Freitag, 20. Februar 2015

Rallycross-WM beim DTM-Auftakt

Mattias Ekström ist in der DTM und mit seinem privaten Team in der Rallycross WM aktiv
Foto: Audi-Motorsport
Die DTM-Saison 2015 beginnt in diesem Jahr mit einem zusätzlichen Highlight: Beim Auftakt in Hockenheim (30. April bis 3. Mai) findet auch ein Lauf der FIA-Rallycross-Weltmeisterschaft (World RX) statt, in der Mattias Ekström mit seinem privat eingesetzten Audi S1 EKS RX quattro im vergangenen Jahr für Furore sorgte – unter anderem mit einem Sieg beim WM-Lauf in Schweden. In Hockenheim feiert auch der neue Audi Sport TT Cup seine Premiere. Für Audi-Fans lohnt sich die Reise zum DTM-Auftakt dieses Mal also gleich dreifach.

Pascal Wehrlein testet in Barcelona für Sahara Force India



Pascal Wehrlein
Foto: Jens Hawrda
MERCEDES AMG PETRONAS gibt bekannt, dass der Ersatzfahrer des Teams, Pascal Wehrlein, beim anstehenden Test ab dem 19. Februar in Barcelona (Spanien) für Sahara Force India fahren wird. Der 20-jährige Deutsche, der auch Werksfahrer im Mercedes AMG DTM-Team ist, wird an zwei Tagen am Steuer des VJM07, des 2014er Rennwagens von Sahara Force India, sitzen.
 
Der Test gibt Pascal die Möglichkeit, seine Formel 1-Erfahrung weiter auszubauen. Bereits zum Ende der Saison 2014 gab er in Abu Dhabi ein beeindruckendes Test-Debüt für MERCEDES AMG PETRONAS. Die Testfahrten in Barcelona stellen den Beginn von Pascals Zusammenarbeit mit Sahara Force India dar, für die er 2015 auch an den beiden Tests während der Saison teilnehmen wird.
Pascal Wehrlein testet für Force India in Barcelona
Foto: Mercedes-Motorsport
Pascal Wehrlein:

„Ich bin natürlich sehr happy, dass mir SAHARA FORCE INDIA die Chance gibt, ihr Auto in Barcelona zwei Tage lang zu testen. Für einen jungen Fahrer wie mich ist jede Zeit, die ich im Auto verbringen kann, extrem wichtig und ich kann viel daraus lernen. Im Simulator kenne ich mich bereits aus, aber auf der Strecke habe ich noch nicht so viel Erfahrung. Ich will in Spanien gemeinsam mit dem Team einen tollen Job machen, soviel als möglich aufsaugen und mitnehmen und den Ingenieuren ein gutes Feedback geben. Das Weltmeister-Auto von MERCEDES AMG PETRONAS bin ich bereits gefahren, daher wird der Vergleich mit dem SAHARA FORCE INDIA für mich sehr spannend: Wie das Team arbeitet, wie man hier das Auto verbessert und Probleme angeht – all das wird mir helfen, neue Erfahrungen zu sammeln und mich als Fahrer weiter zu entwickeln. Wie jeder weiß, spielen die Zeiten bei Testfahrten nur eine Nebenrolle. Aber natürlich will ich mit dem SAHARA FORCE INDIA so gut abschneiden als möglich. Das Team hat in der letzten Saison eine sehr starke Performance abgeliefert, und ich hoffe, dass ich mithelfen kann, um SAHARA FORCE INDIA wieder ein Stück nach vorne zu bringen und sie auf das Auftaktrennen in Melbourne vorzubereiten.“

Donnerstag, 19. Februar 2015

Audi und das Projekt „DTM 2015“

  • Intensive Wochen bis zum ersten DTM-Rennen der Saison
  • Aufbau der acht Audi RS 5 DTM bei Audi Sport in Neuburg
  • Bewährter Fahrerkader und unveränderte Teamzuordnung
das DTM-Team von Audi ist hochmotiviert
Foto: Audi-Motorsport
In zehn Wochen wird es beim Projekt „DTM 2015“ für die Audi-Mannschaft ernst: Am 2. Mai findet auf dem Hockenheimring das erste von insgesamt 18 DTM-Rennen der neuen Saison statt. Aufgabe für Audi 2015: den Herstellertitel in der international populären Tourenwagen-Rennserie verteidigen und den Fahrertitel zurück nach Ingolstadt und Neckarsulm holen.

„Es ist das erste DTM-Wochenende mit dem neuen Format, auf das alle sehr gespannt sind und auf das wir uns auch in den nächsten zehn Wochen weiter intensiv vorbereiten“, sagt Dieter Gass, Projektleiter DTM bei Audi Sport. „Mehr denn je wird es in der DTM auf Routine und perfekte Tagesform ankommen – und das ab sofort gleich bei zwei Rennen pro Wochenende.“

Audi geht als einziger Hersteller mit einem unveränderten Fahrerkader auf Titeljagd und hat auch die Teamzuordnung aus dem Vorjahr beibehalten: Mattias Ekström (S), Miguel Molina (E), Edoardo Mortara (I) und Adrien Tambay (F) starten im Audi Sport Team Abt Sportsline, Timo Scheider (D) und Mike Rockenfeller (D) im Audi Sport Team Phoenix, Jamie Green (GB) und Nico Müller (CH) im Audi Sport Team Rosberg. Die acht Audi-Piloten bringen zusammen Know-how aus 608 DTM-Rennen in das Projekt ein. 38 DTM-Rennen haben sie bisher für sich entschieden, fünf DTM-Titel gewonnen. 2015 soll ein weiterer folgen.

Das traditionelle Wintercamp von Audi Sport im Allgäu haben Ekström, Rockenfeller, Scheider & Co gerade gemeinsam absolviert. Nun stehen der Aufbau der acht Einsatzautos und die letzten Testfahrten vor Saisonbeginn auf dem Programm. Vom 2. bis 4. März kommen in Portimão (Portugal) zwei Testautos zum Einsatz. Am Steuer: Mattias Ekström, Nico Müller und Mike Rockenfeller. Den ersten „neuen“ Audi RS 5 DTM im 2015er-Outfit enthüllt Audi Sport am 19. März. Bei den anschließenden offiziellen DTM-Testfahrten in Estoril (Portugal, 25. bis 27. März) sind die Autos von Jamie Green, Miguel Molina, Mike Rockenfeller und Adrien Tambay zu sehen, in Oschersleben (Deutschland, 14. bis 16. April) die RS 5 DTM von Mattias Ekström, Edoardo Mortara, Nico Müller und Timo Scheider.

Die Teams bauen die acht Einsatzautos für die Saison 2015 auf Basis der im Vorjahr verwendeten Monocoques und Teile zum ersten Mal im neuen Kompetenz-Center Motorsport in Neuburg auf. Zwei Wochen dauert es, einen aus rund 4.000 Teilen bestehenden RS 5 DTM fertigzustellen. Nach den Tests in Estoril und Oschersleben übernehmen die Teams ihre Einsatzautos und bereiten diese in Kempten, Meuspath und Neustadt für den Saisonauftakt in Hockenheim vor.

Mittwoch, 18. Februar 2015

Fit mit Tom Kristensen

Er hat den Helm an den berühmten Nagel gehängt. Dennoch war Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen Anfang Februar beim traditionellen Wintercamp von Audi Sport im Allgäu dabei – in einer neuen Funktion.
die Piloten der DTM und der WEC im Trainingslager
Foto: Audi-Motorsport
Der Däne, der seine aktive Laufbahn im Winter nach neun Le-Mans-Siegen beendet hat und noch immer physische Bestleistungen vollbringt, berät Audi Sport seit diesem Jahr beim wichtigen Thema Fitness.
Tom Kristensen als Fitness-Coach
Foto: Audi-Motorsport
Während sich die Audi-Piloten aus der DTM und der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) einer regelmäßigen sportmedizinischen Diagnostik an der TU München unterziehen, bringt Tom Kristensen beim Training seine Erfahrung aus der Fahrerperspektive ein. „Ich freue mich, dass mein Wissen und meine Erfahrung gefragt sind“, sagt der FIA-Langstrecken-Weltmeister des Jahres 2013. „Ein Beispiel aus meiner Arbeit: Jeder Fahrer kann ganz individuell trainieren. Ich achte auf mögliche Schwächen und empfehle meinen Kollegen dann, wie sie ein Training umsetzen, das für den ganzen Körper ausgeglichen ist. Ein weiteres Thema ist die Balance zwischen Ausdauer und Kraft.“
Jamie Green beim Spinning
Foto: Audi-Motorsport
In Ofterschwang baute Kristensen viele neue Aktivitäten ins Programm der Team-Building-Woche ein. „Einzelne Übungen haben wir so aufgebaut, dass noch mehr Wettbewerbscharakter entsteht. Das ist für einen Rennfahrer ein noch schönerer Anreiz und kam bei allen Fahrern gut an“, resümierte der Däne. Audi Sport Teamarzt Dr. Vincenzo Tota nutzte die Woche, um alle Rennfahrer besser kennenzulernen.
DTM-Pilot Miguel Molina
Foto: Audi-Motorsport

Dienstag, 17. Februar 2015

MRS GT-Racing bringt Nissan GT-R zurück in das ADAC GT Masters

  • MRS GT-Racing wechselt von McLaren zu Nissan und setzt auf zwei GT-R
  • GT Academy-Sieger Florian Strauß steuert einen Nissan GT-R
  • Erste volle Saison für Nissan im ADAC GT Masters seit 2012
der Nissan GT-R startet 2015 regelmäßig in der Liga der Traumsportwagen
Foto: ADAC-Motorsport
Nissan ist zurück im ADAC GT Masters. Das neue Nissan-Kundenteam MRS GT-Racing bringt ab dem Saisonstart am 24. bis 26. April in der etropolis Motorsport Arena Oschersleben zwei Exemplare des rund 550 PS starken Nissan GT-R in der „Liga der Supersportwagen“ an den Start. Als Fahrer für einen der GT-R steht bereits Florian Strauß (30, Berlin) fest, 2013 Sieger der außergewöhnlichen Nissan-Nachwuchsförderung „GT Academy“.
 
MRS GT-Racing ist seit 2011 im ADAC GT Masters am Start und setzte bis zum vergangenen Jahr auf einen McLaren. Nun hat sich das Team zum Markenwechsel entschlossen und plant eine langfristige Zusammenarbeit mit Nissan. Der Nissan GT-R, auf den MRS GT-Racing setzt, wurde für die Saison 2015 weiter optimiert. Die Fahrbarkeit des GT-Sportwagens aus Japan wurde ebenso optimiert wie die Aerodynamik, die Gewichtsverteilung und die Bremse.
 
MRS GT-Racing-Teamchef Karsten Molitor: „Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Nissan, bereits jetzt fühlen wir uns sehr wohl in der Nissan-Familie. Nach dem jüngsten Erfolg des Nissan GT-R bei den 12 Stunden von Bathurst sind wir sehr zuversichtlich, dass der Nissan konkurrenzfähig sein wird. Wir bedanken uns bei Nissan Deutschland für die Unterstützung, die es uns ermöglicht hat, dieses Projekt so kurzfristig umzusetzen. Wir hoffen, dass wir bereits in Kürze unseren kompletten Fahrerkader bekannt geben können, und sind auch sehr gespannt wie sich Florian Strauß im ADAC GT Masters schlagen wird.“
 
Strauß startet nach einem Sieg bei den 12h von Bathurst in Australien am vergangenen Wochenende im Nissan GT-R erstmals im ADAC GT Masters. Die Motorsportkarriere der Berliners, der erst seit 18 Monaten eine Rennlizenz besitzt und der in der kurzen Zeit bereits drei 24-Stunden-Rennen in dem rund 550 PS starken Nissan gefahren hat, ist höchst ungewöhnlich. Strauß gewann 2013 die deutsche Variante der Nissan GT Academy, bei der Nissan Playstation-Videospieler zu Rennfahrern macht. Er setzte sich in dem Wettbewerb gegen mehr als 60.000 Konkurrenten durch und startete bereits im vergangenen Jahr an der Seite des ehemaligen Formel-1-Piloten Nick Heidfeld beim ADAC Zurich 24-Stunden Rennen auf dem Nürburgring. Im ADAC GT Masters wird sich Strauß das Cockpit mit einem Profi-Rennfahrer teilen, der zu einem späteren Zeitpunkt bestätigt wird. Die Fahrer des zweiten Nissan GT-R von MRS GT-Racing sind noch offen.
 
„Im vergangenen Jahr war meine Saison mit dem Einstieg in den GT-Sport unglaublich und ich dachte, dies sei nicht mehr zu toppen”, sagt Strauß. „Doch 2015 folgt ein Highlight dem nächsten. Nach meinen Sieg in Bathurst und einem Einsatz beim ADAC Zurich 24 Stunden Rennen im Mai ist der Start im ADAC GT Masters die Krönung. Es ist eine hart umkämpfte Meisterschaft mit einem hochkarätigen Fahrerfeld und eine Herausforderung, der ich mit viel Freude entgegen blicke. Ich bin sehr stolz, dass Nissan und die GT Academy mir dieses Vertrauen schenken und mich mit dieser spannenden Aufgabe betreuen. Ich danke besonders Nissan Deutschland für die Unterstützung, mit der dies alles erst möglich wird.“