Samstag, 17. August 2013

DTM Nürburgring – erste Startreihe für BMW

BMW-Pilot Augusto Farfus hat sich am Nürburgring die dritte Pole-Position seiner DTM-Karriere gesichert. Im letzten Durchgang des Qualifyings fuhr der Brasilianer auf dem 3,629 Kilometer langen Kurs in der Eifel mit 1:23,296 Minuten die schnellste Runde und war danach überglücklich. „Diese Pole ist ein Traum. Wir hatten heute einen harten Tag und haben viel am Setup des Fahrzeugs gearbeitet, weil die Strecke sehr wenig Grip hat. Das Auto war danach super zu fahren, aber morgen wird es ein langes Rennen. Ich will viele Punkte holen, die Meisterschaft ist zu weit weg", sagte der 29-Jährige.
Die ersten des Qualifyings Wittmann (Links), Farfus (Mitte) und Molina
Foto: DTM-Media
Sein Markenkollege Marco Wittmann eroberte mit einer Zeit von 1:23,445 Minuten den zweiten Platz. Damit stehen am Sonntag zwei BMW-Boliden in der ersten Startreihe. Dritter und damit bester Audi-Fahrer war Miguel Molina, der einen Rückstand von nur sechs Tausendstelsekunden auf Wittmann hatte. „Ich bin sehr glücklich, das war ein tolles Qualifying für mich. Wir hatten in dieser Saison viele harte Tage, darum ist es umso schöner für mich, um den Sieg kämpfen zu können. Beim Rennen morgen kann viel passieren. In der DTM ist jeder Tag anders, aber ich freue mich auf das Rennen." Edoardo Mortara unterstrich mit Platz vier die starke Leistung von Audi.

Gary Paffett belegte als schnellster Mercedes--Benz-Pilot Rang fünf und war damit zufrieden.
„Es ist sehr schwierig in diesem Jahr. Hast Du eine perfekte Runde, stehst du vorn, es kann aber ganz schnell andersherum ausgehen. Uns fehlte heute die n
ötige Geschwindigkeit, Platz fünf ist dafür ganz gut", kommentierte der Drittplatzierte der Fahrerwertung, der damit von den Titelkandidaten die beste Ausgangsposition hat.
Augusto Farfus freut sich über die dritte Pole seiner DTM-Karriere
Foto: DTM-Media
Der Führende des Gesamtklassements, Mike Rockenfeller (Audi), schied bereits im zweiten Qualifikationsdurchgang aus. Der Audi-Pilot war neun Tausendstelsekunden zu langsam und geht am Sonntag von Platz elf ins Rennen. „Es ist ganz einfach, wir waren zu langsam. Das ist sehr schade, aber wir haben uns in zurückliegenden Rennen schon öfter von noch weiter hinten nach vorne geschoben. Außerdem müssen wir schauen, was das Wetter morgen macht", erklärte der 29-Jährige.

Rockenfellers schärfster Verfolger Bruno Spengler (BMW) konnte die Schwächephase des Spitzenreiters nicht nutzen. Der Gesamtzweite beendet das Qualifying als Zehnter und startet am Sonntag direkt vor Rockenfeller.
„Ich bin enttäuscht und unzufrieden mit dem Auto. Wir sind einfach nicht konstant genug, aber noch ist alles möglich", sagte der Kanadier.

 
Ergebnis Qualifikation Nürburgring (Top-Five):

  1. Augusto Farfus, BMW,
  2. Marco Wittmann, BMW,
  3. Miguel Molina, Audi,
  4. Edoardo Mortara, Audi,
  5. Gary Paffett, Mercedes.

DTM Nürburgring - Audi mit erdrückender Dominanz im freien Training

Von den ersten acht Plätzen werden nach dem freien Training am Samstag morgen sieben durch Audi-Piloten besetzt. Einziger Nicht-Audi unter den ersten Acht war Marco Wittmann (BMW). Schellster war der Portugiese Filipe Albuquergue vor Mike Rockenfeller (beide Audi).
Schnellster nach dem freien Training am Nürburgring: Filipe Albuquerque
Foto: Audi-Motorsport
 
Stimmen nach dem Freien Training auf dem Nürburgring
 
Arno Zensen (Teamchef Audi Sport Team Rosberg):
„Ich freue mich über die Bestzeit von Filipe (Albuquerque), zumal der Nürburgring auch für mich ein Heimrennen ist: Ich bin ganz in der Nähe der Strecke geboren. Nachdem es in der ersten Saisonhälfte für uns nicht so gut lief, wollen wir in den letzten vier Rennen voll attackieren. Ich hoffe, wir können diese Leistung im Qualifying wiederholen."

Filipe Albuquerque (Audi Financial Services RS 5 DTM):
„Schnellster zu sein, ist immer ein gutes Zeichen. Aber das Freie Training war in diesem Jahr noch nie mein Problem. Da war ich eigentlich regelmäßig vorn dabei. Wir müssen ruhig bleiben und abwarten, wie es im Qualifying läuft. Es wird wie immer für alle ganz eng werden."
Filipe Albuquerque
Foto: Audi-Motorsport

Mattias Ekström und Sébastien Ogier tauschen ihre Autos

„Toll, aber leider viel zu kurz!" Das war der erste Kommentar von Sébastien Ogier nach einer Probefahrt im Red Bull Audi RS 5 DTM auf dem Nürburgring.
Mattias Eckström und Sebastian Ogier vor Ihren Fahrzeugen
Foto: Audi-Motorsport

Der französische Rallyestar, der mit dem Volkswagen Polo R WRC vor der ADAC Rallye Deutschland in der kommenden Woche souverän die FIA-Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) anführt, erhielt im Vorfeld des DTM-Rennens auf dem Nürburgring  die Gelegenheit, einen
Audi RS 5 DTM auszuprobieren. Unter Anleitung von Audi-Werksfahrer Mattias Ekström drehte er fünf Runden auf dem 3,629 Kilometer langen Sprintkurs des Nürburgrings. „Dabei war er auf gebrauchten Reifen ganz schön flott unterwegs", meinte
der Schwede beim Blick auf die Stoppuhr.
Foto: Audi-Motorsport
„Natürlich war es mir in der kurzen Zeit nicht möglich, ans Limit zu gehen, vor allem nicht beim Bremsen", sagte Ogier. „Aber die fünf Runden haben gereicht, mir Appetit auf mehr zu machen: Jetzt würde ich gerne einen richtigen Test im Audi RS 5 DTM absolvieren. Das Auto ist toll und macht sehr viel Spaß."

Ehe am Montag das Training für die ADAC Rallye Deutschland beginnt, wird Ogier das DTM-Rennen auf dem Nürburgring in der Box des Audi Sport Team Abt Sportsline verfolgen.
„Das habe ich schon im vergangenen Jahr getan", so der Franzose. „Ich finde die DTM sehr interessant und halte mich immer auf dem Laufenden. Es ist sch
ön, dass Audi in diesem Jahr so stark ist. Und die Rennen sind dank DRS und Optionsreifen noch spannender geworden. Ich könnte mir durchaus vorstellen, nach dem Ende meiner Rallyekarriere in der DTM zu fahren."

Sebastian Ogier im Red Bull Audi RS 5 DTM
Foto: Audi-Motorsport

Im Anschluss an die Probefahrt von Sébastien Ogier im Red Bull Audi RS 5 DTM durfte Mattias Ekström den Volkswagen Polo R WRC des Franzosen ausprobieren. Der zweimalige DTM-Champion, der selbst schon erfolgreich in der FIA-Rallye-Weltmeisterschaft startete, testete das Rallyeauto auf einer Strecke neben dem Nürburgring.
Mattias Eckström im VW Polo R WRC
Foto: Audi-Motorsport
„Auch das war eine tolle Erfahrung – und auch ich habe dadurch Lust auf mehr bekommen", sagte Ekström nach dem Autotausch.
 
M.Eckström und S.Ogier
Foto: Audi-Motorsport
 


 
 

Freitag, 16. August 2013

DTM-Test für AMG Kundensportpiloten Maximilian Buhk und Maximilian Götz


Mercedes-AMG belohnt SLS AMG Kundensport-Junioren Maximilian Buhk und Maximilian Götz für ihre Leistungen mit einer Testfahrt in einer DTM Mercedes AMG C-Klasse

Maimilian Buhk und Maximilian Götz testen am 17. September einen DTM Mercedes auf dem Lausitzring
Foto: Mercedes Motorsport
Maximilian Buhk und Maximilian Götz waren bereits im vergangenen Jahr sehr erfolgreich unterwegs. Buhk wurde in einem Rennflügeltürer FIA GT3 Europameister und Götz gewann in einem SLS AMG GT3 den Meistertitel im ADAC GT Masters. Als Belohnung für ihre Erfolge im GT3-Kundensport erhalten Buhk und Götz am 17. September 2013 die Gelegenheit, eine DTM Mercedes AMG C-Klasse auf dem Lausitzring zu testen und so zum ersten Mal DTM-Erfahrung zu sammeln.

„Ich freue mich sehr, dass Mercedes-AMG und HWA mir das Vertrauen entgegen bringen, ein DTM-Fahrzeug fahren zu dürfen“, sagt Buhk. „Ich bin sehr gespannt auf meine Ausfahrt in der DTM Mercedes AMG C-Klasse und versuche, so viel Erfahrung wie möglich aus dieser Gelegenheit zu ziehen.“ Auch Götz freut sich auf den DTM-Test auf dem Lausitzring. „Das Ganze ist eine riesige Sache für mich“, betont er. „Mercedes-AMG lässt für mich mit diesem Test einen großen Traum Wirklichkeit werden. Ich kann es kaum erwarten, selbst hinter dem Steuer eines DTM-Autos zu sitzen.“

 
Toto Wolff, Mercedes-Benz Motorsportchef:

„Maximilian Buhk, Maximilian Götz und unser gesamtes Kundensportteam von Mercedes-AMG haben in diesem Jahr eine fantastische Performance gezeigt. Der SLS AMG GT3 hat bislang alle GT3-Langstreckenklassiker gewonnen und Bernd Schneider saß bei allen Siegen am Lenkrad eines der Autos. Kompliment zu dieser großartigen Leistung an die gesamte Mannschaft. Mercedes-Benz hat eine lange Tradition in der Talentförderung im Motorsport – von der Formel 3 über die DTM bis in die Formel 1. Dabei achten wir auch auf die Leistungen der Fahrer im Kundensportsegment. Mit ihren Erfolgen im SLS AMG GT3 nutzten die beiden Maximilians die Chance, ihr Talent in einem leistungsstarken Fahrzeug und gegen starke Konkurrenz unter Beweis zu stellen und empfahlen sich so für weitere Aufgaben. Mit unserem DTM-Fahrerkader haben wir in diesem Jahr gezeigt, dass wir auf junge und schnelle Fahrer setzen – eine Philosophie, die schon in dieser DTM-Saison erste Früchte in Form von Podestplätzen getragen hat. Für ihre herausragende Leistung im Rennflügeltürer haben sich die beiden Maximilians diesen DTM-Test als Belohnung redlich verdient.“

 

Dienstag, 13. August 2013

DTM - Nachgefragt bei ... Timo Scheider

Timo Scheider
Foto: Jens Hawrda

Sie wohnen nun schon seit einigen Jahren in Österreich. Ist der DTM-Lauf auf dem Nürburgring trotzdem noch Ihr Heimrennen?

Ja, natürlich. Heimat bleibt Heimat, egal wo man wohnt. Ich komme immer sehr gern an den Nürburgring, weil mich dort stets sehr viele Freunde und Bekannte unterstützen. Das ist ein gutes Gefühl und macht jedes Rennen dort für mich zu einem besonderen Rennen.

Zuletzt hat die DTM ihre Premiere in Russland gefeiert. Wie ist Ihr Eindruck von Land und Leuten?

Moskau ist eine unglaublich turbulente und pulsierende Metropole, die scheinbar nie zur Ruhe kommt. Es kann einem passieren, dass man auf sechsspurigen Straßen mitten in der Nacht um zwei Uhr plötzlich in einem Stau steht.

Sie haben im Rennen dort nach drei Nullrunden wieder Punkte eingefahren. Eine Trendwende?

Das hoffe ich sehr. Von der reinen Performance her hätten wir auch in den Rennen vorher punkten können. Viel Pech hat das verhindert. Deshalb bin ich froh, dass es in Russland zu zwei Punkten gereicht hat. Aber unser Anspruch ist natürlich weiterhin, an der Spitze mitzumischen und um Siege zu kämpfen. Ich hoffe sehr, dass wir das auf dem Nürburgring umsetzen können.