Mittwoch, 12. Juli 2017

Van der Zande vertritt Tabellenführer Keilwitz beim ADAC GT Masters in Zandvoort

  • Keilwitz muss nach Beinbruch pausieren
  • Ex-DTM-Pilot van der Zande startete bereits zwei Mal im ADAC GT Masters
Foto: ADAC-Motorsport
Ein schneller Niederländer springt für ADAC GT Masters-Tabellenführer Daniel Keilwitz beim vierten Rennwochenende in Zandvoort (21. bis 23. Juli) ein. Der ehemalige DTM-Pilot Renger van der Zande (31) startet bei den beiden Rennen an der Nordseeküste gemeinsam mit Jules Gounon (22/F) in der Corvette C7 GT3-R von Callaway Competition. Keilwitz muss das Rennen in den Niederlanden auslassen, um sich von den Folgen eines Unterschenkelbruchs zu erholen, den er sich im Juni bei Testfahrten in Spa zugezogen hat.

 "Ich wünsche Daniel eine schnelle Genesung. Natürlich würde ich gerne unter anderen Umständen in das ADAC GT Masters zurückkehren. Als Niederländer ist es toll, wenn man direkt vor der Haustür starten kann - vor allem, da ich in Amsterdam lebe", so van der Zande, der 2014 und 2015 auf dem Nürburgring Gaststarts im ADAC GT Masters absolvierte und dabei einen Podestplatz holte. "Ich werde die Corvette in Zandvoort erstmals fahren. Ich bin schon sehr gespannt. Das Fahrzeug sieht sehr beeindruckend aus. Mein Ziel für das Wochenende ist einfach: Ich will einen guten Job machen und Jules Gounon helfen, die Tabellenführung zu verteidigen."

Daniel Keilwitz wird in Zandvoort ebenfalls vor Ort sein und die Mannschaft von Callaway Competition unterstützen. Der ADAC GT Masters-Champion von 2013 hat die im zweiten Jahr eingesetzte Corvette C7 mitentwickelt und zusammen mit Gounon bisher vier Rennen mit dem US-Sportwagen gewonnen. "Meine Beinoperation ist gut verlaufen und ich mache jeden Tag Fortschritte", so Keilwitz. "Das Ziel ist, dass ich Anfang August am Nürburgring wieder in das Cockpit zurückkehre. Mit Renger van der Zande hat das Team einen sehr guten Ersatzmann gefunden. Er hat viel Erfahrung mit den unterschiedlichsten Rennwagen und sollte sich daher schnell auf die Corvette einstellen können. Und als Lokalmatador kennt er Zandvoort wirklich gut."

Gounon und Keilwitz haben in den ersten sechs Saisonrennen der "Liga der Supersportwagen" einen Sieg und zwei weitere Podestplätze eingefahren und führen die Gesamtwertung an. Mit insgesamt 80 Meisterschaftspunkten haben sie 19 Zähler Vorsprung auf ihre engsten Verfolger, die BMW-Piloten Ricky Collard (20/GB) und Philipp Eng (27/A, beide BMW Team Schnitzer).

Kevin Wahr verteidigt mit Podiumsplatz in Zolder/Belgien die IDM-Führung

Kevin Wahr (l.) mit Teamchef Diego Romero
Foto: Michael Sonnick
Bei der zweiten Veranstaltung zur Motorrad-IDM in Zolder/Belgien konnte der Nagolder Kevin Wahr nach einem Ausfall im ersten Rennen mit einem Podiumsplatz im zweiten Lauf seine IDM-Führung in der Supersport 600-Klasse verteidigen. Der Yamaha-Pilot dominierte das freie Training und war im ersten Zeittraining nur 0,185 Sekunden langsamer als der Österreicher Thomas Gradinger (Yamaha). Im zweiten Zeittraining hatte der Schwarzwälder ein Kupplungsproblem und konnte keine Runde drehen. Dadurch rutschte der Deutsche Meister von 2013 in der Startaufstellung auf den vierten Platz zurück und ging aus der zweiten Startreihe in die Rennen über 15 Runden.
 
Doch auch im ersten Rennen am Samstag waren die Kupplungsprobleme noch vorhanden und Kevin Wahr musste auf dem Weg zur Startaufstellung wieder in die Boxen fahren und das Rennen aufgeben, da die Zeit zur Reparatur nicht reichte. Das erste Supersport 600-Rennen gewann Rob Hartog (NL/Kawasaki) vor Thomas Gradinger (AUT/Yamaha). Für den zweiten Lauf am Sonntag konnten die Probleme behoben werden. Auf dem vier Kilometer langen und hügeligen ehemaligen Formel 1-Kurs lag Kevin Wahr nach der ersten Runde an fünfter Stelle. Nach zwei Runden konnte er sich auf den zweiten Platz vorkämpfen und duellierte sich mit den Niederländern Rob Hartog und Vasco van der Valk (Yamaha). Nach 15 Runden siegte Thomas Gradinger (AUT) mit 2,178 Sekunden vor Rob Hartog sowie Kevin Wahr, der im Ziel 2,258 Sekunden Rückstand auf den Sieger hatte. Da Rob Hartog als Gaststarter am Rennen teilnahm, bekam Kevin Wahr die Punkte für den zweiten Platz. Im Gesamtklassement der Supersport 600-Klasse führen nach 4 von 12 Läufen Kevin Wahr und Thomas Gradinger nun gemeinsam die Wertung zusammen mit 70 Punkten an, dritter ist Max Enderlein (Yamaha) mit 62 Zählern, er wurde im ersten Lauf Dritter.
Kevin Wahr (Yamaha #19)
Foto: Michael Sonnick
„Wir hatten einen super Start in das Wochenende, leider hatten wir dann im Abschlusstraining und im ersten Lauf ein Problem mit der Kupplung. Für das zweite Rennen am Sonntag hat das Romero-Team tolle Arbeit geleistet und mir ein gutes Motorrad zur Verfügung gestellt. Wir haben uns einen packenden Dreikampf um den zweiten Platz geliefert, ich fuhr als Dritter über die Ziellinie. Leider konnten wir den Spitzenreiter Thomas Gradinger nicht mehr einholen, wir waren am Ende nur noch knapp zwei Sekunden hinter ihm. Schlussendlich war es ein halbwegs versöhnlicher Abschluss, da wir trotz Problemen weiterhin führend im Kampf um die Deutsche Meisterschaft sind, nun aber punktgleich mit Thomas Gradinger“, meinte der 28-jährige, der im Vorjahr in Zolder den zweiten Lauf gewinnen konnte.  

Text und Fotos : Michael Sonnick, Dieselweg 5, 67117 Limburgerhof

Dienstag, 11. Juli 2017

Superbike*IDM Zolder: Reiterberger (BMW) holt zwei Siege

Markus Reiterberger holt in  Zolder einen Doppelsieg
Foto: Felix Wiessmann FW Fotografie&Design
Die BMW S 1000 RR Rennfahrer in der Internationalen Deutschen Meisterschaft (IDM) hatten auch ein fantastisches Wochenende. Das zweite Rennwochenende der Saison fand in Zolder (BEL) statt und war das Heimrennen für das Team von Van Zon-Remeha-BMW. Hier vor heimischen Publikum wollte das Team natürlich das maximale Ergebnis und es klappte mit einem Doppelsieg. Markus Reiterberger (GER) dominierte mit seinen BMW S 1000 RR das Feld und gewann beide Rennen mit deutlichem Vorsprung, Sein Teamkollege Danny De Boer (NED) wurde in beiden Rennen Zweiter.
 
Im ersten Rennen fuhren drei weitere BMW S 1000 RR Fahrer in die Top-10. Jan Bühn (GER / Van Zon-Remeha-BMW) wurde Fünfter, Dominik Vincon (GER / BMW Stilgenbauer) Sechster und Arnaud Friedrich (GER / Van Zon-Remeha-BMW) Zehnter. Im Rennen zwei wurde Vincon siebter und Bühn neunter.
 
Markus Reiterberger:

"Es war ein tolles Wochenende, und das Bike funktionierte perfekt. Im Warm-up konnte ich eine starke Leistung auf gebrauchten Reifen zeigen und das war bereits ein Zeichen, das wir ein sehr gutes Renntempo haben werden. Beide Rennen waren für mich ziemlich ähnlich - ich konnte einen Start-Ziel-Sieg mit einem Vorsprung von über zehn Sekunden herausfahren. Ich habe von Beginn an Versucht Druck zu machen, um mich vom Feld absetzen zu können, dann brauchte ich den Vorsprung bis ins Ziel nur noch verwalten. Das gelang mir auch in beiden Rennen. Im Rennen habe ich versucht möglichst viel über das Motorrad zu lernen. Ich habe verschiedene Dinge in Bezug auf Bremspunkte, Linien und so weiter versucht. Dabei konnte ich sehr gute Informationen sammeln, die wir hoffentlich in Zukunft nutzen können und die auch bei der Vorbereitung unseres Bikes für mein Wildcard-Einsatz im Rahmen der Superbike WM am Lausitzring sehr wertvoll sind.

Sonntag, 9. Juli 2017

Langeveld beschert Audi den ersten ADAC TCR Germany-Sieg

  • Im Audi RS3 LMS siegt er vor Meister Josh Files und Rookie Luca Engstler
  • Zweite Podiumsplatzierung für Rookie Luca Engstler
  • In zwei Wochen geht es in Zandvoort weiter für die ADAC TCR Germany
Niels Langeveld holt ersten Sieg für Audi in der TCR Germany
Foto: Jens Hawrda
Der Niederländer Niels Langeveld (29, Racing One) hat dem Audi RS3 LMS den ersten Sieg in der ADAC TCR Germany beschert. Beim zweiten Rennen in Oschersleben setzte sich der 29-Jährige vor Titelverteidiger Josh Files (26, Großbritannien, Target Competition) im Honda Civic TCR und dem VW Golf GTI TCR von Luca Engstler (17, Wiggensbach, Liqui Moly Team Engstler) durch. Engstler krönte mit seiner zweiten Podiumsplatzierung in Folge sein herausragendes Wochenende, der 17-Jährige war erneut bester Rookie.

Seinen ersten Sieg in der ADAC TCR Germany feierte Langeveld, der von Rang neun ins Rennen gegangen war und mit den schwierigen Bedingungen auf der langsam abtrocknenden Strecke gut zurechtkam, ausgelassen. „Ich bin der Sieger dieses Rennens und sehr glücklich über den ersten Erfolg in diesem Jahr, auch wenn der ein bisschen spät kommt“, sagte der Pilot des Andernacher Teams Racing One: „In diesem Augenblick bin ich sehr glücklich. Ich werde diesen Pokal neben mein Bett stellen.“

Moritz Oestreich (25, Fulda, Honda Team ADAC Sachsen), der Sieger des Rennens am Samstag, belegte Rang vier vor Vizemeister Harald Proczyk (41, Österreich, HP Racing), der im Seat Leon TCR das beste Resultat in diesem Jahr holte. Rookiemeister Tom Lautenschlager (18, Grafenau, Target Competition) im Audi, sein Markenkollege Max Hofer (18, Österreich, AC Mayen e.V. im ADAC) und ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Mike Halder (21, Meßkirch, Wolf-Power Racing) folgten auf den Plätzen sechs bis acht.

Florian Thoma (21, Schweiz, Liqui Moly Team Engstler) im VW und Pascal Eberle (26, Schweiz, Steibel Motorsport) im Seat komplettierten die Top Ten. Bester Opel Astra TCR-Pilot war erneut Dino Calcum (26, Bochum, Lubner Motorsport), er belegte den 14. Rang.

Pole-Setter Lukas Niedertscheider (22, Österreich, Niedertscheider Motorsport) verlor seine Führung gleich auf den ersten Metern an Florian Thoma, dem Steve Kirsch (37, Chemnitz, Honda Team ADAC Sachsen) und Niels Langeveld im Nacken saßen.

Als Jürgen Schmarl (43, Österreich, Target Competition) mit seinem Honda Civic TCR nach dreieinhalb Minuten Renndauer von der Strecke rutschte, kam das Safety Car erstmals zum Einsatz. Zu diesem Zeitpunkt lag Thoma noch vorne, und auch nach dem Restart blieb der Schweizer, der beim Saisonauftakt in der Magdeburger Börde den bislang einzigen VW-Sieg in der ADAC TCR Germany geholt hatte, an der Spitze.

Nach einem Kontakt zwischen Thomas Kramwinkel (27, Velbert, GermanFLAVOURS Racing) und Jasmin Preisig (24, Schweiz, Lubner Motorsport) schied die Schweizerin aus. Um ihren Opel Astra TCR zu bergen, musste das Safety Car erneut auf die Strecke. Kurz davor war Kirsch nach einem Kontakt mit Langeveld in den Kies gerutscht.

Mit zehn Minuten auf der Uhr erfolgte der Neustart, bei dem Florian Thoma die Führung an Langeveld verlor. Der Schweizer rutschte von der Strecke und verlor dabei einige Positionen.


Auch Files verbesserte sich nach dem Restart um eine Position, er überholte den vor ihm platzierten Rookie Luca Engstler und jubelte am Ende über seine fünfte Podiumsplatzierung in diesem Jahr. Einzig im ersten Oschersleben-Rennen am Samstag hatte er als Zehnter das Podium verpasst.

Für die ADAC TCR Germany geht es bereits in zwei Wochen weiter. Dann stehen im niederländischen Zandvoort vom 21. bis 23. Juli die Saisonrennen sieben und acht auf dem Programm.
Das Podium vom Sonntag Files, Langeveld, Engstler (v.L.)
Foto: ADAC-Motorsport
Stimmen der Erstplatzierten: 

Niels Langeveld (Sieger, Racing One):
„Ich weiß, dass wir schnell sind, aber wir müssen immer noch daran arbeiten, das Auto besser kennenzulernen. Das hat einfach ein paar Wochenenden gedauert, bis wir hier angekommen sind. Die Pole Position gestern war bereits ein Statement. Man muss in Zukunft mit uns rechnen. Mein Fokus galt dem heutigen Rennen, denn das waren absolut meine Bedingungen. Ich komme aus Zandvoort, wo wir oft diese Art Wetter haben. Natürlich ist das eine gute Ausgangslage für mein Heimrennen. Aber man darf nicht nur auf der Heimstrecke schnell sein, sondern auf allen Strecken. In Zandvoort werden wir eine große holländische Party feiern.“

Josh Files (Zweiter, Target Competition):
„Es war heute eigentlich so wie gestern, nur dass ich keinen Abflug gemacht habe. Das war das erste Mal überhaupt, dass ich im Gras gelandet bin. Wir haben das Auto für heute gut vorbereitet und ich habe bereits um 7.30 Uhr entschieden, dass wir auf Slicks fahren, wie immer das Wetter ist. Man muss ein solches Risiko eingehen, und es hat sich ausgezahlt. Das Auto war absolut großartig. Auch gestern hat es nicht am Auto gelegen, auch wenn Niels mit dem Audi natürlich auf einem anderen Level gefahren ist. Für Zandvoort müssen wir ein bisschen aufpassen, Niels hat sich gut entwickelt, da muss man aufpassen.“

Luca Engstler (Dritter und bester Rookie, Liqui Moly Team Engstler):
„Nochmal ein dritter Platz. Das war ein Superrennen heute. Das Auto hat sich super angefühlt, das Team hat einen super Job gemacht. Schade, dass mein Teamkollege Florian Thoma so rausgeschossen worden ist und uns jetzt die Punkte für die Teammeisterschaft fehlen. Das war in meinen Augen nicht fair. Aber das ist Motorsport. Für mich geht es jetzt gleich sofort weiter mit der TCR International.“

Samstag, 8. Juli 2017

Honda-Pilot Oestreich mit Debütsieg in der ADAC TCR Germany

  • Oestreich gewinnt vor Pascal Eberle und Rookie Luca Engstler
  • Meister Josh Files wird Zehnter und verpasst erstmals das Podium
  • Am Sonntag folgt ab 10.15 Uhr das zweite Rennen in Oschersleben
Moritz Oestreich holt ersten Sieg in der TCR Germany
Foto: Jens Hawrda
Moritz Oestreich (25, Fulda, Honda Team ADAC Sachsen) hat seinen ersten Sieg in der ADAC TCR Germany gefeiert. Der 25-Jährige gewann in Oschersleben im Honda Civic TCR das fünfte Saisonrennen vor Pascal Eberle (26, Schweiz, Steibel Motorsport) im Seat Leon TCR und Rookie Luca Engstler (17, Wiggensbach, Liqui Moly Team Engstler) im VW Golf GTI TCR. Tabellenführer Josh Files (26, Großbritannien, Target Competition) verpasste im Honda Civic TCR erstmals in dieser Saison das Podium, er wurde letztlich Zehnter. "Ich hatte das Glück, im Qualifying eine gute Runde zu erwischen, stand vorne, und habe meinen Platz dann nicht mehr abgegeben", sagte Oestreich, der seinen ersten Sieg in der Tourenwagenserie des ADAC ausgelassen feierte.

Der Schweizer Florian Thoma (21, Liqui Moly Team Engstler), der beim Saisonauftakt in der Motorsport Arena VW den ersten ADAC TCR Germany-Sieg beschert hatte, wurde Vierter vor Tim Zimmermann (20, Langenargen, Target Competition), der als Fünfter das beste Ergebnis eines Audi RS3 LMS erzielte. Pole-Setter Niels Langeveld (29, Niederlande, Racing One) wurde in einem weiteren Audi Sechster, sein Markenkollege Max Hofer (18, Österreich, AC Mayen e.V. im ADAC) folgte auf Rang sieben. Die Top Ten komplettierten Lukas Niedertscheider (22, Österreich, Niedertscheider Motorsport) und Vizemeister Harald Proczyk (41, Österreich, HP Racing), jeweils im Seat, und Honda-Fahrer Files.

Niels Langeveld, der Audi im Qualifying die erste Pole Position in der Geschichte der ADAC TCR Germany beschert hatte, erwischte keinen guten Start und musste gleich auf den ersten Metern Moritz Oestreich, Pascal Eberle und Kris Richard (22, Schweiz, Target Competition) passieren lassen. Auch Luca Engstler fand einen Weg am RS3 LMS des Niederländers vorbei.

Im Feld fanden zahlreiche enge Zweikämpfe um die Positionen statt, bei einem dieser Duelle rutschte Simon Larsson (20, Schweden, Target Competition) mit seinem Audi in den Kies. Um den Wagen des Schweden zu bergen, kam das Safety Car für sieben Minuten auf die Strecke. Mit noch 15 Minuten auf der Uhr wurde das Rennen erneut gestartet.

Nach dem Restart behauptete Oestreich seinen Platz an der Spitze stark, ihm folgten Richard und Eberle. Auch VW-Pilot Engstler blieb am Spitzentrio dran. Kurz vor dem Ende hatte Richard dann großes Pech. Der Schweizer, zu diesem Zeitpunkt noch immer auf Kurs Richtung Podium liegend, musste seinen Honda aufgrund eines technischen Defekts in der vorletzten Runde abstellen.

Im zweiten Rennen am Sonntag (ab 10.15 Uhr) wird Lukas Niedertscheider als Zehnter des Qualifyings auf der Pole Position stehen. Dahinter starten Florian Thoma und Tim Zimmermann. Das Rennen wird von SPORT1 sowie SPORT1+ übertragen. Zudem gibt es Livestreams im Internet auf www.adac.de/motorsport, www.SPORT1.de und bei Facebook.
In Oschersleben fährt die ADAC TCR Germany gemeinsam mit der TCR International Series, und die Motorsport Arena feiert ihr 20-jähriges Jubiläum mit einem großen Fest. Am heutigen Samstagabend werden die Kult-Ostrocker von "City" ein Konzert im Infield der Strecke geben.
Podest Rennen 1: Eberle, Oestreich, Engstler (v.l.)
Foto: Jens Hawrda
Stimmen der Erstplazierten zum Rennen: 

Moritz Oestreich (Sieger, Honda Team ADAC Sachsen):
"Kris Richard war direkt hinter mir, aber nie so nah an mir dran, dass er einen Angriff hätte starten können. Schade, dass er am Ende noch mit einem Motorschaden ausgefallen ist."

Pascal Eberle (Zweiter, Steibel Motorsport):
"Heute lief es super. Nach dem richtig schlechten Wochenende am Red Bull Ring war das heute eine richtige Genugtuung. Ich gönne es dem ganzen Team von Herzen. Wir haben lange daraufhin gearbeitet und jetzt sind wir endlich dafür belohnt worden. Wir wären auch mit dem dritten Platz zufrieden gewesen, aber der zweite Platz ist jetzt nochmal das Tüpfelchen auf dem i. Der Speed war richtig gut, mal schauen, was morgen kommt. Alles was jetzt noch kommt, ist eine Zugabe."

Luca Engstler (Dritter und bester Rookie, Liqui Moly Team Engstler):
"Für einen 17 Jahre jungen Nachwuchsfahrer wie mich ist es gut, so viele Kilometer wie möglich zu fahren und einfach Erfahrungen zu sammeln. Ich bin sehr froh, dass ich beide Serien fahren darf. Mein Ziel war, dass ich unter die besten Sieben komme. Dass ich dann gleich auf das Podium fahre, ist natürlich überragend. Ich möchte die Honda Rookie Challenge auf jeden Fall gewinnen - ich kann einfach nur danke ans Team sagen. Die arbeiten rund um die Uhr durch, die wollen den Erfolg genauso wie ich."