Die ersten News im neuen Jahr kommen vom Team Freudenberg-Rora Paligo Racing. Das sächsische Team geht auch 2026 wieder mit Luis Rammerstorfer an den Start. Der junge Österreicher hat im vergangenen Jahr gezeigt, was in ihm steckt: Drei Podiumsplätze, darunter ein Sieg am Nürburgring, sprechen für sich.
Dass am Ende „nur“ Platz sieben in der Gesamtwertung zu Buche stand, lag vor allem an einer Verletzungspause wegen eines Schlüsselbeinbruchs. Vier Rennen in Schleiz und Most musste Rammerstorfer auslassen. Trotzdem zieht der 18-Jährige ein positives Fazit: „Der Trend zum Ende der Saison ging ganz klar nach oben“. Genau dort will er in seiner zweiten Saison in der Sportbike-Klasse anknüpfen.
Neu ist 2026 nicht nur die Saison, sondern auch die Serie. Gemeinsam mit seiner Crew tritt Rammerstorfer erstmals in der neu aufgestellten EuroMoto an. Die Vorfreude ist entsprechend groß. „Ich freue mich riesig auf die zweite Saison mit dem Team und dem Bike“, sagt der Österreicher. In der Winterpause habe er vor allem an sich gearbeitet – körperlich wie mental. „Unser Ziel ist es, noch konstanter zu werden. Schnell sind wir, das haben wir letztes Jahr ja gezeigt.“
Der Rennsport ist bei den Rammerstorfers längst Familiensache. Bruder Leo war ebenfalls mehrere Jahre in der IDM unterwegs und wechselte 2023 in den Red Bull Rookies Cup. Vater Roman Rammerstorfer ist seit über zehn Jahren enger Partner des Teams Freudenberg und bleibt auch 2026 mit seinem Unternehmen RORA als Namenssponsor an Bord.
Vom Rookie zum Routinier
Innerhalb des Teams wächst Luis Rammerstorfer nun in eine neue Rolle hinein. Mit Mika Siebdrath bekommt er einen Nachwuchs-Teamkollegen – und gibt damit automatisch den Rookie-Status ab. Der 16-Jährige bringt bereits viel Erfahrung aus der spanischen Meisterschaft mit, auch wenn ihm Strecken wie Nürburgring, Hockenheimring oder Assen noch fremd sind. Genau hier kann Rammerstorfer seine Erfahrungen weitergeben.
Abseits der Strecke passt das Duo ohnehin bestens zusammen. Die Familien Rammerstorfer und Siebdrath kennen sich seit vielen Jahren und sind eng befreundet. „Luis und seine Familie sind einfach unglaublich herzlich“, sagt Mika Siebdrath. „Ich freue mich total darauf, mit ihm im selben Team in der EuroMoto an den Start zu gehen.“
Team setzt auf Kontinuität
Ein gutes Miteinander ist auch ganz im Sinne von Teamchef Carsten Freudenberg. Das Team ist seit Jahrzehnten für seine konsequente Nachwuchsarbeit bekannt. Dass die Zusammenarbeit mit Luis Rammerstorfer langfristig angelegt ist, war für Freudenberg schon Ende 2024 klar. „Kontinuität ist extrem wichtig für junge Fahrer“, betont der Teamchef. Rammerstorfer habe 2025 bereits gezeigt, „dass er Rennen gewinnen kann“. Mit dem Schritt in Richtung Europameisterschaft und stärkerer Konkurrenz werde er sich gut weiterentwickeln können – genau das sei das Ziel.
Mit Luis Rammerstorfer und Mika Siebdrath stehen damit zwei Fahrer für die erste EuroMoto-Saison von Freudenberg-Paligo Racing fest. Ob noch ein weiterer Pilot dazukommt, ist bisher nicht bekannt. In der Vergangenheit ist das Team aber auch schon mit drei Fahrern angetreten.
Quelle: idm.de / Rowena Hinzmann


