Montag, 27. März 2017

TCR: große internationale Nachfrage nach Audi RS 3 LMS

  • Zweimaliger TCR-International-Series-Champion Stefano Comini fährt 2017 Audi
  • Target Competition in ADAC TCR Germany mit vier Audi-Rennwagen am Start
  • Insgesamt 90 Audi RS 3 LMS in Debütsaison weltweit unterwegs
Audi RS 3 LMS
Foto: Audi-Motorsport
Der neue Audi RS 3 LMS steht vor seiner ersten Rennsport-Saison. Weltweit kann der Rennwagen an 14 Serien teilnehmen, darunter an der TCR International Series und an der stark besetzten ADAC TCR Germany. Der Titelverteidiger der TCR International Series, Stefano Comini, fährt ab der Saison 2017 Audi. Auch in der ADAC TCR Germany verdient sich der Audi RS 3 LMS erste Vorschusslorbeeren: Das Vorjahres-Meisterteam Target Competition hat vier Fahrzeuge bestellt.


Stefano Comini holte sich in den ersten beiden Jahren der TCR International Series 2015 und 2016 jeweils den Gesamtsieg. Der Schweizer wechselt nun in das Audi-Lager und wird die Startnummer „1“ auf der Seite seines RS 3 LMS des belgischen Teams Comtoyou Racing tragen. Die Saison beginnt am 1. April im georgischen Rustavi. In den folgenden Wochen starten weltweit weitere nationale TCR-Rennserien, zum Beispiel in Belgien, Italien, Russland, Portugal, Spanien und Skandinavien.

Die ADAC TCR Germany startet am 28. April in Oschersleben und umfasst sieben Rennen. In dieser Serie setzt unter anderem Target Competition ab der Saison 2017 auf Audi: Im Vorjahr gewann die Mannschaft aus Andrian bei Bozen in Südtirol die Fahrer- und die Teamwertung in der deutschen Serie, ein Jahr zuvor die Fahrer- und die Teamwertung in der TCR International Series – der ranghöchsten TCR-Serie weltweit. „Wir sind stolz, dass auch das erfolgsverwöhnte Team von Andreas und Markus Gummerer nun mit Audi seine Titel verteidigen will“, sagt Chris Reinke, Leiter Audi Sport customer racing. „In Deutschland und weltweit haben wir insgesamt 90 Audi RS 3 LMS an unsere Kunden verkauft. Ihnen allen wünschen wir viel Erfolg.“ Aktuell umfasst die Nennliste für die ADAC TCR Germany 41 Einträge, darunter 15 Audi RS 3 LMS. Neben Target Competition treten auch Racing One, Prosport Performance, LMS Racing, das Certainty Racing Team, Steibel Motorsport sowie German Flavours Racing mit Audi an. 

Doch der Audi RS 3 LMS ist nicht nur für die Sprintrennen der nationalen oder regionalen TCR-Rennserien in Europa und Asien geeignet. Der bis zu 350 PS starke Rennwagen hat in der Saison 2017 auch seine Qualitäten bei ersten Langstreckenrennen unter Beweis gestellt. Im Januar gewann das Team Cadspeed Racing with Atech die TCR-Klasse bei den 24 Stunden von Dubai, im März setzte sich Bonk Motorsport auf Anhieb bei den 12 Stunden von Mugello in der TCR-Kategorie durch. Vom 25. bis 28. Mai wird der Audi RS 3 LMS auch beim größten Autorennen in Deutschland zu sehen sein – den 24 Stunden auf dem Nürburgring.

REMUS wird offizieller Technologie-Partner des Mercedes-AMG Motorsport DTM Teams

  • Mercedes-AMG Motorsport DTM Team profitiert von 25 Jahren Rennsporterfahrung der Marke REMUS
  • Zusammenarbeit mit Präsenz auf dem Auto und technischer Partnerschaft, inklusive Produktion der Abgasanlagen für den Mercedes-AMG C 63 DTM
  • Stephan Zöchling: „Das Engagement mit Mercedes-AMG in der DTM ist für uns ein weiteres Highlight in der über 25-jährigen Rennsporthistorie der Marke REMUS.“
  • Ulrich Fritz: „Wir freuen uns, im Bereich der Abgasanlagen auf das Know-how von REMUS zurückgreifen zu können.“
Foto: Mercedes-Motorsport
Das Mercedes-AMG Motorsport DTM Team startet mit einer neuen Partnerschaft in die Saison 2017: REMUS, Weltmarktführer unter den Sportauspuffherstellern, engagiert sich als offizieller Technologie-Partner des Teams in der DTM. Im Zuge der Zusammenarbeit werden REMUS-Logos auf dem Mercedes-AMG C 63 DTM zu sehen sein.

Zudem baut REMUS die Abgasanlagen für die DTM-Autos. „Die Verarbeitung der aus Inconel gefertigten DTM-Rennsportabgasanlagen stellte für uns jene technische Herausforderung hinsichtlich Kaltverformung und Schweißbarkeit dar, der wir uns auch in der Serienproduktion von High-Performance Abgasanlagen für Supersportwagen täglich stellen“, erklärt REMUS CEO Stephan Zöchling. „Wir sind stolz darauf, als offizieller Technologie-Partner des Mercedes-AMG Motorsport DTM Teams am Start zu sein und freuen uns auf eine spannende und erfolgreiche DTM-Saison 2017.“

DTM als ideales Testumfeld für REMUS

Remus wurde 1990 gegründet und stieg innerhalb von nur fünf Jahren zum Weltmarktführer unter den Sportauspuffherstellern auf. „ Das Engagement mit Mercedes-AMG in der DTM ist für uns ein weiteres Highlight in der über 25-jährigen Rennsporthistorie der Marke REMUS“ , fügt Zöchling hinzu. „Die härtesten Rennserien der Welt bieten neben unseren hausinternen Testlabors ein ideales Umfeld, um Extremsituationen im wahrsten Sinne des Wortes zu ‚erfahren‘.“

Die Unternehmensgruppe REMUS-SEBRING beschäftigt 700 Mitarbeiter, die an drei Produktionsstandorten Abgasanlagen für „ High-Performance-Fahrzeughersteller“ entwickeln, designen und produzieren. REMUS ist anerkannter Lieferant zahlreicher renommierter Tuner, SEBRING beliefert Premiumfahrzeughersteller wie Mercedes-AMG. „Motorsport gehört seit den Anfängen zur Unternehmensphilosophie von REMUS. Gepaart mit dem Fokus auf Forschung und Entwicklung ist das Unternehmen ein perfekter Match für uns als offizieller Technologie-Partner“, sagte Ulrich Fritz, Mercedes-AMG Motorsport DTM Teamchef. „In der DTM kommt es auf jede Tausendstelsekunde an. Wir freuen uns, im Bereich der Abgasanlagen auf das Know-how von REMUS zurückgreifen zu können.“

Lange Tradition im Motorsport

Der Rennsport stellte für REMUS seit der ersten Stunde einen essentiellen Bestandteil der Unternehmensphilosophie dar. Bereits die ersten Sportschalldämpfer, die im Frühjahr 1991 das neu erbaute Werk in Bärnbach verließen, trugen Erkenntnisse aus dem Rennsporteinsatz in der nationalen Rallyemeisterschaft in sich.

So stand nicht nur der Imagetransfer von der Rennstrecke auf die Straße im Mittelpunkt, sondern auch der Technologietransfer, um dem Kunden die Gewissheit zu geben, für sein Fahrzeug den bestmöglichen Sportschalldämpfer zu erhalten. Zu den Einsätzen bei nationalen wie internationalen Rallyeveranstaltungen kamen Einsätze in den verschiedensten Tourenwagen- und Monoposto-Rennserien bis hin zu den Engagements mit den Formel 1-Weltmeistern Damon Hill und Jacques Villeneuve.

Fokus auf Forschung und Entwicklung

Dem Bereich Forschung und Entwicklung wurde seit Anbeginn ein hoher Stellenwert eingeräumt. Herzstück des Forschungs- und Entwicklungszentrums ist ein modernes Soundlabor mit State-of-the-Art Messtechnologien, Prüfständen und Entwicklungsmöglichkeiten, in dem faktisch jeder Fahrzustand ein- und mehrspuriger Fahrzeuge simuliert werden kann.

Erst im Herbst 2016 wurde eine neue ISO zertifizierte und beheizte Pass-by Messstrecke zur Geräuschmessung errichtet, um gesamte Entwicklungsprozesse nach neuesten ISO- und Qualitätsstandards durchführen zu können - die bisherige Messstrecke bleibt als Back-Up in Betrieb.

Freitag, 24. März 2017

Callaway Competition auf Titeljagd im ADAC GT Masters

  • Daniel Keilwitz und Jules Gounon bilden das Fahrerduo
  • zweite Saison mit selbst entwickelter Corvette C7
Foto: Jens Hawrda
Nach einer starken Debütsaison mit der neuen Corvette C7 will Callaway Competition 2017 an die Vorjahreserfolge anknüpfen. Daniel Keilwitz (27/Villingen) und Jules Gounon (22/F) wollen mit dem spektakulären US-Sportwagen erneut in der „Liga der Supersportwagen“ für Furore sorgen und eine Rolle im Titelkampf spielen. Das Team von Ernst Wöhr und Giovanni Ciccone setzt auf eine Corvette C7 und arbeitet eng mit dem Kundenteam RWT bei dem Einsatz einer weiteren C7 zusammen. Das ADAC GT Masters startet vom 28. bis 30. April in der Motorsport Arena Oschersleben in die Saison 2017. Alle Rennen werden live und in voller Länge bei SPORT1 übertragen.

 Kein Team ist dem ADAC GT Masters so treu wie Callaway Competition – und kaum ein Rennstall ist erfolgreicher. Mittlerweile lautet die Erfolgsbilanz: 24 Rennsiege – Bestmarke im ADAC GT Masters –, ein Fahrertitel und ein Teamtitel. Auch im vergangenen Jahr kämpfte Callaway Competition bis zum Saisonfinale in Hockenheim mit Keilwitz und Gounon um die Fahrerkrone. Es war die erste Saison mit der neuen Corvette C7, die die Mannschaft von Ernst Wöhr und Giovanni Ciccone in Leingarten selbst entwickelt hat. Am Ende sprang für das Fahrerduo nach drei Saisonsiegen der dritte Gesamtrang heraus.

 Callaway Competition vertraut auch 2017 auf sein Erfolgsduo. Daniel Keilwitz, der bereits 2013 mit dem Rennstall das ADAC GT Masters gewann, ist mit 17 ersten Plätzen der siegreichste Fahrer der Serie. Teamkollege Jules Gounon zeigte im Vorjahr als GT3-Neuling eine starke Saison. „Es war unglaublich, 2016 mit dem neuen Auto auf Anhieb so erfolgreich zu sein. In diesem Jahr wollen wir erneut eine Rolle im Titelkampf spielen“, so der Franzose. „Wir sind deutlich besser vorbereitet als im vergangenen Jahr. In der vergangenen Saison haben wir sehr viele Daten gesammelt und können davon nun profitieren. Wir wissen jetzt, wie das Auto funktioniert.“

„Unser Ziel ist klar: Wir wollen auch in diesem Jahr um den Titel kämpfen“, sagt Callaway-Competition-Teamchef Giovanni Ciccone. „Das ADAC GT Masters wird in diesem Jahr wohl so hart umkämpft wie kaum jemals zuvor, aber wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und treten mit einer bewährt starken Fahrerkombination an. Daniel zählt seit vielen Jahren zu den schnellsten Fahrern der Serie und Jules begeistert uns seit seinem Debüt im vergangenen Jahr mit einer starken Entwicklung.“

Gounon kann den Saisonauftakt vom 28. bis 30. April in der Motorsport Arena Oschersleben kaum erwarten: „Ich freue mich drauf, dass es bald wieder losgeht. Ich kenne nun alle Kurse und bin daher selbst auch besser gerüstet. Ich rechne uns vor allem auf den Strecken mit schnellen Kurven wie dem Sachsenring und dem Red Bull Ring große Chancen aus, denn die Corvette liegt dort hervorragend.“

Donnerstag, 23. März 2017

DTM: Drei Fragen an Lucas Auer

Zwei von drei DTM-Testfahrten vor dem Saisonbeginn liegen hinter dem Mercedes-AMG Motorsport DTM Team. Dabei absolvierten Robert Wickens, Gary Paffett und Edoardo Mortara in der vergangenen Woche im italienischen Vallelunga ein wahres Mammut-Testprogramm. Mit mehr als 2.100 km legten sie an den drei Testtagen die meisten Runden aller drei Hersteller zurück. Zusammen mit den Testkilometern aus der ersten Testwoche des Jahres in Portimao blickt das Team auf die stolze Zahl von 4.218 absolvierten Testkilometern zurück. Weiter geht es vom 3. bis 6. April beim letzten Test vor dem Saisonauftakt in Hockenheim.
Lucas Auer
Foto: Jens Hawrda
Lucas Auer im Kurzinterview:


Luggi, gestern wurde bekannt, dass dein Onkel den Vorsitz der ITR übernimmt und nun sozusagen Chef der DTM ist. Was war dein erster Gedanke?

Lucas Auer: Zuerst dachte ich: Stark da wird sich die Mama freuen, wenn der Onkel jetzt bei allen Rennen ist. Dann können sie sich noch öfter sehen und für die Telefonrechnung ist das dann ja auch gut! Natürlich habe ich mich gefreut, dass Gerhard sich jetzt in der DTM engagiert. Aber nicht weil er mein Onkel ist, sondern weil er einfach viel Ahnung im Motorsport hat.

Hat dein Onkel sich im Vorfeld auch mit dir über die DTM ausgetauscht, bevor er die Entscheidung getroffen hat?

Lucas Auer: Musste er gar nicht. Gerhard war ja unabhängig von mir oft bei der DTM vor Ort und hat auch so genug Informationen über die Serie, um sich ein Bild zu machen. Da braucht er mich als Ratgeber sicher nicht. Man muss das auch strikt trennen. Wenn er mich zu meiner Meinung fragen würde, dann den Rennfahrer Lucas Auer und nicht seinen Neffen.

Dann jetzt die Frage an den Rennfahrer Lucas Auer, was er sich von dem Vorsitzenden Gerhard Berger erhofft?

Lucas Auer: Ich finde, wir sind mit der DTM eh auf einem guten Weg, aber wir müssen daran arbeiten, die breite Öffentlichkeit noch mehr für unsere Serie zu begeistern. Und dann kann er gern schauen, ob er meinen Traum vom Nachtrennen in Singapur umsetzen kann. Das wäre stark.



Mittwoch, 22. März 2017

Zakspeed greift mit zwei Mercedes-AMG im ADAC GT Masters an

  • Luca Ludwig startet mit Luca Stolz als neuem Teamkollegen
  • Nikolaj Rogivue und Nicolai Sylvest gehen in ihre zweite ADAC GT Masters-Saison
  • Traditionsteam setzt weiter auf Mercedes-AMG
Foto: Jens Hawrda
Das Mercedes-AMG Team Zakspeed startet auch 2017 mit zwei Mercedes-AMG im ADAC GT Masters. Während die Fahrerpaarung Nikolaj Rogivue (20/CH)/Nicolai Sylvest (19/DK) unverändert bleibt, bekommt der ehemalige Champion Luca Ludwig (28/Bonn) mit Luca Stolz (21/Brachbach) einen neuen Teamkollegen.

Luca Ludwig, der seit dem Einstieg der Mannschaft aus der Eifel ins ADAC GT Masters Zakspeed-Stammpilot ist, hat ein ehrgeiziges Ziel. „Nach wie vor zählt nur der Titel“, so der Champion von 2015. „Als Leitwolf im Team freue ich mich aber auch sehr auf die Arbeit mit den Junioren.“ Sein neuer Teamkollege Luca Stolz verfügt ebenfalls über mehrere Jahre Erfahrung im ADAC GT Masters und fuhr 2015 bereits einen Sieg sein. „Ich freue mich wirklich sehr über das Engagement bei Zakspeed“, sagt der 21-Jährige. „Noch nie war ich in solch einem Traditionsteam. Sie zeigen schon über Jahrzehnte hinweg eine starke Leistung und ich bin zuversichtlich, dass wir an diese anknüpfen können.“

Rogivue und Sylvest beeindruckten bereits 2016 als Serienneulinge in der „Liga der Supersportwagen“. Den Youngstern gelangen nicht nur zwei Siege in der Junior-Wertung, zweimal fuhren sie auch im Gesamtklassement auf das Podium. „Ich denke, wir geben eine sehr gute Fahrerpaarung ab“, so Rogivue. „Wir beide bringen dieses Jahr mehr Erfahrung mit.“ Teamkollege Sylvest freut sich, erneut für Zakspeed antreten zu können: „Zakspeed ist ein Team, für das ich sehr gerne starte. Die Leute und ihre Art, wie sie zusammenarbeiten – es ist eine Ehre, ein Teil davon zu sein.“

2016 gelangen Zakspeed mit dem neuen Mercedes-AMG auf Anhieb zwei Siege. Dass der Rennstall in diesem Jahr die Zusammenarbeit mit Mercedes-AMG fortsetzt, stand für Teamchef Peter Zakowski daher nie zur Debatte: „Mit Mercedes haben wir eine langjährige Verbindung. Seit neun Jahren sind wir Partner. Das spornt uns natürlich an. 2017 steht definitiv der ADAC GT Masters-Titel im Fokus.“