Montag, 5. Oktober 2026

DTM-Finale im Motodrom: Hockenheim entscheidet über den neuen Champion

  • Der Gejagte: Preining führt mit 23 Punkten Vorsprung und ist Titelfavorit
  • Die schärfsten Verfolger: Engel und Wittmann schalten in den Angriffsmodus
  • Die Show: Sasha als Dick Brave rockt am Samstagabend die DTM Powerstage

Kann Thomas Preining seinen Punktevorsprung am letzten
Rennwochenende in den Meistertitel verwandeln ?
Foto: Jens Hawrda

Letzter Akt im DTM-Titelkampf 2026: Der Hockenheimring Baden-Württemberg ist vom 9. bis 11. Oktober Schauplatz der Meisterschaftsentscheidung. Sechs Fahrer von fünf Herstellern kämpfen auf dem Traditionskurs um die DTM-Krone. Die besten Aussichten hat Spitzenreiter Thomas Preining (A/Manthey). Der Porsche-Werkspilot reist mit 23 Punkten Vorsprung zum Finale und will zum zweiten Mal Champion werden. Ihm auf den Fersen sind Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol) und Marco Wittmann (Fürth/Schubert Motorsport), die bei 56 noch zu vergebenden Zählern ebenfalls gute Titelchancen haben. Vom Gesamtsieg träumen auch Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing) und Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing). Das Trio braucht ein perfektes Wochenende und muss auf Ausrutscher der Konkurrenten hoffen. Die perfekte Einstimmung auf den Showdown liefert am Samstagabend Sasha als Dick Brave.

Tickets für das DTM-Finale in Hockenheim gibt es ab 49 Euro auf dtm.com. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt. ProSieben zeigt die Rennen live im Free-TV – Rennstart ist am Samstag um 13:30 und am Sonntag um 16:30 Uhr. Im kostenlosen Livestream sind beide Meisterschaftsläufe bei Joyn, ran.de, ServusTV On und auf dem YouTube-Kanal der DTM zu sehen.

Keyfacts, Hockenheimring, Hockenheim, Saisonrennen 15 und 16 von 16

  • Streckenlänge: 4.574 Meter
  • Layout: 17 Kurven (elf Rechts-, sechs Linkskurven), im Uhrzeigersinn befahren
  • Sieger 2025, Rennen 1: Thomas Preining (Manthey EMA, Porsche 911 GT3 R)
  • Sieger 2025, Rennen 2: Ayhancan Güven (Manthey EMA, Porsche 911 GT3 R)

Engel und Wittmann im Windschatten: Behält Preining die Nerven?

Der 28-jährige Preining präsentierte sich in der zweiten Saisonhälfte meisterlich. Er stand sechsmal in Folge auf dem Podium und startete fünfmal aus der ersten Reihe. Nach dieser starken Serie ist der Österreicher Meisterschaftsfavorit, zumal er in Hockenheim bereits dreimal gewonnen hat. Mit der Favoritenrolle steigt jedoch der Druck – auch bei seinem Team Manthey. Preining gibt sich gelassen: „Wenn man Meister werden will, hat man immer Druck. Aber auf diese Situation haben wir hingearbeitet und können damit umgehen. Entschieden ist noch nichts, auch wenn sich 23 Punkte Vorsprung gut anhören.“

Engel erlebte dagegen einen völlig anderen Saisonverlauf. Nach einer starken ersten Hälfte zeigte der bis dahin souverän auftretende Mercedes-AMG-Fahrer zuletzt Nerven. Zweimal blieb er ohne Punkte und verlor die Tabellenführung. In Hockenheim muss Engel in den Angriffsmodus schalten, will er sein bisher erfolgreiches Jahr mit dem ersten DTM-Titel krönen. „Es ist ein gutes Gefühl, in Hockenheim zum dritten Mal hintereinander am Meisterschaftskampf beteiligt zu sein. Ich mag diese wichtigen Momente und kann mit dem Druck gut umgehen. Unser gesamtes Team ist für das Finale bereit“, versichert Engel.

Seinen dritten DTM-Titel visiert BMW-Pilot Wittmann an. Die Formkurve zeigt steil nach oben: Zwei der vergangenen drei Rennen hat er gewonnen. Das sind beste Voraussetzungen, um den 24-Punkte-Rückstand wettzumachen und Preining auf der Zielgeraden noch abzufangen. „Wir sind in der Jägerposition und haben nichts zu verlieren, sondern können nur gewinnen. Ich muss am Samstag vor Thomas Preining ankommen, dann ist im letzten Rennen am Sonntag einiges drin“, erklärt der 36-Jährige, der in Hockenheim bereits viermal erfolgreich war. Mit Außenseiterchancen gehen Mercedes-AMG-Pilot Auer, Ferrari-Fahrer Cairoli und Thiim im Aston Martin Vantage GT3 ins Finale: Bei Rückständen von 45, 47 und 50 Punkten auf Preining sind sie auf Fehler der Konkurrenz angewiesen.

Teamwertung hart umkämpft, Kalender führt die „Rookie of the Year“-Wertung an

In der Team- und Herstellerwertung werden noch 90 Punkte vergeben. Hochspannung herrscht bei den Teams: Manthey führt mit 20 Zählern Vorsprung vor dem Mercedes-AMG Team Winward Racing. Dahinter folgt auf Platz drei Schubert Motorsport mit 13 Punkten Rückstand. Emil Frey Racing liegt als Vierter ebenfalls noch in Schlagdistanz. Bei den Herstellern hat Tabellenführer Mercedes-AMG mit 68 Zählern ein komfortables Polster. Nur Porsche könnte der Marke mit dem Stern noch gefährlich werden. In der „Rookie of the Year“-Wertung ist Tom Kalender (Hamm/Mercedes-AMG Team Landgraf) Spitzenreiter. Finn Wiebelhaus (Obertshausen/HRT Ford Racing) und Nicolas Baert (B/Comtoyou Racing) belegen die Plätze zwei und drei.

Rock ’n’ Roll mit „Dick Brave“, Track Safari und vier weitere Titelentscheidungen

Die DTM-Ticketinhaber erleben am Samstagabend kostenlos ein hochkarätiges Live-Konzert: Auf der „DTM Powerstage presented by Pirelli“ heizt Sasha als Dick Brave den Besuchern mit Rock ’n’ Roll und Rockabilly ein. Am Freitag haben die Fans letztmals in diesem Jahr die Gelegenheit, bei der Track Safari im Bus gemeinsam mit den DTM-Fahrzeugen den Hockenheimring zu umrunden. Auf der Rennstrecke fallen neben der DTM in vier weiteren Serien die Titelentscheidungen: Das ADAC GT Masters, die ADAC GT4 Germany, der BMW M2 Cup und der Porsche Sixt Carrera Cup Deutschland ermitteln ihre neuen Champions.


Von Spielberg bis Hockenheim: ADAC GT4 Germany präsentiert Kalender 2027 und stärkt „Road to DTM“

  • Preisgeldtopf in Geld- und Sachpreisen im Wert von 330.000 Euro
  • Schärfung der „Road to DTM“ durch eigenes Wertungssystem
  • Saisonstart beim Auslandsgastspiel auf dem Red Bull Ring

Die ADAC GT4 Germany intensiviert 2027 die Nachwuchsförderung und stärkt die „Road to DTM“
Foto: ADAC-Motorsport

Die ADAC GT4 Germany geht 2027 in ihre neunte Saison und intensiviert im kommenden Jahr die Nachwuchsförderung im Rahmen der „Road to DTM“, die einen durchgängigen Karrierepfad vom Kartsport bis in die DTM eröffnet. Der Preisgeldtopf der ADAC GT4 Germany steigt dabei auf rund 330.000 Euro in Geld- und Sachpreisen, wovon der größte Teil in den Gewinn der „Road to DTM“ einfließt. Die Rennen werden auch im kommenden Jahr im bewährten Umfeld der reichweitenstarken DTM-Plattform ausgetragen. Die Serie startet vom 23. bis 25. April auf dem spektakulären Red Bull Ring vor atemberaubender Bergkulisse in die Saison. Die Champions werden beim Finale vom 8. bis 10. Oktober auf dem Hockenheimring gekrönt.

Das etablierte und erfolgreiche Programm „Road to DTM“, das junge Talente vom Kartsport bis in die DTM unterstützt, wird in seiner vierten Saison noch stärker in der ADAC GT4 Germany verankert. Dabei wird eine neue Road-to-DTM-Wertung eingeführt, die analog der bereits im ADAC GT Masters etablierten Wertung nicht nur Erfolge im Rennen, sondern auch die Leistung im Qualifying, aber auch die sportliche Fairness belohnt. Dem Sieger der Road-to-DTM-Wertung winkt dabei ein sattes Preisgeld von 235.000 Euro, unter anderem in Form des Nenngelds, Reifenpreisen und Geld für eine Saison im ADAC GT Masters, um den nächsten Karriereschritt in Angriff zu nehmen.

Bestes Beispiel für den erfolgreichen Weg über die „Road to DTM“ ist Finn Zulauf. Der 22-Jährige gewann in der Saison 2024 sowohl das „Road to DTM“-Paket als auch den Titel in der ADAC GT4 Germany und machte mit seinem Einstieg in das ADAC GT Masters ein Jahr später den nächsten Schritt. Bereits in seiner zweiten Saison in der GT3-Nachwuchsliga überzeugt er mit mehreren Siegen und Podiumsplatzierungen. Zum Saisonfinale reist er als einer der Titelkandidaten nach Hockenheim.

Der Kalender der ADAC GT4 Germany überzeugt 2027 durch Konstanz und Vielfalt. Auf allen sechs Rennstrecken war die Serie bereits in der Vergangenheit zu Gast. Nach dem Saisonstart beim einzigen Auslandsgastspiel auf dem Red Bull Ring in Österreich reist die Serie direkt zur nördlichsten Rennstrecke Deutschlands. Für den Auftritt vom 7. bis 9. Mai in der Motorsport Arena Oschersleben kehrt die ADAC GT4 Germany im kommenden Jahr auf den bewährten Termin im Frühjahr zurück. Das absolute Highlight findet vom 2. bis 4. Juli auf dem Norisring in Nürnberg statt und markiert zugleich die Saisonhalbzeit. Vom 20. bis 22. August beginnt auf dem traditionsreichen Nürburgring die zweite Saisonhälfte. Die entscheidende Phase im Titelkampf wird vom 24. bis 26. September auf dem Sachsenring bei Chemnitz eingeläutet. Das Saisonfinale bestreitet die ADAC GT4 Germany traditionsgemäß auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg.

Termine ADAC GT4 Germany 2027 (Änderungen vorbehalten)

23.04.–25.04.2027 Red Bull Ring (A) presented by VKB-Bank

07.05.–09.05.2027 Motorsport Arena Oschersleben

02.07.–04.07.2027 Norisring

20.08.–22.08.2027 Nürburgring

24.09.–26.09.2027 Sachsenring

08.10.–10.10.2027 Hockenheimring Baden-Württemberg


Sonntag, 4. Oktober 2026

ADAC GT Masters fördert Nachwuchs in Jubiläumssaison mit bisher größtem Preisgeldtopf

  • Preisgeldtopf von rund 775.000 Euro wartet auf die Teilnehmer
  • Anpassung des Rennformats zur Vorbereitung der Talente auf die DTM
  • Auftakt des ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring, Finale in Hockenheim

Auch 2027 startet das ADAC GT-Masters am Red Bull Ring in die Saison
Foto: ADAC-Motorsport

Das ADAC GT Masters steht vor einer besonderen Saison: Im kommenden Jahr feiert die weltweit am längsten bestehende GT3-Rennserie ihren 20. Geburtstag. Zum Jubiläum stärkt der ADAC die Nachwuchsförderung in der Serie nochmals und unterstützt Talente im Rahmen des mittlerweile etablierten „Road to DTM“-Programms. Der Preisgeldtopf von insgesamt 775.000 Euro in Sach- und Geldpreisen ist so hoch dotiert wie noch nie in der Geschichte der Serie, der Sieger der „Road to DTM“-Wertung erhält davon den größten Teil und darf sich auf ein Förderpaket in Höhe von 620.000 Euro freuen. Sechs Termine stehen in der Jubiläumssaison im Kalender, fünfmal im Rahmen der DTM. Der Startschuss fällt vom 23. bis 25. April auf dem Red Bull Ring in Österreich vor Alpenkulisse.

„Road to DTM“-Wertung setzt neue Anreize

Die erfolgreiche Nachwuchsförderung des ADAC geht mit der „Road to DTM“ in ihre vierte Saison. Ab 2027 wird die Wertung für aufstrebende Nachwuchstalente nochmals attraktiver gestaltet. Aus dem gesamten Preisgeldtopf der Serie wartet auf den Gewinner der „Road to DTM“ Sach- und Geldpreise im Gesamtwert von 620.000 Euro, welches unter anderem das Nenngeld für den Aufstieg in die DTM beinhaltet, ein Reifenpaket für die gesamte Saison sowie Geldpreise. Das Förderkonzept der „Road to DTM“ führt von der Deutschen Kart-Meisterschaft über den BMW M2 Cup in die ADAC GT4 Germany und das ADAC GT Masters in die DTM und ermöglicht dem Meister den Sprung in die jeweils nächste Motorsport-Liga.

Um die Nachwuchspiloten des ADAC GT Masters bestmöglich auf einen Aufstieg vorzubereiten, sind Änderungen im sportlichen Format für die kommende Saison geplant. Analog zur DTM wird es nur noch Sprintrennen über eine Stunde geben. Beim standardmäßigen Fahrerwechsel mit Mindeststandzeit werden zukünftig auch die Reifen gewechselt. Die Piloten sollen so lernen, nach dem Boxenstopp mit den kalten Pirelli P Zero auf die Strecke zurückzukehren und ihr Potenzial bestmöglich auszuschöpfen.

„Das ADAC GT Masters ist aus gutem Grund die weltweit am längsten bestehende GT3-Rennserie und war schon immer eine Talentschmiede. Alle DTM-Champions seit 2019 kommen aus dem ADAC GT Masters, und mehr als die Hälfte aller aktuellen DTM-Fahrer. Das unterstreicht die Bedeutung des ADAC GT Masters auf dem Weg in den Profisport. Dem tragen wir mit dem Programm „Road to DTM“ Rechnung. Der Preisgeldtopf von rund 775.000 Euro wird im kommenden Jahr noch zielgerichteter für die Road to DTM eingesetzt. Mit Änderungen im sportlichen Format bereiten wir ambitionierte Talente noch konsequenter auf einen Aufstieg in die DTM vor“, sagt ADAC Motorsportchef Thomas Voss.

Die Erfolgsgeschichte der „Road to DTM“ hat Finn Wiebelhaus 2026 perfektioniert. Er wurde bereits Meister bei den ADAC Kart Masters X30-Junioren und wechselte nach einem Jahr im ADAC Formel Junior Team in der französischen Formel 4 ins ADAC GT Masters, das er 2025 als Champion und Sieger der „Road to DTM“-Wertung dominierte. Mit dem Nenngeld für die aktuelle DTM-Saison im Gepäck gelang ihm der Aufstieg. Er startet für HRT Ford Racing und überzeugte mit bisher zwei Podiumsplatzierungen in seiner Rookie-Saison in der DTM.

Von den Alpen an die Nordsee nach Hockenheim

Zum zweiten Mal in der Geschichte des ADAC GT Masters findet der Saisonauftakt mit dem Red Bull Ring außerhalb Deutschlands statt. Danach macht die GT3-Nachwuchsliga des ADAC vom 18. bis 20. Juni auf dem Dekra Lausitzring Station. Ein besonderes Saisonhighlight wartet vom 9. bis 11. Juli mit dem Int. ADAC Truck-Grand-Prix auf dem Nürburgring. Die Veranstaltung lockte in diesem Jahr 135.000 Menschen in die Eifel und bot damit eine sensationelle Kulisse für die Nachwuchspiloten des ADAC GT Masters.

Im Hochsommer geht es an die niederländische Nordseeküste nach Zandvoort, wo die Serie vom 6. bis 8. August gastiert. Im September freuen sich die Teams und Fahrer auf eine Rückkehr an den Sachsenring. Zum ersten Mal seit 2023 startet das ADAC GT Masters wieder auf der berühmten MotoGP-Strecke nahe Chemnitz. Das große Finale findet vom 8. bis 10. Oktober traditionell auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg statt.

Kalender ADAC GT Masters 2027 (Änderungen vorbehalten)

23.04.–25.04.2027 Red Bull Ring (A) presented by VKB-Bank

18.06.–20.06.2027 Dekra Lausitzring

09.07.–11.07.2027 Int. ADAC Truck-Grand-Prix Nürburgring

06.08.–08.08.2027 Zandvoort (NL)

24.09.–26.09.2027 Sachsenring

08.10.–10.10.2027 Hockenheimring Baden-Württemberg


Samstag, 3. Oktober 2026

Mega-Finale in Hockenheim: Live-Konzerte, NFL-Action und Festival-Feeling bei der DTM

  • Konzert-Highlight: Dick Brave auf der DTM Powerstage
  • Football-Feeling: New England Patriots bringen Legendary Tour zur DTM
  • Klassiker on Air: Radiostation Rock FM sendet direkt aus der Fan Zone

Bei der Track Safari geht es in Bussen auf den Hockenheimring
Foto: ADAC-Motorsport

Fulminanter Showdown im Motodrom: Der Hockenheimring wird vom 9. bis 11. Oktober zur großen Bühne für Motorsport, Musik und Entertainment. Während auf dem Traditionskurs um den DTM-Titel gekämpft wird, erwartet die Besucher neben der Strecke ein volles Programm mit Live-Musik, Party und Unterhaltung für die ganze Familie. Von Rock’n’Roll mit Sasha als Dick Brave auf der „DTM Powerstage presented by Pirelli“ über Live-Radio mir Rock FM aus der DTM Fan Zone und den Cupra Run and Rave bis zur Legendary Tour der New England Patriots: Beim Saisonfinale sorgen zahlreiche Attraktionen für Festival-Feeling in Hockenheim. Tickets für das DTM-Wochenende gibt es ab 49 Euro unter dtm.com. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt.

Dick Brave rockt die „DTM Powerstage presented by Pirelli“

Am Samstagabend wird die DTM Powerstage zur großen Open-Air-Bühne. Dick Brave, der Meister des modernen Rock’n’Rolls, heizt dem Publikum mit seiner Band ein. Bereits am Dekra Lausitzring hatte Dick Brave für Stimmung gesorgt und stellte anschließend fest: „Motorsport und Musik passen gut zusammen. Beide haben viel Feuer und Power.“ Eröffnet wird das Live-Spektakel von The Stereolines, eine der spannendsten neuen Bands Deutschlands. Die vier Musiker aus Stuttgart haben im vergangenen Jahr den Deutschen Rock & Pop Preis gewonnen und überzeugen mit eingängigen Melodien, pulsierenden Beats und markanten Basslines. Der Zugang zur „DTM Powerstage presented by Pirelli“ ist für alle DTM-Ticketinhaber kostenlos.

New England Patriots bringen NFL-Feeling nach Hockenheim

American Football trifft DTM: Die New England Patriots machen mit ihrer Legendary Tour Station beim Saisonfinale in Hockenheim. Der sechsmalige Super-Bowl-Champion und Partner der DTM bringt dafür seinen Championship-Container in die DTM Fan Zone. Dort können die Besucher bei der Quarterback Challenge ihre Wurfkünste testen, Erinnerungsfotos in der Patriots-Fotobox machen oder beim Cornhole auf einem Stück Kunstrasen aus dem Gillette Stadium antreten. Auch Patriots-Maskottchen Pat Patriot ist mit dabei und sorgt für Game-Day-Atmosphäre im Motodrom.

Rock-Radio aus der DTM Fan Zone

Rock im Motodrom gibt es bereits ab Freitag: Die Radiostation Rock FM sorgt am finalen DTM-Wochenende für Stimmung auf dem Hockenheimring. Dafür verlegt der Sender am Freitagnachmittag sein Studio in die DTM Fan Zone und sendet mit „Rockenende“-Moderatorin Astrid Jacoby live von der Rennstrecke. Neben der Musik erhalten die Hörer dabei auch Einblicke hinter die Kulissen der DTM.

Run and Rave mit Cupra

Sport und Musik verbindet Cupra am Freitagabend beim Run and Rave. Teams, Fahrer, Fans und weitere Mitglieder des DTM-Kosmos gehen gemeinsam auf eine lockere Laufrunde um den 4,574 Kilometer langen Hockenheimring. Angeführt wird die Laufgruppe vom neuen Cupra Raval, den ein Live-DJ mit elektronischer Tanzmusik bespielt. Ein Anmeldung für die limitierten Teilnehmerplätze ist hier möglich: https://app.guestoo.de/public/event/17a7e4e6-b653-4600-a2fd-f352163a6e8c/frame

Track Invasion: Fans feiern mit Fahrern auf der Strecke

Der 16. und finale DTM-Lauf startet am Sonntag um 16:30 Uhr und ist der Schlusspunkt des Rennwochenendes auf dem Hockenheimring. Nach dem Schwenken der Zielflagge gehört der Kurs den Fans: Sobald die Titelentscheidung gefallen ist, öffnet die DTM die Tore an der Südtribüne und der Haupttribüne für die Track Invasion.

Volles Programm in der DTM Fan Zone, letzte Track Safari des Jahres

Zahlreiche Attraktionen erwarten die Besucher in der DTM Fan Zone. Europas größtes mobiles Bällebad, ein Action-Parcours, die Reaction Wall und eine Hüpfburg sorgen vor allem bei Familien für Spaß und beste Unterhaltung. Gleichzeitig kommen die Besucher den Teams und Fahrern besonders nah: Beim Pitwalk am Samstag und Sonntag ist die Boxengasse geöffnet, zudem haben alle Ticketinhaber freien Zugang zum Fahrerlager. Ein weiteres Highlight wartet bereits am Freitagnachmittag mit der letzten Track Safari der Saison. Dabei umrunden die Fans in Bussen die Strecke, während die DTM-Fahrzeuge mit hoher Geschwindigkeit an ihnen vorbeiziehen.


Freitag, 2. Oktober 2026

Euro Moto Hockenheim: Ein weiterer Sieger-Pokal beim Finale 2026 für das Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW

Der Hockenheimring war für die Euro Moto und auch für das Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW die letzte Station der Saison 2026. Teamchef Werner Daemen war direkt nach seinem Erfolg inklusive WM-Titel beim Langstrecken-Finale Bol d’Or an die ehemalige Formel1-Strecke gereist und hatte für die Klasse Superbike Markus Reiterberger (D), Hannes Soomer (EST), Jan Mohr (A) und Milan Merckelbagh (NL) im Gepäck.

Markus Reiterberger
Foto: Jens Hawrda

Markus Reiterberger

Markus Reiterberger kam mit reichlich Rückenwind und noch mehr Selbstvertrauen zum letzten Rennen der Saison angereist. Eine Woche zuvor hatte der Bayer vom Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW gemeinsam mit seinen Kollegen den Titel in der Langstrecken-Weltmeisterschaft EWC geholt. Trotz Schlafentzug und Meisterfeier kam Reiterberger gut erholt in Hockenheim an und steigerte sich mit jeder Trainings-Session. In der Superpole passte dann alles perfekt zusammen und mit einer 1.24,198 min lag der BMW-Pilot am Ende uneinholbar an der Spitze. Die letzte Pole-Position ging an Reiterberger und seine Crew. «Ehrlich gesagt, war diese Rundenzeit für mich im Vorfeld nicht vorstellbar», verriet er. «Ich hatte eher mit einer 1.24 Mitte gerechnet. Aber wir haben viel an der Geometrie des Motorrads gearbeitet und das in die richtige Richtung. Wir haben von Freitag auf Samstag wirklich große Fortschritte gemacht und dann hat es in der einen Runden alles gepasst. Ich denke, auch eine 1.23 min wäre möglich, aber da muss dann wirklich alles perfekt sein. Natürlich bin ich auch gut drauf. Der WM-Titel und jetzt die ganzen Leute hier vor Ort. Auch mein Fan-Club ist da, da ist schon alles toll.»

Im ersten Rennen zeigte sich Reiterberger dann von seiner besten Seiten. Er plante seinen Angriff akribisch, setzte sich mit einem gepflegten Überholmanöver an die Spitze und fuhr nach Brünn seinen zweiten Sieg der zu Ende gehenden Saison ein. «Die Pole und der Sieg, das war schon fast perfekt.»

Das zweite Rennen war dann eher eine Show für die Galerie. Reiterberger bot einen perfekten Start, führte das Feld an…und rauschte in der Parabolika ins Kiesbett. Er wühlte sich durch den Kies wieder zurück auf die Strecke und hetzte dem Feld mit 18 Sekunden Rückstand hinterher. Mit Top-Zeiten, die auch locker für einen Spitzenplatz gereicht hätten, kämpfte sich der BMW-Pilot Runde um Runde wieder zurück ins Geschehen. Platz 10 seine Ausbeute. «Ich wollte direkt am Anfang wegfahren», so Reiterbergers Plan. «Dann habe ich einfach zu hart und zu spät gebremst und hatte dann die Wahl zwischen Kiesbett und Reifenstapel. Ich habe mich fürs Kiesbett entschieden. Ja stimmt, das ist Scheiße gelaufen. Aber ich bin in der letzten Woche und hier über 1000 Runden gefahren, da kann einem auch mal ein Fehler passieren. Es tut mir für mein Team leid. Es hätte noch ein Sieg werden können.»

«Abgesehen davon war es wirklich ein tolles, aber auch sehr anstrengendes Wochenende hier auf dem Hockenheimring», verriet er im Anschluss. «Es ist echt ein Wahnsinn, wie viele Leute da waren und mich unterstützt haben. Die Emotionen waren diese Woche sehr intensiv. Erst der WM-Titel in der Langstrecken-WM, dann der geile Empfang in meiner Gemeinde in Obing, dann so viele Leute, die mir auch hier am Hockenheimring gratuliert haben und mit mir reden wollten, oder mir ihre Anerkennung kundgetan haben. Da war schon echt viel los. Ich freu mich sehr, dass wir es letztendlich auch in der Euro Moto mit Platz 3 noch aufs Gesamt-Podium geschafft haben. Mein Team ist echt das Beste und ich danke ihnen, dass sie nie aufgegeben haben und wir immer irgendwas finden konnten, was mir geholfen hat. Das weiß ich sehr zu schätzen. Und jetzt wird erst einmal ordentlich angestoßen.»

Hannes Soomer

Hannes Soomer hatte wegen seiner anhaltenden Schulter- und Handgelenk-Probleme, die von seinem Trainingssturz aus der EWC im japanischen Suzuka herrühren, noch zu tun, gut über die Runden zu kommen. Der Este vom Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW musste den Umweg über die Superpole 1 nehmen, die er allerdings mit Bravour und der Bestzeit absolvierte. Gerne hätte er in der direkt im Anschluss stattfindenden Superpole 2 nochmals nachgelegt, doch da hatte er sein Pulver schon verschossen und musste sich am Ende mit Startplatz 8 begnügen. «Die Superpole 1 war echt super», bestätigte er. «Für die Superpole 2 hatte ich zwar einen neuen Hinterreifen, war aber mit dem alten Vorderreifen unterwegs. Wir hatten keinen Reifen-Sticker mehr übrig. Meine Schulter ist leider immer noch zu schwach. Aber das kriege ich bis Ende des Jahres mit dem entsprechenden Training auf jeden Fall wieder hin.»

Der erste Lauf ging für den Esten nur bis zur ersten Kurve. «Dann habe ich einen Schlag rechts hinten am Heck gespürt und bin zu Boden gegangen», berichtete er, nach dem allzu kurzen Rennen. «Ich habe den anderen Fahrer nicht sehen können und war außen.» Sein Konkurrent war nach dem Start auf der Innenbahn und touchierte Soomer und musste dabei ebenfalls zu Boden. Das Glück war auch im zweiten Lauf nicht auf der Seite des Esten und er mühte sich tapfer, die 18 Runden voranzukommen. «Nach dem Sturz hatten meine Mechaniker ordentlich zu tun, um das Motorrad rechtzeitig für das zweite Rennen hinzubiegen. Am neuen Tank befanden sich allerdings keine Grip-Patches. Das war dann für mich ein großer Unterschied und mit meinem Arm konnte ich das nicht kompensieren. Ich musste viel kämpfen und mir eine andere Position auf dem Motorrad suchen. Das hat sich dann natürlich auch auf meine Rundenzeiten niedergeschlagen.»

Mit einem unverschuldeten Sturz und einem neunten Platz endete die Saison so gar nicht nach dem Geschmack des ehrgeizigen Esten. «Ich fahre jetzt nach Hause und werde in den nächsten Wochen meine Verletzung auskurieren, damit das endlich mal erledigt ist.»

Jan Mohr
Foto: Jens Hawrda

Jan Mohr

Jan Mohr war bei dem Rennen in Hockenheim nicht nur beim letzten Lauf der Saison dabei, auch persönlich war es der letzte Einsatz für den Österreicher, der sich in Zukunft anderen Dingen widmen wird. In der Superpole 1 war er in einer mehr als flotten Runde erst auf den zweiten Platz gestürmt, wurde aber in den letzten Minuten noch von zwei Gegnern kassiert. Vierter Platz hieß gleichzeitig, dass es für den Fahrer vom Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW keine nächste Chance in der Superpole 2 geben würde. «Schade», meinte er, «nochmal die Superpole 2 zu fahren, wäre ein schöner Abschluss gewesen. Mit der Zeit bin ich sehr zufrieden, aber leider hat es mal wieder nicht gereicht. Die schnelle Runde bin ich einmal gefahren, aber zwei, drei Zehntel langsamer, das kriege ich schon hin. Das verspricht am Sonntag ein schnelles Rennen.»

Der Österreicher sollte recht behalten. Während für so manchen Kollegen das Tempo zu schnell war und der eine oder andere im Kiesbett landete, zog Mohr sein Ding unbeirrt durch, ließ sich von den Turbulenzen in seinem Umfeld nicht aus der Ruhe bringen und durfte sich mit Platz 6, quasi als persönliches Abschiedsgeschenk, über die beste Platzierung der Saison freuen. Fast hätte es auch im zweiten Lauf nochmals mit einem Top-Ten-Ergebnis geklappt, aber da hatte sein Teamkollege Markus Reiterberger was dagegen. Der war zu Beginn des Rennens durchs Kiesbett gerattert und hatte das Feld von hinten aufrollen müssen. «Plötzlich habe ich wieder plus 0 auf meiner Boxenanzeige gesehen», beschreibt Mohr, «und dachte noch, wer ist denn da jetzt.» Es war Reiterberger, der sich mit Zeiten wie die Spitze zurückgekämpft hatte. «Zwei Runden konnte ich ihn noch hinter mir halten», so Mohr grinsend, «aber in der letzten Runde war nichts mehr zu machen und ich wurde dann Elfter.» In der Sachskurve durfte er sich gemeinsam mit seinen Kollegen vor der vollbesetzten Tribüne dann noch ein letztes Mal ordentlich feiern lassen.

Milan Merckelbagh

Milan Merckelbagh war wie auch sein Teamkollege Markus Reiterberger in der Woche zuvor beim Langstrecken-Rennen Bol d’Or in Frankreich am Start gewesen, und war nach dem Training auf dem Hockenheimring nach Startplatz 15 nicht allerbester Stimmung. Gerne hätte er zum Ende der Saison noch ein positives Zeichen gesetzt. Somit blieben dem Niederländer vom Team Masteroil-alpha-Van Zon-BMW noch die zwei Rennen am Sonntag, um das Finale am Hockenheimring gut über die Runde zu bringen.

Im ersten Rennen ging der Plan erst einmal nicht auf. Schon nach der ersten Runde rollte der Niederländer enttäuscht in die Box. «Ich hatte leider ein Problem mit dem Motorrad», erklärte er im Anschluss. «In der Aufwärmrunde war noch alles okay. Dann funktionierte die Launch-Control nicht und meine Kupplung ist verbrannt.» Besonders wurmte es den Niederländer, der während der Saison ein Ausbund an Zuverlässigkeit war und als einer von drei Piloten im ganzen Feld bei allen Rennen gepunktet hatte, dass seine bis dahin weiße Weste nun nicht mehr ganz so weiß war. Wirklich besser lief es für dem BMW-Piloten auch im zweiten Rennen nicht. Sein einziger Trost: Immerhin konnte er die Saison mit dem 13. Platz und damit mit einer Zielankunft beenden. «Ich hatte ein Problem mit den Bremsen», schilderte er, «und musste mehr als einmal geradeaus.»

Nur allzu verständlich, dass es dem ehrgeizigen Niederländer, der auch in der Endabrechnung 13.geworden war, ordentlich die Laune verdorben hatte.