Donnerstag, 19. Februar 2015

Audi und das Projekt „DTM 2015“

  • Intensive Wochen bis zum ersten DTM-Rennen der Saison
  • Aufbau der acht Audi RS 5 DTM bei Audi Sport in Neuburg
  • Bewährter Fahrerkader und unveränderte Teamzuordnung
das DTM-Team von Audi ist hochmotiviert
Foto: Audi-Motorsport
In zehn Wochen wird es beim Projekt „DTM 2015“ für die Audi-Mannschaft ernst: Am 2. Mai findet auf dem Hockenheimring das erste von insgesamt 18 DTM-Rennen der neuen Saison statt. Aufgabe für Audi 2015: den Herstellertitel in der international populären Tourenwagen-Rennserie verteidigen und den Fahrertitel zurück nach Ingolstadt und Neckarsulm holen.

„Es ist das erste DTM-Wochenende mit dem neuen Format, auf das alle sehr gespannt sind und auf das wir uns auch in den nächsten zehn Wochen weiter intensiv vorbereiten“, sagt Dieter Gass, Projektleiter DTM bei Audi Sport. „Mehr denn je wird es in der DTM auf Routine und perfekte Tagesform ankommen – und das ab sofort gleich bei zwei Rennen pro Wochenende.“

Audi geht als einziger Hersteller mit einem unveränderten Fahrerkader auf Titeljagd und hat auch die Teamzuordnung aus dem Vorjahr beibehalten: Mattias Ekström (S), Miguel Molina (E), Edoardo Mortara (I) und Adrien Tambay (F) starten im Audi Sport Team Abt Sportsline, Timo Scheider (D) und Mike Rockenfeller (D) im Audi Sport Team Phoenix, Jamie Green (GB) und Nico Müller (CH) im Audi Sport Team Rosberg. Die acht Audi-Piloten bringen zusammen Know-how aus 608 DTM-Rennen in das Projekt ein. 38 DTM-Rennen haben sie bisher für sich entschieden, fünf DTM-Titel gewonnen. 2015 soll ein weiterer folgen.

Das traditionelle Wintercamp von Audi Sport im Allgäu haben Ekström, Rockenfeller, Scheider & Co gerade gemeinsam absolviert. Nun stehen der Aufbau der acht Einsatzautos und die letzten Testfahrten vor Saisonbeginn auf dem Programm. Vom 2. bis 4. März kommen in Portimão (Portugal) zwei Testautos zum Einsatz. Am Steuer: Mattias Ekström, Nico Müller und Mike Rockenfeller. Den ersten „neuen“ Audi RS 5 DTM im 2015er-Outfit enthüllt Audi Sport am 19. März. Bei den anschließenden offiziellen DTM-Testfahrten in Estoril (Portugal, 25. bis 27. März) sind die Autos von Jamie Green, Miguel Molina, Mike Rockenfeller und Adrien Tambay zu sehen, in Oschersleben (Deutschland, 14. bis 16. April) die RS 5 DTM von Mattias Ekström, Edoardo Mortara, Nico Müller und Timo Scheider.

Die Teams bauen die acht Einsatzautos für die Saison 2015 auf Basis der im Vorjahr verwendeten Monocoques und Teile zum ersten Mal im neuen Kompetenz-Center Motorsport in Neuburg auf. Zwei Wochen dauert es, einen aus rund 4.000 Teilen bestehenden RS 5 DTM fertigzustellen. Nach den Tests in Estoril und Oschersleben übernehmen die Teams ihre Einsatzautos und bereiten diese in Kempten, Meuspath und Neustadt für den Saisonauftakt in Hockenheim vor.

Mittwoch, 18. Februar 2015

Fit mit Tom Kristensen

Er hat den Helm an den berühmten Nagel gehängt. Dennoch war Le-Mans-Rekordsieger Tom Kristensen Anfang Februar beim traditionellen Wintercamp von Audi Sport im Allgäu dabei – in einer neuen Funktion.
die Piloten der DTM und der WEC im Trainingslager
Foto: Audi-Motorsport
Der Däne, der seine aktive Laufbahn im Winter nach neun Le-Mans-Siegen beendet hat und noch immer physische Bestleistungen vollbringt, berät Audi Sport seit diesem Jahr beim wichtigen Thema Fitness.
Tom Kristensen als Fitness-Coach
Foto: Audi-Motorsport
Während sich die Audi-Piloten aus der DTM und der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) einer regelmäßigen sportmedizinischen Diagnostik an der TU München unterziehen, bringt Tom Kristensen beim Training seine Erfahrung aus der Fahrerperspektive ein. „Ich freue mich, dass mein Wissen und meine Erfahrung gefragt sind“, sagt der FIA-Langstrecken-Weltmeister des Jahres 2013. „Ein Beispiel aus meiner Arbeit: Jeder Fahrer kann ganz individuell trainieren. Ich achte auf mögliche Schwächen und empfehle meinen Kollegen dann, wie sie ein Training umsetzen, das für den ganzen Körper ausgeglichen ist. Ein weiteres Thema ist die Balance zwischen Ausdauer und Kraft.“
Jamie Green beim Spinning
Foto: Audi-Motorsport
In Ofterschwang baute Kristensen viele neue Aktivitäten ins Programm der Team-Building-Woche ein. „Einzelne Übungen haben wir so aufgebaut, dass noch mehr Wettbewerbscharakter entsteht. Das ist für einen Rennfahrer ein noch schönerer Anreiz und kam bei allen Fahrern gut an“, resümierte der Däne. Audi Sport Teamarzt Dr. Vincenzo Tota nutzte die Woche, um alle Rennfahrer besser kennenzulernen.
DTM-Pilot Miguel Molina
Foto: Audi-Motorsport

Dienstag, 17. Februar 2015

MRS GT-Racing bringt Nissan GT-R zurück in das ADAC GT Masters

  • MRS GT-Racing wechselt von McLaren zu Nissan und setzt auf zwei GT-R
  • GT Academy-Sieger Florian Strauß steuert einen Nissan GT-R
  • Erste volle Saison für Nissan im ADAC GT Masters seit 2012
der Nissan GT-R startet 2015 regelmäßig in der Liga der Traumsportwagen
Foto: ADAC-Motorsport
Nissan ist zurück im ADAC GT Masters. Das neue Nissan-Kundenteam MRS GT-Racing bringt ab dem Saisonstart am 24. bis 26. April in der etropolis Motorsport Arena Oschersleben zwei Exemplare des rund 550 PS starken Nissan GT-R in der „Liga der Supersportwagen“ an den Start. Als Fahrer für einen der GT-R steht bereits Florian Strauß (30, Berlin) fest, 2013 Sieger der außergewöhnlichen Nissan-Nachwuchsförderung „GT Academy“.
 
MRS GT-Racing ist seit 2011 im ADAC GT Masters am Start und setzte bis zum vergangenen Jahr auf einen McLaren. Nun hat sich das Team zum Markenwechsel entschlossen und plant eine langfristige Zusammenarbeit mit Nissan. Der Nissan GT-R, auf den MRS GT-Racing setzt, wurde für die Saison 2015 weiter optimiert. Die Fahrbarkeit des GT-Sportwagens aus Japan wurde ebenso optimiert wie die Aerodynamik, die Gewichtsverteilung und die Bremse.
 
MRS GT-Racing-Teamchef Karsten Molitor: „Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Nissan, bereits jetzt fühlen wir uns sehr wohl in der Nissan-Familie. Nach dem jüngsten Erfolg des Nissan GT-R bei den 12 Stunden von Bathurst sind wir sehr zuversichtlich, dass der Nissan konkurrenzfähig sein wird. Wir bedanken uns bei Nissan Deutschland für die Unterstützung, die es uns ermöglicht hat, dieses Projekt so kurzfristig umzusetzen. Wir hoffen, dass wir bereits in Kürze unseren kompletten Fahrerkader bekannt geben können, und sind auch sehr gespannt wie sich Florian Strauß im ADAC GT Masters schlagen wird.“
 
Strauß startet nach einem Sieg bei den 12h von Bathurst in Australien am vergangenen Wochenende im Nissan GT-R erstmals im ADAC GT Masters. Die Motorsportkarriere der Berliners, der erst seit 18 Monaten eine Rennlizenz besitzt und der in der kurzen Zeit bereits drei 24-Stunden-Rennen in dem rund 550 PS starken Nissan gefahren hat, ist höchst ungewöhnlich. Strauß gewann 2013 die deutsche Variante der Nissan GT Academy, bei der Nissan Playstation-Videospieler zu Rennfahrern macht. Er setzte sich in dem Wettbewerb gegen mehr als 60.000 Konkurrenten durch und startete bereits im vergangenen Jahr an der Seite des ehemaligen Formel-1-Piloten Nick Heidfeld beim ADAC Zurich 24-Stunden Rennen auf dem Nürburgring. Im ADAC GT Masters wird sich Strauß das Cockpit mit einem Profi-Rennfahrer teilen, der zu einem späteren Zeitpunkt bestätigt wird. Die Fahrer des zweiten Nissan GT-R von MRS GT-Racing sind noch offen.
 
„Im vergangenen Jahr war meine Saison mit dem Einstieg in den GT-Sport unglaublich und ich dachte, dies sei nicht mehr zu toppen”, sagt Strauß. „Doch 2015 folgt ein Highlight dem nächsten. Nach meinen Sieg in Bathurst und einem Einsatz beim ADAC Zurich 24 Stunden Rennen im Mai ist der Start im ADAC GT Masters die Krönung. Es ist eine hart umkämpfte Meisterschaft mit einem hochkarätigen Fahrerfeld und eine Herausforderung, der ich mit viel Freude entgegen blicke. Ich bin sehr stolz, dass Nissan und die GT Academy mir dieses Vertrauen schenken und mich mit dieser spannenden Aufgabe betreuen. Ich danke besonders Nissan Deutschland für die Unterstützung, mit der dies alles erst möglich wird.“

Montag, 16. Februar 2015

BMW Motorsport und Shell gehen künftig in der DTM, USCC und in der „Grünen Hölle“ gemeinsam an den Start

Wenn BMW Motorsport 2015 in der DTM, der United SportsCar Championship (USCC) und beim 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife (DE) an den Start geht, wird Shell als neuer Premium Technology Partner mit von der Partie sein.
 
Shell künftig neuer Werbepartner von BMW in der DTM
Foto: BMW-Motorsport
Ab 2015 ist Shell zugleich der einzige von der BMW AG weltweit empfohlene Motorenöl-Hersteller für original BMW Motorenöle im Aftersales Geschäft. Diese exklusive Zusammenarbeit wird im Rahmen einer neuen Partnerschaft jetzt auch auf die Rennstrecke ausgeweitet, wo die Teams mit Shell Helix Ultra und Pennzoil Platinum Motorenölen an den Start gehen werden.

Das Logo Shell Helix Ultra ist zukünftig in der DTM auf allen acht BMW M4 DTM von BMW Motorsport, auf der Teamkleidung sowie auf den Fahrerhelmen und -overalls zu sehen. Shell Helix Ultra gehört zu einer Reihe von Spitzenmotorenölen, die auf der einzigartigen Shell PurePlus Technology basieren. Dabei handelt es sich um einen revolutionären Gas-to-Liquid (GTL) Prozess, bei dem Erdgas in kristallklares Grundöl, die Hauptkomponente von Motorenölen, umgewandelt wird, das nahezu frei von den im Erdöl vorhandenen Verunreinigungen ist. Verbindet man diese Technologie mit einer Auswahl an High-Performance Zusätzen, wird der Motor aktiv geschützt und sauber gehalten. Eines der Fahrzeuge, der Shell BMW M4 DTM, tritt komplett im markanten rot-gelben Design des Unternehmens an.

Außerdem wird Shell gemeinsam mit den Ingenieuren von BMW Motorsport die Entwicklung von Hochleistungsölen für den Einsatz in BMW Rennfahrzeugen vorantreiben. Diese Entwicklung wird sich durch die Testfahrten sowie durch die Saisons in den betreffenden Rennserien hindurchziehen. Ihr Fokus wird auf der schrittweisen Verbesserung von Leistungsfaktoren wie der Reduzierung von Reibung und Verschleiß liegen.

„Wir alle bei BMW Motorsport freuen uns sehr darüber, dass wir zukünftig sowohl in der DTM als auch in der USCC und beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring auf die Unterstützung von Shell zählen können“, sagt BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt. „Shell Helix Ultra und Pennzoil Platinum sind leistungsstarke Marken, die perfekt zu unseren Motorsport-Projekten passen. Wir vertrauen in diese Hochleistungs-Schmierstoffe und hoffen, mit der neuen Zusammenarbeit den Grundstein für viele gemeinsame Erfolge auf der Rennstrecke zu legen.“

Mark Gainsborough, Executive Vice President für Shell Lubricants, sagt: „Shell hat eine Leidenschaft für Motorsport in all seinen Facetten. Das beweist unser langfristiges Engagement auf der internationalen Motorsport-Bühne. Wir freuen uns sehr, dieses Engagement um die Partnerschaft mit BMW Motorsport erweitern zu können, nachdem wir bereits der von BMW empfohlene Motorenöl-Hersteller für das Aftersales Geschäft sind. Diese Partnerschaft unterstreicht den signifikanten Beitrag, den unsere Motorenöle, insbesondere Shell Helix Ultra und Pennzoil Platinum, zur Performance von BMW Rennfahrzeugen leisten. Wir freuen uns auf die gemeinsame Arbeit mit dem BMW Motorsport Team, bei der wir versuchen werden, Produkte zu entwickeln und zu liefern, die die Antriebsleistung der BMW Rennfahrzeuge optimieren. Dank dieser Zusammenarbeit werden beide Unternehmen die Entwicklung von Motorenölen und Motoren hoffentlich auf ein neues Level heben können, von dem letztlich der normale Fahrer eines Straßenfahrzeugs profitieren kann.“

Auch im GT- und Langstreckensport vertraut BMW Motorsport künftig auf Shell Helix Ultra mit PurePlus Technology – ein Premium-Produkt, das Leistung und Lebensdauer des Antriebs entscheidend verbessert. Diese Eigenschaften sind gerade auf der härtesten Rennstrecke der Welt, der Nürburgring-Nordschleife, unverzichtbar. Deshalb werden die BMW Motorsport Einsatzteams beim 24-Stunden-Marathon in der „Grünen Hölle“ ebenfalls von Shell unterstützt. Die BMW Z4 GT3 werden auch das Shell Helix Ultra Logo tragen.

In Nordamerika geht BMW Motorsport in die zweite Saison der USCC und will seiner Erfolgsgeschichte gemeinsam mit dem neuen Premium Partner Shell weitere Kapitel hinzufügen. Ab 2015 werden die beiden BMW Z4 GTLM des BMW Team RLL mit dem Schriftzug Pennzoil Platinum, einem weiteren Motorenöl von Shell, das mit PurePlus Technology hergestellt wurde, in der Startaufstellung stehen.

Mittwoch, 11. Februar 2015

Dupré Engineering Motorsport mit Audi im ADAC GT Masters

  • Neueinsteiger mit Audi im ADAC GT Masters
  • Dupré Engineering Motorsport plant Einsatz eines ehemaligen DTM-Piloten
  • Planungen für einen zweiten Audi R8 laufen
Duprè Engineering Motorsport ist ab 2015 in der ADAC GT-Masters dabei
Foto: ADAC-Motorsport
Der Testeinsatz im vergangenen Jahr beim Finale in Hockenheim hat Lust auf mehr gemacht: Nachdem Dupré Engineering Motorsport zum Saisonabschluss 2014 erstmals ADAC GT Masters-Luft schnupperte, startet das Team aus dem Saarland nun in die erste volle Saison im ADAC GT Masters. Dupré hat sich bereits frühzeitig einen Startplatz für die „Liga der Supersportwagen“ gesichert und setzt auf einen rund 550 PS starken Audi R8. Das von Christoph Dupré in zweiter Generation geleitete Team ist seit knapp 50 Jahren im Motorsport aktiv und startete vor rund 20 Jahren schon im ADAC GT Cup, dem Vorgänger des ADAC GT Masters.
Duprè Engineering Motorsport hier beim 2014'er Testeinsatz in Hockenheim
Foto: ADAC-Motorsport
Teamchef Dupré, der im vergangenen Jahr in Hockenheim gemeinsam mit Thomas Schöffler im Audi R8 startete, plant sich in diesem Jahr auf die Rolle an der Boxenmauer zu konzentrieren. „Der Testeinsatz in Hockenheim hat uns gut gefallen. Daher haben wir uns dazu entschlossen, in diesem Jahr im ADAC GT Masters zu starten. Die Verhandlungen mit potenziellen Fahrern laufen derzeit. Wir planen mit einem jungen Nachwuchsfahrer in Kombination mit einem ehemaligen DTM-Piloten und hoffen, dass dies klappt.“

Darüber hinaus arbeitet das Team am Einsatz eines zweiten Audi im ADAC GT Masters: „Wir möchten am liebsten mit zwei Audi R8 antreten. Wir haben dazu bereits einen jungen Nachwuchspiloten. Allerdings fehlt uns momentan noch ein zweiter Fahrer und etwas Unterstützung seitens Sponsoren, um den Einsatz zu realisieren. Unser ganz klares Ziel ist es, uns im ADAC GT Masters zu etablieren.“