Donnerstag, 13. August 2026

Zurück in der Erfolgsspur: Emil Frey Racing peilt starke Ergebnisse beim DTM-Lauf am Nürburgring an

Für den sechsten Lauf der DTM-Saison 2026 reist Emil Frey Racing an den Nürburgring, und das Schweizer Team trägt dabei besonders gute Erinnerungen im Gepäck: Im vergangenen Jahr platzte dort der Nürburgring-Fluch und das Team feierte seinen ersten DTM-Doppelsieg. Mit Matteo Cairoli und Thierry Vermeulen will Emil Frey Racing an diese starke Leistung anknüpfen. Der Nürburgring, mitten in der Eifel gelegen, ist wohl Deutschlands bekannteste Rennstrecke. Auch wenn die DTM die Kurzanbindung auf dem Grand-Prix-Kurs fährt, ist das Wochenende eines der Highlights im DTM-Kalender und verspricht in dieser entscheidenden Phase der Saison hochklassigen Motorsport vor einem leidenschaftlichen Publikum.

Die vergangenen zwei Rennwochenenden haben Emil Frey Racing vor Herausforderungen gestellt. In Oschersleben fehlte trotz starker Boxenstopps die nötige Pace, um vorne mitzufahren, während das Wochenende in Magny-Cours von Beginn an durch Balanceprobleme geprägt war. Das Team hat seitdem in der Rennwerkstatt in Safenwil die Daten gründlich analysiert und geht mit neuen Erkenntnissen an den Nürburgring. Matteo Cairoli, der zuletzt in Oschersleben seine Rückkehr an die Strecke nach acht Jahren feierte und trotz schwieriger Bedingungen kämpferisch blieb, hat am Nürburgring klare Ambitionen. Teamkollege Thierry Vermeulen will ebenfalls in beiden Rennen möglichst viele Punkte einfahren.

Gefahren wird am Nürburgring die kurze Variante der Grand-Prix-Strecke. Diese verspricht viel Action im technischen Teil der AMG-Arena, beim Anbremsen der Kurzanbindung sowie bei Überholmanövern aus dem Windschatten vor der Veedol-Schikane. Ein Kurs, der sowohl fahrerisches Können als auch präzise Fahrzeugabstimmung belohnt.

In der Teamwertung liegt Emil Frey Racing auf Platz 3 mit 160 Punkten. Der Rückstand auf das führende Winward Racing beträgt 45 Punkte. Der sechste von insgesamt acht Saisonläufen am Nürburgring bietet die nächste Möglichkeit, wieder Boden gutzumachen.

Fahrerstimmen zum kommenden Rennwochenende am Nürburgring

Matteo Cairoli (Italien)

„Ich hoffe, dass sich die Situation ab dem Nürburgring ändern wird. Ich bin nach wie vor noch sehr motiviert, da wir bereits starke Ergebnisse hatten. Ich habe volles Vertrauen in die Mannschaft von Emil Frey Racing, und wir müssen nun alle am gleichen Strang ziehen, um weiter um die Meisterschaft kämpfen zu können. Sicherlich wird es nicht einfach, aber ich hoffe, wir sind wieder dort, wo wir hingehören - nämlich auf die Spitzenplätze.“

Thierry Vermeulen (Niederlande)

„Ich freue mich schon sehr auf die DTM am Nürburgring, da es sich ein bisschen wie ein Heimrennen anfühlt, da der Ring nicht weit von der holländischen Grenze liegt. Die Kurzanbindung ist immer ein spannendes Streckenlayout und es kommen immer zahlreiche Fans. Wir hatten zuletzt ein paar sehr schwierige Rennen und klar ist es etwas frustrierend. Umso wichtiger ist es nun, dass wir besonders den Mechanikern endlich mal ein gutes Ergebnis liefern, denn sie arbeiten so hart die ganze Zeit.“

Mittwoch, 12. August 2026

Euro Moto Superbike: Geiger schwenkt um und will die Belohnung

Dirk Geiger will 2027 für Yamaha Superbike fahren
Foto: Jens Hawrda

Die ersten Tests sind vollzogen und Dirk Geiger hat seine Team Apreco-Chefin Corine Brandhorst sprachlos gemacht. Er steigt in der EURO MOTO-Saison 2027 in die Superbike-Klasse auf. Der momentane Titelfavorit aus der Supersport-Kategorie tritt dann als zweiter Yamaha R1-Fahrer neben Twan Smits an.

Corine Brandhorst ist noch immer überrascht: „In meinem Drei- bis Fünfjahresplan für die Weiterentwicklung des Teams war es immer vorgesehen, irgendwann mit zwei Motorrädern in der Superbike-Klasse anzutreten. Was allerdings nicht Teil meines Plans war, war der Aufstieg von Dirk Geiger. Er und Lennox Lehmann haben sich als sehr starkes Team erwiesen und ich hätte beide gerne auch 2027 wiederzusammen in der Supersport-Klasse gesehen. Für 2028 ist der Schritt in die World Supersport-WM geplant.“

Offensichtlich bestand von mehreren Fahrern Interesse, die nächsten zwei Jahre an der Seite von Twan zu verbringen. Brandhorst erszählt: „Gemeinsam mit Yamaha haben wir eine Shortlist mit drei Fahrern erstellt, die ich anschließend mit meinem Team und unseren Fahrern besprochen habe. Als ich mich mit Dirk zusammensetzte, fragte er mich am Ende unseres Gesprächs: ‚Warum zieht ihr mich eigentlich nicht in Betracht?‘ Für einen Moment war ich sprachlos, denn Dirk hatte zuvor nie Interesse an der Superbike-Klasse gezeigt und war immer vollständig darauf fokussiert, in die World Supersport aufzusteigen.“

In den vergangenen Monaten hat Geiger die R1 GYTR mehrfach getestet und zusätzlich an zwei Läufen zur FIM Endurance World Championship teilgenommen. Yamaha jetzt einen Entwicklungsplan für beide Fahrer erarbeitet. Brandhorst umreißt das Ziel ganz klar: „Wir wollen innerhalb der kommenden zwei Jahre den EURO MOTO Superbike-Titel ins Team Apreco und zu Yamaha holen.

Auch die Belohnung für den Fahrer, der diesen Titel holt, ist klar: Sobald der Titel wieder bei Yamaha ist, ist der nächste Schritt in seiner Karriere bereits gesichert.“

Dirk Geiger erklärt seinen Wechsel so: „Seit ich Twan während der Wintertests und beim ersten Rennwochenende am Sachsenring auf der R1 gesehen habe, war ich extrem beeindruckt von diesem Motorrad. Und sind wir ehrlich: Sie ist aktuell definitiv eines der coolsten Bikes im gesamten Feld!“

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek

DTM: Interview mit Nicki Thiim

  • Nicki Thiim im Interview: Titelkandidat, Charakterkopf und Nürburgring-Kenner
  • Aston-Martin-Pilot erklärt, warum das Vertrauen ins Auto den Unterschied macht
  • „Für den Traum von der DTM habe ich meinen Namen und Ruf aufs Spiel gesetzt“

Nicki Thiims großer Traum: beim Finale in Hockenheim um den Titel kämpfen
Foto: ADAC-Motorsport

Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing) reist als Tabellenzweiter und einer der Titelkandidaten zum Nürburgring. Der Traditionskurs in der Eifel ist für den Werksfahrer von Aston Martin weit mehr als nur die nächste Station im engen Meisterschaftskampf. Vor dem sechsten Saisonstopp (14. bis 16. August) spricht Thiim über seine besondere Verbindung zum Nürburgring, das entscheidende Vertrauen ins Fahrzeug und den Umgang mit Rückschlägen.

Nicki, mit welchem Gefühl reist du an den Nürburgring?

Ich bin vor allem unglaublich glücklich und stolz auf das, was wir bislang als Team erreicht haben. Comtoyou Racing ist ein vergleichsweise kleines Team und bestreitet erst die zweite DTM-Saison. Trotzdem haben wir bisher nahezu fehlerfrei gearbeitet. Dass wir als Tabellenzweiter zum Nürburgring reisen und überhaupt über den Titel sprechen können, ist etwas, wovon wir vor der Saison geträumt haben. Natürlich ist es noch zu früh, um zu viel darüber nachzudenken. Aber klar ist auch: Wenn man Zweiter in der Meisterschaft ist, gehört man zu den Kandidaten.

Was macht den Nürburgring so besonders?

Rund um den Nürburgring wird Motorsport gelebt. Man muss nur in die kleinen Orte in der Eifel fahren. Fast jeder Mensch dort hat irgendeinen Bezug zum Rennsport. Die gesamte Region ist vom Motorsport geprägt und ist genau dafür weltweit bekannt. Dazu fahren fast alle DTM-Piloten dort mehr Runden als auf jeder anderen Strecke, weil viele regelmäßig in der Nürburgring Langstrecken-Serie und beim 24-Stunden-Rennen antreten.

Was zeichnet die Sprintstrecke am Nürburgring aus?

Die kurze Variante ist gerade für die Fans schön, weil sie die Autos sehr häufig sehen. Für uns Fahrer ist der Kurs eine gute Mischung aus engen Kurven und schnellen Passagen. In der Mercedes-Arena ist es besonders knifflig, weil bereits die erste Kurve beeinflusst, wie man durch den gesamten ersten Sektor bis zur fünften Kurve kommt. Danach folgen einige schnelle Passagen und die Schikane, über die man richtig schön drüberballern kann. Das sieht im Fernsehen gut aus und macht auch im Auto viel Spaß. Dazu ist die Schikane schwieriger zu fahren, weil man sie wirklich perfekt treffen muss. Genau das liebe ich an der DTM: Wir fahren häufig andere Streckenvarianten als in vielen weiteren Rennserien.

Wie erklärst du dir deine starke Saison?

Die Antwort ist für mich relativ einfach: Ich sitze endlich in einem Auto, in dem ich mich wie zu Hause fühle. Ich wollte in meiner gesamten Karriere unbedingt DTM fahren und wusste, dass die ersten Jahre intensiv werden würden. SSR Performance und Abt Sportsline haben mir damals die Möglichkeit gegeben, wofür ich sehr dankbar bin. Mir war aber auch klar, dass es als Aston-Martin-Werksfahrer in einem Lamborghini schwierig sein würde, auf Augenhöhe mit jemandem wie Mirko Bortolotti zu fahren. Aber ich bin ein Mensch, der Herausforderungen liebt. Ich habe meinen Namen und meinen Ruf aufs Spiel gesetzt, weil ich mir unbedingt meinen Kindheitstraum von der DTM erfüllen wollte.

Warum ist das Vertrauen ins Fahrzeug so entscheidend?

Als Rennfahrer muss vieles instinktiv passieren. Sobald man im Auto zu viel darüber nachdenkt, was in der nächsten Kurve passieren könnte, wird man automatisch langsamer und hält ein wenig zurück. Den Aston Martin kenne ich in- und auswendig. Genau dieses Vertrauen braucht man in der DTM, weil das Feld unglaublich eng zusammenliegt. Man muss die entscheidenden ein oder zwei Zehntelsekunden herausquetschen. Im Qualifying muss man teilweise über das Limit gehen und genau wissen, wie das Fahrzeug dann reagiert. Ohne dieses Gefühl hat man in der DTM keine Chance.

Was denkst du über Kritiker, die dich vor der Saison eher als Entertainer und weniger als Siegfahrer gesehen haben?

Im Endeffekt ist mir das egal. Wenn man die Meinungen von außen nicht ertragen kann und keinen Umgang damit findet, braucht man gar nicht erst anzufangen. Das ist das Schöne am Sport: Im Profibereich spielt sich sehr viel im Kopf ab. Entscheidend ist, dass man selbst an sich glaubt. Ich habe in den vergangenen Jahren auch außerhalb der DTM einige große Rennen gewonnen, zum Beispiel die 24 Stunden von Spa. Aber natürlich macht mir diese DTM-Saison besonders viel Spaß. Jetzt kann ich zeigen, dass ich zu den Top-Fahrern gehöre.

Du gehörst zu den markantesten Charakteren der DTM. Warst du schon immer so?

Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, in der viele Rennfahrer starke Persönlichkeiten waren. Mein Vater gehörte genauso dazu wie Roberto Ravaglia, Johnny Cecotto oder Nicola Larini. Auch die Actionfilme der 1980er- und 1990er-Jahre lebten von prägnanten Charakteren. Wahrscheinlich bin ich eine Mischung aus all diesen Typen. Ich bin glücklich, dass ich bei Aston Martin genauso sein darf, wie ich bin. Gleichzeitig freue ich mich, dass meine Art bei vielen Fans gut ankommt.

Was erwartest du für die Schlussphase im Titelkampf?

Maro Engel hat sich einen kleinen Vorsprung erarbeitet und ist in diesem Jahr unglaublich konstant. Wer nach dem Nürburgring noch vorne dabei ist, wird wahrscheinlich bis zum Schluss um den Titel kämpfen. Ich gehe davon aus, dass beim Finale mindestens drei oder vier Fahrer Chancen auf die Meisterschaft haben werden. Gleichzeitig bin ich davon überzeugt, dass wir auf dem Nürburgring wieder vorne mitfahren können.

Dein Vater Kurt weiß, wie man einen DTM-Titel gewinnt. Wie verfolgt er die Saison?

Mein Vater freut sich über meine guten Rennen wie kaum ein anderer. Er war zu seiner Zeit ebenfalls ein Publikumsliebling in der DTM, als Typ aber etwas introvertierter. Typisch skandinavisch eben. Wir tauschen uns über viele Dinge aus, auch wenn der Motorsport damals komplett anders war als heute. Ich freue mich sehr, dass er am Nürburgring erstmals in dieser DTM-Saison vor Ort sein wird. Mein großes Ziel ist, beim Finale in Hockenheim um den Titel zu kämpfen und ihn auch dort als Zuschauer dabeizuhaben.


Dienstag, 11. August 2026

ADAC GT4 Germany startet auf dem Nürburgring in die heiße Saisonphase

  • Fahrzeuge von fünf Marken in den Top Sechs der Gesamtwertung
  • Lokalmatador Jan Philipp Springob will nächsten Laufsieg
  • SPORT1 bringt Sonntagsrennen ins Free-TV

Foto: Jens Hawrda

Am kommenden Wochenende (14. bis 16. August) geht die ADAC GT4 Germany auf dem Nürburgring in die zweite Saisonhälfte. Gefahren wird auf der bei den Piloten stets beliebten flüssigen Sprintstrecke mit Kurzanbindung. Bei noch drei ausstehenden Events werden in der Eifel erste Weichen in Richtung Titelentscheidung gestellt. Für den Nürburgring ergibt sich zudem eine ganz spezielle Konstellation, denn Fahrzeuge von fünf unterschiedlichen Marken liegen aussichtsreich in der Gesamtwertung. All das verspricht Hochspannung pur. Wie üblich startet die Serie im Rahmenprogramm der DTM, was volle Zuschauerränge garantiert. Tickets für den Nürburgring gibt es ab 49 Euro unter dtm.com. SPORT1 überträgt das Sonntagsrennen von 15:00 bis 16:30 Uhr live im Free-TV und das Samstagsrennen ab 15:05 Uhr im Livestream auf SPORT1.de. Auch ServusTV On zeigt die Rennen im Stream. Auf Joyn und dem ADAC Motorsport-Kanal youtube.com/adacmotorsports werden zusätzlich die Qualifyings am Samstag ab 9:00 Uhr live übertragen.

Als Tabellenführer reisen Gabriele Piana (39/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport) in die Eifel. Die BMW M4 GT4-Piloten haben 101 Punkte gesammelt. Doch ihr Vorsprung ist klein. Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (22/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) liegen im Porsche 718 Cayman GT4 lediglich einen Zähler zurück. Zehn Punkte Rückstand auf die Spitze haben Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM), die im Aston Martin Vantage AMR GT4 zuletzt in Oschersleben ihren zweiten Saisonsieg feiern konnten. „Der Nürburgring ist mein Heimspiel und somit immer etwas ganz Besonderes. Ich erwarte am Wochenende über einhundert Gäste. Somit möchte ich natürlich gute Ergebnisse liefern“, blickt Springob voraus. „Das große Ziel in diesem Jahr ist der Titel, insofern möchten wir in beiden Rennen um die Siege kämpfen. Das Layout des Nürburgrings sollte unserem Aston Martin entgegenkommen. Im Idealfall holen wir am Nürburgring und danach am Sachsenring so viele Punkte, dass wir mit einem Vorsprung zum Finale nach Hockenheim fahren.“

Ebenfalls noch aussichtsreich im Titelrennen befinden sich Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg, beide AVIA W&S Motorsport), die in einem weiteren Porsche 17 Punkte Rückstand aufweisen. „Ich freue mich sehr auf den Nürburgring, der neben Hockenheim meine Heimstrecke ist. Dort war ich schon als Kind regelmäßig, um meinen Vater anzufeuern. Letztes Jahr hatte ich schließlich die Ehre, selbst auf dem Nürburgring Rennen fahren zu dürfen. Insbesondere die AMG-Arena und die Schikane auf der Gegengeraden mag ich“, erklärt Schreyer. „Nach einem schwierigen Wochenende in Oschersleben wollen wir nun wieder um die Siege mitfahren. Wir sind guter Dinge, das erreichen zu können.“

Einen weiteren Zähler zurück liegen Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT). Die beiden Youngster konnten im Toyota GR Supra GT4 das Sonntagsrennen in Oschersleben für sich entscheiden und treten somit hochmotiviert in der Eifel an. Für den Toyota stellt der Nürburgring zudem die Heimstrecke dar. Das Fahrzeug wurde in der europäischen Zentrale von Toyota Racing in Köln-Marsdorf entwickelt. Auf dem Nürburgring feierte das Modell im Jahre 2022 seinen Debütsieg in der ADAC GT4 Germany.

Nur wenige Kilometer entfernt vom Nürburgring hat Prosport Racing seinen Teamsitz. Der Rennstall aus Wiesemscheid setzt in der ADAC GT4 Germany einen Mercedes-AMG GT4 ein, der von Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim) pilotiert wird. Das Duo ist auf Tabellenrang sechs ebenfalls noch vielversprechend im Titelrennen platziert. Mit BMW, Porsche, Aston Martin, Toyota und Mercedes-AMG befinden sich somit Fahrzeuge von fünf unterschiedlichen Herstellern in den Top Sechs der Gesamtwertung. Somit können sich die Zuschauer auf ein buntes und abwechslungsreiches Rennwochenende einstellen. Zudem setzt Razoon - more than Racing noch ein drittes Fahrzeug ein. Dabei handelt es sich um einen Porsche, der von Rückkehrer Damon Surzyshyn (49/CAN) und Jack James (20/GBR) pilotiert wird. Den Platz von James an der Seite von Hamish Forrest (17/GBR) übernimmt Neueinsteiger Gregor Schneider (48/GER).


Euro Moto Superbike: Update zu Twan Smits und dem R1-Motorschaden

Twan Smits, Yamaha #85
Foto: Jens Hawrda

Beim ersten Superbike-Rennen der EURO MOTO in Oschersleben löste der Motorschaden an der Yamaha von Twan Smits mehrere schwere Stürze aus. Wie durch ein Wunder konnten alle Beteiligten das Kiesbett selbstständig verlassen. Twan Smits verletzte sich an der rechten Hand.

Bis zum zweiten Rennen wurden die Motorräder neu aufgebaut. Theoretisch wäre auch Smits wieder einsatzbereit gewesen, doch der Niederländer fehlte am Grid. „Nach weiteren Untersuchungen mit Spezialisten haben wir schließlich Entscheidung getroffen, ihn vom zweiten Rennen zurückzuziehen“, erklärt Apreco-Yamaha-Teamchefin Corine Brandhorst.

Wie geht es jetzt weiter mit dem einzigen Yamaha-Fahrer in der EURO MOTO Superbike? „In den vergangenen Tagen wurden Röntgen- und MRT-Untersuchungen durchgeführt. Dabei wurden Verletzungen im sogenannten Tri-Scaphoid-Bereich der rechten Hand festgestellt“, gibt Brandhorst bekannt. „Twan wird die beiden Rennwochenenden in Assen und auf dem Nürburgring mit einer speziellen Schiene und unter Betreuung eines medizinischen Spezialisten bestreiten, der die Situation direkt an der Rennstrecke überwachen wird. Wir müssen abwarten, ob er am Sonntag jeweils die komplette Renndistanz absolvieren kann, sind aber zuversichtlich, dass Top-6-Ergebnisse möglich sein werden.“

Twan Smits macht sich nicht nur Gedanken um seine Hand, sondern auch die Konkurrenten. „Es tut mir leid für alle Fahrer, die in den Unfall verwickelt waren, besonders für Florian Alt und Markus Reiterberger. Wir hatten einen großartigen Kampf, der richtig Spaß gemacht hat, und ich hoffe, dass wir dieses Duell eines Tages noch einmal austragen können.“

Der 22-Jährige kündigt an: „Jetzt liegt mein Fokus auf meiner Genesung und darauf, in den kommenden beiden Rennwochenenden wichtige Meisterschaftspunkte zu sammeln, bevor ich in Hockenheim wieder vollständig fit sein möchte. Deshalb werde ich auch nicht beim 24-Stunden-Rennen der FIM Endurance World Championship, dem Bol d’Or, an den Start gehen. Ich konzentriere mich vollständig auf meine Regeneration für EURO MOTO.“

Wie es in Oschersleben zum Motorschaden kam, dazu gibt Marketing-Manager Wim Vermeulen ein Statement ab: „Die in der Superbike-Klasse eingesetzten R1-Motoren werden auf Wunsch von Yamaha durch Ten Kate geliefert und betreut. Der zweite Motor wurde beim dritten Rennwochenende in Most eingebaut und war ein komplett neuer Motor der neuesten technischen Spezifikation. Die bisherigen Analysen zeigen, dass unmittelbar nach einem Gangwechsel von Twan eine Pleuelstange versagt hat. Dies führte zunächst zu einem kurzen Leistungsverlust und anschließend zum vollständigen Motorausfall. Alle aufgezeichneten Parameter lagen innerhalb der vorgesehenen Betriebsgrenzen. Sowohl der Öldruck befand sich jederzeit im freigegebenen Bereich, als auch der Motor wurde während des gesamten Rennwochenendes nicht überdreht. In den kommenden Tagen werden weitere Untersuchungen durchgeführt.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek