Sonntag, 13. September 2026

Engel-Konter im DTM-Titelkampf: Pole-Position am Sachsenring

Maro Engel schlägt im Titelkampf zurück. Der Mercedes-AMG-Pilot fuhr am Sonntag beim zweiten Qualifying am Sachsenring auf nasser Strecke mit 1:26,307 Minuten die schnellste Runde. Dank seiner fünften Pole-Position in der DTM verkürzte er den Abstand auf die Tabellenspitze, die er erst am Samstag verloren hatte, auf drei Punkte. Ich bin 14. Meisterschaftsrennen hat der Routinier damit gute Chancen, die Führung zurückzuerobern.

"Wir haben als Team im Vorfeld intensiv diskutiert, was bei diesen nassen Bedingungen die richtige Strategie fürs Qualifying ist. Ich konnte zu Beginn eine richtig gute Runde fahren, unser Plan ist voll aufgegangen. Uns erwartet ein herausforderndes Rennen mit zwei Boxenstopps, zumal wir nicht wissen, was das Wetter macht", sagte Engel, der den Pirelli Pole Position Award von DJane und Entertainerin Sintica erhielt. Porsche-Pilot Ricardo Feller belegte Platz zwei und geht neben Engel von der ersten Startreihe aus in das Sonntagsrennen auf dem Sachsenring. Jules Gounon sicherte sich im Mercedes-AMG GT3 Evo Rang drei, Ben Dörr wurde im McLaren 720S GT3 Evo Vierter. Rang fünf ging an Bastian Buus in einem weiteren Porsche 911 GT3 R. Spitzenreiter Thomas Preining beendete das Zeittraining auf Position sechs. Der Tabellendritte Marco Wittmann kam mit seinem BMW M4 GT3 Evo über einen enttäuschenden 19. Rang nicht hinaus.

Schwierige Bedingungen empfingen die Fahrer beim Qualifying am Sonntagmorgen auf dem Sachsenring. Bis kurz vor dem Start um 9:00 Uhr hatte es geregnet, die 3,645 Kilometer lange Strecke war bei Temperaturen von 13 Grad Celsius noch nass. Engel ging bei diesen Verhältnissen bereits früh auf Zeitenjagd und erzielte die Bestmarke mit Regenreifen bereits nach fünf Minuten. Wenig später zog Feller nach und platzierte seine Neunelfer auf Rang zwei. Während die meisten Fahrer mit den Regen-Pneus auf abtrocknendem Asphalt wenig Grip hatten und keine Top-Zeiten mehr erzielten, fuhr Gounon nach einer Viertelstunde die drittschnellste Runde.

Ergebnis Qualifikation, 14. Saisonlauf, Sachsenring (Top-Five)

1. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Ravenol), 1:26.307 Minuten

2. Ricardo Feller (CH/Manthey), +0.448 Sekunden

3. Jules Gounon (f/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), +0.755 Sekunden

4. Ben Dörr (D/Dörr Motorsport), +0.874 Sekunden

5. Bastian Buus (DK/Land-Motorsport), +0.938 Sekunden

Quelle: dtm.com

ADAC GT4 Germany: Piana/Sylvestersson untermauern mit Sieg ihre Titelambitionen

  • Mit BMW, Aston Martin und Porsche drei Marken auf dem Podium
  • Tabellenspitze der ADAC GT4 Germany rückt immer enger zusammen
  • Sieg in Rookie-Wertung für Ginetta-Pilot Bertilsson

Großer Jubel bei Benjamin Sylvestersson (li.) und Gabriele Piana
Foto: ADAC-Motorsport

Packende Action auf der Strecke und spannende Dramatik im Titelkampf. Die ADAC GT4 Germany präsentierte sich im Samstagsrennen auf dem Sachsenring von ihrer besten Seite. In einem unterhaltsamen Rennen triumphierten Gabriele Piana (40/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport) im BMW M4 GT4 vor Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage AMR GT4. Das Podium komplettierten Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (23/AUS, beide AVIA W&S Motorsport), die im Porsche 718 Cayman GT4 damit die Tabellenführung knapp behaupten konnten. Durch das Ergebnis rückten die drei genannten Fahrer-Duos auf lediglich fünf Punkte in der Tabelle zusammen. Somit ist Hochspannung für den Rest der Saison garantiert.

Piana hatte das Rennen von der Pole-Position aus begonnen. Der ADAC GT4 Germany-Rekordsieger gewann den Start und machte der Konkurrenz unmissverständlich klar, dass der Laufsieg nur über ihn und seinen Partner Sylvestersson gehen würde. Lediglich Springob im Aston Martin konnte dem BMW in der ersten Rennhälfte folgen. Dahinter entwickelte sich ein Vierkampf um die Position des besten Verfolgers, den zunächst Linus Hahne (22/Oelde) im BMW von ME Motorsport für sich entschied. Nicht nach Plan lief die ersten Rennhälfte hingegen für Tabellenführer Robinson, der von Startplatz vier bis auf die sechste Position zurückfiel.

An der Spitze des Feldes blieb die Reihung nach den obligatorischen Fahrerwechseln gleich. Sylvestersson, der von Piana übernommen hatte, konnte die Spitze behaupten und letztendlich auch mit über fünf Sekunden Vorsprung souverän zum Sieg fahren, der für den schnellen Finnen zudem den Triumph in der Junior-Wertung bedeutete. Für Gogollok gab es zwischenzeitig hingegen einen kleinen Rückschlag. Aufgrund eines Vergehens von Teamkollege Springob während einer Gelbphase, musste der Aston Martin-Pilot in die Penalty-lap abbiegen. Sein Vorsprung auf die Konkurrenz reichte aber aus, um final Platz zwei sicherzustellen.

Lange schien Hahnes Teamkollege Philip Wiskirchen (22/Euskirchen) sicher auf der dritten Position. Doch Tabellenführer Berndt, der für Robinson in den Porsche gestiegen war, drehte in der Schlussphase nochmals auf und konnte letztendlich den letzten Podiumsplatz erobern. Hahne/Wiskirchen wurden final Fünfte hinter dem BMW von Luis Moser (18/AUT) und Luca Link (22/Günzburg, beide FK Performance Motorsport). Rang sechs ging an Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) im Toyota GR Supra GT4 vor Alexzander Kristiansson (26/SWE) und Erik Bertilsson (25/SWE, beide KRT Racing) in der Ginetta G56 GT4. Bertilsson gewann somit auch die Rookie-Wertung. 

Rang acht sicherten sich Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing) im Mercedes-AMG GT4 vor Lukas Stiefelhagen (19/NED) und Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, beide ME Motorsport, BMW) Die Top Zehn komplettierten Gianni van de Craats (21/NED) und Victor Nielsen (19/DEN, beide FK Performance Motorsport, BMW). Der Tagessieg in der PRO-AM-Wertung ging an Hendrik Still (39/Kempenich) und Tim Horrell (36/USA, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche.

Stimmen zum Rennen

Gabriele Piana – Sieger für FK Performance Motorsport: „Einen Start/Ziel-Sieg einzufahren, macht immer Spaß. Mein Stint war aber keinesfalls langweilig. Denn es hat mich wirklich überrascht, dass Jan Philipp Springob zunächst so viel Druck aufbauen konnte. Er überholte mich sogar fast und hatte eine wirklich starke Pace. Strategisch haben wir heute hoch gepokert und gewonnen. Hoffentlich können wir morgen ebenfalls eine gute Leistung zeigen. Die eingefahren Punkte sind gut für die Meisterschaft.“

Benjamin Sylvestersson – Sieger für FK Performance Motorsport: „Natürlich freue ich mich sehr über den Sieg. Letztendlich hat Gabriele im ersten Stint schon den ganzen Job erledigt, sodass ich das Auto nur noch nachhause bringen musste. Ich hatte viel Wert auf das Managen der Reifen gelegt, damit der Sieg nicht in Gefahr geriet. Das Resultat ist klasse für unsere Titelhoffnungen.“

Philipp Springob – Platz zwei für COSY Racing by ESM: „Ich hatte einen guten Start und konnte Gabriele folgen. Die Gelbphase kam dann etwas überraschend, da ich aufgrund technischer Probleme weder einen Funkspruch hörte noch eine Mitteilung im Display sah. Das ist ärgerlich, aber zum Glück haben wir dadurch keinen Platz verloren. Auch ohne die Strafe hätte es wohl nicht für den Sieg gereicht. Dafür war der BMW heute zu stark. Wir haben das Maximum herausgeholt. Somit sind wir zufrieden.“

Philipp Gogollok – Platz zwei für COSY Racing by ESM: „Platz zwei ist ein solides Ergebnis und gut für die Tabellensituation. Mein Stint war gut. Nach der Penalty-lap war Benjamin vor mir aber zu weit weg, sodass ich nie angreifen konnte. Auch hinter mir hatte ich viel Luft und konnte mein Rennen in Ruhe fahren. Morgen starten wir von der siebten Position aus und hoffen auf das nächste Podium.“

Lachlan Robinson – Platz drei für AVIA W&S Motorsport: „Sicherlich lief mein Stint nicht ideal. Viele Konkurrenten um mich herum agierten etwas übermotiviert. Somit galt es für mich, sauber durchzukommen. Das ist mir gelungen. Ich managte auch den Reifen gut, sodass Denny in der zweiten Rennhälfte Vollgas geben konnte. Er hat das Rennen dann klasse zu Ende gefahren und das Podium sichergestellt.“

Denny Berndt – Platz drei für AVIA W&S Motorsport: „Das Podium ist ein super Ergebnis. Lachlan hat mir den Porsche in einem sehr guten Zustand übergeben. Ich konnte dann genau das umsetzen, was ich mir vor dem Rennen vorgenommen hatte. AVIA W&S Motorsport hat uns heute wieder einmal ein perfektes Paket zur Verfügung gestellt. Wir freuen uns sehr, weiterhin die Tabelle anzuführen.“


Samstag, 12. September 2026

Angriff auf die DTM-Spitze: Wittmann holt ersten BMW-Sieg auf dem Sachsenring

  • Fürther rückt nach erneutem Erfolg auf Tabellenplatz drei vor
  • Jules Gounon feiert als Zweiter erstes Podium in dieser Saison
  • Neuer Spitzenreiter Thomas Preining baut Führung mit Rang drei aus

Rundenlanges Duell zwischen Maco Wittmann (BMW #11) und Jules Gounom (Mercedes #48)
Foto: Jens Hawrda

Marco Wittmann (Fürth/Schubert Motorsport) ist im Kampf um den DTM-Titel wieder voll im Rennen. Der BMW-Pilot gewann am Samstag den 13. Meisterschaftslauf auf dem Sachsenring und schob sich mit seinem zweiten Erfolg in Serie auf Platz drei in der Tabelle vor. Damit verkürzte Wittmann den Abstand zur Spitze auf 14 Punkte. "Dieses Ergebnis bedeutet Big Points im Titelkampf! Für mich ist der DTM-Sieg auf dem Sachsenring etwas ganz Besonderes, der hat mir auf meiner Bucketlist noch gefehlt. In der Schlussphase des Rennens kam Jules Gounon immer mal wieder dicht an mich heran, aber ich wusste: Wenn ich keinen Fehler mache, bringe ich den Sieg nach Hause", sagte Wittmann nach seinem insgesamt 21. DTM-Sieg und dem ersten BMW-Triumph auf dem Sachsenring. Jubel auch bei Jules Gounon (Mercedes-AMG Team Mann-Filter): Der Franzose belegte Rang zwei und stand damit zum ersten Mal in dieser Saison auf dem Treppchen. Thomas Preining (A/Manthey) wurde Dritter. Der Porsche-Werksfahrer hatte nach dem zweiten Platz im Qualifying die Tabellenführung übernommen und baute seinen Vorsprung auf sechs Punkte aus.

Keyfacts, Sachsenring, Hohenstein-Ernstthal, Saisonrennen 13 von 16

  • Streckenlänge: 3,645 Meter
  • Feuchter: 20 Grad, bewölkt
  • Pole-Position: Marco Wittmann (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3 Evo #11), 1:17.627 Minuten
  • Belagerer: Marco Wittmann (Schubert Motorsport, BMW M4 GT3 Evo #11)
  • Schnellste Runde: Thomas Preining (Manthey, Porsche 911 GT3 R #91), 1:19.395 Minuten

Wittmann war nach seiner ersten Saison-Pole von Platz eins aus in das Samstagsrennen auf dem Sachsenring gegangen und blieb nach einem guten Start in Führung. Dahinter machten Gounon und Kelvin van der Linde (ZA/Schubert Motorsport) jeweils eine Position gut und folgten auf den Plätzen zwei und drei, Preining fiel dagegen auf Rang vier zurück. Fünfter war zu diesem Zeitpunkt Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing) im Ferrari 296 GT3 Evo. Bis zum Pflicht-Boxenstopp vergrößerte das Führungsduo seinen Vorsprung auf mehrere Sekunden.

In Runde 16 wechselte Wittmann auf neue Pirelli-Slicks, Gounon folgte einen Umlauf später. Danach fuhr der Franzose als Führender wieder auf Strecke, wurde jedoch kurze Zeit später von Wittmann überholt, dessen Reifen bereits Betriebstemperatur erreicht hatten.

Dahinter konnte Preining nach einem schnellen Boxenstopp eine Position gutmachen und sich vor van der Linde auf Rang drei behaupten. Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol) folgte im Mercedes-AMG GT3 Evo auf Platz fünf. In dieser Reihenfolge beendeten die ersten fünf nach 41 Runden das 13. von insgesamt 16 Saisonrennen. Engel, als Achter gestartet, betrieb nach einer taktisch starken Vorstellung Schadensbegrenzung und ist mit einem Rückstand von sechs Punkten Tabellenzweiter.

Platz sechs ging an den Italiener Cairoli, Mirko Bortolotti (I/TGI Team by GRT) folgte im Lamborghini Temerario GT3 auf Rang sieben. Titelkandidat Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing) kam nach einem für ihn wechselhaften Rennverlauf im Aston Martin Vantage GT3 als Achter ins Ziel. Thierry Vermeulen (NL/Emil Frey Racing) belegte im zweiten Ferrari von Emil Frey Racing Position neun. Ben Dörr (Butzbach/Dörr Motorsport) rundete im McLaren 720S GT3 Evo die Top Ten ab. Einen Dämpfer im Kampf um die DTM-Krone erlitt Lucas Auer (Mercedes-AMG Team Landgraf). Der Österreicher nahm das Rennen nach einem unverschuldeten Unfall im Qualifying von der Box aus in Angriff und kam als Elfter ins Ziel. Dadurch beträgt Auers Rückstand auf Spitzenreiter Preining bereits 36 Punkte.

Weitere Stimmen zum Rennen

Jules Gounon: "Wir sind endlich dort, wo wir die ganze Saison über hinwollten. Nach meinem Reifenwechsel habe ich Marco Wittmann im Rückspiegel herankommen gesehen und natürlich gehofft, dass ich die Führung verteidigen kann. Auf kalten Reifen war das leider nicht möglich. Die Saison verlief bisher alles andere als zufriedenstellend, umso glücklicher bin ich über das Podium."

Thomas Preining: "Ein super Ergebnis für uns! Es war unfassbar wichtig, viele Punkte für die Meisterschaft zu holen und die Führung zu verteidigen. Der Start verlief leider ziemlich zäh, direkt danach konnte ich aber an Matteo Cairoli vorbeigehen und später dank unserer Strategie auch an Kelvin van der Linde."

Ergebnis, 13. Meisterschaftslauf, Sachsenring

  1. Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport)
  2. Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), +0.450 Sekunden
  3. Thomas Preining (A/Manthey), +3.684 Sekunden
  4. Kelvin van der Linde (ZA/Schubert Motorsport), +14.991 Sekunden
  5. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Ravenol), +15.265 Sekunden


ADAC GT4 Germany: Sachsenring: BMW und Porsche mit Pole-Position

Die Titelaspiranten Gabriele Piana und Denny Berndt werden die beiden Rennen der ADAC GT4 Germany auf dem Sachsenring jeweils von der Pole-Position aus beginnen. Auch die Kontrahenten aus dem Aston Martin-Lager stark in der Qualifikation unterwegs.

Gabriele Piana Holt sich die Pole für's Samstagsrennen
Foto: Jens Hawrda

Hochspannung pur für die beiden Läufe der ADAC GT4 Germany auf dem Sachsenring: Darauf deutet das Ergebnis der Qualifikation unmissverständlich hin. Denn in beiden Rennen auf der 3,645 Kilometer langen Berg- und Talbahn bei Chemnitz fahren die Titelaspiranten von ganz vorne los. Für das Samstagsrennen erzielte der in der Tabelle drittplatzierte Gabriele Piana (40/ITA) im BMW M4 GT4 von FK Performance Motorsport mit 1:25,737 Minuten die Pole-Position. Tabellenführer Denny Berndt (21/Berlin) war im Porsche 718 Cayman GT4 von AVIA W&S Motorsport in der Qualifikation das Sonntagsrennen mit 1:25,911 Minuten nicht zu schlagen.

„Besser als die Pole geht es nicht. Es war eine gute und vor allem fehlerfreie Runde. Vielleicht hätte ich in Kurve sechs noch das eine oder andere Zehntel finden können. Aber insgesamt sind wir natürlich richtig glücklich mit dem Ergebnis“, jubelte Piana, der sich den BMW mit Benjamin Sylvestersson (19/FIN) teilt. 

Mit einem Rückstand von 0,139 Sekunden ging Platz zwei der Qualifikation für das Samstagsrennen an die Markenkollegen Lukas Stiefelhagen (19/NED) und Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, beide ME Motorsport). Zeitgleich dritte wurden die in der Tabelle zweitplatzierten Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage AMR GT4 vor dem Porsche von Berndt/Lachlan Robinson (23/AUS).

„Das Ergebnis ist sicherlich eine gute Ausgangslage“, analysierte Berndt nach den beiden Sessions. „Ich hatte eine gute Runde. Es hat einfach gepasst. In den Rennen möchten wir ganz vorne mitfahren und so viele Punkte wie möglich einfahren. Es gilt, auf die Reifen zu achten. Doch ich denke, dass wir dafür gut vorbereitet sind.“

Zweite in der Qualifikation für das Sonntagsrennen wurden die AVIA W&S Motorsport-Teamkollegen Hendrik Still (39/Kempenich) und Tim Horrell (36/USA), die 0,059 Sekunden zurücklagen. Platz drei sicherte sich mit 0,080 Sekunden Rückstand der BMW von Piana/Sylvestersson. Die Top Vier komplettierte der Toyota GR Supra GT4 von Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT). Das Aston Martin-Duo Springob/Gogollok erreichte Rang sieben.

Quelle: adac-motorsport.de


DTM: Wittmann holt erste Saison-Pole, Preining übernimmt Tabellenführung

Marco Wittmann holt Pole am Sachsenring
Foto: Jens Hawrda

Marco Wittmann greift im Titelkampf der DTM noch einmal an. Der BMW-Werkspilot von Schubert Motorsport fuhr am Samstag im ersten Qualifying auf dem Sachsenring mit 1:17,627 Minuten die schnellste Runde und steht beim 13. Meisterschaftslauf zum ersten Mal in dieser Saison auf Startplatz eins. Mit der 16. DTM-Pole schob sich der Fürther auf Tabellenplatz vier vor und liegt 23 Punkte hinter Thomas Preining, der mit Rang zwei im Qualifying die Tabellenführung übernahm.

"Als mein Ingenieur mir per Funk gesagt hat, dass ich auf der Pole stehe, konnte ich es gar nicht glauben. In den vergangenen Jahren hatten wir auf dem Sachsenring immer unsere Probleme. Schon am Freitag hat sich aber gezeigt, dass wir gut dabei sind. Das Qualifying war mit der roten Flagge etwas chaotisch, das hat uns vielleicht ein wenig geholfen", sagte Wittmann, der als Sieger des Pirelli Pole Position Awards drei Punkte einstrich.

Porsche-Fahrer Preining wurde mit einem Rückstand von 0,126 Sekunden Zweiter und übernahm damit Platz eins im Gesamtklassement. "Ein super Ergebnis! Bis zur Unterbrechung des Qualifyings hatte ich noch keine schnelle Runde gefahren. Daher war mir klar, dass ich in den letzten Minuten liefern muss. Sonst wären wir ganz hinten gelandet. Die erste Startreihe ist eine top Ausgangslage fürs Rennen", erklärte der 28-Jährige.

Platz drei ging an Jules Gounon im Mercedes-AMG GT3 Evo. Kelvin van der Linde belegte im zweiten Schubert-BMW Rang vier. Der bisherige Spitzenreiter Maro Engel vom Mercedes-AMG Team Ravenol beendete das Zeittraining auf Position fünf. Allerdings wird der Routinier wegen des Verursachens einer Kollision im letzten Rennen auf dem Nürburgring um drei Startplätze zurückversetzt.

Das mit Spannung erwartete Qualifying startete am Samstagmorgen um 9:55 Uhr bei 15 Grad Celsius auf der Berg-und-Tal-Bahn in Sachsen. Doch als die Fahrer in den letzten fünf Minuten der Session die Bestzeiten anvisierten, sorgte ein Ausritt von Lucas Auer für eine rote Flagge und stoppte die Zeitenjagd. Der Österreicher verlor wegen einer gebrochenen Radnabe hinten rechts einen Reifen und schlug mit seinem Mercedes-AMG GT3 Evo ein.

Zu diesem Zeitpunkt hatte jedoch nur Mercedes-AMG-Youngster Tom Kalender mit 1:18,332 Minuten eine Topzeit erzielt. Dem Rest des Feldes blieben nur drei Minuten, um nachzuziehen. Wittmann ging als Erster wieder auf die 3,645 Kilometer lange Strecke und erzielte kurz danach die Bestmarke. Knapp eine Minute später fuhr Preining auf Rang zwei vor, Gounon sicherte sich in letzter Sekunde den dritten Platz.

Ergebnis Qualifikation, 13. Saisonlauf, Sachsenring (Top-Five)

1. Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport), 1:17.627 Minuten

2. Thomas Preining (A/Manthey), +0.126 Sekunden

3. Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), +0.289 Sekunden

4. Kelvin van der Linde (ZA/Schubert Motorsport), +0.389 Sekunden

5. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Ravenol), +0.569 Sekunden

Quelle: dtm.com