Mittwoch, 9. September 2026

Zwei Sachsen, zwei Geschichten: Paul feiert DTM-Comeback, Primm seine Premiere

  • Dresdener Maximilian Paul kehrt zwei Monate nach seinem Unfall zurück
  • Simon Connor Primm aus Großschirma gibt auf dem Sachsenring sein Debüt
  • Audi-Youngster Primm sorgt für DTM-Comeback der Marke mit den vier Ringen

Heimspiel mit besonderen Vorzeichen: Beim DTM-Wochenende auf dem Sachsenring (11. bis 13. September) stehen zwei Lokalmatadore mit ganz unterschiedlichen Geschichten im Mittelpunkt. Der Dresdner Maximilian Paul (TGI Team by GRT) kehrt nur gut zwei Monate nach seinem Unfall am Norisring ins DTM-Cockpit zurück. Für Simon Connor Primm (Seyffarth Motorsport) aus Großschirma beginnt dagegen ein neues Kapitel. Der 21-Jährige feiert vor heimischem Publikum seine DTM-Premiere – und bringt dabei Audi mit dem R8 LMS GT3 Evo2 als neunte Marke zurück in die DTM.

Nach erfolgreicher Reha zurück in der DTM: Maximilian Paul
Foto: ADAC-Motorsport

Paul kämpft sich in Rekordzeit zurück

Nach seinem Unfall Anfang Juli auf dem Norisring mit Brüchen an Schien- und Wadenbein sowie am ersten Lendenwirbel arbeitete Paul intensiv an seinem Comeback. Der 26-Jährige saß nach erfolgreicher Operation und zahlreichen Reha-Einheiten beim DTM-Test auf dem Sachsenring Ende August erstmals wieder im Rennwagen und schaffte damit den entscheidenden Schritt auf dem Weg zu seinem Comeback.

„Mein Körper hat bei der Heilung extrem schnell mitgemacht. Ich habe die vergangenen zwei Monate gefühlt 80 Prozent der Zeit bei meinem Physio verbracht. Wir haben jeden Tag intensiv gearbeitet und unter anderem viel im Wasser trainiert“, verrät Paul. „Beim DTM-Test am Sachsenring war meine größte Sorge zunächst der Rücken, aber der hat super funktioniert. Das Bein hat noch etwas wehgetan, trotzdem konnte ich fahren. Jetzt freue ich mich einfach riesig, wieder im Auto zu sitzen und in der DTM anzugreifen, ohne mich eingeschränkt zu fühlen.“

Bereits 50 Tage nach dem Unfall saß der Dresdner beim offiziellen DTM-Test auf dem Sachsenring wieder im Lamborghini Temerario GT3 und absolvierte 98 Runden. Dabei übertraf Paul nicht nur die eigenen Erwartungen. „Im Team gab es dann sogar eine Wette, dass ich keine 15 Runden schaffe – die habe ich gewonnen“, erzählt er mit einem Lachen und ergänzt: „Natürlich zwickt es nach zwei Monaten hier und da noch. Aber wenn ich mich nicht wohlfühlen würde, würde ich nicht fahren. Die Motivation und die Lust aufs Rennfahren sind viel größer als die kleinen Schmerzen.“

Simon Connor Primm gibt am Sachsenring sein DTM-Debüt
Foto: ADAC-Motorsport

Vom ADAC GT Masters auf die große DTM-Bühne

Während Paul auf bekanntes Terrain zurückkehrt, wartet auf Primm eine Premiere. Der Youngster aus Großschirma tritt seit drei Jahren im ADAC GT Masters an und startet dort für HGL Racing. Auf dem Sachsenring setzt die Mannschaft unter dem Namen Seyffarth Motorsport einen Audi R8 LMS GT3 Evo2 ein. Damit ist Audi erstmals in diesem Jahr in der DTM vertreten. Das Starterfeld wächst beim vorletzten Saisonstopp auf neun Marken.

„Das ist eine einmalige Chance. Die DTM gehört für mich zu den besten Serien der Welt. Es war schon immer mein Traum, dort einmal zu fahren. Als ich vor ein paar Jahren Fahrer wie Marco Wittmann und Lucas Auer in der DTM verfolgt habe, bin ich selbst noch Kart gefahren“, sagt Primm. „Dass wir mit Audi antreten und die Marke in dieser Saison zurück in die DTM bringen, macht das Ganze noch besonderer.“

Ganz unvorbereitet geht Primm nicht in sein Heimspiel. In den vergangenen beiden Wochen konnte der Debütant zweimal mit einem GT4-Fahrzeug auf dem Sachsenring testen. Trotzdem bleibt Primm vor seinem ersten DTM-Wochenende realistisch: „Für uns alle ist das ein Sprung ins kalte Wasser. Deshalb ist das Wichtigste, einen sauberen und fehlerfreien Job zu machen und so viele Erfahrungen wie möglich zu sammeln. Ich will mich mit den Besten messen. Genau diese Herausforderung reizt mich.“


ADAC GT4 Germany: Titelkampf spitzt sich auf dem Sachsenring weiter zu

  • Fahrzeuge von vier Marken aussichtsreich im Titelkampf. 
  • Tabellenführer Denny Berndt will den nächsten Laufsieg. 
  • Sonntagsrennen live bei SPORT1 im Free-TV.

Heimspiel am Sachsenring für den Aston Martin von COSY Racing by ESM
Foto: ADAC-Motorsport

Vorhang auf für die vorletzte Runde der ADAC GT4 Germany 2026. Schauplatz dafür ist der Sachsenring in der Nähe von Chemnitz. Der spektakuläre 3,645 Kilometer lange Kurs zählt zu den absoluten Lieblingsstrecken der Rennfahrer – und dort wollen die Titelaspiranten wichtige Punkte sammeln, um sich vor dem Finale Mitte Oktober auf dem Hockenheimring in eine gute Ausgangsposition zu bringen. Die Top Drei der Tabelle liegen allesamt innerhalb von lediglich 14 Zählern. Ganz oben im Klassement stehen Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (23/AUS, beide AVIA W&S Motorsport). Doch die zweitplatzierten Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) sowie die dritten Gabriele Piana (40/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport) wollen dem Porsche 718 Cayman GT4-Duo die Führung streitig machen. Das verspricht natürlich einiges an Spannung. Wie üblich startet die ADAC GT4 Germany im Rahmenprogramm der DTM. Tickets für den Sachsenring gibt es ab 49 Euro unter dtm.com. SPORT1 überträgt das Sonntagsrennen von 15:00 bis 16:30 Uhr live im Free-TV und das Samstagsrennen ab 15:05 Uhr im Livestream auf SPORT1.de. Auch ServusTV On zeigt die Rennen im Stream. Auf Joyn und dem ADAC Motorsport-Kanal youtube.com/adacmotorsports werden neben den Rennen zusätzlich die Qualifyings am Samstag ab 9:00 Uhr live übertragen.

Berndt/Robinson kommen mit ordentlich Rückenwind nach Sachsen. Die Porsche-Fahrer gewannen zuletzt das Sonntagsrennen auf dem Nürburgring. „Ich freue mich auf die recht kurze Anfahrt“, erklärt der Berliner Berndt. „Auf dem Sachsenring ist der Zuschauerzuspruch immer grandios. Davon lebt unser Sport. Wir wollen alles tun, um den Besuchern ein tolles Wochenende zu bieten. Es gilt vor allem auf die Reifen zu achten. Unser sportliches Ziel ist das Podium und somit so viele Punkte wie möglich mitzunehmen.“

Mit nur sechs Punkten Rückstand treten Springob/Gogollok am Sachsenring an. Auch sie waren im Aston Martin Vantage AMR GT4 zuletzt auf dem Nürburgring erfolgreich. Für ihr Einsatzteam EastSide Motorsport ist der Sachsenring immer ganz speziell, da die Mannschaft aus dem nahegelegenen Crimmitschau ihr Heimspiel feiert und somit viele Gäste vor Ort hat. „Der Sachsenring sollte uns vom Layout her sehr gut liegen, da er viele langgezogene und schnelle Kurven aufweist. Wir gehen mit einer guten Ausgangslage ins Wochenende und möchten vom Jäger zum Gejagten werden – sprich als Tabellenführer abreisen. Am besten gelingt uns das mit Podiumsplatzierungen“, ist Gogollok hoch motiviert. „Es ist immer schön, das Heimrennen des Teams zu erleben. Denn es gibt viele Gäste, die uns anfeuern werden. Auch einer meiner Partner kommt ganz aus der Nähe der Strecke. Somit wird es viele Emotionen zu spüren geben. Das spornt gleich noch mehr an.“

Den Tabellendritten Piana/Sylvestersson fehlen im BMW M4 GT4 lediglich 14 Punkte auf die Spitze. Insbesondere Piana blickt immer wieder gerne auf den Sachsenring, auf dem er im Vorjahr das Sonntagsrennen gewann. Seine Glanzleistung mit unzähligen Überholmanövern im Jahre 2023 bewertet er weiterhin als eines der besten Rennen seiner Karriere. Ebenfalls noch aussichtsreich im Titelrennen der ADAC GT4 Germany liegen die Viert- und Fünftplatzierten der Tabelle. Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg, beide AVIA W&S Motorsport, Porsche) haben 27 Punkte Rückstand. Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) fehlen im Toyota GR Supra GT4 nur 31 Zähler nach ganz vorne. Somit befinden sich Fahrzeuge von vier unterschiedlichen Marken auf den ersten fünf Positionen im Gesamtklassement, was nicht nur für die Ausgeglichenheit in der ADAC GT4 Germany spricht, sondern auch spannende und abwechslungsreiche Rennen erwarten lässt.


Euro Moto Superbike: Markus Reiterberger hat noch Chancen in der Meisterschaft und auf einen WM-Titel

Es geht nicht immer nach Plan. Beim vorletzten EURO MOTO-Wochenende auf dem Nürburgring blieb Markus Reiterberger ohne Podiumsplatz in der Superbike-Klasse. Nach der Superpole war dem 32-jährigen Vierfach-Champion vom Team Masteroil Alpha Van Zon BMW schon bewusst, dass der sechste Startplatz für einen Pokal nicht reichen würde. Wie geht es weiter? Reiterberger steht vor großen Herausforderungen.

„Mitfahren konnte ich mit den Top-3“, lautete seine Sonntags-Analyse nach den beiden Rennen, die er als Vierter beendete, „aber ich konnte nicht attackieren. Von der ersten bis zur letzten Runde habe ich in jeder Kurve das Maximum gegeben, war am Limit und auch drüber. Aber es hat nicht gereicht. Wir sind nah dran. Doch wir sind inzwischen auf so einem Niveau angekommen, da sind ein paar Hundertstel hier und da einfach entscheidend. Zwei Mal die Blechmedaille ist jetzt nicht so zufriedenstellend, aber die Rennen waren toll. Wir wissen, was fürs Hockenheim-Finale zu tun ist.“ Reiterberger reist vom 24. bis 26. September als Vierter in der Meisterschaftswertung ins badische Motodrom und kann theoretisch noch Gesamt-Dritter werden.

Auf den Nürburgring hatte Reiti als letztes Teammitglied eingecheckt. Er kam direkt aus Südfrankreich vom Test für das letzte entscheidende Rennen in der FIM Endurance World Championship. Vom 17. bis 20. September 2026 erreicht die Langstreckenweltmeisterschaft beim Bol d’Or 2026 auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet ihren Höhepunkt. Das BMW Motorrad World Endurance Team mit Markus Reiterberger und seinen Kollegen Michael van der Mark und Steven Odendaal hat Chancen auf den Weltmeistertitel. Das Team mit der Startnummer 37 liegt auf dem zweiten Gesamtrang hinter YART-Yamaha mit dem Superbike-Meister von 2016, Marvin Fritz.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Montag, 7. September 2026

Heißer DTM-Titelkampf auf der Achterbahn Sachsenring

  •  Audi feiert DTM-Gaststart mit Seyffarth Motorsport am Sachsenring
  • Spitzenreiter Maro Engel und Thomas Preining trennt nur ein Punkt
  • Erster Renneinsatz für Maximilian Paul nach seinem Unfall am Norisring

Foto: Jens Hawrda

Maximale Spannung, minimaler Abstand an der Spitze: Beim vorletzten DTM Saisonstopp am Sachsenring biegen Spitzenreiter Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol) und Thomas Preining (A/Manthey) Kopf an Kopf auf die Zielgerade ein. Nur ein Punkt trennt die beiden Fahrer, die sich auf dem Kurs in Hohenstein-Ernstthal eine gute Ausgangsposition für das Meisterschaftsfinale in Hockenheim sichern wollen. Zum Top-Duo könnten jedoch weitere Titelkandidaten aufschließen: Angeführt von Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing) liegt ein starkes Fahrer-Quartett auf den Plätzen drei bis sechs in Schlagdistanz. Dazu dürfen sich die Fans auf einen Audi-Auftritt freuen. Erstmals in der DTM 2026 geht die Marke mit den vier Ringen an den Start: Simon Connor Primm feiert im Audi R8 LMS GT3 Evo2 von Seyffarth Motorsport seine DTM-Premiere und sorgt dafür, dass die Fans in Sachsen Rennfahrzeuge von neun verschiedenen Herstellern sehen. Sein Comeback feiert Maximilian Paul (Dresden/TGI Team by GRT): Der 26-Jährige bestreitet nach seinem Unfall am Norisring wieder die ersten Rennen im Cockpit des Lamborghini Temerario GT3.

Tickets für die DTM am Sachsenring gibt es ab 49 Euro auf dtm.com. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt. ProSieben zeigt die Rennen live im Free-TV. Sendebeginn ist am Samstag und Sonntag jeweils um 13 Uhr. Im kostenlosen Livestream sind die beiden Meisterschaftsläufe bei Joyn, ran.de, ServusTV On und auf dem YouTube-Kanal der DTM zu sehen.

Keyfacts, Sachsenring, Hohenstein-Ernstthal, Saisonrennen 13 und 14 von 16

  • Streckenlänge: 3.645 Meter
  • Layout: 14 Kurven (vier Rechts-, zehn Linkskurven), gegen den Uhrzeigersinn befahren
  • Sieger 2025, Rennen 1: Ayhancan Güven (Manthey EMA, Porsche 911 GT3 R)
  • Sieger 2025, Rennen 2: Ayhancan Güven (Manthey EMA, Porsche 911 GT3 R)


Engel unter Druck – behält der Spitzenreiter die Nerven?

Am Nürburgring riss die eindrucksvolle Serie von Engel: Der Mercedes-AMG-Pilot schied vorzeitig aus und blieb damit erstmals seit 18 DTM-Rennen ohne Punkte. Als Verursacher einer Kollision wird der Routinier zudem im Samstagsrennen auf dem Sachsenring um drei Startplätze zurückversetzt. Der Tabellenführer hat jedoch gezeigt, dass er auch in schwierigen Situationen die Nerven behält und von den hinteren Rängen nach vorn fahren kann. Sein schärfster Konkurrent Preining ist in Bestform: Der Champion von 2023 holte an den vergangenen beiden Rennwochenenden 89 seiner 159 Punkte und war beim offiziellen Test am Sachsenring vor rund drei Wochen der schnellste Fahrer. „Der Kurs liegt uns, und ich hoffe, dass wir am Wochenende Top-Ergebnisse abliefern können. Die Strecke ist einzigartig, hat unterschiedliche Kurven und viel Grip. Zunächst geht es nur linksherum, dann kommen schnelle Rechtskurven. Das ist auch für unsere Ingenieure eine Herausforderung“, erklärt der Österreicher.

Verfolger-Quartett in Lauerstellung

Im Verfolgerfeld hofft Thiim im Aston Martin Vantage GT3 nach zuletzt schwächeren Auftritten auf eine Wende – 21 Punkte fehlen dem Tabellendritten auf die Spitze. Ähnlich ist die Lage bei Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), der nach seinem Ausfall am Nürburgring 24 Zähler hinter seinem Markenkollegen Engel liegt. Marco Wittmann (Fürth/Schubert Motorsport) befindet sich dagegen im Aufwind. Mit seinem 20. DTM-Sieg in der Eifel verkürzte der BMW-Pilot den Rückstand auf 25 Punkte. „Wir haben am Nürburgring viel Boden gutgemacht. Der Sachsenring war für uns in der Vergangenheit kein optimales Pflaster. Wir müssen uns aus dem Chaos heraushalten und sehen, was das Wetter macht“, so der Fürther. Das Verfolger-Quartett komplettiert Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing). Der Italiener hat als einziger Fahrer im Feld bereits drei Saisonsiege auf dem Konto, braucht aber einen starken Schlussspurt, um den 33-Zähler-Rückstand noch wettzumachen.

Neunte Marke bereichert die Rennen am Sachsenring

Erstmals in dieser Saison erleben die Zuschauer einen Auftritt von Audi in der DTM. Seyffarth Motorsport setzt einen Audi R8 LMS GT3 Evo2 ein. Am Steuer sitzt Youngster Primm. „Die DTM war schon immer ein riesiger Traum von mir. Vor fünf Jahren bin ich noch Kart gefahren. Daher fühlt es sich umso besonderer an, am kommenden Wochenende mit Audi in der DTM zu starten“, sagt der 21-Jährige aus dem sächsischen Großschirma, der dieses Jahr seine dritte Saison im ADAC GT Masters bestreitet.

Rückkehrer Paul: „Endlich wieder Rennen fahren“

Der Sachsenring ist mit seinem speziellen Layout einzigartig im DTM-Kalender. Die 3,645 Kilometer lange Berg-und-Tal-Bahn hat ein maximales Gefälle von 12,8 Prozent und Steigungen von rund zehn Prozent. Besonderes Kennzeichen ist der griffige Asphalt, der die beliebte Strecke auch als Motorradkurs und Austragungsort des Liqui Moly Motorrad Grand Prix Deutschland auszeichnet. Für Maximilian Paul geht es bei seinem Comeback nach dem Unfall am Norisring nicht in erster Linie um Punkte. „Ich freue mich sehr, auf dem Sachsenring endlich wieder Rennen fahren zu können. Die Zeit nach dem Unfall habe ich mit meinem Physio, bei dem ich teilweise gewohnt habe, optimal genutzt. So konnte ich schon beim Test vor drei Wochen auch dank des Vertrauens von Lamborghini und Gottfried Grasser wieder im Cockpit sitzen″, sagt der Dresdner.

Rahmenprogramm mit Nachwuchsserien und „Renn-Ostalgie“

Im Rahmenprogramm erleben die Fans zwei Motorsport-Welten: Bei der ADAC GT4 Germany und dem BMW M2 Cup gehen zwei Nachwuchsserien an den Start und tragen jeweils zwei Meisterschaftsläufe aus. Der ADAC Historic Cup Ost präsentiert dagegen historische Renntechnik aus dem Osten. Zu sehen sind Formel- und Tourenwagen aus der Zeit vor 1990. Die Zuschauer können sich auf spannende Rennen und heiße Duelle der legendären Motorsport-Ikonen aus dem ehemaligen Ostblock freuen.

ADAC GT- Masters: Schwieriges Wochenende für Schubert Motorsport am Salzburgring – Fokus richtet sich jetzt auf Hockenheim

Foto: Gruppe C Photography / Schubert Motorsport

Ein anspruchsvolles ADAC GT Masters Wochenende liegt hinter Schubert Motorsport. Für Sandro und Juliano Holzem verlief der fünfte Saisonlauf am Salzburgring nicht wie erhofft. Über das gesamte Wochenende fehlte dem BMW M4 GT3 EVO mit der Startnummer 56 die gewünschte Pace, zusätzlich sorgte ein Zwischenfall im Qualifying am Samstag für weitere Herausforderungen.

Bereits in den Trainings zeigte sich, dass das Wochenende kein einfaches werden würde. Im ersten Freien Training belegte Schubert Motorsport Rang zwölf, im zweiten Training folgte Position zehn.

Schwieriger Samstag mit starker Schadensbegrenzung

Das erste Qualifying am Samstag fand unter nassen Bedingungen statt. Nach einem Zwischenfall musste die rechte Fahrzeugseite umfangreich repariert werden. Zudem wurde die schnellste Runde der Startnummer 56 nachträglich gestrichen, wodurch Sandro und Juliano Holzem von Startplatz zwölf ins erste Rennen gingen.

Die Mannschaft reagierte schnell und brachte den BMW M4 GT3 EVO rechtzeitig wieder zurück auf die Strecke.

Im Rennen gelang anschließend eine starke Aufholjagd. Von Position zwölf arbeitete sich das Duo bis auf Platz fünf nach vorne und machte damit sieben Positionen gut.

Sandro Holzem:

„Es war insgesamt ein schwieriges Wochenende. Der Zwischenfall im Qualifying am Samstag hat uns zusätzlich zurückgeworfen, aber das Team hat einen super Job gemacht und das Auto rechtzeitig wieder einsatzbereit hingestellt. Mit Platz fünf konnten wir im ersten Rennen noch gute Schadensbegrenzung betreiben.“

Sonntag erneut mit Schwierigkeiten

Auch am Sonntag fand Schubert Motorsport nicht vollständig zur gewünschten Performance zurück.

Im zweiten Qualifying belegte die Startnummer 56 in der bereinigten Wertung Position elf. Im anschließenden zweiten Rennen kamen Sandro und Juliano Holzem auf Platz zehn ins Ziel.

Sandro Holzem zieht deshalb ein klares Fazit:

„Am Sonntag hatten wir erneut Schwierigkeiten und konnten nicht die Pace zeigen, die wir uns vorgenommen hatten. Jetzt müssen wir uns das Auto und das gesamte Wochenende sehr genau anschauen, um zu verstehen, wo uns Performance gefehlt hat. Bis Hockenheim wollen wir die richtigen Antworten finden und wieder mit mehr Selbstvertrauen antreten. Das Wochenende lief nicht wie geplant – aber das ist Motorsport.“

Nach dem Salzburgring liegt Sandro Holzem mit 144 Punkten auf Rang sechs der Fahrerwertung, Juliano Holzem folgt mit 128 Punkten auf Rang neun.

Nun richtet sich der Fokus vollständig auf das Saisonfinale am Hockenheimring. Bis dahin sollen sowohl die Schäden vom Samstag als auch die fehlende Performance detailliert analysiert werden.

Quelle: schubert-motorsport.com