Sonntag, 5. Juni 2016

DTM: Miguel Molina erinnert an Luis Salom

Miguel Molina widmet seinen Sieg dem tödlich verunglückten Luis Salom
Foto: Jens Hawrda
Am Ende der gestrigen Siegerpressekonfernz im DTM Pressecenter ergriff Miguel Molina spontan noch einmal das Wort und widmete seinen Sieg seinem spanischer Landsmann Luis Salom der am Freitag im Moto2-Training auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya ums Leben gekommen war. Daneben erinnerte Molina an Carlos Castella, einen spanischen Journalisten, der vor einigen Wochen ebenfalls verstorben war.


„Am Freitag kam die Nachricht, dass Luis Salom uns nach einem schweren Unfall verlassen hat“, sagte Molina. „Carlos war ein Freund der Familie und hat mich in der DTM vom ersten Rennen an begleitet. Mein Sieg hier am Lausitzring ist für beide und wird immer mit ihren Namen verbunden sein.“ Im Pressezentrum brandete spontaner Applaus auf.

Samstag, 4. Juni 2016

Superbike Rennen 1: unter roter Flagge beendet

Vom Start weg ging Yamaha-Pilot Florian Alt in Führung gefolgt von Marvin Fritz und Mathieu Gines. Fritz musste aber bereits in der ersten Runde in den Kies und fiel weit zurück, zeigte aber im Laufe des folgenden Rennes eine sehenswerte Aufholjagd. Nach der ersten Runde führte daher Alt vor Danny de Boer und Gines.
de Boer # 44 siegt vor Genes #41 und Alt #66
Foto: Jens Hawrda
Das Führungstrio Alt, de Boer und Gines konnte sich leicht vom Rest des Feldes absetzen. Die Verfolgergruppe führte Kawasaki-Fahrer Roman Stamm an und hatte noch Luca Grünwald (Yamaha) und Stefan Kerschbaumer (Kawasaki) im Schlepptau. Jan Halbich war in der zweiten Gruppe gemeinsam mit Marco Nekvasil und Dominik Vincon unterwegs.
in der Anfangsphase führte noch Alt #66 vor de Boer #44 und Gines #41
Foto: Jens Hawrda
In der  fünfzehnten Runde platze Roman Stamm der Motor seiner Kawasaki ZX10R. Grünwald der knapp hinter Stamm fuhr kam mit einem Schreck davon und konnte weiter fahren. Lukas Trautmann dagegen rutschte auf dem Öl auf der Strecke aus. Es dauerte eine Weile, aber schließlich wurde das Rennen mit roter Flagge abgebrochen, das viele Öl auf der Straße war zu gefährlich.

Nach dem Abbruch in Runde 15 wurde Runde 14 gewertet und so sind im Klassement auch Stamm und Trautmann dabei. Als Sieger in der Superbike-Klasse durfte Gines aufs Podest vor Alt und Fritz. Die Superstock-Klasse gewann de Boer vor Stamm und Grünwald.

 

Formel 4 zweites Rennen: Schumacher siegt wieder

auch im zweiten Rennen siegt Mick Schumacher
Foto: Jens Hawrda
Auch im zweiten Rennen am heutigen Samstag holt sich Mick Schumacher den Sieg. Obwohl, Rennen kann man die Veranstaltung bald nicht mehr nennen. Gefühlt hat das Fahrerfeld der Formel 4 mit über 30 Startern keine volle Runde ohne Rennunterbrechung hinbekommen. In Folge wurde das Rennen dann auch unter Führung des Safty-Cars beendet. Schön ist das nicht, weder für die Zuschauer noch für die jungen Rennfahrer.
Siegerehrung Rennen 2
Foto: Jens Hawrda
Die Fahrer müssen nun aber auch einmal lernen, das ein Rennen nicht nur mit dem Gasfuß, sondern auch mit dem Kopf gewonnen wird. Hier müsste wohl auch die Rennleitung für Dauersünder härtere Strafen aussprechen.
 

Audi-Doppelsieg im Samstagsrennen – Wittmann neuer Tabellenführer

Miguel Molina vor Jamie Green (beide Audi)
Foto: Jens Hawrda
Der Lausitzring scheint Audi zu liegen: Im DTM-Samstagsrennen bescherten Miguel Molina und Jamie Green den Ingolstädtern einen Doppelsieg. Bereits im letzten Jahr war die Marke mit den vier Ringen dort sehr erfolgreich und gewann beide Rennen. Molina, von der Pole-Position in das Rennen gestartet, musste nach dem Start nur für wenige Runden Platz eins an seinen Markenkollegen Green abgeben, bevor er die Führung zurückerobern und diese bis ins Ziel verteidigen konnte.

das Podest vom Samstag Green, Molina, Wickens (v.l.)
Foto: Jens Hawrda
„Unser Auto war heute sowohl im Qualifying als auch im Rennen sehr schnell, nachdem die ersten vier Saisonrennen nicht so gut für uns gelaufen sind“, sagte Sieger Molina nach dem Rennen. Für den Spanier ist es der zweite Sieg in der DTM. Sein Vorsprung auf den Briten Green betrug nach 32 Runden 2,034 Sekunden. Das Podium beim Motorsportfestival auf dem Lausitzring komplettierte Mercedes-Benz-Pilot Robert Wickens als Dritter.
 
Auch wenn Marco Wittmann im BMW M4 DTM einen Platz auf dem Podium knapp verpasst hat, darf sich der DTM-Champion von 2014 freuen: Die zwölf Punkte für Platz vier reichen, um die Tabellenführung in der Fahrerwertung zu übernehmen. Die führt Wittmann nach fünf von 18 DTM-Saisonrennen mit 47 Punkten an. Platz zwei belegt mit 44 Punkten Edoardo Mortara, der als Achter die Zielflagge sah. Die Aufholjagd von Paul Di Resta, er fuhr von Platz 21 auf 13 vor, wurde nicht belohnt. Der Schotte verlor die Führung in der Fahrerwertung und liegt mit 43 Punkten auf Rang drei – punktgleich mit Robert Wickens.

Porsche-Duo Renauer/Ragginger gewinnt erstes Rennen am Lausitzring

Robert Renauer (31, Jedenhofen) und Martin Ragginger (28, A/beide Precote Herberth Motorsport) haben das erste von zwei Rennen des ADAC GT Masters beim Motorsport Festival auf dem Lausitzring für sich entschieden. Das Duo gewann im Porsche 911 nach einer spannenden Schlussphase mit einem knappen Vorsprung von 0,3 Sekunden.

Renauer/Ragginger Porsche 911 siegen in Renne 1
Foto: Jens Hawrda
"Ich bin sehr glücklich über diesen Sieg. Danke an das ganze Team, der Boxenstopp hat super funktioniert, und Robert ist eine grandiose erste Rennhälfte gefahren“, so Ragginger. Auf die Ränge zwei und drei fuhren Rolf Ineichen (38, CH)/Christian Engelhart (29, Kösching/beide GRT Grasser-Racing-Team) im Lamborghini Huracán und Patrick Assenheimer (24, Heilbronn)/ Dominik Schwager (39, Eisenhofen/beide Callaway Competition) in einer Corvette C7.
 
Nach der Phase der obligatorischen Boxenstopps mit Fahrerwechsel baute Ragginger den Vorsprung des führenden Porsche auf mehr als neun Sekunden aus. Hinter dem Spitzenreiter tauschten Corvette und Lamborghini die Plätze: Durch einen schnelleren Boxenstopp lag Engelhart vor Schwager. Zwei Safety-Car-Phasen nach Kollisionen zwischen Mercedes-Fahrer Luca Ludwig (27, Bonn/AMG-Team Zakspeed) und Audi-Pilotin Rahel Frey (30, CH/YACO Racing) sowie Daniel Abt (23, Kempten/Bentley Team ABT) im Bentley und Markus Winkelhock (35, Berglen-Steinach/Phoenix Racing) im Audi sorgten noch einmal für Spannung an der Spitze. Bei den beiden Restarts behielt Ragginger die Nerven und fuhr den ersten Porsche-Sieg in dieser Saison nach Hause.
 
Den zweiten Rang sicherten sich Engelhart und Ineichen, der als nicht-professioneller Pilot die Trophy-Wertung für sich entschied. Assenheimer/Schwager kletterten dank ihres dritten Ranges erstmals in dieser Saison auf das Podium, Assenheimer gewann damit auch die Junior-Wertung für Fahrer unter 25 Jahren. Vierte wurden Jules Gounon (21, F) und Daniel Keilwitz (26, Villingen/beide Callaway Competition) in einer weiteren Corvette C7 vor dem Lamborghini-Gespann Luca Stolz (20, Brachbach)/Mirko Bortolotti (26, I/beide GRT Grasser-Racing-Team).
 
Die Ränge sechs bis acht waren die Belohnung einer starken Aufholjagt von drei Audi-Teams. Connor De Phillippi (23, USA)/Christopher Mies (27, Heiligenhaus/beide Montaplast by Land-Motorsport), Christiaan Frankenhout (34, NL)/Christopher Haase (28, Kulmbach/beide Car Collection Motorsport) und Daniel Dobitsch (31, A)/Edward Sandström (37, S/beide kfzteile24 APR Motorsport) machten innerhalb des einstündigen Rennens mindestens zehn Ränge im Vergleich zu ihren Startplätzen gut.
Siegerehrung
Foto: Jens Hawrda
Die Lamborghini-Paarung Patrick Kujala (20, FIN)/Milos Pavlovic (33, SRB/beide Bonaldi Motorsport) sowie Nikolaj Rogivue (19, CH) und Nicolai Sylvest (18, DK/beide AMG-Team Zakspeed) im besten Mercedes-AMG GT3 komplettierten die Top Ten.