Sonntag, 11. Juni 2017

Pole für Lamborghini beim Heimspiel vom GRT Grasser-Racing-Team

  • Christian Engelhart sichert Lokalmatadoren zweite Pole der Saison
  • Mercedes-AMG-Piloten Maximilian Götz und Luca Ludwig auf den weiteren Plätzen
  • SPORT1 überträgt Rennen ab 13.00 Uhr live
Christian Engelhart holt Pole für's Grasser-Racing-Team
Foto: ADAC-Motorsport
Christian Engelhart (30/Wolnzach) sorgte im Qualifying zum zweiten Rennen des ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring für Jubelstimmung beim GRT Grasser-Racing-Team. Der Lamborghini-Werksfahrer holte für die Mannschaft, die unweit der Rennstrecke ihren Teamsitz hat, die zweite Pole-Position der Saison. Ebenfalls in der ersten Startreihe steht Maximilian Götz (31/Uffenheim, Mercedes-AMG Team HTP Motorsport) im besten Mercedes-AMG vor seinem Markenkollegen Luca Ludwig (27/Bornheim, Mercedes-AMG Team ZAKSPEED). SPORT1 überträgt das sechste Saisonrennen des ADAC GT Masters ab 13.00 Uhr live und in voller Länge, online ist es im Livestream auf sport1.de und adac.de/motorsport zu sehen.
Foto: Jens Hawrda
Das Zeittraining zum Sonntagsrennen der "Liga der Supersportwagen" auf dem 4,326 Kilometer langen Kurs war extrem eng umkämpft. 20 Fahrzeuge lagen am Ende der 20-minütigen Sitzung innerhalb von knapp einer Sekunde. Ungewöhnlich groß war daher der Abstand von Pole-Sitter Engelhart zum Zweitplatzierten. Der Deutsche war mit 1.27,500 Minuten 0,240 Sekunden schneller als Ex-Champion Götz. "Ich habe eine absolut super Runde erwischt", so Engelhart. "Nachdem wir am Samstag keinen guten Tag hatten, lief es diesmal optimal. Das Team hat mir ein tolles Auto hingestellt und ich habe alles gegeben. Die ganze Mannschaft verdient diese Pole-Position."

Hinter Götz, der mit Platz zwei seinen bisher besten Startplatz der Saison einfuhr, folgte mit lediglich 29 Tausendstelsekunden Rückstand Luca Ludwig als Dritter. Auch auf den folgenden Positionen betrugen die Abstände zwischen den Fahrzeugen weniger als eine Zehntelsekunde. Michael Ammermüller (31/Rotthalmünster, KÜS Team75 Bernhard) wurde im schnellsten Porsche Vierter vor Philipp Eng (27/A), der im BMW M6 des BMW Team Schnitzer der bestplatzierte Österreicher im Zeittraining war. Ebenfalls in die Top Sechs schaffte es Sebastian Asch (31/Ammerbuch, BWT Mücke Motorsport). Der Schwabe teilt sich den Mercedes-AMG mit DTM-Spitzenreiter Lucas Auer (22/A).

Samstagssieger und Tabellenführer Daniel Keilwitz (27/Villingen, Callaway Competition) eroberte mit seiner Corvette C7 den achten Startplatz.

Samstag, 10. Juni 2017

Corvette-Doppelsieg auf dem Red Bull Ring

  • Gounon/Keilwitz gewinnen vor Corvette-Markenkollegen Barth/Hackländer
  • Lokalmatador Philipp Eng wird im BMW Dritter
  • DTM-Spitzenreiter Lucas Auer verpasst Podium als Vierter nur knapp
Daniel Keilwitz (l.) / Jules Gounom siegen im ersten Rennen
Foto: ADAC-Motorsport
Fünftes Saisonrennen, fünfter Sieger: Beim Samstagsrennen des ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring triumphierten zum ersten Mal in diesem Jahr die Corvette-Piloten Jules Gounon (22/F) und Daniel Keilwitz (27/Villingen, beide Callaway Competition). Als Zweite sorgten ihre Markenkollegen Sven Barth (36/Illertissen) und Maximilian Hackländer (27/Rüthen, beide RWT Racing) für einen Corvette-Doppelsieg. Lokalmatador Philipp Eng (27/A) holte zusammen mit Ricky Collard (20/GB, beide BMW Team Schnitzer) im BMW M6 GT3 vor Lucas Auer (22/A) und Sebastian Asch (31/Ammerbuch, beide BWT Mücke Motorsport) im besten Mercedes-AMG GT3 die dritte Position. "Wir sind megahappy", so Sieger Keilwitz nach seinem sechsten ADAC GT Masters-Sieg auf dem Red Bull Ring in fünf Jahren. "Unser Ziel war es, hier am Wochenende ein Rennen zu gewinnen. Das haben wir geschafft."
Sven Bart u. Maximilian Hackländer sichern mit Platz Zwei Doppeksieg füe Corvette
Foto: ADAC-Motorsport
Gounon bleibt beim Start vorn

Pole-Sitter Jules Gounon übernahm beim Start die Führung und verteidigte diese bis zum Fahrerwechsel zur Rennmitte. Teamkollege Daniel Keilwitz behauptete die Spitzenposition trotz zweier Safety-Car-Phasen wegen gestrandeter Autos und einer knapp 15-minütigen Rennunterbrechung nach einem Unfall von Porsche-Pilot Alex MacDowall (26/GB, Schütz Motorsport) anschließend bis ins Ziel. Für das französisch-deutsche Duo war es der erste Saisonsieg. Mit diesem übernahmen sie auch die Tabellenführung in der "Liga der Supersportwagen".


Hinter dem Siegerfahrzeug kämpfte in der ersten Rennhälfte DTM-Star Lucas Auer mit Sven Barth um den zweiten Rang. Doch nach den Boxenstopps tauschten der Mercedes-AMG und die Corvette die Positionen. Während Barths Teamkollege Maximilian Hackländer den zweiten Platz bis ins Ziel verteidigte und damit seinem Team RWT Racing den ersten Podestplatz des Jahres sicherte, fiel Mercedes-AMG-Pilot Asch, der von Auer übernommen hatte, in der Schlussphase noch auf den vierten Rang zurück. Der letzte Podestplatz ging mit Philipp Eng dennoch an einen Österreicher. Der BMW-Pilot zeigte eine starke Aufholjagd und kämpfte sich vom achten Platz auf den letzten Podestplatz nach vorn. Für Eng und Teamkollege Ricky Collard war es das erste Podium seit dem Sieg im zweiten Saisonrennen in Oschersleben.

Luca Stolz (21/Brachbach) und Luca Ludwig (27/Bornheim, beide Mercedes-AMG Team ZAKSPEED) kamen mit ihrem Mercedes-AMG als Fünfte vor ihren Markenkollegen Patrick Assenheimer (25/Lehrensteinsfeld) und Maximilian Götz (31/Uffenheim, beide Mercedes-AMG Team HTP Motorsport) ins Ziel. Beste Porsche-Piloten waren als Siebte Mathieu Jaminet (22/F) und Michael Ammermüller (31/Rotthalmünster, beide KÜS Team75 Bernhard). Die Top Ten wurde von einem Audi-Trio komplettiert: Die Vorjahreschampions Connor De Phillippi (24/USA) und Christopher Mies (28/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land-Motorsport) schlugen hier ihre Markenkollegen Markus Pommer (26/Neckarsulm) und Kelvin van der Linde (20/ZA, beide Aust Motorsport) sowie Philip Geipel (30/Rosenbach/Vogtland) und Rahel Frey (31/CH, beide YACO Racing).

Die bisherigen Tabellenführer Robert Renauer (32/Jedenhofen) und Sven Müller (25/Bingen, beide Precote Herberth Motorsport) lagen nach dem Start kurzzeitig auf dem zweiten Rang, mussten aber später wegen eines zu kurzen Pflichtboxenstopps eine Durchfahrtstrafe absolvieren. Als Zwölfte verpassten sie anschließend die Punkteränge.

Stimmen der Sieger


Jules Gounon
(Callaway Racing, Corvette C7 GT3-R):
"Endlich haben wir den ersten Saisonsieg geholt. Das Callaway-Team hat toll gearbeitet. Die Strecke passt unglaublich gut zur Corvette. Es ist fast so, als wäre das Auto nur für diese Strecke gebaut worden. Ich bin sehr glücklich. Anfangs hatte ich einen guten Zweikampf mit Lucas Auer. Der hat sehr viel Spaß gemacht. Es war ein tolles Gefühl, ihn hinter mir zu halten."


Daniel Keilwitz (Callaway Racing, Corvette C7 GT3-R):
"Das war ein super Rennen für uns. Jules hat einen tollen Job gemacht. Er hat von der Pole-Position aus den ersten Platz verteidigt, sodass ich am Ende die Führung mehr oder weniger nur noch verwalten musste. Auch bei den Restarts nach den beiden Safety-Car-Phasen ging alles gut. Morgen wollen wir noch mal viele Punkte holen. Dann sähe es für uns ganz gut in der Meisterschaft aus."

Meister Josh Files siegt zum Auftakt auf dem Red Bull Ring

  • Der britische Honda-Pilot gewinnt vor Mike Halder und Dino Calcum
  • Simon Reicher aus Österreich als 14. bester Rookie
  • Am Sonntag folgt der zweite Lauf mit Robin Brezina auf der Pole Position
Das Podium vom Samstag
Foto: ADAC-Motorsport
Titelverteidiger Josh Files (26, Großbritannien, Target Competition) hat das dritte Saisonrennen der ADAC TCR Germany auf dem Red Bull Ring gewonnen und seine Führung in der Gesamtwertung ausgebaut. Der von Rang sieben gestartete Brite siegte im Honda Civic TCR vor dem Seat Leon TCR des von der ADAC Stiftung Sport geförderten Mike Halder (21, Meßkirch, Wolf-Power Racing) und Pole-Setter Dino Calcum (27, Bochum, Lubner Motorsport) im Opel Astra TCR.

"Der Start war super, und ich sage ja immer, dass ich keine zwei Einladungen brauche, um zu überholen. Das war auch heute wieder der Fall", sagte Files, der seinen insgesamt achten Sieg im 17. Rennen der ADAC TCR Germany feierte: "Hinter mir haben sie sich die ganze Zeit Duelle geliefert. Aber damit habe ich mich nicht aufgehalten. Ich habe nicht in die Spiegel geschaut, sondern einfach nur Vollgas gegeben."

In der Gesamtwertung hat Files nun 112 Punkte auf dem Konto und damit 31 Zähler Vorsprung auf Sheldon van der Linde (18, Südafrika, AC Mayen e.V. im ADAC) und 34 auf Steve Kirsch (37, Chemnitz, Honda Team ADAC Sachsen).

Kirsch wurde im ersten Rennen in Österreich Vierter vor dem Finnen Antti Buri (28, LMS Racing) im Audi RS3 LMS und van der Linde. Dahinter folgten Sandro Kaibach (19, Bad Waldsee, Aust Motorsport) im Audi, der Österreicher Jürgen Schmarl (43, Target Competition) im Honda sowie die beiden Seat-Fahrer Alex Morgan (30, Großbritannien, Wolf-Power Racing) und Lokalmatador Hari Proczyk (41, Österreich, HP Racing).

Simon Reicher (17, Österreich, Certainty Racing) kam im Audi als 14. ins Ziel und wurde damit erstmals bester Rookie. Der in der Honda Rookie Challenge führende Luca Engstler (17, Wiggensbach, Liqui Moly Team Engstler) schied im VW Golf GTI TCR aus.

Calcum, der die erste Pole Position für Opel in der Geschichte der ADAC TCR Germany eingefahren hatte, erwischte einen schlechten Start und fand sich nach wenigen Metern auf Rang fünf wieder. Ganz im Gegensatz zu Calcum ließ Files seine Konkurrenten förmlich stehen und übernahm schon nach der ersten Kurve die Führung. Hinter dem Briten reihten sich Kris Richard (22, Schweiz, Target Competition), Halder und Kirsch ein. Auch Calcum blieb dran und lieferte sich spannende Duelle mit der Spitzengruppe.

Nach knapp sieben Minuten musste erstmals das Safety Car auf die Strecke, vorausgegangen war ein Kontakt zwischen Buri und Engstler, und auch Tim Zimmermann (20, Langenargen, Target Competition) rutschte in den Kies. Der Restart erfolgte fünf Minuten später, doch kurze Zeit darauf kam das Safety Car aufgrund weiterer Kontakte zwischen Pascal Eberle (26, Schweiz, Steibel Motorsport) und Sven Markert (19, Berlin, GermanFlavours Racing) sowie zwischen Gosia Rdest (24, Polen, Target Competition) und Jason Wolfe (22, USA, Liqui Moly Team Engstler) erneut zum Einsatz.

Nach dem erneuten Restart hielt sich Files an der Spitze weiterhin schadlos und zog davon - dahinter lieferten sich seine Verfolger spannende Duelle. Halder verbesserte sich auf Rang zwei und verteidigte diesen bis zum Ende stark gegen Calcum und Kirsch.

Im vierten Saisonrennen am Sonntag (15.40 Uhr) wird Rookie Robin Brezina (18, Dauchingen, Aust Motorsport) auf der Pole Position stehen. Der ehemalige ADAC Formel 4-Pilot war im Qualifying am Freitag Zehnter geworden. Die Top Ten des Zeittrainings startet im zweiten Rennen in umgekehrter Reihenfolge. Calcum geht also von Rang zehn ins Rennen.

Stimmen zum Rennen

Josh Files
(Sieger, Target Competition): "Nach dem Training hätte ich gar nicht erwartet, auf dem Podium zu stehen. Ich hatte ein paar technische Probleme, aber das Team hat sie in kürzester Zeit gelöst und mir ein perfektes Auto gegeben. Der Sieg ist für die Jungs, die einen unglaublichen Job geleistet haben."


Mike Halder (Zweiter, Wolf-Power Racing): "Jetzt fängt die Saison für mich richtig an. Das war wirklich perfekt, und ich bin mehr als glücklich, mit dem Seat auf dieser Strecke aufs Podium gefahren zu sein. Ich hatte einen normalen guten Start, aber anschließend viele Zweikämpfe. Es ist mir in Kurve zwei gelungen, Kirschs Honda auszubremsen und zu überholen. Und dann konnte ich Rang zwei perfekt nach Hause fahren."

Dino Calcum (Dritter, Lubner Motorsport): "Der Start hat nicht so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe. Eigentlich bin ich ein sehr guter Starter. Ausgerechnet hier, wo eine Siegchance da war, habe ich es verschenkt. Der Speed war da, ich konnte mir immer wieder Duelle liefern. Morgen brauche ich definitiv einen besseren Start - das ist ganz wichtig. Und wenn dann alles klappt, kann ich vielleicht wieder aufs Podium fahren."

Simon Reicher (14. und bester Rookie, Certainty Racing Team): "Ich bin sehr stolz. Mein Start war sehr gut, ich konnte gleich ein paar Plätze gutmachen. Danach war das Rennen sehr turbulent. Ich hatte immer wieder das Gefühl, dass von hinten jemand kommt. Ansonsten war es wirklich einwandfrei. Die Rookie-Wertung ist ein Ziel für mich. Ein Podiumsplatz ist sicher nicht so schnell drin, aber ein Rookie-Sieg wäre schon cool."

Pole für Corvette und Startplatz zwei für Lucas Auer auf dem Red Bull Ring

  • Jules Gounon Schnellster im ersten Qualifying auf dem Red Bull Ring
  • Lucas Auer im Mercedes-AMG verpasst Pole-Position nur knapp
  • SPORT1 überträgt Rennen am Samstag ab 13.00 Uhr live
Jules Gounon(links)  holt Pole für Samstagsrennen am Red Bull Ring
Foto: ADAC-Motorsport
Corvette-Pilot Jules Gounon (22/F, Callaway Competition) setzte sich in einem spannenden ersten Zeittraining auf dem Red Bull Ring gegen DTM-Spitzenreiter Lucas Auer (22/A, BWT Mücke Motorsport) im Mercedes-AMG durch. Für den Franzosen war es die erste Pole-Position überhaupt im ADAC GT Masters. Lokalmatador Auer qualifizierte sich bei seiner Premiere in der "Liga der Supersportwagen" gleich für die erste Startreihe. Das fünfte Saisonrennen des ADAC GT Masters wird von SPORT1 ab 13.00 Uhr live und in voller Länge übertragen und ist online im Livestream auf sport1.de und adac.de/motorsport zu sehen.

Nachdem es über Nacht geregnet hatte, wurden im Lauf des 20-minütigen Qualifyings auf abtrocknender Strecke die Gripbedingungen immer besser. Gleich mehrmals wechselte auf der komplett trockenen Strecke in den Schlussminuten die Führung. Die Hauptprotagonisten waren dabei Gounon und Auer, die sich einen spannenden Schlagabtausch lieferten, in dem sich der Franzose schließlich durchsetzte. "Unser Auto war sehr gut", so Gounon. "Es war ein harter Kampf mit Lucas Auer, der mich unter Druck gesetzt hat. Das Team hat mich über den Boxenfunk angefeuert und ich habe alles gegeben, um ihn zu schlagen. Danke an die ganze Callaway-Mannschaft. Ich bin sehr glücklich, meine erste Pole-Position geholt zu haben."
Starke Leistung von Lucas Auer: Startplatz zwei im ersten GT-Masters Rennen
Foto: Jens Hawrda
Auer startete noch einen letzten Angriff auf den ersten Startplatz, doch ein kleiner Ausrutscher verhinderte eine Zeitenverbesserung. Mit der zweiten Startposition gelang dem Kufsteiner zur Freude der heimischen Fans dennoch ein starker Einstand im ADAC GT Masters. Platz drei ging an Tabellenführer Robert Renauer (32/Jedenhofen, Precote Herberth Motorsport) im besten Porsche 911 vor Sven Barth (36/Illertissen, RWT Racing) in der zweiten Corvette im Starterfeld. Fünfter wurde BMW-Junior Ricky Collard (20/GB, BMW Team Schnitzer), dahinter folgte Luca Stolz (21/Brachbach, Mercedes-AMG Team ZAKSPEED) im zweitbesten Mercedes-AMG.

Dino Calcum holt die erste Pole für Opel in der ADAC TCR Germany

  • Der Bochumer fährt die Bestzeit und landet vor Kris Richard und Steve Kirsch
  • Meister Josh Files fährt auf Rang acht – Luca Engstler erneut bester Rookie
  • Pole Position im zweiten Lauf für Rookie Robin Brezina
Dino Calcum holt erste Pole für Opel
Foto: ADAC-Motorsport
Premiere für Opel und Dino Calcum: Der 27-jährige Bochumer vom Team Lubner Motorsport hat dem Opel Astra TCR die erste Pole Position in der Geschichte der ADAC TCR Germany beschert. Im spannenden Qualifying auf dem Red Bull Ring knackte Calcum als einziger Pilot die Schallmauer von 1:37.000 Minuten und fuhr in 1:36.945 die Bestzeit und damit souverän zu Startplatz eins für das dritte Saisonrennen am Samstag, das ab 14.50 Uhr live von SPORT1 übertragen wird. Zudem wird es auf www.SPORT1.de und www.adac-motorsport.de Livestreams geben.

„Das Training war schon sensationell, wir haben uns von Oschersleben bis nach Österreich sehr gesteigert. Es lohnt sich, hart zu arbeiten. Wenn es sich dann so auszahlt, ist das natürlich umso besser“, sagte der überglückliche Calcum mit einem breiten Lächeln im Gesicht: „Wir haben damit gerechnet, dass wir etwas reißen können. Das Ziel war, in die Top Ten zu kommen – dass es dann die Pole geworden ist, ist einfach überragend. Wenn im Rennen Chancen auf den Sieg da sind, dann will ich sie auch ergreifen. Aber zumindest in die Top Ten zu kommen, ist das Ziel.“

Auch sein Teamchef Mirko Lubner war stolz auf seinen Schützling: „Wir waren auch gestern schon gut unterwegs – aber ein Freies Training ist etwas Anderes als das Qualifying. Super, dass alles gepasst hat. Das sind klasse Zeiten, wir sind voll bei der Musik“, sagte Lubner: „Die erste Pole hier in der ADAC TCR Germany – das ist klasse!“

Hinter Calcum folgten die drei Honda Civic TCR-Piloten Kris Richard (22, Schweiz, Target Competition), Steve Kirsch (37, Chemnitz, Honda Team ADAC Sachsen) und Moritz Oestreich (25, Fulda, Honda Team ADAC Sachsen). „Für uns ist es perfekt, mein Teamkollege ist direkt bei mir. Alles gut!“, sagte Kirsch.

Bester Seat Leon TCR-Fahrer war ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Mike Halder (22, Meßkirch, Wolf-Power Racing) auf Rang fünf, knapp dahinter belegte Antti Buri (28, Finnland, LMS Racing) im Audi RS3 LMS den sechsten Platz.

Siebter und erneut bester Rookie war der in der Honda Rookie Challenge führende Luca Engstler (17, Wiggensbach, Liqui Moly Team Engstler), der zugleich die beste Platzierung eines VW Golf GTI TCR einfuhr. Meister Josh Files (26, Großbritannien, Target Competition) im Honda sowie Sandro Kaibach (19, Bad Waldsee, Aust Motorsport) und Rookie Robin Brezina (18, Dauchingen, Aust Motorsport) im Audi belegten die Plätze acht bis zehn.

Brezina wird damit das zweite Rennen am Sonntag (15.40 Uhr) von der Pole Position in Angriff nehmen. In diesem Lauf starten die Top Ten des Qualifyings in umgekehrter Reihenfolge – Dino Calcum wird also auf Startplatz zehn stehen.

„Es hätte schon besser sein können, es war mehr Potenzial da“, sagte ehemalige ADAC Formel 4-Pilot Brezina, für den die Pole Position im zweiten Lauf nur ein kleiner Trost war: „Bislang ist das Wochenende nicht so gut verlaufen. Natürlich ist auch die Umstellung von der ADAC Formel 4 riesig. Aber das Team arbeitet gut, und finde mich langsam immer besser zurecht.“