Samstag, 7. Mai 2016

DTM: Edoardo Mortara (Audi) erster DTM-Sieger 2016

Edoardo Mortara (Audi) siegt im ersten Saisonrennen
Foto: DTM-Media
Edoardo Mortara heißt der erste Sieger der DTM-Saison 2016. Der Italiener aus dem Audi Sport Team Abt Sportsline behielt beim hitzigen Saisonauftakt der DTM einen kühlen Kopf und bescherte Audi Sport den sechsten DTM-Triumph in Folge auf dem Hockenheimring. Der Audi RS 5 DTM bleibt in der DTM das Auto, das es zu schlagen gilt. Mit vier Autos auf den ersten fünf Startplätzen hatte sich Audi Sport bereits im Zeittraining eine optimale Ausgangsposition für das erste Rennen des Jahres erarbeitet. Youngster Nico Müller glänzte im Playboy Audi RS 5 DTM mit der ersten Pole-Position seiner jungen Karriere und einem ungewöhnlich großen Vorsprung von mehr als zwei Zehntelsekunden. Edoardo Mortara im Castrol EDGE Audi RS 5 DTM sorgte dafür, dass zwei Audi-Piloten aus der ersten Reihe starteten.
 
Bei Temperaturen um 28 °C ging es vor allem die Anfangsphase des Rennens heiß her: In bester Tourenwagen-Manier wurde um jede Position gekämpft – nicht immer ohne Blessuren. Von den 24 gestarteten Fahrzeugen sahen nach 25 Runden 16 die Zielflagge. Zu den prominentesten Ausfällen gehören Timo Scheider und Timo Glock, für die das Rennen bereits nach der ersten (Scheider) und zweiten (Glock) Runde vorzeitig beendet war. Auch für Mike Rockenfeller, der sein 100. DTM-Rennen fuhr, war der Auftakt vorzeitig vorbei.
 
Die Vorentscheidung fiel dann bereits auf den ersten Metern: Während Mortara auf der Innenseite ein optimaler Start gelang, kam Müller nicht ganz perfekt von der Linie weg. Der Schweizer fiel zunächst auf Platz zwei und später hinter Robert Wickens (Mercedes-Benz) auf den dritten Rang zurück, den er bis ins Ziel verteidigte und damit sein Saisonziel – das erste Podium in der DTM – schon im ersten Rennen des Jahres erreichte.
 
Edoardo Mortara gelang es, sich an der Spitze gleich etwas abzusetzen und seinen Vorsprung trotz mehrerer Gelbphasen in einem hektischen Rennen auf etwas mehr als zwei Sekunden auszubauen. Anschließend kontrollierte er das Tempo und fuhr souverän seinen insgesamt vierten DTM-Sieg nach Hause. „Ein Traumergebnis“, sagte der Audi-Pilot. „Ich freue mich sehr für das ganze Team und meinen neuen Renningenieur Nicola Palarchi. Ich bin gesundheitlich etwas angeschlagen. Umso toller ist dieser Erfolg. Mein Audi RS 5 DTM war heute einfach perfekt.“
 
Mit Mattias Ekström (Red Bull Audi RS 5 DTM) auf Platz neun und Miguel Molina (Teufel Audi RS 5 DTM) auf Platz zehn sammelten alle vier Piloten des Audi Sport Team Abt Sportsline am Samstag Punkte. Ekström und Molina waren fast das ganze Rennen über in wilde Positionskämpfe verwickelt, bei denen vor allem Ekströms Auto stark in Mitleidenschaft gezogen wurde.
 

DTM: Erste Pole für Nico Müller (Audi)

Nico Müller und Edoardo Mortara holen Startreihe eins für Audi
Foto: Audi-Motorsport
Starker Einstand von Nico Müller im Audi Sport Team Abt Sportsline: Der Youngster aus der Schweiz holte beim Saisonauftakt in Hockenheim seine erste Pole-Position in der DTM. Nachdem er im Playboy Audi RS 5 DTM bereits im Freien Training am Vormittag die Bestzeit erzielt hatte, sicherte sich der 24-Jährige den besten Startplatz mit einem eindrucksvollen Vorsprung von 0,225 Sekunden. „Mein Auto ist top, der große Abstand trotzdem überraschend. Danke an Audi und Abt Sportsline. Nun hoffe ich auf ein gutes Rennen.“

Edoardo Mortara sorgte im Castrol EDGE Audi RS 5 DTM dafür, dass im ersten Rennen am Samstag zwei Audi-Piloten aus der ersten Reihe starten. Mit sechs Autos auf den ersten neun Startplätzen gelang Audi Sport insgesamt eine starke Leistung.


Robert Wickens startet als bester Mercedes-Benz-Pilot vom dritten Rang in das erste DTM-Saisonrennen 2016. Enttäuschte Gesichter bei BMW: Marco Wittmann, der DTM-Champion von 2014, holte als Zehnter den besten Startplatz für die Münchener. Sein Rückstand auf die Zeit von Müller betrug 0,390 Sekunden.
 
Die Stimmen der drei Erstplatzierten
 
Nico Müller, Platz 1, Audi:
„Das ist einfach nur super geil! Und irgendwie auch total unglaublich. Trotz unserer guten Resultate am Morgen hätte ich nicht wirklich damit gerechnet. Besonders der Abstand zu Edoardo verwundet mich. Das Auto war einfach nur richtig gut zu fahren und verdammt schnell. Ich kann meinem Team gar nicht genug danken. Jetzt freue ich mich riesig darauf, von der Pole-Position in das Rennen zu starten. In Hockenheim war das noch nie der Fall, in meiner gesamten DTM-Karriere ebenfalls nicht – das hier ist somit eine wunderbare Doppelpremiere. Ich hoffe sehr, dass wir es hinbekommen, diese perfekte Ausgangsposition im Rennen nun auch auszunutzen – von mir aus kann es losgehen!“
 
Edoardo Mortara, Platz 2, Audi:
„Ich bin super zufrieden. Das ganze Wochenende lief für mich bis jetzt sehr gut. Schon im ersten Freien Training haben wir uns intensiv auf das Rennen vorbereitet und offensichtlich einen sehr guten Job gemacht. Obwohl die Abstimmung des Autos für die Renndistanz absolute Priorität hatte, hat es trotzdem mit einer sehr schnellen Runde im Qualifying funktioniert. Das stimmt mich natürlich sehr, sehr positiv und optimistisch für das Rennen. Dass jetzt Nico vor mir steht, ist nach den Eindrücken dieses Wochenendes keine große Überraschung. Er war heute Morgen schon sehr schnell. Vor einem Jahr bin ich ohne Sieg als Gesamtführender vom Auftakt-Wochenende nach Hause gefahren – umso schöner wäre jetzt natürlich ein Sieg im ersten Rennen. Die Startposition ist schon mal sehr gut – wir werden schauen, was möglich ist und alles geben.“
 
Robert Wickens, Platz 3, Mercedes-Benz:
„Ich bin einfach nur happy über diesen Startplatz. Das Auto hat den ganzen Tag schon sehr gut funktioniert. Ich bin sehr erleichtert, dass ich die Leistung auch im Qualifying auf die Strecke bringen konnte. Es ist schon eine Weile her, dass ich aus einer der beiden vorderen Startreihen ins Rennen gehen konnte und ich freue mich ungemein, wieder zurück zu sein. Um mich herum sind einige Audi – das wird sicherlich ein spaßiges, aber auch extrem hartes Rennen. Wir müssen alles geben, um im Rennen um einen Podiumsplatz mitzufahren. Aber, ich werde es versuchen. Ich hoffe sehr, dass ich am Nachmittag ein wenig Champagner verspritzen darf.“
 

DTM: Zweites freies Training und Audi ganz stark

Nico Müller (Audi) Schnellster im zweiten freien Trainig
Foto: Jens Hawrda
Audi demonstrierte im zweiten freien Training was Überlegenheit ist, die Konkurrenz hatte scheinbar keine Antwort auf diese Machtdemonstration, oder wollte die Karten nicht offenlegen.
 
In den ersten Minuten hatte noch die Konkurrenz den Ton angegeben. Nach zehn Minuten führte Mercedes-Benz-Pilot Lucas Auer vor den BMW-Fahrern Augusto Farfus und Timo Glock, Bruno Spengler und seinem Markenkollegen Daniel Juncadella. Letztlich aber zeichneten Robert Wickens als Siebter und Gary Paffett als Achter für die besten Stuttgarter Ergebnisse verantwortlich. Als einziger BMW-Fahrer schaffte es Spengler auf Position neun in die Top 10.

„Wir haben am Auto Fortschritte im Vergleich zum gestrigen Freien Training gemacht. Aber schnell ist relativ, die Konkurrenz ist schon sehr stark“, sagte der Kanadier, dem 0,337 Sekunden zur Spitze fehlten. „Wir werden im Qualifying sehen, wo wir wirklich stehen.“
 
Was zunächst wie eine enge Zeitenjagd zwischen allen drei DTM-Herstellern aussah, entwickelte sich im Verlauf des 30-minütigen Trainings zu einer einseitigen Geschichte: Sechs Audi belegten im zweiten Freien Training am Samstag die ersten sechs Plätze.

Schnellster von ihnen war der Schweizer Nico Müller, der die schnellste Runde in 1:33.861 Minuten erledigte. Mike Rockenfeller war der Einzige, der die 1:34 Minuten-Marke ebenfalls knackte: 1:33.936 Minuten reichten für das zweitbeste Resultat der Session. Drittschnellster wurde Mattias Ekström (1:34.090 Minuten), dem die Doppelbelastung von Rallycross und DTM offensichtlich in keiner Weise negativ zusetzt.
„Natürlich ist das Gefühl sehr gut. Ich glaube aber, dass die anderen auch noch ein paar Trümpfe in der Tasche haben“, sagte Ekström. Auch Müller traut dem Braten nicht wirklich: „Wir rechnen damit, dass die Konkurrenz nochmal ordentlich zulegen werden. Für mich ist dieses Resultat aber sehr schön – es ist gut zu sehen das bei uns alles funktioniert.“

Hinter den drei schnellsten Audi komplettierten Timo Scheider, Jamie Green und Edoardo Mortara das dominante Resultat der Ingolstädter.

Freitag, 6. Mai 2016

DTM: Mortara (Audi) Schnellster im ersten freien Training

Edoardo Mortara (Audi) Schnellster im ersten freien Training
Foto: Jens Hawrda
Die DTM-Saison 2016 hat begonnen. Heute Nachmittag fand das erste freie Training auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg statt. Edoardo Mortara fuhr Bestzeit und umrundete den 4,574 Kilometer langen Kurs in 1:34.217 Minuten. Markenkollege Jamie Green folgte mit einem für DTM-Verhältnisse deutlichen Abstand von 0,490 Sekunden (1:34.707 Minuten) – nur 75 Hundertstel dahinter fuhr BMW-Pilot Bruno Spengler die drittbeste Zeit (1:34.782 Minuten).

Als die 30-minütige Session zehn Minuten alt war, hatten sich die Hersteller innerhalb der Top 10 in schöner Regelmäßigkeit noch abgewechselt – ein Audi Pilot, ein BMW-Pilot und ein Mercedes-Benz-Pilot. Green führte vor Spengler und Paul Di Resta. Matias Ekström, Martin Tomczyk und Gary Paffett folgten auf den weiteren Rängen. Zur selben Zeit unterlief Mercedes-Benz-Fahrer Maximilian Götz ein Missgeschick mit Folgen: In seiner dritten Runde rutschte er mit seinem Fahrzeug von der Strecke und prallte unsanft in die Reifenstapel. Bester Fahrer der Stuttgarter wurde am Ende Daniel Juncadella, dessen Zeit (1:34.950 Minuten) die siebtschnellste des Tages war.

Am Samstagvormittag findet das zweite freie Training statt und danach geht es um 14.00 Uhr im Qualifying um die Startaufstellung für das erste Rennen der Saison welches im Anschluss um 16.00 Uhr stattfindet.

Audi Sport Teams bereit für DTM-Start

  • DTM-Auftakt am kommenden Wochenende in Hockenheim
  • ABT Sportsline, Phoenix und Rosberg optimal vorbereitet
  • Dieter Gass: „Teamwork Schlüssel zum Erfolg“


auch das Boxenteam muss Topfit sein, deshalb ist Training unerlässlich
Foto: Audi-Motorsport
Audi Sport hat alle Hausaufgaben gemacht. Die acht Audi-Piloten sind topfit. Und auch die Audi Sport Teams sind bereit für die neue DTM-Saison, die am kommenden Wochenende in Hockenheim beginnt.

Wenn sich die Renntransporter der Teams am heutigen Mittwoch auf den Weg nach Hockenheim machen, liegen intensive Wochen hinter den Audi Sport Teams Abt Sportsline, Phoenix und Rosberg. Nach den DTM-Testfahrten Anfang April wurden alle acht Audi RS 5 DTM noch einmal komplett auseinandergenommen. Jedes Teil wurde geprüft, ehe die aus rund 4.000 Einzelteilen bestehenden Rennautos wieder aufgebaut und mit den Einsatzmotoren für die Saison 2016 bestückt wurden.

ABT Sportsline ist seit 2004 für Audi Sport in der DTM aktiv. Phoenix und Rosberg starten seit 2006 für die Vier Ringe in der populären Tourenwagen-Rennserie und damit auch bereits seit mehr als zehn Jahren. Trotzdem haben alle drei Teams die Abläufe an einem DTM-Wochenende im Winter noch einmal optimiert, alle Daten gründlich analysiert und in die technische Ausstattung investiert.

„In der DTM zählt jedes noch so kleine Detail“, sagt Hans-Jürgen Abt, Teamchef des Audi Sport Team Abt Sportsline. „Wir haben uns optimal vorbereitet und sind heiß darauf, für Audi einen weiteren DTM-Titel zu holen – es wäre unser sechster.“

ABT ist in der DTM Meister der schnellen Boxenstopps. Und das nicht ohne Grund: Die Choreografie des Räderwechsels, der in der DTM im Idealfall keine drei Sekunden dauert und 13 Mechaniker beschäftigt, wird in Kempten jede Woche mehrmals trainiert. Fast 800 Boxenstopps hat die Mannschaft vor dem ersten Rennwochenende geübt und viele Stunden im hauseigenen Fitnessstudio verbracht.

Wer ein rund 20 Kilogramm schweres DTM-Rad stemmen muss oder einen Schlagschrauber beherrschen will, der 18.000 Umdrehungen pro Minute schnell ist und mit 2.000 Newtonmeter die Radmutter löst, muss topfit sein. Deshalb hat auch das Audi Sport Team Rosberg ein eigenes Gym, in dem ein Fitnesscoach die Mechaniker zweimal pro Woche trainiert. Stolz ist das Team aus Neustadt an der Weinstraße auf einen selbst gebauten Boxenstopp-Simulator auf Basis eines Piaggio-Kleintransporters mit der Optik des Audi RS 5 DTM und dem Spitznamen „Marianne“.

„Wir haben im Winter unser Ingenieurbüro vergrößert“, sagt Arno Zensen, Teamchef des Audi Sport Team Rosberg. „Von den neuen Mitarbeitern haben wir neue Impulse bekommen und die Arbeits- und Qualitätsabläufe weiter optimiert. Und wir haben neues Equipment angeschafft, das noch präzisere Messungen ermöglicht und Zeit spart – das ist beim aktuellen Format der DTM besonders wichtig.“

Auch das Team von Phoenix Racing in Meuspath suchte im Winter nach Optimierungspotenzialen. Das Ergebnis ist eine schlankere Struktur mit kürzeren Entscheidungsprozessen. „Wir sind besser aufgestellt als im vergangenen Jahr“, ist Ernst Moser, Teamchef des Audi Sport Team Phoenix, überzeugt. Seine Mannschaft hat sich in den letzten Tagen und Wochen intensiv damit beschäftigt, die Abläufe eines DTM-Wochenendes zu verinnerlichen und die jüngsten Regeländerungen richtig zu interpretieren.
„Wir haben starke Teams, die alle in der Lage sind, Rennen und die Meisterschaft zu gewinnen“, sagt Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi Sport. „Teamwork ist dabei ein besonders wichtiger Faktor. Wir stehen in einem permanenten Austausch, jedes Team hat Zugriff auf die Daten aller acht Autos. Das ist bei der extremen Leistungsdichte in der DTM unser Schlüssel zum Erfolg.“