Dienstag, 21. April 2026

Superbike: Viel Abenteuer, Platz vier und ein blaues Auge

Zwei EURO MOTO-Superbiker haben am vergangenen Wochenende schon die Muskeln spielen lassen. Zwar nicht in der EURO MOTO, aber vorab beim Auftakt in der Langstrecken-Weltmeisterschaft. Das BMW-Werksteam mit Markus Reiterberger an Bord machte in Le Mans zwar nicht die erhoffte Beute. Dagegen fehlte Neuling Marcel Schrötter im Team ERC Endurance nicht viel zu einer Podiumsplatzierung.

Das Werksteam war vom zweiten Startplatz in den 24-Stunden-Marathon gegangen, sammelte nach acht und 16 Stunden die Zusatzpunkte für die Führung ein und wollte nach dem Sieg greifen. Das Trio mit Markus Reiterberger (GER), Michael van der Mark (NED) und Steven Odendaal (RSA) war aber auch in einen Crash verwickelt und bekam technische Probleme. Beendet hat es das Rennen trotzdem. Anders als geplant aber noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen, reiste das BMW Motorrad World Endurance Team auf Rang sechs der Weltmeisterschaftswertung aus Le Mans ab.

Grandios verlief der Einstand des 33-jährigen Marcel Schrötter. Im Team ERC Endurance, das aus Karlsruhe stammt, war Schrötter war mit Abstand der Schnellste im Trio, zu dem auch David Checa und der Franzose Kenny Foray gehören. Schrötter legte den Grundstein für den neunten Startplatz für das 24-Stunden-Rennen. Am Ende sprang sogar der vierte Platz heraus.

“Ich bin glücklich damit, mein erstes 24-Stunden-Rennen gut überstanden zu haben“ sagt er übermüdet, aufgedreht und glücklich zugleich. „Allein schon das Überqueren der Ziellinie nach einer so langen Distanz ist ein Erfolg für sich, und als Vierte waren wir zudem das beste Privatteam und auch das beste BMW-Team. Die vergangene Woche war für mich eine unglaubliche Erfahrung. Körperlich habe ich die 24 Stunden recht gut verkraftet, abgesehen davon, dass mein Rücken nach drei oder vier Stunden sehr verspannt war. Ein Muskel im unteren Rückenbereich hatte sich komplett verkrampft. Dieses Problem ist mir schon seit einiger Zeit bekannt, und wenn dieser Muskel nicht mehr mitspielt, wird es umso anstrengender. Ich musste mit enormen Kraftaufwand fahren. Das war nicht ideal.“

Aus seiner Sicht hat Schrötter vor allem im Qualifying auf sich aufmerksam gemacht. „In meiner Gruppe «Blau» war ich Vierter in der kombinierten Zeitenliste. Alle Top-Teams verfügen über Qualifyer-Reifen. Wir hingegen nicht. Bei einem Langstreckenrennen ist das Qualifying die einzige Session, in der der Fahrer wirklich alles geben kann.“

Vom 8. bis 10. Mai 2026 kann er es wieder beweisen. Dann findet auf dem Sachsenring der Start in die EURO MOTO-Saison statt.

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek

24. – 26. April – Volles Programm in der Magdeburger Börde

  • Vom 24. bis 26. April gastieren die DMV Goodyear Racing Days in der Motorsport Arena Oschersleben
  • Auf dem 3,667 Kilometer langen Kurs erwartet die Fans ein vollgepacktes Rennwochenende

 


Auf der nördlichsten Rennstrecke Deutschlands wartet gleich eine Premiere auf. Erstmals wird der neue DMV Polo Cup an den Start gehen. Die Serie gehört ab sofort fest zum Programm, packende Tür-an-Tür-Duelle sind garantiert. Ein fester Bestandteil ist die DMV BMW Challenge, die in diesem Jahr mit dem neuen DMV BMW M2 Cup zusätzliche Akzente setzt. Gemeinsam mit dem DMV STGT Cup sowie der Langstreckenserie DMV NES GP bietet sich den Fans moderner GT- und Tourenwagensport auf höchstem Niveau. Besonders spektakulär wird es im DMV STGT Cup, in dessen Rahmen auch die Ferrari Racing Series antritt und mit klangstarken GT-Boliden für Gänsehaut sorgt.

Historischen Motorsport bietet das DMV Classic Masters, das gemeinsam mit der Alfa Romeo Challenge ein breites Feld an Tourenwagenklassikern präsentiert. Mit dabei sind unter anderem Fahrzeuge verschiedenster Epochen, die Motorsportgeschichte lebendig werden lassen. Garantiert actionreich wird es im DMV BMW 318ti Cup zugehen, wo junge Talente gegen erfahrene Piloten um Siege und Punkte kämpfen.

Abgerundet wird das Wochenende durch die Porsche Club Historic Challenge, die eine beeindruckende Bandbreite an Fahrzeugen aus Zuffenhausen an den Start bringt.

Tickets und weitere Informationen unter www.dmv-goodyear-racingdays.com/oschersleben-2026 


SPORT1 zeigt ADAC GT4 Germany auch 2026 im Free-TV

  • SPORT1 Free-TV-Partner der ADAC GT4 Germany und des ADAC GT Masters
  • Kostenlose Livestreams zu allen Rennen auf Sport1.de, Joyn, ServusTV On und Youtube
  • Weiterer Reichweitenzuwachs: ADAC GT4 Germany in über 150 Territorien live oder re-live


Die ADAC GT4 Germany und das ADAC GT Masters gehen mit einem umfangreichen TV- und Streamingangebot sowie einer breiten internationalen Verbreitung in die Saison 2026. SPORT1 zeigt die ADAC GT4 Germany und das ADAC GT Masters live im frei empfangbaren Fernsehen sowie im Stream auf SPORT1.de. Joyn, die Streamingplattform von ProSiebenSat.1, überträgt alle Rennen beider Serien im kostenlosen Livestream. Zudem sind die Rennen kostenlos bei ServusTV ON sowie auf dem YouTube-Kanal ADAC Motorsports zu sehen. Auch die internationale Reichweite wächst 2026 erneut. Die Rennen beider Serien können live und re-live in mehr als 150 Territorien weltweit verfolgt werden.

SPORT1 baut die Übertragung der ADAC GT4 Germany und des ADAC GT Masters im Vergleich zum Vorjahr weiter aus. Die Sonntagsrennen beider Serien werden in der Regel live übertragen, während die Samstagsrennen vorab in kompakten Highlight-Zusammenfassungen gezeigt werden. Darüber hinaus bleibt das Angebot eines Livestreams für alle Läufe auf SPORT1.de bestehen.

Alle Rennen der Serien überträgt der ProSiebenSat.1-Superstreamer Joyn live und kostenlos. Nutzer von Joyn dürfen sich außerdem im Rahmen der DTM an Samstag und Sonntag ganztägig auf den kostenlosen Fan-TV-Livestream direkt von den Strecken freuen.

Über eine ganzheitliche Rennberichterstattung erwartet auch die Zuschauer von ServusTV. Auf der Streaming-Plattform ServusTV ON werden alle Läufe der Saison 2026 in voller Länge gezeigt. Gleiches gilt für den YouTube-Kanal des ADAC: Unter youtube.com/adacmotorsports werden alle Rennen sowie sämtliche Qualifying-Sessions live in deutscher und englischer Sprache übertragen.

Das erste Saisonwochenende der ADAC GT4 Germany und des ADAC GT Masters findet vom 24. bis 26. April auf dem Red Bull Ring statt. Karten für das Österreich-Gastspiel im Rahmen der DTM sind unter dtm.com ab 49 Euro erhältlich.


Montag, 20. April 2026

Superbike: Tulovics Kontrastprogramm zu Reiterberger

Lucas Tulovic (Ducati #3)
Foto: Jens Hawrda

Das BMW-Werksteam hat am heutigen Freitag die Pole Position beim Auftakt zur Langstrecken-WM um nur 0,032 Sekunden verpasst. Morgen, am Samstag, wird in Le Mans das legendäre 24-Stunden-Rennen gestartet. Für Teamfahrer Markus „Reiti“ Reiterberger ist das die ideale Vorbereitung auf die EURO MOTO Superbike, die am zweiten Mai-Wochenende auf dem Sachsenring beginnt. Teamchef Werner Daemen lobt den Bayern schon jetzt in den höchsten Tönen und erzählt, bei diversen Testfahrten habe er an den Rundenrekorden gekratzt. Den amtierenden Champion Lukas Tulovic bringt das drei Wochen vor dem Saisonstart nicht aus der Fassung. Der 25-jährige Ducati-Fahrer verfolgt eine andere Strategie.

„Ich fahre nicht in der EWC, weil ich keine Anfragen habe, aber mich auch auf eine Sache konzentriere“, antwortet Tulovic auf die Frage, weshalb er nicht in Le Mans ist. Aus der EURO MOTO Superbike sind mehrere Gegner nach Frankreich gereist: Marcel Schrötter, Marco Fetz, Hannes Soomer, Soma Görbe, Jan Mohr, Milan Merckelbagh.

Kein Großevent, aber viele kleine

Tulo hat einen Trainingsurlaub unterhalb der Zugspitze eingelegt, nachdem er zu Ostern bereits die „1000 Kilometer von Hockenheim“ bestritten hatte. Nachdem sein Team das Rennen kurzzeitig anführte, geriet zuerst der Transponder außer Kontrolle. Etliche Safety Car-Phasen, ein Sturz sowie eine Stop-and-Go-Strafe später war Gesamtplatz 5 die Ausbeute.

Bis zum EURO MOTO-Start wird der Superbike-Titelverteidiger noch oft auf dem Motorrad sitzen und jede Menge zu erledigen haben. Ein Presselaunch mit Ducati, sein Job als MotoGP-Experte bei Sky, die Instruktortätigkeit bei den Hafeneger-Renntrainings und zwei Tests mit Triple M Racing Ducati Frankfurt stehen alle noch vorher auf dem Plan. Tulo schwört auf die Panigale V4R, ihre Explosivität und das Reifenmanagement, seinen Start. Und was Reiterberger betrifft: „Ich bin noch nie gegen ihn gefahren. Wir werden auf dem Sachsenring sehen, wie es im Zweikampf läuft.“

Quelle: euromoto.racing / Anke Wieczorek


Sportbike: Korbinian Brandl setzt auf Neustart im eigenen Team

Korbinian Brandel 2025 in Oschersleben
Foto: Jens Hawrda

Für Korbinian Brandl heißt es in der neuen Saison „back to the roots“. Der 19-Jährige bleibt der Sportbike-Klasse treu, geht 2026 aber wieder bewusst einen Schritt zurück und setzt mit RBR-Racing auf ein kleineres, eigenes Team. Für den Oberndorfer ist es bereits die vierte Saison in der Meisterschaft und die zweite in der Sportbike. Nach seinen Anfängen in der Supersport 300 geht er nun auch in der EURO MOTO an den Start.

Dass Brandl das Potenzial hat, vorne mitzumischen, hat er im vergangenen Jahr bewiesen. Im AK Racing Team, gemeinsam mit Alexander Weizel, gelang ihm vor allem in der zweiten Saisonhälfte ein klarer Entwicklungsschub. Gleich dreimal stand er auf dem Podium. Es waren seine bislang stärksten Ergebnisse. Eine entscheidende Rolle spielte dabei die Zusammenarbeit mit einem neuen Fahrwerksmechaniker, die jedoch zunächst Zeit brauchte. „Wir mussten uns erst finden. In Assen haben wir dann einen großen Schritt nach vorne gemacht. Das war für mich der Gamechanger“, blickt Brandl zurück.

Nach diesem erfolgreichen letzten Jahr geht es nun schon bald in die neue Saison, allerdings unter anderen Voraussetzungen. Brandl stellt sich wieder eigenständig auf und tritt mit einem dreiköpfigen Team an. Der Schritt ist bewusst gewählt. „Das passt für uns in diesem Jahr einfach besser. So können wir uns wieder mehr auf uns selbst konzentrieren“, erklärt er. Was er in diesem Jahr jedoch beibehält, ist die Zusammenarbeit mit seinem Fahrwerksmechaniker, den er in sein eigenes Team mitnimmt. Damit bringt er auch das bewährte Setup mit und schafft die Grundlage, an die starken Ergebnisse anzuknüpfen oder sogar noch einen Schritt weiterzugehen.

Quelle: euromoto.racing / Rowena Hinzmann