Dienstag, 7. März 2017

Weltpremiere in Genf: der neue Audi RS 5 DTM

  • Neue Designsprache, progressive Optik und extreme Aerodynamik
  • Serienmodell und DTM-Rennversion erstmals parallel entwickelt
  • Motorleistung auf mehr als 500 PS gesteigert
der neue Audi RS5 DTM
Foto: Audi-Motorsport
Bühne frei für ein aufregendes neues Rennauto: Zeitgleich mit dem Serienmodell hat Audi Sport auf dem Automobilsalon in Genf die DTM-Rennversion des Audi RS 5 Coupé präsentiert. Die neue RS-Designsprache hat in diesem Modell Premiere; ebenso sind zahlreiche reglementbedingte Änderungen umgesetzt.

„Das ist ein besonderer Tag für mich und alle, die beim DTM-Projekt mitarbeiten“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Zum ersten Mal haben wir ein neues DTM-Auto parallel zum Serienmodell entwickelt. Das unterstreicht einmal mehr, wie eng Motorsport und Serie bei Audi zusammenarbeiten.“ Die Bilanz des Vorgängermodells setzt Maßstäbe für die Zukunft: Mit je zehn Saisonsiegen war der Audi RS 5 DTM in den vergangenen beiden Jahren jeweils das erfolgreichste DTM-Auto. „Das möchten wir mit dem neuen RS 5 DTM natürlich gern wiederholen“, so Gass.

Foto: Audi-Motorsport
Der Audi RS 5 DTM der dritten Generation hebt sich optisch deutlich von seinen beiden erfolgreichen Vorgängermodellen ab. „Er wirkt noch progressiver und ist aerodynamisch noch extremer“, sagt Projektleiter Stefan Gugger. „Wir haben die Aerodynamik in vielen Bereichen im Detail weiter ausgelotet.“ Dies zeigt sich vor allem im Bereich der Frontpartie und der hinteren Radhäuser. Der markante Singleframe-Kühlergrill des neuen Audi RS 5 besteht beim Rennauto aus einer hauchdünnen Folie. Rund um die hinteren Radhäuser lässt das restriktive DTM-Reglement den Technikern noch den größten Spielraum. Entsprechend wurden sie auf maximalen Abtrieb bei gleichzeitig größter Effizienz getrimmt.
„Außerdem haben wir die Passgenauigkeit der Teile noch einmal verbessert“, sagt Gugger. „Was die Spaltmaße betrifft, hat sich Audi schon immer von den Wettbewerbern abgehoben. Trotzdem haben wir noch einmal einen Schritt gemacht, der die aerodynamische Performance verbessert.“ Neu ist auch der Heckflügel, der nun aus zwei Blättern besteht. Um den Wirkungsgrad des Drag Reduction Systems (DRS) zu erhöhen, wird nicht mehr der gesamte Flügel nach unten geklappt, sondern wie in der Formel 1 das obere Flügelblatt flach gestellt – dadurch soll es in der DTM in Zukunft noch mehr Überholmanöver geben.


Ziel des neuen Reglements ist, das Fahrverhalten anspruchsvoller zu gestalten und so die Leistung der Fahrer stärker in den Mittelpunkt zu stellen. Unter anderem wurde der aerodynamische Abtrieb der DTM-Rennwagen reduziert. Entscheidend hierfür sind bei allen Autos geometrisch veränderte einheitliche Frontsplitter, Unterböden und Heckdiffusoren. Auch die Bodenfreiheit ist per Reglement vergrößert.
Foto: Audi-Motorsport
Dass der neue Audi RS 5 DTM trotzdem schneller ist als sein Vorgänger, liegt vor allem an zwei weiteren Änderungen: Reifenpartner Hankook liefert in der Saison 2017 weichere Reifen, die einerseits schnellere Rundenzeiten erlauben, andererseits ganz bewusst nach ein paar Runden deutlich abbauen. Gleichzeitig leistet der vier Liter große V8-Motor des Audi RS 5 DTM nun mehr als 500 PS. „Die Mehrleistung spürt man im Cockpit“, sagt Jamie Green, der im Winter gemeinsam mit Mattias Ekström die meiste Testarbeit für die Saison 2017 leistete.

Der Motor des Audi RS 5 DTM blieb von der Basis her unverändert. Um die gewünschte Leistungssteigerung zu erreichen, haben die Ingenieure den Ansaugtrakt und das Kühlsystem modifiziert. Zudem haben sie Details angepasst, um dieselbe Zuverlässigkeit wie bisher zu gewährleisten. Schließlich muss ein DTM-Motor eine komplette Saison überstehen.


Eine weitere reglementbedingte Änderung ist das nun ebenfalls bei allen DTM-Autos identische Fahrwerk. Dadurch werden kostspielige Weiterentwicklungen vermieden, gleichzeitig sind die Einstellmöglichkeiten unverändert vielfältig.


„Mit dem neuen DTM-Reglement wurde sehr viel dafür getan, die Kosten weiter zu reduzieren, gleichzeitig aber den Sport zu verbessern und die Autos attraktiver zu machen“, sagt Dieter Gass. „Es sind spannende Zeiten für die DTM: Wir haben mehr Leistung, weichere Reifen und weniger Abtrieb. Kombiniert mit den besten Fahrern versprechen wir uns noch spannenderen Rennsport. Ich kann nur jeden einladen, Anfang Mai nach Hockenheim zu kommen, um das erste Rennen unseres neuen Babys selbst zu erleben.“

Freitag, 3. März 2017

ADAC GT Masters-Rückkehrer Götz: auf Sieg fahren von Saisonbeginn an

  • Maximilian Götz gibt Comeback im ADAC GT Masters
  • Im Interview spricht der Champion von 2012 über die Gründe und seine Ziele
Maximilian Götz
Foto: Jens Hawrda
Das ADAC GT Masters begrüßt einen ehemaligen Champion zurück im Starterfeld: Maximilian Götz (31, Uffenheim), Meister des Jahres 2012, möchte im Mercedes-AMG des Mercedes-AMG Team HTP Motorsport gemeinsam mit Patrick Assenheimer ab dem Saisonauftakt (28.–30. April in der Motorsport Arena Oschersleben) ganz vorn in der „Liga der Supersportwagen“ mitmischen.

Wie fühlt sich der Gedanke an, in ein paar Wochen wieder um Punkte im ADAC GT Masters zu kämpfen? 

Maximilian Götz: „Das ADAC GT Masters ist mir sehr ans Herz gewachsen und von daher freue ich mich, dass ich zurück bin. Sportlich lief es für mich natürlich auch immer ziemlich gut. Gleich in meiner zweiten kompletten Saison 2012 habe ich zusammen mit Sebastian Asch den Titel geholt. Auch 2013 hatte ich gemeinsam mit Maximilian Buhk im letzten Rennen die Chance, Champion zu werden – leider sind wir dann ausgefallen und letztendlich nur Gesamtdritte geworden.“

Warum genau kam es zu der Comeback-Entscheidung?

„Als deutscher Rennfahrer möchte ich auf dem deutschen Rennsportmarkt präsent sein. Das ADAC GT Masters als eine der populärsten GT3-Rennserien überhaupt bietet mir dafür eine optimale Plattform. Außerdem tummeln sich hier die besten Sportwagenpiloten und viele interessante Teams. Nicht zuletzt ist auch die Markenvielfalt ein Faktor, warum man im ADAC GT Masters gern antritt.“

2015 und 2016 sind Sie in der DTM gestartet. Worin unterscheiden sich ein DTM-Auto und ein GT3-Sportwagen am meisten?

„Zunächst muss man festhalten, dass die Rennserien an sich völlig unterschiedliche Konzepte verfolgen und nur schwierig vergleichbar sind. In der DTM fahre ich allein, im ADAC GT Masters teile ich mir das Cockpit mit einem Kollegen. Von daher sind alle Set-up-Einstellungen am Fahrzeug immer Kompromisslösungen, damit beide Piloten zufrieden sind. Hingegen ist dieser Teamspirit, der dadurch entsteht, richtig motivierend. Gerade wenn sich beide Fahrer auf einem ähnlichen Leistungsniveau befinden, kann das noch mal zusätzliche Kräfte freilegen. Die Autos im Speziellen unterscheiden sich hauptsächlich in ihrem Leistungsgewicht. Sie haben zwar ähnlich viele PS, aber das DTM-Auto ist deutlich leichter und dadurch schneller. Ein GT3-Auto liegt mir persönlich sehr und macht unheimlich Spaß.“

Im vergangenen Jahr haben das ADAC GT Masters und die DTM am Lausitzring ein gemeinsames Rennwochenende bestritten. Das war für Sie als DTM-Fahrer ja praktisch ein großes Wiedersehen mit der „Liga der Supersportwagen“ ...

„Auf jeden Fall. Ich habe, wenn es meine Zeit zugelassen hat, die Rennen des ADAC GT Masters verfolgt. Was auch sehr schön war: Bei dem Pressefototermin, wo Autos von der DTM, dem ADAC GT Masters, der ADAC Formel 4 und der ADAC TCR Germany arrangiert wurden, habe ich viele alte Bekannte getroffen und mich mit ihnen ausgetauscht. 2017 gibt es diesen Doppelaufschlag erneut. Nur dieses Mal werde ich ihn als ADAC GT Masters-Fahrer erleben.“

Ihr neues Team HTP Motorsport gibt nach einem Jahr Pause ebenso ein Comeback im ADAC GT Masters. Wie kam es zu dem Engagement?

„Ich bin mit HTP schon 2014 im ADAC GT Masters gefahren, damals mit einem Mercedes SLS AMG. 2015 ist das Team mit einem Bentley angetreten. Im vergangenen Jahr sind sie dann zu Mercedes zurückgekehrt. Als klar war, dass ich nicht mehr in der DTM starte, habe ich Kontakt zu HTP aufgenommen und wir haben überlegt, ob eine Zusammenarbeit Sinn macht und vor allen Dingen in welcher Rennserie. Es war ziemlich schnell klar, dass wir gemeinsame Wege gehen würden – und zwar im ADAC GT Masters. Danke auch an meinen neuen Teamkollegen Patrick Assenheimer, der mit einem attraktiven Sponsorenpaket dazu beigetragen hat, dass dieses Engagement von HTP im ADAC GT Masters zustande kam.“

Damals im ADAC GT Masters Mercedes, in der DTM zwei Jahre Mercedes, jetzt wieder Mercedes. Was verbindet Sie mit der Marke?

„Es ist einfach meine Lieblingsmarke. Als kleiner Junge war ich großer Fan von Bernd Schneider, der in der DTM mit Mercedes große Erfolge gefeiert hat. Ich bin auch in der Formel 3 schon für Mercedes gefahren. Ich habe mir das nicht immer bewusst ausgesucht – also andere Marken waren kein No-Go – aber es hat sich immer so ergeben und darüber bin ich auch froh. Im Endeffekt geben mir die Erfolge auch Recht.“

Bei HTP teilen Sie sich mit Patrick Assenheimer einen Mercedes-AMG. Sind Sie dieses Modell schon gefahren?

„Ja. Ich habe mir einen Mercedes-AMG beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring mit Uwe Alzen, Lance David Arnold und Jan Seyffarth geteilt. Wir lagen zwischenzeitlich in Führung, sind aber leider letztendlich nur Dritte geworden. Ich bin mit dem Auto also recht vertraut und freue mich nun darauf, mit ihm im ADAC GT Masters Sprintrennen zu bestreiten.“

Auf welche Rennstrecke freuen Sie sich am meisten?

„Einerseits auf Zandvoort. Da habe ich in der DTM gute Ergebnisse erzielt und ich bin dort auch 2003 in der Formel BMW ADAC Meister geworden. Die Rennstrecke ist einfach spektakulär. Aufgrund des Windes und des Sandes, der von der Nordsee herübergeweht wird, eiert man manchmal mehr über den Asphalt, als dass man kontrolliert fährt. Der Red Bull Ring gefällt mir auch sehr gut. Das ist eine tolle Anlage und es herrscht eine aufregende Atmosphäre. Mein Fanclub kommt aus Österreich.“

Welche Piloten würden Sie sich im ADAC GT Masters-Starterfeld 2017 wünschen?

„Weitere ehemalige DTM-Piloten. Dadurch, dass die DTM-Hersteller in diesem Jahr nur noch mit sechs anstatt acht Autos fahren, sind noch ein paar meiner ehemaligen Kollegen auf dem Markt. Die würde ich gern im ADAC GT Masters sehen.“

Was nehmen Sie sich sportlich in der ADAC GT Masters-Saison 2017 vor?

„Zunächst wollen wir eine reibungslose Vorbereitung absolvieren. Das ADAC GT Masters ist kein Zuckerschlecken. Da muss man schon einiges tun, um vorn dabei zu sein. Wenn es dann ab Ende April in Oschersleben um Punkte geht, muss alles passen. Aber ganz klar ist: Wir wollen definitiv um Siege kämpfen.“

Donnerstag, 2. März 2017

Der zweifache deutsche Motorrad Meister Luca Grünwald startet für das Suzuki Stoneline Mayer Team in der Superbike-IDM

Der zweifache Deutsche Meister Luca Grünwald (links) übergibt Franz Rau
seinen Lederkombi für die RaceBikeCollection im Technik Museum in Speyer
Foto: Hermann Rüger
Der zweifache deutsche Motorrad Meister Luca Grünwald aus Waldkraiburg hat beim Suzuki Stoneline Mayer Racing Team einen Vertrag für die Superbike-IDM unterschrieben.

Luca Grünwald wurde am 10. November 1994 geboren und begann bereits mit acht Jahren seine Karriere im Minibike-Cup. Seinen ersten Titel errang der Oberbayer 2007 als jüngster Teilnehmer mit zwölf Jahren und vier Siegen im ADAC Junior-Cup. Seinen ersten IDM-Titel gewann er 2010 im Freudenberg-Team auf einer Seel-Honda in der 125 ccm Klasse. Mit dem Freudenberg-Team holte er 2012 auch seinen zweiten IDM-Titel mit 12 Siegen bei 16 Rennen in der Moto3-Kategorie. Beim Motorrad-GP 2012 auf dem Sachsenring gelang Luca Grünwald als Achter sein bestes WM-Ergebnis.

Für das Kiefer-Racing Team bestritt Luca in der Saison 2014 die Motorrad-WM in der Moto3-Klasse. Im Vorjahr wurde Luca Grünwald mit fünf Saisonsiegen Vizemeister in der Superstock 1000 IDM-Klasse. Das Suzuki Mayer-Team von Thomas und Werner Mayer aus Passau ging in den letzten zehn Jahren in der Supersport 600 IDM-Klasse an den Start und verpasste 2015 den IDM-Titel in der Supersport 600-Klasse nur ganz knapp. Der Finne Tatu Lauslehto wurde nach Punktgleichheit nur Vizemeister.

Bereits 1987 erfolgte beim Suzuki Mayer-Team der Einstieg in die Superbike-Klasse, ab dem Jahr 1989 ging man auch in der Pro Superbike-Serie an den Start. Die Pro Superbike-Serie ist auch der Hauptbestandteil in der RaceBikeCollection im Technik Museum in Speyer. Beim Besuch im Technik Museum hat der zweifache Deutsche Meister Luca Grünwald seinen Lederkombi der RaceBikeCollection zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen über Luca Grünwald gibt es unter www.luca-gruenwald.de bzw. über das Suzuki Mayer Team unter www.team-suzuki-mayer.de. Das Technik Museum in Speyer ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet, am Wochenende und an Feiertagen von 9 bis 19 Uhr. Mehr Informationen über das Technik Museum in Speyer am Rhein gibt es unter www.Technik-Museum.de. Der Auftakt zur Motorrad-IDM soll am 13.-14. Mai auf dem Nürburgring in der Eifel stattfinden, das Finale soll vom 30. September/1. Oktober auf dem Hockenheimring ausgetragen werden.

Text :  Michael Sonnick, Dieselweg 5, 67117 Limburgerhof

DTM: Drei Fragen an Gary Paffett

Gary Paffett
Foto: Jens hawrda
Gary, was glaubst du, sind die größten Herausforderungen in diesem Jahr?

Gary Paffett: Die erste Herausforderung wird es sein, die Autos richtig hinzubekommen. Wir haben in dieser Saison zum ersten Mal seit einigen Jahren wieder ein komplett neues Auto. Dabei gibt es relativ große Veränderungen am Reglement, etwa bei der Aerodynamik, an der Aufhängung, dem Abtriebs-Niveau und den Reifen. Somit gilt es zunächst einmal, das Auto verstehen zu lernen und so viel Performance wie möglich herauszuholen. Danach müssen wir sicherstellen, dass wir diese Performance konstant abrufen können. Das gilt aber nicht nur für das Auto, sondern auch für uns Fahrer. Wenn man die Meisterschaft gewinnen möchte, muss man kontinuierlich vorne mitfahren. Das ist eine schwierige Aufgabe, da es sehr viele konkurrenzfähige Fahrer gibt. Aber wir müssen es versuchen.

In diesem Jahr befinden sich viele Rennsieger und potentielle Titelanwärter in unserem Fahrerkader. Mit Edoardo kam über den Winter sogar noch ein weiterer hinzu. Wie schwierig wird es, damit umzugehen?

Gary Paffett: Das stimmt, wir haben viele starke Fahrer. Das Team ist in den vergangenen beiden Jahren immer weiter gewachsen und stetig stärker geworden. Entsprechend werden mehr Fahrer mit dem Ziel in die Saison gehen, die Meisterschaft zu gewinnen. Ich sehe das jedoch als sehr positiv an. Wir haben viele Fahrer, die sich gegenseitig antreiben. Das bedeutet normalerweise, dass wir das Beste aus dem Auto und den Fahrern herausholen können. Wichtig ist aber auch, dass wir in den letzten beiden Jahren einen sehr starken Teamzusammenhalt aufgebaut haben. Wir werden also zu Saisonbeginn alles dafür geben, um unsere Teamkollegen mit fairen Mitteln zu schlagen und selbst eine Chance im Titelkampf zu haben. Aber wenn die Zeit gekommen ist, werden wir als Team zusammenarbeiten und den Fahrer unterstützen, der die meisten Punkte hat.

Wenn du dir die Fahrer von Audi und BMW ansiehst: Wer hat in deinen Augen die stärkere Fahrermannschaft?

Gary Paffett: Das ist eine gute Frage. Bei BMW hat Marco Wittmann einen guten Lauf. Er ist in den letzten drei Saisons zweimal Meister geworden und zeigt sehr stabile Leistungen. Bei den anderen Fahrern geht es ein bisschen mehr auf und ab. Audi hat zwar Edoardo verloren, aber insgesamt glaube ich, dass sie verglichen mit BMW den besseren Fahrerkader haben. Mit Mattias Ekström und Jamie Green haben sie zwei der Titelfavoriten im Team, aber auch einige andere Fahrer können Rennen gewinnen. Persönlich glaube ich, dass Mercedes die beste Fahrermannschaft hat, aber dahinter liegt Audi auf dem zweiten Platz.

Mittwoch, 1. März 2017

Mücke-Motorsport steigt in das ADAC GT-Masterss ein

Nach zwölf erfolgreichen Jahren in der DTM sucht der Rennstall aus Berlin eine neue Herausforderung im GT-Rennsport. Parallel dazu wird das langjährige Engagement im Formel-Sport fortgeführt, das in der Vergangenheit Talenten wie Pascal Wehrlein, Sebastian Vettel oder Marco Wittmann die Grundlagen für ihren späteren Aufstieg in die DTM oder die Formel 1 vermittelte. 2017 startet BWT Mücke Motorsport erneut in der FIA Formel-3-Europameisterschaft sowie der deutschen und italienischen Formel 4.  

Ab 2017 beginnt für den Traditionsrennstall BWT Mücke Motorsport eine neue Ära in seiner fast 20-jährigen Team-Geschichte. Die Mannschaft setzt zwei Audi R8 LMS im ADAC GT Masters ein - das Meisterauto der Saison 2016. Die langjährige Partnerschaft mit Mercedes-Benz geht ebenfalls weiter. Als drittes Auto kommt ein Mercedes-AMG GT3 zum Einsatz.

Eines der neuen Aushängeschilder in der Nachwuchsförderung von BWT Mücke Motorsport ist Mike-David Ortmann. Der Berliner Pilot ist als erster Fahrer des ADAC GT Masters-Teams bestätigt. Gespräche mit anderen Fahrern laufen auf Hochtouren. Ortmann fährt seit 2015 für das Team. In seiner Debüt-Saison in der ADAC Formel 4 wurde er auf Anhieb Vizechampion in der Rookie-Meisterschaft, in der vergangenen Saison belegte er mit drei Saisonsiegen den dritten Rang der Gesamtwertung. Weitere Fahrer für die Formel- und GT-Fahrzeuge werden in den nächsten Tagen bekanntgegeben. Es werden neue und alte Gesichter zu sehen sein.

Peter Mücke (Teamchef): "Nach so vielen Jahren in der DTM wird das ADAC GT Masters eine ganz neue Erfahrung. Die Begeisterung bei allen Teammitgliedern war sofort zu spüren, als wir ihnen diese neue Herausforderung verkündet haben. Wir beobachten das ADAC GT Masters seit seinen Anfängen und waren ab 2008 in den verschiedenen Rahmenserien bei jedem Rennen hautnah dabei. Mir ist es aber sehr wichtig, zu betonen, dass wir als BWT Mücke Motorsport weiterhin unser Hauptaugenmerk auf die Nachwuchsförderung legen. Es ist sehr spannend, mit jungen Talenten zu arbeiten und sie auf ihrem Weg im Formel-Sport zu begleiten. Uns ist sehr daran gelegen, unsere Fahrer zu fördern und ihnen gleichzeitig eine Perspektive für die Zukunft zu bieten. Das beste Beispiel hierfür ist Mike-David Ortmann. Wir haben Mike-David bei seinen ersten Schritten im Formel-Sport begleitet und geben ihm nun die Chance, sich im professionellen GT-Sport mit uns weiterzuentwickeln."

Quelle: Mücke-Motorsport