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| Mike Rockenfeller bereitet sich auf Mallorca auf DTM-Saisonauftakt vor Foto: Audi-Motorsport |
Montag, 27. April 2015
DTM: Rockenfeller tritt auf Mallorca in die Pedale
Porsche-Sieg beim ADAC GT Masters-Saisonstart in Oschersleben
- Engelhart/Bachler fahren im Porsche zum ersten Saisonsieg vor zwei Mercedes-Benz
- Supersportwagen von sieben Marken beim Saisonstart in den Top-Zehn
- Gassner gewinnt Gentlemen-Wertung beim ADAC GT Masters-Debüt im Nissan
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| die Sieger des erstem Rennens Klaus Bachler (l.) und Christian Engelhart Foto: Jens Hawrda |
Porsche ist mit einer Paradevorstellung in die ADAC GT Masters-Saison 2015 gestartet. Beim ersten Rennen in Oschersleben fuhren Christian Engelhart (28, Kösching) und Neuzugang Klaus Bachler (23, A/beide GW IT Racing Team Schütz Motorsport) im Porsche 911 zu einem souveränen Sieg vor den beiden Mercedes-Benz SLS AMG von Sebastian Asch (28, Ammerbuch/Luca Ludwig (26, Bonn/beide Team Zakspeed) und Hari Proczyk (39, A)/Andreas Simonsen (25, S/beide HP Racing). „Der Sieg ist ein Traum, so kann man in eine Saison starten“, freute sich Engelhart über den gelungenen Saisonstart“. Nach einer spannenden Schlussphase bei einsetzendem Regen endete das Rennen nach einem Ausrutscher von Clemens Schmid (24, A/Bentley Team HTP) im Bentley Continental hinter dem Safety Car.
Porsche gelingt perfekter Start
Engelhart legte mit einem perfekten Start den Grundstein zu seinem sechsten Laufsieg im ADAC GT Masters. Von Startplatz zwei beschleunigte der Porsche-Pilot Polesetter Luca Stolz (19, Brachbach/Bentley Team HTP) im Bentley aus und bog vor Asch im Mercedes-Benz als Führender in die erste Kurve ein. Bis zum Fahrerwechsel zur Rennmitte fuhr Engelhart einen leichten Vorsprung heraus und übergab den Porsche mit 2,2 Sekunden Vorsprung an Bachler. Der Österreicher baute den Vorsprung dann weiter aus und lag zwischenzeitlich 8,8 Sekunden vor dem in der zweiten Rennhälfte von Ludwig gesteuerten Flügeltürer-Mercedes, als zehn Minuten vor dem Rennende leichter Regen einsetzte.
Bei schwierigen Streckenbedingungen rutschte dann Schmid im Bentley fünf Minuten vor Rennende von der Strecke, das Rennen wurde daraufhin hinter dem Safety-Car abgewinkt. Engelhart/Bachler war so der Sieg sicher, in einem markeninternen Zweikampf der Mercedes-Benz-Piloten sicherte sich Ludwig Rang zwei vor Simonsen. „Mein Start war super, ich konnte dann bis zum Boxenstopp einen kleinen Vorsprung herausfahren“, so Engelhart. „Unser Boxenstopp war perfekt, dabei haben wir von kleineren Fehlern unserer Verfolger profitiert und konnten unseren Vorsprung ausbauen. Klaus ist das Rennen dann toll zu Ende gefahren.“
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| Asch/Ludwig im Mercedes - Benz SLS kämpften, kam aber nur in Schlagdistanz zum Porsche Foto: Jens Hawrda |
„Besser konnte es bei meinem ersten ADAC GT Masters-Rennen nicht laufen“, jubelte Bachler. „Ich bin extrem glücklich mit der Leistung von Christian in der Startphase. Wir haben einen perfekten Job gemacht, hart gekämpft und nicht aufgegeben. Jetzt heißt es auch im zweiten Rennen am Sonntag so viele Punkte wie möglich mitnehmen.“
Corvette setzt sich gegen BMW durch
Andreas Wirth (30, Heidelberg)/Daniel Keilwitz (25, Villingen/beide Callaway Competition) beendeten das Rennen in ihrer Corvette als Vierte. Keilwitz setzte sich in einer zweikampfstarken Schlussphase gegen die beiden BMW Z4 des BMW Sports Trophy Team Schubert durch und verwies Dominik Baumann (22, A)/Jens Klingmann (24, Leimen) und Claudia Hürtgen (43, Aachen)/Jesse Krohn (24, FI) auf die Ränge fünf und sechs.
Schnellstes Audi-Duo beim Saisonstart waren die ehemalige DTM-Pilotin Rahel Frey (29, CH) und Philip Geipel (28, Plauen/beide YACO Racing) als Siebte vor ihren Markenkollegen Jordan Lee Pepper (18, ZA)/Nicki Thiim (26, DK/beide C.Abt Racing).
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| bestes Audi-Team auf Platz sieben Frey/Geipel (YACO Racing) Foto: Jens Hawrda |
Bentley blieb beim ADAC GT Masters-Debüt nach einer überzeugenden Vorstellung im Qualifying ohne Punkte. Nach Pech am Start und einem Problem beim Boxenstopp verpassten Stolz und Jeroen Bleekemolen (33, NL /beide Bentley Team HTP) die Punkteränge als Elfte knapp.
Nissan-Doppelsieg in der Gentlemen-Wertung
In der Gentlemen-Wertung gab es in Oschersleben den ersten Sieg eines Nissan. Gassner fuhr in seinem Debütrennen im ADAC GT Masters auf Anhieb zum Klassensieg und profitierte dabei vom Pech seiner Teamkollegen Dominic Jöst (36, Absteinach)/Florian Scholze (41, München/beide MRS GT-Racing). Jöst/Scholze führten bis zur Rennmitte deutlich, belegten aber nach einer Durchfahrtsstrafe nach Tempoüberschreitung in der Boxengasse den zweiten Platz. Jakub Knoll (24, CZ) wurde gemeinsam mit Lennart Marioeck (26, Bamberg/beide Senkyr Motorsport) im BMW Z4 Dritter in der Gentlemen-Wertung.
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| das Podium des Rennens vom Samstag Foto: Jens Hawrda |
1. Ch.Engelhart/K.Bachler (GW IT Racing Team Schütz Motorsport-Porsche 911 GT3 R),
2. Sebastian Asch/Luca Ludwig (Team Zakspeed-Mercedes-Benz SLS AMG GT3),
3. Hari Proczyk/Andreas Simonsen (HP Racing-Mercedes-Benz SLS AMG GT3),
4. Andreas Wirth/Daniel Keilwitz (Callaway Competition-Corvette Z06.R GT3),
5. Dominik Baumann/Jens Klingmann (BMW Sports Trophy Team Schubert-BMW Z4 GT3),
Bentley mit Doppel-Pole beim ADAC GT Masters-Debüt
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| Bentley beim Renndebüt mit Doppel-Pole Foto: Jens Hawrda |
Freitag, 24. April 2015
Glock und Spengler starten mit Zanardi beim 24-Stunden-Klassiker in Spa für BMW Motorsport
Die Fahrerbesetzung für ein ganz besonderes Motorsport-Projekt steht fest: Beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps (BE) geht BMW Werksfahrer Alessandro Zanardi (IT) gemeinsam mit den BMW DTM-Piloten Timo Glock (DE) und Bruno Spengler (CA) an den Start.
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| das BMW-Dream-Team Spengler, Zanardi und Glock Foto: BMW-Motorsport |
Die Ingenieure von BMW Motorsport entwickeln für dieses einzigartige Projekt neue technische Lösungen. Erstmals wird sich BMW Markenbotschafter Zanardi, der 2001 bei einem Unfall beide Beine verloren hat, am Steuer des BMW Z4 GT3 mit körperlich nicht beeinträchtigten Piloten abwechseln. Verschiedene Modifikationen am Fahrzeug machen es unter anderem möglich, die Fahrerwechsel zwischen Zanardi, Glock und Spengler binnen kürzester Zeit zu absolvieren. Zudem erarbeiten die Ingenieure von BMW Motorsport gemeinsam mit den Fahrern die optimale Position von Lenkrad, Sitz und Pedalen.
„Üblicherweise sind wir bei BMW Motorsport mit Superlativen sehr vorsichtig, aber dieses Projekt ist in dieser Form einzigartig und auch für uns etwas ganz Besonderes“, sagt BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt. „Tatsächlich konnten wir den ein oder anderen langgehegten Wunsch erfüllen. Alex’ Traum, einmal an einem 24-Stunden-Rennen teilzunehmen, wird nun Realität. Auch Timo und Bruno wollten schon immer bei einem Klassiker wie den 24 Stunden von Spa-Francorchamps an den Start gehen. Dass sie dies nun gemeinsam mit Alex im Rahmen dieses einzigartigen Projekts tun werden, ist für beide ein echtes Highlight. Alle drei bringen eine Menge Erfahrung aus vielen verschiedenen Bereichen mit. Sie nun gemeinsam im BMW Z4 GT3 zu sehen, wird wirklich eine aufregende Angelegenheit. Bei unseren Ingenieuren von BMW Motorsport sorgt dieses ungewöhnliche Projekt ebenfalls für Begeisterung. Mit großem Enthusiasmus arbeiten sie gemeinsam mit den Piloten daran, die optimalen technischen Lösungen zu finden. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit diesem Fahrertrio und unserem BMW Z4 GT3 ein großartiges 24-Stunden-Rennen erleben werden.“
„Timo und Bruno sind zwei fantastische Menschen, großartige Jungs und hervorragende Rennfahrer“, sagt Zanardi. „Ich denke, dass wir zusammen ein richtig starkes Team bilden werden. Wir sind in der BMW Motorsport Familie alle sehr eng miteinander verbunden. Eines hat mich jedoch besonders berührt: Als wir mit den Planungen für das 24-Stunden-Rennen begonnen haben, waren alle sofort Feuer und Flamme. Das macht mich sehr stolz, denn sie alle sind echte Racer, die erfolgreich sein wollen. Das hat mir gezeigt, dass sie alle an mich glauben und mir zutrauen, ausreichend konkurrenzfähig zu sein. Sie sehen es nicht nur als Abenteuer, mit mir bei diesem Langstreckenrennen anzutreten, sondern rechnen sich auch Chancen aus, ein gutes Ergebnis für BMW zu holen. Und das werden wir auf jeden Fall versuchen.“
„Als BMW mich gefragt hat, ob ich bei diesem Projekt mitmachen würde, habe ich keine Sekunde gezögert“, meint Glock. „Alex hatte mir bereits im Winter erzählt, dass er unbedingt einmal ein 24-Stunden-Rennen fahren möchte. Schon damals sagte ich zu ihm, dass ich sofort dabei sein würde, wenn er und BMW solch ein traumhaftes Projekt umsetzen sollten. Und jetzt bietet sich diese Möglichkeit tatsächlich. Es ist ein unheimlich spannendes Projekt. Die Herangehensweise ist ganz anders als sonst. Außerdem ist es für mich auch ein sehr emotionales Projekt. Denn ich habe Alex Zanardi immer schon verfolgt, schon zu seiner Formel-1- und ChampCar-Zeit. Es ist großartig, jetzt mit ihm ein Auto zu teilen.“
„Ich freue mich schon wahnsinnig auf das 24-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps“, sagt Spengler. „Ich bin im Januar bereits das 24-Stunden-Rennen von Daytona gefahren und habe es sehr genossen. Aber dass mir BMW nun die Möglichkeit gibt, gemeinsam mit Alex im BMW Z4 GT3 anzutreten, ist gigantisch. Es ist wirklich eine Ehre für mich, in diesem Team dabei zu sein. Dieses Projekt wird eine tolle Erfahrung für mich – und ich bin sehr motiviert. Alex, Timo und ich sind ein gutes Team, und ich kann es kaum erwarten, dass wir gemeinsam an den Start gehen.“
In der Vorbereitung auf den Langstreckenklassiker werden Zanardi, Glock und Spengler beim Rennen der Blancpain Endurance Series auf dem „Circuit Paul Ricard“ in Le Castellet (FR) antreten, das am 19. und 20. Juni stattfinden wird. Am 24. Juni nehmen die drei BMW Werksfahrer an den offiziellen Testfahrten für die 24 Stunden von Spa-Francorchamps teil.
Audi-Fahrer in der DTM 2015: Timo Scheider
Noch vor dem ersten DTM-Rennen der Saison 2015 hat Timo Scheider abseits der Rennstrecke für Schlagzeilen gesorgt: Der Audi-Pilot verlobte sich mit seiner langjährigen Lebensgefährtin und überstand in Südafrika das wohl härteste Mountainbike-Rennen der Welt.
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| Timo Scheider Foto: Jens Hawrda |
2015 nimmt der 36-Jährige seine 15. DTM-Saison in Angriff, die zehnte für Audi und die zweite im Audi Sport Team Phoenix. „Wir haben im vergangenen Jahr bei Phoenix relativ schnell zusammengefunden“, sagt Timo Scheider. „Man braucht aber doch ein paar Rennwochenenden und die eine oder andere Extremsituation, um sich so richtig kennenzulernen. In der zweiten Saisonhälfte 2014 hat es gut funktioniert. Ich bin optimistisch, 2015 mit einer starken Basis anfangen zu können.“
Dabei hilft auch das enge Verhältnis zu seinem Teamkollegen Mike Rockenfeller. „Bei uns stimmt die Chemie und wir verbringen auch privat Zeit zusammen“, so Scheider. „Das macht die Abläufe manchmal etwas leichter. Generell ist ein guter Teamkollege extrem wichtig, die eigene Leistung zu fördern – wobei das fahrerische Niveau in der DTM so hoch ist, dass es dort nur gute Teamkollegen geben kann ...“
Auf das neue Format der DTM-Wochenenden freut er sich riesig. „Bei 18 Rennen ist ein Ausfall nicht mehr ganz so dramatisch“, sagt Scheider. „Man hat die Chance, den einen oder anderen Fehler wieder auszubügeln. Und das ist gut. Ich hoffe auf wenige Ausfälle und dass wir in Qualifiyng und Rennen die Leistung konstant bringen können.“
Dann klappt es vielleicht auch mit dem Traum, am Ende der Saison 2015 aus seiner Startnummer „10“ auf dem schwarzen AUTO TEST Audi RS 5 DTM die „1“ zu machen. „Da muss ich ja nur die Null wegnehmen“, lacht der Audi-Pilot. „Ich hatte die Startnummer ‚10‘ schon in meinem ersten DTM-Meisterjahr auf dem Auto. Und im Fußball hat der Spielmacher die ‚10‘ auf dem Rücken. Ich hoffe, sie bringt mir wieder Glück.“
Mit Glück allein gewinnt man aber keine DTM-Titel. „Ich denke, dass mir auch meine Routine helfen kann“, meint Scheider. „Es gab vor dieser Saison aufgrund der neuen Abläufe viele offene Fragen, auf die es wohl erst nach den ersten Rennwochenenden Antworten geben wird. Vielleicht finden wir sie dank unserer Erfahrung etwas schneller als die anderen.“
Seine Erfahrung gibt Scheider seit vielen Jahren auch an den Rennfahrer-Nachwuchs weiter. Dem eigenen Kart-Team ließ er nun ein eigenes Team für die ADAC Formel 4 folgen, in der das Team Scheider 2015 zwei Autos einsetzt.
Das bedeutet zusätzlich zur DTM viel Arbeit und viele Kilometer auf der Autobahn, für die er mit einem Audi RS 6 Avant bestens gerüstet ist. „Für mich als Rennfahrer ist der Audi RS 6 die perfekte Kombination von Leistung, Komfort und Dynamik“, schwärmt Timo Scheider. „Er ist für mich im Alltag das Audi-Modell schlechthin. Ich fahre ihn schon lange als Dienstwagen und werde mir auch wieder einen RS 6 bestellen.“
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