Samstag, 1. Juli 2017

Audi-Pilot Ekström neuer DTM-Spitzenreiter

  • Schwede in turbulentem Samstagsrennen auf dem Norisring Dritter
  • Drei Audi-Piloten an der Spitze der Fahrerwertung
  • Vorsprung in der Hersteller- und Teamwertung vergrößert 
Mattias Ekström - Platz 3 und Tabellenführung
Foto: Audi-Motorsport
Mattias Ekström ist der neue Spitzenreiter der DTM. Der Schwede aus dem Audi Sport Team Abt Sportsline sicherte sich die Tabellenführung auf dem Norisring mit einem dritten Platz im Samstagsrennen.

Nach einem kräftigen Regenschauer kurz vor dem Start gingen alle Autos auf Regenreifen ins Rennen. Routinier Ekström verbesserte sich bei den schwierigen Bedingungen gleich vom sechsten auf den zweiten Platz und lieferte sich anschließend während des gesamten Rennens ein Duell mit BMW-Pilot Maxime Martin. „Im Regen war Maxime schneller, deshalb habe ich ihn vorbeigelassen“, sagte Ekström. „Im Trockenen habe ich dann richtig hart gekämpft, kam wieder an ihn ran und einmal sogar vorbei. Leider war mein Tempo in Kurve eins etwas zu hoch, dadurch hat er den zweiten Platz zurückgeholt. Aber ich kann mich nicht beklagen: Ich habe ein Podium, viele Punkte und die Meisterschaftsführung geholt.“

Mit Ekström, René Rast und Jamie Green (beide Audi Sport Team Rosberg) liegen nach dem siebten Saisonrennen gleich drei Audi-Piloten auf den ersten drei Plätzen der Fahrerwertung. Rast sicherte sich bereits zum vierten Mal in diesem Jahr einen Platz in der ersten Startreihe und damit zwei weitere Punkte. Im Rennen absolvierte Rast seine ersten DTM-Kilometer auf nasser Strecke und behauptete Platz vier, ehe er nach dem Reifenwechsel die Linie an der noch nassen Boxenausfahrt überfuhr und dafür eine Durchfahrtsstrafe kassierte. Als Zwölfter ging Rast im Rennen leer aus.

Rasts Teamkollege Jamie Green verbesserte sich vom neunten auf den siebten Platz. Nico Müller kam als Neunter ins Ziel und half so ebenfalls mit, dass Audi seinen Vorsprung in der Herstellerwertung der DTM auf 70 Punkte vergrößerte. In der Teamwertung liegen die Audi Sport Teams Rosberg und Abt Sportsline auf den ersten beiden Positionen.

Ohne Punkte blieb am Samstag in Nürnberg das Audi Sport Team Phoenix. Mike Rockenfeller lag in der Anfangsphase auf Rang sechs, musste auf Anordnung der Rennleitung dann aber drei Konkurrenten vorbeilassen, weil er im Getümmel der ersten Kurve innen ausgewichen war. Später wurde gegen ihn wegen einer Kollision mit Mercedes-Benz-Pilot Edoardo Mortara eine Durchfahrtsstrafe ausgesprochen. Rockenfeller wurde 13., sein Teamkollege Loïc Duval bei seinem ersten DTM-Rennen auf einem Stadtkurs 15.

„Ich habe heute etwas gemischte Gefühle“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Mattias (Ekström) ist ein sauberes Rennen gefahren und hat mit einem Podium die Meisterschaftsführung übernommen. Ich bin froh, dass er hier ist. Von den Punkten her wäre für uns aber mehr möglich gewesen. Das mit René (Rast) war sehr ärgerlich, weil er gut Punkte mit nach Hause hätte nehmen können.“

Spengler holt ersten BMW-Sieg am Norisring seit 1992

  • Spengler und Martin sorgen für BMW-Doppelsieg
  • Ekström übernimmt mit Platz 3 die DTM-Tabellenführung
  • Rast bleibt im Samstagsrennen nach Fehler ohne Punkte

Bruno Spengler kann jubeln
Foto: dtm.com
Bruno Spengler heißt der Sieger im DTM-Samstagsrennen auf dem Norisring. Der Kanadier gewann im BMW M4 DTM nach 61 Runden das siebte Saisonrennen souverän vor seinem Marken- und Teamkollegen Maxime Martin. Für BMW und Spengler ist der Erfolg fast historisch: Seit 25 Jahren haben die Münchener kein Rennen mehr auf dem Stadtkurs in Nürnberg gewonnen, und Spengler stand zuletzt vor vier Jahren beim DTM-Lauf in Spielberg ganz oben auf dem Siegerpodest. Für Spengler ist es der 15. Sieg in seiner DTM-Karriere; seinen ersten Erfolg bejubelte er 2006 ebenfalls am Norisring, damals allerdings noch im Mercedes. Platz drei in einem Rennen, das auf nasser Strecke gestartet wurde und eine turbulente Startphase hatte, belegte Mattias Ekström im Audi RS 5 DTM. Der Schwede übernimmt damit auch die Tabellenführung in der Fahrerwertung.

„Ich habe hart gekämpft und nie aufgegeben“, sagte Spengler nach dem Rennen. „Natürlich bin ich sehr zufrieden, so ein Erfolg ist mega-gut. Das Auto war im Regen und bei trockenen Bedingungen super.“ Den Grundstein zu seinem Sieg legte der 33-Jährige bereits beim Start. Von Platz drei aus überholte er den schlecht gestarteten Martin sowie René Rast, setzte sich in Führung und baute diese mit schnellen Rundenzeiten kontinuierlich aus.

Auch Ekström war mit dem Ergebnis zufrieden. „Es sieht so aus, als wäre es die richtige Entscheidung gewesen, an diesem Wochenende in der DTM statt in der Rallyecross-WM zu starten. Der Zweikampf mit Maxime hat viel Spaß gemacht, so fahre ich gerne DTM. Nach dem missglückten Überholversuch habe ich zum Schluss nicht mehr alles riskiert, um die Punkte für Platz drei sicher mit nach Hause zu nehmen.“

Ekström übernimmt Tabellenführung von Rast

Die 15 Punkte für Platz drei bescheren Ekström die DTM-Tabellenführung. Nach sieben von 18 DTM-Saisonrennen liegt der Schwede mit 77 Punkten fünf Punkte vor Audi-Markenkollege René Rast (72). Der bis dahin Führende in der Meisterschaft war von Platz zwei gestartet, blieb aber nach einer Durchfahrtsstrafe als Zwölfter ohne Punkte. Rast hatte nach seinem Boxenstopp bei der Boxenausfahrt die Linie überfahren und war zu früh auf die Strecke zurückgekehrt. Jamie Green (Audi) ist mit 71 Punkten Dritter in der Gesamtwertung vor Lucas Auer (Mercedes/69 Punkte) und Ex-Formel-1-Fahrer Timo Glock (BMW/59 Punkte).

Bestplatzierter Mercedes-AMG Motorsport DTM-Pilot war am Samstag Edoardo Mortara. Der Italiener kam als Achter ins Ziel. Lucas Auer und Robert Wickens waren die Leidtragenden einer turbulenten Startphase. Beide schieden nach Kollisionen früh aus.

DTM: Sieg für Bruno Spengler am Norisring

Bruno Spengler holt seinen ersten DTM-Sieg nach vier Jahren
Foto: Jens Hawrda
In einem spannenden Rennen am Norisring holt sich Bruno Spengler den Sieg, vor seinem Markenkollegen Maxime Martin und Mattias Ekström (Audi).

Am Start ging Bruno Spengler bereits von Startplatz drei aus mit einem fantastischem Start sofort in Führung und baute diese Führung auf nasser Strecke bis fast sieben Sekunden zu Maxime Martin aus. Bei abtrocknender Piste geht Martin eher zum Reifenwechsel und holt nachdem auch Spengler gewechselt hat deutlich auf den Führenden auf. Als Spengler seine Reifen endlich auf Temperatur hatte, konnte er sich wieder absetzten. Maxime Martin muss sich in der Schlussphase heftiger Attacken von Mattias Eckström erwehren, bringt aber Platz zwei für BMW in Ziel. Mattias Ekström wird Dritter und übernimmt damit die Führung in der Gesamtwertung.

Ergebnis Rennen 1 (Top-Ten):
Quelle: dtm,com


DTM: Maxime Martin holt Pole für BMW

Maxime Martin holt Pole für BMW
Foto: dtm.com
In einem spannenden Qualifying zum ersten Rennen holt sich Sekunden vor Ende der Session Maxime Martin die Pole vor Renè Rast (Audi) und seinem Markenkollegen Bruno Spengler. Noch Minuten vor Ende des Quailyings sah es so aus als ob Lucas Auer (Mercedes) sich die Pole sichern könnte, doch dann schlug Renè Rast (Audi) zu, dieser wurde jedoch Sekunden vor Ende des Qualifyings von Maxime Martin im BMW auf Platz zwei verdrängt.
Maxime Martin (rechts Pole) und Bruno Spengler (Startplatz 3)
Foto: dtm.com
Hier die Startaufstellung zum heutigen Rennen (Top-Ten):

Startaufstellung (Top-Ten)
Foto: dtm.com

DTM: Zweites Freies Training - Lucas Auer mit Bestzeit

Lucas Auer Bestzeit im zweiten Freien Training
Foto: Jens Hawrda
Die schnellste Zeit im zweiten Freien Training am heutige Samstag holte der Mercedes-Pilot Lucas Auer. Der Gesamtzweite der DTM-Wertung brauchte für die 2,3 Kilometer lange Strecke am Norisring 47,814 Sekunden und war damit knapp schneller als die Bestzeit von Bruno Spengler BMW am gestrigen Freien Training. Auf Platz zwei folgte der Gesamtführende René Rast im Audi in 47,957 Sekunden. Den dritten Platz sicherte sich mit Gary Paffett (48,006 Sekunden) ein weiterer Mercedes-AMG-Pilot vor den Audis von Mike Rockenfeller (48,009 Sekunden) und Nico Müller (48,089 Sekunden). BMW konnte seine starke Vorstellung vom gestrigen Tag nicht wiederholen, nur Bruno Spengler (48,090) als Sechster schaffte es in die Top Ten. Wie gestern auch lag das Fahrerfeld erneut sehr eng beieinander. Den Letzten Maxime Martin (BMW) trennten in 46,601 Sekunden nur 787 Tausendstelsekunden vom Ersten.