Freitag, 24. Juni 2016
Donnerstag, 23. Juni 2016
DTM: Drei Fragen an Robert Wickens
Der Stadtkurs rund um den Nürnberger Dutzendteich ist einer der Höhepunkte im DTM-Rennkalender. Das Mercedes-AMG DTM Team verbindet mit der Strecke besonders schöne Erinnerungen: Seit 2003 stellt die Marke mit dem Stern ununterbrochen den bestplatzierten Fahrer auf dem Norisring und ist mit insgesamt 18 Siegen das erfolgreichste Team in Nürnberg. Mit Gary Paffett (EURONICS Mercedes-AMG C 63 DTM) und DTM-Spitzenreiter Robert Wickens (SILBERPFEIL Energy Mercedes-AMG C 63 DTM) schickt das Team gleich zwei Norisring-Sieger an den Start. Paffett gewann 2004 und 2005 auf dem Stadtkurs, Wickens siegte 2014 und 2015. Zudem stand der Kanadier in den letzten drei Jahren jeweils auf dem Podium.
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| Robert Wickens Foto: Jens Hawrda |
Robert Wickens: „Ich bin das erste Mal seit dem Saisonstart zurück nach Kanada geflogen. Ich habe seit letztem Herbst ein Haus am See. Dort haben wir viel Zeit mit Familie und Freunden verbracht und ich konnte etwas relaxen. Es ist dort sehr friedlich. Aber da wir das Haus renovieren, gibt es dort auch immer eine Menge zu tun. An einem Tag habe ich zwölf Tonnen Sand angekarrt, um einen eigenen Strand anzulegen. Leider musste ich den ganzen Sand alleine mit einer Schaufel verteilen, das hat nicht wirklich viel Spaß gemacht und war ein langer Tag.“
Hand aufs Herz. Zum ersten Mal bist du als Meisterschaftsführender in der DTM in eine Pause gegangen. Wie oft hast du darüber nachgedacht?
Robert Wickens: „Ehrlich gesagt, gar nicht mal so oft. Natürlich ist es ein super Gefühl, die Meisterschaft anzuführen, aber ich habe weder an der Art wie ich mich vorbereite noch sonst irgendwas geändert.“
Jetzt geht es zum Norisring. In den Medien wirst du als einer der großen Favoriten dort aufgeführt. Spürst du durch diese Erwartungshaltung und die Tatsache, dass du die Meisterschaft anführst, einen größeren Druck für das kommende Rennwochenende?
Robert Wickens: „Nein, ich freue mich sehr auf den Norisring und spüre nicht mehr Druck als bei den Rennen zuvor. Eigentlich würde ich sogar sagen: Das Timing ist perfekt. Statistisch gesehen, ist das Rennen dort immer mein bestes Wochenende in der ganzen Saison. Dann noch als Meisterschaftsführender nach Nürnberg zu fahren, stimmt mich optimistisch. Es gibt einfach Strecken, die einem Fahrer mehr oder weniger liegen. Und der Norisring passt wohl zu meiner Art zu fahren.“
Volle Renn-Action auf 2,3 Kilometern – die DTM auf dem Norisring
Er ist nur 2,3 Kilometer lang und verfügt lediglich über drei wirkliche Kurven: die Grundig-Kehre, das Schöller-S und die Dutzendteichkehre. Klingt simpel - ist für die DTM-Piloten jedoch eine große Herausforderung. Auf dem Norisring ist punktgenaues Fahren so wichtig wie auf keiner anderen Strecke. Hier zählt jeder Millimeter, der kleinste Fehler zieht enormen Zeitverlust nach sich. Der Stadtkurs-typische wellige Asphalt macht die Aufgabe für die Piloten zudem nicht gerade leichter. Ein Profil, das Mercedes-AMG besonders liegt. Die Stuttgarter sind in Nürnberg – beim Heimspiel des Konkurrenten Audi - eine Macht. Umso mehr brennen die Ingolstädter darauf, die Siegesserie der Sternenfahrer beim vierten DTM-Wochenende der Saison 2016 (24. bis 26. Juni) zu stoppen. Und auch BMW hat in diesem Jahr gezeigt, dass sie auch auf ungeliebten Strecken ein Wörtchen um die Ränge auf dem Podium mitreden können. Die Zuschauer dürfen sich auf ein mitreißendes Kräftemessen freuen, zumal die Ausgangslage in den Gesamtwertungen spannender kaum sein könnte.
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| DTM-Rennen Norisring 2015 Foto: Jens Hawrda |
Einer, der sich in den vergangenen Jahren anschickt, Greens Rekordmarke in Nürnberg anzugreifen, ist Robert Wickens. Der Kanadier fuhr seit 2013 zweimal auf den zweiten und zweimal auf den ersten Platz. In seinem fünften DTM-Jahr kommt er darüberhinaus als Gesamtführender an den Norisring. Auch er konnte sich 2016 noch nicht in die Liste der Sieger eintragen, fuhr jedoch einmal auf Platz zwei und zuletzt zweimal auf den dritten Rang. „Der Norisring ist für mich immer ein ganz spezielles Rennen. Der Stadtkurs macht sehr viel Spaß und fordert die Fahrer und Autos nochmal ganz anders. Noch dazu ist die Atmosphäre richtig cool und die Fans sind gefühlt noch näher dran am Geschehen“, sagt Wickens. „In den vergangenen Jahren war ich immer sehr erfolgreich auf dieser Strecke. Daran möchte ich natürlich anknüpfen.“ Gelingt dies kann sich Wickens in den zwei Rennen des Wochenendes nicht nur ein Polster in der Fahrerwertung herausfahren, sondern im Optimalfall auch nach Norisring-Siegen mit Green gleichziehen.
Dies kann auch Wickens Landsmann Bruno Spengler gelingen, der in Nürnberg bisher dreimal triumphieren konnte und mit dem dritten Rang im Vorjahr die BMW-Fahne auf dem Stadtkurs hochhielt. Doch in dieser Saison will es bei ihm noch nicht so richtig klappen, mit zwölf Punkten liegt er auf dem 17. Rang. Wesentlich besser läuft es bei Marco Wittmann, der in Spielberg bereits einen Sieg einfahren konnte. Der aus Fürth stammende BMW-Pilot kommt zu seinem Heimspiel als Zweitplatzierter der Gesamtwertung, hat drei Punkte Rückstand auf Wickens. Dass er auch auf Strecken, die seinem Hersteller traditionell nicht so liegen, für gute Ergebnisse infrage kommt, bewies er beim vergangenen Rennwochenende auf dem Lausitzring: Platz vier und sechs. Wittmann: „Der Norisring liegt der Konkurrenz besser. Aber, vielleicht gelingt uns ja eine Überraschung. Ein Podiumsrang bei meinem Heim-Auftritt wäre natürlich ein Hammer!“
Ob Seriensieger, oder Außenseiter. Die DTM-Saison 2016 hat gezeigt, dass in diesem Jahr alles möglich scheint. Sechs unterschiedliche Sieger in sechs Rennen, jeder Hersteller durfte dabei zweimal jubeln. Den Zehnten der Fahrerwertung, Augusto Farfus, trennen lediglich 27 Punkte vom Gesamtführenden (58 Punkte). Die Voraussetzungen für einen packenden Kampf zwischen dem 24. und 26. Juni sind optimal.
Neben den beiden DTM-Rennen (Sa. ab 13:25/So. ab 13:10 Uhr) dürfen sich die Zuschauer auf die Duelle in der FIA Formel-3-Europameisterschaft, dem Audi Sport TT Cup und dem Porsche Carrera Cup Deutschland freuen. Auch hier ist mitreißende Rennaction auf Top-Niveau garantiert.
Abgerundet wird das Programm mit Public Viewing zur Fußball-EM und jeder Menge Unterhaltung im Fahrerlager. Tickets sind im Vorverkauf unter DTM.com/tickets oder an der Tageskasse erhältlich.
Mittwoch, 22. Juni 2016
Stimmen der BMW-Piloten vor dem Rennen am Norisring
Marco Wittmann (Startnummer 11, BMW Team RMG): "Ich freue mich riesig auf mein Heimspiel. Das Ambiente auf und neben der Strecke ist absolut einzigartig. Ich kenne dort sehr viele Leute, zum Beispiel die Streckenposten oder die Mitglieder des Motorsport Club Nürnberg. Dazu kommen viele Freunde und Verwandte. Umso schöner ist es für mich, dort mit dem Rückenwind guter Ergebnisse und Platz zwei in der Fahrerwertung anzutreten."
Timo Glock (Startnummer 16, BMW Team RMG): "Die Stimmung auf dem Norisring ist traumhaft. Wie gut es für uns sportlich laufen wird, müssen wir abwarten. Wir werden auf jeden Fall versuchen, auch auf dem einzigen Stadtkurs im Rennkalender das Maximum herauszuholen."
Bruno Spengler (Startnummer 7, BMW Team MTEK): "Ich habe an den Norisring super Erinnerungen. Im vergangenen Jahr stand ich am Sonntag auf der Pole und kam im Rennen auf Platz drei. Das war für mich, mein Team und alle bei BMW Motorsport eine riesige Erleichterung. Ab diesem Zeitpunkt lief es für uns in der Saison viel besser als vorher. Aber auch davor hatte ich am Norisring schon viele tolle Rennen gehabt und konnte drei Siege feiern. Ich liebe den Kurs und die Atmosphäre. Es ist einfach fantastisch, dort anzutreten."
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| Tom Blomqvist (l.) u. Augusto Farfus Am Norisring 2015 Foto: Jens Hawrda |
Tom Blomqvist (Startnummer 31, BMW Team RBM): "Die Strecke ist einzigartig. Sie ist sehr kurz, und die Fans sind sehr nah am Geschehen. Das macht die Atmosphäre ganz speziell. Ich denke, wir haben viel aus dem vergangenen Jahr gelernt und gehen diesmal besser vorbereitet in das Rennwochenende."
Maxime Martin (Startnummer 36, BMW Team RBM): "Ich lebe in Monaco und sehe den Norisring immer als das Pendant dieser Strecke in der DTM. Die Fans dort sind positiv verrückt, die Tribünen immer voll. Das macht uns Fahrern natürlich viel Spaß und ist auch gut für die DTM. Ich komme immer wieder sehr gerne an den Norisring."
António Félix da Costa (Startnummer 13, BMW Team Schnitzer): "Das ist eines der coolsten Events der Saison. Ich hatte dort im vergangenen Jahr recht gute Rennen und hoffe, in diesem Jahr auf meine Erfahrungen aufbauen und wichtige Punkte holen zu können."
Martin Tomczyk (Startnummer 100, BMW Team Schnitzer): "Der Norisring ist kein einfach zu fahrender Kurs, obwohl er nur vier Kurven hat. Ich bin gespannt, wie das Kräfteverhältnis in Nürnberg aussehen wird. Unsere Konkurrenten waren dort in den vergangenen Jahren sehr stark, aber ich bin zuversichtlich, dass wir diesmal auch wieder eine gute Rolle spielen werden."
Dienstag, 21. Juni 2016
DTM: Durch die Stadt in einem BMW M4
Teams und Fahrer freuen sich auf die Rennen auf dem legendären Norisring
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| Foto: Jens Hawrda |
Nach sechs Saisonrennen kommt BMW als Führender der Herstellerwertung nach Nürnberg. Auch im Team-Wettbewerb, stellt BMW mit dem BMW Team RMG den Führenden der Gesamtwertung . Marco Wittmann, der nicht weit entfernt in Fürth lebt, kommt als zur Zeit Zweiter der Fahrerwertung zu seinem Heimrennen am Norisring.
Im letzten Jahr konnten die BMW-Fahrer eine starke Leistung am Norisring verbuchen. Bruno Spengler (CA) sicherte der Pole-Position am Sonntag, und fuhr am Ende als Dritter aufs Podium. Für BMW war das damals ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Sieg in der Herstellerwertung am Ende der Saison.
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