Montag, 14. November 2016

DTM-Test in Portimao

Foto: Jens Hawrda
Ab heute bis einschließlich Donnerstag finden die nächsten Testfahrten für die DTM-Saison 2017 statt. Auf der portugisischen Rennstrecke von Portimão testen alle drei Hersteller Bauteile für die Saison 2017 und setzen dazu jeweils ein Auto ein. Für Audi wird Mattias Ekström und Jamie Green testen, für BMW sitzen Augusto Farfus und Bruno Spengler am Steuer und Mercedes setzt Robert Wickens und Gary Paffett ein.

Bereits beim letzten Test in Oschersleben konnten sich die drei Hersteller auf den zukünftigen Einheitsreifen für die Saison 2017 einigen. «Die Hersteller und Hankook konnten sich nach dem Oschersleben-Test auf einen Reifen einigen, welcher den gewünschten Parametern des Lastenheftes entspricht. Dieser wird in Portimao zum Einsatz kommen», bestätigte Mecedes DTM Chef Ulrich Fritz.

Mittwoch, 2. November 2016

DTM 2017 nur noch mit 18 Autos

Foto: Jens Hawrda
Es ist beschlossene Sache, die ITR hat nun öffentlich gemacht das die Tourenwagenserie im Jahr 2017 von 24 auf 18 Fahrzeuge reduziert wird. Es dürfte klar sein das es dabei wieder um Kostenreduzierung geht. Pro Hersteller werden wir damit im nächsten Jahr statt acht nur noch sechs Fahrzeuge sehen. Das heist das vermutlich auch Teams verschwinden werden.

Mercedes hat bereits klar gestellt das im Jahr 2017 der Einsatz aller sechs Fahrzeuge zentral von HWA sichergestellt wird. Damit dürften die beiden Teams Mücke und ART Grund Prix die Kündigung erhalten haben.

Bei BMW wird vermutlich das Team MTEK aus der DTM gehen müssen, bei Audi wird sich bei den Teams nichts ändern, Abt, Phoenix und Rosberg setzten jeweils zwei Fahrzeuge ein.

Montag, 31. Oktober 2016

DTM - Nachgefragt bei ... Mike Rockenfeller

Am vergangenen Montag feiert Mike Rockenfeller seinen 33. Geburtstag. Am vergangenen Freitag saß er bei Testfahrten in Oschersleben am Steuer eines Audi-Testträgers für die DTM-Saison 2017.
Mike Rockenfeller
Foto: Jens Hawrda
Wie lief der Test in Oschersleben?

Es war sehr spannend für mich, zum ersten Mal die verschiedenen Reifenmischungen zu fahren, die für die Saison 2017 zur Auswahl stehen. Auch das Auto war nicht mehr das, das wir beim Saisonfinale gefahren sind, sondern ein Zwitter. Es war noch nicht das finale Auto für die Saison 2017, hatte aber schon einige Sachen vom nächsten Jahr. Es war spannend zu sehen, wie sich die Reifen und das Auto verhalten. Oschersleben ist auch eine gute Strecke, das Material hart ranzunehmen – das ist in diesem Stadium sehr wichtig, weil es darum geht, die neuen Teile auf Haltbarkeit zu testen und freizufahren. Aus meiner Sicht war es sein sehr guter Test.

Entwickelt sich die DTM in die richtige Richtung?

Grundsätzlich ja. Der Reifen geht ganz klar in die richtige Richtung, wenn er so kommt. Auch vom Auto her wird es spannender. Aber der Reifen wird den Hauptunterschied ausmachen. Auch ohne Heizdecken zu fahren, ist in der DTM eine neue Herausforderung, die ich schon aus anderen Rennserien kenne und die einen großen Unterschied ausmachen wird. Es gibt im nächsten Jahr viele neue Herausforderungen, durch die sich die DTM meiner Meinung nach positiv entwickeln wird.

Wie fährt sich ein DTM-Auto ohne vorgeheizte Reifen?

Es war zu dieser Jahreszeit in Oschersleben natürlich sehr kühl. Da muss man in der ersten Runde aus der Box heraus sehr vorsichtig sein. Andererseits musst du im Rennen aber sofort pushen. Die Balance zu finden, keinen Fehler zu machen und nicht zu viel Zeit zu verlieren, das wird die große Kunst sein.

Nach drei Jahren mit einem nahezu unveränderten Auto steht in diesem Winter viel Entwicklungsarbeit mit dem Nachfolger des Audi RS 5 DTM auf dem Programm. Freuen Sie sich darauf?

Auf jeden Fall, das ist eine spannende Phase. Seit dem Wegfall der Optionsreifen gab es in der DTM eigentlich keine Veränderungen mehr. Im Winter stand nur Detailarbeit an. Jetzt gibt es wieder einen großen Sprung und mehr Spielraum. Das ist immer spannend, denn als Fahrer kann man sich da mehr einbringen. Ich glaube insgesamt, dass der Fahrer in der DTM im nächsten Jahr stärker in den Fokus rücken wird.

Es ist nun amtlich, dass 2017 statt 24 Autos nur noch 18 an den Start gehen werden. Sehen Sie das ähnlich negativ wie einige Medien?

Überhaupt nicht. Klar hat jeder Fahrer und jeder Fan am liebste so viele Autos wie möglich im Starterfeld. Aber ich glaube, der Fokus liegt in den Rennen ohnehin meist auf dem vorderen Drittel. Entscheidend ist, dass es spannende Rennen mit vielen Überholmanövern und faszinierenden Autos gibt. Und da ist die DTM auf dem richtigen Weg.

Sonntag, 30. Oktober 2016

DTM: Edoardo Mortara wechselt zu Mercedes

Edoardo Mortara
Nun ist offiziel was bereits seit Wochen vermutet wurde, Edoardo Mortara startet in der Saison 2017 für Mercedes.


„Es ist toll, dass wir endlich bestätigen können, dass Edoardo Mortara zu Mercedes wechselt. Edo und wir waren uns schon seit einiger Zeit einig, wollten aber aus Respekt vor unseren Audi Kollegen vor Saisonende nicht bekanntgeben, dass ihr Titelaspirant zu Mercedes wechselt“, kommentierte Ulrich Fritz, Mercedes-AMG DTM-Teamchef den Wechsel. „Mit Edo haben wir nicht nur einen erfahrenen Piloten für unser Team gewinnen können, sondern auch einen richtig guten Typen, der auch charakterlich super in unser Team passt. Wir freuen uns schon sehr auf die Zusammenarbeit mit ihm."

Edoardo Mortara hat seit dem 01. Mai 2011 isgesamt 76 DTM-Rennen für Audi bestritten,dabei erzielte er 29 Potestplätze, vier Pole-Positions und acht Siege.

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Audi mit neuer Motorsport-Strategie: Formel E statt WEC

  • Neuer Fokus auf elektrische Rennwagen in FIA Formel E
  • Audi-Chef Stadler: „Rennen um die Zukunft tragen wir elektrisch aus“
  • DTM-Engagement unverändert, Jobgarantie für Motorsport-Mitarbeiter
Audi richtet seine Motorsport-Strategie neu aus. Die Premiummarke beendet mit Ablauf der Saison 2016 ihr Engagement in der FIA WEC und damit auch bei den 24 Stunden von Le Mans. Stattdessen engagiert sich Audi werkseitig in der rein elektrischen Rennserie Formel E.
Audi steigt voll in die Formel-E ein
Foto: Aidi-Motorsport
Vor rund 300 Mitarbeitern der Motorsport-Abteilung stellte Vorstandsvorsitzender Rupert Stadler am Mittwochmorgen die strategische Entscheidung in den Zusammenhang der aktuellen Belastungen für die Marke. Es sei jetzt wichtig, auf das zu fokussieren, was Audi in den kommenden Jahren wettbewerbsfähig halte. Deshalb habe der Vorstand beschlossen, das Audi-Engagement im Langstrecken-Motorsport zu beenden. Die Kompetenz der Motorsport-Experten aus Neuburg und Neckarsulm wird Audi künftig teilweise im Motorsport, teilweise in der Serien-Entwicklung nutzen.

„Das Rennen um die Zukunft tragen wir elektrisch aus“, sagt Stadler. „Wenn unsere Serienautos mehr und mehr elektrisch werden, müssen das unsere Motorsportwagen als technologische Speerspitze von Audi erst recht sein.“ Die erste rein elektrische Rennserie passe perfekt zur Strategie, ab 2018 im Jahrestakt rein batterie-elektrische Modelle anzubieten. Audi befinde sich in der größten Transformationsphase der Unternehmensgeschichte. Der Einstieg in die FIA Formel E startet bereits 2017. Sie gilt als Rennserie mit dem größten Potenzial für die Zukunft. Deshalb intensivierte Audi in der laufenden Saison 2016/2017 die bestehende Partnerschaft mit dem Team ABT Schaeffler Audi Sport. Auf dem Weg zu einem vollen Werkeinsatz steigt der Hersteller nun aktiv in die technische Entwicklung ein.

Unangetastet bleibt das Engagement in der DTM, wo Audi 2017 mit dem Nachfolger des Audi RS 5 DTM antritt. Erst Mitte Oktober gewann die Premiummarke die Hersteller- und Teamwertung. 2013 hatte Mike Rockenfeller zuletzt den Titel des DTM-Champions für die Vier Ringe nach Hause geholt.

Noch nicht final entschieden ist das zukünftige Engagement in der FIA-Rallycross-Weltmeisterschaft (World RX). DTM-Werkpilot Mattias Ekström holte dort mit seinem Audi S1 EKS RX quattro in der laufenden Saison 2016 gegen zahlreiche Werkteams vorzeitig den Weltmeistertitel. Bisher hat sich Audi auf eine Unterstützung des privaten Teams EKS beschränkt. Die Marke bewertet aktuell eine mögliche Ausweitung des Engagements, denn auch im Rallycross-Sport steht das spannende Thema Elektrifizierung auf der Agenda.

Mit dem Ausstieg aus der World Endurance Championship (WEC) endet eine erfolgreiche Ära. 18 Jahre lang engagierte sich die Marke bei den Le-Mans-Prototypen. Dabei gelangen 13 Siege bei den 24 Stunden von Le Mans und zahlreiche technische Meilensteine: Audi holte in Le Mans den ersten Sieg eines TFSI-Motors (2001), den ersten Erfolg eines Rennwagens mit TDI-Motor (2006) sowie den ersten Triumph eines Sportwagens mit Hybridantrieb (2012). Bei bisher 185 Renneinsätzen erzielten die Le-Mans-Prototypen von Audi 106 Siege, 80 Pole-Positions und 94 schnellste Rennrunden. Zweimal gewann Audi mit dem Hybrid-Rennwagen Audi R18 e-tron quattro die FIA-Langstrecken-WM. Von 2000 bis 2008 sicherte sich Audi zudem neunmal in Folge den Titel in der American Le Mans Series (ALMS), der in dieser Zeit weltweit bedeutendsten Rennserie für Le-Mans-Prototypen.

„Nach 18 für Audi außergewöhnlich erfolgreichen Jahren im Prototypen-Rennsport fällt uns der Abschied extrem schwer“, sagt Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich. „Das Audi Sport Team Joest hat die WEC in dieser Zeit geprägt wie kein anderes Team. Ich möchte mich bei unserer Mannschaft, bei Reinhold Joest und seinem Team, den Fahrern, Partnern und Sponsoren für diese extrem erfolgreiche Zusammenarbeit bedanken. Das war eine tolle Zeit!“ Durch das LMP-Engagement habe Audi Vorsprung durch Technik demonstriert und viel für den Serieneinsatz gelernt.