Samstag, 21. Januar 2017

Aust Motorsport startet in der ADAC TCR Germany

Aust-Motorsport wird den Audi RS3 einsetzen
Bild: Audi-Motorsport
Neue Gesichter in der ADAC TCR Germany: In der zweiten Saison der noch jungen Tourenwagenserie des ADAC wird das Team Aust Motorsport an den Start gehen. "Wir haben die ADAC TCR Germany im vergangenen Jahr genau beobachtet. Mit unserer Erfahrung aus dem Fronttriebler-Bereich passt sie perfekt in unser Profil", sagt Teamchef Frank Aust. Die ADAC TCR Germany startet vom 28. bis 30. April in der Motorsport Arena Oschersleben in die Saison 2017.

Das Team setzt zwei neue Audi RS3 LMS ein, die Cockpits sind noch nicht final vergeben, so Aust, der mit seiner Mannschaft weiterhin auch im ADAC GT Masters starten wird: "Junge und motivierte Nachwuchspiloten können jederzeit auf uns zukommen. Wir hoffen, dass sich vielleicht ein Fahrer auf dem TCR-Fahrzeug für ein GT3-Cockpit im Jahr 2018 empfehlen kann."
Bild: Audi-Motorsport
Das Team Aust, das 2011 im Seat Leon Supercopa den Meistertitel holte, setzt bei seiner ADAC TCR Germany-Premiere auf erfahrenes Personal. "Die TCR-Mannschaft besteht im Kern aus den Leuten, mit denen wir im Jahr 2011 den Meistertitel im Seat Leon Supercopa geholt haben. Unser technischer Leiter Rene Jungnickel war in den vergangenen Jahren dazu in der TCR International Series im Einsatz und hat daher viel Erfahrung mit der neuen Fahrzeugkategorie", erklärt Aust.

Mit einer Mischung aus erfahrenem Personal und großen Ambitionen will Aust Motorsport gleich in seiner ersten Saison in der ADAC TCR Germany im Rennen um den Meistertitel angreifen. "Der Audi ist ausgereift, wir sind absolut überzeugt von diesem Produkt. Ich denke, es ist kein Problem, vorne mitzufahren", sagte Frank Aust: "2016 haben wir uns auf unseren Einstieg in das ADAC GT Masters konzentriert. Ab 2017 wollten wir unser Team vergrößern. Die Entscheidung, mit zwei RS3 in die ADAC TCR Germany einzusteigen, ist uns sehr leicht gefallen."

Vom Konzept der ADAC TCR Germany war Aust von Beginn an überzeugt. "Die TCR hat sich mittlerweile fast weltweit ausgebreitet, die Mischung aus seriennahen Fahrzeugen und spannendem Racing macht das Produkt sehr attraktiv", sagte er.

Freitag, 20. Januar 2017

DTM: Drei Fragen an Robert Wickens

Robert Wickens
Foto: Jens Hawrda
Wie ist deine Winterpause bislang verlaufen? Was hast du alles gemacht?

Robert Wickens: Die Winterpause verlief für mich sehr gut. Ich hatte überraschend viel zu tun seit dem letzten Rennen in Hockenheim. Ich habe an einem Kartrennen in Las Vegas teilgenommen, habe Karli bei ihrer Arbeit geholfen und bin dann nach den DTM-Tests in meine Heimat nach Kanada geflogen. Weihnachten und den Jahreswechsel habe ich auf Barbados verbracht – das war einfach fantastisch. Von dort ging es direkt zum Daytona-Test. Es war also richtig viel los. Jetzt bin ich gerade für ein Kartrennen in Homestead, Florida.

Du hast am „Roar before Rolex 24“ teilgenommen. Erzähle uns doch bitte noch etwas mehr über deinen Start bei den 24 Stunden von Daytona...

Robert Wickens: Ich starte in diesem Jahr mit Starworks Motorsport in der LM PC Klasse bei den 24 Stunden von Daytona. Bislang ist es gut gelaufen. Das Auto ist fordernd und ich freue mich sehr auf mein erstes 24-Stundenrennen. Hoffentlich kann ich in Zukunft noch mehr solcher Rennen bestreiten. Ich würde sehr gerne mal mit dem Mercedes-AMG GT3 in Spa-Francorchamps mitfahren, aber auch in Dubai oder bei den 24 Stunden von Le Mans – davon träume ich schon mein gesamtes Leben. Das wäre wirklich klasse.

Was erwartest du dir von deinem ersten 24-Stundenrennen?

Robert Wickens: Da es meine erste Teilnahme an einem 24-Stundenrennen ist, weiß ich natürlich noch nicht genau, was mich erwartet. Ich habe aber schon einmal einen 30-Stundentest in einem Mercedes-AMG GT3 in Portimao absolviert. Dadurch weiß ich immerhin schon einmal ungefähr, wie es ist, ein 24-Stundenrennen zu bestreiten. Der einzige Unterschied ist, dass damals keine andere Autos auf der Strecke waren. Das war selbst beim „Roar before Rolex 24“ anders, bei dem 50 oder 60 Autos dabei waren – und Daytona ist keine besonders große Strecke. Es wird sicher hektisch. In der LM PC überholst du ständig GT- und GT LM-Autos. Du passierst buchstäblich ein oder zwei Autos pro Runde. Meine Erwartungen sind ehrlich gesagt, einen Sieg zu holen. Starworks Motorsport ist ein großartiges Team, das im vergangenen Jahr die LM PC Meisterschaft gewonnen hat. Vielleicht gelingt uns das ja in Daytona auch und ich kann die Strecke mit einer funkelnden neuen Armbanduhr verlassen.

ADAC GT Masters: Jubiläumssaison weltweit im TV

Foto: Jens Hawrda
Von Europa bis nach Australien oder Südamerika: Die Rennen des ADAC GT Masters waren 2016 nicht nur live und in voller Länge im deutschen TV zu sehen, auch international fand die „Liga der Supersportwagen“ einmal mehr hohe Beachtung. Bilder der zehnten Saison des ADAC GT Masters wurden in der vergangenen Saison live, re-live, als Highlights, in Magazinbeiträgen oder in News in 202 Länder und Territorien gesendet. Außerhalb von Deutschland sahen im vergangenen Jahr insgesamt 237 Millionen Menschen bewegte Bilder des ADAC GT Masters.

Insgesamt strahlten 105 TV-Sender 5.953 Sendungen über die Serie aus, weltweit konnten 1,15 Milliarden Menschen die Beiträge empfangen. Die Gesamtsendedauer betrug 1.442 Stunden, 57 Prozent davon wurden in Europa ausgestrahlt. Mit rund 15 Prozent liegt Süd- und Mittelamerika auf Rang zwei, gefolgt von Asien mit sieben Prozent.

In rund 40 Länder Europas übertrug MotorsTV Bilder der spannenden Rennen. Neben MotorsTV zeigte auch Motorvision TV Europe das ADAC GT Masters in vielen europäischen Ländern. Im motorsportverrückten Großbritannien sendete BT Sport das ADAC GT Masters re-live. Die internationale TV-Reichweite des ADAC GT Masters wurde in der Jubiläumssaison nochmals gesteigert, besonders in Südostasien, dem Nahen Osten und Australien, wo beIN Sport die Rennen live ausstrahlte. In den USA zeigte MotortrendOnDemand die Serie.

In Deutschland wird auch 2017 TV-Partner SPORT1 alle Rennen übertragen. Der frei empfangbare Fernsehsender überträgt wie gewohnt alle Rennen des ADAC GT Masters live im Free-TV. Ergänzt wird das Angebot durch eine umfassende Online-Berichterstattung.

Donnerstag, 19. Januar 2017

Audi Sport steigt in die Rallycross-WM ein

  • Schwedisches Team EKS erhält werkseitige Unterstützung
  • Mattias Ekström auch 2017 parallel in DTM und FIA-Rallycross-WM aktiv
Audi S1 EKS RX quattro #5 (EKS), Mattias Ekström
Foto: Audi-Motorsport
Die AUDI AG wird ab der Saison 2017 das Rallycross-Projekt EKS von Mattias Ekström werkseitig unterstützen. Damit tritt Audi Sport neben den Engagements in Formel E und DTM zukünftig auch in der FIA-Rallycross-Weltmeisterschaft (World RX) an.

Der langjährige Audi-Werksfahrer Mattias Ekström hatte EKS Anfang 2014 gegründet und innerhalb von nur drei Jahren mit großem persönlichen Engagement an die Weltspitze geführt. In der Saison 2016 gewann EKS mit dem Audi S1 EKS RX quattro sowohl die Fahrer- als auch die Team-Weltmeisterschaft gegen starke Konkurrenz von Ford, Peugeot, Volkswagen und zahlreichen Privatteams. „Uns ist klar, dass es für EKS immer schwieriger wird, gegen die Werksteams zu bestehen, daher haben wir uns für ein verstärktes Engagement in der World RX entschieden“, sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass.

Mattias Ekström sieht sein Engagement bestätigt: „Wir haben in drei Jahren als Team viel aufgebaut, wichtige Erfahrungen gesammelt und mit EKS neue Maßstäbe gesetzt. Aber uns war auch klar, dass wir für die Zukunft Unterstützung benötigen, um auf diesem Level weitermachen zu können. Dass EKS nun von Audi werkseitig unterstützt wird, freut mich sehr. Ich bin überzeugt, dass Rallycross eine große Zukunft hat, auch im Hinblick auf eine mögliche Elektrifizierung.“

Schon bisher konnte EKS auf Zulieferer und Partner von Audi Sport zugreifen. Ab sofort wird die technische Weiterentwicklung des allradgetriebenen Audi S1 EKS RX quattro in Zusammenarbeit mit der Motorsportabteilung von Audi erfolgen.

Parallel zum Werksengagement in der FIA-Rallycross-Weltmeisterschaft bleibt Mattias Ekström Audi auch als DTM-Fahrer erhalten. Der Schwede hat seinen Fahrervertrag verlängert und nimmt 2017 seine 17. DTM-Saison in Angriff. „Ich habe in der DTM gute Perspektiven und möchte zum dritten Mal Meister werden“, sagt der DTM-Champion von 2004 und 2007.

Samstag, 14. Januar 2017

Target Competition: Projekt Titelverteidigung mit Audi und Honda

Großer Umbruch beim Team Target Competition: Das Meisterteam aus Südtirol geht in der zweiten Saison der ADAC TCR Germany mit sechs Fahrern an den Start, darunter fünf Neuzugängen. Bei den Fahrzeugen vertraut Target auf zwei Marken: Neben vier neuen Audi RS3 LMS kommen zwei in der vergangenen Saison erprobte Honda Civic TCR zum Einsatz. Die ADAC TCR Germany 2017 startet vom 28. bis 30. April in der Motorsport Arena Oschersleben in die zweite Saison.
Meister 2016 Josh Files
Foto: Jens Hawrda
"Wir kennen das Produkt, und wir wissen die Stärken des Fahrzeuges zu nutzen", sagte Teamchef Markus Gummerer zur Entscheidung, vier Exemplare des brandneuen Audi einzusetzen: "Zudem hat unser Ingenieur Albert Deuring eine starke Verbindung zu Audi Sport, und daher wurden wir auch herzlichst in der Audi-Familie aufgenommen. Wir setzen auch auf Honda, da der Civic weiterhin zu den schnellsten TCR-Autos zählt."

Unter Targets Flagge fahren 2017 der amtierende Juniormeister und ADAC Stiftung Sport-Förderpilot Tom Lautenschlager (18, Grafenau) und Tim Zimmermann (20, Langenargen). Neu sind auch die Polin Gosia Rdest (23) und der Schwede Simon Larsson (19), die in der vergangenen Saison als Gastfahrer bereits erste Kilometer in der ADAC TCR Germany gesammelt haben. Das Quartett fährt 2017 im Audi RS3 LMS. Der Österreicher Jürgen Schmarl wird dagegen erneut im Honda Civic TCR starten, dies gilt auch für den Neuling und amtierenden FIA ETCC Champion 2016 Kris Richard (22, Schweiz).
Teamchef Markus Gummerer beschreibt das Fahreraufgebot als eine Mischung aus "jungen, talentierten, aber auch routinierten Fahrern". Nach der starken Vorsaison, in der Target nicht nur mit Josh Files (26, Großbritannien) den Fahrermeister stellte, sondern auch die Teamwertung gewann, sind die Ambitionen auch für 2017 groß.

"Das Ziel kann nur die erfolgreiche Titelverteidigung in der Fahrer- und Teamwertung sein. Wir setzen auch alles daran, den Titel in der Juniorwertung zu gewinnen", sagte Markus Gummerer, der das Team gemeinsam mit seinem Bruder Andreas leitet: "Alle Fahrer unseres Teams können unserer Ansicht nach um den Titel fahren, und wir als Team werden das Maximum geben, um wieder ganz oben stehen zu können. Im Lauf der Saison wird sich dann zeigen, wer um den Titel mitfahren kann. Vor allem wird es in der Saison 2017 mit mehr als 30 Fahrern schwieriger werden, und man muss konstant vorne mitfahren. Ausfälle müssen daher so gut wie möglich vermieden werden."