Samstag, 15. Oktober 2016

DTM: Zweites Freies Training - Wittmann deutlich vor seinen Titelkonkurrenten

Schnellster im zweiten Freien Training: Nico Müller
Foto: Jens Hawrda
Schnellster im zweiten Freien Training war der Audi-Pilot Nico Müller gefolgt von den BMW-Piloten Antonio Felix Da Costa, Bruno Spengler, Augusto Farfus und Marco Wittmann. Auf Platz sechs folgt Renè Rast. Auf Platz 7 folgt Jamie Green vor Garry Paffet als bester Mercedes Pilot. Für Edoardo Mortara reichte es nach vielen Problemen nur für Platz 14.

Freitag, 14. Oktober 2016

DTM Freitagstraining: Wittmann setzt erste Bestzeit

Wittmann setzt erste Bestzeit im Titelkampf
Foto: Jens Hawrda
Marco Wittmann setzte beim Saisonfinale die erste Bestzeit und umrundete die 4,574 Kilometer lange Strecke in 1:33.909 Minuten. Er war damit 27 Hundertstelsekunden schneller als Lucas Auer (1:33.936 Minuten) im Mercedes-AMG C63 DTM. Félix da Costa gelang eine Rundenzeit von 1:33.970 Minuten und damit Platz drei.

Christian Vietoris (1:33.984 Minuten) schaffte es auf Rang vier. Die Überraschung war aber Renè Rast der ERrsatzmann für Mattias Ekström, der mit seinem Audi die fünftschnellste Zeit fuhr. Die beiden Titelkandidaten von Audi, Edoardo Mortara und Jamie Grenn, konnten mit Patz 13 bzw. 20 noch nicht überzeugen.

Donnerstag, 13. Oktober 2016

DTM: Drei Fragen an Felix Rosenqvist

Felix, am kommenden Wochenende steht bereits das Saisonfinale der DTM in Hockenheim an. Was erwartest du vom letzten Rennwochenende des Jahres?

Felix Rosenqvist: Nach drei Rennwochenenden in der DTM ist die Probephase für mich vorüber. Jetzt bin ich hoffentlich bereit, um in Hockenheim um die vorderen Plätze mitzukämpfen. In den vergangenen Wochen bin ich von Rennen zu Rennen immer besser geworden. Nun fühle ich mich zum ersten Mal wie ein kompletter DTM-Fahrer. Wenn wir alles zusammenbekommen, sollten wir an der Spitze mitkämpfen können. Deshalb setze ich mir für dieses Wochenende höhere Ziele als bislang in dieser Saison. An den letzten Wochenenden galt für mich immer noch der Status eines Rookies, aber jetzt kenne ich mich in der DTM aus und möchte mich mit allen anderen auf gleicher Ebene messen. Wenn man schnell lernt, gibt es keinen Grund, sich selbst als Rookie anzusehen. Man möchte sich immer weiter steigern. Hinzukommt, dass der Hockenheimring wahrscheinlich die Rennstrecke ist, auf der ich bisher in meiner Karriere die meisten Runden gefahren bin. Das sollte mir ebenfalls entgegenkommen.

Du bist gerade vom Formel-E-Rennen aus Hong Kong zurückgekommen. Beeinträchtigen die Reisen und der Zeitunterschied deine Vorbereitung auf das Rennwochenende?

Felix Rosenqvist: Nein, in meiner Erfahrung ist es immer schlimmer, nach Osten zu fliegen. Wenn man aber von Asien nach Europa oder von Europa nach Amerika fliegt, fällt es mir persönlich immer einfacher, mich anzupassen. Normalerweise dauert es nur ein oder zwei Tage. Manchmal fühle ich mich sogar besser, wenn ich früh morgens aufwache und dann am Vormittag frisch bin. Ich habe mich daran gewöhnt. Das ist kein Problem für mich. Genauso komme ich gut mit dem Wechsel zwischen der DTM und der Formel E klar. Es sind zwei ganz unterschiedliche Rennserien, die jedoch eines gemeinsam haben: Ein sehr hohes Niveau bei den Fahrern.

Du hast bislang fünf Punkte gesammelt. In Hockenheim könntest du mit Timo Scheider, Martin Tomczyk und Mike Rockenfeller noch drei ehemalige DTM-Champions in der Gesamtwertung überholen – und das obwohl du nur an vier Rennwochenenden teilgenommen hast. Wäre das für dich in deinem „halben“ Rookie-Jahr etwas Besonderes?

Felix Rosenqvist: Die Punkte sagen in diesem Fall möglicherweise nicht alles aus. Ich weiß, dass sie alle jeweils eine schwierige Saison hinter sich haben. Vielleicht kamen sie mit dem Auto nicht ganz so zurecht. Deshalb denke ich nicht darüber nach, wen ich in der Gesamtwertung schlagen könnte. Ich versuche einfach nur, meine Arbeit zu erledigen und mein Bestes zu geben. Wenn dann in Hockenheim alles nach Plan läuft, wäre es schön, am Sonntag vor ihnen zu stehen.

Rallycross-WM: Ekström erobert Hamburg im Sturm

Mattias Ekströmin Hamburg
Foto: HOCH ZWEI /Joern Pollex
Mattias Ekström hat mit seinem Rallycross-Team EKS in Hamburg Station gemacht. Im Vorfeld des elften Laufes zur FIA-Rallycross-Weltmeisterschaft auf dem Estering am 15. und 16. Oktober kam Ekström für einen Medientag in die norddeutsche Metropole und begeisterte nicht nur unzählige Schaulustige. Der Hamburger Sänger und Schauspieler Lotto King Karl durfte auf dem Beifahrersitz des Audi S1 EKS RX quattro Platz nehmen und drehte zusammen mit dem Schweden einige Runden. Der Stadionsprecher des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV zeigte sich begeistert vom 560 PS starken Rallycross-Supercar, mit dem sich Ekström am Wochenende vorzeitig den WM-Titel sichern möchte. 

DTM: Nachgefragt bei … René Rast

Der Audi-Werkspilot über den Einsatz im Audi RS 5 DTM beim Finale in Hockenheim, wo er Mattias Ekström vertritt, der zeitgleich auf dem Estering mit seinem privaten Team EKS in der Rallycross-Weltmeisterschaft um den Titel kämpft.
Renè Rast (rechts) ersetzt beim Saisonfinale Mattias Ekström (links)
Foto: Audi-Motorsport
Ihr zweites DTM-Rennen steht bald bevor. Wann haben Sie davon erfahren?

Nach Mattias Ekströms Sieg in Barcelona wurde es diskutiert. Die Hoffnung war schon vorher da, dass „Eki“ dort einen tollen Job macht und ich dadurch vielleicht ins Cockpit rutsche. Natürlich freue ich mich darüber! Ich durfte ja schon in Zandvoort einige Kilometer DTM-Luft schnuppern, aber das hatte sich angefühlt, als wäre noch mehr drin.

Dieses Mal ist es eine ganz andere Vorbereitung und Erwartungshaltung, oder? Sie müssen nicht über Nacht ins DTM-Cockpit springen ...

Es ist eine ganz andere Vorbereitung. Ich habe zwei Freie Trainings vorher, kann mich vom Kopf her einstellen, mit den Ingenieuren sprechen und Daten und Videos anschauen. Da sollte es etwas besser gehen als in Zandvoort.

Sie haben in Budapest den Funk mitverfolgt und dem Team über die Schulter geschaut. Hat das etwas gebracht?

Ich wusste zwar, wie ein Tag in der DTM abläuft. Das war nichts Neues für mich. Aber ich habe mehr Einblicke bekommen. Ich habe bei Florian Modlinger am Funk mitgehört, wie er als Ingenieur arbeitet, und versucht, ein Gefühl dafür zu bekommen. Das war interessant und eine gute Vorbereitung auf Hockenheim.

Es gibt wenige Testfahrten in der DTM, jetzt dürfen Sie am Montag und Dienstag auf dem Hungaroring einen Reifentest fahren. Das ist sicher auch eine gute Gelegenheit?

Jeder Kilometer hilft. So eine Möglichkeit ist sehr selten, weil es fast keine Testtage in der DTM gibt. Dass ich diesen Reifentest fahren darf, ist klasse.

Sie sind bisher viel auf der Langstrecke unterwegs. Können Sie sich eine Zukunft in der DTM vorstellen?

Warum nicht? Es ist eine schöne Serie, es macht irre viel Spaß, den Audi RS 5 DTM zu fahren. Das Feld ist sehr eng, es kommt auf die Tausendstelsekunde an. Man muss immer einen perfekten Job machen. Aber es wäre eine tolle Herausforderung, die ich gern annehmen würde.