Freitag, 10. Juli 2026

Manthey schließt die erste DTM-Saisonhälfte mit vier Punkterängen am Norisring ab

  • Thomas Preining erreicht in Nürnberg zweimal den neunten Platz   
  • Ricardo Feller wird in beiden Sprintrennen Zwölfter
  • Am Sonntag absolviert die Manthey-Boxencrew den schnellsten Reifenwechsel des Tages

#91 Thomas Preining (AUT / Porsche 911 GT3 R / Manthey)
Foto: ADAC-Motorsport

Am Norisring, dem einzigen Stadtkurs der DTM-Saison erreicht Manthey beim vierten von acht Rennwochenenden im Jahr 2026 viermal die Punkteränge. Porsche Werksfahrer Thomas Preining (Österreich), von den Plätzen 15 und elf in die Rennen auf der nur 2,2 Kilometer langen Strecke gestartet, sah an beiden Tagen auf dem neunten Rang die karierte Flagge. Sein Teamkollege Ricardo Feller (Schweiz) belegte jeweils Rang zwölf, nachdem er die Rennen von den Startplätzen 17 und 18 aufgenommen hatte. Die Boxencrew des Teams aus Meuspath knüpfte an die starken Leistungen der vergangenen Rennwochenenden an und sicherte sich, nach Erfolgen in Zandvoort und am Lausitzring, auch in Nürnberg im Sonntagsrennen mit 6,562 Sekunden den schnellsten Reifenwechsel des Feldes. Mit 119 Punkten belegt Manthey zur Halbzeit der Sprintsaison Rang sechs in der DTM-Teamwertung. In der Fahrermeisterschaft liegt Thomas Preining nach acht von 16 Saisonrennen mit 70 Punkten auf Platz acht, während Ricardo Feller mit 50 Zählern Rang 13 innehat.

„Ein anspruchsvolles Wochenende für uns in Nürnberg. Nach den Siegen und Podiumsplatzierungen der vergangenen Jahre auf dem Stadtkurs hatten wir uns deutlich mehr vorgenommen. In diesem Jahr hat uns aber in allen Sessions die Pace gefehlt, um mit der Konkurrenz mitzufahren. Das ist für die Fahrer und das gesamte Team frustrierend, zumal die Sprintsaison 2026 bislang nicht nach unseren Erwartungen verlaufen ist. Dennoch können wir nach den ersten acht Rennen stolz auf unsere Leistungen sein. Ich bin es in jedem Fall. Auch wenn sich das nicht immer in den Ergebnissen widerspiegelt, hat jeder Einzelne jederzeit sein Bestes gegeben.“, erklärt Patrick Arkenau, Geschäftsbereichsleiter Racing bei der Manthey Racing GmbH. „Unsere Boxencrew hat auch am Norisring wieder eine starke Leistung gezeigt. Mit dem schnellsten Reifenwechsel am Sonntag und weiteren sehr guten Boxenstopps haben wir erneut unsere Qualität in diesem Bereich unter Beweis gestellt. Dass wir seit Jahren konstant auf diesem Niveau arbeiten, macht mich sehr stolz“, führt Martin Raeder, Geschäftsführer der Manthey Racing GmbH aus. „Hinter diesen Leistungen steckt viel harte Arbeit. Umso mehr hätte ich mir gewünscht, dass die Mannschaft mit erfolgreicheren Rennergebnissen dafür belohnt wird. Leider haben die schnellen Boxenstopps und guten Strategien nicht ausgereicht, um bessere Platzierungen als Rang neun und zwölf zu erreichen“, ergänzt Nicolas Raeder, Geschäftsführer der Manthey Racing GmbH abschließend. 

Stimmen zum DTM-Rennwochenende am Norisring

Ricardo Feller, Porsche 911 GT3 R #90: „Das Wochenende am Norisring ist nicht so verlaufen, wie wir es uns gewünscht haben. Immerhin konnten wir zweimal ein paar Punkte mitnehmen, aber zufrieden sind wir damit dennoch nicht. Das Team hat aber wieder einen tollen Job gemacht. Ein großer Dank geht an die gesamte Crew. Ich weiß die tolle Arbeit sehr zu schätzen und ich fühle mich nach der ersten Saisonhälfte mittlerweile sehr gut bei Manthey angekommen.“

Thomas Preining, Porsche 911 GT3 R #91: „Aufgrund der vergangenen Erfolge am Norisring hatte ich große Hoffnungen für das Wochenende und wollte um meinen vierten Sieg bei dem Event kämpfen. Letztes Jahr konnten wir zwei Podien hier einfahren. In diesem Jahr konnten wir aber auf der Strecke einfach nicht mit der Konkurrenz um Top-Platzierungen mitfahren. Nur in der Box konnten wir einige Zeit gutmachen – dafür geht ein großes Danke an das Team. Die Strategien waren immer super und die Boxenstopps, besonders am Sonntag, waren einfach Weltklasse. Ich bin stolz, Teil dieses starken Teams zu sein und hätte mir für uns Alle bessere Ergebnisse in Nürnberg gewünscht.“

Quelle: manthey-racing.com

Donnerstag, 9. Juli 2026

Sommer-Kurztrip zur DTM – Camping in Oschersleben

Luftbild Motorsportarena Oschersleben
Foto: motorsportarena.com

Perfektes Ausflugsziel im Hochsommer: Die DTM startet vom 24. bis 26. Juli in der Motorsport Arena Oschersleben in die zweite Saisonhälfte. Wer das Wochenende besonders intensiv erleben möchte, kann direkt an der Rennstrecke übernachten. Der Campingplatz in Oschersleben öffnet bereits am Donnerstag (23. Juli) seine Tore.

Auf dem mehr als 70.000 Quadratmeter großen Areal im Norden der Motorsport Arena finden sowohl Zelte als auch Wohnmobile ausreichend Platz. Duschen und Toiletten stehen vor Ort zur Verfügung, Strom kann bei Bedarf hinzugebucht werden. Dank der direkten Anbindung an die Rennstrecke sind Fahrerlager, Tribünen und die DTM Fan Zone bequem erreichbar.

Quelle: dtm.com

Mittwoch, 8. Juli 2026

GT-Masters: Eifel-Spektakel beim ADAC Truck-Grand-Prix am Nürburgring

  • Zahlreiche Gaststarter erweitern das Feld, auch DTM-Teamchef Gottfried Grasser dabei
  • Heimspiel für das Haupt Racing Team, die Holzem-Zwillinge und Schnitzelalm Racing
  • Meisterschaftskampf zwischen BMW und Lamborghini spitzt sich zu

Die Zwillinge Sandro und Juliano Holzem feiern im BMW M4 GT3 Evo
von Schubert Motorsport ihr Heimspiel am Nürburgring
Foto: ADAC-Motorsport

Ein Highlight der Saison wartet auf das ADAC GT Masters. Auf dem Nürburgring tritt die GT3-Nachwuchsliga des ADAC im Rahmen des Int. Shell ADAC Truck-Grand-Prix an, zu dem im vergangenen Jahr mehr als 134.000 Zuschauer am Wochenende reisten. Es werden zwei Sprint-Rennen von 60 Minuten Renndauer (Samstag 13:45 Uhr und Sonntag 14:15 Uhr) ausgetragen. Am Sonntag überträgt Sport1 das zweite Rennen live im Free-TV sowie Highlights des Samstagslaufs. Alle Rennen sind zudem live auf Joyn, ServusTV ON und youtube.com/adacmotorsports zu sehen.

DTM-Teamchef Grasser und siebte Marke als Gaststarter

Einer der namhaftesten Gaststarter am Nürburgring wird Gottfried Grasser (47/AUT) sein. Der DTM-Teamchef tauscht die Rollen und setzt sich nach 13 Jahren Rennpause wieder hinters Steuer eines Lamborghini Huracán GT3 Evo 2. Das Cockpit teilt er sich mit seinem guten Freund Gerhard Tweraser (37/AUT), der bereits 36 Rennen im ADAC GT Masters absolvierte – viele für das GRT Grasser Racing Team. Das Duo wird in der Pro-Am-Klasse antreten. „Das Ziel im ersten Rennen ist, ins Ziel zu kommen. Im Zweiten schauen wir, welche Position es wird“, erklärt Grasser, der bereits zwölf Rennen im ADAC GT Masters bestritten hat. Obwohl die Ambitionen hoch sind, dämpft er gleichermaßen die Erwartungen. „Wir haben bisher noch nicht einmal einen Boxenstopp mit Anschnallen und allem Drum und Dran geübt. Daher schauen wir erstmal, dass wir sicher ins Ziel kommen. Aber natürlich ist sofort auch wieder der Biss da und ich werde die Zehntel und Platzierungen genau im Blick haben.“

Als Rückkehrer begrüßt die GT3-Nachwuchsliga des ADAC Prosport Racing mit dem Mercedes-AMG GT3. Somit werden am Nürburgring wieder sieben verschiedene Marken an den Start gehen. Als Fahrer an Bord sind Debütant Felice Jelmini (31/ITA) und mit Nico Hantke (22/Hürth) ein bekanntes Gesicht. Er fuhr in den vergangenen beiden Jahren in der Serie und erzielte eine Pole-Position, zwei Siege sowie Tabellenrang vier. Am Nürburgring feiert der Hürther zudem sein Heimspiel und hat sich viel vorgenommen: „Ich freue mich, zum ersten Mal mit dem Mercedes-AMG GT3 an den Start zu gehen. Es ist eine neue Herausforderung, aber ich fühle mich sehr gut vorbereitet. Das Ziel für das Wochenende ist ganz klar: Wir wollen vorne mitfahren und um den Sieg kämpfen.“

Der dritte Gaststarter ist SR Motorsport by Schnitzelalm. Das Team bestritt die vergangene Saison komplett und ist seit 2024 immer wieder als Gaststarter dabei. Den Mercedes-AMG GT3 der Mannschaft aus Niederzissen pilotieren beim Heimspiel die amtierenden ADAC GT4 Champions, Enrico Förderer (19/Leuterod) und Jay Mo Härtling (23/Sprockhövel). Förderer feiert sein Debüt im GT3-Auto, Härtling hat sogar schon ein Podium im ADAC GT Masters vorzuweisen. „Wir kennen uns als Fahrerduo sehr gut und wollen die Chance nutzen, uns im Mercedes-AMG GT3 weiterzuentwickeln“, so Härtling.

Meisterschaftskampf geht in die nächste Runde

In der Tabelle liegen Tim Zimmermann (29/Langenargen)/Leyton Fourie (20/ZAF/beide FK Performance Motorsport) in ihrem BMW M4 GT3 Evo mit fünf Punkten Vorsprung an der Spitze. Die Vizechampions des Vorjahres haben aktuell einen Lauf. Sie haben zwei der vergangenen vier Rennen gewonnen und wurden zweimal Zweite. „Wir versuchen, auf dieses Momentum aufzubauen und genauso weiterzumachen“, erklärt Fourie. „Wir wissen, dass das am Nürburgring vielleicht nicht so gut funktionieren könnte wie bisher, aber wir nehmen jedes Rennen wie es kommt und holen das Maximum heraus.“ Teamkollege Zimmermann hat zudem ein riesiges Event mit rund 300 Gästen geplant, die in einer eigenen Lounge ihm und seiner Mannschaft die Daumen drücken werden.

Felix Hirsiger (28/CHE)/Finn Zulauf (21/Königstein im Taunus/beide Liqui Moly Team Engstler Motorsport) im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 sind die ersten Verfolger. Sie haben ebenfalls zwei Saisonsiege auf dem Konto und möchten am Nürburgring die Tabellenführung zurückerobern. „Ich gehe positiv in das Wochenende. Die Strecke sollte für uns nicht schlecht sein. Natürlich gibt es immer äußere Faktoren, auf die wir keinen Einfluss haben. Ich denke, dass wir nach wie vor alle Voraussetzungen mitbringen, um die Meisterschaft zu gewinnen“, erklärt Zulauf, der im Vorjahr bereits am Nürburgring auf dem Podium stand.

Heimspiel für Sandro und Juliano Holzem und das Haupt Racing Team

Nach ihrem Debüt-Sieg am Lausitzring fahren die Zwillinge Juliano und Sandro Holzem (22) aus Polch mit einer Extraportion Selbstbewusstsein zu ihrem Heimspiel. „Die Motivation ist extrem hoch. Viele Sponsoren und unsere Familie kommen zum Rennen. Es werden auch wieder viele Zuschauer vor Ort sein, die Vorfreude ist wirklich riesig. Wir wissen, dass wir mit unserem Paket am Nürburgring extrem stark sind und dort auf jeden Fall gewinnen können. Aktuell sind wir Meisterschaftsdritte und wollen am Nürburgring den nächsten Schritt machen, um ganz oben ein Wörtchen mitzureden“, erklärt Sandro Holzem, der viele schöne Momente mit dem Nürburgring verbindet. „Wir waren schon als Kinder immer mit meinem Vater an der Strecke und ich habe dort mein Debüt in der DTM gefeiert.“

Ein Heimspiel feiert auch das Haupt Racing Team. Die Mannschaft aus Drees wird drei Ford Mustang GT3 ins Rennen schicken und hat aus der Vergangenheit eine beeindruckende Erfolgsbilanz vorzuweisen: drei der letzten vier Rennen in der Eifel gewonnen und zudem vier Podiumsplatzierungen und drei Pole-Positions erzielt. Auch in der aktuellen Saison ist HRT mit fünf Podien gut unterwegs und nimmt beim Heimspiel Kurs auf den ersten Saisonsieg.


Schubert Motorsport startet beim ADAC GT Masters am Nürburgring

#56 Sandro Holzem / Juliano Holzem / BMW M4 GT3 Evo / Schubert Motorsport
Foto: ADAC-Motorsport

Schubert Motorsport ist zurück im ADAC GT Masters. Vom 10. bis 12. Juli geht das Team beim ADAC Truck Grand Prix auf dem Nürburgring an den Start. Am Steuer des BMW M4 GT3 stehen erneut Sandro und Giuliano Holzem, die nach ihrem starken Auftritt beim vergangenen Rennwochenende mit viel Rückenwind in die nächste Runde der Saison gehen.

Zuletzt feierten die beiden ihren ersten Sieg im ADAC GT Masters und setzten damit ein klares Ausrufezeichen. An diese Leistung möchte Schubert Motorsport nun anknüpfen. Die Ausgangslage ist vielversprechend: Sandro und Giuliano Holzem liegen in der Fahrerwertung aktuell auf Rang drei und haben mit 79 Punkten weiterhin eine starke Position im Kampf um die vorderen Plätze. In der Teamwertung rangiert Schubert Motorsport derzeit auf Platz fünf.

Der Nürburgring ist für Schubert Motorsport keine unbekannte Strecke. Das Team verfügt über viel Erfahrung auf dem traditionsreichen Kurs und kennt die besonderen Anforderungen der Strecke sehr gut. Dennoch bleibt das Wochenende offen: Wetter, Verkehr und die starke Konkurrenz im ADAC GT Masters können jederzeit eine entscheidende Rolle spielen.

Das Rennwochenende beginnt am Freitag mit zwei Freien Trainings. Am Samstag folgen das erste Qualifying und Rennen 1, bevor am Sonntag mit Qualifying 2 und Rennen 2 die nächsten wichtigen Punkte vergeben werden.

Sandro Holzem:„Der Nürburgring ist für uns natürlich ein ganz besonderes Wochenende. Es ist unser Heimrennen, viele Freunde, Partner und Unterstützer werden vor Ort sein, und genau darauf freuen wir uns sehr. Wir kennen die Strecke gut und fühlen uns dort zuhause. Nach unserem ersten Sieg im ADAC GT Masters auf dem Lausitzring gehen wir mit großer Motivation in das Wochenende. Wir wollen von Beginn an Vollgas geben, weiter angreifen und versuchen, an die starke Leistung anzuknüpfen.“

Quelle:schubert-motorsport.com

Dienstag, 7. Juli 2026

DTM-Teamchef Gottfried Grasser kehrt ins ADAC GT Masters zurück

  • Gottfried Grasser und Gerhard Tweraser treten im Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 an
  • GRT Grasser Racing Team absolviert Gaststarts am Nürburgring und am Salzburgring
  • Gottfried Grasser: „Sobald ich einen Helm aufhabe, bin ich der Rennfahrer. Der Teamchef, der an Teile oder Kosten denkt, hat Pause.“

Gottfried Grasser und Gerhard Tweraser vor ihrem Lamborghini Huracán GT3 Evo 2
(Copy: GRT Grasser Racing Team)

Vom Kommandostand ins Cockpit: DTM-Teamchef Gottfried Grasser (47/AUT) kehrt nach 13 Jahren ins ADAC GT Masters zurück – als Pilot. Der 47-Jährige wird mit seinem GRT Grasser Racing Team einen Lamborghini Huracán GT3 Evo 2 einsetzen. An seiner Seite greift Gerhard Tweraser (37/AUT) ins Lenkrad. Das Duo absolviert zwei Gaststarts im Rahmen des Int. Shell ADAC Truck-Grand-Prix auf dem Nürburgring (10. bis 12. Juli) und auf dem Salzburgring (4. bis 6. September).

Das GRT Grasser Racing Team war zuletzt 2024 im ADAC GT Masters am Start und absolvierte insgesamt 13 Jahre in der GT3-Nachwuchsliga des ADAC. Gottfried Grasser fuhr zuletzt 2013 am Red Bull Ring und kehrt nun ins Cockpit zurück. Die Idee entstand 2025 mit seinem guten Freund und Teamkollegen Tweraser zusammen. „Nach zehn Jahren ging der Huracán in den Ruhestand und ich habe eines der Autos privat behalten. Jetzt stand es zuhause und der Keller war voll mit Ersatzteilen“, lachte Grasser. „Wir haben also beschlossen, über das Jahr ein paar lockere Tests zu fahren. Es hat immer mehr Spaß gemacht und der nächste Schritt war, den Kalender zücken und sehen, wann das ADAC GT Masters nicht mit der DTM zusammen unterwegs ist. Damit war die Entscheidung schon getroffen, vor allem mit dem Heimrennen am Salzburgring.“

Teamkollege Gerhard Tweraser ist ebenfalls seit 2012 im ADAC GT Masters aktiv. Der Österreicher hat insgesamt 36 Rennen bestritten und war immer wieder für das GRT Grasser Racing Team am Start. Zuletzt trat er 2025 auf dem Red Bull Ring als Gaststarter in einem Lamborghini Huracán GT3 Evo 1 an. Im Vorfeld des Nürburgring-Wochenendes im Rahmen des ADAC Truck Grand Prix besteht am Donnerstag eine Testmöglichkeit, die Grasser und Tweraser nutzen werden. An gleicher Stelle trat Grasser 2011 erstmals mit einer mächtigen Dodge Viper im ADAC GT Masters an. Nach einem technischen Defekt im Training war das Wochenende vor 15 Jahren allerdings frühzeitig beendet, bei seinem Comeback hofft er nun auf mehr Glück. „Ich habe ein Racer-Herz, das habe ich schon an den Testtagen gemerkt. Ich habe an den Zehnteln herumgeknabbert und versucht immer wieder besser zu werden“, gibt der 47-Jährige ehrlich zu. „Wir haben auch mit dem Huracán ein sehr ausgereiftes Auto, das sehr viele Erfolge gefeiert hat und vorne mitfahren kann, das ist eine super Basis. Das hatten wir 2013 nicht, damals war es eher sehr mühsam.“

Der Österreicher tritt seit 2022 mit seinem GRT Grasser Racing Team in der DTM an und setzt seit dieser Saison den Lamborghini Temerario GT3 ein. Während er dort als Teamchef die Fäden zieht und seine Piloten zur Umsicht ermahnt, gelingt ihm das im Cockpit nur bedingt. „Es ist immer das Gleiche: Sobald ich einen Helm aufhabe, bin ich der Rennfahrer. Der Teamchef, der an Teile oder Kosten denkt, hat Pause“, lacht Grasser. „Es ist eine wahnsinnige Herausforderung, macht aber irrsinnig Spaß. Das Rennfahren ist eine eigene Welt und bringt dich in allen Belangen an die Grenzen. Der Sport übt eine brutale Faszination aus. Das mal wieder von der anderen Seite zu sehen, tut als Teamchef sehr gut.“

Die Rückkehr ins Cockpit nach 13 Jahren ist für Grasser aber nicht nur Spaß, sondern auch eine ernstzunehmende Aufgabe, der er mit Respekt begegnet. „Für mich wird die größte Herausforderung die Zweikämpfe mit den anderen Autos. Da habe ich noch ein bisschen Bammel, denn das habe ich schon lange nicht mehr gemacht“, verrät der 47-Jährige, der gemeinsam mit Tweraser in der Pro-AM-Klasse an den Start gehen wird.

Für die Zukunft schließt er auch nicht aus, wieder als Teamchef ins ADAC GT Masters zurückzukehren, allerdings nur mit dem neuen Lamborghini Temerario GT3. „Wir haben mit diesem Auto aktuell noch ein paar Baustellen und es ist ein langer Weg, aber für die Zukunft kann ich mir eine Rückkehr auf jeden Fall vorstellen“, so Grasser. „Ich mag die Serie und ihr Format irrsinnig gerne. Die Mischung aus Nachwuchspiloten und alten Hasen wie mir bringt viel Würze und Spannung. Und das Umfeld stimmt.“