Montag, 1. Februar 2016

DTM-Piloten im BMW M6 GTLM und BMW M6 GT3 in Daytona.

Foto: BMW-Motorsport
Sowohl der neue BMW M6 GTLM als auch der BMW M6 GT3 haben beim Saisonauftakt der IMSA WeatherTech SportsCar Championship ihr viel versprechendes Potenzial unter Beweis gestellt: Beim traditionsreichen 24-Stunden-Rennen von Daytona (US) überquerte der BMW M6 GTLM mit der Startnummer 25 in der GTLM-Klasse auf Platz fünf die Ziellinie. Im Verlauf ihrer 721 Rennrunden hatten sich Bill Auberlen (US), Dirk Werner (DE), Augusto Farfus (BR) und Bruno Spengler (CA) am Steuer abgewechselt.
 
In der GTD-Kategorie kam der von Turner Motorsport eingesetzte BMW M6 GT3 mit der Nummer 97 und den Fahrern Michael Marsal (US), Markus Palttala (FI), Maxime Martin (BE) und Jesse Krohn (FI) auf den sechsten Rang. Auch für den neuen GT3-Herausforderer von BMW Motorsport war es der erste Renneinsatz überhaupt. Der zweite BMW M6 GT3 von Turner Motorsport war wegen technischer Probleme früh weit zurückgefallen und sah schließlich auf GTD-Platz 17 die Zielflagge.
 
Foto: BMW-Motorsport
Augusto Farfus (BMW M6 GTLM, Startnummer 25, Platz 5):
„Nachdem ich beim Roar-Test gesehen hatte, was der BMW M6 GTLM kann, war ich sehr gespannt auf dieses Rennen. Meine Hoffnung war, dass wir hier in Daytona mit dem neuen Auto gut zurechtkommen würden – und genau das war der Fall. Ich bin natürlich glücklich darüber, dass ich den letzten Stint fahren und den BMW M6 GTLM ins Ziel bringen durfte. Es bei einem 24-Stunden-Rennen bis ins Ziel zu schaffen, ist schon für sich genommen eine großartige Leistung. Okay, uns hat ein wenig Top-Speed gefehlt. Aber BMW wird daran arbeiten, dies ist noch immer erst der Anfang dieses Projekts. Ich hatte einige sehr intensive Stints. Am frühen Morgen hat es sich angefühlt wie in einem doppelten Qualifying, als ich mich an die Porsches und Corvettes gehängt habe.“
 
Bruno Spengler (BMW M6 GTLM, Startnummer 25, Platz 5):
„Es war das erste 24-Stunden-Rennen für den BMW M6 GTLM – und entsprechend ging es darum, Erfahrungen und ordentlich Kilometer zu sammeln. Leider hat uns im Vergleich zu einigen Konkurrenten etwas Performance gefehlt. Aber das Auto ist noch jung. Positiv ist, dass wir kein größeres technisches Problem zu beklagen hatten und dass das Fahrzeug gut lief. Jetzt werden wir daran arbeiten, es für die Zukunft noch schneller zu machen.“
 
Foto: BMW-Motorsport
Maxime Martin (BMW M6 GT3, Startnummer 97, Platz 6):
„Wir hatten ein ziemlich gutes Rennen. Es gab keine größeren Schwierigkeiten. Unglücklicherweise hatten wir nicht den Top-Speed unserer Konkurrenten. Aber der BMW M6 GT3 hat definitiv Potenzial. Platz sechs im ersten Rennen – noch dazu einem 24-Stunden-Marathon – ist großartig. Ich bin sicher, dass der BMW M6 GT3 schon bald zeigen wird, was noch alles in ihm steckt.“

Nico Müller besucht Audi quattro Ski Cup

Foto: Tino Scherer
Audi-Pilot Nico Müller gönnte sich am Wochenende einen Ausflug in den Skisport. Der Schweizer DTM-Rennfahrer nahm in Verbier im Kanton Wallis an der Qualifikation für den Audi quattro Ski Cup teil. Amateur-Skifahrer konnten dort unter Anleitung der ehemaligen Weltklasse-Skiläuferin Fränzi Aufdenblatten und des früheren Ski-Alpin-Weltcupsiegers Didier Cuche ihren Schwung optimieren und mit Audi Wintersport der Extraklasse genießen. Mit dem Sieg in seiner Altersklasse qualifizierte sich der 23-Jährige für das Weltfinale des Audi quattro Ski Cups vom 18. bis 23. März in St. Moritz.

Erneuter Podiumserfolg für Tambay in der Trophée Andros

Foto: Trophèe Andros
Bei der vorletzten Etappe der Eisrennserie Trophée Andros im französischen Wintersportort Super Besse fuhr Audi-DTM-Pilot Adrien Tambay im Audi A1 quattro des Belgian Audi Club Team WRT erneut auf das Podium der führenden Elite-Pro-Klasse. Der 24-jährige Franzose erzielte im Finale und in der Punktwertung, in der auch die Ergebnisse der Qualifyings und Vorläufe berücksichtigt werden, Platz drei. Vor dem abschließenden siebten Rennwochenende in Saint-Dié-des-Vosges liegt Tambay damit weiterhin auf dem dritten Rang in der Gesamtwertung.

Sonntag, 31. Januar 2016

Herberth Motorsport mit Titelambitionen zurück im ADAC GT Masters

  • Robert Renauer und Martin Ragginger starten für Herberth Motorsport
  • Herberth Motorsport setzt im ADAC GT Masters auf neuen Porsche 911 GT3 R
  • Renauer: „Wir wollen 2016 um den Titel kämpfen“
Team Herberth Motorsport 2013 auf dem Lausitzring
Foto: Jens Hawrda
Herberth Motorsport ist zurück im ADAC GT Masters. Mit einem Porsche 911 GT3 R geht das Team der Zwillinge Robert und Alfred Renauer nach einem Jahr Pause wieder bei allen Rennen in der „Liga der Supersportwagen“ an den Start. Während der Porsche brandneu ist, setzt das Team auf eine bewährte Fahrerpaarung. Robert Renauer (30, Jedenhofen) und Martin Ragginger (27, A) gehen gemeinsam ins Rennen, 2013 brachte diese Kombination Renauer den Vizetitel im ADAC GT Masters. Das ADAC GT Masters startet vom 15. bis 17. April in der Motorsport Arena Oschersleben in die Saison 2016.
 
„Mit großem Stolz dürfen wir unser Engagement im ADAC GT Masters bekanntgeben. Wir haben ein schlagkräftiges Paket geschnürt, um in der kommenden Saison um den Titel zu kämpfen“, sagt Renauer.
 
Herberth Motorsport engagiert sich seit 2011 ausschließlich mit Porsche-Rennfahrzeugen im ADAC GT Masters. Neben dem Vizetitel von Renauer 2013 gewann das Team aus Bayern 2014 mit Herbert Handlos die Gentlemen-Wertung. „Mit dem Einsatz des neuen Porsche 911 GT3 R setzen wir diese Tradition erfolgreich fort. Wir sind uns sicher, mit dem Fahrzeug auf Anhieb konkurrenzfähig zu sein“, erklärt Teamchef Alfred Renauer. Der Porsche wird erneut im Design des Technologie-Unternehmens precote an den Start gehen.
 
Das ADAC GT Masters 2016 startet vom 15. bis 17. April 2016 in der Motorsport Arena Oschersleben. Tickets sind im Vorverkauf online unter www.adac.de/motorsport erhältlich.

Freitag, 29. Januar 2016

Timo Bernhard: Wollen KÜS Team75 Bernhard langfristig im ADAC GT Masters etablieren

  • Interview mit Timo Bernhard zum Start des KÜS Team75 Bernhard im ADAC GT Masters
  • Sportwagen-Weltmeister über den Start seines Teams im ADAC GT Masters
Timo Bernhard
Foto: Porsche-Motorsport
Ein Neuzugang sorgt für viel Furore im ADAC GT Masters: Das KÜS Team75 Bernhard von Sportwagen-Weltmeister Timo Bernhard und seinem Vater Rüdiger startet mit Kévin Estre und einem Porsche 911 GT3 R erstmals in der „Liga der Supersportwagen“. Im Interview erklärt der Porsche-Werksfahrer die Hintergründe zum Start seines Teams im ADAC GT Masters.
 
Sie haben als Porsche-Werksfahrer ein umfangreiches Programm, warum engagieren Sie sich darüber hinaus mit einem eigenen Team im Motorsport? 
Timo Bernhard: „Für mich ist es eine große Freude als Teambesitzer tätig zu sein und ich bin Stolz darauf, was wir aufgebaut haben. Ich versuche mir mit dem Team etwas für meine Zukunft aufzubauen und denke, es ist für mich der richtige Schritt. Das alles wäre aber nicht möglich ohne ein perfektes Team, das hinter mir steht und mich unterstützt. Das ist in erster Linie mein Vater, ohne den meine bisherigen Erfolge nicht möglich gewesen wären. Meine Mutter unterstützt das Team in der Organisation und mit unserem Teammanager Klaus Graf bin ich auf einer Wellenlänge. Auf das gesamte Team kann ich mich perfekt verlassen, denn ohne die tollen Leute in meiner Mannschaft würde es nicht funktionieren.“
 
Warum haben Sie und ihr Vater sich dazu entscheiden, neben dem Porsche Carrera Cup Deutschland auch noch ein Programm im ADAC GT Masters zu starten?

„Wir haben das Team in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt entwickelt. Das Team existiert bereits seit 1975, daher kommt auch der Name Team75. Damals hat es mein Vater das Team gegründet und ist bei Rallyes gestartet. Nach verschiedene Rallye-Einsätze engagieren wir uns seit drei Jahren im Porsche Carrera Cup. Der Cup ist eine wichtige Meisterschaft und eine sehr gute Basis. Auf das ADAC GT Masters haben wir schon seit zwei, drei Jahren ein Auge geworfen. Unser Engagement nun auszuweiten, paßt optimal zur Entwicklung des Teams. Wir haben uns Schritt für Schritt gesteigert und der neue Porsche 911 GT3 R war nun die willkommene Gelegenheit, in das ADAC GT Masters einzusteigen.“
 
In der Sportwagen-Weltmeisterschaft FIA WEC sind Sie für Porsche weltweit im Einsatz, wie kombinieren Sie das mit dem Job als Teamchef?

„Innerhalb der laufenden Saison konzentriere ich mich natürlich auf die Sportwagen-Weltmeisterschaft, aber vor und nach der Saison engagiere ich mich stark im Team. Wenn immer mein Terminkalender es möglich macht, bin ich natürlich auch beim ADAC GT Masters vor Ort. Mit meiner Motorsporterfahrung denke ich, dass ich dem Team eine gute Unterstützung bin, auch wenn ich nicht bei jedem Rennen dabei sein kann.“
 
Im ADAC GT Masters startet Kévin Estre für ihr Team, bei Porsche ist er als Werksfahrer ihr Kollege. Das ist eine sehr ungewöhnliche Situation.

„Wir hatten vor zwei Jahren schon eine ähnliche Situation, als Earl Bamber für unser Team im Porsche Carrera Cup gefahren ist. Er ist dann im vergangenen Jahr dann zum Porsche-Werksfahrer aufgestiegen und hat Le Mans gewonnen, so gesehen haben wir damit gute Erfahrungen gemacht. Ich schätze Kévin extrem hoch ein. Generell zählen die Porsche-Werksfahrer zu den besten Fahrern in der Szene. Es ist auch ein tolles Signal von Porsche, das er für uns fährt.“
 
Könnten Sie sich vorstellen selbst zusammen mit Kévin im ADAC GT Masters zu fahren?

„Das ist nicht geplant, denn mein Programm mit dem Porsche 919 Hybrid in der Sportwagen-Weltmeisterschaft hat natürlich Priorität. Ich werde es mir aber ganz sicher nicht nehmen lassen, den Roll-Out mit unseren neuen Porsche selbst zu fahren.“
 
Wer wird denn Teamkollege von Kévin Estre im ADAC GT Masters?

„Das ist momentan noch nicht entschieden. Wir haben nach der Ankündigung des Programms aus allen Teilen der Welt ein tolles Feedback und viele Anfragen bekommen. Unser Ziel ist es, eine homogene Fahrerkombination zu haben, mit der wir an der Spitze fahren können. Wir haben aber keine vermessenen Ziele und wissen, dass wir viel lernen müssen und im ADAC GT Masters gegen eine sehr gute und erfahrene Konkurrenz antreten. Wir wollen einen guten Job machen, denn unser Engagement im ADAC GT Masters ist langfristig angelegt und beschränkt sich nicht auf eine Saison.“
 
Bis zum Saisonstart in der Motorsport Arena Oschersleben vom 15. bis 17. April sind es noch gut drei Monate. Wie sieht ihre Vorbereitung bis dahin aus?

„Wir erwarten die Auslieferung des neuen Porsche im Februar und werden voraussichtlich im März mit unserem Testprogramm starten. Kévin ist in den kommenden Wochen schon viel im Einsatz und fährt in den USA in Daytona und in Sebring. Das ist ein großes Plus für uns, denn zum Saisonstart des ADAC GT Masters hat er dann bereits einige Renneinsätze hinter sich und ist gut im Training.“
 
Beim Saisonstart des ADAC GT Masters treten am gleichen Termin in der Sportwagen-Weltmeisterschaft FIA WEC in England an. Verfolgen Sie die ADAC GT Masters-Rennen dann im weltweit frei empfangbaren Online-Livestream?

„Ich schaue mir sicherlich die Ergebnisse an und halte mich informiert, schon alleine weil Sie mich als Racer interessieren. Aber ich werde voraussichtlich selbst zu sehr eingespannt sein um die Rennen zu schauen. Bei allen Wochenenden, an denen es mir zeitlich möglich ist, komme ich natürlich selbst zum ADAC GT Masters.“
 
Zeitgleich zu ihrem Weltmeistertitel ist im vergangenen November ihre Biographie erschienen. Ist das nicht verfrüht, wenn nun Erfolge als Teamchef im ADAC GT Masters folgen könnten?

„Ich freue mich sehr über das Buch, es ist toll geworden und ich habe schöne Reaktionen darauf bekommen. Nun liegt es an mir, weiterhin als Fahrer und als Teamchef so erfolgreich zu sein, das wir in einigen Jahren noch ein zweites Buch machen können.“