Donnerstag, 15. Oktober 2026

DTM – Stars and Stories vom Finale am Hockenheimring

Vom Rockstar am Startschild bis zur Olympiasiegerin im Fahrerlager: Beim DTM-Finale in Hockenheim gaben sich Stars aus Musik, Sport und Fernsehen die Ehre. Scorpions-Gründer Rudolf Schenker schickte am Samstag das Feld ins Rennen, am Sonntag übernahm Schauspielerin Lisa-Marie Koroll das Startschild. Bob-Olympiasiegerin Deborah Levi tauschte den Eiskanal gegen die Boxengasse, Schauspieler Axel Stein ließ sich im Renntaxi über die Strecke fahren, Sasha heizte als Dick Brave am Samstagabend ein und Model Betty Taube saß im BMW M2 Cup selbst am Steuer.

Lisa-Marie Koroll
Foto: ADAC-Motorsport

Lisa-Marie Koroll stürmt vom Filmset ins Renntaxi

­Rennstrecken-Feeling kennt Lisa-Marie Koroll (Bibi-und-Tina-Reihe) schon vom Dreh: In der Originalproduktion von Amazon Prime „Drive – The Pretenders“ spielt sie eine Mechanikerin, deren größter Traum es ist, einmal selbst am Steuer eines Rennfahrzeugs zu sitzen. Gedreht wurde auf mehreren Strecken, unter anderem auf dem Hockenheimring. Nun kehrte Koroll an den Traditionskurs zurück und ließ sich im Mercedes-AMG-Renntaxi von DTM-Champion Maximilian Götz über den Kurs chauffieren. Am Sonntag schickte sie die Fahrer ins Saisonfinale und überreichte danach auf dem DTM-Podium dem Gewinnerteam den Pokal.

Rudolf Schenker von den "Scorpions"
Foto: ADAC-Motorsport

­Rockstar am Startschild: Schenker gibt das Startsignal in Hockenheim

Rudolf Schenker, Rhythmusgitarrist der Scorpions, hat am Samstag die Gitarre gegen das Schild „Drivers start your engines“ getauscht und die Fahrer in den 15. Saisonlauf geschickt. Der gebürtige Sarstedter ist das dienstälteste Gründungsmitglied der Band und war zuletzt vor Jahrzehnten bei einem DTM-Rennen. Diesmal nutzte Schenker die Chance und verbrachte das gesamte Finalwochenende in Hockenheim. „Unser Tourplan ließ es einfach nicht zu, zwischendurch mal ein DTM-Rennen zu erleben. Ich bin zum ersten Mal seit 25 Jahren wieder hier zu Gast und ziemlich aufgeregt. Die Atmosphäre mit den Fans, den Fahrern und diesen tollen Fahrzeugen ist einfach fantastisch. Ich genieße jeden Augenblick“, sagte Schenker. Als einer der wichtigsten Songschreiber der Scorpions machte er deutsche Rockmusik mit Hits wie „Rock You Like a Hurricane“, „Still Loving You“ und „Wind of Change“ weltweit bekannt.

Axel Stein
Foto: ADAC-Motorsport

Entertainer Axel Stein hat Benzin im Blut

Axel Stein kennt Rennstrecken nicht nur vom Zuschauen: Der Komiker und Schauspieler („Hausmeister Krause“, „Harte Jungs”) ist bekennender Autofan und besitzt sogar eine Rennlizenz. Beim DTM-Finale auf dem Hockenheimring war Stein als Gast des Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland dabei. Der gebürtige Wuppertaler warf einen Blick in die Race Control, sah sich im Fahrerlager um und umrundete im Renntaxi die Strecke. „Ich habe Benzin im Blut und bin riesiger Motorsport-Fan“, sagte Stein. „Das ganze DTM-Umfeld finde ich faszinierend und stelle immer wieder fest: Hockenheim ist eine Welt für sich. Mein Highlight war die Taxifahrt im Porsche 911 Cup. Das war ein überragendes Gefühl.“

Betty Taube
Foto: ADAC-Motorsport

Betty Taube – ein Model mit Motorsport-Gen

Sie kennt Scheinwerferlicht und Catwalk, aber auch den Blick auf die Ideallinie: Model und Moderatorin Betty Taube war beim DTM-Finale in Hockenheim nicht nur Gast, sondern ging im BMW M2 Cup selbst an den Start. Die gebürtige Eberswalderin besitzt nämlich eine Rennlizenz. „Es war schön, beim DTM-Finale dabei zu sein und selbst als Fahrerin am BMW M2 Cup teilnehmen zu können. Die Stimmung war fantastisch. Immer wenn ich durch die Boxengasse ging, schlug mein Motorsportherz höher“, erzählte Taube. Auch vom BMW M2 Racing war sie begeistert: „Ein tolles Auto, vor allem für Anfänger wie mich. Es verzeiht zum Glück auch den einen oder anderen Fehler.“

Dick Brave
Foto: ADAC-Motorsport

Dick Brave dreht beim Finale die Boxen auf

Nach dem Samstagsrennen sorgte Dick Brave beim DTM-Finale für den musikalischen Höhepunkt. Der Rock-’n’-Roll-Sänger gehört mit Rockabilly-Energie und Vintage-Charme zu den bekanntesten deutschen Live-Acts. Mit neuen Interpretationen von bekannten Hits im Rock-’n’-Roll-Style begeisterte Sasha als Dick Brave die Fans und brachte den Hockenheimring zum Beben. Nach dem Live-Gig lobte der Sänger die Fans: „Das war ein Super-Konzert, ein tolles Publikum und eine mega Veranstaltung. Ich bin stolz, dass wir beim DTM-Finale spielen konnten und hoffe, wir sehen uns bald wieder.“

Bob-Olympiasiegerin Deborah Levi: vom Eiskanal in die Boxengasse

Mit Vollgas kennt sich Deborah Levi aus, normalerweise allerdings auf Eis: Als Anschieberin von Pilotin Laura Nolte wurde sie 2022 in Peking und 2026 in Cortina d’Ampezzo Olympiasiegerin im Zweierbob. Beim DTM-Finale tauschte sie den Eiskanal gegen den Hockenheimring und nahm sich im Fahrerlager Zeit für einen genauen Blick auf die Rennautos. Zwischen Garage und Boxengasse entdeckte Levi einige Parallelen zu ihrem Sport: „Auch bei uns im Bobsport geht es um Geschwindigkeit und Zehntelsekunden. Wie in einem Rennfahrzeug wirken starke G-Kräfte, man muss blitzschnell die richtige Entscheidung treffen und das Adrenalin schießt hoch“, erzählte sie.

Handball trifft Hockenheim: David Späth und Antje Döll beim DTM-Finale

Zwei Handball-Stars beim DTM-Finale: David Späth (Olympia-Silber 2024, Vize-Europameister 2026) und Antje Döll (Kapitänin der Handball-Nationalmannschaft, WM-Silber 2025) erlebten in Hockenheim zum ersten Mal die DTM live. Das Duo genoss die Atmosphäre im Fahrerlager und fieberten mit, als die Titelentscheidung fiel. „Der Hockenheimring ist in dieser Region, mit der ich stark verwurzelt bin, natürlich ein Highlight. Deshalb freue ich mich sehr, dieses Spektakel mal aus nächster Nähe anzusehen“, sagte Späth, der auch eine Runde im Schaeffler-Innovationstaxi drehte. „Das hat einen Riesenspaß gemacht. Ich kenne die DTM nur aus dem TV, aber beim Blick hinter die Kulissen habe ich erst richtig gesehen, was hinter einem Rennwochenende an Organisation und Logistik steckt. Das war schon sehr beeindruckend.“

Julia Vieregge singt vor dem Rennen die Nationalhymne
Foto: ADAC-Motorsport

Gänsehaut kurz vorm finalen Rennen: Julia Vieregge singt die Nationalhymne

Kurz bevor die DTM in ihren finalen Saisonlauf startete, hatte auch sie ihren großen Moment: Julia Vieregge sang in Hockenheim die deutsche Nationalhymne. Mit ihrer kraftvollen Stimme gab die Sängerin dem entscheidenden 16. Meisterschaftslauf den würdigen Rahmen, bevor der Titelkampf in den finalen Showdown ging. „Die Hymne singen zu dürfen war, für mich ein Lebens-Highlight. Seitdem ich wusste, dass ich bei der DTM auftreten werde, bin ich zwei Meter über dem Boden geschwebt“, erzählte Vieregge, die im Fernsehen zuletzt bei der Casting-Show „The Voice of Germany“ von DTM-TV-Partner ProSieben zu sehen war.


„Road to DTM“: 1,5 Millionen Euro Preisgeldtopf für Nachwuchstalente

  • Förderung wird noch gezielter auf den nächsten Karriereschritt ausgerichtet
  • Sieger im ADAC GT Masters erhält Förderpaket in Höhe von 620.000 Euro
  • Klarer Karriereweg von der Deutschen Kart-Meisterschaft bis in die DTM

­Die ADAC GT4 Germany wird mit einer eigenen „Road to DTM“-Wertung
neu in das Programm eingebunden
Foto: ADAC-Motorsport

Vom Kart bis in die DTM: Die DTM stellt die Nachwuchsförderung im Rahmen der „Road to DTM“ für die Saison 2027 noch zielgerichteter auf. Im dritten Jahr des Programms werden junge Talente mit einem Fördertopf von insgesamt 1,5 Millionen Euro in Geld- und Sachpreisen auf ihrem Karriereweg unterstützt. Im Mittelpunkt steht dabei der direkte Aufstieg in die jeweils höhere Motorsport-Liga. Dafür werden die Förderpakete auf allen Stufen noch stärker auf den nächsten Karriereschritt ausgerichtet. Die „Road to DTM“ führt von der Deutschen Kart-Meisterschaft über den BMW M2 Cup und die ADAC GT4 Germany in das ADAC GT Masters und schließlich bis in die DTM.

„Wir schärfen bei der ‚Road to DTM‘ ab dem kommenden Jahr ganz klar den Weg aus den Nachwuchsklassen bis in den professionellen Spitzensport in der DTM“, betont ADAC Motorsportchef Thomas Voss. „Entscheidend ist für uns, dass Talente nach einem Erfolg auch die Unterstützung erhalten, um den nächsten Schritt tatsächlich gehen zu können. Daher haben wir bestehende Preisgeldtöpfe und Prämien umverteilt und richten die Förderung 2027 noch gezielter auf den direkten Aufstieg aus den jeweiligen Serien aus. Finn Wiebelhaus ist ein starkes Beispiel dafür, wie dieser Weg funktionieren kann. Er hat es über den Nachwuchssport und das ADAC GT Masters bis in die DTM geschafft. Solche Karrieren wollen wir mit der ‚Road to DTM‘ künftig noch stärker ermöglichen.“

620.000 Euro für den Sprung in die DTM

Im ADAC GT Masters wächst der gesamte Preisgeldtopf auf eine Summe von 775.000 Euro. Der Sieger der „Road to DTM“ im ADAC GT Masters erhält ab dem kommenden Jahr ein Förderpaket im Wert von 620.000 Euro. Dieses enthält die Nenngebühren für eine DTM-Saison, ein Paket mit Pirelli-Reifen für die gesamte Saison sowie einen Geldpreis.

Gezielte Förderung auch in der ADAC GT4 Germany und im BMW M2 Cup

Die ADAC GT4 Germany wird mit einer eigenen „Road to DTM“-Wertung analog zum ADAC GT Masters tiefgreifend neu in das Programm eingebunden. In die neue Wertung fließen nicht nur Erfolge im Rennen, sondern auch die Leistungen im Qualifying und ein Faktor für sportliche Fairness ein. Der Preisgeldtopf steigt auf rund 330.000 Euro in Geld- und Sachpreisen. Der Gewinner der neu geschaffenen „Road to DTM“-Wertung erhält davon ein Förderpaket im Wert von 235.000 Euro für den Aufstieg in das ADAC GT Masters.

Im BMW M2 Cup wächst das Gesamtförderpaket auf 305.000 Euro. Auf den Gewinner der „Road to DTM“-Wertung wartet dort eine Förderung in Höhe von 170.000 Euro. Damit soll der Aufstieg in die ADAC GT4 Germany in der folgenden Saison ermöglicht werden.

Den Einstieg in die „Road to DTM“ bildet die Deutsche Kart-Meisterschaft. Das Nachwuchsförderprogramm ist dort in der OK-N-Kategorie verankert. Der Gewinner der „Road to DTM“ erhält eine Unterstützung von 78.000 Euro für eine komplette Saison im BMW M2 Cup oder in der ADAC GT4 Germany und damit die Chance auf den direkten Wechsel vom Kart- in den Automobilsport.


Mittwoch, 14. Oktober 2026

Manthey Doppelpodium beim Saisonfinale in Hockenheim besiegelt dritten DTM-Meisterschaftssieg in vier Jahren

  • Thomas Preining sichert sich nach einem fünften und einem dritten Rang in Hockenheim die DTM-Fahrermeisterschaft 2026
  • Ricardo Feller erreicht mit Platz zwei am Sonntag sein drittes Podium in der Saison 2026
  • Manthey gewinnt zum dritten Mal in vier Jahren die DTM-Teammeisterschaft

Thomas Preining, Porsche 911 GT3 R  #91
Foto: Jens Hawrda

Manthey triumphiert beim DTM-Saisonfinale am Hockenheimring mit dem Gewinn von zwei Meisterschaften: Thomas Preining (Österreich), als Tabellenführer nach Hockenheim gereist, kann einen fünften und einen dritten Platz im badischen Motodrom einfahren und sichert sich damit nach 2023 den zweiten DTM-Fahrermeistertitel seiner Karriere. Ricardo Feller (Schweiz) erreichte derweil nach einem herausfordernden Rennen am Samstag (Rang 15) im finalen Saisonlauf den zweiten Platz und leistet damit einen entscheidenden Beitrag zum Gewinn der dritten Teammeisterschaftserfolg von Manthey seit dem Einstieg in die Sprintserie mit Porsche im Jahr 2023. Die beiden Meistertitel in Kombination mit der Vorstellung der zwei 30 Jahre Sondermodelle am Freitag in Hockenheim markieren den bisherigen Höhepunkt des 30. Jubiläumsjahres des Meuspather Unternehmens und unterstreichen dessen anhaltende Erfolgsgeschichte im internationalen Motorsport.

Ricardo Feller, Porsche 911 GT3 R #90
Foto: Jens Hawrda

„Was für ein Wochenende,“ beginnt Patrick Arkenau, Geschäftsbereichsleiter Racing der Manthey Racing GmbH. „Schon der Samstag war eine echte Achterbahnfahrt der Gefühle. In einem von wechselnden Bedingungen geprägten Qualifying haben wir mit der richtigen Reifenstrategie die Startplätze drei für Thomas und fünf für Ricardo herausgeholt. Im Rennen lief dann allerdings vieles gegen uns. Durch die sehr turbulente Startphase wurden beide Fahrzeuge zurückgeworfen und verloren mehrere Positionen. Besonders schwierig war die Situation für Ricardo, dessen Fahrzeug zusätzlich beschädigt wurde. Durch zusätzlich vergebene drei Penalty Laps musste er sich unter erschwerten Bedingungen vom Ende des Feldes durchkämpfen. Umso höher ist sein Einsatz zu bewerten, denn er hat nie aufgegeben und trotz aller Widrigkeiten noch wichtige Meisterschaftspunkte gesammelt. Auch Thomas wurde durch den Zwischenfall in der ersten Runde weit zurückgeworfen. Dass er sich anschließend mit einer starken fahrerischen Leistung, einer guten Strategie und einer fehlerfreien Arbeit unserer Crew noch bis auf Platz fünf nach vorne kämpfen konnte, war enorm wichtig.

Am Sonntag haben wir uns mit Startplatz zwei für Ricardo eine sehr gute Ausgangslage für das entscheidende Rennen erarbeitet, während Thomas von Platz sieben aus seinen Vorsprung in der Fahrerwertung verteidigen musste. Im Rennen hat sich die Situation dann bereits in der ersten Runde in unsere Richtung entwickelt. So spielte sich dieses für uns in der Konstellation zwischen Maro Engel, Thomas, Ricardo und Bastian Buus ab, die zeitweise nur durch wenige Zehntelsekunden getrennt waren. In einem solchen Rennen kommt es auf jedes Detail an. Unsere Fahrer haben unter hohem Druck eine starke Leistung gezeigt, gleichzeitig ist es uns gelungen, über beide Boxenstoppfenster hinweg mit fehlerfreien Stopps die Positionen im Spitzenfeld zu behaupten und uns auf den Rängen zwei und drei zu etablieren. Dass Thomas und Ricardo schließlich auf den Plätzen zwei und drei die Ziellinie überqueren und wir damit sowohl die Fahrer- als auch die Teammeisterschaft gewinnen konnten, ist natürlich ein Bilderbuchende für diese Saison. Ich bin unglaublich erleichtert und dankbar. Dieser Erfolg ist das Ergebnis einer außergewöhnlichen Mannschaftsleistung unserer beiden Fahrer, der gesamten Crew an der Strecke, unseres Teams in Meuspath und aller Partner, die uns über die Saison hinweg unterstützt haben.“

„Mir fehlen fast ein wenig die Worte für diese außergewöhnliche Leistung des ganzen Teams. Zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren sowohl die Fahrer- als auch die Teammeisterschaft zu gewinnen, ist ein unglaublicher Erfolg. Die DTM zählt zu den härtesten Sprintmeisterschaften im internationalen Motorsport. Umso besonderer ist es, diese Doppelmeisterschaft erneut gemeinsam feiern zu dürfen. Dieser Erfolg ist das Ergebnis harter Arbeit, großer Leidenschaft und des unermüdlichen Einsatzes jedes einzelnen Teammitglieds. Ich bin unfassbar dankbar und stolz, dass wir diesen Erfolg in unserem 30. Jubiläumsjahr feiern können. Nach unserem ersten gemeinsamen Titelgewinn im Jahr 2023 freut es mich besonders, dass Thomas für seine konstant starken Leistungen der vergangenen Jahre mit einem weiteren Fahrertitel belohnt wird. Auch Ricardo hat in seiner ersten Saison für Manthey überzeugt und mit Punkteergebnissen in jedem Rennen einen entscheidenden Beitrag zu diesem Erfolg geleistet. Das ist alles andere als selbstverständlich. Die Teammeisterschaft zu gewinnen und gleichzeitig mit Thomas den Fahrertitel zu holen, ist die verdiente Belohnung für eine herausragende Saison und ein Erfolg, den wir gemeinsam mit unseren Partnern erreicht haben. Die Weltpremiere unserer Sondermodelle zum 30-jährigen Jubiläum gemeinsam mit unseren zahlreichen Gästen zu feiern und dieses besondere Ereignis mit dem Gewinn beider Meisterschaften zu verbinden, war ein einmaliges Erlebnis.“, ergänzt Nicolas Raeder, Geschäftsführer der Manthey Racing GmbH.

Stimmen zum DTM-Rennwochenende am Hockenheimring

Ricardo Feller, Porsche 911 GT3 R #90: „Der Start in das Wochenende war mit dem schwierigen Samstagsrennen alles andere als einfach. Trotzdem konnten wir auch dort noch einige wichtige Punkte für die Meisterschaft mitnehmen, und genau solche Rennen machen am Ende oft den Unterschied. Umso schöner ist es, das Finale jetzt mit meinem dritten Podium der Saison und einem Doppelpodium für Manthey abzuschließen. Besonders freut es mich, dass wir heute die Teammeisterschaft besiegeln konnten. Das ist die Belohnung für die harte Arbeit und den Einsatz aller Beteiligten über die gesamte Saison hinweg. Herzlichen Glückwunsch natürlich auch an Thommy zum Fahrertitel. Was er in diesem Jahr geleistet hat, war beeindruckend und absolut verdient. Mein Dank gilt dem gesamten Team und meiner Crew. Jeder Einzelne hat seinen Teil zu diesem Erfolg beigetragen. Eine Doppelmeisterschaft für Manthey zu feiern, ist der bestmögliche Abschluss dieser Saison.“

Thomas Preining, Porsche 911 GT3 R #91: „Es wird wahrscheinlich noch etwas dauern, bis ich diesen Moment wirklich realisiert habe. Dieser Titel bedeutet mir unglaublich viel. Die DTM zu gewinnen ist etwas Besonderes, sie ein zweites Mal zu gewinnen, ist kaum in Worte zu fassen. Gerade deshalb hatte ich mir für dieses Wochenende vorgenommen, einen möglichen Titelgewinn bewusster zu erleben und mehr zu genießen als beim ersten Mal. Das gesamte Wochenende war mental extrem fordernd. Zwischen Qualifying und Rennen blieb viel Zeit, um über alles nachzudenken, was noch passieren könnte. Aber am Ende haben wir als Team die Nerven behalten und unseren Job perfekt gemacht. Dieser Erfolg ist das Ergebnis harter Arbeit, großer Leidenschaft und eines außergewöhnlichen Teamgeists über die gesamte Saison hinweg. Ich bin unglaublich stolz, diesen Titel wieder gemeinsam mit Manthey feiern zu dürfen. Jeder Einzelne im Team hat seinen Anteil daran. Genau deshalb fühlt sich dieser zweite Meisterschaftsgewinn noch einmal ganz besonders an.“


Dienstag, 13. Oktober 2026

Denny Berndt und Lachlan Robinson: Die neuen Champions der ADAC GT4 Germany im Portrait

  • Porsche-Duo holt den Titel im letzten Saisonrennen auf dem Hockenheimring
  • Berndt/Robinson gewannen drei Saisonrennen
  • Für beide ist es der erste Titel auf der ADAC Motorsport-Plattform

Champions der ADAC GT4 Germany 2026: Denny Berndt (li.) und Lachlan Robinson
Foto: ADAC-Motorsport

Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (23/AUS) haben es geschafft. Mit einem zweiten Platz im letzten Saisonrennen auf dem Hockenheimring krönten sich die Porsche 718 Cayman GT4-Piloten zum Champion 2026. Zum zweiten Mal nach 2024 sitzen die Titelträger der ADAC GT4 Germany in einem Porsche des schwäbischen Rennstalls AVIA W&S Motorsport. „Gratulation an Denny und Lachlan. Sie waren die gesamte Saison über richtig stark unterwegs und haben stets kühlen Kopf bewiesen“, lobt Teamchef Daniel Schellhaas seine Erfolgspiloten. „Sie passen wirklich gut zusammen, da sie beide extrem ruhige Typen sind, die immer überlegt agieren. Es ist sehr angenehm, mit ihnen zu arbeiten. Ich hoffe, dass sie heute einmal so richtig ihre Emotionen herauslassen.“

Die Saison 2026 entwickelte sich zu einem spannenden Dreikampf zwischen Fahrer-Duos von drei unterschiedlichen Marken – und Berndt/Robinson waren von Anfang mit dabei. Beim Saisonauftakt auf dem Red Bull Ring konnten direkt zwei Podiumsplatzierungen eingefahren werden. Den ersten Laufsieg gab es im Samstagsrennen auf dem Norisring. Platz zwei in Sonntagsrennen rundete das Rennwochenende in Nürnberg erfolgreich ab. „Mein persönliches Highlight der Saison war die Pole-Position auf dem Norisring, da ich diese überhaupt nicht erwartet hatte“, blickt Robinson zurück. Nicht nach Plan lief es hingegen in der Motorsport Arena Oschersleben. Das Rennwochenende in der Magdeburger Börde war das einzige, an dem die neuen Champions nicht auf dem Podium standen. „Doch selbst das war kein wirklicher Tiefpunkt. Denn auch in Oschersleben hatten wir im Cockpit alles gegeben – und vor allem Spaß auf und abseits der Strecke“, fügt Berndt an. Der nächste Laufsieg folgte im Sonntagsrennen auf dem Nürburgring. Mit einem Podium auf dem Sachsenring untermauerten Berndt/Robinson ihre Titelambitionen. Somit reisten sie als Tabellenführer zum Saisonfinale auf dem Hockenheimring. Mit einem achten Platz, einem weiteren Sieg und einem zweiten Rang im badischen Motodrom krönten sie sich letztendlich zum Champion. „Einer der Hauptfaktoren für den Titel war sicherlich unsere Konstanz. Vielleicht außer Oschersleben konnten wir an jedem Rennwochenende mit um die Siege kämpfen. Das war der Schlüssel“, analysiert Robinson.

Lachlan Robinson wurde in Großbritannien geboren. Beide Elternteile stammen jedoch aus Australien. Als er sechs Monate alt war, zog die Familie nach Dubai, wo sie noch immer wohnt. Robinson kam durch seinen Vater zum Motorsport, da dieser seit jeher ein großer Rennsport-Fan ist. Bei der Geburtstagsfeier seines Bruders ging es auf eine Kartbahn – und so saß Robinson erstmals am Steuer. 2014 bestritt er in Dubai sein erstes Rennen. Bis 2023 blieb er dem Kartsport treu. Im selben Jahr erfolgte der Wechsel in den GT4-Sport mit einem Gaststart in der ADAC GT4 Germany auf dem Sachsenring. Seitdem gibt er in der Serie Vollgas und konnte sich von Jahr zu Jahr steigern. „Lachlan ist ein richtig schneller Pilot und wir kommen auch privat super zurecht“, beschreibt Berndt seinen Teamkollegen. Dadurch, dass Robinson in Dubai wohnt, ist Freizeitsport im Freien kaum möglich. „Dafür ist es viel zu heiß“, erklärt er. „Somit sitze ich eher im Simulator. Das genieße ich sehr. Außerdem coache ich in Dubai auch einige Kartpiloten.“

Der Berliner Berndt saß mit vier Jahren zum ersten Mal im Kart und absolvierte später viele Rennen. Nach Gaststarts 2022 im BMW 318ti Cup bestritt er 2023 seine erste volle Auto-Saison im BMW M2 Cup. Seit 2024 ist er in der ADAC GT4 Germany unterwegs. „Denny ist ein echter Ruhepol, nie gestresst und strahlt extreme Kontrolle aus. Das hilft uns am Rennwochenende wirklich sehr, da wir fokussiert arbeiten können“, blickt Robinson auf seinen Teamkollegen. Berndt hat im Januar 2026 seine Ausbildung als KFZ-Mechatroniker abgeschlossen und arbeitet im Betrieb seines Vaters in einer typenoffenen Werkstatt. „In Berlin ist es nicht so heiß wie in Dubai – somit mache ich seine Trainingseinheiten einfach mit“, lacht Berndt. „Ich gehe ins Fitnessstudio, fahre Rad und gehe regelmäßig joggen.“

Wie es in der Saison 2026 mit den beiden Champions weitergeht, ist noch nicht final fixiert. „Das Programm Road to DTM ist interessant für mich – genauso wie der GT3-Sport. Es wäre eine Ehre, im ADAC GT Masters antreten zu dürfen. Wir müssen jedoch abwarten, wie sich alles über den Winter entwickelt. Aber es wäre auch genial, die Möglichkeit zu haben, den Titel in der ADAC GT4 Germany verteidigen zu können“, schaut Robinson auf 2027. Ähnlich sieht es Berndt: „Die Unterstützung seitens des ADAC über das Programm Road to DTM finde ich super und hilfreich. Als junger Fahrer geht der Blick immer nach oben. Es wäre sicherlich wertvoll, den Titel zu verteidigen. Aber wir schauen natürlich auch in Richtung GT3 und ADAC GT Masters.“


Jederzeit auf Augenhöhe: Hirsiger/Zulauf sind die Meister 2026 im ADAC GT-Masters

  • Die Liqui Moly Team Engstler-Piloten Felix Hirsiger und Finn Zulauf im Portrait
  • Spektakuläre Siege, bedingungslose Ehrlichkeit und kein Platz für Egos
  • Zwischen Luxus-Autos, BWL-Studium, Risikofreude und Marotten

Felix Hirsiger (l.) und Finn Zulauf nach ihrem Titelgewinn in Hockenheim
Foto: ADAC-Motorsport

Felix Hirsiger und Finn Zulauf sind ADAC GT Masters-Champions 2026. Im finalen Rennen der Saison auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg ließ das Duo nichts mehr anbrennen und gewann souverän das Rennen und mit 13 Punkten Vorsprung den Titel. Mit fünf Siegen, zwei Podiumsplatzierungen und fünf herausgefahrenen Pole-Positions haben der Schweizer Hirsiger und Zulauf aus Königsstein im Taunus den zweiten Titel in der Geschichte des ADAC GT Masters für das Liqui Moly Team Engstler Motorsport erzielt. „Wir sind ADAC GT Masters-Champions 2026. Wir haben uns sehr gewünscht, genau das am Ende des Jahres sagen zu können. Im ersten Anlauf direkt Meister zu werden, ist mehr, als wir uns erträumt hatten“, strahlt Hirsiger. Teamkollege Zulauf hat gleich zwei Gründe zum Jubeln, denn er hat darüber hinaus die „Road to DTM“ gewonnen. „Es ist eine sehr coole Story, dass ich nach dem Erfolg in der ADAC GT4 Germany nun auch das ADAC GT Masters gewonnen habe und damit der erste Fahrer bin, der die „Road to DTM“ in beiden Meisterschaften für sich entschieden hat“, erklärt Zulauf. „Ich bin dem ADAC sehr dankbar, dass ich diese Erfolgsleiter immer weiter hochklettern durfte. Ein großes Dankeschön gilt nochmals unserem Liqui Moly Team Engstler Motorsport. Sie haben über die Saison und auch beim Finale alles gegeben – das gilt auch allen Leuten, die im Hintergrund stehen, aber für den Erfolg ungemein wichtig waren.“

Die Wettquoten auf einen Titelgewinn des Lamborghini-Duos wären vor der Saison wohl nicht all zu hoch ausgefallen. Der 22-jährige Zulauf hatte zwar bereits einen Sieg aus der Vorsaison zu Buche stehen, doch Hirsiger brachte kaum Erfahrung im GT3-Auto mit und ihr Team hatte 2011 zum letzten Mal im ADAC GT Masters gewonnen. Intern bestand jedoch nie ein Zweifel. „Das Vertrauen war von Beginn an vorhanden“, erinnert sich Zulauf. „Ich habe seine Onboard-Videos gesehen und wusste, dass ich entspannt bleiben kann, wenn Felix im Auto sitzt.“

Das bestätigte sich schon am ersten Wochenende am Red Bull Ring. Mit einem spektakulären Sieg und einem weiteren Podiumsplatz übernahm das Duo die Tabellenspitze und ließ weitere Erfolge in Zandvoort und am Nürburgring folgen. Endgültig zu absoluten Top-Favoriten machten sich Hirsiger und Zulauf am Salzburgring, als sie vom letzten Startplatz aus durchs gesamte Feld pflügten und schließlich ihren vierten Saisonsieg feierten. „Finn und ich waren in diesem Rennen außerhalb von uns selbst, haben Leistungen abgerufen, die wir vorher noch nie so abgerufen haben, obwohl wir schon gewonnen hatten. Das hat für sich gesprochen“, erinnert sich der 28-jährige Hirsiger. „Das war nicht einfach ein weiterer Sieg, sondern steht auf einem Level mit dem Erfolg am Red Bull Ring in der letzten Kurve.“

Als größte Stärken sieht das Duo seinen sehr ähnlichen Fahrstil und die große Sympathie und Harmonie untereinander. „Ego hatte bei uns nie einen Platz“, erklärt Hirsiger. Zudem waren beide in allen Situationen bedingungslos ehrlich zueinander und hielten sich auch mit Kritik nicht zurück. Dabei stand immer im Fokus, zu keiner Zeit den Spaß zu verlieren und auch in schwierigen Momenten den anderen niemals persönlich anzugreifen.

Ähnlich reflektiert handelt Zulauf auch privat. Der 22-Jährige hat sich neben seiner Karriere im Motorsport für ein BWL-Studium entschieden. „Leistungssport ist wunderbar, aber man darf sich nicht blind darauf verlassen, dass es immer so weitergeht. Mit diesem Studium habe ich viele Möglichkeiten“, schildert Zulauf. In seiner Freizeit fährt er gerne Ski und geht sehr oft joggen. Dabei achtet er akribisch auf seine Ernährung und kocht seine Mahlzeiten meist selbst, um einen genauen Überblick über Zutaten und Nährwerte zu behalten. Seine Akribie findet sich auch in strikten Zeitplänen und einer kleinen Marotte wieder. „Ich kann zum Beispiel nur bei Klima auf 20 oder 22 Grad fahren, es müssen immer gerade Zahlen sein – auch bei der Lautstärke des Fernsehers. Das ist für mich nicht verhandelbar“, lacht der 22-Jährige.

Seine ersten Gehversuche im Motorsport unternahm er mit sieben Jahren, als ihm seine Eltern ein Kart schenkten. Seither arbeitete er sich stetig nach oben. 2020 stieg er ins Rennauto und schon ein Jahr später ging er in der ADAC GT4 Germany an den Start. Dort gelang ihm auch sein erster großer Erfolg im Motorsport: 2024 krönte er sich zusammen mit Josef Knopp zum Champion und gewann gleichzeitig die „Road to DTM.“ Seit 2025 startet er im ADAC GT Masters und überzeugte auch hier. Direkt an seinem Debüt-Wochenende erzielte er eine Pole-Position und ließ vier weitere sowie insgesamt sechs Siege und drei Podestplätze folgen.

Hirsiger kam durch seinen Vater, der 2022 verstorben ist, zum Motorsport. Jeden Sonntag gab es nur den Weg zur Kartbahn und schon bald wurden die Anstrengungen von zwei nationalen Meistertiteln gekrönt. Es folgten zwei Jahre in der französischen Formel 4, doch aus finanziellen Gründen endete der Weg im Motorsport zunächst und Hirsiger fand im Radsport seine neue Heimat. Über Sponsoren und Geld von Freunden gelangen ihm zumindest vereinzelte Einsätze in der DTM Trophy oder dem Porsche Carrera Cup, der eigentliche Fokus lag allerdings auf dem Driver Coaching, um die Nähe zum Motorsport nicht zu verlieren. Die Wende brachte im Jahr 2024 der Gewinn der Meisterschaft im Porsche Sports Cup Suisse, die nur ein Jahr später vom Titel in der Ferrari Challenge Europe gekrönt wurde.

Für den Schweizer ist Motorsport aber viel mehr als das reine Fahren. „Was mich extrem fasziniert, ist der mentale Aspekt dahinter“, erklärt der 28-Jährige. Vorbilder waren für ihn in dieser Hinsicht Jenson Button oder Jim Clark und aktuell Lewis Hamilton. „Er ist ein Phänomen, was seine mentale Stärke betrifft, und ich würde mir gerne ein paar Scheiben abschneiden.“ Privat liebt Hirsiger das Risiko und gibt das auch offen zu. Er besitzt gemeinsam mit zwei Freunden und einem Investor eine Autogarage im Schweizer Kanton Zug und handelt mit normalen Fahrzeugen sowie Luxus- und Sportwagen. Arbeitsintensive Tage im Autohandel, gepaart mit zahlreichen Wochenenden an der Rennstrecke sowie dem dazugehörigen Training lassen kaum mehr Freizeit. Lediglich für eine Sache nimmt sich der erfolgreiche Geschäftsmann immer Zeit: gemeinsame Stunden mit seiner Familie.