Sonntag, 22. Mai 2016

DTM: Rennen 2 Spielberg - Sieg für Timo Glock

  • überlegener Sieg  für Timo Glock (BMW)
  • zweiter Platz für Mattias Ekström nach taktischer Meisterleistung
  • dummer Fehler von Edoardo Mortara kostet ihm die Meisterschaftsführung
Sieg für Timo Glock
Foto: Jens Hawrda
Bereits kurz nach dem Start geht Timo Glock an seinem vor im liegenden Teamkollegen Antonio Felix da Costa vorbei auf Platz zwei. Er und der auf Platz ein liegende Jamie Green (Audi) können sich in der Folge vom Rest des Feldes absetzen. Dahinter kämpft Edoardo Mortara mit da Costa um Platz drei, den Costa dann auch an Mortara abgeben muss.
 
Schon in Runde zwei konnte Glock dann auch am bis dahin führenden Green (Audi) vorbei gehen und in der Folge seine Führung auf runde zwei Sekunden ausbauen. Glock kommt früh an die Box, während seine Verfolger lange mit dem Boxenstopp warten. Aber auch danach kann Glock seine Führung souverän behaupten.
 
Mortara lag zu diesem Zeitpunkt klar auf Kurs, mit einem möglichen Podestplatz die Meisterschaftsführung zu übernehmen. Er lies sich aber von da Coste provozieren und verlor alles. Zunächst hatte da Costa  Edoardo Mortara unter Zuhilfenahme eines kleinen Heckstuppsers überholt. Wer Mortara kennt ahnt das dafür eine Revanche fällig war, die folgte auf dem Fuße. Ein paar Runden später schob Mortara   da Costa von der Strecke, verlor dabei die Kontrolle über sein Fahrzeug und landete im Kiesbett, wo sein Rennen endete.
später Boxenstopp sicherte Mattias Ekström Podestplatz
Foto: DTM-Media
Eine taktische Meisterleistung gelang Mattias Ekström, der bis dahin im Mittelfeld auf Platz elf unterwegs war und seinen Stopp so weit wie möglich hinauszog. Nach dem Stopp kam Ekström als Dritter hinter Green wieder auf die Strecke und schloss schnell auf um kurz vor Endes des Rennens scheinbar mühelos an Green vorbei auf Platz zwei zu gehen.
 
Im Ziel siegte Timo Glock (BMW) vor Mattias Ekström und Jamie Green (beide Audi).
dritter DTM-Sieg und nun im engeren Kreis der Titelkandidaten 2016: Timo Glock
Foto: DTM-Media
 
 

DTM: Qualifying 2 Spielberg - Jamie Green holt die Pole für Audi

Jamie Green holt Pole für Rennen zwei am Red Bull Ring
Foto: Jens Hawrda
Nachdem am Sonntagmorgen im dritten Freien Training Audi dominiert hatte, war es im Qualifying zum heutigen Rennen dann ein anderer Hersteller der dominierte. BMW stellte sieben Fahrzeuge in die Top-Ten, die Pole aber holte Jamie Gren für Audi. Danach sah es aber bis kurz vor Schluss gar nicht aus. Bereits nach sechs Minuten fuhr Fèlix Antonio da Costa  mit 1:22,734 die schnellste Zeit und diese hatte lange Bestand.

Erst eine Minute vor Ende des Qualifyings gelang es Green mit einer Zeit von 1:22,680 Minuten die Spitze zu übernehmen. Hinter ihm reiten sich am Ende Félix da Costa, Glock, Martin, Mortara, Farfus, Spengler, Blomqvist, Rockenfeller und Wittmann ein.

Für Mercedes lief das Training desaströs, bester Mercedes-Pilot war am Ende Robert Wickens auf Platz 15.

Ergebnis Qualifying 2 Spielberg:

Bild: DTM Live-TV
 

DTM Drittes Freies Training am Sonntag von Audi dominiert

Edoardo Mortara
Foto: Jens Hawrda
Erneut war es Edoardo Mortara, der als schnellster Audi-Pilot auch die Bestzeit des Trainings markierte. Seine Rundenzeit von 1:22.654 Minuten konnten weder Markenkollege Jamie Green (1:22.759 Minuten) noch das Phoenix-Duo Timo Scheider (1:22.805 Minuten) und Mike Rockenfeller (1:22.857 Minuten) unterbieten.

Als bester Mercedes-Benz-Pilot wurde der Gesamtführende Paul Di Resta auf dem fünften Platz gezeitet, der drei Tausendstel schneller war, als der beste BMW-Fahrer Tom Blomqvist (1:22.941 Minuten).
Während mit Blomqvist lediglich ein Akteur des Münchener Herstellers unter den zehn schnellsten Zeiten auftauchte, positionierte Audi dort sieben Autos. Mattias Ekström, Adrien Tambay und Nico Müller absolvierten den Kurs ein wenig schneller als DTM-Rookie Esteban Ocon, der die zehntschnellste Zeit setzte.

Samstag, 21. Mai 2016

DTM: Sieg für Wittmann - BMW ganz stark

Marco Wittmann
Foto: Jens Hawrda
Marco Wittmann fährt im Rennen am Samstag am Red Bull Ring einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg nach Hause. Von der Pole gestartet hatte er das Rennen unter Kontrolle, obwohl seine Verfolger Tom Blomqvist und Edoardo Mortara durch die Möglichkeiten des DRS ihm bis zum Schluss im Nacken saßen.
 
Bereits in der ersten Kurve dreht sich Mattias Ekström und muss als Letzter dem Feld hinterherfahren. In Runde Fünf geraden die Markenkollegen Vietoris und Juncadella (beide Mercedes) aneinander. Während Juncadella sein Fahrzeug mit Aufhängungsschaden an der Strecke abstellen muss, schafft es Vietoris noch in seine Box, aber dort ist auch für ihn Schluss.
volle Ränge und spannender Motorsport das ist die DTM am Red Bull Ring 2016
Foto: DTM-Media
Bis zur Halbzeit des Rennens sah es so aus als ob Timo Glock und auch Martin Tomczyk auf den Plätzen vier und fünf Edoardo Mortara gefährlich werden könnten. Als beide aber ihre DRS-Möglichkeiten verbraucht hatten fielen sie leicht zurück und fuhren auf Platz vier und fünf ins Ziel. Mit Maxime Martin wird ein weiterer BMW-Pilot Sechster.
 
Damit bringt BMW sechs Fahrzeuge in die Top-Ten und zeigt eine starke Vorstellung. Für Marco Wittmann ist es bereits der zweite DTM-Sieg am Red Bull Ring, er hatte hier bereits 2014 gewonnen.
 
 

DTM: Qualifying am Red Bull Ring - Erste Startreihe für BMW

BMW trumpft im ersten Qualifying am Red Bull Ring ganz groß auf und stellt mit Wittman und Blomqvist zwei Fahrzeuge in der erste Startreihe. Marco Wittmann fuhr mit 0,019 Sekunden Vorsprung die schnellste Rund vor seinem Markenkollegen Tom Blomqvist, der Startplatz zwei für BMW sichert. Für Wittmann ist es die sechste Pole-Position in seiner DTM-Karriere. Zuletzt stand er 2015 beim DTM-Rennen in Moskau auf der Pole-Position.
 
Hinter den beiden BMW-Piloten stehen mit Adrien Tambay und Edoardo Mortara, der das Auftaktrennen in Hockenheim gewonnen hat, zwei Audi in der zweiten Startreihe. Bestplatzierter Mercedes-Benz-Pilot im ersten Qualifying in Spielberg war Paul Di Resta. Der Führende der DTM-Gesamtwertung steht hinter Timo Glock und Maxime Martin auf Startplatz sieben.

STIMMEN DER DREI BESTPLATZIERTEN FAHRER

Marco Wittman
Foto: Jens Hawrda
Marco Wittmann, Platz 1, BMW:
„Wir wollten natürlich ein perfektes Auto für das Qualifying haben. Gestern Abend lief es gut, der 13. Platz im Freien Training heute Morgen war jedoch wieder ein kleines bisschen ernüchternd. Aber klar, das Feld ist extrem eng. Es muss einfach alles passen, um ganz vorne zu stehen – das ist in der DTM ja nichts Neues. Im ersten Stint meines Qualifying lief es dann richtig gut. Das Auto hat sich super angefühlt. Es war aber nicht die ganz perfekte Runde. Ich glaube, im zweiten Stint wäre noch mehr drin gewesen. Leider ist mit da aber der Herr Green ein wenig in die Quere gekommen. Aber, letztlich hat es gereicht und ich bin extrem froh, auf der Pole-Position zu stehen. Ein Ergebnis, dass für das vergangene schwierige Wochenende in Hockenheim entschädigt. Wir hatten die Pace und sind mit nur vier Punkten nach Hause gefahren. Fürs Team war das auch extrem enttäuschend. Umso schöner, dass ich nun von ganz vorne starten kann.“
 
Tom Blomqvist, Platz 2, BMW:
„Das Auto fühlt sich schon das komplette Wochenende lang sehr gut an. In beiden Freien Trainings war ich der schnellste BMW-Pilot. Jetzt bin ich zwar nur der Zweitbeste, bin damit aber natürlich trotzdem total zufrieden. Leider ist mein zweiter Stint im Qualifying ganz schön in die Hose gegangen. Ich hatte einfach viel zu viel Verkehr. Unter anderem bin ich auf Paul di Resta aufgelaufen, der einen kleinen Fehler hatte. Eine Steigerung war somit leider nicht mehr möglich. Aber, ich stehe in der ersten Reihe – ein tolles Resultat für mich und für BMW.  Jetzt freue ich mich aufs Rennen und werde versuchen meine gute Ausgangsposition zu nutzen. Natürlich würde ich gerne noch einen Platz im Rennen gut machen. Aber, wir haben in Hockenheim gesehen, was in so einem Rennen alles passieren kann. Ich bin aber sehr optimistisch.“
 
Adrien Tambay, Platz 3, Audi:
„Es ist wirklich lange her, seit ich nach einer DTM-Session einen richtigen Grund zur Freude habe. Nach etwas mehr als einem Jahr ist es heute endlich wieder so weit. Ich habe den Red Bull Ring immer schon sehr gemocht, hab es aber bisher nicht geschafft, hier eine gute Runde im Qualifying hinzulegen. Jetzt dieses sehr gute Ergebnis. Ich bin der schnellste Audi und konnte endlich mal wieder mein Können zeigen. Als bester Fahrer meiner Marke habe ich nun auch eine Verantwortung für das Rennen. Ich muss und will mich mit den beiden BMW vor mir auseinandersetzten – und diesen Kampf nach Möglichkeit auch gewinnen. Wir haben es geschafft, mein Auto sehr gut auf meinen Fahrstil abzustimmen, die Strecke liefert sehr viel Grip. Das kommt mir alles sehr entgegen. Jetzt brauche ich nur noch ein problemloses Rennen.“