Mittwoch, 17. Mai 2017

DTM: Drei Fragen an Gary Paffett

Gary Paffett besteitet in der Lausitz sein 150 DTM-Rennen

Gary Paffett: Jubiläum am Lausitzring
Foto: Jens Hawrda
Du bist vor dem zweiten Rennwochenende der Saison punktgleich mit dem Zweitplatzierten Jamie Green. Wie wichtig war ein guter Saisonstart für dich?

Gary Paffett: Wenn man beim Auftakt in Hockenheim keine Punkte holt, bedeutet das nicht, dass man die Meisterschaft nicht mehr gewinnen kann. Genauso bedeutet es anders herum auch nicht, dass Lucas den Titel schon gewonnen hat, nur weil er nach den ersten beiden Rennen die Meisterschaft anführt. Ein guter Saisonstart ist also nicht unersetzlich, aber er ist für den Fahrer, die Ingenieure und das Team eine gute Motivation für den Rest der Saison. Man ist positiv gestimmt, weiß, dass das Auto schnell ist. Die Punkte alleine sind nicht alles, aber sie helfen natürlich.

Du absolvierst auf dem Lausitzring dein 150. DTM-Rennen für Mercedes. Hättest du dir am Anfang deiner DTM-Karriere vorstellen können, einmal auf 150 Rennen zu kommen?

Gary Paffett: Nein, wenn man am Anfang seiner Karriere steht, ist es wirklich sehr schwer, sich vorzustellen, dass man das für mehr als ein Jahrzehnt seines Lebens machen könnte. 150 Rennen sind richtig viel. Ich bin sehr stolz darauf, was ich hier erreicht habe. Denn man ist nur so lange dabei, wenn man gute Leistungen zeigt. Das ist mir gelungen. Es ist harte Arbeit, so lange dabei zu sein. Denn es gibt sehr viele gute Fahrer, die deinen Platz gerne hätten und junge Fahrer, die aus den Nachwuchsklassen nachrücken. Man muss sehr hart arbeiten, um seinen Platz im Team zu behalten. In all den Jahren gibt es einige Rennen, die mir in Erinnerung geblieben sind. Für mich sticht zum Beispiel der Norisring 2005 heraus. Das war ein unglaubliches Rennen. Du erinnerst dich immer besonders gut an die harten Rennen, die schwierig waren und in denen nicht alles nach Plan lief. Ein besonders sentimentales Erlebnis war für mich mein Heimsieg in Brands Hatch – vor meinen heimischen Fans in Großbritannien. Das ist immer etwas Besonderes. Diese beiden Rennen stechen für mich am meisten heraus.

Du hältst zusammen mit Bernd Schneider den Rekord für die meisten Siege auf dem Lausitzring (3 Siege). Warum bist du auf dieser Strecke so gut und möchtest du den Rekord gerne für dich alleine haben?

Gary Paffett: Es bedeutet mir nicht so viel, aber es ist immer schön, einen Rekord zu halten. Wenn man zurückblickt und es gibt nur zwei Fahrer, die auf dieser Strecke dreimal gewonnen haben, dann denkt man sich: Wow, da war ich ja gar nicht so schlecht. Der Lausitzring ist eine Strecke, auf der ich auch gut war, wenn es woanders nicht so gut gelaufen ist. Als ich 2009 zu HWA zurückgekehrt bin, habe ich meinen ersten Sieg auf dem Lausitzring geholt. 2013 hatten wir eine schwierige Saison, aber auf dem Lausitzring habe ich meinen einzigen Saisonsieg eingefahren. Es ist eine dieser Strecken, die für Überraschungen sorgen kann. Deshalb werden wir das Rennwochenende voll konzentriert und gut vorbereitet angehen. Und dann hätte ich nichts dagegen, wenn ich als einziger Fahrer vier oder gar fünf Siege auf dieser Strecke hätte.

Stimmen der Mercedes-Piloten vor dem Rennen am Lausitzring

  • Nach dem erfolgreichen Saisonauftakt beim Heimrennen in Hockenheim geht es für Mercedes-AMG Motorsport an den Lausitzring, der sich in der Vergangenheit als ein gutes Pflaster für das Team erwiesen hat
  • 2017 findet auf dem Lausitzring zum zweiten Mal das gemeinsame Motorsport Festival von DTM und ADAC GT Masters statt
  • Mercedes-AMG Motorsport führt vor dem zweiten Rennwochenende der DTM-Saison 2017 die Fahrer-, Team- und Herstellerwertung an
  • Auf dem Lausitzring wurden seit 2000 21 DTM-Rennen ausgetragen. Bislang gab es zwölf verschiedene Sieger. Die meisten Rennen gewannen Bernd Schneider und Gary Paffett mit jeweils drei Siegen
  • Mit insgesamt zwölf Siegen ist Mercedes-AMG die erfolgreichste Marke auf dem Lausitzring
  • Ulrich Fritz: „Wir wissen, dass wir vom Grundspeed ein schnelles Auto haben, müssen aber sehen, wie sich das nun auf anderen Strecken auszahlt.“
Lucas Auer
Foto: Jens Hawrda
Lucas Auer:
„Natürlich ist es etwas Besonderes für mich, ein Jahr nach meinem ersten Sieg an den Lausitzring zurückzukehren. Speziell nachdem ich zum Saisonstart ein gutes Wochenende in Hockenheim hatte. Entsprechend bin ich jetzt schon ein bisschen aufgeregt, wie es weitergeht. Wir haben ein super Auto, müssen aber noch etwas Feinschliff daran betreiben. Deshalb bin ich richtig gespannt, wie das Kräfteverhältnis auf einer anderen Strecke aussieht. Persönlich freue ich mich darauf. Letztes Jahr war das Motorsport Festival ein Wahnsinns-Event und ich hoffe, dass erneut so viele Zuschauer an die Strecke kommen.“
Gary Paffett
Foto: Jens Hawrda
Gary Paffett:
„Nach einem relativ erfolgreichen Saisonauftakt in Hockenheim freue ich mich sehr darauf, auf dem Lausitzring wieder ins Auto zu steigen. Auf dieser Strecke habe ich in der Vergangenheit schon einige Siege einfahren können. Außerdem hatten wir dort im letzten Jahr ein gutes Rennwochenende. Deshalb bin ich gespannt darauf, wie es dieses Jahr laufen wird. Mein Ziel ist es, in beiden Rennen eine gute Punkteausbeute mitzunehmen.“

Edoardo Mortara:
„Der Lausitzring ist für mich ein wichtiges Rennwochenende. Nach dem Auftakt in Hockenheim habe ich das Gefühl, dass ich dort ein paar Punkte liegen gelassen habe. Deshalb können wir es uns nicht leisten, noch mehr Punkte zu verlieren. Der Lausitzring an sich zählt nicht unbedingt zu meinen Lieblingsstrecken. Dennoch hoffe ich, dass wir dort zwei gute Rennen fahren können. Mercedes war dort in der Vergangenheit meistens konkurrenzfähig und hat im letzten Jahr auch ein Rennen mit Lucas gewonnen. Hoffentlich sind wir dieses Jahr dort genauso gut, damit ich vorne mitkämpfen und viele Punkte einfahren kann.“

Paul Di Resta:
„Es ist gut, so schnell nach dem ersten Rennwochenende wieder im Auto zu sitzen. Wir haben durch das Durcheinander beim Boxenstopp in Hockenheim einige wertvolle Punkte verloren. Hoffentlich melden wir uns nun gestärkt zurück. Jeder im Team arbeitet jedenfalls hart daran, den Schwung unseres guten Mannschaftsergebnisses aus Hockenheim mitzunehmen. Hoffentlich können wir uns dann am Sonntagabend über ein weiteres freuen.“

Maro Engel:
„Hinter uns liegt ein spannender Saisonauftakt. Jetzt freue ich mich auf die zweite Runde auf dem Lausitzring. Das Motorsport Festival war im vergangenen Jahr schon eine fantastische Veranstaltung. Nach dem positiven Saisonstart möchte ich in der Lausitz natürlich darauf aufbauen und meinem Konto so viele Punkte wie möglich hinzufügen.“
Robert Wickens
Foto: Jens Hawrda
Robert Wickens:
„Ich bin froh, dass ich auf das Rennwochenende auf dem Lausitzring nicht allzu lange warten muss. Das erste Wochenende in Hockenheim verlief nicht wie erhofft. Dennoch gibt es viel Positives, dass wir von dort mitnehmen können. Darauf müssen wir aufbauen und versuchen, so viele Punkte wie möglich für Mercedes einzufahren.“

Dienstag, 16. Mai 2017

Jan Bühn fährt als Zweiter beim IDM-Auftakt auf dem Nürburgring auf das Podium

BMW-Pilot Jan Bühn wird beim IDM-Saisonauftakt auf dem Nürburgring Zweiter
Foto: Michael Sonnick
Am Wochenende fand mit dem ADAC Siegerlandpreis auf dem Nürburgring der Auftakt zur Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) statt. In der Superbike-Klasse wurde Jan Bühn aus dem badischen Kronau im ersten Lauf Fünfter und beim zweiten Rennen stand er als Zweiter auf dem Podium. Der Supersport-IDM Meister von 2015 wurde im Vorjahr als bester BMW-Pilot gleich Gesamtdritter in der Superstock 1000-Klasse und startet wie im Vorjahr für das Van-Zon-Remeha-BMW Team.

Beim Abschlusstraining fuhr der BMW-Pilot die drittschnellste Zeit und ging aus der ersten Startreihe in die zwei Rennen über jeweils 18 Runden und der Gesamtdistanz von 65,124 km. Die erste Reihe komplettierten seine BMW-Teamkollegen Markus Reiterberger (Obing) mit der Bestzeit vor dem Niederländer Danny de Boer. Der erste Lauf am Sonntag musste in der 2. Runde nach einem starken Regenschauer abgebrochen werden und nachdem alle Fahrer auf Regenreifen gewechselt hatten, dann neu gestartet. Jan Bühn hatte in der Einführungsrunde Pech, dass an seiner BMW die Traktionskontrolle nicht funktionierte und er diese neu starten musste. Dadurch war er in der ersten Runde auf der regennassen 3,618 km langen Kurzanbindung des Eifelkurses vorsichtig und kam als Elfter vorbei. Danach kämpfte sich der Badener Runde um Runde bis auf den fünften Platz nach vorne. In der letzten Runde bremste sich Danny de Boer vor der Schikane zu Start und Ziel vorbei und siegte mit 0,477 Sekunden vor Markus Reiterberger sowie Florian Alt (Nümbrecht/Yamaha). Vierter wurde Dominik Vincon (Knittlingen/BMW) vor Jan Bühn, der im Ziel nach 16 Runden 34,653 Sekunden Rückstand hatte.

Im zweiten Rennen auf trockener Piste hatte Jan einen besseren Start und lag als Fünfter direkt hinter dem Niederländer Pepijn Bijsterbosch (Yamaha), den er in der fünften Runde überholte. Zu Rennmitte stürzten die zwei Yamaha-Piloten Florian Alt und Bastien Mackels (Belgien) und Jan war dadurch dann Zweiter. Den zweiten Lauf gewann der zweifache Superbike-Meister von 2013 und 2015 Markus Reiterberger mit 25,257 Sekunden vor Jan Bühn. Dritter wurde Dominik Vincon, der damit BMW einen Dreifachsieg bescherte. „Ich bin bei allen Trainings gleich gut zurechtgekommen, schade dass ich im ersten Lauf Probleme mit der Elektronik hatte, ich hatte dadurch zu Rennbeginn zu viel Zeit verloren. Der zweite Platz gleich beim IDM-Auftakt ist super, allerdings habe ich ein wenig profitiert. Vielen Dank an mein Team und an BMW, auch die Pirelli-Reifen haben super funktioniert. Mein Ziel ist regelmäßig unter die ersten Fünf zu fahren. Mit dem Pokal habe ich noch ein schönes Muttertagsgeschenk für meine Mutter, die leider nicht in die Eifel kommen konnte. Der Nürburgring liegt mir, jetzt stehe ich im dritten Jahr in Folge hier auf dem Podest“, strahlte der Badener. Nach 2 Läufen liegt Jan Bühn mit 31 Zählern auf dem zweiten Platz im Superbike-Gesamtklassement, es führt sein BMW-Teamkollege Markus Reiterberger mit 45 Punkten, Dritter ist Dominik Vincon mit 29 Zählern. Weitere Informationen über die Motorrad-IDM gibt es unter www.IDM.de bzw. über Jan Bühn unter www.jan-buehn.de.

Text: Michael Sonnick, Dieselweg 5, 67117 Limburgerhof

Kevin Wahr feiert Doppelsieg beim Motorrad-Auftakt auf dem Nürburgring

Doppelsieg für Yamaha-Pilot Kevin Wahr
Foto: Michael Sonnick
Am Wochenende fand auf dem Nürburgring der Auftakt zur Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft (IDM) statt. Bei den Rennen in der Supersport 600-Klasse gelang Kevin Wahr aus Nagold gleich ein Doppelsieg und ist damit auf dem besten Wege zu seinem zweiten IDM-Titel nach 2013. Beim Zeittraining am Samstagmorgen erzielte der Schwarzwälder hinter seinem Yamaha-Markenkollegen Thomas Gradinger (AUT) mit nur 0,29 Sekunden Rückstand die zweitbeste Zeit.

Da es beim zweiten Zeittraining regnete ging Kevin Wahr aus der ersten Startreihe in das 16 Runden Rennen über die Gesamtdistanz von  57,89 km. Der 28-jährige Nagolder hatte einen guten Start und lag bis zur siebten Runde auf dem zweiten Platz, dann überholte er den Österreicher, der dann in der 10. Runde stürzte. Kevin Wahr überquerte mit 13,32 Sekunden Vorsprung vor Max Enderlein (Hohenstein-Ernstthal) und dem Ungar Alen Györfi (beide auf Yamaha) die Ziellinie. Beim zweiten Lauf am Sonntag beim ADAC Siegerlandpreis lag Kevin Wahr die ganze Zeit direkt hinter dem Führenden Thomas Gradinger, er ging erst in der letzten Runde an seinem Yamaha-Markengefährten vorbei und feierte seinen 17. IDM-Sieg und den sechsten Doppelerfolg in seiner Karriere.

Nach dem Rennen freute sich Kevin Wahr: „Im ersten Lauf habe ich Gradinger beobachtet, er war dann etwas nervös und machte ein paar Fehler. Ich ging dann vorbei und fuhr meinen ersten IDM-Sieg auf dem Nürburgring souverän zu Ende. Im zweiten Lauf hatte ich alles kontrolliert und ging dann erst in der letzten Runde an ihm vorbei. Vielen Dank an Yamaha, dies ist ein Premierensieg für das neue Supersport-R 6 Modell. Danke auch an Diego Romero und sein Team sowie an unseren Reifenpartner Dunlop. Das war ein perfekter Saisonauftakt und für meine Mutter habe ich mit den zwei Siegerpokalen gleich ein schönes Muttertaggeschenk.“ Auch Teamchef Diego Romero strahlte: „Dies ist der erste Doppelsieg in unserer langen Teamkarriere und dies hier beim Heimrennen in der Eifel. Wir haben hier am Wochenende viele Freunde und Sponsoren am Nürburgring. Vielen Dank auch für die tolle Unterstützung von Yamaha und an Dunlop, wir sind seit dieser Saison Entwicklungspartner. Für Dunlop war es der erste Supersport-Sieg seit vielen Jahren.“ In der Gesamtwertung nach 2 Rennen führt Kevin Wahr mit dem Punktemaximum von 50 Zählern die Tabelle an, zweiter ist Max Enderlein mit 36 Punkten. Weitere Informationen über die Motorrad-IDM gibt es unter www.IDM.de.


Text: Michael Sonnick, Dieselweg 5, 67117 Limburgerhof

Supersportwagen des ADAC GT Masters begeistern beim Motorsport-Festival Lausitzring

  • „Liga der Supersportwagen“ startet wie im Vorjahr im Paket mit der DTM
  • SPORT1 überträgt beide Rennen am Samstag und Sonntag live
  • Heimspiel für BWT Mücke Motorsport, Stefan Mücke und Mike David Ortmann
Für Mike David Ortmann (r.) und Teamchef Peter Mücke ist der Lausitzring ein Heimspiel
Foto: ADAC-Motorsport
Vorhang auf für Runde zwei: Am kommenden Wochenende (19.–21. Mai) trägt das ADAC GT Masters auf dem Lausitzring eines der Saisonhighlights aus. Beim Motorsport-Festival Lausitzring startet die „Liga der Supersportwagen“ gemeinsam mit der DTM. Nach dem Saisonstart in Oschersleben mit Siegen von Porsche und BMW werden die Karten in der Lausitz neu gemischt. Beide Rennen des ADAC GT Masters werden am Samstag (ab 12.45 Uhr) und am Sonntag (ab 13.00 Uhr) bei SPORT1 live und in voller Länge übertragen.

Das bevorstehende Motorsport-Festival ist einer der Höhepunkte im Kalender des ADAC GT Masters. Es ist das einzige Mal in der Saison, dass die Rennsport-Fans die bulligen Supersportwagen des ADAC GT Masters und die Hightech-Tourenwagen der DTM an einem Rennwochenende sehen können.

Der Saisonstart in Oschersleben verspricht eine spannende Saison. Supersportwagen von vier der sieben im Feld vertretenen Marken und sechs Teams schafften bei den beiden ersten Saisonläufen den Sprung auf das Podium. Erstmals auf das Treppchen will an diesem Wochenende auch das Team BWT Mücke Motorsport. Die Berliner debütieren 2017 in der „Liga der Supersportwagen“ und bestreiten in der Lausitz mit zwei Audi R8 LMS und einem Mercedes-AMG GT3 ihre Heimrennen. „Ich freue mich sehr auf das Heimspiel“, sagt Mercedes-AMG-Pilot Stefan Mücke (36/Berlin). „Ich starte erstmals seit der DTM 2006 wieder auf dem Lausitzring. Die Strecke ist nur 45 Minuten von meinem Zuhause entfernt. Das ist sehr angenehm, da ich durch meine WEC-Einsätze viele Überseerennen gewohnt bin. Die hohe Leistungsdichte im ADAC GT Masters macht eine Prognose schwierig, es wäre aber toll, wenn wir es auf das Podium schaffen.“ Mückes junger Teamkollege Mike David Ortmann (17/Ahrensfelde), der sich einen der beiden Audi mit Frank Stippler (42/Bad Münstereifel) teilt, freut sich auf das Rennwochenende: „Es werden viele Freunde und Sponsoren an die Rennstrecke kommen. Das Motorsport-Festival war schon im vergangenen Jahr eine wirklich tolle Veranstaltung und in diesem Jahr wird es sicher auch wieder super.“ Der Lokalmatador aus Brandenburg ist zuversichtlich: „Wir haben auf dem Lausitzring schon getestet und sind gut vorbereitet. Wir wollen in die Punkte fahren.“

Porsche-Teams gut gerüstet

Erfolgreichste Marke im ADAC GT Masters auf dem Lausitzring ist Porsche. Die Stuttgarter zählen auch dieses Jahr zu den Favoriten, haben sie doch von den 20 bisher ausgetragenen Rennen acht mit verschiedenen Varianten des 911 gewonnen. So auch am Samstag im vergangenen Jahr, als Precote Herberth Motorsport nicht zu schlagen war. Das Team aus Jedenhofen holte bereits beim diesjährigen Saisonauftakt in Oschersleben dank Robert Renauer (32/Jedenhofen) und Sven Müller (25/Bingen) mit Rang drei im zweiten Rennen einen Podestplatz. Ihren Markenkollegen Klaus Bachler (25/A) und Alex Macdowall (26/GB, beide Schütz Motorsport) gelang vor knapp zwei Wochen ebenfalls ein starker Start in die Saison, als sie am Samstag Zweite wurden. Noch besser lief es für ein weiteres Porsche-Duo: Mathieu Jaminet (22/F) und Michael Ammermüller (31/Pocking, beide KÜS Team75 Bernhard) gewannen das erste Rennen in Oschersleben.

Auf Topplatzierungen hofft am kommenden Wochenende auch das Corvette-Duo Jules Gounon (22/F) und Daniel Keilwitz (27/Villingen, beide Callaway Competition). 2016 waren sie in der Lausitz mit einem dritten Platz und einem Sieg das erfolgreichste Team. „Wir würden gerne die Ergebnisse aus dem Vorjahr wiederholen, denn wir wollen auch in dieser Saison um den Titel kämpfen“, so Keilwitz. „Die Strecke kommt unserem Auto mit der langen Geraden und den vielen mittelschnellen Kurven entgegen. Es wäre toll, wenn uns der erste Saisonsieg gelingt.“ Als Tabellenführer kommen Ricky Collard (20/GB) und Philipp Eng (27/A, beide BMW Team Schnitzer) in die Lausitz. Sie holten mit ihrem BMW M6 GT3 am Sonntag in Oschersleben ihren Debütsieg im ADAC GT Masters. Collard führt zudem zusammen mit Audi-Pilot Jeffrey Schmidt (23/CH, Montaplast by Land-Motorsport) die Junior-Wertung für Fahrer unter 25 Jahre an.

Im anderen Audi R8 LMS des Teams von Wolfgang Land starten die Vorjahreschampions Connor De Phillippi (23/USA) und Christopher Mies (27/Heiligenhaus). Auch ihnen gelang in Oschersleben der Sprung auf das Podest. Eine vielversprechende Frühform zeigte beim Saisonauftakt auch Lamborghini. Marco Mapelli (29/I) und Norbert Siedler (34/A, beide Team HB Racing) verpassten als Vierte am Sonntag mit ihrem Huracán nur knapp das Podium. Markenkollege Rolf Ineichen (39/CH, GRT Grasser-Racing-Team) führt zudem nach zwei Siegen die Trophy-Wertung für nicht professionelle Piloten an.

Spannende Unterhaltung am Rennwochenende

Die Besucher des Lausitzrings erwartet mit dem ADAC GT Masters, der DTM, der ADAC Formel und dem Porsche Carrera Cup ein volles Programm mit neun Rennen. Abseits der Strecke können die Fans sowohl am Samstag (18.20–19.10 Uhr) als auch am Sonntag (10.35–11.20 Uhr) beim Pitwalk Boxengassenluft schnuppern. Am Samstag gibt es zudem von 10:40–11:05 Uhr an der Showbühne in der Markenwelt ein „Meet the Drivers“, bei dem die Fahrer für Autogramme und Fotos zur Verfügung stehen.