Dienstag, 9. Juni 2015

SUPERBIKE*IDM: Motorrad-Highlight des Jahres auf dem Nürburgring (Teil 1)

Elf Rennen, Pitwalk, Renntaxifahrten – wenn die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft vom 12. bis 14. Juni am Nürburgring gastiert, wird den Zuschauern sowohl auf als auch neben der Strecke ein vielseitiges Programm geboten. Das Renngeschehen am Sonntag kann per Livestream im Internet verfolgt werden.
alle jagen Reiterberger (Reiterberger vor Neukirchner und Forrès)
Foto: Jens Hawrda
Es ist das Motorrad-Highlight des Jahres auf dem Nürburgring: Der Veranstalter MotorEvents HMP bringt die SUPERBIKE*IDM erneut auf die Grand-Prix-Strecke. Bei Deutschlands hochkarätigster Meisterschaft im Motorrad-Straßenrennsport kämpfen die Piloten in elf Rennen um Punkte in den Klassen Superbike, Superstock 1000, Supersport 600, SuperNaked, Moto3 Standard, Moto3 GP und Sidecar. Die Holländische Motorradmeisterschaft ist mit einer eigenen Wertung in den Klassen Superbike, Supersport 600 und Sidecar dabei. Zudem stehen auf dem Nürburgring die Fahrer der Supportklassen Yamaha R6-Dunlop-Cup, ADAC Junior Cup powered by KTM, Suzuki GSX-R 750 Challenge und Suzuki Gladius Trophy am Start.

Die Fahrer beim Pitwalk und auf den Partys persönlich treffen

Der Motorradrennsport der SUPERBIKE*IDM findet nicht nur für den Zuschauer, sondern mit ihm statt. Der Zutritt zum Fahrerlager ist in allen Tickets enthalten. Dort bietet sich die Gelegenheit, mit den Fahrern und Teams in Kontakt zu kommen und den Technikern beim Arbeiten über die Schulter zu schauen. Ein Selfie mit dem Sieger oder ein Autogramm vom Lieblingsfahrer können die Fans auch beim beliebten Pitwalk am Sonntagmittag ergattern. Für den Motorsportnachwuchs steht ein Minibike- und Quad-Parcours mit Betreuung bereit. Am Samstagabend findet auf dem Campingplatz die traditionelle Pole-Setter-Party mit Fahrerpräsentation statt. Die Stars der Motorradszene hautnah erleben können Fans zudem bei der bigFM Motordome Party im Eifel Stadl am Nürburgring.

Mitmachaktion: Auf dem Rücksitz der Stars um den Kurs


Der vielfältige Streckenverlauf macht den Nürburgring zu einer Herausforderung für die Rennfahrer und sorgt gleichzeitig für Spannung beim Zuschauen. Auf einer Länge von 3,6 Kilometern müssen die Piloten elf Kurven und 55 Meter Höhenunterschied bewältigen. Das Feeling auf der Strecke können die Zuschauer bei der SUPERBIKE*IDM auch persönlich erleben. Bei einer Renntaxifahrt im Sidecar oder auf dem Superbike-Doppelsitzer nehmen Fans als Co-Pilot neben oder hinter den Stars und Akteuren der SUPERBIKE*IDM Platz. Bewerbungen sind noch bis einschließlich 10. Juni unter
www.superbike-idm.de/renntaxi möglich. Die Teilnahme ist kostenlos, es entscheidet das Los.

Die SUPERBIKE*IDM 2015 im Livestream


Motorsportbegeisterte können auch von zu Hause aus „live“ bei der SUPERBIKE*IDM auf dem Nürburgring dabei sein: Unter
www.superbike-idm.de/live wird das Renngeschehen am Sonntag als Livestream im Internet übertragen. Die ehemalige MotoGP-Fahrerin und Moderatorin Katja Poensgen berichtet aus der Boxengasse und schaut in den Pausen auf die Renn-Highlights zurück. Der Livestream ist auch über die SUPERBIKE*IDM App unter www.superbike-idm.de/app abrufbar.
Markus Reiterberger
Foto: Jens Hawrda
Superbike: Favorit Markus Reiterberger mit Handicap


145 Punkte hat BMW-Pilot Markus Reiterberger (Van Zon-Remeha-BMW) mittlerweile in der Meisterschaft gesammelt. Mit einem Vorsprung von 44 Zählern auf Max Neukirchner (Team Yamaha MGM), der in der Lausitz den ersten Sieg für Yamaha in Deutschland einfuhr, startet er in das vierte Rennwochenende der Saison auf dem Nürburgring. Aufgrund seiner Erfolge muss Reiterberger wie schon in der Lausitz erneut mit vier Kilo Handicap antreten – Balance of Performance, ein Reglement der Serie, um die Chancengleichheit zu erhöhen. „Das Gewicht macht sich doch stärker bemerkbar als erwartet. Aber ich hoffe, dass es noch mehr wird“, sagt Reiterberger, der nach der Veranstaltung am Nürburgring unter Umständen zwei weitere Kilo Handicap aufladen muss, falls er wieder vorneweg fährt. Im vergangenen Jahr waren für Reiterberger auf der legendären Grand-Prix-Strecke allerdings nur ein zweiter und ein vierter Platz drin. Die Siege holten sich bei Regenwetter Max Neukirchner (damals auf Ducati für das 3C-Racing Team) und Damian Cudlin (damals auf Kawasaki für das Weber-Diener Racing Team). Der Australier freut sich bereits auf das Rennen und möchte den Sieg nun mit Team Yamaha MGM wiederholen. Leicht wird das freilich nicht. „Das Niveau ist in diesem Jahr sehr hoch und nur auf dem Podium zu landen ist schon ein großartiges Ergebnis. Aber ich war im vergangenen Jahr auf dem Nürburgring erfolgreich, also wer weiß“, sagt Cudlin. Auch sein Teamkollege Max Neukirchner reist nach seinem ersten Saisonsieg mit einem guten Gefühl an den Nürburgring. „Ich komme super mit dem Nürburgring zurecht. Er gehört zu meinen Lieblingsstrecken und ich freue mich schon riesig, dort mit der neuen Yamaha zu fahren. Es gilt, Markus Reiterberger zu schlagen und ich finde, wir sind absolut in Schlagdistanz“, sagt Neukirchner. Als Gaststarter ist Oliver Skach mit von der Partie, der im vergangenen Jahr mit seinem Team von HPC-Power Suzuki Racing den Deutschen Langstrecken Cup gewann.
Markus Reiterberger kommt mit 44 Punkten Vorsprung zum Nürburgring
Foto: Jens Hawrda


Nelson Piquet jr. gewinnt den ePrix von Moskau

ePrix vor Moskaus Wahrzeichen
Foto: Formel-E-Media
Bereits am Start konnte Nelson Piquet die erste Position sichern, die er dann auch bis ins Ziel halten konnte. Dahinter gab es im gesamten Rennen spannende Zweikämpfe, die bis in die letzte Runde andauerten. Zweiter wurde Lucas di Grassi (Audi Sport ABT) vor Sebastien Buemi (e.dams-Renault). Damit baut Piquet seine Meisterschaftsführung weiter aus.Nick Heidfeld (Venturi) fuhr einen tollen vierten Platz ein. Auch der zweite Deutsche, Daniel Abt, kam als guter Sechster ins Ziel.
Nelson Piquet jr. bei seiner Siegesfahrt in den Straßen von Moskau
Foto: Formel-E-Media
Nach dem Rennen wurde Sebastian Buemi mit einer Zeitstrafe belegt und dadurch erbte Nick Heidfeld seinen dritten Platz, Daniel Abt rückte vom fünften auf den vierten Platz vor.

Grund für die Zeitstrafe war eine Beinahekollision zw. Buemi und Heidfeld in der Boxengasse die durch Buemis Team verursacht wurde, das in zu früh losfahren lies. Buemi fand sich durch die Zeitsrafe dann auf Platz neun wieder.

In der Gesamtwertung bedeutet das für Buemi, dass er auf dem dritten Platz zurück fällt. hinter dem Zweitplatzierten di Grassi und dem WM-Führenden Piquet.

Podium kurz nach dem Rennen, noch mit Buemi als Drittplazierten
Foto: Formel-E-Media
Ergebnis eRrix Moskau (Top-Five):
1. Nelson Piquet jr.,
2. Lucas di Grassi,
3. Nick Heidfeld,
4. Jan-Eric Vergne,
5. Daniel Abt.


Nelson Piquet jr. Sieger von Moskau und Meisterschaftsführender
Foto: Forme-E-Media
Meisterschaftsstand (Top-Five):
1. Nelson Piquet jr.   128 Pkt.
2. Locas di Grassi     111 Pkt.
3. Sebastian Buemi   105 Pkt.
4. Nicolas Prost           82 Pkt.
5. Jerome D'Ambrosio 77 Pkt.    

Sonntag, 7. Juni 2015

Weiterer Lamborghini-Sieg beim ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring

  • Zaugg/Bortolotti holen Debütsieg für neuen Lamborghini Huracán
  • Heimsieg für Grasser Racing aus Knittelfeld am Red Bull Ring
  • Nissan-Duo Jöst/Scholze siegt in der Gentlemen-Wertung

Heiß ging's her am Red Bull Ring
Foto: ADAC-Motorsport
Lamborghini zeigte den Gegnern beim ADAC GT Masters auf dem Red Bull  Ring in Österreich die Hörner. Adrian Zaugg (28, ZA)/Mirko Bortolotti (25, I / beide Grasser  Racing) sorgen am Sonntag beim Debütwochenende des neuen Lamborghini Huracán für den  ersten Sieg. Für Grasser Racing war der Erfolg besonders süß, denn der Rennstall aus Knittelfeld  am Red Bull Ring siegte erstmals beim Heimspiel. Lamborghini durfte sich über einen  Doppelsieg freuen, denn im ebenfalls neuen Gallardo R-EX belegten die Samstagssieger David  Russell (33, AUS)/Tomas Enge (38, CZ / beide Reiter Engineering) Rang zwei. Da der siegreiche  Huracán als Gaststarter nicht punkteberechtigt war, holten Russell/Enge mit einem Sieg am  Samstag und einem zweiten Platz die maximal mögliche Ausbeute von 50 Punkten. Philip Eng  (24, A) und Lokalmatador Klaus Bachler (23, A / beide GW IT Racing Team Schütz Motorsport)  fuhren im Porsche 911 auf Rang drei. „Wir probieren im vierten Jahr in Folge unser Heimrennen  im ADAC GT Masters zu gewinnen und nun ist der Traum in Erfüllung gegangen“, freute  Teamchef Gottfried Grasser. „Das Wochenende im ADAC GT Masters hat uns so viel Spaß  gemacht, ich hoffe, dass wir in diesem Jahr nochmals zurückkommen können.“
 
Corvette schnell aber glücklos
 
Ein packendes Duell zwischen Corvette und Lamborghini bestimmte die Hitzschlacht in der  Steiermark bei 30 Grad Aussentemperatur. Daniel Keilwitz (25, Villingen / Callaway  Competition) setzte sich nach dem Start in der Anfahrt zur zweiten Kurve gegen Polesetter Enge  im Lamborghini durch und ging in Führung. Enge musste nach einem Lamborghini-internen  Duell mit Bortolotti seinem Markenkollegen den Vortritt lassen. Der in Wien lebende Trentiner  setze den führenden Keilwitz unter Druck und reduzierte seinen Rückstand auf zwei Sekunden.  

Zaugg / Bortolotti im Lamborghini Huracan fahren dem Sieg entgegen
Foto: ADAC-Motorsport
Nach dem Fahrerwechsel in der zweiten Rennhälfte setzten Andreas Wirth (30, D / Heidelberg)  und Zaugg das Duell um die Spitze fort. Der giftgrüne Lamborghini erhöhte den Druck auf die  Corvette und hatte plötzlich freie Bahn, als Wirth fünf Runden vor dem Rennende alle Chancen  auf den möglichen Sieg verlor und nach starken Vibrationen an der Hinterachse an die Box fuhr.

 Damit war der Weg zum Lamborghini-Doppelsieg mit dem Huracán vor dem Gallardo frei. „Ich weiß nicht genau, was bei der Corvette passiert ist, schon zwei Kurven zuvor konnte ich
 erkennen, dass er ein Problem hat. Das habe ich ausgenutzt“, sagte Adrian Zaugg. „Es war der  erste Sieg des neuen Huracán bei einem Sprintrennen, Lamborghini kann sehr stolz sein. Mich  freut es besonders, dass wir dem Team von Grasser bei ihrem Heimspiel einen Sieg schenken  konnten.

die späteren Sieger beim Boxenstopp
Foto: ADAC-Motorsport
„Wir haben gepusht und alles aus dem Auto herausgeholt, ich glaube das man auch gesehen“, sagte Bortolotti. „Der Schlüssel zum Sieg war, dass ich mit einem guten Manöver an dem  Lamborghini von Enge vorbeigekommen bin, dadurch konnte ich die führende Corvette unter  Druck setzen. Wir waren konstant immer etwas schneller als die Corvette, Adrian hat dann mit einem tollen Stint den Sieg sichergestellt. Mich freut es für Lamborghini und die Fans, denen wir  hier bei einer tollen Atmosphäre hier ein gutes Rennen geboten haben.“
 
Lokalmatador Bachler im Porsche auf dem Podium
 
Die beiden Österreicher Eng/Bachler fuhren in einem sauberen Rennen im Porsche auf Rang  drei, während Sebastian Asch (29, Ammerbuch)/Luca Ludwig (26, Bon / beide Team Zakspeed)  als Vierte im Mercedes-Benz SLS AMG ihre am Samstag eroberte Tabellenführung erfolgreich  verteidigten. Ein gute Aufholjagd lieferten Luca Stolz (19, Brachbach)/Jeroen Bleekemolen (33,  NL / beide Bentley Team HTP) ab, die im Bentley Continental von Position zwölf starteten und  sich bis auf Rang fünf nach vorn kämpften. 
 
Nach viel Pech im ersten Lauf am Samstag erlebten Dominic Jöst (36, Absteinach)/Florian  Scholze (42, München / beide MRS GT-Racing) am Sonntag ein problemloses Rennen, brachten  ihren Nissan GT-R auf Rang sechs ins Ziel. Die Nissan-Piloten holten mit ihrem bisher besten  ADAC GT Masters-Ergebnis auch den Sieg in der Gentlemen-Wertung vor Remo Lips (32, CH /  RWT RacingTeam). Der Schweizer kam mit Unterstützung von Sven Barth (34, Weinheim) in  seiner Corvette auf Rang sieben ins Ziel.
 
Clemens Schmid (24, A)/Fabian Hamprecht (19, Hagen/ beide Bentley Team HTP) wurden im  zweiten Bentley Continental Achte vor Claudia Hürtgen (43, Aachen)/Uwe Alzen (47, Betzdorf /  beide BMW Sports Trophy Team Schubert) im schnellsten BMW Z4. Der beste Audi R8 von  Daniel Dobitsch (30, A)/Edward Sandström (36, S / beide kfzteile24 MS RACING), fuhr nach  einer Zeitstrafe nach einem Vergehen beim Start auf Rang zehn. 
das Podium des zweiten Rennens
Foto: ADAC-Motorsport
 
Ergebnis Rennen 2 (Top-Five): 
 
 1. Adrian Zaugg/Mirko Bortolotti (Grasser Racing-Lamborghini Huracán GT3), 
 2. David Russell/Tomas Enge (Reiter Engineering-Lamborghini Gallardo R-EX), 
 3. P. Eng/Klaus Bachler (GW IT Racing Team Schütz Motorsport-Porsche 911 GT3 R), 
 4. Sebastian Asch/Luca Ludwig (Team Zakspeed-Mercedes-Benz SLS AMG GT3),  
 5. Luca Stolz/Jeroen Bleekemolen (Bentley Team HTP-Bentley Continental GT3).

Samstag, 6. Juni 2015

Lamborghini siegt auf dem Red Bull Ring

  • Russell/Enge siegen beim ADAC GT Masters-Debüt des neuen Lamborghini Gallardo
  • Mercedes-Benz-Duo Asch/Ludwig als Dritte neue Tabellenführer
  • Corvette-Pilot Lips holt Gentlemen-Klassensieg in Österreich
Tomas Enge (l.) u. David Russel (r.) holen im Lamborghini Gallardo den Sieg am Samstag
Foto: ADAC-Motorsport
Im Zeichen des Bullen zum Sieg auf dem Red Bull Ring: David Russell (33, AUS) und Tomas Enge (38, CZE / beide Reiter Engineering) sorgten beim Gastspiel des ADAC GT Masters in Österreich für ein beeindruckendes Comeback von Lamborghini in der „Liga der Supersportwagen“. Im Gallardo R-EX gelang Enge und dem Neuzugang aus Australien bei einer Hitzeschlacht der erste Lamborghini-Sieg im ADAC GT Masters seit dem Rennen auf dem Red Bull Ring 2011. Der Lamborghini-Sieg beendete eine vier Rennen währende Siegesserie von Corvette-Pilot Daniel Keilwitz (25, Villingen / Callaway Competition) auf der Strecke in der Steiermark um 0,944 Sekunden. Keilwitz wurde mit Andreas Wirth (30, Heidelberg) Zweiter vor Luca Ludwig (26, Bonn)/Sebastian Asch (29, Ammerbuch / beide Team Zakspeed), die im Mercedes-Benz SLS AMG im dritten Saisonlauf zum dritten Mal auf das Podium fuhren.

Wirth/Keilwitz machten Druck konnte den Sieg des Lamborghini aber nicht verhindern
Foto: Jens Hawrda
„In den letzten Runden war der Druck der Corvette hoch, aber ich konnte den Abstand kontrollieren. Wir sind ein hohes Risiko eingegangen und haben vom Chevrolet Camaro auf den Lamborghini gewechselt und haben mit David Russell einen schnellen Fahrer aus Australien geholt, der Serie, Strecke und Auto nicht kennt, aber unser hohes Vertrauen in Auto und Fahrer hat sich ausgezahlt“, jubelte Ex-Formel-1-Pilot Enge nach seinem ersten ADAC GT Masters-Sieg.

Nissan dominiert die erste Rennhälfte
 
Die erste Rennhälfte stand bei heißen Temperaturen jenseits von 30 Grad ganz im Zeichen des Nissan GT-R. In der ersten Kurve nach dem Start zog Nissan-Pilot Dominic Jöst (36, Absteinach / MRS-GT Racing) an Polesetter Philipp Eng (24, A / GW IT Racing Team Schütz Motorsport) im Porsche vorbei und führte souverän bis zum Fahrerwechsel das Feld an. Hinter dem Nissan musste Eng auch noch Platz zwei an Russell im Lamborghini abgeben, der dem führenden Nissan bis zum Boxenstopp folgte.

führten bis zum Boxenstopp Scholze/Jöst Nissan-GTR NISMO GT3
Foto: Jens Hawrda
Ein um drei Sekunden schnellerer Boxenstopp des Lamborghini-Duos brachte Enge dann die Führung vor Nissan. Doch dann gab es im Nissan-Lager eine Schrecksekunde: 20 Minuten vor Rennende rollte Florian Scholze (42, München) auf Rang zwei liegend nach einem Elektronikproblem aus. Corvette-Pilot Keilwitz erbte Platz zwei und jagte den führenden Enge, musste sich aber mit einem Rückstand von weniger als einer Sekunde geschlagen geben. Asch/Ludwig landeten nach einem guten Start und fehlerfreien Rennen auf Rang drei und übernehmen dadurch die Tabellenführung im ADAC GT Masters.
 
„Mein Start war nicht der Beste, aber er war gut genug, um uns sofort in den Kampf um die Führung zu bringen“, sagte Russell, der erste Australier, der ein ADAC GT Masters-Rennen gewann. „Der Nissan war in der ersten Rennhälfte schon sehr stark, aber ich konnte dran bleiben. Tomas hat das Rennen dann gut ins Ziel gefahren. Mein erstes Rennen in dieser Serie, mein erster Sieg, ich könnte nicht glücklicher sein.“
 
„Das Ergebnis ist deutlich besser als erwartet“ jubelte Enge. „Wir hatten ein großartiges Auto und hier hat sich unsere harte Arbeit in den vergangenen Monaten ausgezahlt. Bisher haben wir uns an diesem Wochenende nicht den geringsten Fehler erlaubt. Die Leistung von David ist unglaublich, denn er war noch nie hier, die Strecke ist schwierig und die Leistungsdichte ist mit 18 Fahrzeugen in einer Sekunde enorm. Morgen wollen noch mal auf das Podium.“

Österreicher Eng/Bachler Fünfte im Porsche
 
Auf Rang vier fuhren Patrick Assenheimer (23, Heilbronn) und Diego Alessi (43, I / beide Callaway Competition) in einer weiteren Corvette. Der Nachwuchsfahrer und der Champion von 2013 setzten sich gegen die beiden Österreichern Eng und Klaus Bachler (23, A) im Porsche 911 GT3 auf Rang fünf durch. Der fünfte Rang war für das Porsche-Duo Schadensbegrenzung, ein Reifenwechsel nach einem schleichenden Plattfuß vereitelte einen möglichen Podiumsplatz des bisherigen Tabellenführers Bachler.

Lips gewinnt die Gentlemen-Wertung
 
Ein starkes Debüt zeigte auch der zweite Lamborghini im Feld, der Huracán der Lokalmatadore von Grasser Racing mit Adrian Zaugg (28, ZA) und Mirko Bortolotti (25, I). Bei der ADAC GT Master-Premiere des Huracán landete der giftgrünen Lamborghini nach einer Durchfahrtsstrafe aufgrund von Überschreiten des Tempolimits in der Boxengasse auf Rang sechs. Siebte und auch Sieger in der Gentlemen-Wertung wurden Remo Lips (32, CH) und Sven Barth (34, Weinheim / RWT RacingTeam) in einer Corvette. Für Lips der erste Gentlemen-Klassensieg in diesem Jahr, der Schweizer siegte vor Andreas Weishaupt (42, Ulm / C.Abt Racing) im Audi R8.
 
Claudia Hürtgen (43, Aachen)/Uwe Alzen (47, Betzdorf/ beide BMW Sports Trophy Team Schubert) beendeten ein von vielen spannenden Positionskämpfen geprägtes Rennen im BMW Z4 auf Rang acht vor den beiden Audi R8 von Florian Stoll (33, Rickenbach)/Marc Basseng (36, Löbau / beide kfzteile24 MS RACING) und Stefan Wackerbauer (19, Gundihausen)/Kelvin van der Linde (18, ZA / beide C.Abt Racing).

Lamborghini und Corvette teilen sich am Sonntag erste Startreihe
 
Der Zieleinlauf des erstes Laufes verspricht ein packendes zweites Rennen am Sonntag (live bei SPORT1 ab 13:00 Uhr). Die beiden Ersten vom Samstag, der Lamborghini und Corvette, starten am Sonntag aus der ersten Startreihe. Als Dritter startet Florian Strauß (30, Berlin / MRS GT- Racing) im Nissan GT-R vor Bortolotti im Lamborghini Huracán in den vierten Saisonlauf.

Ergebnis Rennen 1 (Top-Five):
 
 1. Russell/Enge (Reiter Engineering-Lamborghini Gallardo R-EX),
 2. Andreas Wirth/Daniel Keilwitz (Callaway Competiton-Corvette Z06.R GT3),
 3. Sebastian Asch/Luca Ludwig (Team Zakspeed-Mercedes-Benz SLS AMG),
 4. Patrick Assenheimer/Diego Alessi (Callaway Competition-Corvette Z06.R GT3),
 5. Philipp Eng/Klaus Bachler (GW IT Racing Team Schütz Motorsport-Porsche 911 GT3 R).

Porsche und Lamborghini auf Pole in Österreich

  • Österreicher Philipp Eng holt im Porsche ersten Startplatz für Rennen am Samstag
  • Starkes Debüt für zwei neue Supersportwagen von Lamborghini
  • GT-Ass Tomas Enge sichert erste Lamborghini-Pole im ADAC GT Masters seit 2011
 
Enges Qualifying auf dem Red Bull Ring und am Ende Eng und Enge ganz vorn. Selten war ein Qualifying im ADAC GT Masters so spannend wie auf dem Red Bull Ring in Österreich. In den beiden Qualifyings für die Rennen in der Steiermark (Samstag und Sonntag ab 13:00 Uhr live bei SPORT1) trennten die schnellsten Drei jeweils weniger als 0,1 Sekunden. Der Österreicher Philip Eng (24, A / GW IT Racing Team Schütz Motorsport) stellte seinen Porsche 911 auf den ersten Startplatz für das Samstagrennen des ADAC GT Masters, während sich Tomas Enge (38, CZ / Reiter Engineering) im zweiten Qualifying für das Rennen am Sonntag durchsetzte und beim ADAC GT Masters-Debüt der neusten Entwicklungsstufe des Lamborghini Gallardo auf die Pole fuhr. „Einfach ein perfektes Qualifying“, war Eng mit der Pole zufrieden. „Ich bin im richtigen Moment auf die Strecke, hatte freie Bahn und ein perfektes Auto, so fährt man auf die Pole.“
 
Qualifying 1 für das Rennen am Samstag:
 
Schon im Qualifying für das Samstagrennen machten die Fahrer der Supersportwagen beste Werbung für zwei spannende Rennen auf dem Red Bull Ring. Insgesamt sechs Mal wechselte die Spitze zwischen Corvette, BMW, Nissan, Lamborghini und Porsche, bis Eng am Ende über seine zweite ADAC GT Masters-Pole jubeln durfte. Bereits 2012 fuhr der gebürtige Salzburger in der Steiermark auf den ersten Startplatz. Der schnelle Österreicher springt an diesem Wochenende kurzfristig für Christian Engelhart (28, Kösching) ein und unterstützt Tabellenführer und Lokalmatador Klaus Bachler (23, A / GW IT Racing Team Schütz Motorsport). Auf dem Weg zur Pole lieferte sich Eng ein Duell mit Neuzugang David Russell (33, AUS / Reiter Engineering) um den ersten Startplatz. Kurz vor Ende verdrängt dann Dominic Jöst (36, Absteinach / MRS GT-Racing) im Nissan GT-R den Australier noch aus der ersten Startrehe und sorgte damit für das beste Qualifyingergebnis eines Nissan im ADAC GT Masters.
 
Ergebnis Qualifying 1 für das Rennen am Samstag (Top 5):
 
 1. Philipp Eng (GW IT Racing Schütz Motorsport-Porsche 911 GT3 R),
 2. Dominic Jöst (MRS GT-Racing-Nissan GT-R NISMO GT3),
 3. David Russell (Reiter Engineering-Lamborghini Gallardo R-EX),
 4. Andreas Wirth (Callaway Competition-Corvette Z06.R GT3),
 5. Adrian Zaugg (Grasser Racing-Lamborghini Huracán GT3).
 
 
Qualifying 2 für das Rennen am Sonntag:
 
Im zweiten Qualifyingdurchgang war Tomas Enge nicht zu stoppen. Der ehemalige Formel-1-Pilot setzte sich im Lamborghini Gallardo an die Spitze, unterbot in der Folge seine eigene Bestzeit zwei Mal und sorgte so für die erste Pole des Supersportwagens aus Italien im ADAC GT Masters seit 2011. „Die Pole ist ein Verdienst des gesamten Teams“, sagte Enge nach seiner ersten Pole Position in der „Liga der Supersportwagen“. „Beim Testen vor zwei Wochen hatte ich mit dem Auto hier einen größeren Ausrutscher. Das Team hat zehn Tage non-stop gearbeitet, damit wir hier starten können. Ich bin sehr stolz darauf, dass wir nach einer langen Durststrecke beweisen konnten, dass der Gallardo in einer so konkurrenzfähigen Serie wie dem ADAC GT Masters immer noch ganz vorn fahren kann.“ Im Qualifying hatte Enge nur ein kleines Problem: „Wir haben vom Camaro an diesem Wochenende auf den Lamborghini gewechselt und mein Lamborghini-Rennoverall ist noch von 2012, der zwickt mittlerweile etwas.“
 
Neben Enge aus der ersten Startreihe startet am Sonntag Daniel Keilwitz (25, Villingen / Callaway Competition), der seit zwei Jahren auf dem Red Bull Ring im Rennen ungeschlagen ist. In den finalen Minuten des Qualifying verdrängte Keilwitz von Nissan von Florian Strauß (30, Berlin / MRS GT-Racing) in die zweite Startreihe. Auch der zweite Lamborghini, der in Österreich an diesem Wochenende sein ADAC GT Masters-Debüt gibt, überzeugte mit einer starken Performance. Mirko Bortolotti (25, I / Grasser Racing) stellte den neuen Huracán der Lokalmatadore von Grasser Racing aus Knittelfeld in die zweite Startreihe auf Position vier, im ersten Rennen startet sein Teamkollege Adrian Zaugg (28, ZA) als Fünfter. Lokalmatador und Tabellenführer Bachler startet im Porsche am Sonntag als Siebter.
 
Ergebnis Qualifying 2 für das Rennen am Sonntag (Top 5):
 
 1. Tomas Enge (Reiter Engineering-Lamborghini Gallardo R-EX),
 2. Daniel Keilwitz (Callaway Competition-Corvette Z06.R GT3),
 3. Florian Strauß (MRS GT-Racing-Nissan GT-R NISMO GT3),
 4. Mirko Bortolotti (Grasser Racing-Lamborghini Huracán GT3),
 5. Diego Alessi (Callaway Competition-Corvette Z06.R GT3).