Donnerstag, 26. Juni 2014

Fakten und Stimmen der Audi-Fahrer zum Rennen auf dem Norisring

 
Mattias Ekström will diesmal den Pokal behalten
Foto: Audi-Motorsport
Mattias Ekström (35/S), Red Bull Audi RS 5 DTM #7 (Audi Sport Team Abt Sportsline)

• War der sportliche Sieger des 2013er-Rennens am Norisring
• Wurde der Sieg wegen eines Verstoßes gegen Parc-Fermé-Regeln aberkannt


„Wie immer ist das Rennen am Norisring eines der aufregendsten Wochenenden im Jahr. 2013 hatte ich den Pokal schon in der Hand – dieses Mal will ich ihn abends auch mit nach Hause nehmen.“
 
"Mister Norisring" Jamie Green hat hier bereits viermal gewonnen
Foto: Audi-Motorsport
Jamie Green (32/GB), Hoffmann Group Audi RS 5 DTM #21 (Audi Sport Team Rosberg)

• Hat das Rennen in Nürnberg schon viermal gewonnen
• Holte in Budapest seine ersten Punkte in der Saison 2014

„Trotz der vier Siege ist meine Premiere mit Audi auf dem Norisring im Vorjahr nicht gerade erfolgreich gewesen. Aber das habe ich abgehakt und jetzt blicke ich nur nach vorn. Mein Auto und auch ich selbst sind bestens vorbereitet, um es in diesem Jahr besser zu machen.“
 
Miguel Molina in der bisherigen Saison sehr erfolgreich
Foto: Audi-Motorsport
Miguel Molina (25/E), Audi Sport Audi RS 5 DTM #8 (Audi Sport Team Abt Sportsline)

• Holte in Budapest mit Platz zwei das beste Resultat seiner DTM-Karriere
• Absolvierte in Ungarn den schnellsten Boxenstopp aller Audi-Piloten

„Es ist ein wichtiges Rennen für uns. Ich war dort in der Vergangenheit zwar nicht besonders erfolgreich, aber jetzt habe ich mit meinem Teamkollegen Mattias Ekström den perfekten Lehrer – er ist dort immer extrem schnell. Ich werde mich an seine Tipps halten und versuchen, nach dem Erfolg in Budapest nachzulegen.“
 

Edoardo Mortara (27/I), Audi Sport Audi RS 5 DTM #15 (Audi Sport Team Abt)

• Führte das Rennen auf dem Norisring im Vorjahr lange an
• Ist auf Tabellenplatz drei zweitbester Audi-Pilot

„Ich erinnere mich noch gut an das vergangene Jahr, als wir am Norisring ein sehr spannendes Rennen erlebt haben. Mattias Ekström wurde der verdiente Sieg leider wieder genommen. Wir werden alles dafür tun, um den Audi-Fans nach so vielen Jahren auch am Norisring wieder einen Grund zum Jubeln zu geben.“
 
 
Nico Müller (22/CH), Audi Financial Services Audi RS 5 DTM #22 (Audi Sport Team Rosberg)
• Absolvierte in Budapest die schnellste Rennrunde
• Erhält ein neues Design für seinen Audi RS 5 DTM mit weißer Grundfarbe
„Der Norisring ist eine neue Strecke für mich, daher wird es nicht ganz leicht. Ich freue mich aber sehr darauf. Alle schwärmen von der einmaligen Stimmung. Ich werde versuchen, den Trend von Budapest fortzusetzen und die dort verpassten Punkte in Nürnberg zu holen.“
Mike Rockenfeller bisher in jedem Rennen gepunktet, aktuell Platz zwei in der Meisterschaft
Foto: Audi-Motorsport
 Mike Rockenfeller (30/D), Schaeffler Audi RS 5 DTM #1 (Audi Sport Team Phoenix)
• Ist auf Platz zwei der Gesamtwertung bester Audi-Pilot
• Hat als einer von zwei Piloten im Feld bei allen drei Rennen gepunktet
„Auch wenn es unser Heimrennen und der Saisonhöhepunkt ist, habe ich am Norisring immer am meisten zu kämpfen. Der fünfte Platz 2013 war eines der besseren Ergebnisse. Wichtig ist, dass mal wieder ein Audi-Fahrer dort gewinnt – und natürlich wäre ich das am liebsten selbst. Wir arbeiten hart daran, mit einer optimalen Abstimmung ins Wochenende zu starten.“
 
Timo Scheider (35/D), AUTO TEST Audi RS 5 DTM #2 (Audi Sport Team Phoenix)
• Verpasste das 2013er-Rennen wegen eines Bremsenproblems am Start
• Startet 2014 zum 14. Mal auf dem Norisring – Bestmarke im Starterfeld
„Ich habe gute und schlechte Erinnerungen an den Norisring. In diesem Jahr wäre es Balsam für meine Seele und vor allem wichtig mit Blick auf die Meisterschaft, wenn ich dort nach vorn fahren könnte. Meine Pace in den ersten drei Rennen stimmt mich auf jeden Fall positiv.“
 
Adrien Tambay (23/F), Playboy Audi RS 5 DTM #16 (Audi Sport Team Abt)
• Hat als einer von zwei Piloten im Feld bei allen drei Rennen gepunktet
• Startet 2014 in den Farben des Männermagazins Playboy
„Es ist immer aufregend, auf einem Stadtkurs zu fahren, denn für uns Piloten ist eine Strecke ohne Auslaufzonen eine große Herausforderung. Natürlich stehen wir als Audi-Piloten in der Pflicht, vor den eigenen Fans 110 Prozent zu geben. Ich möchte weiter Punkte sammeln – und zwar so viele wie möglich.“




Mittwoch, 25. Juni 2014

Sidecar: Hock/Becker übernehmen Meisterschaftsführung

So ein volles Starterfeld gab es bei den Sidecar`s lange nicht, 25 Teams waren in Oschesleben am Start. Durch Ihren Unfall beim WM-Lauf in Rijeka fehlten in Oschersleben Jörg Steinhausen/Axel Kölsch gab es die Chance für andere Teams in der Gesamtwertung Boden gut zu machen.

Foto: Jens Hawrda
Die Spitzengruppe, bestehend aus André Kretzer/Jens Lehnertz (LCR Suzuki), Kurt Hock/Enrico Becker sowie Josef Sattler/Stefan Trautner (LCR Suzuki), lag in der Jagd um die schnellste Trainingszeit innerhalb einer Sekunde. Titelverteidiger Kretzer steigerte sich in der zweiten Session um ganze drei Sekunden. In der ersten hatten ihm immer andere Teams im Weg gestanden.

Im Rennen überschlugen sich die Ereignisse. Das erste wurde in der zehnten Runde abgebrochen. Phil Croft hatte seinen Beifahrer Sam Nicholas verloren. Es erfolgte eine Zwischenwertung nach der neunten Runde, in der Hock vor Kretzer und Sattler geführt hatte.

Sidecar-Neuling Patrick Vincon (Rennteam Eilers), der die Kontrolle über das OSR-Suzuki-Gespann verlor und mit seinem Beifahrer Manuel Hirschi abschmierte. Es kam der nächste Abbruch. Zuvor hatten Kretzer/Lehnertz in Führung gelegen, doch durch die Addition der Zeiten aus den absolvierten beiden Sessionen rutschten sie im Gesamtergebnis wieder auf den zweiten Platz hinter Hock/Becker zurück, die jetzt auch in der Gesamtwertung führen und Steinhausen entthronten.
Hock / Becker in Aktion
Foto: Jens Hawrda

Kurt Hock: „Wir hatten zwei super Starts. Im zweiten Teil des Rennens musste ich nur hinter Kretzer bleiben. Dass ich in der Addition vor ihm sein musste, war mir schon klar, nachdem ich im ersten Turn sieben Sekunden Vorsprung vor ihm hatte.“
André Kretzer: „Der zweite Platz ist nicht das, was ich wollte. Aber ich musste Hock im ersten Anlauf ziehen lassen, weil ich zu sehr mit Josef Sattler zu kämpfen hatte. Im zweiten Teil habe ich damit gerechnet, dass Hock hinter mir bleibt. Er war aber immer an meinem Hinterrad dran.“

Josef Sattler: „Wir sind voll zufrieden. Endlich stehen wir mal auf dem Siegerpodest. Und unsere Starts waren einfach geil.“

Ergebnis 1. Rennen (Top-Five):

1. Hock/Becker,
2. Kretzer/Lehnertz,
3. Trautner/Sattler,
4. Zimmermann/Faber,
5. Nussbaum/Aebisch.


Kurt Hock und Beifahrer Enrico Becker (LCR Suzuki) räumte auch im zweiten Sidecar-Lauf die volle Punktzahl ab, während die Titelverteidiger André Kretzer/Jens Lehnertz den Sonntag lieber vergessen wollen.

Hock/Becker, die neuen Führenden in der Klasse Sidecar, blieben von der Konkurrenz im zweiten Rennen in der Magdeburger Börde unbehelligt. Einziger Zwischenfall: Becker verlor schon in der Einführungsrunde den Schleifschutz vom Hintern und fürchtete um seinen Po.

Von Kretzer/Lehnertz  entfernten sich Hock/Becker pro Runde im Rennen um eine knappe Sekunde und dann musste das Verfolgerduo auch noch sieben Runden vor Schluss an die Box fahren. Ein Motorschaden hatte sich angebahnt. Die deutsch-österreichische Kombination Josef Sattler/Stefan Trautner (LCR Suzuki) erbte damit den zweiten Platz. Dritter wurde das Gästepaar Bennie Streuer/Geert Koerts aus den Niederlanden.

Siegerpodest des zweiten Laufes am Sonntag
Foto: Jens Hawrda
Hock/Becker: „Ich musste mich zwingen, nicht auf die Tafel mit der Rundenanzeige zu schauen. Es war verdammt schwer, denn die Versuchung ist groß. Ich wollte mich aber ausschließlich um das Rennen kümmern.“

Sattler/Trautner: „Wir haben Kretzer immer vor uns gesehen und von Beginn an versucht, unseren dritten Platz zu halten.     Das hat funktioniert, aber dass es noch der zweite Platz wurde, war eine echte Überraschung.“

Kretzer/Lehnertz: „Am Gespann fing es plötzlich an zu Klackern. Zuerst dachte ich, ein Fremdkörper von außen hat sich irgendwo verhakt. Aber dann war es der Motor und ich habe lieber die Box angesteuert um ihn nicht noch komplett zu zerstören.“


Ergebnis 2. Rennen (Top-Five):

1. Hock/Becker,
2. Trautner/Sattler,
3. Zimmermann/Faber,
4. Rutz/Hofer,
5. Nussbaum/Aebisch.

Meisterschaftsstand (Top-Five):

1. Hock             94 Pkt.
2. Rutz              59,5 Pkt.
3. Steinhausen 56,5 Pkt.
4. Sattler           52 Pkt.
5. Kretzer          52 Pkt.

DTM: Der BMW M4 DTM feiert sein Stadtkurs-Debüt.


Mit dem Gastspiel auf dem Norisring (DE) nimmt die DTM-Saison 2014 nach einer vierwöchigen Rennpause wieder Fahrt auf. Am 29. Juni kämpfen die BMW Fahrer beim traditionsreichen Stadtrennen in Nürnberg (DE) um Punkte und Top-Platzierungen. Ein Pilot fiebert dem vierten Rennen des Jahres besonders entgegen: Marco Wittmann (DE), mit 50 Punkten der aktuelle Spitzenreiter in der Fahrerwertung. Er wohnt nur 20 Kilometer von der Strecke entfernt in Fürth (DE). So wie der Lokalmatador bei den Fahrern in Front liegt, hat sein BMW Team RMG auch bei den Teams Platz eins inne. Die Mannschaft um Teamchef Stefan Reinhold (DE) führt die Wertung mit 58 Zählern an.

Kann Marco Wittmann seine Erfolgsserie am Norisring fortsetzen ?
Foto: Jens Hawrda
Der 2,3 Kilometer lange Norisring gilt als das Monaco der DTM. So wie die Formel-1-Piloten im Fürstentum durch enge Straßenschluchten fahren, kommen die DTM-Fahrer den Mauern auch auf dem engen Stadtkurs in Nürnberg extrem nah. 83 Mal absolvieren sie den Stop-and-Go-Kurs rund um den Dutzendteich, ehe sie die Zielflagge sehen.

Im vergangenen Jahr erwies sich der Norisring, der alljährlich von ehrenamtlichen Helfern renntauglich gemacht wird und auch öffentliche Straßen einschließt, für BMW Motorsport als relativ schwieriges Terrain. Nach einem turbulenten Hitzerennen mit zwei Safety-Car-Phasen kam Bruno Spengler (CA) als bestplatzierter BMW Fahrer auf Platz sechs. Insgesamt schafften vier BMW Piloten den Sprung unter die Top-Ten. Im Verlauf des Wochenendes verfolgten 126.000 Zuschauer das Geschehen am Norisring, auf dem BMW bisher fünf Siege im Rahmen der DTM feiern konnte – unter anderem bei der DTM-Premiere des Rennens 1984 mit Winfried Vogt (DE) im BMW 323i.

Bruno Spengler kann mit der bisherigen Saison nicht zufrieden sein und will am Norisring mehr
Foto: Jens Hawrda
Noch vor dem vierten Saisonlauf wartet am Sonntag ein ganz besonderes Highlight auf die Fans – die BMW Motorsport „Pit Stop Chain“. Zusammen mit den in Nürnberg zahlreich vertretenen BMW Mitarbeitern werden die Fans eine Menschenkette von der ITR-Bühne zum BMW Z4 GT3 von BMW Markenbotschafter Alessandro Zanardi (IT), der ebenfalls am Norisring zu Gast sein wird, bilden. Sie reichen nacheinander die vier Reifen für den Boxenstopp zum Rennfahrzeug an die Boxencrew weiter, die anschließend den Reifenwechsel vornehmen wird. Danach geht Zanardi mit dem BMW Z4 GT3 auf die Strecke.

Eine Neuerung im Wochenend-Format erwartet die DTM-Fans in Nürnberg am Samstag. Zum ersten Mal in dieser Saison gehen die acht BMW M4 DTM für zwei freie Trainings á 60 Minuten auf die Strecke. Die ARD überträgt das anschließende Qualifying auf dem Norisring am Samstag ab 14.35 Uhr live. Am Sonntag sind die Fernsehzuschauer ab 13.15 Uhr live dabei, wenn die BMW Fahrer auf Punktejagd gehen.

Drei BMW DTM-Piloten reisen aus der „Grünen Hölle“ nach Nürnberg: Wittmann, Maxime Martin (BE) und Martin Tomczyk (DE) waren am vergangenen Wochenende beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring (DE) im Einsatz. Während sowohl Wittmann als auch Martin mit dem BMW Sports Trophy Team Marc VDS ausschieden, kam Tomczyk mit seinen BMW Sports Trophy Team Schubert Fahrerkollegen und dem BMW Z4 GT3 mit der Nummer 20 auf Platz sechs ins Ziel.

Dienstag, 24. Juni 2014

Supersport 600: Marvin Fritz holt weitere Siege

Roman Stamm (Kawasaki) hatte als Trainingsschnellster die besten Karten, das erste Supersport-Rennen des Wochenendes am Sonnabend in Oschersleben zu gewinnen.

das war der Kampf des Wochenendes in der Supersport 600
Roman Stamm (Nr.14) und Marvin Fritz (Nr.7)
Foto: Jens Hawrda
Nach dem Training war schnell klar das Stamm, Fritz und Kerschbaumer den Sieg unter sich ausmachen werden. Aus der ersten Rennrunde tauchte tatsächlich Kerschbaumer in Führung liegend zurück. Hinter ihn hatte sich nun allerdings sein Teamkollege Pepijn Bijsterbosch geheftet. Fritz tauchte als Dritter vor Stamm, dem folgenden Suzuki-Nachwuchsfahrer Christian Stange und dem Italiener Vittorio Iannuzzo (HPC-Power Suzuki Racing Team) auf.

Aber schon in der zweiten Runde war Fritz an der Spitze und blieb es auch bis fast zum Schluss. Roman Stamm musste sich trotz kurzzeitiger Führung kurz vor Schluss mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Auf den dritten Platz kam ganz überraschend TatuLausletho (Suzuki Stoneline Mayer). Vierter wurde Iannuzzo, der damit seine Trainingsplatzierung bestätigte.

Kerschbaumer war im Laufe des Rennens gestürzt und Bijsterbosch auf dem dritten Rang liegend mit technischem Defekt in die Box gefahren.

 
Marvin Fritz:
„Nach meinem Trainingssturz war das ein super Ergebnis. Ich habe gemerkt, dass Roman Stamm immer knapp hinter mir war. Als er vorbeikam, musste ich kontern, denn vor ihm in die letzten Kurven zu gehen, erschien mir einfacher.“
zwei weitere Siege für Marvin Fritz und Ausbau der Meisterschaftsführung
Foto: Jens Hawrda
 
Roman Stamm:

„Ich hatte zwar kleine Reserven beim Fahren, aber Marvin den besseren Grip. Als ich in Führung ging, tauchten überrundete Fahrer auf, zudem hatte ich einen Rutscher am Hinterrad, bei dem ich einige Meter verlor. Damit war Marvin wieder vorn.

Tatu Lausletho:
„Mit diesem Ergebnis habe ich echt nicht gerechnet. Das Fahrwerk an der Suzuki ist noch nicht optimal eingestellt und das Vorderrad hat wild geruckelt.“
 
Ergebnis 1. Rennen (Top-Five):
1. Fritz, Yamaha,
2. Stamm, Kawasaki,
3. Lausletho, Suzuki,
4. Iannuzzo, Suzuki,
5. v. Gunten, Kawasaki.
Auch den zweiten Lauf in Oschersleben konnte Marvin Fritz (Bayer-Bikerbox Racing) gewinnen, wobei hier auch etwas Glück dabei war. Aus der ersten Rennrunde kamen Roman Stamm (Kawasaki Schnock Team Shell Advance), Marvin Fritz, TatuLausletho (Suzuki Stoneline-Mayer) als erste über Start-und Ziel. Dahinter folgten Vittorio Iannuzzo (HPC-Power Suzuki Racing Team), Gareth Jones (SMT), PepijnBijsterbosch(Langenscheidt Racing by Fast Bike Service),Christian von Gunten (Kawasaki Schnock Team Shell Advance) und Stefan Kerschbaumer(Langenscheidt Racing by Fast Bike Service). 

Im Rennverlauf wechselten die Postionen auf den vordern Plätzen ständig. Marvin Fritz konnte auch kurz führen, jedoch lies dies Roman Stamm diesmal nicht lange zu und übernahm wieder die Führung.

Drei Runden vor dem Ende wurde das Rennen wegen einsetzendem Regens vorzeitig abgebrochen. Stamm führte zu diesem Zeitpunkt vor Fritz und Bijsterbosch, Kerschbaumer und Lausletho.
Es nutze dem mit Siegambitionen gestarteten Schweizer aber nicht viel, denn die vorherige komplett absolvierte Runde wurde für die Meisterschaft  gewertet und in dieser Runde hatte Fritz noch vor Stamm und Kerschbaumer gelegen.
Roman Stamm war vom Rennausgang sichtlich enttäuscht
Foto: Jens Hawrda
Roman Stamm war im Ziel sichtlich enttäuscht und konnte lange nicht fassen das er nur zweiter geworden sein soll.

Marvin Fritz:

„Ich habe damit gerechnet, dass das Rennen irgendwann abgebrochen wird, denn die Wolken sind immer dunkler geworden und es war nur eine Frage von wenigen Minuten, wann der Regen losgeht. Ich habe mich deshalb rechtzeitig an die Spitze gesetzt und in der 12. und 13. Runde auf der Start- und Ziellinie geführt. Als Roman in der 14. Runde wieder vorne war, wurde die rote Flagge geschwenkt. Wäre das eine halbe Runde später passiert und wir schon wieder eine Runde weiter, hätte Roman gewonnen. Aber so ist das nun einmal. Ich jedenfalls hatte ein super Wochenende: volle Punktzahl geholt und die Führung in der Gesamtwertung ausgebaut.“

Siegerpodest 2.Lauf
Foto: Jens Hawrda
Ergebnis 2.Rennen (Top-Five):
1. Fritz, Yamaha,
2. Stamm, Kawasaki,
3. Kerschbaumer, Yamaha,
4. Lausletho. Suzuki,
5. Bijsterbosch, Yamaha.
 
Stand Meisterschaft (Top-Five):
1. Fritz                140 Pkt.
2. Stamm            121 Pkt.
3. Lausletho         87 Pkt.
4. Kerschbaumer 83 Pkt.
5. Iannuzzo          59 Pkt.

DTM: Audi will auf dem Norisring siegen

Mit sechs Titeln im vergangenen Jahrzehnt ist Audi die erfolgreichste Marke der jüngeren DTM-Geschichte. Doch in der Erfolgsbilanz fehlt seit 2002 ein Sieg beim Heimspiel am Norisring. Entsprechend motiviert sind Audi Sport, Fahrer und Teams vor dem Saisonhöhepunkt und einzigen Stadtrennen im Kalender der DTM am Wochenende 27. bis 29. Juni.

für Audi ist das Rennen am Norisring wie ein Heimrennen
Foto: Jens Hawrda
Vom zweitlängsten zum kürzesten Kurs im Kalender: Nach dem Gastspiel in Ungarn kehrt die DTM mit dem Rennen im Herzen Nürnbergs nach Deutschland zurück. Die Audi-Standorte Ingolstadt und Neckarsulm liegen nur 80 bzw. 140 Kilometer vom Rundkurs entfernt, was das einzige Stadtrennen der Serie zum doppelten Heimspiel für die Audi-Mannschaft macht. Wie in den Vorjahren werden weit mehr als 100.000 Zuschauer am Wochenende erwartet.

Die Charakteristik des Norisrings ist in der Welt der Rennstrecken einmalig. Zwei lange Geraden, zwei Spitzkehren, eine Schikane – das alles komprimiert auf 2.300 Metern und eingerahmt von Betonwänden und hohen Steintribünen. Der Kurs führt über sonst öffentliche Straßen mit wechselndem Belag aus Asphalt und Beton. Zeitabstände von wenigen Tausendstelsekunden im Qualifying sind ebenso typisch für den Norisring wie zahlreiche Überholmanöver. Das „Drag Reduction System“ (DRS), mit dem der Heckflügel per Knopfdruck am Lenkrad flach gestellt wird, unterstützt die Piloten vor der Grundig-Kehre am Ende der Start-Ziel-Gerade oder beim Anbremsen der Dutzendteich-Kehre.

Der letzte Audi-Sieg in Nürnberg liegt zwölf Jahre zurück: 2002 gewann Laurent Aiello in einem privat eingesetzten Abt-Audi TT-R das Rennen nach einem packenden Duell mit Bernd Schneider. Seit dem vergangenen Jahr hat Audi mit Jamie Green den „König des Norisrings“ in seinen Reihen, der das Rennen vor seinem Wechsel zu Audi viermal für sich entschied.

2013 schien die Durststrecke für Audi bereits beendet, als Mattias Ekström nach 83 Runden unter dem Jubel der Audi-Fans als Erster die Ziellinie überquerte. Die Regelhüter unterstellten dem Schweden nach dem Rennen jedoch einen Verstoß gegen die Parc-Fermé-Regeln und nahmen ihn infolgedessen aus der Wertung. Obwohl er seinen Sieg sportlich fair errungen hatte, blieb dem zweimaligen Champion der Pokal verwehrt und das Rennen ohne Sieger. Ein Unikum in der bisherigen Geschichte der DTM.