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| Dirk Geiger holt sich den Sieg im Samstagsrennen am Nürburgring Foto: Jens Hawrda |
Dirk Geiger hat am Nürburgring seinen fünften Saisonsieg in der EURO MOTO Supersport eingefahren und damit seine Führung in der Gesamtwertung weiter ausgebaut. Es gab keinen Showdown mit seinem Titelkonkurrenten Daniel Blin, aber ein Rennen mit Unterhaltungswert.
Nach dem Start war die Reihenfolge schnell hergestellt: Dirk Geiger (Apreco-Yamaha) in seinem gelben Outfit strahlte vor seinem Teamkollegen Lennox Lehmann in Pink und als Dritter hatte sich Daniel Blin (Automarket AF Racing Team) in Schwarz-Rot eingereiht.
Vor allem Lehmann merkte man es deutlich an, dass er heute den ersten Saisonsieg erringen wollte. Der Dresdner wollte endlich aus der mittlerweile zwei Jahre langen Abstinenz erlöst werden. In Geiger hatte er allerdings den größten Widersacher, den er sich vorstellen konnte. In der zehnten Runde war klar, das aus dem Vorhaben nichts wird. Geiger vergrößerte die mittlerweile stark geschrumpfte Lücke zu den beiden Verfolgern wieder und glänzte mit persönlichen Bestzeiten in den einzelnen Sektoren.
Nun musste Blin handeln, wenn er seine Titelchancen aufrecht erhalten wollte. Lehmann konnte er überholen, doch für eine Jagd auf Geiger war es zu spät. Erstens hatte sich der gebürtige Mannheimer in der Schlussphase noch einmal vier Zehntelsekunden Luft verschafft. Zweitens bekam Blin am Kurvenausgang Probleme mit seiner Ducati. Mehrere Rutscher in den letzten drei Runden machten die Verfolgung nicht gerade einfacher.
Damit war die Reihenfolge festgezurrt: Dirk Geiger gewann das erste Rennen beim Öhlins EURO MOTO-Event auf dem Nürburgring vor Daniel Blin und Lennox Lehmann.
Am Anfang wusste ich gar nicht richtig, was da abgeht“, erklärte Geiger. Ganz zufrieden klang der fünffache Saisonsieger trotzdem nicht: „Heute war nicht ganz so mein Tag. Ich habe es am Ende enger gemacht, als es hätte sein müssen.“ Lennox Lehmann bleibt in der Warteschleife. „Die erste Rennhälfte war besser“, meinte der 20-Jährige, „ich bin zu aggressiv mit der Front umgegangen. Es war mein eigener Fehler. Und ich bin mal wieder Dritter.“
Ein paar Meter hinter den Top Drei ging es turbulent zu. Luca de Vleeschauwer (Team SWPN), Marvin Siebdrath (MCA Racing) und Luca Göttlicher (LJ Racing) kämpften um die Positionen nach dem Podest. Oder besser: Yamaha gegen Honda und MV Agusta. Wie bereits mehrfach geschehen, kam Göttlicher in der zweiten Rennhälfte immer besser in Fahrt. In der 13. Runde führte „Lucky Luc“ das Trio an und kam nach 16 Runden als Vierter ins Ziel.
Siebdrath ließ derweil bei De Vleeschauwer nicht locker und suchte Runde für Runde nach einer Lücke. Drei Umläufe später musste er die Geduld nicht mehr bemühen: De Vleeschauwer stürzte aus dem Geschehen.
Auch dahinter ging es heiß her. Julius Caesar Rörig (MCA Racing) war in einen Kampf mit Marvin Kreimes (Team Kreimes Racing) und Jorke Erwig (Eder Racing) verwickelt. Die Drei hatten im hinteren Teil des Feldes für reichlich Action gesorgt.
EURO MOTO Supersport, Rennen 1
1. Dirk GEIGER (GER/Yamaha)
2. Daniel BLIN (POL/Ducati)
3. Lennox LEHMANN (GER/Yamaha)
4. Luca GÖTTLICHER (GER/MV Agusta)
5. Marvin SIEBDRATH (GER/Honda)
6. Maximilian KOFLER (AUT/Ducati)
7. Freddie HEINRICH (GER/Kawasaki)
8. Filip FEIGL (CZE/Yamaha)
9. Max STAUFFER (AUS/Yamaha)
10.Julius AHRENKIEL-FRELLSEN (DNK/Honda)
11.Filip NOVOTNÝ (CZE/Ducati)
12.Julius Caesar RÖRIG (GER/Honda)
13.Marvin KREIMES (GER/Ducati)
14.Jorke ERWIG (GER/Ducati)
15.Luca DE VLEESCHAUWER (BEL/Yamaha)
16.Peter FEIGL (CZE/Yamaha)
17.Jindrich ŠKOPEK (CZE/Yamaha)
Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek



