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| Foto: Jens Hawrda |
Donnerstag, 28. Juli 2016
Luca Ludwig beim Heimspiel: die Tabellenspitze im Blick
- ADAC GT Masters-Champion Luca Ludwig hat auf dem Nürburgring ein Heimspiel
- Mercedes-Pilot rechnet sich noch eine Chance im Titelkampf aus
- Luca Ludwig im Interview
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| Luca Ludwig Foto: Jens Hawrda |
Sie wohnen von allen Piloten im aktuellen ADAC GT Masters-Starterfeld am dichtesten am Nürburgring. Ein echtes Heimspiel, oder?
"Ich bin praktisch am Nürburgring aufgewachsen, da mein Vater dort so viele Rennen bestritten hat. Ich war teilweise wöchentlich bei Veranstaltungen vor Ort. Auch heutzutage bin ich noch häufig am Ring und schaue mir Rennen an, aktuelle, aber auch historische. Die Verbundenheit ist schon sehr groß - sowohl zur Rennstrecke als auch zu der Gegend. Ich genieße immer die Autofahrt durch die Wälder. Wir haben zehn Minuten vom Nürburgring entfernt eine kleine Jagdhütte, in der ich mich auch gern aufhalte."
Verspüren Sie als Lokalmatador eine extra Portion Motivation?
"Nein, das eigentlich nicht. Wir haben dort zwar immer viele Gäste, seien es Freunde, Familienmitglieder oder Sponsoren, die gewisse Erwartungen haben. Aber wir müssen jedes Rennen gleich seriös angehen. Wir haben allerdings noch eine Rechnung mit dem Nürburgring offen - diese zu begleichen bietet einen kleinen zusätzlichen Anreiz. Im Vorjahr erlebten wir dort unser schwächstes Rennwochenende der Saison. Uns sind ein paar Fehler unterlaufen und es wurde im Kampf um die Meisterschaft noch einmal eng."
Der Sitz Ihres Teams liegt sogar noch näher am Nürburgring. Für Zakspeed dürfte es ebenso ein besonderes Event sein.
"Auf jeden Fall. Unser Teamchef Peter Zakowski hat auf dem Nürburgring in seiner aktiven Zeit sehr viele Erfolge gefeiert und man merkt ihm an, dass er seinen Fans etwas bieten möchte. Wir Fahrer werden unseren Teil dazu beitragen. Ich denke auch, dass die Strecke unserem Mercedes-AMG gut liegt. Wir nehmen uns für das Wochenende Topplatzierungen vor."
Von Ihren zwölf Siegen im ADAC GT Masters haben Sie einen am Nürburgring geholt. Erinnern Sie sich daran?
"Sehr genau sogar. Das war in meiner ersten Saison im ADAC GT Masters 2009. Es lief von Beginn an gut. Bis zur Nürburgring-Veranstaltung habe ich schon zweimal gewonnen. Der Erfolg am Ring war aber viel emotionaler. Und dieses Gefühl hätte ich gern wieder. Ich habe auf einigen Rennstrecken mehrfach gewonnen - auf meinen zweiten Nürburgring-Sieg warte ich jetzt schon viele Jahre. Das fuchst mich ein wenig."
Sie bestreiten in diesem Jahr Ihre siebte ADAC GT Masters-Saison. Was gefällt Ihnen an der Serie?
"Das ADAC GT Masters ist mit den Jahren immer professioneller geworden. Man sieht es daran, dass immer mehr verschiedene Automarken vertreten sind, wir haben ein so namhaftes Fahrerfeld wie noch nie. Man will sich als Rennfahrer mit gleich starken Konkurrenten messen und dadurch Spaß haben. Das bietet mir der ADAC. Die Leistungsdichte ist unglaublich hoch. Es geht um jede Tausendstelsekunde, jeder Fehler wird knallhart bestraft. Auch die Aufmerksamkeit bei den Fans und in den Medien nimmt immer mehr zu. Das Gesamtpaket ist für Fahrer einfach attraktiv."
Ein Blick auf die aktuelle Saison: Wie fällt das Zwischenfazit nach vier von sieben Veranstaltungen aus?
"Wir hatten einen sehr starken Saisonauftakt, sowohl als Team als auch ich persönlich. Zwei Pole-Positions in den ersten beiden Qualifyings, zwei Siege zusammen mit Sebastian (Asch) in den ersten drei Rennen - das konnte sich sehen lassen. Anschließend hat uns ein wenig die Konstanz gefehlt. Auf dem Red Bull Ring haben wir dann mit zwei konzentrierten Rennen gute Punkte gesammelt. Genau das hatte uns auch im Meisterjahr 2015 ausgezeichnet. Diesen Aufschwung möchten wir in die anstehenden Rennen mitnehmen."
Was rechnen Sie sich für die letzten sechs Rennen aus?
"Ich glaube, dass wir auf dem Nürburgring, in Zandvoort und auch in Hockenheim eine gute Rolle spielen können. Wenn wir sauber durch die Rennen kommen, dann können wir im Titelkampf sicher noch ein Wörtchen mitreden. Ich glaube nach wie vor an unsere Stärken als Fahrer-Duo."
Mittwoch, 27. Juli 2016
Das Schleizer Dreieck ruft!
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| Foto: Jens Hawrda |
Fritz reist als Führender an
In der Klasse Superbike herrscht derzeit ein Zweikampf um die Meisterschaftsführung der spannender nicht sein könnte, 2 Punkte trennen den aktuell Führenden Marvin Fritz (Yamaha) und seinen schärfste Rivalen Mathieu Gines (BMW). Auch im Rest des Feldes geht es gewohnt eng zur Sache, die Leistungsdichte verzeiht keine Fehler und garantiert spannende Rennen zwischen Buchhübel und Seng. Max Neukirchner muss verletzungsbedingt auf einen Start verzichten, wird aber vor Ort im Paddock anzutreffen sein.
Superstock 1000 bekommt Besuch
In der ebenfalls hart umkämpften Klasse der Stock-Bikes wird es am Wochenende an der Spitze wohl noch enger zugehen. Neben dem Meisterschaftsführenden Niederländer Danny de Boer (Yamaha) und seinen Verfolgern werden auch drei Piloten aus der Superstock 1000 Weltmeisterschaft an den Start gehen. Das Team Triple M Racing schickt seine Fahrer Marc Moser und Marco Faccani (Ducati), das Team Agro-On Benjan Kawasaki den Lokalmatador Julian PUffe (Kawasaki) ins Rennen.
Stange der Gejagte
Alle jagen Christian Stange (Kawasaki), so könnte man die derzeitige Lage in der Klasse Superstock 600 zusammenfassen. Doch der Vorsprung ist mit neun Punkten alles andere als komfortabel und mit Maurice Ullrich (Yamaha), Bryan Schouten (Yamaha), Jonas Geitner (Kawasaki) oder Kevin Wahr (Suzuki) sind ihm einige sehr schnelle Jungs auf den Fersen.
Publikumslieblinge auf drei Rädern
Die Teams der Klasse Sidecar sind gerade auf dem Schleizer Dreieck ein wahrer Publikumsmagnet und dass zu Recht. Die Gespann-Teams bieten den Fans vor Ort beeindruckende Renn-Action mit heißen Positionskämpfen. Die beiden Niederländer Streuer/Koerts dürfen sich auf dem anspruchsvollen Kurs keine Fehler erlauben wenn sie die Meisterschaftsführung verteidigen wollen.
Abwechslungsreiche Gastklassen
Ein fester Bestandteil der Gastklassen ist der Yamaha R6-Dunlop-Cup, der älteste Markencup im Motorradsport stellt mit fast 40 Piloten ein beeindruckendes Fahrerfeld und ist ein Garant für packende Rennen. Seit diesem Jahr neu dabei ist die IDM SuperMono-Klasse, eine gemeinsame Klasse aus Production-Racer (HKR), FIM Supermono und KTM Duke Battle Cup - Einzylinder-Action par excellence. Doch auch die Starterfelder der IG Königsklasse und der Classic Superbikes können sich sehen lassen und sorgen bei den Zuschauern für funkelnde Augen beim Anblick der Maschinen. Ein Projekt mit Zukunft präsentiert die Klasse Moto-E, die mit rein elektrischer Energie betriebenen Prototypen-Bikes geben einen Ausblick auf den Rennsport von morgen.
Umfangreiches Rahmenprogramm
Für alle Fans die bereits am Donnerstag anreisen gibt es ab 19:00 Uhr im Festzelt im Fahrerlager eine Talkrunde mit verschiedenen Piloten (z.B. Marvin Fritz, Jan Bühn). Weiter geht es am Freitagabend mit dem traditionellen Fußballturnier (18:00 Uhr) für Fahrer, Teammitglieder und Fans auf dem Sportplatz direkt hinter dem Paddock. Interessierte Fans die am Turnier teilnehmen möchten können sich im Vorfeld an den MSC Schleizer Dreieck e.V. wenden. Höhepunkt im Rahmenprogramm ist die Raceparty am Samstagabend auf dem Buchhübel (19:30 Uhr). Fahrervorstellung, Präsentation der Rennsieger des Tages und rockiger Livesound stehen auf dem Programm. Am DEKRA-Zelt im Paddock stehen die Piloten der SUPERBIKE*IDM jeweils ab 13:00 Uhr zur Autogrammstunde bereit, neben den teilnehmenden Racern werden auch einige Special-Guests sein. Mit dabei: Markus Reiterberger (WorldSBK), Max Neukirchner, Marcel Schrötter (Moto2 WM), Ex-Racer Jörg Teuchert sowie Rennsport-Legende Ralf Waldmann.
Sonntag, 24. Juli 2016
Gounon/Keilwitz neue Sieger am Red Bull Ring nach Wertungsausschluss von Stoll/Vanthoor
Nach der technischen Nachkontrolle zum zweiten Rennen des ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring wurde der Audi R8 von Florian Stoll (35, Rickenbach) und Laurens Vanthoor (25, B/beide kfzteile24 APR Motorsport), der im Rennen am Sonntag die Ziellinie als Erster überquert hatte, aus der Wertung genommen. Auch der Audi der ursprünglich siebtplatzierten Daniel Dobitsch (32, A)/Edward Sandström (37, S/beide kfzteile24 APR Motorsport) wurde aufgrund einer technischen Unregelmäßigkeit nachträglich aus der Wertung genommen.
Der Sieg beim achten Rennen der ADAC GT Masters-Saison 2016 geht so an die Tabellenführer Jules Gounon (21, F) und Daniel Keilwitz (26, Villingen/beide Callaway Competition) in ihrer Corvette C7. Das Ergebnis des achten Wertungslaufes des ADAC GT Masters ist vorläufig.
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| Gounon/Keilwitz nachträglich zum Sieger erklärt Foto: Jens Hawrda |
Neuer Zweiter ist das Bentley-Duo Jordan Pepper (19, ZA)/Daniel Abt (23, Kempten/beide Bentley Team ABT). Die ursprünglich viertplatzierte Corvette Z.06 von Remo Lips (33, CH) und Sven Barth (35, Weinheim/beide RWT Racing) wurde im Nachhinein wegen eines Vergehens beim Restart nach der zweiten Safety-Car-Phase mit einer 30-Sekunden-Strafe belegt und auf Rang 17 gewertet. Rang drei geht so an den Mercedes-AMG GT von Sebastian Asch (30, Ammerbuch) und Luca Ludwig (27, Bonn/beide AMG-Team Zakspeed).
Durch die Zeitstrafe gegen Lips/Barth verliert Lips seinen Klassensieg in der Trophy-Wertung. Neuer Sieger ist Lamborghini-Fahrer Rolf Ineichen (38, CH/GRT Grasser-Racing-Team), der die Klasse bereits am Samstag gewonnen hatte.
Stoll/Vanthoor erobern ersten Saisonsieg für Audi im ADAC GT Masters
- Stoll/Vanthoor siegen im zweiten Rennen auf dem Red Bull Ring
- Corvette-Duo Gounon/Keilwitz baut mit Rang zwei Tabellenführung aus
- Erster Podestplatz für Pepper/Abt im Bentley
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| Stoll/Vanthoor holen ersten Saisonsieg für Audi Foto: Jens Hawrda |
Tabellenführer Keilwitz verteidigt zunächst die Führung
Das Feld der 33 Supersportwagen kam nach dem Start zum zweiten Rennen auf dem Red Bull Ring unbeschadet durch die erste Kurve. Auf den ersten sechs Positionen gab es zunächst keine Veränderungen. Polesetter und Tabellenführer Daniel Keilwitz verteidigte in der Corvette C7 bis kurz vor dem obligatorischen Boxenstopp mit Fahrerwechsel seine Führung vor Audi-Pilot Laurens Vanthoor und Daniel Abt im Bentley. Dann übernahm Vanthoor mit dem schlussendlich rennentscheidenden Überholmanöver die Spitzenposition.
Nach dem Fahrerwechsel übte Keilwitz-Teamkollege Jules Gounon sofort Druck auf Leader Florian Stoll aus. Zwei kurz hintereinander einberufene Safety-Car-Phasen zur Bergung gestrandeter Fahrzeuge rückte das gesamte Feld wieder zusammen. Bei den Restarts blieb der in Führung liegende Stoll cool, verteidigte die Spitze und fuhr mit knapp einer Sekunde Vorsprung zu seinem dritten ADAC GT Masters-Laufsieg.
Hinter den zweitplatzierten Gounon/Keilwitz, die ihre Führung in der Tabelle ausbauten, jubelten Jordan Pepper und Daniel Abt über den ersten Podestplatz der Saison. Eine Überraschung folgte auf Rang vier: Trophy-Pilot Remo Lips (33, CH) und Sven Barth (35, Weinheim/beide RWT Racing) fuhren in der Corvette Z.06 ihr bestes Saisonresultat ein, Lips gelang so der erste Saisonsieg in der Trophy-Wertung. Dank Rang fünf zementierten die Titelverteidiger Sebastian Asch (30, Ammerbuch) und Luca Ludwig (27, Bonn/beide AMG-Team Zakspeed) in ihrem AMG-Mercedes den dritten Rang in der Fahrerwertung.
Gewohnt stark präsentierten sich Rolf Ineichen (38, CH) und Christian Engelhart (29, Kösching/beide GRT Grasser-Racing-Team) in ihrem Lamborghini Huracán auf Rang sechs. Zum fünften Mal in dieser Saison punkteten die Teamkollegen des Sieger-Duos, Daniel Dobitsch (32, A) und Edward Sandström (37, S/beide kfzteile24 APR Motorsport). Die Sieger des Samstagsrennens David Jahn (25, Speyer) und Kévin Estre (27, F/beide KÜS TEAM75 Bernhard) arbeiteten sich in ihrem Porsche 911 von Startplatz 14 bis auf Rang acht nach vorn. Eine noch größere Aufholjagd gelang Connor De Phillippi (23, USA) und Christopher Mies (27, Heiligenhaus/beide Montaplast by Land-Motorsport), die acht Ränge gutmachten und auf Rang neun ins Ziel kamen. Die Top Ten komplettierte ein weiterer Bentley von Fabian Hamprecht (21, Hagen) und Christer Jöns (29, Ingelheim/beide Bentley Team ABT).
In der Junioren-Wertung für Fahrer unter 25 Jahre feierte Jules Gounon seinen dritten Saisonsieg und ist weiterhin Tabellenführer. Remo Lips verteidigte nach dem vierten Gesamtrang seine Spitzenposition in der Trophy-Wertung für nichtprofessionelle Piloten.
Stimmen der Sieger
Florian Stoll (kfzteile24 APR Motorsport, Audi R8):
„Wir sind mit der Erwartung an den Red Bull Ring gereist, irgendwo in den Top Ten zu landen und ein paar Punkte mitzunehmen. Dass unser Audi so gut funktioniert hat und es zum Sieg reichte, war eine Überraschung. Das Rennen war extrem hart für mich. Laurens (Vanthoor) hat mir das Auto auf Platz eins übergeben. Vor, während und nach den Safety-Car-Phasen musste ich mich ein paar Mal gegen die Corvette von Jules Gounon wehren. Er war ein paar Mal neben mir, aber ich hatte innen immer die bessere Linie und konnte vorn bleiben. Das sah bestimmt von außen sehr spannend aus – ich musste wirklich am Limit kämpfen. Großes Dankeschön an das Team für das perfekt abgestimmte Auto.“
Laurens Vanthoor (kfzteile24 APR Motorsport, Audi R8):
„Unser Team hat unser Auto hier am Red Bull Ring wirklich gut hinbekommen. Zu Beginn des Rennens konnte ich mich gemeinsam mit Daniel Keilwitz in der Corvette von den Verfolgern absetzen. An manchen Stellen war er schneller, an manchen Stellen ich. Normales Überholen war aber nicht möglich. Kurz vor den Boxenstopps habe ich versucht, mehr Druck auszuüben und dann ist ihm ein Fehler unterlaufen, den ich ausgenutzt habe. Erster Saisonsieg für unser Team, erster Sieg des neuen Audi, erster Sieg im ADAC GT Masters für mich - ein rundum tolles Ergebnis.“
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