Dienstag, 23. Juli 2013

FIM Motocross Weltmeisterschaft Lausitzring

  • MX-Strecke entsteht auf der Asphaltrennstrecke des Lausitzrings
  • Wenige Tage vor dem WM-Lauf nimmt das Herzstück des Circus Maximus Gestalt an

in Turn 1 entsteht die Motocross-Strecke
Foto: EuroSpeedway Verwaltungs GmbH/Robert Kaltschmidt
Neben den weltbesten Fahrern und den spannenden Rennen ist sie der Star eines jeden Grand Prix: die Strecke. Im Vorfeld der FIM Motocross Weltmeisterschaft am kommenden Wochenende auf dem Lausitzring bekommt sie nun ihren ganz großen Auftritt. Erst am vergangenen Freitagabend (19. Juli) wurde mit dem Bau des 1.500 Meter langen Kurses begonnen.

Logistische Höchstleitung

15.000 Kubikmeter oder über 1.000 LKW-Ladungen Erdmaterial werden für den Streckenbau benötigt. Dieses kommt direkt vom Lausitzring-Gelände. Auf dem eigentlich als Parkplatz genutzten Areal P8 wird das Erdreich ausgebaggert und dann ins Infield transportiert, wo die Strecke entsteht. 45 Helfer sind dafür unter Anleitung von Manuel Schweiger (Bereichsleiter Technik & Organisation des Lausitzrings), Youthstream-Streckendesigner Greg Atkins, Christian Lehmann (MSC Fürstlich Drehna) sowie des belgischen Streckendesigners Freddy Verherstraeten unermüdlich im Einsatz. Unterstützt werden sie von einer wahren Armada an Baumaschinen: Acht Vierachs-LKW, vier Bagger, drei Radlader, zwei Walzen, drei Teleskopstapler und eine Raupe sowie landwirtschaftliche Schlepper und weitere kleine Geräte sorgen dafür, dass auch das letzte Körnchen Erde dorthin gelangt, wo es gebraucht wird.

15.000 Kunikmeter Erde müssen verteilt werden
Foto: EuroSpeedway Verwaltungs GmbH/Robert Kaltschmidt
Gut im Zeitplan

Bis zum Dienstagabend muss die Strecke stehen, damit ab Mittwoch mit dem Aufbau der TV-Werbebanden, der Streckenmarkierung und weiterer Details begonnen werden kann. Am Donnerstagabend erfolgt dann die Streckenabnahme durch den Motorradweltverband FIM und den Deutschen Motorsport Bund (DMSB). Zur Halbzeit am Sonntag lag man gut im Zeitplan. „10.500 bis 11.000 Kubikmeter haben wir bis Sonntagabend verbaut“, gibt Manuel Schweiger einen Einblick in das Baugeschehen.

Genauso schnell wie die MX-Strecke für die FIM Motocross Weltmeisterschaft auf dem Lausitzring sprichwörtlich aus dem Boden gestampft wurde, wird sie nach dem Veranstaltungswochenende auch wieder abgebaut. Bereits am Montagabend soll der Großteil der Erdmassen abtransportiert sein. Am Dienstag werden nur noch die letzten Reste entfernt, bevor die Asphaltstrecke eine ausgiebige Reinigung erhält. Ab Mittwochabend ist der normale Grand-Prix-Kurs des Lausitzrings dann wieder befahrbar.

Abwechslungsreiches Streckenlayout wird Fahrer und Zuschauer begeistern

Während die Strecke noch im Aufbau ist, können sich die Fahrer und alle MX-Fans bereits auf den abwechslungsreichen Kurs mit zahlreichen Sprüngen freuen. „Das Grundkonzept stammt von uns“, verrät Josef Meier. „Greg Atkins, der Streckendesigner vom MX WM-Promoter Youthstream hat daraus das tatsächliche Streckenlayout in enger Absprache mit uns entwickelt.“ Dabei mussten selbstverständlich die Vorgaben der FIM für den Bau einer WM-Strecke eingehalten werden.

Die Strecke für die Motocross WM auf dem Lausitzring entsteht direkt im Infield des Lausitzrings. Durch den konzentrierten Streckenaufbau in Turn 1 haben die Zuschauer auf den Tribünen nicht nur beste Einsichten auf den kompletten Kurs, auch der Arena-Charakter des Motocross Circus Maximus wird damit noch einmal hervorgehoben.

1000 LKW-Ladungen Erde werden für den Streckenbau benötigt
Foto: EuroSpeedway Verwaltungs GmbH/Robert Kaltschmidt

Jetzt Tickets sichern – im Vorverkauf günstiger!

Der Vorverkauf für die Motocross Weltmeisterschaft auf dem Lausitzring läuft noch bis zum Donnerstag. Tickets gibt es bereits ab 15 Euro. Das Wochenendticket ist bereits ab 50 Euro und das Wochenend-Komplettpaket inkl. nummeriertem Tribünensitzplatz und Fahrerlagerzugang für nur 75 Euro erhältlich. Kinder bis fünf Jahre erhalten freien Eintritt und zwischen sechs und zwölf Jahre 50 Prozent Ermäßigung. Am Veranstaltungswochenende wird zudem die Tageskasse geöffnet sein.

Weitere Informationen gibt es auf www.lausitzring.de.

Montag, 22. Juli 2013

Noch sechs Tage bis zum deutschen Grand Prix der FIM Motocross WM

Foto: M. Zanzani ©Youthstream 2013
In einer Woche startet ein einmaliger Event auf dem Lausitzring. Die FIM Motocross WM gastiert mit einem Meisterschaftslauf in Deutschland. Dazu wurde auf dem Lausitzring eine Motocrossstrecke aus dem Boden gestampft. Das ist an sich nichts Besonderes, hier aber schon. Durch die einmalige Lage im Motodrom am Lausitzring entsteht eine ganz besondere Atmosphäre, die die Veranstalter „Circus Maximus“ getauft haben.


 
Es wird der erste derartige Auftritt der Motocross WM auf einer Asphalt-Rennstrecke mit Stadionatmosphäre sein. Aber nicht nur für die Zuschauer wird es eine völlig neue Erfahrung sein, die Piloten in einer Höhe von bis zu 15 Metern über dem Straßen-Grand-Prix-Kurs, an sich vorbei springen zu sehen.

Auch für die FIM MX Weltmeisterschaft und die europäische MX-Szene ist es eine Premiere, denn zum ersten Mal wird ein Lauf der WM unter diesen besonderen Bedingungen stattfinden – mit hochmoderner Facility, einem geteerten Fahrerlager und der MX-Strecke direkt vor den bestehenden Tribünen.

deutsche Hoffnung Maximilian Nagel (Honda)
Foto: M. Zanzani ©Youthstream 2013
Aber auch rund um das Rennen wird den Besuchern des Lausitzrings eine Menge an Action geboten. Neben Essensständen und Bars wird es vor allem viele Fahrgeschäfte und einen Jahrmarkt zur Unterhaltung geben. Und ganz nebenbei wird auch die Feierlaune mit einer großen Party angeheizt werden. Volksfeststimmung ist also vorprogrammiert, um nicht zuletzt auch unsere deutschen Top-Stars beim Kampf um die Weltmeisterschaft lautstark anzufeuern.

Der Belgier Ken DeDycker (KTM)
Foto: M. Zanzani ©Youthstream 2013

Sonntag, 21. Juli 2013

Moto3 - Sachsenring

Alex Rins (KTM) siegt am Sachsenring
Foto: Jens Hawrda
Der siebzehnjährige Spanier Alex Rins siegte, nach einem sehenswerten rundenlangen Kampf gegen den WM-Führenden Luis Salom und Maverick Viñales. Auf den Plätzen folgten Miguel Oliveira, Alex Márquez, Efren Vazquez, Jack Miller und der nach dem Rennen arg enttäuschte Jonas Folger auf Platz acht. Damit verkürzte Rins seinen Punkterückstand auf WM-Spitzenreiter Salom zwar, dieser konnte mit dem zweiten Platz seine WM-Führung jedoch weiter ausbauen.

Toni Finsterbusch (Kalex KTM)
Foto: Jens Hawrda
Nach dem Qualifiying hatte Jonas Folger, für den Sachsenring extra mit einem neuen Kalex-Rahmen ausgerüstet, auf Startplatz vier gestanden und machte sich Hoffnung in seinem Heimrennen aufs Podium fahren zu können. Im Rennen selbst lief es dann ganz anders. Jonas Folger fuhr weite teile des Rennens auf einem einsamen achten Platz ohne Chance nach vorn aufschließen zu können. Er konnte das Tempo der Fahrer an der Spitze nicht halten und wusste nach dem Rennen auch nicht so richtig woran es lag. Er war jedenfalls tief enttäuscht von seinem Sachsenring Resultat.

Philip Öttl beendete das Rennen auf Platz 17 und damit ohne Punkte, obwohl er zwischenzeitlich auf Platz 15 und damit in den Punkterängen lag. Trotzdem war es ein starkes Rennen, vielleicht das bisher stärkste in diesem Jahr, der Aufwärtstrend bei Philip Öttl hält damit an.

Toni Finsterbusch startete von Startplatz 27 und beendete das Rennen auf Position 21. Damit war er erwartungsgemäß nicht zufrieden, obwohl er sechs Plätze gutmachte.

Florian Alt
Foto: Jens Hawrda
Der IDM-Meister der 125 ccm Klasse von 2012, Florian Alt, beendete das Rennen auf Platz 29 nachdem er zwischenzeitlich von Alan Techer abgedrängt wurde und einen Besuch im Kiesbett machte.

Der deutsche Wildcard-Pilot Kevin Hanus stürzte bereits in Runde 4. Luca Amato, der ebenfalls eine Wildcard für den Deutschland-GP erhielt, ging kurze darauf ebenfalls zu Boden.

Rennergebnis Moto3 (Top-Five):

1. Alex Rins    KTM
2. Luis Salom KTM
3. Maverick Vineales KTM
4. Miguel Oliviera  Mahindra
5. Alex Marquez KTM

Samstag, 20. Juli 2013

Moto2 - Sachsenring

Moto2 auf dem Sachsenring
Foto: Jens Hawrda
Der 25jährige Spanier Jordi Torres ist der Überraschungssieger vom Sachsenring. Bereits im Training hatte er mit Startplatz zwei seine Ambitionen in diesem Rennen offengelegt.

Im Rennen am Sonntag, das durch zahlreiche Stürze gekennzeichnet war, zeigte Torres ein taktisch geschicktes Rennen und sicherte sich mit dem Sieg, sein erstes Podium in einen GP-Rennen.

holte auf dem Sachsenring mit dem ersten GP-Podium auch gleich den Sieg: Jordi Torres
Foto: Jens Hawrda
Für Sando Cortese lief das Wochenende nicht so gut. Nach Startplatz 19 im Training konnte er sich im Rennen bis auf Platz 15 vorarbeiten und das Rennen auf dieser Position beenden. Damit sicherte er sich zumindest einen WM-Punkt. Positiv war, dass die Schmerzen im Unteram im Rennen nicht mehr auftraten, die Entzündung offenbar abgeklungen war. Die in der Sommerpause geplante Operation konnte abgesagt werden.

ohne Schmerzen auf dem Sachsenring auf Platz 15: Sando Cortese
Foto: Jens Hawrda
Marcell Schrötter stürzte in Runde 16 und war enttäuscht, da aus seiner Sicht Position 12 im Rennen möglich gewesen wäre.

Nach dem Sachsenringrennen geht die Moto2 in ihre vierwöchige Sommerpause, die die deutschen Piloten nutzen wollen um im nächsten Rennen in Indianapolis ihre Leistung steigern zu können.

Rennergebnis Moto2 (Top-Five):

1. Jordi Torres        Suter
2. Simone Corsi     Speed Up
3. Pol Espagaro     Pons Kalex
4. Julian Simon       Kalex
5. Alex de Angelis  Speed Up

Freitag, 19. Juli 2013

MotoGP – Sachsenring

Am vergangenen Wochenende war die Motorradweltmeisterschaft zu Gast auf dem Sachsenring. Über diese Serie berichten wir nicht regelmäßig, aber natürlich über den deutschen Weltmeisterschaftslauf. Bei phantastischem Wetter kamen am Rennsonntag 82.000 Rennfans voll auf Ihre Kosten.

Sieger am Sachsenring: Marc Marquez (Honda RC213V)
Foto: Jens Hawrda
Guter Motorsport und Volksfest am Sachsenring waren für viele sicherlich wieder ein unvergessliches Erlebnis. Im Training kam es bedauerlicherweise bereits zu Stürzen in dessen Folge Jorge Lorenzo nicht am Rennen teilnehmen konnte.

Uns interessiert vor allem, wie hat sich der einzige deutsche MotoGP – Pilot geschlagen ?

Stefan Bradl zeigte solide Leistung
Foto: Jens Hawrda
Stefan Bradl zeigte im Rennen eine starke Anfangsphase. Er startete von Platz vier und übernahm unter dem Jubel der Zuschauer direkt nach dem Start Platz zwei hinter Valentino Rossi. Diesen überholte er schließlich und übernahm die Führung, der Sachsenring war komplett aus dem Häuschen. Leider konnte er diese Position nur fünf Runden halten, ehe er von Marquez, Rossi, Crutchlow überholt wurde.

"The Doctor" Valentino Rossi  dritter Platz am SAchsenring
Foto: Jens Hawrda
Stefan Bradl zeigte eine solide Leistung und führte fünf Runden in der Königsklasse, seinen ersten Podestplatz verpasste er knapp.

Rennergebnis MotoGP (Top-Five):

1. Marc Marquez    Honda RC213V
2. Cal Crutchlow    Yamaha YZR M1
3. Valentino Rossi  Yamaha YZR M1
4. Stefan Bradl       Honda RC213V
5. Alvaro Bautista   Honda RC213V

Jorge Lorenzo stürzte im Freitagstraining schwer und konnte am Rennen nicht teilnehmen
Foto: Jens Hawrda
Cal Crutchlow (Monster-Yamaha YZR M1) zweiter Platz am Sachsenring
Foto: Jens Hawrda