Mittwoch, 10. Juli 2013

DTM - Ekström überrascht bei Rallycross

Mattias Ekström kann auch in der vierwöchigen DTM - Pause zw. dem Rennen in der Lausitz und auf dem Norisring nicht ohne Motorsport.



Ekström in Siegerpose
Foto: Audi-Motorsport
Eine Woche vor dem fünften DTM-Rennen auf dem Norisring gab Mattias Ekström ein Gastspiel bei der FIA European Rallycross Championship. Der Schwede trat vor heimischem Publikum im Höljes Motorstadion in der Supercars-Klasse an.

Mit durchschlagendem Erfolg: In seinem Volkswagen Polo T16 erreichte er Platz zwei. Das war nicht der erste Ausflug in die Rallycross-Szene von Motorsport-Multitalent Ekström. Schon am vergangenen Wochenende beeindruckte der zweimalige DTM-Champion bei den X Games in München mit Top-Platzierungen.


zweiter Platz für Ekström
Foto: Audi-Motorsport
Hut ab und herzlichen Glückwunsch für diese herausragenden Leistungen. Bleibt zu hoffen das Mattias Eckström seinen Audi am kommenden Wochenende am Norisring genauso erfolgreich bewegt.

Dienstag, 9. Juli 2013

DTM - Neues System zur Anzeige der Options-Reifen

Reifenwechsel
Foto: Jens Hawrda
Die DTM wird ab dem Rennen am kommenden Sonntag auf dem Norisring auf die zuletzt häufiger gestellte Frage „Options-Reifen oder nicht“ immer eine klare Antwort parat haben. Seit dem Rennen in Spielberg hatte bereits ein größerer gelber Firmen-Schriftzug auf den Flanken der Options-Reifen von Exklusivpartner Hankook dafür gesorgt, dass die Pneus für die Zuschauer auf den Tribünen und vor den Bildschirmen besser erkennbar sind. Jetzt wird die Situation noch einmal verbessert: Ab sofort ist durch ein neues technisches System gewährleistet, dass auch in den TV-Grafiken automatisch der aktuell verwendete Reifen angezeigt wird. Dafür werden Sensoren an den Felgen der DTM-Boliden von Audi, BMW und Mercedes-Benz verwendet.

Foto: Jens Hawrda
Neben dem Reifendruck übermitteln die schon seit Beginn der vorigen Saison verwendeten Sensoren ab sofort auch, ob ein Fahrzeug auf Options-Reifen unterwegs ist. Das funktioniert über einen individuellen Code des Sensors, der vor der Ausgabe der Options-Reifen an die Teams durch Vertreter des Deutschen Motor Sport Bundes (DMSB) im Marshalling System hinterlegt wird. Sind Options-Reifen auf einem DTM-Auto im Einsatz, erkennt das ein Empfänger im Fahrzeug automatisch und schickt ein entsprechendes Signal mit der dazugehörigen Startnummer an die Schnittstelle für die TV-Grafik und das Informationssystem der Kommentatoren.

Die Options-Reifen sind in der DTM seit Beginn der Saison 2013 im Einsatz. Sie ermöglichen dank einer weicheren Gummimischung für eine bestimmte Zeit schnellere Rundenzeiten, bauen danach aber schnell ab. Jeder Fahrer erhält ausschließlich für das Rennen jeweils einen Satz dieser Reifen, der während des Rennens auch genutzt werden muss. Die Options-Reifen ermöglichen den Fahrern unterschiedliche Strategien und sorgen so für zusätzliche Spannung.

Montag, 8. Juli 2013

Formel-1: Sebastian Vettel gewinnt Deutschland Grand-Prix

Normalerweise berichten wir in diesem Blog nicht über die Formel-1. Heute machen wir aber eine Ausnahme, weil es um den Großen Preis von Deutschland geht und weil Sebastian Vettel ihn gewonnen hat.
 
Sieg am Nürburgring, Führung in WM ausgebaut
Foto: Jens Hawrda
Und es gibt gleich mehrere Gründe zur Gratulation an Sebastian Vettel. Er hat den deutschen Grand Prix zum ersten mal gewonnen und er hat damit auch zum ersten mal nach Monza 2011, wieder einen europäischen Grand Prix gewonnen. Und schließlich hat er sich selbst damit ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk gemacht. Sebastian ist am 03.07.2013  26 Jahre alt geworden, herzlichen Grlückwunsch nachträglich auch dazu.
 
Das Rennen selbst hat er aus der dritten Startposition aufgenommen und sofort am Start die Führung übernommen. Lewis Hamilton (Mercedes) der Pole-Setter konnte im Rennen aufgrund von Reifenproblemen nicht dauerhaft mit der Spitze mithalten. Nico Rosberg startete aufgrund eines Strategiefehlers des Teams beim Zeittraining nur von Platz 11 und war im Rennen dadurch gehandicapt.
 
Gegen Ende des Rennens geriet Sebastian Vettel nochmals von Lotus unter Druck. Kimi Raikkönen fuhr bis auf eine Sekunde auf Sebastian auf, konnte seinen ersten Sieg in Deutschland aber nicht mehr verhindern.
 
In der Weltmeistersschaft hat Sebastian Vettel seinen Vorsprung gegen über den Verfolgern Alonso und Raikönen weiter ausgebaut.
 
 

Sonntag, 7. Juli 2013

DTM präsentiert sich beim Moscow City Racing

Die drei Hersteller aus der DTM, Audi, BMW und Mercedes-Benz präsentieren sich am 20. und 21. Juli mit ihren Fahrzeugen im Rahmen des Moscow City Racing 2013. Der spektakuläre Event direkt vor den Mauern des Kreml ist in den letzten Jahren schon zu einer kleinen Tradition in der russischen Hauptstadt geworden. Die Veranstaltung ist ein Zuschauermagnet und alles was Rang und Namen im Rennsport hat war hier schon dabei, obwohl es keine wirklichen Rennen, sondern nur Demonstrationsfahrten gibt. Die sechste Auflage 2012 begeisterte 300.000 Zuschauer.

im Formel-1 Rennwagen mitten durch Moskau
Foto: Media Moscow City Racing
DTM-Spitzenreiter Mike Rockenfeller und sein Audi-Kollege Adrien Tambay, BMW-Pilot Andy Priaulx sowie der in Russland sehr populäre ehemalige Mercedes-DTM-Star Ralf Schumacher werden auf der 3,7 Kilometer langen Strecke beim Moscow City Racing im Audi RS 5 DTM, BMW M3 DTM und DTM Mercedes AMG C-Coupé Gas geben und den russischen Fans einen ersten Eindruck von der Faszination DTM vermitteln.

im Ferrari über den Roten Platz
Foto: Media Moscow City Racing
Vor den ersten Demonstrationsrunden am Samstag steht das Quartett bereits bei einer Pressekonferenz im noblen Baltschug Kempinski Hotel nur wenige Schritte entfernt vom Roten Platz den lokalen Medienvertretern Rede und Antwort und trifft Fans bei einer Autogrammstunde. Am Sonntag sind die DTM-Boliden noch einmal eines der Highlights im Programm – neben mehreren Formel-1-Rennern oder den mächtigen Kamaz-Racetrucks der Dakar-Rallye.

das Zuschauerinteresse ist gewaltig
Foto: Media Moscow City Racing
Zwei Wochen später, vom 2. bis 4. August wird dann zum ersten Mal in Russland, auf dem Moskau Raceway vor den Toren der russischen Hauptstadt, um Punkte für den DTM-Titel gekämpft.

Samstag, 6. Juli 2013

DTM - Norisring Streckenvorstellung

Noch eine Woche, dann ist die DTM-Pause vorbei und es geht zum Stadtrennen nach Nürnberg. Grund genug euch den Stadtkurs kurz vorzustellen.

Streckenskizze Norisring
Der Norisring ist ein Stadtkurs in Nürnberg, was bedeutet, dass ein Rennen auf Straßen stattfindet, die sonst vom normalen Straßenverkehr genutzt werden. Der Name Norisring ist das Ergebnis eines Preisausschreibens im Jahr 1950. Noris ist ein Name für Nürnberg aus dem 17. Jahrhundert.

1947 fand erstmals ein Motorradrennen auf einer Strecke rund um die Steintribüne des ehemaligen  Reichsparteitagsgeländes statt. Bis 1957 standen vor allem Motorradrennen im Mittelpunkt der Veranstaltungen, aber bereits ab 1948 fanden auch Autorennen statt.

Bis 1973 und dann wieder von 1984 bis 1989 waren dies vorwiegend Rennen mit Sportwagenprototypen. Heute finden auf der Strecke jährlich ein Rennen der Deutschen Tourenwagen Meisterschaft statt. Aufgrund der Charakteristik der Strecke als sog. Stadtkurs und des außergewöhnlichen Flairs rund um das Rennen wird der Norisring auch oft als Monaco Deutschlands bezeichnet.

Im Laufe der Norisringrennen seit 1947 kamen drei Autorennfahrer und zwei Motorradrennfahrer ums Leben. Prominentestes Opfer war der ehemalige mexikanische Formel 1 Fahrer Pedro Rodriguez. Rodriguez gewann zwei Formel 1 Rennen und 15  bedeutende Sportwagenrennen , darunter die 24 Stunden von Le Mans 1968 auf einen Ford GT 40. Eine Woche vor seinem Tod gewann er die 1000 km von Zeltweg auf einem Porsche 917. Das aussergewöhnliche an diesem Sieg war das Rodriguez von den 1000 Km  960 km am Steuer saß und einen Zwei-Runden-Rückstand auf Clay Regazzoni im Ferrari aufholte. 1970 gewann er, ebenfalls auf dem Porsche 917, die Sportwagen-Weltmeisterschaft.
Rodríguez, der 1970 und 1971 einer der besten Sportwagenfahrer der Welt war, starb am 11. Juli 1971 auf dem Norising in der zwölften Runde des Rennens zur Europäischen Interserie bei einem Unfall in einem geliehenen Ferrari. 
Am 24. Juni 1988 geschah der letzte tödliche Unfall. Beim ersten Training zum Formel-3-Rennen auf dem Norisring verunglückte Csaba Kesjar. Das Training war bereits abgewinkt; der ungarische Pilot Csaba Kesjár befand sich auf seiner letzten Runde. Auf dem Scheitelpunkt der Dutzendteich Kehre fuhr Kesjárs VW-Dallara ungebremst geradeaus. Er prallte mit 200 km/h in einen Reifenstapel und durchbrach die dahinter verlaufende Leitplanke. Kesjár war auf der Stelle tot. Die Umstände des Unfall wurden nie endgültig geklärt.

Über die Jahrzehnte wurde der Kurs mehrfach verändert, die Streckenlänge lag anfangs bei 2 km, später bei bis zu 4 km. Seit 1972 ist die Rundstrecke 2,3 km lang. Bei der DTM werden derzeit (2013) 83 Runden gefahren. Seit Juli 2005 besteht zwischen der Steintribüne und dem Zeppelinfeld ein Fußgängertunnel. Die Zuschauer können dadurch auch während der Rennen problemlos auf die andere Seite der Strecke wechseln. Für das Rennen 2008 wurde der Bereich der Boxengasse komplett umgebaut.

Die relativ kurze Strecke auf der viele Runden zu fahren sind  fordert eine gute Traktion zum Beschleunigen und standfeste Bremsen um die erreichten Spitzengeschwindigkeiten, z.B. am Ende der Start-und Zielgeraden von ca. 260 Km/h verzögern zu können.
Startphase bei Regenrennen 2012
Foto: DTM-Media
Immer ein Problem bei der Fahrzeugabstimmung ist der ständig wechselnde Asphaltbelag und die vielen Bodenwellen auf den sonst vom öffentlichen Verkehr genutzten Straßen.

Die ständige Konzentration und die vielen harten Bremsmanöver machen ein Rennen am Norisring zu einer anstrengenden Dauerbelastung für die Fahrzeuge und die Fahrer. Dazu kommen die oftmals heißen Temperaturen beim traditionellen Termin in den Sommermonaten.