Donnerstag, 16. Februar 2017

DTM: Drei Fragen an Maro Engel

Maro Engel auch 2017 ein vielbeschäftigter Rennfahrer
Foto: Mercedes-Motorsport

Maro, du bist nach deinen GT3-Einsätzen in Dubai, Daytona und Bathurst letzte Woche zu deinen DTM-Teamkollegen in das Trainingslager gestoßen. Wie waren die ersten Tage und was steht bei dir in den nächsten Wochen auf dem Plan?

Maro Engel: Ich bin aufgrund des Rennens in Bathurst erst etwas später zu den Jungs gestoßen, aber es war ein tolles Trainingscamp. Wir haben hart trainiert, hatten viel Spaß zusammen und sind alle als Team noch enger zusammengewachsen. Für mich geht es jetzt zunächst zum Formel-E-Rennen nach Buenos Aires, bevor ich meine DTM-Teamkollegen wieder beim Test in Vallelunga sehe. Aber zuvor werde ich öfter bei HWA in Affalterbach vorbeischauen und mich auf die Saison vorbereiten. Ich kann es kaum erwarten, dass die DTM-Saison richtig losgeht.

Wird man dich im Laufe der Saison trotz vollem Terminkalender mit DTM und Formel-E auch noch bei dem einen oder anderen GT3-Rennen sehen?

Maro Engel: Die GT3-Rennen sind fantastische Rennen und mir sehr ans Herz gewachsen. Besonders freue ich mich auf das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, um unseren Titel aus dem Vorjahr zu verteidigen. Die Nordschleife ist eine ganz besondere Rennstrecke und immer wieder eine neue Herausforderung, dort mit der Startnummer #1 an den Start zu gehen ist etwas Besonderes. Wenn es zeitlich irgendwie möglich ist, versuche ich auch noch weitere GT-Rennen zu bestreiten. Vor allem der FIA GT World Cup in Macau wäre für mich ein weiteres Highlight. Mal schauen, was sich im Laufe des Jahres noch so ergibt...

Du bist als Mercedes-AMG Markenbotschafter ernannt worden. Was bedeutet dir diese Ernennung und wie sehen deine Aufgaben aus?

Maro Engel: Es ist eine Ehre für mich und es freut mich sehr, dass ich damit noch enger mit der Marke verbunden bin. Mercedes-AMG ist für mich schon immer die Marke, mit der ich mich zu hundert Prozent identifiziere. Für mich zählen die Mercedes-AMG Fahrzeuge nicht nur auf der Rennstrecke, sondern auch auf der Straße zu meinen absoluten Traumautos. Es stehen viele spannende Projekte an, ich werde weiterhin für die AMG Driving Academy im Einsatz sein und ich freue mich auf die Aufgaben als Repräsentant und Botschafter der Marke Mercedes-AMG bei Messen, Events und weiteren Veranstaltungen. Zudem freue ich mich, in der DTM mit der Startnummer 63 auf meinem Mercedes-AMG C 63 DTM an den Start zu gehen.

Mittwoch, 15. Februar 2017

Twin Busch Motorsport steigt mit Audi ins ADAC GT Masters ein

  • Team aus Bensheim vor Debütsaison in der „Liga der Supersportwagen“
  • Zwillinge Marc und Dennis Busch pilotieren einen Audi R8 LMS
Twin Busch Motorsport setzt auf Audi R8 LMS
Foto: ADAC-Motorsport
Familienzuwachs in der „Liga der Supersportwagen“: Mit Twin Busch Motorsport verzeichnet das ADAC GT Masters ein renommiertes Team mit einem Audi R8 als Neuzugang. Nach erfolgreichen Jahren auf der Nürburgring-Nordschleife schickt der Twin-Busch-Teamchef Harald Busch in der Saison 2017 einen R8 für seine Söhne, die Zwillinge Marc und Dennis (beide 29), ins Rennen. Das ADAC GT Masters startet vom 28. bis 30. April in der Motorsport Arena Oschersleben in die Saison 2017. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen.

„Nach langen Jahren in der VLN-Langstreckenmeisterschaft wollen wir mal etwas anderes machen“, erklärt Teamchef Harald Busch den Wechsel von der Breitensportserie in die „Liga der Supersportwagen“. „Wir rechnen mit einem noch stärkeren Konkurrenzdruck und einer extrem hohen Leistungsdichte im ADAC GT Masters. Wir werden viele Dinge in kurzer Zeit lernen müssen – aber genau darin liegt unsere Herausforderung. Unsere Erfolge unterstreichen, dass wir die Qualität haben.“

Unter anderem feierte Twin Busch Motorsport auf der Nürburgring-Nordschleife mit dem aktuellen Audi R8 und dem Vorgängermodell zwei Gesamtsiege. Das Privatteam ist bestens eingespielt: Die Zwillinge verstehen sich blind, teilen sich seit 2007 ein Auto und feierten seitdem viele weitere Erfolge. Seit 2012 starten beide mit einem GT3-Sportwagen. Während das ADAC GT Masters für Marc Busch Neuland ist, absolvierte Bruder Dennis im vergangenen Jahr auf dem Nürburgring einen Gaststart und fuhr an der Seite von Ex-Champion Christopher Haase zwei Mal in die Top Ten.

Doch wer bei Twin Busch Motorsport in Zusammenhang mit dem Nürburgring von einem Heimspiel spricht, erntet Widerspruch – vom Teamchef höchstpersönlich. „Der Rennkalender des ADAC GT Masters ist sehr attraktiv. Aber wir freuen uns besonders auf die Rennen am Hockenheimring, der von unserem Teamsitz in Bensheim keine halbe Stunde entfernt ist.“

Dienstag, 14. Februar 2017

Drei Fragen für ... Timo Scheider

Timo Scheider freut sich auf seine Aufgaben bei BMW
Foto: Jens Hawrda
Seit vielen Jahren waren Timo Scheider und die anderen BMW-Werksfahrer auf Rennstrecken dieser Welt als Rivalen unterwegs. Nun wird der 38-Jährige das BMW-Team beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring (GER) unterstützen. Was vielleicht viele nicht wissen, der DTM-Champion von 2008 und 2009 hat auch eine beeindruckende  Bilanz in GT-Rennen vorzuweisen. Scheider war Teil des siegreichen Teams beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring im Jahr 2003. Er triumphierte zweimal bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps (BEL, 2005 und 2011) und er stand bei seinem Debüt in Le Mans (FRA) 24-Stunden-Rennen im Jahr 2010 auf dem Podium. Im folgenden Interview spricht er über seine neue Herausforderung und seine Erfahrungen mit dem BMW M6 GT3.

Timo, was denkst Du über, die neue Zusammenarbeit mit BMW?

Timo Scheider: "Ich hatte völlig vergessen, wie es sich anfühlt, ein neues Projekt zu starten. Man glaubt oft, dass alles perfekt ist und dass man noch voll motiviert sind. Dann, ganz plötzlich, erhält man eine neue Gelegenheit und erkennt, dass es noch mehr gibt. Diese Revitalisierung kann auf der Rennstrecke in  neue Leistung umgesetzt werden. "

Wie haben Sie BMW im Laufe Ihrer langen Karriere gefunden?

Scheider: "BMW war schon immer ein harter Gegner für mich, aber auch immer eine sehr angenehme Marke. Wir hatten immer schöne Kämpfe miteinander auf der Strecke. Ich habe viel mehr Freunde im BMW Fahrer-Kader als bei jedem anderen Hersteller. Die Chemie stimmt einfach. Zum Beispiel ist Timo Glock einer meiner besten Freunde und hat immer viel darüber gesprochen, was BMW Motorsport alles macht. Es wäre ein Traum für mich, ein Auto mit ihm zu teilen. Was auch immer passiert, ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit den Jungs. "

Was sind Ihre Erwartungen an das 24-Stunden-Rennen?

Scheider: "Letztes Jahr hatte ich ein oder zwei Kämpfe mit einem BMW M6 GT3. Ich saß praktisch in der ersten Reihe und kann die Stärken des Autos beurteilen, deshalb ist es für mich eine tolle Gelegenheit, das Cockpit zu wechseln und die Nordschleife in Angriff zu nehmen. Ich bin zuversichtlich, dass der BMW M6 GT3 in der Lage ist das eine oder andere Autos zu schlagen. "

Montag, 13. Februar 2017

Honda-Duo Kirsch und Fugel auf Titeljagd in der ADAC TCR Germany

  • Steve Kirsch und Dominik Fugel fahren auch 2017 für das Team Honda ADAC Sachsen
  • Dominik Fugel neuer Förderpilot der ADAC Stiftung Sport
Steve Kirsch (l.) und Dominik Fugel
Foto: ADAC-Motorsport
Schnell, ehrgeizig, erfolgreich - und dabei immer erfrischend locker: Steve Kirsch (37, Chemnitz) und Dominik Fugel (20, Chemnitz) blicken auf eine erfolgreiche erste Saison in der ADAC TCR Germany zurück. Mit dem Team Honda ADAC Sachsen will das Duo auch 2017 wieder angreifen - und die Ergebnisse aus dem Vorjahr möglichst noch toppen. "Das Ziel ist, dass einer von uns ganz oben landet. Wir wissen ja, dass wir es können. Steve ist im vergangenen Jahr immerhin Dritter der Fahrerwertung geworden", sagt Fugel, der in seiner ersten kompletten Rennsaison Zweiter der Juniorwertung geworden war.

Und auch der erfahrene Steve Kirsch - Teamkollege und Mentor für den fast 18 Jahre jüngeren Fugel, glaubt an weiteres Entwicklungspotenzial für die Saison 2017. "Wenn wir die Fehler aus dem Vorjahr nicht wiederholen, können wir sicher oben mitfahren", sagt er und fügt augenzwinkernd an: "Ich glaube, dass wir nicht ganz so schlecht aufgestellt sind."

Das Team geht die ADAC TCR Germany 2017 mit dem Personal aus dem Vorjahr an. Die Abläufe sind eingespielt, der Rennstall setzt weiter auf zwei Honda Civic TCR. Kirsch und ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Fugel stehen im ständigen Austausch und spornen sich gegenseitig an. "Ich habe noch ein paar Schwächen beim Bremsen, da ist Dominik gnadenloser als ich", berichtet Kirsch: "Wenn ich den Bremsschlag aber so mache wie Dominik, könnte ich auch nochmal etwas rausholen. Das kann natürlich dann in der Qualifikation oder im Rennen entscheidend sein."

Für den Junior im Team galt es dagegen erst einmal, in seiner ersten Saison den Wechsel von der Langstrecke zu bewerkstelligen. "In den Sprintrennen-Modus reinzukommen und das direkt umzusetzen, war für mich am Anfang nicht leicht", resümiert Fugel. "Man muss da teilweise einfach kompromisslos in eine Lücke reinhalten."

Feinschliff im Winter - Trainingsplan für Fugel

Die Wintermonate nutzt das Duo, um sich den Feinschliff für die kräftezehrende Saison zu holen. Das erste Rennwochenende steigt vom 28. bis 30. April in der Motorsport Arena Oschersleben. Knapp drei Monate bleiben Fugel und Kirsch also noch, um rechtzeitig zum Saisonauftakt in Höchstform zu sein. Während Kirsch auf seine Erfahrung und regelmäßiges Radfahren setzt, hat Fugel von der ADAC Stiftung Sport einen speziellen Trainingsplan erhalten.

Durch den Erfolg aus dem Vorjahr zählen die Chemnitzer in der Saison 2017 zum Favoritenkreis, müssen sich aber zahlreichen neuen Mitbewerbern und Fahrzeugmodellen stellen. "Grundsätzlich ist es gut, wenn mehrere Marken um den Titel streiten. Wir sehen das relativ entspannt und kennen unseren Honda nach der ersten Saison auch besser", weiß Kirsch.

Auf ihr persönliches Highlight im Rennkalender, die Station am Sachsenring, müssen Fugel und Kirsch in diesem Jahr noch etwas warten. Erst am vorletzten Rennwochenende, vom 15. bis 17. September, geht es auf den Sachsenring und damit auf die "Lieblingsstrecke" der beiden. "Ich glaube, dass wir uns dieses Jahr als Team für unser Heimrennen am Sachsenring große Chancen ausrechnen können", freut sich Fugel schon auf den Herbst.

Sonntag, 12. Februar 2017

Müller besucht Teamkollege Ekström in St. Moritz

Mattias Ekström (l.) und Nico Müller in St. Moritz
Foto: Audi-Motorsport
Audi-DTM-Pilot Nico Müller hat seinen Teamkollegen Mattias Ekström in St. Moritz besucht. Im Schweizer Ferienort lädt Ekström derzeit Skirennfahrer verschiedener Nationen zum Audi #SuperQ ein, einem Geschicklichkeitsfahren auf Schnee und Eis. Müller zeigte sich begeistert: „Es ist parallel zur alpinen Ski-WM ein weiteres cooles Event in meinem Heimatland, das macht schon irgendwie stolz. Abgesehen davon macht es einfach einen Riesenspaß, mit Allrad und Spikes ein paar Runden auf Eis zu drehen“, sagte Müller. Der 24-Jährige wird in dieser DTM-Saison erstmals gemeinsam mit Ekström für das Audi Sport Team Abt Sportsline starten.