Montag, 27. Juli 2015

Nico Müller bester DTM-Pilot in Spa - Sieg für BMW

Sieg in Spa  für Marc VDS mit Catsburg, Luhr, Palttala
Foto: BMW-Motorsport
BMW hat seine Erfolgsgeschichte in Spa-Francorchamps (BE) fortgeschrieben: 50 Jahre nach dem ersten Sieg beim 24-Stunden-Klassiker sorgten Nick Catsburg (NL), Lucas Luhr (DE) und Markus Palttala (FI) vom BMW Sports Trophy Team Marc VDS für den 22. Gesamterfolg der Marke bei diesem Rennen. Nach 536 Runden auf dem „Circuit de Spa-Francorchamps“ sah der BMW Z4 GT3 mit der Startnummer 46 bei der 67. Auflage des Marathons in den Ardennen trotz einer Durchfahrtsstrafe auf dem ersten Platz die Ziellinie. Damit hat das Fahrzeug bei seinem letzten großen Auftritt eines der bedeutendsten Langstreckenrennen der Welt für sich entschieden.
 
Lange sprach jedoch vieles dafür, dass das Schwesterauto der Sieger ganz oben auf das Podest fahren würde. Denn Maxime Martin, Augusto Farfus und Dirk Werner spulten einen souveränen Auftritt herunter und führten das Feld lange Zeit an. Am Sonntagvormittag ereilte das Auto dann in Front liegend das Aus in Form eines Motorschadens – ein technischer Defekt war die Ursache.
 
„Über weite Strecken sah es für uns sehr gut aus. Die Pace hat gestimmt. Im Morgengrauen haben wir dann angefangen zu pushen, um den Abstand auf den Zweitplatzierten auszubauen. Alles lief nach Plan. Doch dann kam das überraschende Aus“, sagte Farfus.

Auch für alle DTM-Piloten, die beim belgischen Langstrecken-Klassiker am 25. und 26. Juli mitmischten,  sah es lange ebenfalls nach einem äußerst erfolgreichen Wochenende aus.  Doch das Schicksal machte einigen von ihnen einen Strich durch die Rechnung. So war, wie beim 24h-Rennen am Nürburgring, einmal mehr Nico Müller der bestplatzierte DTM-Fahrer. Der Schweizer belegte zusammen mit Frank Stippler und Stephane Ortelli im Audi R8 LMS den zweiten Platz.
 
Eine starke Vorstellung bei ihrem ersten gemeinsamen Auftritt bei einem 24-Stunden-Rennen boten Alessandro Zanardi (IT), Timo Glock (DE) und Bruno Spengler (CA). Bereits im Warm-up vor dem Rennen hatte Spengler bei starkem Regen im #9 BMW Z4 GT3 von ROAL Motorsport die Bestzeit erreicht. In der Nacht fuhr das Fahrzeug zeitweise auf Rang fünf. Zanardi, Glock und Spengler standen in Spa-Francorchamps im Mittelpunkt eines ganz besonderen Motorsport-Projekts: Erstmals teilte sich der beinamputierte Zanardi das Cockpit mit anderen Piloten. Für diese außergewöhnliche Premiere hatten die Ingenieure von BMW Motorsport den BMW Z4 GT3 mit innovativen technischen Lösungen modifiziert.

Eine Stunde vor Schluss des Rennens fuhr das Trio in den Top-10, bevor Glock das Auto in der 500. Runde aufgrund eines technischen Problems neben der Strecke abstellen musste.
 
Großes Pech hatte auch Mercedes-Benz-Pilot Daniel Juncadella. Der hatte mit Nico Bastian und Stef Dusseldrop besonders in der chaotischen Anfangsphase die Übersicht behalten und nach sechs Stunden sogar die Führung inne.  Am Sonntagmorgen fiel der Mercedes SLS AMG GT3 (Team Rowe) zwar etwas zurück, lag jedoch weiter in Schlagdistanz zum Podium.  Doch 45 Minuten vor dem Rennende schlug das Schicksal unbarmherzig zu – eine defekte Lichtmaschine bedeutete den Ausfall für Juncadella und seine Kollegen.
 
Auch für den zweitplatzierten Nico Müller verlief das Rennen nicht ohne Probleme. Dennoch sprang nach Fallen der Zielflagge der zweite Rang heraus.
 
„Es war ein hartes Rennen. Wir hatten zu Beginn ein paar Probleme. Als die Safety-Cars das Feld aufgeteilt haben, verloren wir viel Zeit. Davon haben wir uns nicht mehr erholt". Es war mein erstes 24-Stunden-Rennen in Spa. Es hat viel Spaß gemacht, Teil dieses Projekts mit dem neuen Audi R8 LMS zu sein. Das Doppelpodium war eine schöne Leistung der ganzen Mannschaft. Alle können stolz auf dieses Ergebnis sein.“, sagte Nico Müller, der mit Stippler und Ortelli (Team WRT) vor dem Audi mit der Startnummer 5 (Nicki Thiem/Christian Mamerow/Christopher Mies) ins Ziel kam.

DTM-Markenkollege Mike Rockenfeller kam im Phoenix-Audi noch auf den fünften Rang, obwohl er mit seinen Teamkollegen Andre Lotterer und Marcel Fässler nach der falschen Reifenwahl zu Beginn das Rennens zwischenzeitlich außerhalt der Top-30 unterwegs war.

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