- Porsche-Duo fängt Piana/Sylvestersson noch von der Tabellenspitze ab
- Jan Philipp Springob und Philipp Gogollok mit Laufsieg in Hockenheim
- Titel in Team-Wertung an AVIA W&S Motorsport
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| Champions der ADAC GT4 Germany: Lachlan Robinson (li.) und Denny Berndt Foto: ADAC-Motorsport |
Motorsport der Extraklasse und Spannung bis zur letzten Runde. Die Titelentscheidung der ADAC GT4 Germany auf dem Hockenheimring hätte sich Hollywood nicht besser ausdenken können. Immer wieder wechselte bei regnerischen Bedingungen im letzten Saisonrennen die Tabellenspitze. Letztendlich triumphierten Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (23/AUS, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche 718 Cayman GT4, die damit ihre Kontrahenten Gabriele Piana (40/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport, BMW M4 GT4) noch von der Tabellenspitze verdrängen konnten. Den Laufsieg sicherten sich Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage AMR GT4.
Zunächst deutete vieles auf eine Titelentscheidung zugunsten von Piana/Sylvestersson hin, die das Rennen auch von der Pole-Position aus starteten. Durch einen Crash in der Qualifikation musste der Porsche von Berndt/Robinson von der 15. Position aus losfahren. Piana behauptete zunächst die Spitze, doch Robinson hatte sich im Porsche in der ersten Rennhälfte bereits bis in die Top Sechs vorgearbeitet. Über allem schwebte das Thema Regen. Während der Aston Martin von Springob/ Gogollok als einziges Fahrzeug mit profilierten Reifen losfuhr, setzte das gesamte restliche Feld auf Slicks – und als sich der Niederschlag zu Rennmitte intensivierte, war klar, dass das COSY Racing by ESM-Duo richtig entschieden hatte. So konnten Springob/Gogollok einen ungefährdeten Laufsieg einfahren, der für Gogollok auch den Tages-Triumph in der Junior-Wertung bedeutete.
Nach dem Wechsel auf Regenreifen im restlichen Feld ging es im Titelkampf noch mehr zur Sache. Rund 25 Minuten vor Rennende setzte Berndt, der von Robinson übernommen hatte, das entscheidende Überholmanöver gegenüber Pianas Partner Sylvestersson. Bis zum Fallen der Zielflagge konnte Berndt noch bis auf die zweite Position nach vorne fahren und so den Titel für sich und Robinson klarstellen. Beide wurden zusätzlich auch Junior-Champion. Sylvestersson, der ebenfalls Vollgas gab, beendete das Rennen auf Platz vier – damit verpassten der Finne und Piana die Meisterehren denkbar knapp. Platz drei in der Tageswertung ging an Alon Gabbay (22/ISR) und Maximilian Schreyer (17/Marburg, beide AVIA W&S Motorsport) in einem weiteren Porsche.
Mit dem Plätzen fünf und sechs für Nicolas Guillaume (20/BEL) und Frederic Zebis (17/DEN) sowie Hendrik Still (39/Kempenich) und Tim Horrell (36/USA) zeigte AVIA W&S Motorsport eine geschlossene Mannschaftsleistung. Zebis erkämpfte somit auch den Tagessieg in der Rookie-Wertung und Still/ Horrell in der PRO-AM-Wertung. Der Rennstall von Daniel Schellhaas konnte sich zudem über den Titel in der Team-Wertung freuen.
Platz sieben ging an Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) im Toyota GR Supra GT4 vor Gianni van de Craats (21/NED) und Luis Beilicke (22/Graben-Neudorf, beide FK Performance Motorsport, BMW) und Oskar Dix (20/GBR) und Egor Litvinenko (21, beide Wimmer Werk Motorsport, Porsche). Die Top Zehn komplettierten Linus Hahne (22/Oelde) und Philip Wiskirchen (22/Euskirchen, beide ME Motorsport) im BMW.
Stimmen zum Rennen
Jan Philipp Springob – Laufsieger für COSY Racing by ESM
„Es war das verrückteste Rennen, das ich jemals gefahren bin. Wir haben in der Startaufstellung gesehen, dass alle auf Slicks gingen. Somit wollten wir genau das Gegenteil machen. In den ersten Minuten sahen wir aus, wie die größten Verlierer. Doch dann schlug das Pendel zu unseren Gunsten aus. Der Laufsieg ist ein versöhnliches Saisonende.“
Philipp Gogollok – Laufsieger für COSY Racing by ESM
„Ein lachendes und ein weinendes Auge. Denn unser Ziel war die Meisterschaft. Das funktionierte leider nicht, da wir gestern unfassbar viel Pech hatten. Heute pokerten wir in Bezug auf die Reifenwahl. Das hat sich ausgezahlt. Wir freuen uns über die Laufsieg und Platz drei in der Gesamtwertung ist auch nicht schlecht.“
Lachlan Robinson – Champion 2026 mit AVIA W&S Motorsport
„Ich kann es noch gar nicht fassen. Als ich am Freitag ins Bett ging, dachte ich alles wäre verloren. Doch dann entwickelte sich alles in unsere Richtung und wir haben es umgesetzt. Wir sind natürlich überglücklich.“
Denny Berndt – Champion 2026 mit AVIA W&S Motorsport
„Es war ein turbulentes Wochenende – und aktuell habe ich noch nicht wirklich realisiert, was wir erreicht haben. Das ist aber wohl normal in so einer Situation. Der Titel war absolutes Teamwork. Wir werden heute alle zusammen ordentlich feiern. Es ist der größte Erfolg meiner bisherigen Karriere.“



