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| Dirk Geiger Foto: Jens Hawrda |
Auch das zweite Rennen der Supersportklasse beim Öhlins EURO MOTO-Event auf dem Nürburgring wurde zum Triumphzug von Dirk Geiger und sein Titelrivale Daniel Blin musste erneut Federn lassen. Eine tragende Rolle spielte dabei Geigers Teamkollege Lennox Lehmann.
Dirk Geiger, Lennox Lehmann (Team Apreco-Yamaha) und Daniel Blin (Automarket AF Racing Team) hatten sich nach dem Start erwartungsgemäß an die Spitze gesetzt. Marvin Siebdrath (MCA Racing), Gastfahrer Maximilian Kofler (Eder Racing) und Luca Göttlicher (LJ Racing) reihten sich nacheinander ein, wobei es mitunter eng zuging. Max Stauffer (Team Apreco-Yamaha), Luca de Vleeschauwer (Team SWPN) und Filip Feigl (Eder Racing) fuhren auf der Strecke zeitweise nebeneinander.
In der vierten Runde näherte sich die neongelbe Startnummer „99“ von MV Agusta-Fahrer Göttlicher der MCA-Honda von Siebdrath. Es war ein Zweikampf der unterschiedlichen Konzepte in der Supersport-Klasse: Göttlicher mit dem Dreizylinder-Antrieb gegen den klassischen 600 ccm-Vierzylinder von Siebdrath. Göttlicher gewann das Duell. Unabhängig davon fuhr Siebdrath später wegen eines defekten Sensors für die Gasannahme vorzeitig an die Box.
Schnappatmung in der Schlussphase
Zur Halbzeit war Geiger dem Feld auf der Yamaha YZF-R9 auf und davon gefahren und kam seinem Doppelsieg in der Eifel immer näher. Lehmann erwehrte sich auf der zweiten Position den Angriffen von Blin. Die Hoffnung des 24-jährigen Polen, dass Lehmann einen ähnlichen Einbruch wie gestern erleiden könnte, erfüllte sich nicht, doch die letzte Runde im Fight der Beiden sorgte für Schnappatmung. Mehrfache Positionswechsel trieben den Kampf um die Podiumsplätze auf die Spitze.
Lehmann hatte nach 16 Runden die Nase um 0,094 Sekunden vorn. „Wir haben von gestern auf heute das Heck an der Yamaha verändert“ freute sich der 20-jährige Sachse mit gemischten Gefühlen. Dass Geiger so überlegen gewonnen hatte, wurmte ihn. 3,148 Sekunden Vorsprung sind kein Pappenstiel.
Entscheidung in Hockenheim – Alles ist möglich
Immerhin hatte Lehmann im Vergleich zum Vortag einen Platz gutgemacht. Weil er vor Blin ins Ziel kam, half er seinem Teamkollegen außerdem, dem Ducati-Fahrer noch ein paar Pünktchen mehr in der Gesamtwertung zu enteilen. Mit 13 Punkten Vorsprung war Geiger als Führender in die Eifel gekommen, mit 27 ist er gegangen.
Aber auch dort, wo es um einen oder gar keinen Punkt gibt, sorgten die Kämpfe für Herzbeben. Peter Feigl und Jindrich Škopek schenkten sich auf den Plätzen 16 und 17 keinen Zentimeter. Dass die beiden Tschechen für den Einsatz doch noch belohnt wurden, lag erstens am Ausfall von Siebdrath und zweitens an Maximilian Kofler, der als Gastfahrer nicht punktberechtigt war.
Vom 25. bis 27. September findet in Hockenheim das große EURO MOTO-Finale statt.
EURO MOTO Supersport, Lauf 2
1. Dirk GEIGER (GER/Yamaha)
2. Lennox LEHMANN (GER/Yamaha)
3. Daniel BLIN (POL/Ducati)
4. Luca GÖTTLICHER (GER/MV Agusta)
5. Maximilian KOFLER (AUT/Ducati)
6. Luca DE VLEESCHAUWER (BEL/Yamaha)
7. Filip FEIGL (CZE/Yamaha)
8. Freddie HEINRICH (GER/Kawasaki)
9. Julius AHRENKIEL-FRELLSEN (DNK/Honda)
10.Max STAUFFER (AUS/Yamaha)
11.Julius Caesar RÖRIG (GER/Honda)
12.Filip NOVOTNÝ (CZE/Ducati)
13.Jorke ERWIG (GER/Ducati)
14.Marvin KREIMES (GER/Ducati)
15.Peter FEIGL (CZE/Yamaha)
16.Jindrich ŠKOPEK (CZE/Yamaha)
17.Marvin SIEBDRATH (GER/Honda)
Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek




