Dienstag, 1. September 2026

HRT zieht positive Zwischenbilanz der Saison 2026

Interview mit Ullrich Fritz, Geschäftsführer Haupt Racing Team GmbH

Foto: Copyright HAUPT RACING TEAM

Ulrich, wie fällt deine Bilanz der bisherigen Saison 2026 aus?

„Insgesamt positiv, auch wenn sich unsere Leistung noch nicht immer in den Ergebnissen widerspiegelt. In der DTM stehen nach zehn Rennen drei Podiumsplätze und die erste Pole-Position des Ford Mustang GT3 zu Buche. Arjun Maini liegt auf Rang sechs der Meisterschaft und Finn Wiebelhaus fährt ein starkes erstes DTM-Jahr. Er hat sich schnell an das hohe Niveau gewöhnt und bereits mehrfach gezeigt, welches Potenzial in ihm steckt.

Auch im ADAC GT Masters waren wir mit sechs Podien aus acht Rennen sehr konstant. Hinzu kommen die Gesamt-Pole in Monza und weitere starke Auftritte in der GT World Challenge Europe sowie auf der Nürburgring-Nordschleife, wo wir sowohl beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring als auch in Spa viele Führungskilometer absolvierten. Das zeigt, dass unser Paket auf sehr unterschiedlichen Strecken konkurrenzfähig ist.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass 2026 bislang noch der ganz große Sieg fehlt. Wir hatten mehrfach die Geschwindigkeit für ein Topresultat, konnten unser Potenzial aber nicht immer ausschöpfen – teils wegen unglücklicher Rennverläufe, teils weil bei uns nicht alle Abläufe optimal funktioniert haben.“

Welche Ziele verfolgt HRT für den weiteren Saisonverlauf?

„Für den Rest der Saison ist unser Anspruch klar: Wir wollen in allen Meisterschaften, in denen wir antreten, so erfolgreich wie möglich sein, um Podestplätze und Siege kämpfen und die Saison mit weiteren starken Ergebnissen abschließen.

Die konkreteste Titelchance haben wir im ADAC GT Masters. Niklas Kalus und Kiano Blum liegen vor den letzten vier Rennen auf Rang drei und sind noch in Schlagdistanz zur Spitze. Auch in der DTM können wir aus eigener Kraft um Podiumsplätze kämpfen. Dort wollen wir den nächsten Schritt in Richtung des ersten Sieges mit dem Mustang machen. Bei den beiden letzten Rennen des GT World Challenge Europe Endurance Cup auf dem Nürburgring und in Portimão geht es außerdem darum, unsere starke Qualifying-Leistung aus Monza endlich in ein entsprechendes Rennergebnis zu übertragen.“

Wo siehst du das größte Potenzial für weitere Verbesserungen?

„Beim Fahrzeug sind die Fortschritte klar zu erkennen. Das liegt am Evo-Paket, aber genauso an unserer wachsenden Erfahrung mit dem Mustang. 2025, in unserem ersten Jahr mit Ford, haben wir gut 90 Rennstarts absolviert. In dieser Saison sind es jetzt schon über 70. Jeder Einsatz liefert uns neue Daten und Erkenntnisse. Gemeinsam mit Ford Racing wollen wir dieses Potenzial noch konsequenter in Ergebnisse umsetzen.

Auch als Team haben wir die erste Saisonhälfte genau analysiert und offen hinterfragt, was gut funktioniert hat und wo wir besser werden müssen. Zuständigkeiten müssen an einigen Stellen klarer geregelt, Entscheidungen schneller getroffen und Abläufe effizienter gestaltet werden. Im Zuge der Weiterentwicklung wird sich HRT auch personell in einzelnen Bereichen neu aufstellen und gezielt verstärken. Das gibt uns die Möglichkeit, den Fokus noch stärker auf die sportliche Performance zu richten. Dabei geht es nicht um kurzfristige Reaktionen, sondern um tragfähige Strukturen und eine klare Perspektive. Wir verfügen über ein hervorragendes Knowhow, ein engagiertes Team und verlässliche Partner. Dieses Gesamtpaket bestärkt uns in unserem Vorhaben, den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen.“

Quelle: media.hauptracingteam.de

Montag, 31. August 2026

ADAC GT Masters: Highspeed-Festival auf dem Salzburgring

  • Kampf um die Meisterschaft geht in die entscheidende Phase. 
  • Drei Lokalmatadoren beim zweiten Österreich-Gastspiel im ADAC GT Masters.
  • Samstagsrennen live auf Sport1, gesamte Action auf Joyn, Servus TV On und Youtube.

Foto: Jens Hawrda

Das lange Warten hat ein Ende: Die Sommerpause des ADAC GT Masters endet am kommenden Wochenende mit dem vorletzten Saisonevent auf dem Salzburgring. Vom 4. bis 6. September gibt die GT3-Nachwuchsliga des ADAC auf der Oldschool-Strecke vor den Toren der Mozartstadt Gas. Zwei Endurance-Läufe über jeweils 80 Minuten warten auf die Fans vor Ort und zuhause. Das Samstagsrennen wird von Sport1 live ab 14:00 Uhr im Free-TV übertragen. Die gesamte Rennaction zeigen Joyn und ServusTV On, darüber hinaus überträgt der Youtube-Kanal des ADAC auch die beiden Qualifyings live. 

Titelkampf spitzt sich zu

Im Kampf um die Meisterschaft stehen auf dem Salzburgring die Saisonrennen neun und zehn auf dem Programm. Die Ausgangslage könnte nicht spannender sein. Die Führenden, Felix Hirsiger (28/CHE)/Finn Zulauf (22/Königstein im Taunus/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2, liegen in der Tabelle lediglich einen Punkt vor dem BMW-Duo Tim Zimmermann (29/Langenargen)/Leyton Fourie (20/ZAF/beide FK Performance Motorsport). 

Für die Verfolger war der Salzburgring im vergangenen Jahr ein erfolgreiches Pflaster. Fourie fuhr am Sonntag zur Pole-Position und das Duo gewann das Rennen, nachdem sie am Vortag Sechste geworden waren. „Am ersten Renntag hatten wir leider Regen, das sind nicht die besten Bedingungen für unser Auto, ansonsten wäre es vermutlich ein noch besseres Wochenende geworden“, erinnert sich Fourie. „Der Salzburgring sollte uns und unserem Auto gut liegen. Unser Ziel ist klar: Wir möchten mindestens so erfolgreich sein wie im vergangenen Jahr und als Tabellenführer abreisen.“

Mit drei Saisonsiegen und einem weiteren Podiumsplatz im Gepäck, reisen die Tabellenführer nach Österreich. Zulauf kommt voller Motivation an den Salzburgring, rechnet allerdings mit einem herausfordernden Wochenende für ihn und Teamkollege Hirsiger. „Wir müssen die Rennen abwarten. Allerdings sollte die Strecke eine der schwierigeren für unseren Lamborghini werden“, gibt der 22-Jährige ehrlich zu. „Wir versuchen, solide Punkte zu holen, um im Meisterschaftskampf zu bleiben. Unser Fokus liegt darauf, uns eine gute Ausgangslage für das Finale in Hockenheim zu schaffen.“

Heimspiel für drei Österreicher

Drei Lokalmatadoren aus Österreich werden das zweite Saisonheimspiel im Kalender nach dem Red Bull Ring bestreiten. Einer davon ist Leo Pichler (24/AUT/Razoon - More than Racing). Mit seinem Porsche 911 GT3 R hat er bereits einen Saisonsieg gefeiert und hofft auf ein starkes Heimspiel. „Es ist eine echte Oldschool-Strecke, die sehr speziell ist und alles zu bieten hat. Du hast lange Geraden, langsame und schnelle Kurven. Wenn das Wetter nicht mitspielen sollte, wird es extrem interessant, denn das ist nicht ohne“, erklärt der Weizer. „Wir haben schon auf dem Red Bull Ring gewonnen und ich hoffe, uns gelingt auf dem Salzburgring ein zweiter Heimsieg.“

Der Zweite im Bunde ist Tim Hütter (19/AUT) aus Gallneukirchen. Für ihn ist es die zweite Saison im ADAC GT Masters. Gemeinsam mit dem Liqui Moly Team Engstler Motorsport greift auch er im Lamborghini an. Auf den Auftritt vor seinen Landsleuten freut auch Kiano Blum (19/AUT/Haupt Racing Team), allerdings unter schwierigeren Voraussetzungen. Im Gegensatz zu seinen Kollegen hat der Ford-Pilot noch keine einzige Rennrunde auf dem Salzburgring gedreht. „Mein Team war im vergangenen Jahr bereits da, also haben wir Daten und Videos, mit denen ich mich bestmöglich vorbereiten werde“, erklärte der Pilot aus Fussach. In der Meisterschaft liegt er gemeinsam mit Niklas Kalus (21/Duisburg) aktuell auf dem dritten Gesamtrang.

Endurance-Rennen auf dem Salzburgring

Auf dem 4,255 km langen Salzburgring gastiert das ADAC GT Masters zum zweiten Mal in der Seriengeschichte. Bei den insgesamt zwölf Kurven sticht eine heraus: Die Fahrerlagerkurve, die mit rund 245 km/h durchfahren wird und viel Mut erfordert. Auslaufzonen gibt es kaum, somit zählt Präzision, sonst geht es für die Piloten direkt ins Kiesbett. 

Auf dem Salzburgring warten erneut zwei Endurance-Rennen mit zwei Boxenstopps inklusive Fahrerwechseln. Während der 80 Minuten Renndauer werden einmal die Reifen getauscht und nach Belieben nachgetankt. Unterschiedliche Strategien sorgen für Spannung bis zur karierten Flagge. Auf sein Debüt freut sich an diesem Wochenende Fabian Dybionka (17/POL). Er wird sich für die beiden verbliebenen Saisonstationen den Ford Mustang GT3 des Haupt Racing Teams mit Emil Gjerdrum (19/NOR) teilen.


Euro Moto Superbike: Interview mit Hannes Soomer

Hannes Soomer, BMW #38
Foto: Jens Hawrda

Ende Juli stürzte Hannes Soomer beim abschließenden Test für die 8 Stunden von Suzuka und verletzte sich an der rechten Schulter. Jetzt kehrt der Este ins Starterfeld der EURO MOTO Superbike zurück. Die Rennen in Oschersleben sowie auch in Assen musste er auslassen. Aus dem Titelkampf ist der 28-jährige Fahrer aus dem Team Masteroil Alpha Van Zon-BMW längst ausgeschieden. Wir haben mit ihm über die Zwangspause gesprochen.

Hannes, wie geht’s Dir?

Es läuft ganz gut. Es war ein harter Sommer, aber wieder auf dem Motorrad zu sitzen, macht das Leben um einiges besser!

Was sagt der Arzt?

Die Genesung verläuft normal und die Knochen sind verheilt. Jetzt geht es nur noch darum, wieder voll fit zu werden.

Wann fährst du zum Nürburgring?

Wir kommen am Mittwoch an.

Hat die EURO MOTO für dich dieses Jahr noch Priorität oder steht eher die Endurance-Weltmeisterschaft im Vordergrund?

Ich denke, die beiden Meisterschaften ergänzen sich, so wie sie es das ganze Jahr über getan haben. Bei der EURO MOTO geht es vor allem darum, wieder auf volle Geschwindigkeit zu kommen und ein paar gute Rennen für mich und die Fans zu fahren. In der EWC steht noch das wichtigste Rennen aus, um sicherzustellen, dass der Titel an BMW geht.

Wenn es darauf ankäme, würdest du Deinen Teamkollegen Markus Reiterberger in einem Zweikampf vorbeilassen? Er hat immer noch die Chance, Dritter in der EURO MOTO-Gesamtwertung zu werden.

Ich glaube nicht, dass ein Fahrer wie Markus Reiterberger jemanden braucht, der ihn vorbeilässt.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


BRL European Cup bei der EURO MOTO am Nürburgring

Spektakuläre Schräglage: Der BRL European Cup bringt die spannenden Racing Bagger im Rahmen
der EURO MOTO am ersten Septermber-Wochenende auf den Nürburgring.
Foto: BRL Europe

Der Bagger Racing League European Cup kehrt für die dritte Runde der Saison 2026 auf die Rennstrecke zurück. Vom 4. bis 6. September gastiert die Serie auf dem Nürburgring und ist dort Teil des EURO MOTO Wochenendes.

Die europäische Rennserie für spektakuläre Racing-Bagger bereitet sich auf eines der am meisten erwarteten Wochenenden des Jahres vor. Für die deutsche Runde bekommt das Starterfeld prominente Verstärkung. Neue international bekannte Fahrer, Rückkehrer und neue Harley-Davidson Motorräder sorgen für ein hochkarätiges Aufgebot.

James Ellison, Maurizio Vettor und Garijs Rožkalns neu dabei

Zu den Neuzugängen am Nürburgring zählen der Brite James Ellison, der Italiener Maurizio Vettor und der Lette Garijs Rožkalns. Ellison und Vettor gehen auf zwei neuen Harley-Davidson an den Start, während Rožkalns für das Team Spanover ebenfalls eine Harley-Davidson pilotiert.

Ellison bringt mehr als 20 Jahre internationale Rennsporterfahrung mit. Der zweimalige Superstock-1000-Europameister und Endurance-Weltmeister von 2003 war unter anderem in der MotoGP, der British Superbike Championship sowie der Superbike- und Supersport-Weltmeisterschaft aktiv.

Maurizio Vettor verbindet Motorsport und Kommunikation. Der italienische Journalist, Motorradfahrer und Content Creator verfügt selbst über langjährige Rennerfahrung auf der Rundstrecke und im Endurance-Sport und wird seine Premiere im Bagger Racing League European Cup auch medial begleiten.

Garijs Rožkalns ist mehrfacher lettischer und baltischer Meister und der erste lettische Fahrer, der die 24 Stunden von Le Mans für Motorräder erfolgreich beendet hat. Aktuell startet er in der Superstock-Klasse der FIM Endurance World Championship. Am Nürburgring wird er als erster Lette im Bagger Racing League European Cup antreten.

Ebenfalls zurück im Starterfeld ist André Pires. Der Portugiese tritt auf einer Ducati Diavel an, mit der er bereits 2025 das erste Rennen in Estoril gewinnen konnte. Zu seiner internationalen Rennsporterfahrung zählen unter anderem Starts beim Macau Grand Prix, bei der Isle of Man Tourist Trophy und im MotoE World Cup.

Doppelstart für Milan Merckelbagh

Ein besonders intensives Rennwochenende wartet auf Milan Merckelbagh. Der niederländische Superbike-Meister von 2024 kennt den Bagger Racing League European Cup bereits aus Cremona, wo er mit seiner Harley-Davidson am Start war.

In der Saison 2026 tritt Merckelbagh gleichzeitig mit dem Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW in der EURO MOTO Superbike Championship an. Am Nürburgring wartet damit ein außergewöhnlicher Doppelstart auf ihn.

Während er in der EURO MOTO Superbike auf seiner BMW um Punkte kämpft, wechselt er innerhalb desselben Rennwochenendes auf die Harley-Davidson und bestreitet zusätzlich die dritte Runde des Bagger Racing League European Cup. Zwei Motorräder, zwei völlig unterschiedliche Rennkonzepte und zwei Meisterschaften an nur einem Wochenende machen seinen Auftritt am Nürburgring zu einer besonderen Herausforderung.

Internationales Starterfeld am Nürburgring

Neben den Neuzugängen und Rückkehrern sind auch die permanenten Teilnehmer des Bagger Racing League European Cup dabei. Dazu gehören der Japaner Takeshi Ishizuka auf der Harley-Davidson des Team Spanover sowie die drei Ducati-Piloten Ruben Xaus, Andrea Tomio und Marco Attanasio.

Damit bringt die dritte Runde Fahrer mit Erfahrungen aus MotoGP, Endurance-Weltmeisterschaft, British Superbike, Tourist Trophy, Superbike und internationalen Straßenrennen zusammen.

Am kommenden Wochenende, vom 4. bis 6. September 2026 gehen die Racing Bagger im Rahmen des EURO MOTO Wochenendes auf dem Nürburgring in ihre nächste Runde.

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann