Dienstag, 15. September 2026

Manthey übernimmt am Sachsenring die Führung in der DTM Fahrer- und Teammeisterschaftswertung

  • Zwei Podestplätze am Sachsenring bringen Thomas Preining an die Spitze der DTM-Fahrermeisterschaft
  • Ricardo Feller sichert Manthey mit Rang drei im Sonntagsrennen ein weiteres Podium
  • Manthey reist als Spitzenreiter der DTM-Teamwertung zum Saisonfinale nach Hockenheim

Doppelpodium am Sonntag Ricardo Feller (l.) und Thomas Preining
Foto: Manthey-Racing

Manthey blickt auf ein erfolgreiches vorletztes DTM-Rennwochenende der Saison am Sachsenring zurück. Thomas Preining (Österreich) fuhr nach Rang drei im Samstagsrennen am Sonntag auf den zweiten Platz und baute seine Podiumsserie seit Oschersleben damit auf sechs Rennen in Folge aus. Bereits nach dem zweiten Rang im Qualifying am Samstag hatte der Österreicher die Führung in der Fahrermeisterschaft übernommen. Mit den starken Rennergebnissen am Sachsenring vergrößerte er seinen Vorsprung vor dem Saisonfinale in Hockenheim auf 23 Punkte. Ricardo Feller (Schweiz) steuerte mit Platz 13 am Samstag und Rang drei am Sonntag weitere wichtige Meisterschaftszähler bei und machte im zweiten Rennen das Doppelpodium für Manthey perfekt. Wie Preining hat auch Feller in dieser Saison bislang in jedem Rennen gepunktet und rangiert mit 98 Zählern auf Rang elf der Fahrerwertung. Dank dieser konstanten Punkteausbeute übernimmt Manthey nach 16 von 18 Saisonrennen mit 282 Punkten und einem Vorsprung von 20 Zählern auf Winward Racing ebenfalls die Führung in der DTM-Teamwertung.

„Der Sachsenring war eine Achterbahnfahrt mit einem sehr positiven Ergebnis für uns. Wir konnten unsere Serie an Podestergebnissen mit Thomas fortsetzen und zudem ein Doppelpodium feiern. Das ist ein wahnsinniges Ergebnis und das Resultat einer starken Teamleistung, was sich im Meisterschaftsstand widerspiegelt. Beide Rennen am Sachsenring waren teils turbulent und spannend – definitiv eine große Show für alle Fans und sehr gute Werbung für die DTM. Am Sonntag ging es unter noch nassen Verhältnissen los und die Reifenwahl und -drücke waren absolut entscheidend. Zwei Boxenstopps je Fahrzeug haben die Spannung verstärkt. Zudem gab es viele faire, aber harte Zweikämpfe. Das Samstagsrennen war etwas ruhiger, aber auch dort spielten die Strategie und die Boxenstopps eine große Rolle und wir konnten unsere Stärken ausspielen. Zwei Podestplätze und die Übernahme der Meisterschaftsführung mit Thomas ist natürlich ein klasse Ergebnis vor dem Saisonfinale. Für Ricardo war es nach einem nicht idealen Qualifying am Samstag im Mittelfeld nicht einfach, aber er konnte noch ein Punkteergebnis erreichen. Am Sonntag hat er dann dafür mit Platz zwei im Qualifying sein Können gezeigt und wurde mit seinem zweiten Podium mit uns in der DTM belohnt. Insgesamt reisen wir sehr glücklich vom Sachsenring ab und freuen uns auf das große Finale in Hockenheim“, erklärt Patrick Arkenau, Geschäftsbereichsleiter Racing bei der Manthey Racing GmbH.

„Es ist eine außergewöhnliche Leistung des Teams, dass wir nun bereits zum dritten Mal in den vergangenen vier Jahren beim DTM-Saisonfinale in Hockenheim aktiv um die Meistertitel kämpfen. Nach einem schwierigen Saisonstart haben wir uns seit Oschersleben Schritt für Schritt zurückgearbeitet und nie aufgegeben. Dass wir nun die Führung in beiden Meisterschaften übernommen haben, ist die Belohnung für den Einsatz der gesamten Mannschaft. Auch Thomas und Ricardo haben einen großen Anteil an diesem Erfolg. Mit beiden Fahrzeugen in jedem einzelnen Rennen der Saison zu punkten, ist nicht selbstverständlich und unterstreicht die starke Arbeit aller Beteiligten. Jetzt gilt es, in der Vorbereitung und vor Ort in Hockenheim noch einmal in dieser DTM-Saison alles zu geben“, ergänzt Nicolas Raeder, Geschäftsführer der Manthey Racing GmbH.

Rund um das DTM-Saisonfinale auf dem Hockenheimring (8. bis 10. Oktober) erwartet Manthey ein intensiver Saisonendspurt. Zuvor stehen für das Team noch zwei Langstreckeneinsätze auf dem Programm: Zunächst reist die Mannschaft zu den 6 Hours of Fuji der FIA WEC nach Japan, ehe eine Woche vor den finalen DTM-Läufen mit Petit Le Mans in Atlanta das Saisonfinale des IMSA Michelin Endurance Cup ansteht. Mit dem an die Sprintläufe in Hockenheim anschließenden FIA-WEC-Rennen auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya warten auf Manthey insgesamt vier Renneinsätze an vier aufeinanderfolgenden Wochenenden.

Stimmen zum DTM-Rennwochenende am Sachsenring

Ricardo Feller, Porsche 911 GT3 R #90: „Ein wirklich tolles Rennen am Sonntag. Es wäre cool, wenn jedes Rennen so spannend wäre, und ich freue mich sehr, dass das Team ein Doppelpodium feiern darf und wir nun die Meisterschaft anführen. Das haben sich alle sehr verdient. Ich bin auch unfassbar dankbar, dass meine Crew nach den Mittelfeldkämpfen am Samstag das Auto wieder so aufgebaut hat, dass dieses Ergebnis am Sonntag möglich war und dass sie auch nie aufhören an mich zu glauben. Ich bin stolz auf die ganze Truppe und von mir aus können wir in Hockenheim so weitermachen.“

Thomas Preining, Porsche 911 GT3 R #91: „Ein unfassbar starkes Wochenende für uns am Sachsenring. Besonders der zweite Platz am Sonntag bedeutet mir viel und war, im Hinblick auf die Meisterschaft, sehr wichtig. Es war außerdem mein erstes Doppelpodium mit Ricardo, was mich umso mehr freut. Es ist schwer zu glauben, dass wir nun beide Meisterschaften mit 20 Punkten anführen, nachdem wir vor Oschersleben weit zurück lagen. Ich bin unglaublich stolz auf das gesamte Manthey-Team. Die sechs Podiumsplätze in Folge und die Meisterschaftsführungen sind allein ihnen zu verdanken.“


Montag, 14. September 2026

ADAC GT4 Germany: Sonntagsrennen auf dem Sachsenring musste ausfallen

Die Möglichkeit eines Nachholtermins wird geprüft

Foto: Jens Hawrda

Der zweite Lauf der ADAC GT4 Germany auf dem Sachsenring konnte am Sonntag aus Sicherheitsgründen und aufgrund höherer Gewalt nicht wie geplant ausgetragen werden. Beschädigte Randsteine der Streckenbegrenzung konnten auch aufgrund der regnerischen Witterung nicht kurzfristig sicher und fachgerecht repariert werden. Der ADAC wird in der kommenden Woche prüfen, ob das ausgefallene Rennen im Rahmen des Saisonfinales auf dem Hockenheimring nachgeholt werden kann.


Sonntag, 13. September 2026

DTM: Dörr überrascht mit Sieg – Preining geht als Spitzenreiter ins DTM-Finale

  • Ben Dörr gewinnt nach eindrucksvoller Leistung 14. Meisterschaftslauf
  • Tabellenführer Thomas Preining baut Vorsprung mit Platz zwei aus
  • Imposante Kulisse: 53.200 Besucher beim Rennwochenende am Sachsenring

Ben Dörr, McLaren # 25 siegt am Sonntag am Sachsenring
Foto: Jens Hawrda

Nervenstark und abgezockt – Ben Dörr (Butzbach/Dörr Motorsport) hat am Sonntag auf dem Sachsenring seinen zweiten DTM-Sieg klargemacht. Bei schwierigen Bedingungen auf anfangs feuchter Strecke setzte sich der McLaren-Pilot in Runde fünf an die Spitze und ließ sich die Führung bis ins Ziel nicht mehr nehmen. „Mit den Mischbedingungen auf der Strecke zu Beginn des Rennens bin ich super zurechtgekommen. In der Schlussphase wurde es nochmal eng, als Thomas Preining mit frischen Reifen dicht hinter mir war. Insgesamt war es ein richtig starker Auftritt von uns und eines der besten Rennen meiner Karriere“, freute sich Dörr. Tabellenführer Thomas Preining (A/Manthey) fuhr als Zweiter zum sechsten Mal in Folge auf das Podium. Der Österreicher baute damit seinen Vorsprung vor dem Finale in Hockenheim auf 23 Punkte aus. Sein Teamkollege Ricardo Feller (CH) belegte Rang drei und stand zum zweiten Mal in dieser Saison auf dem Treppchen. Maro Engel (Monaco/Mercedes-AMG Team Ravenol) erlebte einen bitteren Nachmittag: Der Gesamtzweite erhielt nach dem Rennen eine 15-Sekunden-Strafe und blieb damit ohne Punkte. Zum vorletzten DTM-Wochenende am Sachsenring kamen 53.200 Besucher. Die Fans erlebten vor allem Sonntag ein turbulentes Rennspektakel mit zahlreichen Duellen und Positionswechseln.

Keyfacts, Sachsenring, Hohenstein-Ernstthal, Saisonrennen 14 von 16

  • Streckenlänge: 3.645 Meter
  • Wetter: 18 Grad, bewölkt
  • Pole-Position: Maro Engel (Mercedes-AMG Team Ravenol, Mercedes-AMG GT3 #80), 1:26,307 Minuten
  • Sieger: Ben Dörr (Dörr Motorsport, McLaren 720S GT3 Evo #25)
  • Schnellste Runde: Finn Wiebelhaus (HRT Ford Racing, Ford Mustang GT3 #64), 1:19,414 Minuten

Vor dem Start zum 14. Meisterschaftslauf am Sonntag auf dem Sachsenring hatte die Reifenwahl höchste Priorität. Trotz teilweise nasser Fahrbahn entschieden sich die meisten Fahrer für den Pirelli-Slick – die richtige Entscheidung, wie sich nach kurzer Zeit herausstellte. Doch zu Beginn übernahm Bastian Buus (DK/Land-Motorsport), der von Position fünf aus mit Regenreifen ins Rennen gegangen war, die Führung. Es folgte Pole-Setter Engel vor Dörr, der einen Platz gutmachen konnte. In Runde fünf attackierte Dörr: Der McLaren-Pilot zog zunächst an Engel, dann an Buus vorbei, der anschließend auf abtrocknender Strecke zurückfiel. Hinter dem Führungsduo rückten Kelvin van der Linde (ZA/Schubert Motorsport), Preining und Feller auf die Plätze drei bis fünf vor. Vor dem ersten Pflicht-Boxenstopp hatte Spitzenreiter Dörr einen Vorsprung von über zehn Sekunden, den er danach weiter ausbaute. Porsche-Werksfahrer Preining kletterte auf Rang zwei, gefolgt von Feller und Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing), der sich im Ferrari 296 GT3 Evo um zehn Positionen verbessert hatte.

Nach dem zweiten Reifenwechsel blieb Dörr souverän vorn, ehe das Safety-Car kurz vor Schluss gleich zweimal in kurzen Abständen ausrückte. Zunächst kollidierten Jules Gounon (F/Mercedes-AMG Team Mann-Filter) und Nicki Thiim (DK/Comtoyou Racing) miteinander – beide mussten das Rennen vorzeitig beenden. Danach schob Engel den vor ihm auf Rang fünf liegenden van der Linde in den Kies, was für den Tabellenzweiten eine nachträgliche 15-Sekunden-Strafe zur Folge hatte. Obwohl Spitzenreiter Dörr durch den Safety-Car-Einsatz seinen großen Vorsprung einbüßte, blieb er nach dem Re-Start cool und wurde nach 39 Runden als Sieger abgewunken. Preining, Feller und Cairoli folgten auf den Positionen zwei bis vier. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf) kämpfte sich von Rang acht auf Platz fünf vor.

Marco Wittmann (Fürth/Schubert Motorsport) gelang eine eindrucksvolle Aufholjagd. Der BMW-Pilot machte zehn Positionen gut und wurde Sechster. Thierry Vermeulen (NL) kam im zweiten Ferrari 296 GT3 Evo von Emil Frey Racing auf Rang sieben ins Ziel. Als bester Lamborghini-Fahrer sicherte sich Luca Engstler (Kempten/Red Bull Team Abt) Platz acht. Buus steuerte seinen Porsche 911 GT3 R auf Position neun. Maximilian Paul (TGI Team by GRT) zeigte an seinem ersten Rennwochenende nach seinem Unfall am Norisring eine starke Vorstellung. Als 18. gestartet belohnte sich der Dresdner mit Rang zehn.

Weitere Stimmen zum Rennen

Thomas Preining: „Nach einem durchwachsenen Qualifying so zurückzuschlagen, ist Weltklasse! Ich konnte mich schon im ersten Rennabschnitt bei schwierigen Mischbedingungen um mehrere Plätze verbessern. Dazu kamen zwei super Boxenstopps. In der Schlussphase wurde es nochmal hektisch, nach beiden Safety-Car-Phasen konnte ich aber meinen zweiten Platz verteidigen.“

Ricardo Feller: „Dieses Ergebnis tut nach einer schwierigen Saison für mich richtig gut. Wir haben über die Saison eine gute Entwicklung gemacht, konnten uns aber nicht mit Ergebnissen belohnen. Die Zuschauer auf den Tribünen haben ein spannendes Rennen gesehen. Das werde ich mir auf jeden Fall nochmal im Re-Live anschauen.“

Ergebnis, 14. Meisterschaftslauf, Sachsenring (Top-Five)

1. Ben Dörr (D/Dörr Motorsport)

2. Thomas Preining (A/Manthey), +1,219 Sekunden

3. Ricardo Feller (CH/Manthey), +2,021 Sekunden

4. Matteo Cairoli (I/Emil Frey Racing), +2,293 Sekunden

5. Lucas Auer (A/Mercedes-AMG Team Landgraf), +3,565 Sekunden


Fahrerwertung nach 14 von 16 Meisterschaftsläufen 

1. Thomas Preining (A/Manthey), 197 Punkte

2. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Ravenol), 174 Punkte

3. Marco Wittmann (D/Schubert Motorsport), 173 Punkte


Engel-Konter im DTM-Titelkampf: Pole-Position am Sachsenring

Maro Engel, Mercedes #80 holt die Pole für`s Sonntagsrennen am Sachsenring
Foto: Jens Hawrda

Maro Engel schlägt im Titelkampf zurück. Der Mercedes-AMG-Pilot fuhr am Sonntag beim zweiten Qualifying am Sachsenring auf nasser Strecke mit 1:26,307 Minuten die schnellste Runde. Dank seiner fünften Pole-Position in der DTM verkürzte er den Abstand auf die Tabellenspitze, die er erst am Samstag verloren hatte, auf drei Punkte. Ich bin 14. Meisterschaftsrennen hat der Routinier damit gute Chancen, die Führung zurückzuerobern.

"Wir haben als Team im Vorfeld intensiv diskutiert, was bei diesen nassen Bedingungen die richtige Strategie fürs Qualifying ist. Ich konnte zu Beginn eine richtig gute Runde fahren, unser Plan ist voll aufgegangen. Uns erwartet ein herausforderndes Rennen mit zwei Boxenstopps, zumal wir nicht wissen, was das Wetter macht", sagte Engel, der den Pirelli Pole Position Award von DJane und Entertainerin Sintica erhielt. Porsche-Pilot Ricardo Feller belegte Platz zwei und geht neben Engel von der ersten Startreihe aus in das Sonntagsrennen auf dem Sachsenring. Jules Gounon sicherte sich im Mercedes-AMG GT3 Evo Rang drei, Ben Dörr wurde im McLaren 720S GT3 Evo Vierter. Rang fünf ging an Bastian Buus in einem weiteren Porsche 911 GT3 R. Spitzenreiter Thomas Preining beendete das Zeittraining auf Position sechs. Der Tabellendritte Marco Wittmann kam mit seinem BMW M4 GT3 Evo über einen enttäuschenden 19. Rang nicht hinaus.

Schwierige Bedingungen empfingen die Fahrer beim Qualifying am Sonntagmorgen auf dem Sachsenring. Bis kurz vor dem Start um 9:00 Uhr hatte es geregnet, die 3,645 Kilometer lange Strecke war bei Temperaturen von 13 Grad Celsius noch nass. Engel ging bei diesen Verhältnissen bereits früh auf Zeitenjagd und erzielte die Bestmarke mit Regenreifen bereits nach fünf Minuten. Wenig später zog Feller nach und platzierte seine Neunelfer auf Rang zwei. Während die meisten Fahrer mit den Regen-Pneus auf abtrocknendem Asphalt wenig Grip hatten und keine Top-Zeiten mehr erzielten, fuhr Gounon nach einer Viertelstunde die drittschnellste Runde.

Ergebnis Qualifikation, 14. Saisonlauf, Sachsenring (Top-Five)

1. Maro Engel (D/Mercedes-AMG Team Ravenol), 1:26.307 Minuten

2. Ricardo Feller (CH/Manthey), +0.448 Sekunden

3. Jules Gounon (f/Mercedes-AMG Team Mann-Filter), +0.755 Sekunden

4. Ben Dörr (D/Dörr Motorsport), +0.874 Sekunden

5. Bastian Buus (DK/Land-Motorsport), +0.938 Sekunden

Quelle: dtm.com

ADAC GT4 Germany: Piana/Sylvestersson untermauern mit Sieg ihre Titelambitionen

  • Mit BMW, Aston Martin und Porsche drei Marken auf dem Podium
  • Tabellenspitze der ADAC GT4 Germany rückt immer enger zusammen
  • Sieg in Rookie-Wertung für Ginetta-Pilot Bertilsson

Großer Jubel bei Benjamin Sylvestersson (li.) und Gabriele Piana
Foto: ADAC-Motorsport

Packende Action auf der Strecke und spannende Dramatik im Titelkampf. Die ADAC GT4 Germany präsentierte sich im Samstagsrennen auf dem Sachsenring von ihrer besten Seite. In einem unterhaltsamen Rennen triumphierten Gabriele Piana (40/ITA) und Benjamin Sylvestersson (19/FIN, beide FK Performance Motorsport) im BMW M4 GT4 vor Jan Philipp Springob (25/Olpe) und Philipp Gogollok (20/Bad Homburg, beide COSY Racing by ESM) im Aston Martin Vantage AMR GT4. Das Podium komplettierten Denny Berndt (21/Berlin) und Lachlan Robinson (23/AUS, beide AVIA W&S Motorsport), die im Porsche 718 Cayman GT4 damit die Tabellenführung knapp behaupten konnten. Durch das Ergebnis rückten die drei genannten Fahrer-Duos auf lediglich fünf Punkte in der Tabelle zusammen. Somit ist Hochspannung für den Rest der Saison garantiert.

Piana hatte das Rennen von der Pole-Position aus begonnen. Der ADAC GT4 Germany-Rekordsieger gewann den Start und machte der Konkurrenz unmissverständlich klar, dass der Laufsieg nur über ihn und seinen Partner Sylvestersson gehen würde. Lediglich Springob im Aston Martin konnte dem BMW in der ersten Rennhälfte folgen. Dahinter entwickelte sich ein Vierkampf um die Position des besten Verfolgers, den zunächst Linus Hahne (22/Oelde) im BMW von ME Motorsport für sich entschied. Nicht nach Plan lief die ersten Rennhälfte hingegen für Tabellenführer Robinson, der von Startplatz vier bis auf die sechste Position zurückfiel.

An der Spitze des Feldes blieb die Reihung nach den obligatorischen Fahrerwechseln gleich. Sylvestersson, der von Piana übernommen hatte, konnte die Spitze behaupten und letztendlich auch mit über fünf Sekunden Vorsprung souverän zum Sieg fahren, der für den schnellen Finnen zudem den Triumph in der Junior-Wertung bedeutete. Für Gogollok gab es zwischenzeitig hingegen einen kleinen Rückschlag. Aufgrund eines Vergehens von Teamkollege Springob während einer Gelbphase, musste der Aston Martin-Pilot in die Penalty-lap abbiegen. Sein Vorsprung auf die Konkurrenz reichte aber aus, um final Platz zwei sicherzustellen.

Lange schien Hahnes Teamkollege Philip Wiskirchen (22/Euskirchen) sicher auf der dritten Position. Doch Tabellenführer Berndt, der für Robinson in den Porsche gestiegen war, drehte in der Schlussphase nochmals auf und konnte letztendlich den letzten Podiumsplatz erobern. Hahne/Wiskirchen wurden final Fünfte hinter dem BMW von Luis Moser (18/AUT) und Luca Link (22/Günzburg, beide FK Performance Motorsport). Rang sechs ging an Lucas Cartelle (18/BEL) und Hudson Schwartz (17/USA, beide CRT) im Toyota GR Supra GT4 vor Alexzander Kristiansson (26/SWE) und Erik Bertilsson (25/SWE, beide KRT Racing) in der Ginetta G56 GT4. Bertilsson gewann somit auch die Rookie-Wertung. 

Rang acht sicherten sich Roman Fellner-Feldegg (24/Landsberg am Lech) und Marek Böckmann (29/Lautersheim, beide Prosport Racing) im Mercedes-AMG GT4 vor Lukas Stiefelhagen (19/NED) und Leon Bauchmüller (19/Kurchlinteln, beide ME Motorsport, BMW) Die Top Zehn komplettierten Gianni van de Craats (21/NED) und Victor Nielsen (19/DEN, beide FK Performance Motorsport, BMW). Der Tagessieg in der PRO-AM-Wertung ging an Hendrik Still (39/Kempenich) und Tim Horrell (36/USA, beide AVIA W&S Motorsport) im Porsche.

Stimmen zum Rennen

Gabriele Piana – Sieger für FK Performance Motorsport: „Einen Start/Ziel-Sieg einzufahren, macht immer Spaß. Mein Stint war aber keinesfalls langweilig. Denn es hat mich wirklich überrascht, dass Jan Philipp Springob zunächst so viel Druck aufbauen konnte. Er überholte mich sogar fast und hatte eine wirklich starke Pace. Strategisch haben wir heute hoch gepokert und gewonnen. Hoffentlich können wir morgen ebenfalls eine gute Leistung zeigen. Die eingefahren Punkte sind gut für die Meisterschaft.“

Benjamin Sylvestersson – Sieger für FK Performance Motorsport: „Natürlich freue ich mich sehr über den Sieg. Letztendlich hat Gabriele im ersten Stint schon den ganzen Job erledigt, sodass ich das Auto nur noch nachhause bringen musste. Ich hatte viel Wert auf das Managen der Reifen gelegt, damit der Sieg nicht in Gefahr geriet. Das Resultat ist klasse für unsere Titelhoffnungen.“

Philipp Springob – Platz zwei für COSY Racing by ESM: „Ich hatte einen guten Start und konnte Gabriele folgen. Die Gelbphase kam dann etwas überraschend, da ich aufgrund technischer Probleme weder einen Funkspruch hörte noch eine Mitteilung im Display sah. Das ist ärgerlich, aber zum Glück haben wir dadurch keinen Platz verloren. Auch ohne die Strafe hätte es wohl nicht für den Sieg gereicht. Dafür war der BMW heute zu stark. Wir haben das Maximum herausgeholt. Somit sind wir zufrieden.“

Philipp Gogollok – Platz zwei für COSY Racing by ESM: „Platz zwei ist ein solides Ergebnis und gut für die Tabellensituation. Mein Stint war gut. Nach der Penalty-lap war Benjamin vor mir aber zu weit weg, sodass ich nie angreifen konnte. Auch hinter mir hatte ich viel Luft und konnte mein Rennen in Ruhe fahren. Morgen starten wir von der siebten Position aus und hoffen auf das nächste Podium.“

Lachlan Robinson – Platz drei für AVIA W&S Motorsport: „Sicherlich lief mein Stint nicht ideal. Viele Konkurrenten um mich herum agierten etwas übermotiviert. Somit galt es für mich, sauber durchzukommen. Das ist mir gelungen. Ich managte auch den Reifen gut, sodass Denny in der zweiten Rennhälfte Vollgas geben konnte. Er hat das Rennen dann klasse zu Ende gefahren und das Podium sichergestellt.“

Denny Berndt – Platz drei für AVIA W&S Motorsport: „Das Podium ist ein super Ergebnis. Lachlan hat mir den Porsche in einem sehr guten Zustand übergeben. Ich konnte dann genau das umsetzen, was ich mir vor dem Rennen vorgenommen hatte. AVIA W&S Motorsport hat uns heute wieder einmal ein perfektes Paket zur Verfügung gestellt. Wir freuen uns sehr, weiterhin die Tabelle anzuführen.“