Sonntag, 15. März 2026

Sportbike: Rick Kooistra peilt die Sportbike-Spitze an

Rick Kooistra feierte in der vergangenen Saison einige Podestplätze.
Doch der erste Sieg blieb bisher noch aus.
Das soll sich in der nächsten Saison in der EURO MOTO ändern.
Foto: Dino Eisele

Gerade dreht Rick Kooistra in Spanien seine Runden auf der Rennstrecke. Bei den ersten Testtagen bereitet sich der Niederländer intensiv auf die neue Saison für die Sportbike-Klasse in der neuen EURO MOTO vor – mit klaren Zielen vor Augen.

Der 24-Jährige hatte im vergangenen Jahr Eindruck hinterlassen: In seiner ersten IDM-Saison überhaupt beendete er das Debütjahr der Sportbike-Kategorie mit einem hauchdünnen Vorsprung auf den Deutschen Justin Hänse auf Rang drei der Gesamtwertung. Ein starkes Ergebnis für den Fahrer aus Assen, dessen Aufwärtstrend sich ab Mitte der Saison abzeichnete.

Geht der Niederländer also wieder an den Start – diesmal für EURO MOTO?

Die Antwort ist eindeutig: „Ja, auf jeden Fall. Denn in diesem Jahr ist wesentlich mehr für uns zu holen“, sagt Kooistra, dessen Markenzeichen auf der Strecke längst bekannt ist: der weiße Helm zur orangefarbenen Lederkombi. Mit dem Ergebnis seines ersten IDM-Jahres zeigt sich der Niederländer zwar zufrieden, gleichzeitig weiß er, dass sein Potenzial noch längst nicht ausgeschöpft ist. „Das erste Jahr war natürlich stark von Trial and Error geprägt. Alles war neu für uns, wir mussten uns und das Bike erst einmal finden“, erklärt Kooistra. „Gegen Ende der Saison konnten wir sagen, dass wir langsam richtig im Sattel sitzen. Aber da waren eben schon die meisten Rennen gefahren.“ Bemerkenswert dabei: Kooistra brachte seine Triumph in jedem einzelnen Rennen ins Ziel.

Für die kommende Saison ist die Zielsetzung nun deutlich formuliert: Der Blick geht nach vorne und auf den Sieg. Die Basisarbeit aus dem Debütjahr ist getan, nun soll das Paket aus Fahrer, Motorrad und Team weiterentwickelt werden und in die Feinarbeit gehen. Allerdings nicht mehr als Ein-Fahrer-Team: Bei den Tests in Spanien präsentierte sich auch das Team Pearle Gebben Racing erstmals mit zwei Fahrern. Neben Rick Kooistra wird künftig mit Julian van Kalkeren ein weiterer Niederländer an den Start gehen.

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann


Mittwoch, 11. März 2026

ADAC GT4 Germany: Neuzugang KRT Racing aus Schweden setzt auf Ginetta

  • Mit Alexzander Kristiansson/Erik Bertilsson stehen beide Piloten bereits fest
  • Ginetta G56 GT4 Evo erstmals in ADAC GT4 Germany unterwegs
  • Rennstall feiert 2026 das Debüt in der Serie

Alexzander Kristiansson (re.) und Erik Bertilsson geben ihr Debüt in der ADAC GT4 Germany
Foto: KRT Racing

Neues Team, neues Auto und neue Fahrer: Die ADAC GT4 Germany wird in der Saison 2026 noch bunter. Mit KRT Racing steigt erstmals überhaupt ein Rennstall aus Schweden in die Serie ein. Eingesetzt wird eine Ginetta G56 GT4 Evo. Das britische Modell gibt ebenfalls das Debüt im GT4-Championat des ADAC. Am Steuer wechseln sich Alexzander Kristiansson (25/SWE) und Erik Bertilsson (24/SWE) ab. „Mit dem Aufstieg in die ADAC GT4 Germany machen wir den Schritt auf die internationale Bühne und wollen das Programm in den nächsten Jahren weiter ausbauen. Denn die ADAC GT4 Germany ist eine hochkarätige und sehr wettbewerbsfähige Rennserie“, erklärt Alexzander Kristiansson, der nicht nur Pilot, sondern auch Teammanager ist.

Kristiansson sammelte bereits 2025 erste Erfahrungen im ADAC Motorsport. „Ich fuhr letztes Jahr im Prototype Cup Germany und die Events auf der DTM-Plattform waren wirklich klasse“, erklärt er. „Die Reichweite, die wir dort erzielen können, ist sehr wichtig. Es sind viele Zuschauer vor Ort und das Interesse ist extrem groß. Somit konnten wir gute Pakete für unsere Sponsoren schnüren und haben uns für ein Engagement in der ADAC GT4 Germany entschieden.“ Der 25-Jährige begann seine Rennfahrer-Karriere 2020 im schwedischen Ginetta Markenpokal. 2024 krönte er sich dort zum Champion. Teamkollege Erik Bertilsson gewann 2025 den Titel. „Erik gehört eigentlich fast schon zur Familie und ist ein guter Freund. Nun wollen wir gemeinsam in der ADAC GT4 Germany angreifen“, so Kristiansson. „Natürlich kennen wir noch nicht alle Strecken. Aber im Verlauf der Saison möchten wir in die Top Fünf vorstoßen.“

Durch den so erfolgreichen Einsatz im heimischen Ginetta Markenpokal lag die Entscheidung zur G56 GT4 Evo des britischen Herstellers nahe. „Wir haben ein gutes Verhältnis mit Ginetta. Im europäischen, britischen und französischen GT4-Championat hat sich das Fahrzeug als sehr konkurrenzfähig erwiesen. Als wir Ginetta bezüglich eines Einsatzes in der ADAC GT4 Germany ansprachen, waren sie sofort begeistert“, so Kristiansson.

KRT Racing geht 2026 in seine sechste Saison im Motorsport und ist ein echter Familien-Rennstall. „Teambesitzer ist mein Vater“, klärt Alexzander Kristiansson auf. Die Mannschaft hat ihr Einsatzfahrzug bereits erhalten und technisch auf die ADAC GT4 Germany vorbereitet. Ein erster kurzer Shakedown fand bei kalten Außentemperaturen in Schweden statt. Aktuell ist das Team zu Testfahrten auf dem Hockenheimring unterwegs. „Mit rund 16 Grad Celsius und Sonnenschein ist Hockenheim die perfekte Gelegenheit, um uns an die G56 GT4 Evo zu gewöhnen und uns als Team auf die Saison einzuschwören. Wir können den Saisonauftakt Ende April auf dem Red Bull Ring schon gar nicht mehr abwarten“, ist Kristiansson hoch motiviert.


Montag, 9. März 2026

EURO MOTO: Die Jagd auf den Titel beginnt

Foto: Jens Hawrda

Der Startschuss für die Premierensaison der EURO MOTO ist gefallen: Ab sofort können sich Teams und Fahrer in der EURO MOTO für die Klassen Superbike, Sportbike und Supersport registrieren.

Mit der neuen Marke EURO MOTO entwickelt die Motor Presse Stuttgart (MPS) die erfolgreiche Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) konsequent weiter, um dem europäischen Rundstreckenrennsport eine noch attraktivere Plattform auf internationalem Top-Level zu bieten.

Mit der Eröffnung des Anmeldeportals präzisiert die MPS die Rahmenbedingungen für die bevorstehende Saison. Aufgrund lizenzrechtlicher Beschränkungen auf europäischer Ebene wird die Motor Presse Stuttgart in der Saison 2026 für die Klassen Superbike, Sportbike und Supersport kein offizielles Europameisterschafts-Prädikat verleihen. Der prestigeträchtige Titel, um den die Piloten im Rahmen der EURO MOTO kämpfen, lautet unverändert „Internationaler Deutscher Motorradmeister“.

Die Motor Presse bedauert nach monatelangen Vorbereitungen diese formale Beschränkung. Ungeachtet dessen bleibt die MPS ihrem Ziel verpflichtet, mit der EURO MOTO für Teams, Fahrer, Sponsoren und Fans neue Maßstäbe als attraktivste Motorrad-Rennserie Europas zu setzen.

Das erste Rennwochenende rückt bereits in greifbare Nähe. In zwei Monaten, vom 08. bis 10. Mai 2026, startet die EURO MOTO auf dem Sachsenring in die Saison. Der Kalender umfasst insgesamt sieben Stationen auf traditionsreichen Kursen wie Assen, Most, Oschersleben, dem Nürburgring und dem Hockenheimring sowie der neu hinzugekommenen WM-Strecke in Brünn.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek

Supersport: Jonas Folger checkt bei Freudenberg und KTM ein

Die Nummer "94" greift wieder an. Jonas Folger mischt sich im Rahmen
einer KTM-Entwicklung unter die EURO MOTO-Supersportler.
Foto: Team Freudenberg KTM-PALIGO Racing

Ein neues Projekt für das Team Freudenberg KTM-PALIGO Racing. Die Sachsen-Crew aus Bischofswerda soll für den Hersteller aus Österreich auf Basis der neuen KTM RC 990 R ein Rennpaket für die Saison 2027 entwickeln. Sie hat sich dafür Ex-MotoGP-Fahrer und IDM Superbike-Champion Jonas Folger ins Boot geholt und die EURO MOTO als höchst anspruchsvolle Serie ausgesucht.

„In den vergangenen Saisons waren wir für KTM in der World Supersport 300 Weltmeisterschaft erfolgreich im Einsatz und haben gemeinsam die RC 390 R kontinuierlich zu einem siegfähigen Motorrad weiterentwickelt“, blickt Teamchef Carsten Freudenberg zurück. „Das ist eine hervorragende Grundlage für ein ebenso erfolgreiches Projekt mit der RC 990 R. Mit Jonas Folger haben wir zudem einen der erfolgreichsten deutschen Rennfahrer an unserer Seite – das macht die Zusammenarbeit umso wertvoller.“

Wettbewerbsbedingungen auf höchstem Niveau

Die Freudenberg-Mannschaft gehört seit vielen Jahren zu KTM wie das Feuer zur Flamme. Ziel der aktuellen Kooperation soll am Ende sein, ein leistungsfähiges Gesamtpaket inklusive eines umfassenden Race-Kits zu schnüren. Es soll sowohl für die Motorrad-Weltmeisterschaft als auch für nationale Meisterschaften homologiert werden – und interessierten Teams zur Verfügung stehen.

Die Entwicklungsarbeit ist über die gesamte Saison 2026 angelegt. Im Rahmen der EURO MOTO Supersport-Klasse sind erste Wildcard-Einsätze vorgesehen. Die Rennteilnahmen sollen zusätzliche Daten unter Wettbewerbsbedingungen liefern und die Entwicklung weiter beschleunigen. Den offiziellen Auftakt bildet ein sechstägiger Test im März in Valencia.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek

Freitag, 6. März 2026

BWT Mücke Motorsport erneut mit Mercedes-AMG GT4

Foto: Jens Hawrda

Der Berliner Traditionsrennstall steht vor seiner vierten Saison in der ADAC GT4 Germany. Mit Alex Connor und dem deutschen Marius Schmid vertraut das Team im Cockpit auf eine Mischung aus Erfahrung und Talent.

Die ADAC GT4 Germany sieht auch in der Saison 2026 wieder Pink. Denn BWT Mücke Motorsport setzt erneut auf einen Mercedes-AMG GT4 im markanten Design - und hat mit einer starken Fahrerpaarung einiges vor. Der erfahrene Brite Alex Connor teilt sich das Cockpit mit dem deutschen Nachwuchstalent Marius Schmid. „Mit Alex und unserem Neueinsteiger Marius Schmid setzen wir bewusst auf einen Mix aus Erfahrung und Talent im Cockpit. Marius hat bereits Testfahrten im GT4-Auto absolviert und sich entschieden, diesen Weg mit unserem Team fortzusetzen“, erklärt Teamchef Stefan Mücke. „Alex Connor hat uns bereits in der Vergangenheit mit seiner Erfahrung und seinem Talent unterstützt. Es ist schön, dass er die gesamte Saison in der ADAC GT4 Germany mit uns bestreiten wird.“

Der 21-jährige Connor ist seit 2023 in der ADAC GT4 Germany unterwegs. Bereits damals saß er im pinken Mercedes-AMG des Berliner Traditionsrennstalls. Nach einer Saison bei einem anderen Rennstall kehrte er für die letzten beiden Rennwochenenden der Saison 2025 zurück zu BWT Mücke Motorsport. „Im vergangenen Jahr habe ich mein Comeback bei den letzten Rennen der Saison gegeben und bin überzeugt, dass wir weitere Erfolge erzielen können“, so Connor. „Ich kenne den Mercedes-AMG GT4 inzwischen sehr gut und gemeinsam wollen wir vorne angreifen. Ich kann es kaum erwarten, dass die neue Saison beginnt.“

Neu im GT4-Sport ist hingegen Teamkollege Marius Schmid. Der 18-Jährige aus der Nähe des Bodensees begann 2023 mit dem Motorsport. 2025 lernte er den Mercedes-AMG von BWT Mücke Motorsport bei Testfahrten kennen. „Ich bin schon sehr gespannt auf meine erste Saison in der ADAC GT4 Germany und darauf, im Rahmen der DTM zu starten“, strahlt er. „Jetzt geht es darum, die Details des GT4-Fahrzeuges noch besser kennenzulernen. Dank der riesengroßen Erfahrung des Teams und der Zusammenarbeit mit meinem Teamkollegen Alex bin ich sicher, dass wir schnell den nötigen Speed finden werden.“

BWT Mücke Motorsport ist seit 2023 erfolgreich in der ADAC GT4 Germany am Start und somit eine feste Größe im Feld. 2024 konnten insgesamt fünf Podestplätze erzielt werden, beim Heimspiel auf dem Dekra Lausitzring gab es den ersten Sieg. Final belegte BWT Mücke Motorsport 2024 den dritten Rang in der Teamwertung. 2026 soll nun der nächste Schritt folgen.

Quelle: adac-motorsport.de