Freitag, 8. Mai 2015

Der perfekte DTM-Auftakt: Süßigkeiten für Jubilar Ekström

Mattias Ekström hat die 20 vollgemacht: Sein Jubiläums-Sieg war der Schlusspunkt hinter einem gelungenen Saisonauftakt der DTM auf dem Hockenheimring.

für Mattias Ekström beginnt die Saison perfekt
Foto: Jens Hawrda
Zweimal auf die Pole-Position, zweimal ganz oben aufs Podium – Audi Sport hat einen perfekten Start in die neue DTM-Saison hingelegt und führt die Fahrer-, Hersteller- und Teamwertung der populären Tourenwagen-Serie an. Nach zwei von 18 Läufen nicht mehr als eine Bestandsaufnahme, aber der Auftakt hat bei Verantwortlichen und Fans Appetit gemacht auf mehr. 75.000 Besucher kamen am Wochenende an die Strecke, fast zwei Millionen Zuschauer sahen in Summe die TV-Live-Übertragungen im Ersten.

Für Ekström war das Wochenende in Hockenheim mit dem Überqueren der Ziellinie am Sonntag noch lange nicht vorbei: Siegerehrung, Pressekonferenz, Interviews und zahlreiche Glückwunsch-Nachrichten – unter anderem von Rallycross-Weltmeister Petter Solberg, der beim gelungenen Gastspiel der Rallycross-WM in Hockenheim selbst ganz oben auf dem Podium stand.
Mattias Ekström
Foto: Audi-Motorsport
Auf die schönste Belohnung musste Ekström bis zum Schluss warten: Seine Mutter verwöhnte den Jubilar für seinen Sieg im familieneigenen Wohnmobil mit Süßigkeiten aus der Heimat. Am Tag nach dem Triumph kehrte im Hause Ekström wieder der Alltag ein. „Ich habe einen Ikea-Schrank aufgebaut. Das ist die perfekte mentale Ablenkung nach so einem anstrengenden Wochenende“, schmunzelt der Schwede.

Einmal durchatmen, das war auch bei Audi Sport und den Teams am Montag angesagt. „Das neue Format der DTM-Wochenenden mit zwei Rennen bewährt sich, aber es ist extrem hart für alle Beteiligten“, sagt Dieter Gass, Leiter DTM bei Audi Sport. „Die Fans bekommen mehr geboten, doch wir müssen jetzt noch besser vorbereitet sein als in der Vergangenheit. Man hat am Samstag und Sonntag kaum eine Chance, sich in Ruhe etwas zu überlegen, denn da geht es Schlag auf Schlag.“

Die Audi Sport Teams haben beim Auftakt einen starken Eindruck hinterlassen. Doch längst bereiten sie sich für die nächste Herausforderung vor, die sie vom 29. bis 31. Mai auf dem Lausitzring erwartet. „Dort wird es wieder sehr spannend“, glaubt Dieter Gass. „Mercedes ist dort traditionell stark. BMW wird sich nicht zurücklehnen, sondern versuchen, zurückzukommen. Und wir bekommen ,Performance-Gewichte‘ in die Autos.“

Mittwoch, 6. Mai 2015

DTM Hockenheim: Stimmen der Mercedes-Piloten

Gary Paffett
Foto: Jens Hawrda
Gary Paffett (34 Jahre, England):
3. Platz
„Was für ein Rennen. Das Wochenende war wie eine Achterbahnfahrt. Natürlich war ich nach dem ersten Lauf gestern und dem zweiten Qualifying heute enttäuscht. Denn wir hatten an diesem Wochenende ein gutes Auto, das im Regen unfassbar schnell war. Bei diesen Bedingungen ist es sehr leicht, Fehler zu machen. Aber das Team hat super Arbeit geleistet und das Rennen verlief für mich perfekt. Es ist klasse, nach diesem schwierigen Auftaktwochenende wieder auf dem Podium zu stehen. Der Wechsel auf die Regenreifen hat super funktioniert und unsere Strategie ist am Ende genau aufgegangen. Ich war über einen dritten Platz noch nie so happy wie heute. Ein großes Dankeschön an mein Team. Die Truppe hat super gearbeitet und dieses Erfolgserlebnis absolut verdient. Danke, Jungs!“

Robert Wickens (26 Jahre, Kanada):
7. Platz
„Aus Teamsicht können wir mit dem Wochenende insgesamt zufrieden sein. Der gestrige Tag war für mich eine Art Albtraum. Ich hatte ein Motorproblem im Training und konnte vor dem Qualifying nicht im Trockenen fahren. Es ist aber positiv, wenigstens ein paar Punkte von diesem Wochenende mitzunehmen – obwohl es nicht so viele sind, wie ich es gerne gehabt hätte. Mein Start war super und ich verbesserte mich auf Platz sechs. Damit war ich happy. Wir erwarteten jedoch nicht so viel Regen und kämpften zur Rennmitte etwas mit unserer Performance, da die Reifendrücke zu niedrig waren. Dennoch hat Gary gezeigt, wozu unser Auto bei diesen Bedingungen in der Lage ist. Das ist eine gute Nachricht für die kommenden Rennen.“

Pascal Wehrlein (20 Jahre, Deutschland):
8. Platz
„Ich verlasse Hockenheim mit gemischten Gefühlen. Das zweite Qualifying ist leider sehr schlecht verlaufen. Unser Auto war sehr stark, aber das Timing stimmte nicht. Somit musste ich von Platz 15 starten. Im Rennen ging es hart zur Sache. Ich hatte viele Zweikämpfe und konnte mich so bis auf Platz acht nach vorne kämpfen. Damit habe ich gezeigt, dass ich an diesem Wochenende sowohl im Trockenen als auch im Nassen zu den Schnellsten gezählt habe. Vielen Dank an das Team, das mir ein tolles Auto hingestellt hat.“

Christian Vietoris (26 Jahre, Deutschland):
11. Platz
„Das waren heute eigentlich unsere Bedingungen. Leider konnten wir nicht das Beste daraus machen. Generell war es ein schwieriges Wochenende für mich. Grundsätzlich wissen wir nun aber, dass unser Auto im Trockenen wie im Nassen schnell ist. Jetzt gilt es, das beim nächsten Rennen umzusetzen.“

Daniel Juncadella (23 Jahre, Spanien):
15. Platz
„Das war leider ein sehr enttäuschendes Wochenende. Das Rennen heute war nichts Besonderes. Meine Pace war im Trockenen und im Nassen nicht überragend. Es war einfach nicht mein Wochenende. Jetzt freue ich mich schon auf das nächste Rennwochenende am Lausitzring.“

Maximilian Götz (29 Jahre, Deutschland):
16. Platz
„Das war erneut ein turbulentes Rennen. Mein Start war ganz gut und besser als gestern. Ich habe zwei Positionen gewonnen und lag nach der ersten Runde auf Platz 18. Als der Regen kam, habe ich relativ früh die Regenreifen aufgezogen, weil ich einen Reifenschaden hatte. Somit hatte ich eine Runde früher den Regenreifen drauf und konnte noch drei Fahrzeuge überholen. Am Ende sprang Platz 16 heraus – es könnte besser sein, aber insgesamt war in diesem Rennen alles dabei. Dadurch konnte ich wertvolle Erfahrung sammeln.“
Paul Di Resta
Foto: Jens Hawrda
Paul Di Resta (29 Jahre, Schottland):
22. Platz
„Ich hatte nicht den allerbesten Start. Die erste Runde war etwas durchwachsen und nach dem Boxenstopp suchte ich nach dem Speed. Wir entschieden uns für eine alternative Strategie, um etwas anders zu machen. Leider hat sich das nicht ausgezahlt. Während des Rennens gab es viele Berührungen und letztlich war es anders als gestern einfach nicht unser Tag. Die gute Nachricht ist, dass sich das Auto heute Vormittag im Trockenen gut anfühlte und wir im Nassen die Pace gehabt hätten, wenn wir uns aus dem Schlamassel hätten heraushalten können. Jetzt heißt es: Auf zum Lausitzring!“

Lucas Auer (20 Jahre, Österreich):
Nicht gestartet
„Mir ist leider ein dummer Fehler vor dem Rennen unterlaufen. Ich habe auf der Aufwärmrunde versucht, die Bremsen aufzuwärmen und dabei haben die Vorderreifen blockiert. Dadurch bin ich von der Bahn gerutscht bin. Es tut mir irrsinnig leid für das Team. Sie haben hart gearbeitet und wir haben das gesamte Wochenende einen Aufwärtstrend gezeigt. Sorry, Jungs.“

Dienstag, 5. Mai 2015

DTM Hockenheim: Stimmen der BMW-Piloten

Martin Tomczyk (BMW Team Schnitzer):
„Für mich persönlich war das Rennwochenende durchwachsen. Vom ersten Rennen hatte ich mir natürlich mehr erwartet. Da waren wir auch im Qualifying nicht dort, wo wir hätten sein sollen. Im zweiten Rennen war alles dabei: trockene Bedingungen, Regen, aber vor allem eine gute Startposition, und genau das hat sich am Ende ausgezahlt, obwohl es ein schwieriges Rennen war. Mehr als der vierte Platz war heute leider nicht drin. Für mich war es ein ziemlich hartes Rennen, aber es hat auch viel Spaß gemacht.“
Marco Wittmann in beiden Rennen Punkte geholt
Foto: Jens Hawrda
Marco Wittmann (BMW Team RMG):
„Ich denke, wir haben das Maximum aus den beiden Rennen zum Auftakt der Saison geholt. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag konnte ich Punkte sammeln. In beiden Läufen hat uns gerade im Trockenen die Pace ein wenig gefehlt. Die Konkurrenz ist da im Moment einfach noch schneller unterwegs. Insgesamt ist das Rennen am Sonntag für mich natürlich viel besser gelaufen. Von Platz drei konnte ich nach einer super Runde sogar kurzzeitig in Führung gehen. Leider war nach dem Einsetzen des Regens im Nassen unser Luftdruck ein wenig zu niedrig. Zu diesem Zeitpunkt konnten wir den Speed der vorausfahrenden Autos nicht mehr mitgehen. Natürlich haben wir uns zum Auftakt ein bisschen mehr versprochen. Dennoch gehen wir zuversichtlich in das nächste Rennen auf dem Lausitzring.“

Bruno Spengler (BMW Team MTEK):
„Das neue Rennformat in der DTM ist super. Zwei Mal Qualifying, zwei Mal Rennen – das macht Spaß, vor allem den Fans. Die Atmosphäre am Hockenheimring war wieder einmal sensationell. Am Samstag hatte ich kein so gutes Rennergebnis. Dafür konnte ich am Sonntag wichtige Punkte sammeln. Das Rennen heute war ein harter Kampf. Ich habe einen super Start erwischt und konnte einige Plätze gutmachen. Auch unser Boxenstopp kam genau zum richtigen Moment. Kompliment am ein Team, wir hatten eine super Strategie, die mich bis auf Platz sechs gebracht hat. Im Regen war das Auto leider nicht mehr ganz so gut, ich hatte kaum Grip, Aber ich habe mir einige tolle, faire Zweikämpfe geliefert und bin auf dem neunten Platz ins Ziel gekommen. Jetzt reisen wir zum Lausitzring. Und an diese Strecke habe ich besonders positive Erinnerungen.“
Timo Glock muss im Qualifying besser werden
Foto: Jens Hawrda
Timo Glock (BMW Team MTEK):
„Wir haben ein Problem im Qualifying. In beiden Rennen hatte ich jedoch eine sehr gute Pace und konnte viele Plätze gutmachen. Von den Startplätzen, von denen aus ich in die Rennen gegangen bin, jeweils noch Punkte zu holen, war sehr positiv. Wir haben als Team einen sehr guten Job gemacht. Unsere Aufgabe für die kommenden Wochen ist nun, im Qualifying besser zu werden.“

Maxime Martin (BMW Team RMG):
„Eigentlich ist das Wochenende gar nicht so schlecht für mich gelaufen. Am Samstag war ich als Siebter der bestplatzierte BMW Fahrer. Heute bin ich von Startplatz acht ins Rennen gegangen, war also eigentlich mittendrin im Geschehen. Leider war mein Start nicht so toll. Außerdem hat mein Auto einige Schläge abbekommen und wurde beschädigt. Dadurch war es im Trockenen schwierig, mitzuhalten. Leider habe ich dann nach meinem Boxenstopp noch eine Durchfahrtsstrafe bekommen. Danach war mein Rennen gelaufen. Aber das ist Racing. Das Ergebnis insgesamt war nicht ganz optimal. Dennoch bin ich zuversichtlich für die nächsten beiden Läufe auf dem Lausitzring.“
Tom Blomqvist ist nicht zufrieden mit dem Rennwochenende
Foto: Jens Hawrda
Tom Blomqvist (BMW Team RBM):
„Es war kein einfaches Wochenende. Ich bin hier zum ersten Mal mit einem DTM-Auto im Nassen gefahren, und das war schwierig. Doch im Trockenen war meine Pace das ganze Wochenende über recht gut. Leider war mein Start ins erste Rennen nicht besonders gut. Deshalb steckte ich in der ersten Runde mittendrin im Getümmel und musste aufgeben, nachdem ich einige Kontakte hatte. Das zweite Rennen lief zunächst ganz gut, aber im Regen konnten wir die Pace nicht mehr gehen und ich hatte Schwierigkeiten. Zudem habe ich beim Boxenstopp Zeit verloren, als Maxime das Unsafe Release hatte. Dennoch bin ich optimistisch, denn wir sind vor allem im Trockenen gut unterwegs. Aber wir haben noch Arbeit vor uns.“

António Félix da Costa (BMW Team Schnitzer):
„Aus meiner Sicht ist das neue DTM-Format mit zwei Qualifyings und Rennen ein Erfolg. Selbst wenn man am Samstag nicht gut unterwegs ist, kann man viel am Sonntag wieder gut machen. Dennoch bin ich enttäuscht von meinem Auftakt in die neue Saison. Vor allem Sonntag lief es für mich im Regen nicht besonders gut. Im Qualifying haben wir noch das Beste aus der Situation gemacht. Ich bin von Platz sieben ins Rennen gegangen, und ich habe versucht, an der Führungsgruppe dranzubleiben. Aber im Regen habe ich ziemlich viel Zeit verloren. Wir hatten im Nassen einfach keine Pace. Das müssen wir verbessern, denn es werden bestimmt noch einige Regenrennen in diese Saison kommen. Aber auch ich lerne noch immer viel dazu, und werde von Rennen zu Rennen ein besserer DTM-Fahrer. Wir müssen die beiden Läufe analysieren, damit wir gestärkt zum Lausitzring reisen können.“
Augusto Farfus gutes Qualifying, aber ungenügender Rennspeed
Foto: Jens Hawrda
Augusto Farfus (BMW Team RBM):
„Es war nicht unser Wochenende. Unser Ergebnis spiegelt bei weitem nicht unseren Speed wider. Wir hatten das gesamte Wochenende über ein sehr starkes Auto. Das hat man gestern mit dem dritten Platz im Qualifying gesehen. Auch heute Vormittag im Qualifying hatten wir eine gute Pace, und im Nassen bin ich wirklich schnell unterwegs gewesen. Doch dann konnten wir dieses Tempo nicht mehr gehen. Deshalb müssen wir nun analysieren, woran es lag, dass wir im Nassen Schwierigkeiten bekommen haben. Die Saison ist noch lang, wir haben noch 16 Rennen vor uns, und es kann viel passieren. Aber wir müssen Gas geben und auf die Spitze aufholen. Ich mag das neue Format, wir haben zwei Rennen voller Action gesehen, und ich denke, dass es auch den Fans gut gefallen hat.“

Erstes SUPERBIKE*IDM-Wochenende mit Überraschungen auf dem Podium (Teil 2)

Karthin und Galinski auf Erfolgskurs in der Klasse SuperNaked

Eigentlich hatte Kjel Karthin (Team KARTHIN MSB Suzuki, Suzuki GSR 750) den Sieg im ersten Rennen der neuen Klasse SuperNaked schon in der Tasche. Der Duisburger führte das SuperNaked-Feld ab der dritten Runde an. Erst auf den letzten Metern eroberte sich Michael Galinski (Team Yamaha MGM, Yamaha MT09) die Führung zurück. „Ich habe Karthin überlistet. Er dachte bestimmt, ich wär einer, der ihn überrunden will. Das ist die Altersweisheit“, sagte Galinski, der mit einem minimalen Abstand von 0,3 Sekunden vor Karthin ins Ziel fuhr. Im Sonntagsrennen hieß der klare Sieger dann aber Kjel Karthin. Galinski trat aufgrund seiner Aufgaben als Chef von Team Yamaha MGM nicht im zweiten Rennen an. Auch Frank Behrje konnte Karthin nicht gefährlich werden. Udo Reichmann war zu früh gestartet und missachtete später auch die Durchfahrtsstrafe, wodurch er letztendlich disqualifiziert wurde.

Jonas Geitner im Rennen der Moto3 unschlagbar

Es war das Wochenende des Freudenberg Racing Teams. Mit Jonas Geitner, Tim Georgi und Matthias Meggle hatte der Rennstall aus Bischofswerda drei heiße Eisen im Feuer. Nach erfolgreichen Trainingsläufen und Qualifyings fuhren die Drei auch im Rennen vorne weg. Am schnellsten war Jonas Geitner auf der GP-Maschine KTM RC250R, zunächst gefolgt von Ernst Dubbink (Ernst Dubbink Eveno racing), ebenfalls auf einem GP-Motorrad (Honda NSF250). In der dritten Runde stürzte Dubbink, seinen Platz übernahm Tim Georgi auf der Standard-Maschine. Georgi hatte beim Start gepatzt, fand dann aber in seinen Rhythmus und brachte das Rennen als Gesamtzweiter zu Ende und kassierte volle Punktzahl für die Standardwertung. Auf den dritten Gesamtplatz und somit auf den zweiten Platz in der Standardklasse fuhr Georgis Teamkollege Matthias Meggle auf der gleichen Maschine. Sowohl für Georgi als auch für Meggle (beide 14-jährig) war es das erste Rennen überhaupt in der Moto3-Klasse. „Ich bin happy mit meinem Ergebnis und dem Motorrad. Es hat einfach alles super geklappt in unserem Team“, sagte Meggle. Für das nächste Rennen hat Georgi ein klares Ziel: „Ich will mich nächstes Mal gleich beim Start an Jonas dranhängen und dort bleiben.“

Sidecar-Routiniers Gürck-Wechselberger ganz vorne

In das Rennen der Sidecars gingen Kretzer-Lehnertz (MSC Freier Grund e.V. im ADAC, F1 LCR Sidecar) als klare Favoriten. „Im vergangenen Jahr hatten wir jedes Wochenende Probleme, irgendwas hat immer nicht gepasst. In dieser Saison war schon die Vorbereitung professioneller. Jetzt wollen wir den Titel zurück“, sagte Jens Lehnertz nach dem erfolgreichen Training vom Freitag. Vorjahres-Champion Josef Sattler musste im Rennen auf seinen Beifahrer Stefan Trautner verzichten. Im Qualifying am Samstag rutschten die beiden auf einer Ölspur des voranfahrenden Sidecars aus, wobei sich Trautner verletzte. Für ihn sprang Johann Hölzlwimmer ein. Im Rennen mussten sich Kretzer-Lehnertz dann jedoch in der fünften Runde aufgrund eines elektronischen Defekts geschlagen geben. Gut lief es für Gürck-Wechselberger (Polizei Sport Verein Wels Gürck Racing, LCR BMW), die den Lauf nach einer souveränen Leistung gewannen. „Wir sind einfach nur superglücklich“, sagte Gürck. Auf den zweiten Platz kamen Roscher-Burkard (BMW Motorrad France, Team Penz13). Über den dritten Rang freuten sich Sattler- Hölzlwimmer.

Montag, 4. Mai 2015

DTM Hockenheim: Stimmen der Audi-Piloten

Edoardo Mortara,Tabellenführer nach Hockenheim
Foto: Jens Hawrda
Edoardo Mortara (Castrol EDGE Audi RS 5 DTM #48)

„Ich bin definitiv einer der glücklichsten Menschen im Fahrerlager von Hockenheim. Ich glaube, alle Zuschauer haben gesehen, wir hart umkämpft die DTM ist. Jetzt als Tabellenführer zum nächsten Rennen zu kommen – übrigens zum ersten Mal in meiner DTM-Karriere –, macht mich schon ein bisschen stolz. Auch wenn ich natürlich weiß, dass es nach zwei von 18 Rennen nur eine kleine Momentaufnahme ist. Ich bin auch deshalb so erleichtert, weil ich nach den für mich sehr holprigen Testfahrten vor der Saison kein besonders gutes Gefühl hatte. Umso schöner, dass das Auftaktwochenende mit zwei Bestzeiten im Freien Training, einem vierten Platz und einem Podium so reibungslos und erfolgreich verlaufen ist.“

Mattias Ekström (Red Bull Audi RS 5 DTM #5)

„Wenn man seinen 20. Sieg in einer Rennserie feiert, dann denkt man natürlich auch an frühere Siege zurück. Zwei fallen mir dabei sofort ein: der erste überhaupt im Herbst 2002 in Zandvoort. Er war auch deshalb so besonders, weil mein damaliger Teamkollege Laurent Aiello dadurch vorzeitig Meister geworden ist. Ich glaube, die Emotionen in den Minuten und Stunden danach werden wir alle nicht vergessen. Der zweite Sieg, an den ich mich sehr gut erinnere, ist der in Brünn im Jahr 2004. Ich habe damit den ersten meiner beiden Meistertitel klargemacht und auf der anschließenden Siegerparty so manchen guten Vorsatz über Bord geworfen. Eine neue Saison mit einem Sieg zu beginnen, ist natürlich ein Traumstart. Wie wichtig er ist, werden wir im Laufe der nächsten Monate sehen.“
Jamie Green, Sieg am Samstag
Foto: Audi-Motorsport
Jamie Green (Hoffmann Group Audi RS 5 DTM #53)

„Mit meinem ersten Sieg für Audi in die Saison zu starten, ist einfach nur großartig. Aber das war natürlich nur der erste Schritt. Das Jahr ist noch lang und es kann noch viel passieren. Das hat man am Sonntag gesehen: Ich wurde im Qualifying auf meiner schnellen Runde geblockt und musste weit hinten starten. Ich habe mich zwar im Rennen in die Top Ten vorgekämpft, konnte das Tempo aber mit zunehmendem Regen nicht halten. Das ist ärgerlich. Aber wozu wir in der Lage sind, wenn alles gut läuft, haben wir gestern gezeigt. Das ist eine gute Motivation für die nächsten Rennen.“
Mike Rockenfeller
Foto: Audi-Motorsport
Mike Rockenfeller (Schaeffler Audi RS 5 DTM #99)

„Alle waren gespannt, wie sich die DTM mit dem neuen Format anfühlt. Jetzt haben wir das erste Wochenende erlebt. Aus Fahrersicht kann ich sagen: Es macht viel Spaß, weil wir mehr im Auto sitzen als früher. Und es bleibt keine Zeit zum Hadern, wenn man ein schlechtes Qualifying-Ergebnis haben sollte: Das Rennen startet nur kurze Zeit später und am nächsten Tag werden die Karten noch einmal komplett neu gemischt. Eine Pole-Position sowie ein fünfter und ein sechster Platz in den beiden Rennen sind jetzt nicht überragend, aber eine gute Basis, um darauf aufzubauen. Bis wir über eine heißere Phase im Titelkampf reden, fließt noch viel Wasser den Rhein hinunter.“
Nico Müller
Foto: Audi-Motorsport
Nico Müller (Audi Financial Services Audi RS 5 DTM #51)

„Nach meinem ersten Sieg als Audi-Werksfahrer auf der Nordschleife, der auch der erste für den neuen Audi R8 LMS war, ist mir am Samstag mit Platz sechs auch ein guter Einstand in die DTM-Saison 2015 gelungen. Am Sonntag hatten wir in Hockenheim ebenfalls eine gute Pace, aber strategisch keine glückliche Hand. Unterm Strich bin ich überzeugt, mit meinem Team und mit dem RS 5 DTM ein starkes Paket zu haben und entsprechend zuversichtlich, mein selbst gestecktes Saisonziel zu erreichen: Podiumsplätze. Bevor es in der DTM auf dem Lausitzring weitergeht, steht noch das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring auf dem Programm. Auch dort ist das Podium mein Ziel.“
Timo Scheider
Foto: Audi-Motorsport
Timo Scheider (AUTO TEST Audi RS 5 DTM #10)

„Audi ist schnell! Das ist die Überschrift, die für mich über den Saisonauftakt 2015 gehört. Für mich persönlich waren es zwei Tage mit Höhen und Tiefen: Erst das kurze Rennen am Samstag, das für mich nur eine Runde gedauert hat. Bei dem Kontakt mit einem anderen Auto ist das Lenkrad gegen mein Handgelenk geschlagen. Zum Glück ist es nur eine Prellung und es ist nichts gebrochen. Natürlich tut das immer noch ziemlich weh – aber wenn man im Auto sitzt und voller Adrenalin ist, merkt man davon nichts. Im Rennen am Sonntag sind wir ein bisschen zu spät zum Wechsel auf Regenreifen an die Box gekommen und haben deshalb einige Positionen verloren. Aber wir nehmen mit: Wir sind im Trockenen und im Nassen schnell – das stimmt mich positiv für die nächsten Rennen.“

Adrien Tambay (Playboy Audi RS 5 DTM #27)

„Null Punkte auf dem Konto, aber um viele Erfahrungen reicher – so lautet mein persönliches Fazit des ersten Rennwochenendes 2015. Das neue Format der DTM hat seine Premiere erlebt und ich bin mir sicher, es wird den Fans immer mehr gefallen. Sie erleben viermal volle Action ohne Ruhepause: zwei Qualifyings und zwei Rennen. Für uns Fahrer und alle Techniker bedeutet es eine Menge Umstellungen, die uns aber auf Anhieb gut gelungen sind: Es herrschte trotz des komplett geänderten Zeitplans absolute Ruhe und Routine im Team.“

Miguel Molina (Teufel Audi RS 5 DTM #17)

„Wenn man auf die Ergebnisse schaut, ist das Wochenende in Hockenheim natürlich nicht wirklich erfolgreich für mich gewesen. Aber so seltsam es klingt: Ich reise dennoch mit vielen guten Erfahrungen ab. Die wichtigste: Wir haben den Speed, um an der Spitze mitzufahren. Das haben die Positionen im Qualifying deutlich gezeigt. Es bedeutet, dass Audi Sport und mein Team im Winter sehr gut gearbeitet haben. Und die zweite wichtige Erkenntnis: Mit unserem RS 5 DTM lässt sich perfekt arbeiten. Das Auto reagiert auf alle Veränderungen, was uns die Abstimmung auf die unterschiedlichen Verhältnisse erleichtert. Wir haben noch 16 Rennen, in denen wir von diesen Vorteilen profitieren werden.“