem zweiten Rennen auf dem Moscow Raceway beginnt am Sonntag um 13.45 Uhr MESZ bereits die zweite Halbzeit einer überaus spannenden DTM-Saison. 

Ergebnis 1. Rennen Moskau (Top-Five):

1. René Rast (Audi)
2. Mike Rockenfeller (Audi) +0,770 Sek.
3. Marco Wittmann (BMW) +3,899 Sek.
4. Robert Wickens (Mercedes-Benz) +6,098 Sek.
5. Timo Glock (BMW) +9,498 Sek.

Samstag, 22. Juli 2017

Heimspiel in Zandvoort: Zweiter Saisonsieg für Audi-Pilot Langeveld

  • Hinter dem Niederländer folgen Jason Wolfe im VW und Rik Breukers im Seat
  • Niels Langeveld im zweiten Rennen am Sonntag auf der Pole Position
  • Josh Files baut Führung in der Gesamtwertung weiter aus
Nils Langeveld holt Heimsieg in Zandvoort
Foto: ADAC-Motorsport
Lokalmatador Niels Langeveld (29, Niederlande, Racing One) hat beim Heimspiel in Zandvoort seinen zweiten Sieg in der ADAC TCR Germany gefeiert. Im Audi RS3 LMS siegte der Niederländer bei schwierigen Bedingungen mit einsetzendem Regen vor Jason Wolfe (22, USA, Liqui Moly Team Engstler) im VW Golf GTI TCR und dem Seat Leon TCR von Gaststarter Rik Breukers (19, Niederlande, Bas Koeten Racing). Für Langeveld war es der zweite Sieg in Folge, zuletzt in Oschersleben hatte er Audi den ersten Erfolg überhaupt in der ADAC TCR Germany beschert.

„Das war einfach exzellent!“, jubelte der 29-Jährige vom deutschen Team Racing One: „Die anderen haben alle auf Regenreifen gesetzt, doch wir haben den Slicks vertraut. Zum Glück ist das gut gegangen, und unser Mut wurde belohnt. Morgen möchte ich natürlich nachlegen und den nächsten Sieg holen.“

Vierter wurde Josh Files (26, Großbritannien, Target Competition), der Honda Civic TCR-Pilot baute damit seine Führung in der Gesamtwertung weiter aus. Audi-Fahrer Max Hofer (18, Österreich, AC Mayen e.V. im ADAC) wurde Fünfter vor dem von der ADAC Stiftung Sport geförderten Seat-Fahrer Mike Halder (21, Meßkirch, Wolf-Power Racing) und seinem Teamkollegen Alexander Morgan (30, Großbritannien). Achter und bester Rookie wurde der in der Honda Rookie Challenge führende Luca Engstler (17, Wiggensbach, Liqui Moly Team Engstler) vor den beiden Audi-Fahrern Sheldon van der Linde (18, Südafrika, AC Mayen e.V. im ADAC) und Thomas Kramwinkel (27, Velbert, German FlavoursRacing).

In der Gesamtwertung liegt Josh Files mit 234 Punkten an der Spitze vor Mike Halder (130), Niels Langeveld (123) und Moritz Oestreich (115).

Der von der Pole Position ins Rennen gestartete Vizemeister Harald Proczyk (41, Österreich, HP Racing) erwischte im Seat keinen idealen Start und musste Mike Halder und Steve Kirsch (37, Chemnitz, Honda Team ADAC Sachsen) passieren lassen. Josh Files verbesserte sich derweil vom siebten auf den vierten Rang vor Luca Engstler und Niels Langeveld.

Weil es im hinteren Teil des Feldes beim Start zu einer Kollision zwischen Jasmin Preisig (25, Schweiz, Lubner Motorsport) im Opel Astra TCR, Moritz Oestreich (25, Fulda, Honda Team ADAC Sachsen) und VW-Fahrer Florian Thoma (21, Schweiz, Liqui Moly Team Engstler) gekommen war, wurde das Rennen unterbrochen.

In der Zwischenzeit setzte der Regen ein – einige Piloten wechselten auf Regenreifen, andere, darunter auch Langeveld, vertrauten ihren Slicks. Der Restart erfolgte mit 20 Minuten Renndauer hinter dem Safety Car, und Langeveld übernahm nach wenigen Kurven die Spitzenposition und gab diese bis zum Ende nicht mehr ab.

Das Safety Car kam noch zweimal auf die Strecke. Zunächst musste der Honda von Kris Richard (22, Schweiz, Target Competition) geborgen werden, dann schied auch Juniormeister Tom Lautenschlager (18, Grafenau, Target Competition) nur wenige Sekunden nach dem zweiten Restart aus.

Langeveld ließ sich von den Unterbrechungen nicht beirren und fuhr seinen zweiten Sieg letztlich souverän ein. Auch im zweiten Rennen am Sonntag (ab 12.00 Uhr, live bei SPORT1+) wird der 29-Jährige als Zehnter des Qualifyings auf der Pole Position starten. Hinter ihm folgen Audi-Fahrer Sandro Kaibach (19, Bad Waldsee, Aust Motorsport) und Josh Files.
Podium vom Samstag
Foto: ADAC-Motorsport
Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

Niels Langeveld (Sieger, Racing One):
„Die letzte Runde war so lang, und der Regen wurde immer stärker. Es wurde immer rutschiger, aber zum Glück hat es gereicht. Es ist ideal gelaufen!“

Jason Wolfe (Zweiter, Liqui Moly Team Engstler):
„Wir haben die richtige Reifenwahl getroffen, deshalb ist es gut verlaufen. Da war natürlich auch etwas Glück dabei. Morgen wird es bestimmt wieder interessant – wir wollen natürlich wieder möglichst weit nach vorne.“

Rik Breukers (Dritter, Bas Koeten Racing):
„Es war wegen des einsetzenden Regens ein sehr heikles Rennen. Mein Team hat die richtige Wahl getroffen. Wir haben uns für Slicks entschieden, und das hat sich letztendlich ausgezahlt. Ich bin sehr glücklich, es in meinem allerersten Rennen in der ADAC TCR Germany auf das Podium geschafft zu haben und ich hoffe, dass ich das morgen noch einmal wiederholen kann.“

Luca Engstler (Achter und bester Rookie, Liqui Moly Team Engstler):
„Wir haben leider den Fehler gemacht und sind auf Regenreifen gegangen, sonst hätte es vielleicht für ganz oben gereicht. Aber ich war erneut bester Rookie, habe viele Punkte für die Rookie-Wertung gesammelt, und deshalb können wir natürlich trotzdem zufrieden sein.“

René Rast holt sich mit Sieg die Tabellenführung zurück und ist DTM-Halbzeitmeister

  • Rockenfeller macht mit gebrochenem Fuß Audi-Doppelsieg perfekt
  • Marco Wittmann nach packendem Zweikampf gegen Robert Wickens auf Platz 3
Renè Rast holt sich die Tabellenführung zurück
Foto: Audi-Motorsport
Bei seinem ersten Start auf dem Moscow Raceway holte René Rast auf Anhieb den Sieg: Im Samstagsrennen auf dem 3,931 Kilometer langen Kurs in Russland fuhr der Audi-Pilot von der Pole-Position souverän zu seinem zweiten Sieg in der populärsten internationalen Tourenwagenserie. Damit eroberte der Mindener zur DTM-Halbzeit – neun von 18 Saisonrennen sind absolviert – auch die Tabellenführung zurück. Mike Rockenfeller wurde trotz seiner Fußverletzung, die er sich beim Unfall auf dem Norisring zugezogen hat, Zweiter und sorgte damit für einen Audi-Doppelsieg. Platz drei sicherte sich der amtierende DTM-Champion Marco Wittmann im BMW. Vierter und damit bester Mercedes-Pilot wurde Robert Wickens.


„Das war ein fast perfektes Rennen“, fasste Sieger Rast zusammen. „Mein Start war nicht optimal, aber danach lief es wirklich gut. Ich habe das Rennen über die volle Distanz angeführt und bin glücklich, wieder Tabellenführer zu sein.“ Sorge, dass ihm sein Marken-Kollege Rockenfeller den Sieg noch wegschnappen würde, hatte er nicht. „Mike war im DRS-Fenster, aber nie wirklich nah genug dran um anzugreifen.“ Dass Rockenfeller nach seinem Unfall überhaupt so schnell sein konnte, verdankt der Audi-Pilot vor allem den Doktoren und Physiotherapeuten. „Ihnen gebührt ein großer Dank“, sagte der Zweitplatzierte, der nur 0,770 Sekunden nach Rast die Zielflagge sah. Mit einem speziellen Tapeverband wurde der gebrochene Mittelfuß fixiert. Rockenfeller konnte den lädierten linken Fuß nur bedingt einsetzen: Er musste seinen Fahrstil umstellen und mit dem rechten Fuß bremsen.


Während an der Spitze die Positionen bezogen waren, musste sich Marco Wittmann seinen Platz auf dem Podium erkämpfen. „Die erste Runde war wirklich gut“, reflektierte der Fürther. „Danach hatte ich einige gute Zweikämpfe – vor allem mit Robert Wickens, den ich kurzzeitig nicht hinter mir lassen konnte.“ Die dritte Position eroberte er sich in der Schlussphase des Rennens zurück und sicherte sich nach seinem Sieg in Moskau im vergangenen Jahr und Platz zwei in 2014 erneut einen Podestplatz in Russland. „An die Leistungen von heute können wir morgen gerne anknüpfen.“


Nur auf Platz acht überquerte nach 38 Runden Mattias Ekström die Ziellinie. Noch in Runde eins geriet der Schwede mit Timo Glock aneinander, rutschte von der Strecke und verlor etliche Positionen. Glock erhielt für das Manöver von den Sportkommissaren eine Verwarnung. Trotz des frühen Boxenstopps in Runde drei – mit der Taktik hatte Ekström in vergangenen Rennen bereits mehrmals punkten können – sowie gewonnenen Zweikämpfen kam Ekström nicht über Platz acht hinaus. Damit verspielte er die Tabellenführung in der Fahrerwertung.

Das Rennergebnis in Moskau hat die DTM-Fahrerwertung ordentlich durcheinandergewürfelt – die Top-3 sind nur durch sechs Punkte getrennt. Nach neun von 18 DTM-Saisonrennen führt jetzt wieder René Rast mit 99 Punkten die Tabelle an. Zweiter, mit 95 Punkten, ist Mercedes-AMG-Pilot Lucas Auer, der heute Sechster wurde. Ekström ist mit 93 Punkten Dritter. In der Herstellerwertung konnte Audi seine Führung ausbauen und liegt zur Halbzeit mit 378 Punkten vor Mercedes (309) und BMW (276).

Corvette-Piloten Gounon/Van der Zande gewinnen in Zandvoort

  • Gounon wird dank zweitem Saisonsieg Halbzeitmeister des ADAC GT Masters
  • Zwei Niederländer beim Heimspiel auf dem Podest
  • Drei Marken auf den ersten drei Positionen
Start ins Rennen Jules Gounon verteidigt Spitze
Foto: ADAC-Motorsport
Jubel bei den niederländischen Fans: Lokalmatador Renger van der Zande (31/NL, Callaway Competition) und Tabellenführer Jules Gounon (22/F) gewannen mit ihrer Corvette C7 in Zandvoort den siebten Lauf des ADAC GT Masters. Dank seines zweiten Saisonsiegs sicherte sich Gounon damit den inoffiziellen Titel des Halbzeitmeisters. Ebenfalls auf das Podium kamen zum ersten Mal in dieser Saison die Audi-Fahrer Markus Pommer (26/Neckarsulm) und Kelvin van der Linde (21/ZA, beide Aust Motorsport) und das Mercedes-AMG-Duo Indy Dontje (24/NL) und Marvin Kirchhöfer (23/Markkleeberg, beide Mercedes-AMG Team HTP Motorsport). "Der Sieg fühlt sich an, als hätte ich eine Weltmeisterschaft gewonnen", jubelte ADAC GT Masters-Premierensieger van der Zande. "Hier beim Heimspiel in Zandvoort zu gewinnen ist einfach unglaublich."

Trio an der Spitze

Während Pole-Setter Jules Gounon beim Start die Führung verteidigte, ging Mercedes-Pilot Luca Stolz (21/Brachbach, Mercedes-AMG Team ZAKSPEED) am ebenfalls aus der ersten Reihe gestarteten Markus Pommer vorbei auf Rang zwei. In den folgenden Runden setzten sich Gounon, Stolz und Pommer langsam von den Verfolgern ab. Das Trio lag dabei bis zu den Pflichtboxenstopps innerhalb von knapp einer Sekunde. Danach fuhr van der Zande, der in Zandvoort den verletzten Stammpiloten Daniel Keilwitz (27/Villingen) vertritt, zum zweiten Saisonsieg für die Corvette mit der Startnummer 77. Für den Lokalmatador war es der erste Triumph in der "Liga der Supersportwagen", für Gounon nach dem Red Bull Ring der zweite der Saison. Dank dieses Erfolgs baute er seine Führung in der Meisterschaft weiter aus und sicherte sich den inoffiziellen Titel des Halbzeitmeisters.


Als Zweite kamen Markus Pommer und Kelvin van der Linde mit ihrem Audi R8 ins Ziel. Mit Indy Dontje (24/NL), der sich den Mercedes-AMG mit Marvin Kirchhöfer (23/Markkleeberg) teilte, stand als Dritter ein weiterer Niederländer auf dem Podest. Für das Duo vom Mercedes-AMG Team HTP Motorsport war es die erste Top-drei-Platzierung im ADAC GT Masters überhaupt.

Auch auf den nächsten beiden Positionen folgten GT3-Sportwagen mit Stern im Kühlergrill. Sebastian Asch (31/Ammerbuch) und Stefan Mücke (35/Berlin, beide BWT Mücke Motorsport) wurden Vierte vor Luca Stolz (21/Brachbach) und Luca Ludwig (28/Bornheim, beide Mercedes-AMG Team ZAKSPEED), die ihre Chance auf einen Podestplatz nach einer Durchfahrtsstrafe wegen eines zu kurzen Boxenstopps verloren.

Nicky Catsburg (29/NL) und Philipp Eng (27/A, beide BMW Team Schnitzer) wurden im BMW M6 Sechste, dahinter reihten sich Trophy-Sieger Rolf Ineichen (39/CH) und Christian Engelhart (30/Wolnzach, beide GRT Grasser-Racing-Team) im Lamborghini Huracán ein. Mathieu Jaminet (22/F) und Michael Ammermüller (31/Rotthalmünster, beide KÜS Team75 Bernhard) kamen im besten Porsche 911 auf Position acht ins Ziel. Die letzten Meisterschaftspunkte sammelten als Neunte und Zehnte das Mercedes-AMG-Duo Patrick Assenheimer (25/Lehrensteinsfeld)/ Maximilian Götz (31/Uffenheim, beide Mercedes-AMG Team HTP Motorsport) und Florian Spengler (29/Schaffhausen)/Christopher Zanella (27/CH, beide Team HB Racing) in einem weiteren Lamborghini.
Das Podium vom Samstag
Foto; ADAC-Motorsport
Stimmen der Sieger

Jules Gounon
(Callaway Competition, Corvette C7 GT3-R):

"Ich bin sehr zufrieden. Bisher ist es ein perfektes Wochenende. Der einzige Wermutstropfen ist, dass Daniel leider hier nicht fahren kann. 'Halbzeitmeister' zu sein bedeutet natürlich nicht wirklich etwas. Was zählt, ist, am Ende ganz vorn zu sein. Bis dahin werden wir von Rennen zu Rennen schauen. Es war nicht einfach heute. Der Mercedes-AMG von Luca Stolz hat viel Druck gemacht und ist am Ende mit Luca Ludwig auch die schnellste Rennrunde gefahren. Wir waren heute vielleicht nicht die Schnellsten, aber wir haben es geschafft, die anderen hinter uns zu lassen."

Renger van der Zande (Callaway Competition, Corvette C7 GT3-R):
"Ich bin sehr glücklich, hier beim Heimspiel gewonnen zu haben. Ich habe sogar zu Hause im eigenen Bett geschlafen. Ich wurde vom Team gefragt, ob ich Daniel Keilwitz vertreten und Jules im Titelkampf helfen könnte. Ich habe sofort zugesagt, aber es ist sehr schade, dass Daniel hier nicht starten kann. Bis zur Safety-Car-Phase habe ich das Rennen kontrolliert, aber danach wurde es noch mal richtig eng. Der Reifendruck ging hinter dem Safety-Car runter und ich sammelte viel Gummiabrieb auf. Ich musste deshalb deutlich früher bremsen und befürchtete zwischenzeitlich schon, dass ich einen Reifenschaden hätte. Ich habe jedoch schließlich herausgefunden, was ich machen muss, damit der Reifen wieder mehr Grip bekommt."