Freitag, 23. September 2016

Kevin Wahr verpasst WM-Punkte beim Heimrennen auf dem Lausitzring und freut sich auf das IDM-Finale in Hockenheim

Kevin Wahr (Nagold) möchte in Hockenheim seine Siegesserie fortsetzen Foto: Hermann Rüger

Der Nagolder Motoradrennfahrer Kevin Wahr verpasste beim neunten Lauf zur Supersport-WM auf dem Lausitzring mit dem 16. Platz knapp die Punkteränge. Auf dem 4,265 km langen Lausitzring ging der 27-jährige Honda-Pilot vom Gemar Balloons-Lorini-Team vom 13. Startplatz von 35 Piloten aus der vierten Startreihe in das 19 Runden-Rennen. Nach einem guten Start konnte sich der Schwarzwälder auf den zehnten Rang vorkämpfen, doch danach haben die Reifen nachgelassen und Kevin Wahr fiel auf den 16. Rang zurück. Im Ziel hatte er einen Rückstand 32,781 Sekunden auf den Sieger Kenan Sofuoglu (Türkei/Kawasaki). Zweiter mit nur 1,757 Sekunden Rückstand wurde der Finne Niki Tuuli (Yamaha) vor dem Franzosen Jules Cluzel (MV Agusta). Nach dem Rennen war Kevin Wahr enttäuscht: „Das Wochenende auf dem Lausitzring hatte gut begonnen und ich lag bei allen Trainings unter den ersten 15 Piloten. Vom 13. Startplatz hatte ich einen guten Start und konnte nach zwei Runden meinen vor mir liegenden Teamkollegen Ayrton Badovini (Italien) auf dem 10. Platz überholen. Leider hatte ich aber einen zu weichen Hinterreifen gewählt, der bei den kalten Temperaturen am Sonntag bereits zu Rennmitte anfing nachzulassen. Einige Runden konnte ich dies mit etwas mehr Risiko kompensieren, doch in den letzten Runden verlor ich dann immer mehr Plätze und verpasste mit dem 16. Rang im Ziel knapp die Punkteränge. Das ist natürlich ärgerlich, denn es wäre ein Top-Ten Platz drin gewesen. Aber die Entscheidung mit dem weichen Reifen habe ich selbst getroffen.“ Im WM-Klassement liegt Kevin Wahr nach 9 Rennen mit 17 Zählern auf dem 20. Gesamtrang. Die Supersport-WM führt der vierfache Weltmeister Kenan Sofuoglu mit 171 Punkten souverän vor seinem Kawasaki-Teamkollegen Randy Krummenacher aus der Schweiz mit 118 Zählern an, der auf dem Lausitzring Sechster wurde.

Jetzt am Wochenende startet Kevin Wahr wieder für das HPC-Power Suzuki Racing Team beim Motorrad-IDM Finale auf dem Hockenheim in der Superstock 600-Klasse. Kevin Wahr hat in dieser IDM-Saison bisher nur an drei von sechs Veranstaltungen teilgenommen. Auf den Rennstrecken in Zolder/Belgien, auf dem Schleizer Dreieck und in Assen/Niederlande konnte der Suzuki-Pilot jeweils gleich ein Rennen gewinnen. Zur Zeit liegt er mit 128 Zählern auf dem dritten Gesamtrang. Der Niederländer Bryan Schouten (Yamaha) hat mit drei Siegen in Folge die Führung mit 215 Punkten knapp vor Christian Stange (Heidenau/Kawasaki) mit 207 Zählern übernommen. Kevin Wahr ist für sein Heimrennen in Hockenheim optimistisch: „Ich möchte meinen dritten Gesamtrang verteidigen, in Hockenheim konnte ich die letzten vier IDM-Rennen alle gewinnen und möchte meine Siegesserie fortsetzen. Auf meiner Heimstrecke kommt die ganze Familie sowie viele Freunde und meine Sponsoren. Ich freue mich auf das Wochenende und hoffe, dass es nicht regnet.“ Die zwei Superstock 600-Rennen werden am Samstag um 17.50 Uhr und am Sonntag um 13 Uhr über jeweils 15 Runden gestartet. Weitere Information gibt es im Internet unter www.Superbike-IDM.de .

Text : Michael Sonnick, Dieselweg 5, 67117 Limburgerhof

„Alles oder nichts“ beim DTM-Saisonendspurt in Budapest

Das achte Rennwochenende der Saison 2016 führt die DTM am kommenden Wochenende nach Budapest. Dort erwarten das Mercedes-AMG DTM Team ein neuer Asphalt, eine „schwere“ Herausforderung und die vorletzte Runde im Titelkampf.

Foto:Jens Hawrda
  • DTM-Rookie Felix Rosenqvist startet nach seinen starken Leistungen in Moskau und am Nürburgring auch an den letzten beiden Rennwochenenden der Saison im FREE MEN’S WORLD Mercedes-AMG C 63 DTM.
  • Der Hungaroring wurde für die Saison 2016 komplett neu asphaltiert. Das sorgt für neue Herausforderungen bei der Abstimmung der Autos und der Reifennutzung.
  • Die Mercedes-AMG C 63 DTM gehen mit einem Gewicht von 1.135 kg als die schwersten Fahrzeuge im Feld in das erste Qualifying in Budapest - die BMW sind 17,5 kg leichter, die Audi 25 kg.
  • Robert Wickens: „Mit Blick auf die Meisterschaft ist Budapest ein ’alles oder nichts‘-Wochenende für uns.“
  • Ulrich Fritz: „Das Team hat das ganze Jahr über einen wirklich fantastischen Job gemacht, wir haben ein starkes Auto und tolle Fahrer. Von daher glauben wir daran, dass wir in der Meisterschaft noch ein Wörtchen mitreden werden.“

Stimmen der Mercedes-Piloten vor dem Rennen in Budapest:

Robert Wickens (27 Jahre, Kanada):
„Mit Blick auf die Meisterschaft ist Budapest ein ’alles oder nichts‘-Wochenende für uns. Ich liege 50 Punkte hinter dem Führenden, gehe aber optimistisch in das Rennwochenende. Der Hungaroring wurde für diese Saison neu asphaltiert – das ist für alle eine neue Herausforderung. Wir waren in diesem Jahr bislang sehr konkurrenzfähig auf Strecken mit einer sehr glatten Oberfläche – zuletzt zum Beispiel in Moskau. In Spielberg, wo es ebenfalls einen neuen Asphalt gab, machten wir einige Fehler, aber am Ende waren wir schnell und erzielten sogar die schnellste Rennrunde. Es gibt also einige ermutigende Dinge, die wir nach Budapest mitnehmen können. Ich bin jedenfalls heiß auf das Wochenende und werde alles geben, um so viele Punkte wie möglich gutzumachen.“

Paul Di Resta (30 Jahre, Schottland):
„Ich freue mich sehr auf das kommende Wochenende. Am Nürburgring lief es leider nicht wie erhofft, aber solche Wochenenden gibt es leider auch mal im Motorsport. Wir werden auf jeden Fall alles tun, um das Ruder in Ungarn wieder herumzureisen. Budapest ist eine richtig coole Stadt. Schon zu Formel 1-Zeiten bin ich gerne an den Hungaroring gefahren. Das Streckenlayout ist sehr fordernd und mit dem neuen Asphalt gibt es zudem noch eine unbekannte Variable. Es wird wichtig sein, in den freien Trainings das richtige Setup zu treffen, um so im Qualifying eine gute Rolle spielen zu können.“

Gary Paffett (35 Jahre, England):
„Der Nürburgring war ein durchwachsenes Wochenende für mich. Aber zumindest am Sonntag war die Pace ordentlich. In Budapest wird es erneut hart für uns. Dennoch freue ich mich auf das Rennwochenende, da ich die Strecke sehr mag. Umso mehr bin ich heiß darauf, wieder dort zu fahren. Mein Ziel ist es, zwei gute Rennen zu zeigen und so viele Punkte wie möglich mitzunehmen.“

Lucas Auer (22 Jahre, Österreich):
„In Budapest bin ich 2014 schon einmal mit der Formel 3 gefahren. Die Strecke ist schön für die Zuschauer und Budapest ist eine echt coole Stadt. Der Hungaroring selbst ist sehr anspruchsvoll. Wie am Nürburgring nimmt das Qualifying auch diesmal wieder eine entscheidende Rolle ein. Der neue Asphalt ist eine Unbekannte für alle – aber das ist für jeden gleich. Wir werden hart daran arbeiten, dass wir auch am vorletzten Rennwochenende der Saison konkurrenzfähig sind. Ich bin überzeugt davon, dass uns das gelingen kann. Nun möchte ich den positiven Schwung des Nürburgring-Wochenendes nach Budapest mitnehmen.“

Christian Vietoris (27 Jahre, Deutschland):
„Nach einem durchwachsenen Wochenende am Nürburgring freue ich mich darauf, schnell wieder im Auto zu sitzen. Budapest – das bedeutet eine geile Stadt und eine geile Strecke. Für uns wird es mit so viel Zusatzgewicht im Auto nicht einfach, aber wir werden natürlich versuchen, das Beste daraus zu machen. Vielleicht gelingt uns ja wieder eine Überraschung, wie es in diesem Jahr schon auf anderen Strecken der Fall gewesen ist.“

Maximilian Götz (30 Jahre, Deutschland):
„Budapest ist komplettes Neuland für mich. Ich bin noch nie auf dem Hungaroring gefahren und deshalb sehr gespannt darauf, meine ersten Erfahrungen dort zu sammeln. Durch den neuen Asphalt ist die Situation aber für alle Fahrer ähnlich. Das wird ganz sicher spannend. Die Strecke kenne ich nur aus dem Simulator, aber da wirkt sie durch die vielen Kurven sehr fordernd und selektiv. Umso wichtiger ist es, dass die Abstimmung des Autos stimmt. Es gibt zwei, drei schnellere Kurven, ansonsten erinnert der Streckenverlauf etwas an Oschersleben oder Moskau. Für mich gilt es somit erst einmal, mich im Training auf den Kurs einzuschießen und die richtige Balance zu finden. Danach ist das Qualifying das A und O an diesem Wochenende. Wenn wir in der Qualifikation gut dabei sind, haben wir gute Chancen. Der Fight um die Meisterschaft ist noch nicht verloren.“

Daniel Juncadella (25 Jahre, Spanien):
„Budapest ist ein echtes Highlight für mich. 2008 und 2009 war ich dort in der Formel BMW sehr gut dabei. Damals habe ich mein erstes Rennen in einem Formelauto gewonnen. Vor zwei Jahren sind wir schon einmal mit der DTM auf dem Hungaroring gefahren. Auch da hatte ich ein gutes Gefühl auf der Strecke, obwohl wir nicht ganz so konkurrenzfähig waren. Die letzten Rennen sind für mich gut verlaufen. Deshalb freue ich mich riesig darauf, wieder im Auto zu sitzen und hoffe, dass ich diesen Trend am kommenden Wochenende fortsetzen kann.“

Felix Rosenqvist (24 Jahre, Schweden):
„Es ist sehr schön, zu sehen, dass das Team mit meiner Leistung zufrieden ist. Ich setze mich stets stark unter Druck, um die bestmögliche Performance abzuliefern. An meinen ersten beiden DTM-Rennwochenenden hat das sehr gut funktioniert. Darauf möchte ich bei den verbleibenden Rennen in dieser Saison aufbauen und mich weiter steigern. Seit meinem Debüt in Moskau zeigt meine Formkurve mit jeder Session nach oben. Nach dem Nürburgring fühle ich mich jetzt wie ein kompletter DTM-Fahrer und bin bereit für die kommenden Aufgaben.“

Donnerstag, 22. September 2016

DTM-Titelkampf spitzt sich zu

Foto: Jens Hawrda
Vorletztes Rennwochenende der Saison in Budapest

Jetzt oder nie – ein Motto, das sich gleich drei Piloten auf dem Hungaroring groß auf die Fahnen schreiben werden. Jamie Green, Robert Wickens und Edoardo Mortara haben in der ungarischen Hauptstadt keine Wahl. Sie müssen alles geben, um den DTM-Spitzenreiter Marco Wittmann auf der Zielgeraden noch abzufangen. Die nächste Gelegenheit dazu haben sie vom 23. bis 25. September, wenn die DTM auf dem Hungaroring in Budapest ihre Saisonrennen 15 und 16 austrägt. Der Vorteil liegt bei Marco Wittmann, denn der DTM-Champion von 2014 hat in Ungarn die Chance, sich vorzeitig den zweiten DTM-Titel seiner Karriere zu sichern - die Konkurrenz wird jedoch alles in die Waagschale werfen, um dies zu verhindern. Den Fans steht ein packendes Motorsport-Wochenende ins Haus, das durch die Auftritte des Audi Sport TT Cups, der Porsche Platinum GT3 Cup Challenge sowie den GT4 Europacup-Piloten im Rahmenprogramm zusätzliche Würze erhält.

„Meine Titelchancen sind intakt und wir werden bis zuletzt kämpfen“, sagt Edoardo Mortara, der mit 33 Punkten Rückstand auf Marco Wittmann in das Wochenende startet. In Ungarn hofft der derzeit Zweitplatzierte der Fahrerwertung, dass es vor allem in den Qualifyings besser läuft, als an den vergangenen Wochenenden. Auch die Markenkollegen des Audi-Piloten haderten bei der Jagd nach den besten Startplätzen mit der Performance. Ein Problem, dass auch beim vergangenen DTM-Gastspiel in Ungarn bei den Ingolstädtern auftrat. „In erster Linie wollen wir unsere Qualifying-Performance verbessern und unsere Autos  in der Startaufstellung weiter nach vorne bringen. Das wird auf dem Hungaroring besonders schwierig, weil wir uns dort genau damit bereits 2014 schwergetan haben. Allerdings war die Renn-Performance 2014 mit sechs Autos in den Punkten anschließend sehr vielversprechend. Darauf und auf das starke Sonntagsrennen am Nürburgring können wir aufbauen“, sagt Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi Sport. Ein vermeintlicher Pluspunkt für den Hersteller: Mit Jamie Green stellt Audi einen zweiten Piloten mit intakten Titelambitionen, auch wenn der Rückstand des Briten bereits auf 51 Punkte angewachsen ist.

Für Mercedes-AMG hält Robert Wickens die Fahne im Titelkampf hoch. Der Kanadier wird es in Budapest jedoch im wahrsten Sinne des Wortes schwer haben. Sein Arbeitsgerät wiegt satte 1.135 Kilogramm und damit 17,5 Kilogramm mehr als die BMW und 25 Kilogramm mehr als die Audi. Diesen Nachteil in den Qualifyings und Rennen zu kompensieren, dürfte alles andere als leicht werden. Auch wenn Lucas Auer mit seinen beiden Bestzeiten auf dem Nürburgring bewiesen hat, dass Topzeiten möglich sind. Wickens reist mit 50 Punkten Rückstand auf Wittmann nach Ungarn und dürfte nach den eher verkorksten Auftritten in der Eifel vor Tatendrang brennen. „Der Nürburgring war ein Wochenende zum Vergessen. Jetzt heißt es in Budapest wieder voll anzugreifen“, so Wickens. Auch Mercedes-AMG DTM Teamchef Ulrich Fritz wirft die Flinte noch lange nicht ins Korn: „In Sachen Meisterschaft haben wir einen herben Rückschlag erlebt. Aber es sind noch vier Rennen und damit 100 Punkte zu vergeben.“

Der Gesamtführende Wittmann kann die Rennen auf der 4,381 Kilometer langen, kurvenreichen Strecke recht entspannt angehen. Das Selbstvertrauen ist groß und Wittmann besticht in dieser Saison durch eine beeindruckende Konstanz. Zwölf der bisherigen Saisonrennen beendete er in den Punkten und holte in den vergangenen drei Läufen zwei Siege und einen dritten Platz. Ungarn ist dem BMW-Piloten zudem in bester Erinnerung. 2014 ließ er dort die gesamte Konkurrenz hinter sich und sammelte wichtige Punkte für den späteren Titelgewinn. „Marco bewahrt die Nerven, auch wenn es hart wird. Er fährt kluge Rennen und nutzt den ihm zur Verfügung stehenden Speed optimal“, lobt BMW Motorsportdirektor Jens Marquardt. Sollte Wittmann es schaffen, den Vorsprung auf seinen ersten Verfolger nach dem Ungarn-Wochenende auf über 50 Punkte zu vergrößern, wäre ihm die Trophäe des Champions nicht mehr zu nehmen.

Auf dem Weg zum Titel des DTM-Champions wird jeder der Titel-Kandidaten bei den noch vier ausstehenden Rennen versuchen seine Chance zu nutzen – und darf auf Unterstützung seiner Markenkollegen zählen. Ob in Budapest eine Vorentscheidung fällt oder ob die Entscheidung auf Hockenheim vertagt wird, dürfen die Fans am Samstag und Sonntag vor Ort oder im TV verfolgen. Die beiden Qualifyings (Samstag ab 12:30 Uhr/Sonntag ab 12:45 Uhr) werden auf dem ARD-Sender One, die beiden Rennen (Samstag ab 14:30 Uhr/Sonntag ab 15 Uhr) im „Ersten“ live übertragen. Wer die Live-Übertragung verpasst, kann sich die Highlights in kompakter Form auf n-tv (Samstag 18:20 Uhr/Sonntag 18:30 Uhr) anschauen. SPORT1 zeigt am Samstag ab 23:30 Uhr ebenfalls die Highlights des ersten Laufs, am Mittwoch nach dem Rennwochenende stehen ab 22:00 Uhr zunächst die Highlights des zweiten Laufs auf dem Programm, gefolgt von der Talk- und Hintergrundsendung ‚Boxenfunk’, die nochmals vertieft auf die Ereignisse in Budapest eingehen wird.

Die SUPERBIKE*IDM auf der Zielgeraden

Am kommenden Wochenende kämpfen die Piloten der SUPERBIKE*IDM auf dem Hockenheimring um die letzten Meisterschaftspunkte der Saison 2016. Bereits traditionell feiern die Teams und Fahrer das Saisonfinale auf dem Badischen Rundkurs. Den Fans vor Ort wird dabei einiges geboten, der Zeitplan bietet 10 verschiedene Rennklassen.
Foto: Jens Hawrda
Während der Meistertitel in der Klasse Superbike bereits an Lokalmatador Marvin Fritz (Bayer-Bikerbox Langenscheidt Racing Team) vergeben ist, fällt die Entscheidung in der Superstock 600-Klasse erst während der letzten beiden Rennen auf dem Hockenheimring. Deutschland gegen die Niederlande, Christian Stange gegen Bryan Schouten, so lautet das Duell um die 600ccm-Krone. Ebenfalls bereits fest stehen die Meister in den Klassen Superstock 1000 (Danny de Boer, NL) und bei den Gespannen in der Klasse Sidecar (Streuer/Koerts, NL). Nichtsdestotrotz werden die Piloten noch einmal alles geben und den Zuschauern spannende Rennen bis auf die letzten Meter liefern.

Fritz und de Boer reisen mit Meistertitel zum Hockenheimring

Der Nachfolger von Markus Reiterberger ist gefunden, Marvin Fritz konnte sich vergangenes Wochenende vorzeitig den Titel in der Superbike-Klasse sichern. Bei seinem Heimrennen möchte er vor heimischer Kulisse aber noch einmal beweisen dass er seine Konkurrenz im Griff hat. Neben seinen härtesten Konkurrenten aus dem YAMAHA MGM-Team wird auch Gaststarter Damian Cudlin (AUS) auf der Holzhauer-Honda kräftig im Positionsgefecht mitmischen.

In der seriennahen Superstock 1000-Klasse, welche gemeinsam mit den Superbikes auf die Strecke geht, glänzte der Niederländer Danny de Boer (Team SWPN) diese Saison mit konstant guten Leistungen und reist so mit einem uneinholbaren Vorsprung zum Hockenheimring. Ein Spaziergang werden die letzten beiden Rennen dennoch nicht, in der hart umkämpften Klasse herrscht immer dichtes Gedränge und zahlreiche Fahrer machen sich berechtigte Hoffnung auf einen Laufsieg.

Finaler Fight


Bereits seit dem ersten Saisonlauf tobt an der Spitze der STK600-Meisterschaftswertung ein Kampf zwischen Christian Stange (Weber-Diener Racing Team, GER) und Bryan Schouten (mvr-racing, NL), mit bisher besserem Ausgang für den Niederländer auf Yamaha. Vor dem Wochenende trennen die beiden Piloten lediglich acht Punkte, der finale Fight ist eröffnet.

Vizemeister gesucht


In der Klasse Sidecar dominierte das Gespann von Bennie Streuer und Geert Koerts die gesamte Saison über und die Niederländer sicherten sich bereits vorzeitig den Meistertitel, der Kampf um den Vizetitel ist dafür umso spannender. Das stark besetzte Fahrerfeld mit über 20 Gespannen wird den Motorsportfans auf den Tribünen ein packendes Rennen liefern und eines der Highlights am Sonntag stellen.

Rahmenprogramm für jeden Geschmack

Die SUPERBIKE*IDM-Klassen werden auf dem Hockenheimring durch ein umfangreiches Rahmenprogramm ergänzt. Neben den Nachwuchsklassen ADAC Junior Cup und ADAC Northern Europe Cup Moto3 wird auch der älteste Markencup der Welt, der Yamaha R6-Dunlop-Cup, an den Start gehen. Zudem im Programm sind die Einzylinder der IDM SuperMono, die IG Königsklasse und die Klassik Superbike.

Mittwoch, 21. September 2016

Wichtiges DTM-Wochenende für Audi in Ungarn

  • Kampf um DTM-Titel geht in die entscheidende Phase
  • Audi mit Chancen in allen drei Meisterschaften
  • Youngster Nico Müller hält DTM-Streckenrekord auf dem Hungaroring
Edoardo Mortara kämpft um die Meisterschaft
Foto: Jens Hawrda
Vom 23. bis 25. September gastiert die DTM in Ungarn. Für Audi Sport ist das Wochenende auf dem Hungaroring bei Budapest überaus wichtig: Der Titelkampf in der DTM spitzt sich vor den letzten vier Saisonrennen weiter zu.

Audi Sport ist mit dem Ziel in die Saison 2016 gestartet, in allen drei Meisterschaften den Titel zu holen. Vier Rennen vor Schluss sind beim Ungarn-Gastspiel die Titelchancen in allen drei Wertungen weiter intakt. Audi-Pilot Edoardo Mortara ist als Zweiter der Fahrerwertung mit einem Rückstand von 33 bei 100 noch zu vergebenden Punkten der schärfste Verfolger von Tabellenführer Marco Wittmann (BMW). In der Herstellerwertung liegt Audi 35 Punkte vor Mercedes-Benz und 57 Punkte hinter BMW auf Rang zwei. In der Teamwertung hat das Audi Sport Team Abt Sportsline (Edoardo Mortara/Mattias Ekström) lediglich neun Punkte Rückstand auf das BMW Team RMG (Marco Wittmann/Timo Glock).

„Es ist klar, dass wir am Budapest-Wochenende mehr Punkte als die Konkurrenz erreichen müssen, um uns in eine gute Ausgangsposition für die finale Attacke in Hockenheim zu bringen“, sagt Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi Sport. „Deshalb hatten wir vor Budapest einige Hausaufgaben zu erledigen. In erster Linie wollen wir unsere Qualifying-Performance verbessern und unsere Autos  in der Startaufstellung weiter nach vorne bringen. Das wird auf dem Hungaroring besonders schwierig, weil wir uns dort genau damit bereits 2014 schwergetan haben. Allerdings war die Renn-Performance 2014 mit sechs Autos in den Punkten anschließend sehr vielversprechend. Darauf und auf das starke Sonntagsrennen am Nürburgring können wir aufbauen.“

Mit 4,381 Kilometern ist der kurvenreiche Hungaroring der zweitlängste Kurs im DTM-Kalender. Beim Auftritt der DTM in Ungarn im Jahr 2014 erlebten die Fans ein unterhaltsames Rennen, in dem Miguel Molina vom achten auf den zweiten Platz nach vorn fuhr und Edoardo Mortara nach harten Duellen mit den beiden BMW-Piloten Timo Glock und Bruno Spengler als Vierter nur knapp das Podium verpasste – und das von Startplatz zwölf.

„Vor zwei Jahren hatte ich im Training etwas mit dem Auto zu kämpfen“, erinnert sich Mortara. „Aber ich habe inzwischen viel mehr Vertrauen in das Auto und im Moment läuft es sehr gut. Wir benötigen ein weiteres gutes Wochenende, um den Rückstand auf Marco Wittmann zu reduzieren. Meine Titelchancen sind intakt und wir werden bis zuletzt kämpfen.“

Mortara erhält in der spannenden Schlussphase der Meisterschaft volle Unterstützung von der ganzen Audi-Mannschaft und in Budapest zudem von vielen Audi-Mitarbeitern. Das Audi-Werk in Győr befindet sich nur eineinhalb Autostunden von der Rennstrecke entfernt. Mit mehr als 11.000 Mitarbeitern ist Audi einer der größten Arbeitgeber der Region.

Nach 1988 und 2014 ist es der dritte Auftritt der DTM in Ungarn, einem Land mit großer Motorsport-Begeisterung. Schon am Donnerstag ist ein Korso mit den DTM-Safety-Cars und DTM-Rennwagen durch die Innenstadt von Budapest geplant. Am Freitag um 17 Uhr steht das erste Freie Training auf dem Programm. Das erste der beiden DTM-Rennen startet am Samstag um 14.55 Uhr, das zweite am Sonntag um 15.10 Uhr.