Montag, 19. Juni 2017

Audi-Pilot René Rast holt sich die DTM-Führung

  • Pole, Sieg und Tabellenspitze für DTM-Neuling auf dem Hungaroring
  • Routinier Mattias Ekström macht Doppelsieg für Audi perfekt
  • Audi vor Heimrennen auf dem Norisring Spitzenreiter aller drei Wertungen
Audi-Pilot René Rast ist der Mann der Stunde in der DTM: Der Neuling feierte auf dem Hungaroring seinen ersten Sieg in der DTM und schnappte sich mit einem Mega-Wochenende sogar die Führung in der Fahrerwertung. Auch in der Hersteller- und der Teamwertung hat Audi vor dem Heimrennen auf dem Norisring am 1./2. Juli die Nase vorn.
Renè Rast übernimmt die Führung in der DTM-Fahrerwertung
Foto: Jens Hawrda
Nach seiner ersten DTM-Pole-Position am Samstag holte sich der 30-Jährige auch am Sonntag mit einer perfekten Runde die drei Zusatzpunkte für den besten Startplatz. Und dieses Mal lief auch im Rennen alles nach Plan: Vom Start weg übernahm der Deutsche aus dem Audi Sport Team Rosberg die Führung und baute diese kontinuierlich aus. Nach seinem Boxenstopp in Runde elf fiel Rast zunächst hinter seinen Markenkollegen Mattias Ekström aus dem Audi Sport Team Abt Sportsline zurück, der bereits in der dritten Runde die Reifen gewechselt hatte. In der Schlussphase konnte Rast dann den Vorteil der frischeren Reifen nutzen und Ekström überholen. Damit gelang Rast in seinem neunten DTM-Rennen bereits der erste Sieg.

„Es ist ein unglaubliches Gefühl, am Hungaroring gewonnen zu haben“, sagte René Rast nach seinem Premierensieg. „Zweimal auf der Pole, der erste Sieg und auch noch die Meisterschaftsführung – ich kann das noch gar nicht alles in Worte fassen. In einer Rookie-Saison kann man nicht erwarten, nach drei Rennwochenenden die Meisterschaft anzuführen und schon das erste Rennen gewonnen zu haben. Ich bin einfach glücklich, ein so gutes Team hinter mir zu haben.“

Mattias Ekström verbesserte sich mit seinem zweiten Platz auf den vierten Tabellenrang. Der Schwede hatte sich vorgenommen, vor allem an seiner Qualifying-Leistung zu arbeiten, und holte sich an beiden Tagen je einen Zusatzpunkt für Startplatz drei. Insgesamt sammelte Ekström in Ungarn 30 Punkte und fuhr am Sonntag auch die schnellste Rennrunde.

Ekströms Teamkollege Nico Müller startete wie am Vortag von Position vier und kam auch als Vierter ins Ziel. Der junge Schweizer fuhr fast das ganze Rennen dicht hinter BMW-Pilot Maxime Martin, konnte diesen aber nicht überholen.

Eine kämpferische Leistung zeigte Jamie Green, der durch einen langsamen Boxenstopp zeitweise bis auf Rang neun zurückfiel. Der Brite machte anschließend mehrere Plätze gut. Den BMW des amtierenden DTM-Champions Marco Wittmann überholte er unter dem Jubel des ungarischen Publikums sogar außen herum. Green beendete das Rennen auf Rang fünf und liegt nach sechs Rennen lediglich fünf Punkte hinter seinem Teamkollegen René Rast und vier Punkte hinter Lucas Auer (Mercedes-Benz) auf dem dritten Tabellenrang.

Pechvogel des Tages war Mike Rockenfeller. Kurz vor dem Start des Rennens wurde an seinem Audi RS 5 DTM eine undichte Bremsleitung festgestellt, sodass Rockenfeller statt vom fünften Startplatz vom Ende des Feldes ins Rennen gehen musste. Mit einem Blitzstart, einem frühen Stopp und schnellen Rundenzeiten konnte sich Rockenfeller vom 18. noch auf den zehnten Platz nach vorn kämpfen und einen Punkt für das Audi Sport Team Phoenix holen. Teamkollege Loïc Duval wurde kurz vor Rennende von BMW-Pilot Tom Blomqvist touchiert und durch den folgenden Dreher auf Rang 16 zurückgeworfen.

Audi holte am Sonntag 70 der 107 möglichen Punkte und ist nun klarer Spitzenreiter der Herstellerwertung. In der Teamwertung baute das Audi Sport Team Rosberg seinen Vorsprung auf 39 Punkte aus. Zur Freude von Audi-Motorsportchef Dieter Gass kommt Audi damit als Führender aller drei Wertungen zum „Heimspiel“ nach Nürnberg. „Das heutige Rennen war natürlich fantastisch für uns“, sagte Gass. „Nach dem für uns extrem enttäuschenden Samstag war es wichtig, heute zurückzuschlagen, einen Doppelsieg einzufahren und auch noch die Plätze vier und fünf zu holen. Ich freue mich unheimlich für René Rast: Er liefert eine wahnsinnige Premierensaison in der DTM ab."

Sonntag, 18. Juni 2017

Erster DTM-Sieg für René Rast

  • René Rast holt am Hungaroring zwei Poles, einen Sieg und die Tabellenführung
  • Maxime Martin stürmt von der letzten Reihe auf das Podium
  • 39.500 Zuschauer besuchten das DTM-Wochenende in Ungarn
Erster DTM-Sieg für Renè Rast
Foto: dtm.com
Grenzenloser Jubel bei René Rast: Der Audi-Pilot sicherte beim sechsten DTM-Saisonrennen auf dem Hungaroring seinen ersten Sieg in der populären Tourenwagenserie. „Mega! Das ist unglaublich, ich kann es nicht fassen“, brüllte Rast nach der Zieldurchfahrt über den Funk. Der 30-Jährige Rast gewann das Rennen in Ungarn nach 35 Runden vor seinem Markenkollegen Mattias Ekström, der das Rennen über weite Strecken angeführt hatte. Dritter im Sonntagsrennen wurde Maxime Martin im BMW M4 DTM, der vom Ende des Feldes in das Rennen gestartet war. Bester Mercedes-Fahrer im heutigen Rennen war Paul Di Resta auf Platz sechs.

Zum entscheidenden Manöver setzte Rast erst vier Runden vor Schluss an, als er sich eiskalt an dem bis dato Führenden Ekström vorbeischob. Zuvor hatte sich der Audi-Pilot im Qualifying für das Sonntagsrennen seine zweite Pole-Position gesichert. In Summe benötigte Rast nur neun Rennen bis zu seinem ersten DTM-Triumph. „Auf diesem Moment habe ich ewig hingearbeitet“, freute sich ein überglücklicher Rast. „Mattias hatte eine andere Strategie, hat sich aber fair verteidigt. Es ist zu früh, jetzt schon über den Titel nachzudenken, aber die Tabellenführung ist natürlich schon etwas Besonderes. Das hätte ich vor der Saison nicht zu träumen gewagt.“

Ekström, der sich den Sieg vor Augen geschlagen geben musste, nahm Platz zwei sportlich: „Ich hatte durch meinen frühen Stopp eine große Chance zu gewinnen. Allerdings habe ich am Ende mit stumpfen Waffen gekämpft. René hat abgewartet und fuhr dann einfach an mir vorbei. Perfekt ist anders, aber das Ergebnis geht schon in Ordnung.“

Eine fulminante Aufholjagd gelang dem Belgier Martin, nachdem er am Samstag vorzeitig ausgeschieden war und zu allem Überfluss wegen einer Kollision auch noch eine Rückversetzung in der Startaufstellung um drei Positionen aufgebrummt bekam. Das Zeittraining für das Sonntagsrennen verlief ebenfalls durchwachsen, so dass am Ende nur der letzte Startplatz zu Buche stand. Der Belgier ließ sich davon nicht beeindrucken, absolvierte seinen Stopp zum Reifenwechsel bereits in der ersten Runde. „Das war eine großartige Aufholjagd“, sagte er nach dem Rennen. „Ich habe von Beginn an Vollgas gegeben, aber mit dem Podium habe ich nicht gerechnet. Am Ende war es eine gute Antwort auf mein Ergebnis gestern.“

In der DTM-Fahrerwertung übernimmt Sieger Rast nach sechs von 18 Saisonrennen mit 70 Punkten die Führung. Lucas Auer, der in Ungarn ohne Punkte blieb, liegt mit einem Zähler Rückstand auf Platz zwei. Die Plätze drei und vier belegen mit Jamie Green (65 Punkte) und Mattias Ekström (62 Punkte) zwei weitere Audi-Piloten.

Nächste Station im DTM-Kalender ist Nürnberg: Vom 30. Juni bis 2. Juli 2017 finden auf dem einzigartigen Stadtkurs die Saisonrennen sieben und acht statt.

DTM: Renè Rast holt auch am Sonntag die Pole

zweite Pole am Wochenende für Renè Rast
Foto: Jens Hawrda
Nachdem er bereits am Samstag die Pole für Audi holte zeigte sich René Rast auch am Sonntag als stärkster DTM-Pilot im Zeittraining und wiederholte seine Leistung vom Vortag.
Im Audi RS 5 DTM fuhr er in 1:34,740 Minuten die Bestzeit im zweiten Qualifying und sicherte sich damit seine zweite Pole-Position in der DTM. Nur 0,063 Sekunden langsamer war Marco Wittmann im BMW M4 DTM, der als Zweiter in die Phalanx der Audi-Piloten einbrach. Vier mal vier Ringe dominierten auf den weiteren Positionen: Mattias Ekström, Nico Müller, Mike Rockenfeller und Jamie Green qualifizierten sich für die Startplätze drei bis sechs.


Den schnellsten Mercedes-AMG C 63 DTM fuhr Lucas Auer auf Position sieben, Timo Glock, Augusto Farfus und Tom Blomqvist fuhren in Farben von BMW geschlossen auf die Plätze acht bis zehn.

Wie eng es auf dem 4,381 Kilometer langen Hungaroring im Qualifying zuging, zeigt ein Blick auf die Zeiten: 17 Piloten blieben innerhalb eines Rückstands von einer Sekunde. Das verspricht Spannung für den sechsten Saisonlauf, der um 15:18 Uhr startet. Das Erste überträgt das sechste DTM-Saisonrennen ab 15 Uhr live aus Ungarn.


Stimmen nach dem Qualifying

Rene Rast
(Audi), Platz eins: „An eine Pole-Position kann man sich nie gewöhnen. Das ist ein Mega-Gefühl. Ich habe die perfekte Runde erwischt, alles hat gut gepasst. Das sind weitere drei Punkte für mich. So kann es von mir aus gerne weitergehen. Jetzt ist es mein Plan mich auch im Rennen zu verbessern. Vollgas von Anfang an. Ich werde versuchen, mir ein Vorsprung herauszufahren.“


Marco Wittmann
(BMW), Platz zwei: „Ich bin sehr zufrieden aus der ersten Reihe starten zu können. Die ersten Rennen inklusive der Qualifyings waren schwierig für mich. Mein Team hat einen guten Job gemacht. Wir haben im Vergleich zu gestern Veränderungen an der Balance und dem Setup vorgenommen. Jetzt ist es an der Zeit, dies auch im Rennen zu zeigen. Ich werde versuchen, so viele Punkte wie möglich zu holen.“


Mattias Ekström
(Audi), Platz drei: „Das war nicht die beste Qualifying-Runde meines Lebens, aber es war eine gute Performance. Ich schaue vorwärts und werde versuchen, auch im Rennen auf das Podium zu fahren.“    

DTM drittes Freies Training - Audi wieder stark

Renè Rast (Audi) Schnellster im dritten Freien Training
Foto: Jens Hawrda
Audi zeigte sich auch im dritten Freien Traing am Sonntag Vormittag wieder stark und dominierte die Trainingseinheit. Am Sonntagmorgen lagen ein Audi-Quartett bestehend aus Rene Rast (1:35,802 Minuten), Jamie Green (1:35,854), Nico Müller (1:35,947) und Mike Rockenfeller (1:36,001) ganz vorn.

Bester Mercedes-AMG-Pilot war Lucas Auer als Fünfter (1:36,412), gefolgt von den Audi-Piloten Mattias Ekström (1:36,438) und Loic Duval (1:36,441). Bester BMW-Pilot war Maxime Martin als Zwölfter.

Renè Rast (Trainingsschnellster):
„Das war nicht so verkehrt, es ist auch wieder ein gutes Teamergebnis. Leider konnten wir die neuen Reifen nicht nutzen, weil da viel Verkehr war und dadurch fehlen uns ein paar Erfahrungswerte. Das ist ein bisschen schade, aber es war insgesamt sehr gut.“

Jamie Green nachträglich disqualifiziert

Disqualifikation für Jamie Green nach Rennen 1 am Hungaroring
Foto: Jens Hawrda
Jamie Green (Audi) ist im Anschluss an das DTM-Rennen am Samstag disqualifiziert worden. Die Sportkommissare gaben damit einem Protest des Teams HWA (St.-Nr. 63, Maro Engel) statt. Das Team hatte bemängelt, dass am Audi RS 5 DTM von Green unerlaubterweise ein Spalt am Frontdiffusor abgedichtet worden war. Dies ist laut Artikel T 2.10.1 bei dem für alle Fahrzeuge verbindlich zu verwendenden Einheitsbauteil nicht erlaubt. Das Team Rosberg kündigte gegen die Entscheidung der Sportkommissare Berufung an. Diese muss bis Mittwochabend schriftlich eingelegt werden. Bis zur Entscheidung des Berufungsgerichtes, die voraussichtlich erst in einigen Wochen erfolgen wird, bleibt das Ergebnis des Samstagsrennens in Budapest vorläufig.